sfbasar.de

Literatur-Blog

IM FEUER – Leseprobe aus der Fantasy-Trilogie „Ninragon – Band 1: Die standhafte Feste“ von Horus W. Odenthal

IM FEUER

Leseprobe aus der Fantasy-Trilogie

„Ninragon – Band 1: Die standhafte Feste“

von

Horus W. Odenthal

„Verdammt, ich glaub, ich hab die Räude.“

Jenric hatte sich neben ihm in die Deckung gegraben und rieb mit wachsender Hektik an seinem linken Arm, wo sich grüne und braune Flecken zeigten, die tatsächlich weniger wie ein Geschwür sondern eher wie Flechtenbefall aussahen. Dort, wo er eine feine Schicht von moosigem Pulver abpulte, kamen darunter hellere, geschichtete Wucherungen zutage.

„Das muss von dieser verdammten Spitzohren-Vegetation kommen“, brummte Jenric. „Wer weiß, was zur Hölle das hier für Pflanzen sind. Ob das überhaupt Pflanzen sind. Ich jedenfalls hab mein Lebtag noch nie so ein Grünzeug gesehen, und ich bin viel rumgekommen, meine Herren.“

Ein helles Lodern über den Baumwipfeln unterbrach ihn und ließ ihn und alle anderen der Gruppe nach oben starren. Eine Salve von Feuerbällen donnerte über sie hinweg. Sekunden später loderte die Kammlinie in ihrem Rücken in flammendem Rot.

„Die armen Kerle, die jetzt sint in dieser Hölleh“, hörte er Crussav ein Stückchen weiter entlang des Grabens murmeln. Trotzdem waren sie froh, dass diese Salve nicht für sie bestimmt war, sondern über sie hinwegging – was sich jederzeit ändern konnte.

Alles konnte sich jederzeit ändern, dachte Auric. Sie mussten zugeben, vollkommen den Überblick über die Kampfsituation verloren zu haben: wo der Feind stand, wo die eigenen Leute standen, wer von wo unter Beschuss genommen wurde. Eine Frontlinie gab es längst nicht mehr, nur noch einzelne Trupps, die in dieser Hölle ums Überleben kämpften und versuchten, dem Feind so große Verluste wie möglich beizubringen. Um in dieser Urwaldhölle den Überblick zu verlieren, bedurfte es wahrhaftig keiner Drogen.

Jenric hatte noch Scheiben einer halben Knolle Rott, die er sich sorgfältig eingeteilt hatte. Vor dem Angriff hatte er eine großzügige Portion davon mit ihm geteilt. „Hier nimm, das macht die Birne alle. Wenn es dich erwischt, fährst du auf dem großen weißen Feuerball in den Himmel. Wenn nicht, wirst du diese spitzohrigen Motherfucker mit deinem verdammten Schwert alle machen, dass sie denken, die Dämonen der Hölle wären über sie hergefallen.“

Vor kurzer Zeit noch – vor der Elfenprovinz, vor Kvay-Nan – hätte er glattweg abgelehnt. Vor den Feldern von Vhau-KhayKhem, vor dem Massaker von Maukhran-Khvor, vor dem endlos sich hinziehenden Schlachten in den Wäldern von Khuvhaurn, vor den Kämpfen um Khavai-Kharn, als an den Ufern des Vh‘nan die Duergas über sie gekommen waren, halb wahnsinnig in ihrer Raserei, und seine Kameraden unter ihren Schlachthämmern gefallen oder in die Fluten getrieben worden waren.

Aber danach war er müde geworden. Müde, das alles bei klarem Kopf mit ansehen und deshalb die Realität all dessen anerkennen zu müssen, müde bei klarem Kopf die Angst, das Chaos, das Grauen erneut durchleben zu müssen. Er war in der kurzen Zeit durch zu viele nicht enden wollende Wälder gerannt, mit Kameraden, die verbrannt, zerfetzt, zerhackt wurden. Er hatte in zu viel Schlamm und Blut gelegen. Sie hatten seine Uniform und Rüstung durchdrungen bis in die letzte Faser, bis alles von Schlamm und Blut getränkt und imprägniert war, bis er selber unter weiteren Schichten von Schlamm und Blut auf seiner Haut vor sich hin gärte und sich kaum noch als menschliches Wesen fühlte sondern eher als ein Teil der Natur, das diese verfrüht zurück gefordert hatte, um schon jetzt mit ihren Kompostierungsprozessen zu beginnen, so als wäre er schon jetzt wieder zur Erde zurückgekehrt.

Vor kurzer Zeit hätte er die Kraft aufgebracht, sich gegen solche zersetzenden Anwandlungen zu wehren. Vor kurzer Zeit war er ein anderer Mensch gewesen. Aber jetzt hatte er die Scheibe Rott angenommen, Jenric gedankt, sie sich in den Mund geschoben und gründlich durchgekaut bis seine Zunge taub und sein Hirn leicht wurde.

