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DAS GEHEIMNIS DER SCHWARZEN ZITADELLE – Leseprobe (Teil 2) des gleichnamigen Romans von Miguel de Torres –

Sommer 2016

DAS GEHEIMNIS DER SCHWARZEN ZITADELLE

Leseprobe (Teil 2) des gleichnamigen Romans

von

Miguel de Torres

Als er Sumru und seine Soldaten an der Mühle vorbeiziehen sah, erinnerte Cronn sich wieder an Reinalds Erzählung von Thrakons »Geisterheer« und ihm wurde klar, dass eine Schlacht bevorstand – eine große Schlacht mit vielen Toten und Schwerverwundeten.

Reinald und die anderen würden auch ohne ihn nach Tahat gelangen, und so machte Cronn sich auf den Weg und folgte Sumru zu Fuß. Für jemanden von seiner Schrittweite und Ausdauer war es kein Problem, mit dem vergleichsweise langsamen Zug mitzuhalten, wobei er darauf achtete, unentdeckt zu bleiben.

Das Heer überquerte den Fluss an einer Furt, aber zur Überraschung Cronns machte Sumru nicht Halt, als die Nacht hereinbrach, sondern trieb sein Heer weiter nach Süden. Als es die Trümmer der Fähre erreichte, wandte es sich nach Osten, stets am hohen Nordufer des Oront entlang. Die ersten der jungen Soldaten fielen vor Schwäche von ihren Pferden, doch Sumru ließ nicht anhalten. Auch einige der Pferde brachen zusammen und starben, ehe der letzte Wagen des Trosses sie passiert hatte.

Cronn folgte dem Heer unbeirrt und unermüdlich, denn ein Hauch jener Erregung hatte ihn gepackt, die er bei der Jagd nach den Mördern seiner Familie verspürt hatte. Ein Geheimnis musste hinter Sumrus ungewöhnlichem Vorgehen stecken, und Cronn beschloss, es zu ergründen.

Endlich, kurz vor der Mitte der immer noch mondlosen Nacht, ließ Sumru anhalten und das Lager aufschlagen. Der Weg führte hier durch einen Talkessel, der sich zum Fluss hin öffnete. Der Lagerplatz war somit entgegen allen strategischen Erkenntnissen gewählt worden, denn ein möglicher Feind brauchte lediglich Einund Ausgang des Kessels zu blockieren, um das komplette Heer einzuschließen.

Das überraschte Cronn erneut, denn Sumrus Ruf als Heerführer war kein schlechter. Überdies ließ Sumru sein Stabszelt nicht im Zentrum des Heeres aufschlagen, wie es üblich war, sondern am jenseitigen Rand des Kessels, in unmittelbarer Nähe des Ausgangs.

Im Laufschritt umrundete Cronn den Kessel an dessen Nordrand, unsichtbar für die Soldaten. Als er den jenseitigen Ausgang erreichte, hatte sich der Halbmond bereits über die Landschaft erhoben. In seinem Licht beobachtete Cronn, wie Sumru sein Zelt verließ, seinen Rappen bestieg und den Kessel auf dem
nach Osten führenden Weg verließ. Die Worte, die er mit den dort aufgestellten Wachen wechselte, konnte Cronn nicht hören.

Dann gab Sumru dem Rappen die Sporen und preschte davon.

Da anzunehmen war, dass er sich um diese Zeit und ohne Geleit nicht allzu weit vom Lager entfernen würde, folgte Cronn ihm, so schnell seine Beine es zuließen. Aber der Heerführer kam rasch
außer Hörweite.

Wie erwartet, musste Cronn nicht allzu weit laufen. Als er die Kuppe eines langgestreckten Hügels erstiegen hatte, bemerkte er auf der anderen Seite ein niedrig brennendes Feuer. Sofort warf er sich zu Boden, um gegen den Mond nicht gesehen zu werden.

Dafür sah er selbst umso besser: Inmitten einer Ebene, die mit mannshohen Erdhügeln übersät war, erhellten das Feuer und der Mond ein monströses Gestell, vor das acht Pferde gespannt waren, reglos wie Statuen. Cronn kannte es aus Erzählungen.

