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GESTRANDET VOR FEHMARN (Teil 4) – Erotische Geschichte in acht Teilen von Günter Maria Langhaus

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GESTRANDET VOR FEHMARN

(Teil 4)

Erotische Geschichte in acht Teilen

von

Günter Maria Langhaus

(Zurück zu Teil 3)

Es klopfte. Neugierig beobachtete Myriam ihren Lover, würde er sich jetzt was anziehen? Tat er nicht, nackt öffnete er die Tür. Der Page betrachtete ihn kopfschüttelnd von oben bis unten. Dann bemerkte er Myriam, die langgestreckt auf dem Bett lag, die Hände hinterm Kopf, die Schenkel leicht geöffnet demonstrierte sie ihre Verruchtheit.

„Hallo,“ begrüßte sie ihn freundlich ohne ihre Position zu verändern; wenn Max sich nichts überzog wollte sie es auch nicht. Und sie musste sich eingestehen, dass es ihr gefiel sich diesem fremden Jungen so zu zeigen; erstaunt über sich selbst schüttelte sie unmerklich den Kopf und lächelte in sich hinein.

Max deckte den „Tisch“ auf dem Boden am Fußende des Bettes. Auf dem Bauch liegend schlürften sie den Kaffee, was für eine Wohltat! Er schmierte Toast, schnitt kleine Stückchen daraus und fütterte sie. sie tat es ihm gleich, stupste aber die Marmelade dreist gegen seine Nase um diese dann schmatzend abzulecken, woraufhin er ihr selbige gleich auf die Wange schmierte. Die halb vertrockneten Spermareste klebten immer noch in ihrem Haar. Mit den Fingern strich er sie ab und reichte ihr den klebrigen Schmier an ihre Lippen. Schelmisch sah sie ihn an, schleckte ab, schmatzte, ihre Augen bohrten sich ineinander, obszöne Lust glitzerte in ihren Pupillen, Myriams Puls stieg rasant in die Höhe als sie seinen schlaffen Schwanz vor ihrem inneren Auge sah, dann war es wieder weg.

Sie alberten, küssten sich, leckten die Marmelade von der Haut des anderen.

Dann war es wieder da, plötzlich, deutlich. Verrucht öffnete sie ihre Lippen als wolle sie den imaginären Penis verschlingen. Was war los mit ihr? So kannte sie sich nicht – sie mussten aufstehen, nach Kiel fahren – ich will deinen Schwanz!

Sein Kuss riss sie aus ihren Gedanken, zärtlich, weich.

„Leg dich auf den Rücken,“ hörte sie sich sagen, wie von fremder Hand gesteuert hangelte sie nach dem ungeöffneten Honigtöpfchen, riss es auf, zäh zogen sich die klebrigen Tropfen hinab auf seine Brustwarze, erst die rechte, dann die linke. Er konnte es sehen, Gier blitzte in ihren Augen. Langsam senkte sie ihren Mund auf seine Brust, mit spitzer Zunge umspielte sie seine Nippel, sanft, dann härter, sie verteilte den süßen Nektar über seine Vorhöfe um dies Köstlichkeit dann schmatzend zu entfernen.

Sie erhob sich wieder. Nackt und gesteckt lag er vor ihr, Ich will dich! Du entkommst mir nicht!

Verzweifelt versuchte sie einen klaren Gedanken zu fassen. Sie war ein realistischer Mensch; was geschehen war, war geschehen. Kein Koitus, kein richtiger Sex, ein Spiel zweier Menschen die sich sympathisch fanden, sonst nichts!

Seine Nippel waren hart, lockten, ihre Augen bohrten sich in sein Fleisch, wieder ein Tropfen Honig, schleckende Zunge. Ihre Blicke wanderten zu seinem Bauch, seinem Schwanz, ihr Puls stieg, unwillkürlich leckte sie sich ihre Lippen. Max hob seinen Oberkörper, wollte sich aufstützen, aber umgehend drückte sie ihn zurück in das Laken: Du bist mein Filet! mein Fleisch! Du gehörst mir! Wollüstig aber unmissverständlich kommandierten ihre Blicke. Sie nahm ihre Hand nicht von seiner Brust, strich über seine Haut, seinen Bauch, zart fingerte sie über seinen noch halbwegs erschlafften Schwanz, ihre Hand umfassten seine Eier, zufrieden registrierte sie das leichte Zucken.