Dann war das Zeichen zum Angriff gekommen, und sie waren durch den Urwald gestürmt und hatten den südlichen Hügelkamm genommen, während die Feuerbälle zwischen ihnen herabkrachten und die großen Bäume in Flamme aufgehen ließen.

Sie hörten nur noch das Prasseln der Feuerwände und die Schreie ihrer Kameraden von der Sechzehnten Brigade rings um sich herum. Die Armbrustschützen schossen wie verrückt, kamen aber durch den Wald nicht nah genug an die Vorbollwerke der Festung heran, um ihnen sinnvoll Deckung geben zu können. Sie kriegten zwar die feindlichen Armbruststellungen, an die Feuergeschütze aber kamen sie nicht heran.

Kein Zweifel, die verdammten Spitzohren hatten sie ganz schön an die Kandare genommen.

Dann, als sie schon durch den Beschuss vollkommen versprengt worden waren, kamen die Kommandotrupps der Elfen und hatten sie noch zusätzlich aufgemischt. Sergeant Demokris, der ein Stück hinter Kudai und Umanákhu im Dreck lag, hatte offensichtlich mittlerweile genauso wenig einen Plan, was die Feinheiten von Stellungen und Strategie anging. Die meisten der Einheiten, die bei dieser Mission eingesetzt wurden, gehörten der 16. Division an, doch obwohl die „Barbarenbataillone“ größtenteils aus Nicht-Idiriern bestanden, waren doch – genau wie bei ihrem Trupp – viele der befehlshabenden Offiziere idirische Bürger, vor allem je näher man der Spitze der Befehlspyramide kam.

In ihrer jetzigen Stellung konnten sie die Festung selber durch die Baumwipfel nicht sehen, doch die Richtung, in der sie lag, war anhand der Flugbahn der Feuergeschosse klar erkennbar. Die Festung lag vor ihnen, der südliche Hügelkamm lag hinter ihnen: Das war es auch schon fast, was sie wussten. Außerdem war klar, dass sie momentan vom Rest der Truppen, dem Gros der Einheiten der Sechzehnten, abgeschnitten waren, denn durch das Sperrfeuer, mit dem die Spitzohren den Hügelkamm überzogen und in eine Feuerhölle verwandelten, kam keiner durch. Sie mussten laut Auftrag irgendwie durch das weitläufige, bewaldete, von zahlreichen kleinen Wasserläufen durchzogene Becken gelangen, über dem Jhipan-Naraúk, eine der letzten Zufluchtsfestungen der Kinphauren-Separatisten des Blauen Kreises, aufragte, zu deren Vorbollwerken gelangen, um sich irgendwie, koste es, was es wolle, dort festzusetzen. Und das Urwaldbecken um die Festung Jhipan-Naraúk war groß, darin konnte eine Menge geschehen und eine Menge Menschen verlorengehen.

„Wenn die da oben wollen, dass wir hier eine koordinierte Aktion hinlegen und einen Teil der Vorbollwerke nehmen, dann sollten sie uns gefälligst Feldsenphora mitschicken, damit wir uns irgendwie untereinander verständigen können. Wir haben schließlich auch einen Feldscher in jedem Zug dabei.“ Der kleine Kudai schien ähnliche Gedanken wie er verfolgt zu haben. Sein Gesicht war fast vollständig von Ruß geschwärzt, nur das Weiß seiner Augen starrte aus seinen mittlerweile eingefallenen Zügen hervor. Und das Weiß seiner Zähne, das durch das leichte Grinsen, das fast nie aus seinem Gesicht weichen wollte, häufig aufblitzte. „Aber dafür sind ihnen wahrscheinlich ihre wertvollen Geistesboten zu schade.“

Feldsenphora? Wovon träumst denn duh? Feldsenphora, das wär‘ was“, schimpfte Crussav in seinem schweren Zungenschlag der östlichen Steppen. „Warrscheinlich sint sich diese Meine-Pisseh-ist-Weihwasser-Durchlauchtigkeiten selber zu schade, um jemals zu liegen mit der Nase im Dreck. Und ausgerechnet bei Sechzehnter?“ Ein roter Schein erfasste sein Gesicht.

„Oh, Scheiße, der kommt tief!“

Der Feuerball kam nicht nur tief, er kam in ihre Richtung. Das Blätterdach in seinem Pfad fing Feuer und flammte hoch empor wie eine zornige Krone. Dann schlug er ein.

Der Gluthammer der Explosion versengte Aurics Augenbrauen. Ein glühend heißer Sturm fegte über ihn hinweg, zerrte an seiner Kleidung, fauchte in sein Gesicht, raubte ihm den Atem.

Die Welt ging in Flammen auf.