Thrakons Knochenthron!

Sumru war abgestiegen und hielt sein Pferd am Zügel. Er gestikulierte, schien sich also mit Thrakon zu unterhalten, doch bedingt durch die Entfernung von mehr als hundert Metern hörte Cronn nichts. Thrakon selbst saß auf dem Thron, die Arme auf die Knie gestützt, den massigen Oberkörper zu Sumru hinabgebeugt.

Der »Hass der Götter« entsprach den Beschreibungen, die Cronn allerorten gehört hatte: die auch im Sitzen mächtige Gestalt, die Kleidung aus Fellen, die Schädelmaske.

Aber da war noch mehr.

Eine fieberhafte Erregung erfasste Cronn, deren Ursache er nicht ergründen konnte. Zweifelsohne hing sie mit Thrakon zusammen – irgendetwas an seiner Erscheinung, an der Art, wie er sich beim Sprechen bewegte … War er ihm vielleicht schon einmal begegnet, vor langer Zeit, in anderer Aufmachung? Vielleicht in einem der Länder, die er auf der Suche nach den Mördern seiner Familie durchstreift hatte?

Atemlos betrachtete er die Szenerie am Fuß des Hügels. Sie hatte etwas Irreales an sich. Der Sohn und oberste Heerführer des Königs allein mit dem obersten Heerführer der Barbaren. Eine Geheimverhandlung?

Schließlich richtete Thrakon sich auf und ergriff einen Gegenstand zu seinen Füßen, den Cronn nicht erkennen konnte. Im nächsten Moment zerriss ein Gongschlag die Stille der Nacht, und die ganze Ebene geriet in Bewegung.

Was Cronn für Erdhügel gehalten hatte, waren durch schwarze Decken oder Umhänge getarnte Krieger mit ihren Pferden gewesen, die sich nun geräuschlos erhoben. Es mussten Tausende sein; weit mehr jedenfalls als die Zahl der Soldaten, die Sumru mit sich führte. Eine Falle für den Sohn des Königs? Wollte Thrakon den Krieg auf diese Weise beenden?

Doch Sumru zeigte keinerlei Anzeichen von Unruhe. Er stieg auf sein Pferd, versuchte aber nicht davonzureiten. Cronn schien, dass Sumru das gleichsam aus dem Boden gewachsene Geisterheer mit dem gleichen kalten Interesse betrachtete wie er selbst.

Die Barbarenkrieger formierten sich. Über ihr Ziel konnte kein Zweifel aufkommen, denn die Köpfe ihrer Pferde zeigten in jene Richtung, wo Sumrus Heer lagerte. Und das konnte nur eines bedeuten.

Cronn kroch rückwärts, bis die Hügelkuppe den Blick auf das Geisterheer versperrte. Dann richtete er sich auf, nahm seine hier abgelegte Streitaxt und rannte in Richtung Fluss. Vielleicht schon in wenigen Sekunden würde das Heer über den Hügel preschen.

Am Ufer fiel der Hügel senkrecht ab, und in den Felsen fand Cronn mühelos ein Versteck, von dem aus er beobachtete, wie Thrakons Heer den Hügel überquerte. Nur das Stampfen der Hufe war zu hören, kein Ruf, kein Klirren von Waffen oder Schilden.

Thrakons von acht Rappen gezogener Knochenthron folgte langsamer, gemeinsam mit Sumru und einer Leibwache von etwa zwanzig Kriegern.

Cronn hatte den richtigen Schluss gezogen an diesem Nachmittag, als er sich von Elder und den anderen getrennt hatte: Es würde eine Schlacht geben, mit vielen Toten. Die Soldaten des Königs würden im Schlaf der Erschöpfung überrascht und getötet werden, wahrscheinlich würde kein Einziger entkommen.

Sumru hatte sein Heer und damit seinen Vater verraten; eine Tatsache, die Cronn nicht sonderlich überraschte. Menschliche Niedertracht konnte ihn nicht mehr überraschen. Sumru schien die gleiche jugendliche Ungeduld zu besitzen, die einst seinen Vater dazu getrieben hatte, zunächst König Fulkos Reich und dann die angrenzenden Königreiche und Herzogtümer an sich zu reißen.

