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MAGIE – Textauszug von Susan Ott

M A G I E

Textauszug

von

Susan Ott

Mir war bewusst, dass er mich vernichten würde, sobald er Gelegenheit dazu hätte. Noch drängten wir zusammen in vollkommener Harmonie, gemeinsam mit  unzähligen Elementarteilchen wabernd in einem Urbrei und sorgten für den Zusammenhalt.

Aber es war abzusehen, dass die Katastrophe nicht lange auf sich warten lassen würde. Unsere Existenz währte nun schon 10^-53 Sekunden. Genug Zeit also für ihn, seine Pläne für die Alleinherrschaft  in dem nun bald neu entstehenden Universum zu schmieden.

Ich spürte die Kräfte, die an mir zerrten, als die vier Naturkräfte entstanden und sich der kleine Punkt, der uns bisher eine Heimstatt war, blitzartig ausdehnte. Zunächst verschwanden fast alle Materieteilchen, da die sich im Urbrei befindlichen Quarks fast alle ihre Opponenten, die Anti-Quarks fanden und mit einem Aufflackern gleißende Helligkeit aufhörten zu existieren. Aber einige Quarks konnten der Vernichtung entgehen, schlossen sich zu Protonen und Neutronen zusammen. Sie fanden schließlich mit den Elektronen zusammen und das Universum wurde durchsichtig.

Das Universum dehnte sich weiter aus, Teilchen verschmolzen, schlossen sich zusammen, drifteten wieder auseinander, es entstanden größere Atome und im Laufe der Zeit Zusammenschlüsse verschiedenster Moleküle. Die Zusammenschlüsse wurden größer, es bildeten sich Sonnen, um die Planeten kreisten und ich floh während dieser Zeit stets im Schatten dieser neu entstehenden Gebilde.

Mein Gegenpart wurde, genauso wie ich, vom Zentrum des neu entstandenen Universums weggeschleudert. Ich spürte seine Nähe, spürte den Willen auf mich zu treffen. Im Gegensatz zu den Quarks und Antiquarks würden aber bei diesem Zusammentreffen nicht beide Seiten in strahlendem Glanz vergehen. Der Sieger würde hier überleben.

Ich wollte ihn nicht vernichten. Er war ein Teil von mir gewesen. Ich liebte ihn. Ich liebte ihn, trotz des Hasses, der wie eine gewaltige Welle von seiner Existenz ausstrahlte.

Wir hatten die gleichen Fähigkeiten, waren gleich stark und gleich schnell. Aber ich würde nicht immer vor ihm fliehen können. Ich musste mir eine andere Strategie überlegen.

In einiger Entfernung erschien wieder eine kleine Sonne. Ich hielt auf sie zu.  Wieder einmal eine kleine Abwechslung in der unendlichen Leere des Universums.

Ein Planet, der diese Sonne umkreiste, erregte meine Aufmerksamkeit. Seine Materie war älter, als die der Sonne. Sie stammte von explodierten Roten Riesen, deren kosmischer Staub sich verdichtete und zusammenballte. Die Anziehungskraft der Sonne hatte die weißglühende Kugel schon vor längerer Zeit eingefangen und nun umkreiste sie den Stern in einer stetigen Bahn.

Mittlerweile war der Planet an der Oberfläche abgekühlt. Aus seinem Innern stiegen Dämpfe empor, die kochende Meere bildeten. Starke elektrische Entladungen trugen dazu bei, Aminosäuren und Nucleotide entstehen zu lassen.

Dieser Planet würde Leben entwickeln.

Eine Idee stieg in mir auf.

Wenn es mir nicht gelang, meinem Bruder durch den Raum zu entkommen, warum dann nicht durch die Zeit?

Der Planet vor mir war prädestiniert Leben zu entwickeln.

Die Sonne schleuderte dem Planeten einen gewaltigen Plasmastrom entgegen.

Das war die Gelegenheit, auf die ich gewartet hatte.

Durch den gewaltigen Anstieg von Protonen, Elektronen und Alphateilchen verborgen, sammelte ich meine magischen Kräfte und begann eine Reise durch die Zeit.

Australopithecus africanus

Beinahe wäre ich in die Tiefe gestürzt, als mein Bewusstsein in den Körper des Weibchens eintrat. Krampfhaft hielt ich mich am dicken Stamm des Baumes fest, auf dem der Körper bis vor wenigen Augenblicken geschlafen hatte.

Es war noch Nacht, aber die leichte Andeutung von Helligkeit kündigte den nahen Beginn des Tages an.

Ich durchforschte das Gedächtnis meiner Wirtin.

Die Gruppe, in der sie lebte, bestand aus 6 Geschöpfen. Allerdings bestanden verwandtschaftliche Beziehungen zu anderen, in der nähe lebenden, Gruppen.