Das Unterholz, zehn Meter nur von ihnen entfernt, war ein einziges blendendes, fauchendes, prasselndes Feuermeer. Der Stamm einer daraus emporragenden Bluteiche knackte und barst. Die Krone krachte mit brechenden, dabei wie in einer Kettenreaktion von Dominosteinen sich nacheinander aufwärts entzündenden Ästen in das Flammennest hinein. Feuerzungen blähten sich wie träge gegeneinander drängende Wogen empor, leckten den verkohlten Stumpf entlang, sprangen andere Stämme hinauf, trugen den wuchernden Brand mit pfeifendem Heulen hoch in die Kronen. Glühendes Blattwerk wurde in Wehen durch die Luft getrieben. Das Feuer spannte sein grelles, flackerndes Netz in den Wald. Es röhrte und wummerte.

Dann kam der nächste Feuerball. Sein Glutsturm raste an ihrer Flanke vorbei. Ein Feuerofen blühte zehn Meter grabenaufwärts von ihnen mit entfesseltem Rasen auf. Die Hölle wanderte.

Dann der nächste. Flammenbälle in erblühender Reihe, wie eine Gänseblümchenkette, für die Hölle geknüpft. Sie streckten ihre tanzenden, leckenden Fasergespinste ausfächernd nacheinander aus.

Der Flammenball schlug ein und dunkle Brocken spritzen vor rot tosendem Grund durch die Luft. Brocken von Erde, Brocken von Menschen. Das Feuergeschoss hatte den Trupp zu ihrer Linken getroffen. Vor einer Minute hatte er sie noch fluchen hören, ohne zu wissen, wer es war, der dort festsaß. Er hatte geglaubt, er hätte unter den herüberwehenden Stimmen die von Jagnar erkannt.

Flammenwände verwirrten die Sicht, sprangen zwischen ihren Stellungen hindurch. Durch ihre grellen, rastlosen Schleier sah er die Schatten von Kameraden aufspringen und fliehen. Die Luft wurde so heiß, dass der Schweiss wie in einem Sog aus seinen Poren gezogen wurden. Schweißtröpfchen auf der Haut verdampften und waren fort.

Erneutes Aufbäumen der Wand grellen Flackerns unter einer neu aufwuchernden Fackel aus herabregnendem und erplatzendem Glutsamen. Ein Feuerball sauste an ihnen vorbei und explodierte Sekundenbruchteile später hinter ihren Reihen. Mehr gellende Schreie ganz aus der Nähe. Reißendes, sonnenheißes Geflatter. Eine knatternde, lohende Plane im Glutwind. Aufspringen gleich bei ihm. Ein dunkles, plumpes Getorkel fester Glieder, gefährdet dichten Fleisches, dessen Namen er kannte, vor dem Tableau schrecklicher, ungreifbarer Schönheit. Schrille, dumpfe Halbgedanken peitschten zur Kuppel seines Bewusstseins hoch. Ein Wirbel panischen Tumults von Menschenkörpern, der ihn mitriss. Er lief mit den Leuten seines Trupps, wurde mitgezerrt, warf sich mit ihnen zu Boden.

Die Wut der Flammen brach in sich zusammen.

Er lag mit der Nase im Dreck und sah eine Schicht verglühender Blätter über seinen Kopf hinweg treiben. Weitere, verbrannt und knisternd, senkten sich wie eine Wehe verbleichter, spröder Flocken auf ihn herab. Er blickte zur Seite und sah in Kudais verdrecktes, verrußtes, zum Grinsen geblecktes Gesicht.

Ja genau, verdammt, wir leben noch! Ein guter Grund zu grinsen wie ein Blöder.

Er stemmte sich hoch und sah zurück. Die Flammen flatterten noch mit gedämpftem Wummern, dem gelegentlich scharfem Knacken explodierenden Holzes empor, doch es waren zerrissene Schleier, keine zornigen Wände und Glutbälle mehr.

Er stand auf. Kudai neben ihm tat es ihm gleich und schlug dabei das Sonnenkreuz Inaims über dem Herzen. Ringsumher wuchsen die Wracks verstörter Soldaten aus der verheerten, nachglühenden Brandschlacke empor und sahen sich um, dunkel ragende Gestalten in einer Landschaft hell orangen, gefräßig wandernden Flammengeflatters.

Schwere Schatten brachen durch die verwehenden Feuerschleier. Schwere Schatten in dunklen Rüstungen, die Schwerter schwenkten.

Ein donnerndes Röhren aus einer Tierkehle ließ die kochende Luft erbeben. Etwas, das auf allen Vieren lief wie ein Wolf und dessen Gestalt auch der eines riesigen Wolfes ähnelte, sprengte zwischen den Gestalten in Rüstung durchs Feuer. Doch Wölfe röhren nicht. Und Wölfe haben keine grausig ungeschlachten Köpfe wie das hier.

Auric sah die Überlebenden um ihn herum die Schwerter heben. Auf die falsche Art. Wie in Verteidigung. Sergeant Demokris wirkte kaum mehr motivierend.