‚Du gehörst mir!‘

Sie hob die Hand mit dem Honigtöpfchen, zähe Tropfen auf Schwanz und Eier, auf denen sich kleine Kringel des Nektars bildeten, dann langsam zerflossen und sich zwischen seinen Schamhaaren verteilten. Langsam näherte sie ihre Lippen dem Objekt ihrer Begierde, ihre Brüste streiften seine Schenkel, schlabbernde Zunge, saugende Lippen.

Sie sollten aufhören. Wo sollte das hinführen? Sie mussten nach Kiel, einen Busfahrplan besorgen, im Hotel nachfragen.

Der Schwanz grinste sie an.

‚Ich krieg dich! Ich will dich!‘

‚Lass es‘, ruft die innere Stimme, ‚tu es nicht!‘

Langsam näherte sie ihre Lippen seinen Eiern.

‚Nimm sie dir! Sie gehören dir, dir ganz allein!‘

Ihre Zunge ertastete die kleinen Bällchen, wulstig wölbten sich ihre Lippen über diese Kostbarkeiten, sie saugte, schleckte, schmeckte den Honig vermischt mit seinem Schweiß. Sie spielte, zog ein wenig: Flutsch, raus. Das andere. Das gleiche Spiel, sie hörte sein leises Stöhnen, es spornte sie an, welche Lust! Welche obszöne Lust! Ihre Augen fixierten seinen Schwanz ohne die Hoden aus dem Mund frei zu geben, sie beobachtete ihn, bezirzte ihn, die Eichel war noch halb bedeckt. Sie verzauberte ihn wie eine Schlangenbeschwörerin. Der Schaft begann sich zu recken, in rhythmisch zuckenden Bewegungen, was für ein faszinierendes Spiel!

Myriam spürte das Kribbeln ihres Unterleibs, kleine Schläge jagten durch ihren Körper wenn ihre Brustwarzen über seine Schenkel strichen.

Sie entließ den Hoden; mit der Zunge streichelte sie nun den Schaft, groß, kräftig, auch hier der süße Honig, Reste des bitteren Spermas würzten diese Melange. Dann zurück zu den Eiern. Mit dem Knie spreizte sie seine Beine, ihre Zunge durchfuhr die Rinne zwischen Hoden und seinen Schenkeln, klebriger Männerschweiß, obszön grunzend naschte sie von diesem Elixier.

Jetzt ihre Hände, sanft umklammerte sie die Eier, zog sie nach unten, mit einem Flup gab die Vorhaut die pralle Eichel frei. Ausgiebig bohrte ihre Zunge in dem kleinen Spalt, ihre Lippen umschlossen die rote Kapsel, es schmeckte nach Sex, nach purem Sex. Das Nass flutete ihre Möse, leises Schmatzen bei jeder Bewegung, tief versenkte sie die Fleisch gewordene Lust in ihrem Mund, lutschte, saugte, dann wieder raus. Etwas Abstand. Mit weit aufgerissenen Augen betrachtete sie ihr Werk, ganz nah. sie rieb das harte Filet an ihrer Wange, schamlose Lust.

‚Ich will dich spüren an meinen Brüsten, steife Nippel auf hartem Schwanz, zwischen meinen Brüsten.‘

Zurück, vor, keck lugte die blaurote Eichel zwischen ihren weißen Möpsen, Drücken, Quetschen, wieder zurück, vor.

