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Literatur-Blog

experimenta FEBRUAR 2016: ArbeitsWelt ist online und kann hier abgerufen werden!

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Einen nicht unerheblichen Teil unseres Lebens verbringen wir an unserem Arbeitsplatz. Ein Arbeitsplatz sichert die Existenzgrundlage, mit der wir unser Leben finanzieren. Temporär stellen wir Lebenszeit zur Verfügung, um damit ein Einkommen zu haben.

Eine gute Sache, dieser Tausch von Zeit und Geld. Dennoch scheint das Verhältnis Arbeit im Bezug zur Lebensqualität nicht mehr mit den Vorstellungen vieler Menschen übereinzustimmen. Zunehmend mehr Arbeitnehmer leiden unter den Bedingungen an ihrem Arbeitsplatz. Warum eigentlich? Darf man sich in seiner Arbeitswelt nicht mehr wohl fühlen?

Anscheinend ist das die Tagesordnung: Arbeitgeber verlangen von ihren Mitarbeitern auffallend mehr Leistung, Einsatzbereitschaft und Flexibilität für das gleiche Geld. Wer sich dann noch über schlechte Bedingungen am Arbeitsplatz beschwert, wird darauf aufmerksam gemacht, dass es auch andere gibt, die bereit sind, diese Arbeit zu machen. Ein Drohszenario, das flächendeckend Alltag geworden ist und seine Wirkung nicht verfehlt. Das Ergebnis: Schweigen in der Arbeitswelt.

Arbeitnehmer vermeiden es zunehmend Verbesserungsvorschläge einzubringen, weil schon das als Kritik gegenüber dem Vorgesetzten angesehen werden kann und das den Verlust des Arbeitsplatzes zur Folge haben könnte. Demokratie am Arbeitsplatz, das Mitspracherecht von Arbeitnehmern scheint nicht mehr erwünscht zu sein. Frustrierte Mitarbeiter sind in der Regel keine guten Mitarbeiter mehr. Sie ziehen sich zurück, reichen die innere Kündigung ein, werden krank. Der Kreislauf schließt sich. Ja, größtenteils macht Arbeit heute keinen Spaß mehr. Was ist dagegen einzuwenden, wenn ein Arbeitnehmer mit Freude an seinen Arbeitsplatz geht und sich dort wohl fühlt?

Ein positives Arbeitsklima trägt auch zu positiven Arbeitsergebnissen bei. Vielleicht ist hier ein Umdenken angesagt. ArbeitsWelt gleich LebensWelt. Einen Versuch ist es wert.

Viel Spaß mit der der eXperimenta!

Rüdiger Heins
Herausgeber

Download der aktuellen Doppelseiten-Ausgabe
oder der Ausgabe im Einzelseiten-Format

Warum zwei unterschiedliche Ausgaben?

• Die Einzelseiten-Ausgabe eignet sich zum Drucken auf Papier im Format DIN-A4 und zum Zusammenbasteln, zum Blättern.

• Die Doppelseiten-Ausgabe zeigt – quasi »ungeschnitten und am Stück« – die Schönheit der Fotografien bzw. Illustrationen der mitwirkenden Künstler.
Die Doppelseiten-Ausgabe ermöglicht uns, diesen Fotos und Illustrationen den Raum zu geben, den sie benötigen und verdienen. Allerdings bräuchte es für einen adäquaten Ausdruck einen Drucker für das Format DIN-A3, den wohl die wenigsten zu Hause im Einsatz haben dürften. Druckt man die DS-Ausgabe auf DIN-A4 aus, wird jede Seite auf dieses Format minimiert und eingepasst. Zum Lesen ist dann allerdings eine Lupe nötig …

Eine Bitte der eXperimenta Herausgeber

Im Augenblick arbeiten sechs Redakteurinnen und Redakteure sowie Korrespondenten jeden Monat unentgeltlich an der redaktionellen Herstellung der eXperimenta.

Außerdem haben wir einen hervorragenden Grafiker mit Hans-Jürgen Buch finden können, der unserem Magazin sein künstlerisch beachtenswertes Aussehen gegeben hat.
Unser Webmaster Christoph Spanier sorgt dafür, dass Sie die eXperimenta rechtzeitig abrufen können.

Deswegen bitten wir darum, dass Sie von der Möglichkeit eines Solidaritäts-Abos Gebrauch machen: Sie überweisen dafür einfach einmal im Jahr 24 €. Gerne können Sie auch mehr spenden.

Natürlich können Sie auch weiterhin die eXperimenta kostenlos abrufen, auch ohne Solidaritätsabo.

Wir rechnen mit Ihrer Solidarität und hoffen auf Ihre Spende!