Geführt wurde ihre Gruppe von ihrer Mutter, was ihr selbst eine relativ hohe Stellung einbrachte.

Die Geschöpfe verbrachten fast den gesamten Tag auf ihrem Baum und verließen ihn lediglich, um am nahen Fluss zu trinken. Der Weg dorthin war nicht sehr weit, barg aber große Gefahren. Unzählige Raubtiere warteten nur darauf, sie fressen zu können.

Ich zuckte zusammen, entspannte aber sofort wieder und ein wohliger Laut drang aus meiner Kehle. Das Weibchen neben mir war auch aufgewacht und begann meinen Körper nach Ungeziefer abzusuchen.

Ich fand im kleinen Gehirn des Geschöpfes die Information, dass dieses Verhalten den Gruppenzusammenhalt stärken soll und meine eigene höhere Stellung in der Gruppenhierarchie widerspiegelte.

Und dann fand ich noch etwas. Sehr schwach, aber es war vorhanden.

Dieses Geschöpf, in dem sich nun mein Geist befand, verfügte über magische Kräfte. Das war wohl der Grund, warum mein Geist gerade diesen Körper gewählt hatte.

Mittlerweile war die Sonne über der weit entfernten Hügelkette aufgegangen und beleuchtete  eine weite Ebene mit einer geschlossenen Krautschicht, die von Zeit zu Zeit von einzelnen, weit ausladenen Bäumen durchbrochen wurde.

Ich drehte mich um und erkannte einige Kilometer entfernt einen dichten Regenwald, aus dem laute Rufe und Schreie zu mir herüber drangen.

Die übrigen Mitglieder der Gruppe waren nun auch erwacht und die Anführerin machte sich bereit den Baum zu verlassen, um am nahen Fluss zu trinken. Die Gruppe folgte ihr.

Auf allen Vieren, die Arme dabei zu Hilfe nehmend, näherten wir uns dem dichten Schilfgürtel, der den Fluss umgab. Die ersten Mitglieder der Gruppe waren bereits in dem hohen Schilf nicht mehr auszumachen.

Ich selbst blieb kurz vor dem Schilfgürtel stehen. Es behagte mir nicht, mich in diese dichte Pflanzenwand zu begeben. Ich würde Feinde nicht erkennen können, wenn ich, dicht über den Boden gebeugt, dem Fluss entgegen strebte.

Ich richtete sich auf. Es war ein seltsames Gefühl, sich nur mit den Beinen fortzubewegen. Immer wieder musste ich meinen Körper ausbalancieren, um nicht hinzufallen. Nach kurzer Zeit hatte ich aber den Körper unter Kontrolle und trat in den Schilfgürtel. Die Pflanzen reichten mir bis zur Schulter. So schritt ich, mich immer wieder nach Fressfeinden umsehend, dem Fluss entgegen.

Die Gruppe stillte bereits ihren Durst und einige Artgenossen blickten kurz auf, als sie die ungewöhnliche Fortbewegungsart bemerkten, achteten dann aber nicht weiter auf mich. Nur die Mutter meiner Wirtin, die ihren Durst bereits gestillt hatte, betrachtete mich interessiert.

Sie schien nachzudenken. Die dicken Wülste über ihren Augen zogen sich zusammen. Dann entspannte sie sich. Sie hatte verstanden.

Ungeschickt hin und her wankend, richtete sie sich auf. Nun war auch das Interesse der Gruppe geweckt. Einer nach dem Anderen erhob seinen Körper. Zunächst bereitete es einigen Schwierigkeiten, das Gleichgewicht zu halten. Zwei Weibchen versuchten, mit gebeugten Knien den Oberkörper aufrecht zu halten. Ein halbwüchsiges Weibchen hatte besondere Schwierigkeiten, die Schwerkraft zu überwinden.

Ich überdeckte mir meiner weißen Magie die Gruppe. Ich spürte, dass das Gehirn meiner Wirtin ein, wenn auch nur geringes Maß, an Umfang gewann. Auch die Gehirne der übrigen Gruppenmitglieder wuchsen.

Gemeinsam und stolz aufrecht gehend, kehrten wir zu unserem Baum zurück.

Schon nach wenigen Tagen bereitete der aufrechte Gang keine Schwierigkeiten mehr. Die Gruppe hatte erkannt, dass er viele Vorteile bot. Zunächst einmal konnte man die Savanne weiter überblicken. Ein junges Männchen wagte sich sogar, aufrecht gehend, weiter in den Fluss hinein und war so in der Lage, frische grüne Schilfblätter zu sammeln und ans Ufer zu bringen.

Die langen Finger der Hände eigneten sich nun, da sie nicht mehr zum Gehen benötigt wurden, hervorragend zum Tragen von Nahrung und zur Verteidigung.