Gib mir noch einmal deinen Saft, ich will ihn! Gib ihn mir! Küsse meine Lippen, streichele meine Klit, du kostbarer, wunderbare Stab! Du festes starkes Fleisch!‘

Sie robbte nach oben, mit offenen Schenkeln näherte sie sich, zart ließ sie ihre Schamlippen über diese pralle Kugel streichen, ihre Möse zuckte. Sabbernd starrte sie ihm ins Gesicht:

Du gehörst mir! Ich spiele mit dir! Ich will deine Lust, ich will sie sehen in deinen Augen, wie sie dich wahnsinnig macht, wie du es nicht mehr aushältst, wie du stöhnst, wie du schreist! Du streichelst mich, meine Perle kugelt über deine Eichel, stößt sie an, dirigiert sie, zart, weich und hart zugleich. Ich will dich umspielen mit meinen Lippen, glitschig und nass von Lust, dich umfassen, dich zudecken, mein nasses Fleisch soll dich kitzeln, ich will es sehen, wie du zuckst, wie du zerfließ, bereit mir alles zu geben und wie deine Lust mich überwältigt – gib es mir – gib es mir! Ich will – will – ich – ‚

„Ach, scheiß der Hund drauf!“ schrie sie laut und rammte ihren Unterleib auf den steil empor ragenden Spieß, lautes Stöhnen, erlösendes Stöhnen, einen Moment verharrte sie, ihre Hände stützten sich auf seine Brust, sie hob ihr Becken ganz langsam, dann versenkte sie ihn wieder mit kurzen Schrei. Und wieder hoch – runter – hoch, langsam beschleunigte sie den Rhythmus, sie riss die Arme hoch, reckte sich, zeigte ihren Körper, ihre wippenden Brüste, im wilden Ritt stieß sie ihr Becken auf seine Lenden, schneller, heftiger, Ja! Ja!

Die Hölle öffnete sich, die Himmel stürzten ein, gib mir alles, du Satan, alles, alles! bohr dich in mein Fleisch! Überflute meine Möse! Fick mich! Fick mich bis ans Ende des Universums!!!

#

Enganeinander geschmiegt atmeten sie den Körper des anderen, schmeckten dessen Schweiß, spürten die Wärme der weichen Haut.

„Was für ein Traum!“ flüsterte Myriam leise.

„Ein wirklicher Traum,“ ergänze Max, sie lachte, „Ein wirklicher Traum in einer anderen Welt,“ fügte sie hinzu.

Sie legte sich auf ihn, stützte die Ellenbogen auf und sah ihm ins Gesicht: „Es ist schön so, es soll noch eine Ewigkeit dauern. Und noch eine Ewigkeit, und noch eine.“

Wieder lachten sie, sie waren sich bewusst, dass ihre wunderbare Traumwelt sich unweigerlich dem Ende neigte. Sie würden gleich aufstehen, duschen. Zumindest bei Myriam mussten alle Spuren, die das Leben in dieser Auszeit hinterlassen hatte, gründlich beseitigt werden, alles weg, der Geruch seines Schweißes, seines Spermas, der Geschmack seiner Haut, alles würde in einem kleine Strudel im Becken der Dusche verschwinden. Nichts würde sie mitnehmen können, außer ihren Erinnerungen.

„Ich will das noch nicht.“ sagte sie plötzlich.

„Was willst du noch nicht?“ Max fragte, aber er wusste im Grunde genau, was sich nicht wollte.

„Ich will jetzt nicht aufstehen,“ lachte sie, auch um ihre Gedanken beiseite zu schieben und sich in ihrer wohligen Stimmung zu fangen.

„Aber wir sollten überlegen….“

„Pssst!“ Sie legte ihren Zeigefinger auf seine Lippen. Was er da sagen wollte, das musste hier niemand wissen, und Max hatte ja auch nichts dagegen, ihren weichen Körper weiterhin zu spüren, ihre weichen Brüste, und mit seinen Händen weiterhin über ihren Hintern zu streichen. Aber er hatte vor kurzen die Kirchturmuhr gehört, sie hatte ein Uhr geschlagen! Es war Mittag.