Parallel dazu wollen wir den Anzeigenbereich ausbauen. Gerne nehmen wir Ihre Anzeige in unser Magazin auf. Auf Anfrage senden wir Ihnen eine Preisliste zu.

Die eXperimenta hat mehr als 18.000 Adressat(inn)en in der ganzen Welt. Außerdem sind wir auf vielen Internetportalen vertreten. Zu unseren Adressaten gehören auch Verlage, Sendeanstalten für Radio und Fernsehen sowie Redaktionen von Zeitungen und Zeitschriften.

  • Kontonummer und Verwendungszweck:
  • ID Netzwerk für alternative Medien- und Kulturarbeit e.V.
    • Mainzer Volksbank
    • Konto: 295460018
    • BLZ: 55190000
    • IBAN: DE57 5519 0000 0295 4600 18
    • BIC: MVBMDE55
    • Verwendungszweck: »Solidaritätsabo eXperimenta«

Vielen Dank, Ihre eXperimenta Redaktion!

Sonderausgabe: KURSK

Titelbild der eXperimenta-Sonderausgabe KURSK

1. Kurskistisches Manifest

Timo Krstin

verlesen am 5. Februar 2015, dem 99. Geburtstag von Dada, im Cabaret Voltaire

Die Kursk ist der Versuch, dem herrschenden Diskurs ein Wort entgegen zu setzen, das in seiner Reinheit und Klarheit auf eine höhere Sprache verweist und vielleicht einen Ausweg bietet aus der Verstrickung der Sprache selbst in den herrschenden Diskurs, das Wort die Kursk, oder Kursk, oder Kuss und so weiter.

Die Kursk ist ein Wort, das sich erhebt aus der zeitgenössischen Sprache, die heute weniger denn je in der Lage zu sein scheint, sich aus den Fesseln des tagespolitischen Geschwätzes zu lösen, das Sprache reduziert auf mediale Kommunikation. Trotz ihrer kraftlosen Banalität (denn Sprache selbst als der Mensch in seinem Netz spielt in ihr keine Rolle), trägt das tagespolitische Geschwätz auf unseren Bühnen und in unseren Texten das Versprechen einer höheren Authentizität vor sich her wie das Parlament sein Volk, als Entschuldigung.

Die Kursk ist ein Wort auf dem Weg zu einer Sprache, die sich selber wieder ernst nimmt als das, was sie ist, als Sprache und nicht als Vehikel. Die Kursk ist nicht wahrheitsfähig und auf keine erdenkliche Weise individuell, sie ist die Sprache jenseits einer Sprache, die sich selber nur gerechtfertigt sieht, wenn jemand zu ihr sagt: »Du sprichst Wahrhaftes aus.« Die Kursk hat keinen Bezug zum Ich. Die Kursk hat keinen Bezug zur Tagespolitik. Die Kursk ist kein Vehikel.

Download als Einzelseiten-Ausgabe

Download der Doppelseiten-Ausgabe

Updated: 29. Februar 2016 — 19:47

6 Comments

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  1. Kleine Rätselaufgabe an alle Leser: welche Kurzgeschichte von mir findet sich in der vorliegenden Ausgabe Experimenta Februar 2016 ??? 😉

  2. Felis Breitendorf

    Ich wußte schon immer, das aus dir noch eine anständige Autorin werden wird. 😉

  3. Ich bin ganz stolz auf unsere Martina! 😉

  4. Martina, natürlich die Rettung einiger Kinder vor den Nazis, richtig? 🙂

  5. Vielen Dank! Genug der Ehre. Aber gefreut habe ich mich trotzdem, dass das Magazin meine Geschichte gekauft hat, auch wenn Werner Karl mal vor langer Zeit in einem Kommentar sowas sinngemässes gesagt hat wie, dass er mich nicht für eine richtige Autorin hält. Naja, damit wurde ja seiner Meinung Lügen gestraft.

    Ich habe übrigens noch eine andere Anfrage einer Herausgeberin einer Anthologie, die gerne eine meiner anderen Storys mitaufnehmen würde. Das Teil wird dann voraussichtlich Ende 2017 als Print erscheinen.

    Ich bin wirklich happy! 🙂 Und Geld bekomme ich dafür auch noch! Was will man mehr.

    Was war jetzt nochmal eine richtige Autorin, habe ich nicht ganz verstanden, muss wohl mal den Kommentar von Werner Karl raussuchen, vielleicht verstehe ich es dann?

    Was meint Ihr?

  6. Harte Geschichte!!

    Herzlichen Glückwunsch, liebe richtige Autorin, die eine kann’s eben, der andere halt nicht!

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