Also zog er sein Schwert aus der Scheide, riss es, sich aufbäumend, beidhändig in die Höhe.

„Schickt die verfickten, dreckigen Spitzohren in die Hölle!!! Die Sechzehnte ist der Alptraum ihrer Feinde!!!“

Kudai brüllte wie ein Tier, er hörte Crussavs Stimme es ihm gleichtun, andere stimmten brüllend ein. Dann waren sie über ihnen.

Die schwarze Gestalt flog vorbei, während er das Schwert durchzog. Er spürte, wie die Klinge auftraf und Widerstand durchschlug.

Die nächste kam heran. Keine Zeit, sich der Wirkung seines Streiches zu vergewissern. Dieser hier brachte ihn ihn Bedrängnis. Er überzog Auric mit einem Hagel von Schwerthieben. Streiche in ungewohnter Manier, falsche Winkel, falsche Abfolge, trotzdem glatt wie Öl. Verdammt gefährlich. Gerade noch konnte er die Attacken abwehren, musste das Netz seiner Abwehr auf ungewohnte Art weben. Kein Gesicht, eine glatte, schwarze Kappe bis zum Kinn herab, nur vom Augenschlitz unterbrochen. Eine schwarze, gesichtslose Gestalt, die nach einer fremdartigen Schule focht. Einer nichtmenschlichen Schule.

Ein Hieb im Bogen von rechts herab, den er nicht richtig annehmen konnte. Der Schlag traf mit Wucht seine Schulter und ließ ihn aufstöhnen. Einer der Merkverse der valgarischen Fechtlehrer schoss ihm durch den Kopf: „Bist du im Hinach, stich ins Weite oder weich aus ins enge Land.“ Statt zurückzuweichen schoss er also vor, ins „enge Land“ einer körpernahen Mensur, prallte hart Brust gegen Brust mit seinem Gegner zusammen, brachte ihn ins Stolpern. Kein Klingen von Metall beim Aufprall. Sein Arm kam hoch; er drosch dem Taumelnden den Knauf des Schwertes mitten ins visierbedeckte Gesicht. Sein Gegner brüllte, etwas knirschte. Der Schwarzgepanzerte ging, unkoordiniert die Arme hochreißend, rückwärts zu Boden. Auric packte über ihm stehend das Schwert mit beiden Händen, holte Schwung und trieb ihm den Stahl durch den Panzer in die Brust. Der Durchbohrte bäumte sich um sich schlagend auf, sank dann reglos in den Dreck. Die schwarzen Panzer waren also zu knacken. Sie waren zwar widerstandsfähiger als gehärtetes Leder aber nicht so stark wie Metallpanzer.

Der Hieb seines Gegners hatte Aurics Schulterpolster durchschlagen, war aber vom Kettengeflecht des Haubert aufgehalten worden. Verdammtes Glück – nur eine üble Quetschung. Er war verdammt froh, dass er diesen Haubert, sein altes Kettenhemd besaß, dass zusätzlich zu der Standard-Lederrüstung der idirischen Armee seinen Körper schützte. Wer es sich leisten konnte, investierte in zusätzlichen Schutz oder zusätzliche Waffen, so dass praktisch jeder seine Rüstung zusätzlich verstärkt oder ergänzt hatte, durch eingearbeitete Metallteile, Schuppen, Ketten, Platten oder Spangen. Sein Haubert hatte ihm nun schon mehrfach das Leben gerettet; Brust und Bauch hatte er als Schutz gegen Armbrustbolzen zusätzlich mit Metall gepanzert.

Sein erster Gegner lag hinter ihm tot am Boden, den Kopf zur Seite geknickt. Aurics Streich hatte den Hals halb durchhackt.

Das Kampffeld war zerrissen und von Flammen durchzogen. Die anderen des Trupps, zermürbt und versprengt von der Feuerhölle der Bombardements, waren in harter Bedrängnis. Die Spitzohren brachen in ihre aufgebrochene Front ein. Das Wolfsvieh mischte zusätzlich die Reihen auf. Heiseres Brüllen und Stöhnen, Schwerterklirren. Durchschossen von Fauchen und Fängeblitzen. Drei des Trupps sah er am Boden, Freck einer davon. Sie hatten große Mühe, sich zu halten.