„Ich muss pinkeln,“ unterbrach Myriam seine Gedanken mit einem grinsenden und einem bedauernden Auge. Nicht ohne ihn geküsst zu haben rappelte sie sich auf und verschwand im Bad; Max hörte wie es plätscherte und spürte wie seine Blase drückte. Er setzte sich auf die Bettkante, Myriam betätigte die Spülung und kam wieder raus, in der offenen Tür blieb sie stehen, lehnte ihre Schulter gegen den Rahmen: „Und jetzt?“

Max betrachtete sie wie sie da in der Tür stand, nackt und wunderschön. ‚Und jetzt‘ hatte sie gefragt. Warum nicht: ‚Duschen wir noch zusammen?‘ oder ‚Weißt du wie wir nach Kiel kommen?‘ Konnte sie sich, wie Max, nicht mit der Realität anfreunden, dass ihre gemeinsame Zeit sich dem Ende näherte? Was hätten sie noch alles miteinander erleben können? Vielleicht, aber in einem anderen Leben. Ihre gemeinsame Zeit war ein anderes Leben gewesen, eine Auszeit von der Realität. Aber nun war es vorbei.

Er stand auf, strich sanft über ihren Busen und küsste sie. „Ich glaube nicht, dass wir uns beeilen müssen,“ suchte er einen Ausweg, einen sanfteren Ausstieg, „ich frage mal nach dem letzten Bus nach Kiel.“

Ein Lächeln huschte über ihr Gesicht; eine Option auf ein paar geschenkte Stunden?

Sie sah zu wie er zum Telefon ging, es war schön ihn anzusehen, seine braungebrannte Haut, seinen strammen Hintern.

„Wie kommen wir nach Kiel,“ hörte sie ihn fragen, „ja, wann fährt den der Zug von da nach Kopenhagen?“…. “ „ja“ …. „ja, ich warte,“ …. „um 14,56 Uhr?“ … „danach wirklich keiner mehr?“ …. „nur mit zweimal umsteigen, o.k.“ … „und welchen Bus müssen wir dann von hier nehmen?“ … „wie, weg?“ …. „und der nächste?“ …. „ist zu spät in Kiel. Hm.“ Es entstand eine Pause. „Warten Sie, ich frage mal ob ein Taxi auch recht ist,“ und er schaute zu Myriam rüber, aber bevor er fragte konzentrierte er sich wieder auf das Telefon: „Wie lange fährt man denn da?“ …. „Über eine Stunde! Aber das würde ja grade noch reichen.“ … „Sie kriegen gar kein Taxi?“ … „Wegen Urlaub und Gestrandeten wir uns, alles klar. Vielen Dank, wir müssen da erst mal überlegen.“

Schweigend aber mit großem Fragezeichen im Gesicht sah Myriam ihn an.

„Der letzte Bus ist weg und ein Taxi kriegen wir nicht so schnell,“ konstatierte er und schaute sie ratlos an. Er stellte aber fest, dass er diese Neuigkeit nicht wirklich als Problem empfand, er dachte eher an sie, so als Kavalier hätte er ihr schon gerne alles möglich gemacht. Ihr Verhalten war zwar nicht unbedingt in einer Weise zu interpretieren, dass sie so schnell wie möglich hier weg wollte, aber noch eine weitere Nacht, das könnte vielleicht doch etwas zu viel werden. Sie sagte immer noch nichts, blieb im Türrahmen stehen, aber ein Schmunzeln machte sich allmählich breit in ihrem Gesicht. Schließlich ging sie zurück ins Bad und stellte die Dusche an, die Tür hatte sie nicht geschlossen. Max folgte ihr, im prasselnden Wasser stand sie da und streckte die Hand nach ihm aus.

Das Reiben der nassen Haut aneinander, die Seife in jeden verborgenen Winkel des Liebsten, mit den Händen über alle Rundungen und erogenen Zonen der Liebsten, alles unter dem Schauer aus warmen Wasser, nackte Körper im wohligen Nass, es war so urban, so ursprünglich, Erotik und das feuchte Element.