Wir saßen in den frühen Morgenstunden auf unserem Baum und beobachteten Aasfresser, die sich über einen Kadaver hermachten. Wir würden warten müssen, bis die Tiere satt waren und dann versuchen, von den Überresten noch etwas Fleisch abzunagen.

Doch an diesem Morgen sollte es anders kommen.

Ich beobachtete einen Halbwüchsigen, dessen Blick immer wieder vom Kadaver zu einem dicken Ast am Boden hin und her glitt. Eine Entscheidung reifte in ihm, das war deutlich zu sehen.

Nach ein paar Minuten ließ er sich langsam von seinem Schlafplatz gleiten und sprang leise zu Boden. Mit großer Geschicklichkeit griff er den Ast und lief, laute Kampfschreie ausstoßend und mit dem schweren Ast in der Luft wedelnd, auf den Kadaver zu.

Die Gruppe Hyänen, die sich an dem Kadaver gütlich tat, ergriff erschrocken die Flucht.

Stolz sah sich der Halbwüchsige um. Die Gruppe verließ, nachdem die Anführerin das Zeichen gab, den Baum und lief zu ihm.

Der Kadaver hatte noch reichlich Fleisch zu bieten und zum ersten Mal seit langer Zeit konnte jeder so viel essen, wie er wollte.

Behäbig schleppten wir uns zurück. Unterwegs sammelten wir noch weitere Äste. Wir würden uns nie wieder mit Resten begnügen müssen. Wir waren bereit, zu kämpfen.

Bereit, für einen weiteren Schritt in der Evolution.

Ich lebte zufrieden in meiner Gruppe. Aber meine Sinne suchten ständig nach der Anwesenheit meines Bruders. Mir war bewusst, dass er mich aufspüren würde.

Und eines Tages war es soweit.

Zunächst war da nur ein leichtes, dunkles Aufflackern im magischen Geflecht, das noch immer vom früheren Zusammenhalt des Ursprungs durch die Magie zeugte.

Eine lange Zeit geschah nichts weiter. Die Gruppe lebte wie bisher, sammelte und fraß Blätter, Wurzeln und Knollen, entriss Aasfressern ihre Beute, trank am Fluss und brachte sich vor jagenden Raubtieren auf unserem Baum in Sicherheit.

Und dann kamen sie.

Die Sonne war gerade aufgegangen, als sie den nahen Urwald verließen. Es waren zwölf Wesen, allesamt viel größer, als die Mitglieder meiner eigenen Gruppe. Auch sie gingen aufrecht. Auch sie trugen Äste als Waffen. Aber an den Spitzen der Äste waren mit Sehnen scharfkantige Steine befestigt.

In der Savanne hörte man keinen Laut. Alles schien abzuwarten.

Die Gruppe blickte angespannt zu den Neuankömmlingen. Man sah den Gesichtern an, dass sie hofften, ein anderer Schlafbaum, der näher zur Urwald stand, würde Ziel dieses Angriffs sein.

Aber ich wusste es besser. Ich spürte die Kräfte meines Bruders in einem der Angreifer. Spürte den unbändigen Hass, der wie eine Welle vor ihm hergetragen wurde.

Er wollte mich.

Er wollte mich endlich vernichten.

Die Gruppe wurde unruhig, als sie sah, dass die Angreifer die übrigen Bäume unbeachtet ließen und stetig auf sie zuhielten. Die scharfkantigen Waffen machten ihnen Angst.

Ich war mir bewusst, dass die Angreifer uns mit diesen Waffen überlegen waren.

Ich musste schnell handeln, um mich in Sicherheit zu bringen. Mein Bruder würde mir folgen und ich hoffte, dass die anderen, ohne ihren offensichtlichen Anführer, eine geringere Gefahr für meine eigene Gruppe darstellten.

Ich hatte meine Gefährten lieb gewonnen. Ich wollte nicht der Grund für ihre Vernichtung sein.

Also konzentrierte Ich mich auf Meine Magie, konzentrierte mich auf den Strom der Zeit und verließ den Wirtskörper…


Copyright (c) 2011 by Susan Ott

Bildrechte: Magie – Verwandlungs-, Hexerei- & Zaubergeschichten” (Magie neuer Hrsg und heller.jpg) © 2012 by Lothar Bauer. Nutzung mit freundlicher Genehmigung des Künstlers unter Nennung seiner Webseite: saargau-arts.de – http://saargau-arts.de/

Bildrechte: Coverillustration “Evolution. – Menschheitsgeschichten” (http://www.chaosrigger.org/pixel02/upload/2011/02/06/20110206232618-23a74ac6.jpg) © 2011 by Lothar Bauer. Nutzung mit freundlicher Genehmigung des Künstlers unter Nennung seiner Webseite: Chaosriggers kleine Welt Blog – http://www.chaosrigger.org/chaosblog

Bildbearbeitung: Bearbeitete Coverillustration “Cyborgs01-89-minus134-minus54.jpg” (Originaltitel: 20110206232618-23a74ac6.jpg) © 2011 by Detlef Hedderich. Nutzung nur mit Genehmigung des Künstlers Lothar Bauer unter Verwendung des Originals.