Direkt neben Auric war Kudai Demokris beigesprungen, der von seinem Gegner fast in Grund und Boden gehauen worden war. Beide hielten sie das Spitzohr gut in Schach, anders als Crussav der von zwei Schwarzgepanzerten übel in die Bredouille gebracht wurde. Auric wollte ihm zu Hilfe eilen, als er aus den Augenwinkeln ein dunkles Huschen sah. Dann krachte etwas mit ungeheurer Wucht in ihn hinein und warf ihn zu Boden. Sumpfig erstickte Gedanken – Ringen nach Luft. Schmerzende Enge in der Brust, sein Blick klärte sich öffnend. Fauchen und Toben füllte seine Sicht, schnappende, blitzende Fänge, spritzender Geifer. Er stieß dem Wolfsbiest seinen Arm entgegen, um die reißenden Kiefer von seiner Kehle fern zu halten, fühlte die Zähne sich in den Kettenpanzer seines Arms verbeißen und tastete mit der Rechten hektisch nach seinem Schwert. Keins zu finden, nicht auf dem Boden, nicht neben ihm. Reißender Schmerz durchfuhr seinen Arm, als sich die Fänge durch die Polsterung unter den Kettenringen und in sein Fleisch bohrten. Scheiß auf das Schwert, du brauchst eine Klinge – jetzt! Seine Hand schoss zum Gürtel, fand das Langmesser, riss es heraus, versuchte trotz des Schmerzes mit der Kraft des Arms dem Herumwerfen des ungeschlachten Kopfes entgegenzuwirken, ihn zu fixieren und stieß die Klinge in das rohe, schwarze Wolfsgesicht. Das Vieh röhrte. Er sah einen dunklen Schlund und eine Masse spitzer, langer Zähne, eine Woge von Gestank und Hitze brandete ihm aus den Kehlentiefen entgegen. Das Messer wurde seiner Hand entrissen. Das Vieh warf sich vor Schmerz herum. Er strampelte wild mit Armen und Beinen, hektisches Gekrieche, um aus dem Schatten des sich bäumenden zottigen Untiers zu kommen. Das Messer stak im Auge des Wolfsbiestes. Nicht tief genug. Nicht bis ins Hirn. Seine nach hinten greifende Hand traf auf Hartes, Kaltes – Schepperndes. Sein Schwert, da war es. Er griff es, wollte hoch, doch da bäumte sich das Vieh erneut auf und warf sich in seine Richtung. Schwer krachte die rohe, dunkle Masse auf ihn ein, sein Hinterkopf knallte hart gegen den Boden. Weißes Feuer schoss durch Kopf und Wirbelsäule – doch diesmal hielt er sein Schwert. Wieder Zähne und Geifern, rasend vor Wahnsinn und Schmerz, bluttriefende Kiefer, die sich um sein Gesicht schließen wollten, darüber der schwere, dunkel zottige Buckel des Rückens. Aus dem plötzlich ein Speer herauswuchs. Das Vieh brüllte.

Kiefer, geifernde Fänge rollten zur Seite weg, bäumten sich hoch. Das Vieh warf sich empor in Richtung des Feindes, der ihn in die Seite gebissen, der ihm Schmerzen zugefügt hatte.

Hinter dem Biest stand Kudai, erwartete es, hatte jetzt aber nur noch sein Schwert, das er wie einen Speer zum Stoß hielt.

Alte Jagdgeschichten aus dem Norden schossen Auric durch den Kopf, von Bärenjagd, von sicheren, tödlichen Stößen. Tolle Sache, wenn das Vieh nur still hielt.

Das Wolfsbiest mit seiner dunklen, muskelbepackte Masse stand vor Auric und fixierte Kudai: durch all den Ruß fast so dunkel wie es selbst, doch klein und schmächtig gegen den massiven, pelzstarrenden Körper, unruhige Augen zu Schlitzen, Schwert als Ersatzspeer von rechts nach links suchend schwenkend, Arme, Beine in Bewegung, verbissen Ausschau haltend nach einem möglichen Angriffswinkel. Für diesen einen Moment vor der Attacke – verharrte das Biest …

Und Auric warf sich in dessen Richtung, sprang auf den schwarz bepelzten Rücken, kam mit schwerem Ruck richtig auf, krallte sich, bevor es ihn wieder abwarf, mit einer Hand im Fell fest. Das Biest wand sich; er umschlang mit den Beinen seine Rippen, klammerte seine Schenkel fest herum. Ließ das Fell los, um das Schwert mit beiden Händen zu greifen, es zum Schwung wie einen Spieß hochzuziehen. Seine Augen suchten die Stelle im Nacken, am Schädelansatz, fixierten sie. Dann trieb er das Schwert mit aller Kraft die er hatte wie einen stählernen Dorn tief hinein in den Schädel. Durch den Muskel, durch das Knirschen. Ins Hirn.

Ein Rucken ging durch die kraftstrotzend kompakte Masse, dann ein wildes Aufbäumen. Auric wurde vom Rücken geschleudert, rollte durch halberstickte Flammen. Ein Röhren, das anschwoll, gellte – und dann plötzlich abbrach.