Myriam beobachtete den Strudel, der sich über dem Abfluss gebildet hatte, in kleinen Kreisen verschwand das Wasser zwischen den Riffeln des Siebes. Es waren nicht die Spuren der vergangenen Lust, die hier in das Dunkel des Gullys unwiederbringlich fortgespült wurden. Es war die Reste ihrer Körpersäfte, die Platz machen mussten für neue Ergüsse, neue gelebte Fantasien, neue Lust!

Die Handtücher des Hotels waren weich und flauschig, und es war eine Wohltat sich gegenseitig damit abzureiben; Myriam holte aus ihrer Tasche noch Body Lotion, die Max auf ihrem Körper verteilen musste, einmassieren, und sie ließ es sich nicht nehmen das Gleiche bei ihm zu zelebrieren. Dann suchte sie einen frischen Slip. Und was sonst noch? Max war da unkomplizierter, wie alle Männer: Slip, Hose, Hemd und Turnschuhe. Myriam entschied sich schließlich für einen kurzen Rock, beige, dünner Stoff der schwülen Hitze des Tages angepasst. Sie betrachtete sich vor dem Spiegel, von rechts, von links und zeigte sich ihrem Begleiter:

„Wunderbar! Steht dir gut. So können wir zum Strand!“

„Äh – Moment! Und was ziehe ich oben an?“

„Kurzer Rock und nackter Busen, die Inkarnation der Erotik,“ grinste er.

Myriam fühlte sich geschmeichelt in Anbetracht dieses frivolen Komplimentes, und er hatte es auch ganz ehrlich so gemeint; wenn sie nicht heute schon zweimal ihrer Lust gefrönt hätten, er wäre über sie hergefallen um sie auf der Stelle zu vernaschen. Sie lachte ihn an als könnte sie seine Gedanken lesen. „Nein, jetzt nicht,“ und sie hielt die Hände vor ihre Brüste.

„Aber pack sie bitte nicht zu sehr ein,“ bat er mit großen Kulleraugen.

Sie lachte laut in Anbetracht seiner jungenhaften Gestik: „Ich kann den BH ja weg lassen,“ schlug sie schließlich immer noch kichernd vor.

„Und was ziehst du über den weggelassenen BH?“

„Mein enges Hemd geht nicht,“ sie hielt ein weißes T-Shirt vor ihre Brust, „da drückt sich alles durch.“

„Ich kann nicht erkennen was daran so schlecht sein soll.“

Sie stupste ihn mit dem Zeigefinger gegen die Nasenspitze: „Ja, du,“ lachte sie, „du würdest ja auch mit mir losziehen, wenn ich gar nichts an hätte!“

Dem musste er zustimmen.

Myriam entschied sich schließlich für ein eng anliegende Blouson ohne Ärmel, das einen schmalen Streifen ihres Bauches frei ließ; auch dünner Stoff, aber über den Brüsten waren Taschenimitate aufgenäht; der verwaschene hellblaue Stoff stand ihr gut. Max reichte ihr den Arm und geleitete sie zum Fahrstuhl.

An der Rezeption fragte er die junge Frau im Dress des Hotels, was man hier den so unternehmen könnte.

„Gehen Sie zum Strand, das ist das Beste bei diesem Wetter. Gleich hier rechts, am Yachthafen vorbei immer geradeaus. Dann kommen Sie auch zur Seebrücke, sehenswert, sage ich Ihnen, und unterhalb der Brücke ist die Strandbar.“
„Strandbar?“ fragte Myriam neugierig.

„Das ist schön da, man sitzt direkt in den Dünen. Kühle Cocktails, wie in der Karibik.“

„Das ist doch ein Plan,“ stellte sie fest, und nun geleitete sie ihn hinaus auf den Vorplatz des Hotels.