Updated: 6. März 2015 — 01:01

17 Comments

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  1. Vielen Dank für deine Leseprobe. Wenn es eine Leseprobe gibt, gibt es auch ein Buch zum bestellen dazu? Das wäre doch sinnvoller als ein Titel von ROwohlt, die auf der Blacklist stehen, was meinst du Susan?

  2. Der Roman wird als ebook erscheinen. Wenn ich Cover und ISBN habe, werde ich es nachreichen.
    Dauert halt immer etwas^^

  3. Einverstanden. Wir sind ganz gespannt! 😀

  4. „2001 – Odyssee im Weltraum“ versus „Am Anfang war das Feuer“ Und Susan in der Rolle von Lucy.

    mit galaktischen Grüßen vom
    Homo galacticus franconis
    😉

  5. Lucy war ja damals die erste, die uns Männern gezeigt hat, dass es auch anders geht als von hinten, richtig? 😉 Und Schwupps, die Missionarsstellung war geboren und machte von da ab tausende von Frauen zufrieden und glücklich! Obwohl, die Sexualforschung sagt ja, dass die Missionarstellung nicht gerade das Glück auf Erden für die Frauen bedeutet…

    Was meint Ihr denn, liebe Frauen?? Liebe Leserinnen, Besucherinnen, liebe Community-Autorinnen? 😀

  6. Sehr spannend! Gibt es eine Fortsetzung? Wie geht es weiter? Die Rätsel sind noch nicht alle gelöst! 🙂

  7. Liebe Community-Autoren, Liebe Leser, liebe Besucher! Was meint Ihr, sollte es hivon eine Fortsetzung geben? Hat auch die Geschichte genauso fasziniert wie mich? Schreibt ruhig mal Eure Meiung! Keine Hemmungen, wir beissen nicht und haben auch keine Stöcke mit Spitzen dran! 😉

  8. Ach so, das war ja eine Leseprobe! Dann gibt es ja definitiv eine Fortsetzung, richtig?

  9. Der Teil mit dem Australopithecus hat mich auch sehr an diese „2001“-Szenen erinnert.

    Interessanter Beginn für deinen Roman, vor allem weil ich selbst sehr „Astronomie-affin“ bin :-).

    Ein paar Sachen sind mir aber doch aufgefallen.
    Zuerst mal die Schreibweise „10^-53“, denke ich, verstehen die wenigsten. Wenn der Font keine Hochstellung anbietet (in HTML mit dem sup-Tag), dann schreibe doch so, wie man’s lesen muss, nämlich: 10 hoch minus 53. Darunter kann sich zwar auch niemand was vorstellen, aber es liest sich flüssiger als z.B. „in der ersten 100 Millionstel Milliardstel Milliardstel Milliardstel Milliardstel Milliardstel Sekunde seit Beginn der Zeit“ 😉 (Wahrscheinlich habe ich mich auch noch verzählt.)

    Du beginnst mit super winzigen Zeitskalen: Inflation, Materie entsteht und vergeht, und schließlich wird das Weltall transparent für Strahlung. Erste Sterne entstehen und schließlich ein Planetensystem der jüngeren Generation. Die ersten Ereignisse finden innerhalb der ersten Sekunde statt, dann haben wir ein paar hunderttausend Jahre, dann ein paar Millionen und zuletzt einige Milliarden Jahre.

    Für mich ist das verwirrend, weil ich ständig denke, ich hätte irgendwas überlesen. Da fände ich es hübsch, wenn ein Hinweis auf die Skalen dabei wäre. Wahrscheinlich ist das ja für Brüderchen und Schwesterchen irrelevant, das könnte man dann auch noch erwähnen.

    Trotz aller Haarspalterei: ich bin gespannt darauf, wie’s weiter geht! 🙂

  10. Felis Breitendorf

    Und ich erst!

  11. Wenn das mit dem Buchtipp noch länger auf sich warten läßt, wäre es vielleicht besser, vorerst einen anderen Buchtipp hier reinzustellen, was könnte uns die Autorin denn dazu anbieten?

  12. Wann bekommen wir hier eigentlich die Buchempfehlungsdaten?

  13. Wir sind ganz gespannt auf deinen Titel! 🙂

  14. Das erinnert mich schon ziemich an den ersten Teil von 2001, des Films von 1968. Wer hat den gesehen?

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