Auric rappelte sich auf und sah über den Kadaver des Wolfsbiestes Kudai an. Der grinste dreckig und meinte: „Das Vieh musste weg! War der Unsicherheitsfaktor.“

Kudai zog seinen Speer aus dem toten Biest, und es war ihm anzusehen, dass er froh war, seine Lieblingswaffe wieder zu haben. Auric selber hatte, anders als Kudai, unvorschriftsmäßig das streitkeulenförmige Gegengewicht entfernt, das die Waffe zum optimalen Fechten ausbalancierte; zum Fechten hatte er, anders als die Idirer, sein Schwert – aber so, wie der Speer jetzt war, taugte er als eine Wurfwaffe.

Er ließ seinen Blick rasch umherschwenken, um sich einen Überblick zu verschaffen, um in das Chaos, das um ihn tobte, einen Sinn zu bringen. Die schwarzgepanzerten Elfen schlugen furchtbar zu. Ihre eigene Front gegen sie – wenn sie je bestanden hatte – war aufgerissen und zersplittert. Im chaotischen Terrain von noch immer brennenden Bäumen und Buschwerk wurden seine versprengten Kameraden zurückgetrieben und in die Zange genommen. Khuon-Nai ging unter den Schwerthieben dreier Spitzohren nieder, sie prügelten und hackten ihn zu Boden. Ein Kamerad, der neben ihm gefochten hatte, lag schon erschlagen dort. Ringsherum waren Kameraden in Gefahr niedergemetzelt zu werden – oder wurden es schon. Zwischen herumlodernden Flammenfetzen bekam er einen Blick auf Jenric, der unter dem Schwert eines der Schwarzgepanzerten zu Boden ging, und von dort verzweifelt versuchte, sich dessen Hieben und Stichen zu erwehren. Crussav lebte noch. Er sah ihn mit Umanákhu Seite an Seite kämpfen. Der schwarze habburanische Hüne war ihm wohl in seiner Bedrängnis zu Hilfe geeilt. Der Kampf dauerte noch nicht einmal lange, und es waren schon zu viele von ihnen gefallen.

Ein Schrei zerriss Prasseln und Flattern der Flammen und Schwertergeklirr. Ein Röhren, das all das andere Kampflärmen beiseite drängte. Durch flirrende Luft und Flammenschleier sah er vier Gestalten von der linken Flanke auf sie zustürmen. Schwerter schwenken. Eine davon brüllte. Wie eine Säge aus Eis fräste sich der röhrende, blutgeile Raubtierschrei durch die heiße, funkendurchwehte Luft.

Ein Schlag der Erleichterung durchfuhr Auric.

Er sah Jag über die noch immer lohende Feuerspur eines der eingeschlagenen Geschosse springen und auf den Kerl eindringen, der Jenric am Boden hatte. Die drei anderen um ihn fächerten wie verdammte Profis an ihm vorbei aus. Jenrics Gegner ging von Jags schwerem Schwerthieb gefällt zu Boden. Seine Mitstreiter nahmen sich gezielt ihre Gegner vor, preschten ohne zu zögern in die kämpfenden Schwarzgepanzerten hinein. Die Spitzohren fielen aus ihrem Rhythmus.

Aurics Blick erfasste den Sarge in seiner Nähe, und er sprang Demokris bei. Der es brauchte. Auric nahm den Hieb des Elfen an, der Demokris den Arm gekostet hätte. Das brachte ihm selber einen halbtauben Arm ein. Er fiel mit Barbarenbrüllen über das Spitzohr her. Das aus dem Takt fiel und schlecht parierte. Der beispringende Sarge sah die Gelegenheit, und der Elf fiel unter seinem Abwärtshieb.

Wo sie konnten, lösten sich die Schwarzgepanzerten nun aus dem Gefecht und rannten. Zurück, in Richtung der Festung und ihrer Vorbollwerke. Sie ließen sie gehen. Hinterhersetzen wäre ein unkalkulierbares Risiko, und sie waren zu erleichtert, es durchgestanden zu haben, um die Fliehenden sich nicht aus den Einzelkämpfen lösen zu lassen.

Schwer atmend standen sie in dem verheerten, noch immer brennenden Wald, dorthin versprengt, wohin das Gefecht sie getrieben hatte. Sie standen dort eine Weile schweigend, ließen Schultern und Waffen sinken. Dann scharten sie sich langsam wieder zusammen.

Jag sah versengt aus, schien aber ansonsten unverletzt.

Jagnar sagte, mit einem Blick auf die anderen, die mit ihm gekommen waren, „Das sind die Reste von meinem Trupp. Wir hatten Glück, abseits der anderen zu sein, als ein Feuerball einschlug. Wir müssen die Überlebenden der anderen Trupps finden, uns zusammenschließen und den Rückzug organisieren.“ Er stellte seine Mitstreiter vor.