Hand in Hand schlenderten sie über die Promenade, an den Segelschiffen und Motoryachten vorbei, dem Strand entgegen. Links waren schmucke Häuschen, dem historischen Stil angelehnte neuere Bauten mit Boutiquen, Souvenirgeschäften, ein Cafe, Schmuck und Accessoires, Myriam blieb immer wieder stehen, nach Shoppen war ihr nicht unbedingt zu Mute, aber ein wenig mit den Augen in den Auslagen schmökern mochte sie doch ganz gern. Und dann wurde sie doch fündig: Ein seidenes Halstuch, meliert in schwarz und bordeauxrot, sie ließ es durch ihre Finger gleiten, nahm es in die Hand und strich es über seine unbedeckten Arme.

„Das steht Ihnen aber auch ausgesprochen gut, unterstreicht ihre Eleganz,“ kommentierte die Verkäuferin, eine Dame mittleren Alters und sie reichte Myriam den Spiegel, damit sie sich mit dem Tuch von allen Seiten ansehen konnte. Sie bedankte sich brav für das Kompliment, obwohl sie sich nicht sicher war, ob das nicht jede Kundin zu hören bekam. „Gefällt es Ihnen auch?“ fragte sie Max, der die Szenerie lächelnd beobachtet hatte, und er bejahte, das Tuch stand Myriam wirklich gut.

„Ich nehme zwei davon,“ entschied sie schließlich

„Eins für Ihren netten Begleiter?“ wollte die Dame wissen.

Myriam lächelte zu Max herüber: „Vielleicht – es würde ihm auch stehen, denke ich.“

Die Verkäuferin nahm eins der Tücher und legte es Max um den Hals: „Ich glaube, da haben Sie recht. Aber ganz ehrlich: Sie beide benötigen kein Accessoire im Partnerlook, im Gegenteil, es wäre ein wenig zu viel und würde ihre harmonische Ausstrahlung stören.“

Erstaunt sahen sie die beiden an.

„Ja,“ fuhr die Dame fort, „Sie sind ein ausgesprochen harmonisches Liebespaar, wenn ich das mal einfach so sagen darf, ihre Ausstrahlung ist getragen von Glück.“

Erst sahen sie sich wieder an, dann die Verkäuferin: „Vielen Dank, das war ein schönes Kompliment“, freute Myriam sich, „ich möchte aber trotzdem zwei von den Tüchern, sie sind einfach zu schön, und ich verspreche Ihnen, dass wir sie nicht im Partnerlook tragen werden,“

Wieder draußen auf der Promenade kuschelte sie sich an Max und legte ihren Kopf auf seine Schulter.

„Jetzt bin ich grade mal vierundzwanzig Stunden in dieser Welt“ sinnierte sie, „und schon bin ich die eine Hälfte einen Liebespaares.“

Und nach einer Weile: „Wie schön!“

„Dabei ist es eigentlich umgekehrt,“ fuhr sie nach einigen Minuten fort, „Eigentlich sind wir ein Liebespaar weil wir in dieser Welt sind,“ und sie fühlte das, was sie als glücklich bezeichnete.

Inzwischen waren sie an der Rampe der Seebrücke angekommen, die breite Promenade führte direkt dorthin. Die Brücke war in drei angewinkelten Stücken weit ins Meer hinaus gebaut, eine ansprechende Architektur, überall waren Bänke zum Verweilen aufgestellt, in der Mitte auch ein kleines Häuschen; von der Spitze hatte man sicherlich einen schönen Blick auf die Altstadt Heiligenhafens. Max und Myriam blieben am Anfang stehen, lehnten auf dem breiten Geländer und beobachteten das Treiben am Strand, wer konnte, der begab sich bei diesem Wetter hier her. Etwa hundert Meter entfernt war die Strandbar, ein Kiosk für die Getränkeausgabe, Barhocker davor und im Sand diverse Sitzgruppen aus wetterfesten Sesseln, zum Teil arrondiert um den Kiosk, zum Teil auch abgelegener zwischen den kleinen Dünen.

Max knuffte sie in die Seite: „Los komm, erst mal in die Bar.“

Arm in Arm begaben sie sich runter zum Strand und suchten die Bar auf, sie wählten eine der abgelegeneren Sitzgruppen in den Dünen.