Er konnte nicht warten, bis ihm, dem einzigen Sohn, alles auf natürliche Weise zufiel.

Als Thrakon und Sumru außer Sicht waren, verließ Cronn sein Versteck und folgte ihnen. Es gab keine Möglichkeit, das bedrohte Heer zu warnen, denn er befand sich außer Rufweite. Aber er empfand kein Mitleid mit den Soldaten, die stets darauf gefasst sein mussten zu sterben, zumal in diesen Zeiten. Eine junge Frau mit ihren beiden Kindern hingegen, die in einer abgeschiedenen Hütte in den Bergen wohnte …

Als er den Talkessel erreichte, war schon alles vorbei. Blutgeruch erfüllte die Nachtluft. Die Feuer loderten hoch und beleuchteten ein höllisches Szenario: Die Barbarenkrieger schleiften die Toten ans Ufer und schichteten sie zu einem Hügel auf, nicht ohne ihnen vorher die Taschen zu leeren. Manche schnitten ihnen auch die Ohren ab, um sie als Trophäen mitzunehmen. Die Pferde wurden im Hintergrund des Kessels zusammengetrieben, eine wertvolle Beute für Thrakon. Dann setzte man sich zu einem Festmahl nieder.

Mittlerweile hatte der Mond beinahe den Zenit erreicht und der Morgen graute. Der Knochenthron stand verwaist neben Sumrus Stabszelt, das von den Barbaren nicht angetastet worden war.

Die Pferde hatte man ausgespannt und zum Fluss getrieben. Thrakon und Sumru mussten sich im Zelt befinden, vor dessen Eingang zwei Wachen standen. Der Zugang zum Kessel hingegen wurde nicht mehr bewacht. Cronn kam ein verwegener Gedanke.

Lautlos wie sein eigener Schatten schlich er sich hinab und zur Rückseite des Zeltes. Es handelte sich um ein leicht zu transportierendes Leinwandzelt, wie es auf Kriegszügen üblich war. Cronn legte sich in der Mitte zwischen zwei Pfosten auf den Boden und hob die Plane vorsichtig an. Eine Stimme war zu hören, halblaut und abgehackt. Sumru?

Cronn schob sich weiter vor, bis er etwas erkennen konnte. Das Innere wurde erhellt durch eine in der Nähe des Eingangs aufgestellte Feuerpfanne. Cronn hatte Glück: Ein zusammenlegbarer Tisch warf einen Schatten auf die Stelle, wo er sich befand.

Sumru und Thrakon standen in der Mitte des Zelts, ins Gespräch vertieft. Letzterer trug sogar hier seine Raubtiermaske. Als er Sumru antwortete, drang seine Stimme dumpf und raspelnd darunter hervor.

»Ich habe einen passenden Mann«, sagte er in diesem Moment.

»Er stammt aus Grendor, wie viele Soldaten Eures Vaters. Er ist ein Frettchen, der Verrat ist seine Natur.«

»Gut«, antwortete Sumru. »Er soll meinem Vater nicht nur die Vernichtung des Heeres, sondern auch meinen Tod melden.«

Er hob die geöffnete Rechte. »Das ist wichtig!«

Der Raubtierschädel senkte sich leicht.

»Wann brechen wir nach Khorat auf?«, fragte Sumru.

Thrakon lachte heiser. »Ihr könnt es wohl kaum erwarten, Euren Vater zu beerben? Einen Tag müsst Ihr Euch schon noch gedulden. Wir reiten zunächst ein Stück nach Osten, wo wir auf Turnu und sein Heer treffen. Vereint werden wir die Mauern Khorats überwinden.«

»Dafür wird schon mein Vertrauter in der Zitadelle sorgen.Wann sendet Ihr den Boten ab?«

»Bei Sonnenaufgang. Wenn es echt aussehen soll, muss der Überlebende sich bald nach der Schlacht auf den Weg machen.«

»Lasst mich mit ihm sprechen. Er soll auch meinem Vertrauten eine Botschaft überbringen.«

Beide verließen das Zelt. Cronn robbte zurück.