„Czand, Stupps, Keiler Drei.“

„Wieso nennst du mich so?“ Schiefer Seitenblick auf Jag. „Wieso Drei?“

„Jeder Arsch nennt sich Keiler. Du bist Keiler Drei.“

„Es gibt keinen Befehl für einen Rückzug. Wir bleiben hier und halten die Stellung.“

Jag warf, den Sprecher ignorierend, Auric einen knappen Blick zu. „Wer ist denn der da?“

„Unser Sarge.“

„Es hat einen Befehl zum Rückzug gegeben“, warf Jag Sergeant Demokris zu, „ihr habt ihn nur in dem Gewühl nicht mitgekriegt. Drei rote Fackelsignale über dem Kamm in den Himmel geschossen. Unser Sarge ist tot. Ich führ unsere Leute hier raus. Übernimm dabei das Kommando, Idirer, und mach es gut, dann bin ich hinter dir.“

„Jungs.“

Sie wurden auf Crussav aufmerksam, der in Richtung der sich zurückziehenden Elfen blickte, zur Festung hin.

„Jungs, die sind nicht vor uns geflohen.“

Die Köpfe schwenkten in seine Blickrichtung und aufwärts. Ein rotes Glühen legte sich auf die Gesichter.

Sekunden später schlug die nächste Salve der Feuerbälle ein.

-Ende-

© Horus W. Odenthal, 2012

Bildrechte: “Waffentod – Im Meer der Zeiten” (Waffentod41.jpg) © 2012 by Lothar Bauer. Nutzung mit freundlicher Genehmigung des Künstlers unter Nennung seiner Webseite: Chaosriggers kleine Welt Blog – http://www.chaosrigger.org/chaosblog

Bildbearbeitung: Bearbeitete Coverillustration “Waffentod-74-minus-110-98.png(Waffentod41.jpg) © 2012 by Detlef Hedderich. Nutzung nur mit Genehmigung des Künstlers Lothar Bauer unter Verwendung des Originals.


Die ganze Geschichte lesen Sie hier:

Horus W. Odenthal
NINRAGON – BAND 1: DIE STANDHAFTE FESTE
ASIN: B008COLIDE
Juni 2012, 463 Seiten, Kindle eBook,
EUR 3,99 (DE)

Titel erhältlich bei Amazon.de

Ein Fantasy-Epos in drei Teilen.

Fantasy der neuen Generation, mit einer starken, frischen Stimme.

Eine Geschichte für die Fans von George R. R. Martin, Scott Lynch, Joe Abercrombie und Steven Erikson.

Zwei Männer, die kaum unterschiedlicher sein könnten, führt das Schicksal zusammen.

Der eine ist Darachel, ein Ninra, Angehöriger einer uralten Rasse, die sich aus der Welt in ihre abgelegenen, gewaltigen Festungen zurückgezogen hat und sich nun auf ihre Aszension vorbereitet, darauf also, die materielle Welt ganz zu verlassen. Wie alle anderen Nichtmenschenrassen menschenähnlicher Gestalt werden die Ninraé von den Menschen, die wenig über sie wissen, schlicht Elfen genannt.

Der andere ist ein Valgare aus dem hohen Norden. Als Darachel ihn zusammen mit einer Gruppe anderer Ninraé bewusstlos findet, trägt er die Reste einer Uniform des Idirischen Reiches, und sein Körper ist von Narben und Verwundungen gezeichnet. Außerdem hat er einen unheimlichen, tödlichen Verfolger, der den Ninraé einen blutigen Kampf liefert.

Die überlebenden Ninraé bringen den Schwerverletzten in ihre Große Feste Himmelsriff, und dort erzählt der Mensch dem Elfen Darachel sein Leben.

Dies ist die Geschichte von Auric Oriksohn, Auric Torarea Morante, genannt Auric der Schwarze. Es ist die Geschichte eines einzelnen Mannes, der dachte, nur um sein eigenes Leben und Schicksal zu kämpfen, sich aber unversehens in etwas viel Größeres, Dunkleres und Weitreichenderes verstrickt sieht.

Es ist die Geschichte eines Mannes, der früh die Realität des Krieges kennenlernt und gezwungen ist, das grausame Leben der Kindersoldaten in den Kriegen des Nordens zu führen. Es ist die Geschichte eines Mannes, der furchtbaren Geschöpfen aus den Tiefen einer mythischen Vergangenheit trotzen muss, der in eine Zeit geboren wird, in der diese Vergangenheit zurückzukehren droht, mit Kampfkolossen einer älteren Welt und den unheimlichen Fertigkeiten und Schöpfungen der Bleichen Rasse.

Es ist die Geschichte eines Mannes, dessen Lebensplan beständig durch seine Herkunft durchkreuzt wird und den das Schicksal so entgegen seinen eigenen Zielen auf seltsame Wege führt. Es ist die Geschichte von einer sich allmählich abzeichnenden Verschwörung gegen das gewaltige Idirische Reich, von singenden Festungen, die den Wahnsinn in die Hirne der Menschen schicken, von gefangenen und gebrochenen Geistern, von Gilden, die eifersüchtig das Geheimnis ihrer Fähigkeit Geistesbotschaften zu senden hütet. Von Schachzügen der Politiker und Militärs und der einfachen Menschen und Soldaten, die dafür bluten müssen.