„Was darf der edle Ritter der schönen Prinzessin bringen?“ fragte Max und beugte sich in der Pose eines Dieners runter zu Myriam.

Sie lachte. „Pina colada? Nein – Was trinkst du denn?“

„Ich frage mal ob sie Rock-Shandy haben, sonst nehme ich Aperol mit Spritz.“

„Rock Shandy? Was ist das denn?“

Max lachte. „Das habe ich im südlichen Afrika kennengelernt, das ist eine Mischung aus Mineralwasser und Zitronenlimonade mit Angostura und Zitrone oben drauf. Ist sehr erfrischend und schmeckt gut, wenn es nicht durch Massen an Eis und zu viel Mineralwasser verwässert wird.“

„Hört sich gut an. Das nehm‘ ich auch.“

„Und wenn es das hier nicht gibt auch einen Aperol mit Spritz?“

„Ja, gerne, du edler Ritter“

Max trottete davon und kam mit zwei Aperol zurück, auch dekorativ mit der Orangenscheibe und einer kleinen Blüte.

(Zur Fortsetzung Teil 5)

Copyright (C) 2016 Text  by Günter Maria Langhaus. Ungekürzte Version(en) der Kurzgeschichte(n) finden sich später unter http://www.gm-langhaus.de/html/kurzgeschichten.html

Bildrechte: “Erotische Abenteuer – verschiedenster Welten” (Erotik-etwas-heller.jpg) © 2014 by Lothar Bauer. Nutzung mit freundlicher Genehmigung des Künstlers unter Nennung seiner Webseite: http://saargau-arts.de/

Historische Zeichnung Copyrightfrei wegem abgelaufenem Alter.

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Herzlichen Dank auch im Namen aller unserer Autoren!

BUCHTIPP DER REDAKTION:

Die Reise nach Namibia (Kartoniert)
Erotischer Roman
von Langhaus, Günter Maria

Verlag:  Fouque (Frankfurter) Literaturverlag
Medium:  Buch
Seiten:  243
Format:  Kartoniert
Sprache:  Deutsch
Erschienen:  September 2014
Maße:  146 x 208 mm
Gewicht:  328 g
ISBN-10:  3837214834
ISBN-13:  9783837214833

Winter 2015

Winter 2015Kurzbeschreibung
53 lange Tage liegen vor einem Paar, das sich von Deutschland aus mit dem Auto auf den Weg durch Afrika macht. Der Protagonist möchte nach kurzem Aufenthalt in Lübeck zurück nach Namibia. Doch welches Geheimnis hütet seine Begleiterin? Ist sie die Rühr-mich-nicht-an, als die sie sich immer gezeigt hat? Oder eine Nymphomanin, die ihre sexuellen Bedürfnisse nur schwer unter Kontrolle halten kann? Das enge Zelt, die Hitze Afrikas und die Schönheit dieses Kontinents lassen eine intensive Nähe entstehen, in der sich die beiden Stück für Stück offenbaren können. Psychisch wie physisch legen sie Hemmnisse ab, bis sie ihre Seelen und Körper vollkommen nackt voreinander zeigen. Schamlos und frei wird die Kommunikation zur Erotik und der Sex zur Sprache. Zärtlichkeit, Abgründe aus Wut und Gewalt sowie hemmungsloser Sex unterliegen keiner Zensur.

Autor
Günter Maria Langhaus wurde 1950 in der Nähe von Köln geboren, Abitur 1971, anschließendes Studium der Biologie und Landwirtschaft an verschiedenen Universitäten Deutschlands. Seine berufliche Tätigkeit als Berater ließ ihm immer wieder Zeit für längere Reisen, unter anderem in den arabischen Raum sowie in das südliche Afrika. Diese Reiseerlebnisse einerseits und die Erfahrungen der sexuellen Revolution Anfang der Siebziger andererseits waren entscheidende Faktoren, die ihn zu seinem Erstlingswerk „Die Reise nach Namibia“ inspirierten.

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