Also doch Khorat! Und der Sohn verriet seinen Vater für ein Königreich, das er wahrscheinlich mit Thrakon teilen wollte. Doch das interessierte Cronn nicht sonderlich. Reiche entstanden und vergingen. Nur die Götter waren ewig.

Die Götter und die Bösartigkeit der Menschen.

Was ihn viel mehr interessierte, war Thrakon. Welch ein Krieger musste er sein! Eine Herausforderung zum Zweikampf würde er gewiss nicht ablehnen. Wenn Thrakon starb, wäre er bestimmt noch in der Lage zu berichten, was er sah. Natürlich war es auch denkbar, dass Cronn selbst bei diesem Duell starb. Selbst wenn er siegte, würde er den Talkessel kaum lebend verlassen. Doch das beunruhigte ihn nicht weiter. Wenn man keinen Grund mehr hatte zu leben, musste man einen Grund finden zu sterben.

Cronn glaubte, diesen Grund nun gefunden zu haben.

Hoch aufgerichtet schritt er hinter dem Zelt hervor, die Streitaxt geschultert, das Schwert in der Scheide an seiner linken Seite.

Sein Ziel war ein großes Feuer in der Mitte des Talkessels, vor dem sich die raubtierhafte Gestalt Thrakons abzeichnete.

Er hatte den Weg zur Hälfte zurückgelegt, bevor man Kenntnis von ihm nahm. Ein Raunen ging durch die Krieger, und Cronn hörte, wie sie sich hinter ihm sammelten und ihm folgten. Doch niemand unternahm den Versuch, ihn aufzuhalten.

Unbeirrt schritt er weiter. Thrakon wurde aufmerksam; er und Sumru wandten sich ihm zu. Zehn Meter vor den beiden hielt Cronn an. Obwohl die Augen des Barbarenführers unter der Maske nicht zu sehen waren, fühlte Cronn dessen Blicke über seinen vom Feuer beleuchteten Körper gleiten und auf der großflächigen Narbe an seiner linken Seite zur Ruhe kommen.

»Du«, sagte Thrakon.

Ein Schauer durchlief Cronn. Sein Gefühl hatte ihn nicht getrogen.

»Du kennst mich?«, fragte er.

»Ich weiß, was du suchst.«

Cronn nahm die Axt von der Schulter und stellte sie mit dem Stiel auf den Boden. »Dann lass uns beginnen.«

Der Barbarenführer bewegte sich nicht. »Noch ist es nicht an der Zeit.«

»Bist du nicht bereit?«

»Du bist es, der nicht bereit ist.«

Thrakon machte eine behutsame Geste mit der linken Hand, und Cronn durchzuckte die Ahnung nahender Gefahr. Er wirbelte herum, doch es war bereits zu spät. Ein Barbarenkrieger, einen Kopf kleiner als Cronn, aber stämmig wie ein Bär aus den Bergen von Morr, hatte sich angeschlichen und die eiserne Kriegskeule zum Schlag erhoben. Bevor der von dieser Heimtücke Überraschte eine Bewegung zur Abwehr machen konnte, krachte die Breitseite der Keule auf ihn nieder, mit einer Wucht, die den Schädel eines jeden anderen Menschen, vielleicht mit Ausnahme Thrakons, hätte bersten lassen.

Als Cronn erwachte, brannte die Sonne vom Himmel und der Talkessel war leer bis auf den Leichenberg am Ufer. Er betastete eine taubeneigroße Beule an seinem Hinterkopf, die Wellen des Schmerzes ausstrahlte.

Langsam richtete er sich auf und ergriff seine Axt, die man ihm ebenso gelassen hatte wie das Schwert.

Er verstand nichts.

Du bist es, der nicht bereit ist, hatte Thrakon gesagt. Was hatte er damit gemeint? Wann würde er »bereit« sein?

Cronn schulterte die Axt und setzte sich in Bewegung. Zumindest kannte er das nächste Ziel Thrakons. Es war nun auch sein eigenes.

Khorat die Prächtige, die Hauptstadt von König Hark.

(…)

(wird fortgesetzt!)

Copyright © 2015 by Miguel de Torres (mit freundlicher Genehmigung!)