Es ist die Geschichte von Machtstreben und Korruption in einem Reich, das dennoch die große und einzige Hoffnung in einer dunklen Welt auf Kultur, Zivilisation und Frieden darstellt. Es ist die Geschichte von den Geheimnissen und Widersprüchen in den Seelen der Menschen und den Gräben und Schlachten, die dort ausgetragen werden. Es ist die Geschichte darüber, wie die Abgründe der Vergangenheit das Leben der Gegenwart formen. Es ist die Geschichte des Mannes, der es wagte, dem legendären Eisenkrone und seinem Magiervertrauten Vanwe entgegenzutreten. Es ist die Geschichte darüber, dass etwas niemals als ganz tot und vergessen gelten sollte.

Es ist die Geschichte Ninragons.

Was der Ninra Darachel nicht ahnt, ist, dass während Auric ihm noch die Geschichte seines Lebens erzählt, die Bedrohung, die diesen Menschen verfolgte, bereits ihren Schatten auf Himmelsriff, die Festung der Ninraé gelegt hat. Und dass der Feind oft an ungeahnten Plätzen lauert. Nicht zuletzt im eigenen Herzen.

Egal, wie die Zeit aussieht, in der wir leben, egal mit welchen Waffen wir kämpfen und wie die Städte aussehen, in denen wir leben, immer denken wir von unserer Zeit als der Moderne. Und immer vergessen wir allzu leicht, dass diese sogenannte Neuzeit wenig mehr ist, als die uns sichtbare Oberfläche eines gewaltigen Ozean, der uns trägt, und in dem, uns unsichtbar, die Schatten und Mahre der Vergangenheit hausen.

Titel erhältlich bei Amazon.de

Updated: 20. März 2013 — 19:55

9 Comments

Add a Comment
  1. Hallo Horus, herzlich willkommen! Liebe Community-Autoren, bitte postet doch mal, wie Euch diese Leseprobe gefallen hat!

  2. Ok, OK, wir haben verstanden. Der Klappentext offenbart, dass uns der Autor eine Geschichte erzählen will. Nicht weniger als 14 Mal! Ein bißchen viel Geschichte, obwohl ich Geschichte(n) liebe.

    Return to sender. Weniger ist manchmal mehr!

    LeonidasRex

  3. Christa Kuczinski

    Soweit so gut 😉 Nur geht die Geschichte in eine Richtung, die ich normalerweise nicht lese. Somit finde ich es schwer eine objektive Meinung abzugeben.

    Der Klappentext kommt mir wirklich sehr lang vor, die Hälfte würde meiner Meinung nach genügen. Aber daran sollte die Qualität der Story nicht festgemacht werden. 😉

  4. Ich finde die Leseprobe wirklich atemberaubend. Den Klappentext würde ich allerding auch etwas kürzen. Das wirkt so ein wenig „overdressed“. 🙂

  5. Was sagt denn der Autor dazu?

  6. Horus W. Odenthal

    Der Autor sagt erst einmal, dass er sich sehr über die Kommentare freut. Sorry, dass ich so spät reagiere, aber ich war für einige Tage aus dem Verkehr gezogen und im Internet-freien Bereich. Was den Klappentext betrifft: touché. Stimmt er ist etwas overblown. Ich war mir selbst auch im Zweifel, hatte aber nich Zeit und Inspiration genug ihn runterzuschwitzen und dachte mir: Im Zweifel für den Angeklagten. Da ändern wir was dran, jetzt wo ich auch ein Feedback habe.
    Was die Story betrifft: Mir ist schon sehr klar, dass mein Roman und auch diese Leseprobe die Meinungen spalten muss. Ich habe bei Ninragon sehr kompromisslos die Linie verfolgt, so zu schreiben, wie ich denke, dass ein guter Fantasy-Roman aussehen muss. Dazu gehört, kein Beschönigen und Verherrlichen von Kriegen oder Gewalt. Keine vergötterten „Heldentaten“. Nur Gegenwartssprache, keine Altertümelei: Jede Zeit empfindet sich selber als die Moderne. Jeder Mensch spricht das, was er als zeitgemäß empfindet. Ich will nichts „durch die Schleier der Zeit Verhülltes“, ich will direkte, unmittelbare Gegenwart. Die Personen sollen neben dir stehen und fühlbar sein, wie ein guter Freund, den du kennst und der neben dir steht. Nochmals danke fürs Feedback. Ihr werdet dann ab jetzt öfter von mir hörten.
    Howdy!
    See you on the Range

    Horus

  7. Von mir auch ein herzliches Willkommen! 🙂

  8. Hallo Horus, vergesse nicht zu voten!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

sfbasar.de © 2016 Frontier Theme