Bildrechte: “Waffentod – Im Meer der Zeiten” (Waffentod41.jpg) © 2012 by Lothar Bauer. Nutzung mit freundlicher Genehmigung des Künstlers unter Nennung seiner Webseite: http://saargau-arts.de/

WER WISSEN WILL, WIE DIE GESCHICHTE WEITERGEHT:

Das Geheimnis der schwarzen Zitadelle (Kartoniert)
Fantasy-Abenteuer
von Torres, Miguel de

.
Verlag:  Du-Lac-Verlag
Medium:  Buch
Seiten:  432
Format:  Kartoniert
Sprache:  Deutsch
Erschienen:  Februar 2015
Maße:  211 x 139 mm
Gewicht:  588 g
FSK:  Freigegeben ab 12 Jahren
ISBN-10:  3981654307
ISBN-13:  9783981654301

Sommer 2016

Sommer 2016

Beschreibung

Eine tödliche Feindschaft …
Eine lebenslange Suche …
Ein Jahrtausende altes Rätsel …
und eine unsterbliche Liebe.

Der junge Tunnel- und Brunnenbauer Reinald wird nach Khorat gerufen, in die Residenz von König Hark, die von inneren und äußeren Feinden bedroht wird. Er soll die Wasserversorgung der schwarzen Zitadelle Mogador sicherstellen. Doch im Berg tief unter der Zitadelle wartet nicht nur die Lösung eines uralten Rätsels, sondern auch der Tod …

Dieses Fantasy-Abenteuer erleben Menschen in einer fiktiven mittelalterähnlichen Welt. Das Schwert ist unverzichtbar und geherrscht wird innerhalb dicker Mauern. Ein junger Mann gibt nicht auf, die Liebe eines Mädchen zu erringen, die einem Hofschranzen des Königs versprochen, genau genommen verkauft wurde, denn dessen Vater ist Kaufmann.

Dieser Roman vereint alles, was eine fantastische Geschichte ausmacht: furchtlose Barbaren, heftige Kämpfe, hohe Mauern, reißende Gewässer, tiefe Brunnen, finstere Höhlen, einen donnernden Abschluss sowie einen weiser gewordenen Helden.

In die Handlung wurden weder Magie noch Zauberer oder Drachen, Elfen, Zwerge und Trolle einbezogen – nicht nötig, denn die Menschen in ihrer Vielheit sind interessanter.

Autor
Miguel de Torres, geboren 1958 in Bayern, war mehr als zwanzig Jahre lang als freiberuflicher EDV-Berater tätig, bevor er 2003 mit dem Schreiben begann. In elf Jahren entstanden etwa vierzig Romane sowie ein Dutzend Kurzgeschichten, die er unter verschiedenen Pseudonymen veröffentlichte.

Über das Buch:
Fantasy spielt sich in der Regel in urtümlicher, atemberaubender Landschaft ab, und die darin porträtierte Gesellschaft ist archaisch und oft analphabetisch, was offensichtlich einen Großteil des Reizes für die meisten Leser ausmacht: Die Handlung spielt in einer imaginären Zeit, als das Leben noch einfach und Männer noch Männer waren (und Frauen noch Frauen, das sollte auch mal gesagt werden). Imaginär ist diese Zeit deshalb, weil das Leben niemals einfach und unkompliziert war, seit die Affen von den Bäumen heruntergeklettert sind und einer den anderen gezeigt hat, wo’s langgeht. Fantasy – oder Abenteuer im Allgemeinen, und das schließt SF mit ein – ist modernes Märchen, nicht mehr, aber auch nicht weniger. Im besten Fall mit einer Moral und einer »Resonanz«: im Gedächtnis bleibenden Erkenntnissen über das Leben an sich, wie sie letztlich eben nicht wahre Geschichten, sondern nur Romane vermitteln können. Romane die »größer als das Leben« sind und deshalb, aus einer weiter gefassten Perspektive, einen neuen Blick auf dieses Leben erlauben. Ich werde versuchen, auch dies zu erreichen. Ob mir das gelungen ist, müssen Sie entscheiden, wenn Sie das Endprodukt lesen.

Miguel de Torres

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