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DIE KORREKTUR DER DISHARMONIE – Eine Science-Fiction-Kurzgeschichte von Ariana Lazar

Erstellt von Detlef Hedderich am Sonntag 31. Juli 2011

DIE KORREKTUR DER DISHARMONIE

Eine Science-Fiction-Kurzgeschichte
von
Ariana Lazar

Pokri Kanikro warf einen prüfenden Blick in die Runde. Keinerlei Disharmonie war spürbar. Überall an den Tischen des großen freundlich dunklen Raums saßen die Schüler ruhig vor ihren Galaktoplanoren und arbeiteten konzentriert an ihren Experimenten, die der Prüfungsvorbereitung dienten.

Sie alle würden die Prüfung, die in Kürze auf sie zukam, bestehen, da war sich das Kroxal sicher, schließlich bildeten diese Prüflinge die Elite der Lehranstalt. Ausgewählt aus Tausenden von Bewerbern, vereinte sich hier die Essenz des unerbittlichen Auswahlverfahrens.

Die Ausbildung zum Galaktoplanorator bedeutete gramorphenlangen Verzicht auf Vergnügungen, harte Arbeit und ein Wissenspotential, das weit über das anderer Talente hinausging.

Als Junal, am Anfang seiner Laufbahn, waren die Jungen sein Aufgabengebiet gewesen. Da es im Junal, der ersten Zeit des Alters, in dem es keine Disharmonien mehr gab, jeder Junal sich aber ausgezeichnet an diese unangenehmen Zustände erinnerte, war es ihnen als Pflicht auferlegt, sich um die Jungen zu kümmern.

Etwas Schwierigeres gab es nicht. Bei jeder kleinsten Disharmonie bestand die Gefahr, dass ein Junges zu pulsieren anfing, was, wenn man diese nicht schnell genug beseitigte, innerhalb weniger Grkse zur völligen Existenzvernichtung führte. Gerade die außergewöhnlich begabten tendierten vermehrt zu Disharmonie und Pulsation und nur wenigen von Ihnen gelang die Transformation zu den Mitteljungen. Eine Aufgabe, die viel Energie verschlang, die eigene Existenz in Gefahr brachte und deshalb auch nur in dieser bestimmten Zeit geleistet werden konnte.

Nachdem es die ersten Zeitalter in voller Harmonie mit den Jungen verbracht hatte, war es als Kroxal, so lautete seine jetzige Transformationsstufe, zu den Mitteljungen gewechselt, um diese auszubilden. Bei den nur noch vereinzelt auftretenden Disharmonien verfielen die Mitteljungen nicht mehr in unkontrollierte Pulsationen, was die Arbeit des Kroxal sehr erleichterte.

Dies war natürlich nur die Grundausbildung, die ein Mitteljunges dazu befähigte selbstständig an und mit einem Galaktoplanor zu arbeiten. Erst als Kroxal wären sie, wie Pokri Kanikro, in der Lage, sich genügend auszudehnen, um eine große Anzahl eigener Galaktoplanore problemlos gleichzeitig zu überwachen.

Mitten in Pokris Betrachtung mehrerer Galaktoplanoren erreichte eine Disharmonie erschreckender Größe sein auf Mkratos Pnikmijus gerichtetes  Außen-Teil. Da Mkratos normalerweise über ein sehr ausgeglichenes und harmonisches Wesen verfügte und zudem eines der begabtesten Mitteljungen war, handelte Pokri ohne Zeitverzögerung. Augenblicklich veränderte es seine äußere Gestalt so, dass ein Teil seines Körpers in unmittelbaren Kontakt mit dem Mitteljungen treten konnte, ohne einen der anderen Schüler in seiner Harmonie stören zu müssen.

Beruhigend wirkte es sanft und behutsam auf das Mitteljunge ein, dabei vorsichtig bemüht, den Grund der Disharmonie schnellstmöglich zu ergründen und zu eliminieren.

Ein Blick auf den Galaktoplanor genügte. Bei dem derzeit laufenden Experiment verhielten sich einige der Komponenten unangemessen disharmonisch. Eine der maßgeblichen Komponenten schien außer Kontrolle geraten zu sein und verhielt sich äußerst zerstörerisch anderen Komponenten gegenüber. Das an sich wäre nicht so tragisch, da das in diesem Stadium der Experimente oft der Fall war und die Schüler lernen mussten, mit den Disharmonien niederer Existenzen umzugehen. Nur wer Disharmonie ertrug, war schließlich in der Lage, sie in Harmonie zu verwandeln, aber diese Komponente schoss weit über das erträgliche Ziel heraus.

Sie wütete gegen jede andere Komponente des Experimentes, hatte schon eine beträchtliche Anzahl restlos eliminiert und schien nicht abzuhalten zu sein, weitere Komponenten zu vernichten. Was Mkratos jedoch an den Rand eines disharmonischen Schocks gebracht hatte, war die Tatsache, das jene schreckliche Komponente, „Mensch“ tituliert, keinerlei Rücksicht auf die eigenen Existenz-Einheiten zu kennen schien, sondern auch diese ohne Zögern vernichtete.

Pokri überlegte nicht, hier musste es sofort eingreifen. Eine kleine Korrektur unter Mithilfe der entsprechenden Schaltfläche seines Galaktoplanors genügte und die Komponente „Mensch“ existierte nicht mehr. Nach dem Verschwinden der disharmonischen Existenz verebbte auch die Disharmonie bei Mkratos Pnikmiju. Die Harmonie kehrte zurück und Pokri vermittelte dem Mitteljungen, wie es solche Auswüchse in Zukunft frühzeitig entdecken und vermeiden könne. Noch ein paar Ratschläge gebend, was eine Verbesserung der übrig gebliebenen disharmonisch agierenden Komponenten zur Folge haben würde, und der Kroxal zog sich wieder zusammen.

Als Galaktoplanorator übernahm man eine ungeheure Verantwortung, dementsprechend vielfältig waren die Fallen, die von den Prüfern in die einzelnen Experimental-Programme eingebaut worden waren.

Die Komponente „Mensch“ hatte sich dabei als besonders prüfungswirksam herausgestellt. Zum Einen verfügte sie über einen nicht zu unterschätzenden emotionalen Faktor, der die Schüler veranlasste, sie nicht von Anfang an zu eliminieren und zum Anderen hatte man ihr genügend disharmonisches Potential beigefügt, um die  Harmoniestabilität der Schüler zu prüfen. Ein Nichtbestehen konnte gleichbedeutend mit dem Existenzende sein.

Das erste seiner Prüflinge hatte den Test der Harmoniestabilität bestanden! Sollte es auch die zahlreichen noch ausstehenden Prüfungen bestehen, hatte es eine reelle Chance, einmal Kroxal zu werden.

Pokri Kanikro warf einen prüfenden Blick in die Runde. Keinerlei Disharmonie war spürbar.

- Ende -

Copyright © by Ariana Lazar 2011

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44 Kommentare zu “DIE KORREKTUR DER DISHARMONIE – Eine Science-Fiction-Kurzgeschichte von Ariana Lazar”

  1. Ariana Lazar sagt:

    Damit wäre meine Korrektur-Story auch online.

    Ein Buchvorschlag fällt mir beim besten Willen nicht ein :-(

    Vielleicht hat jemand eine brauchbare Idee??

    Lieben Gruß

    Ariana

  2. Detlef Hedderich sagt:

    He, klasse! Sehr schräg und sehr exzentrisch, finde ich gut, das wir hier so viele verschiedene Autoren unter einem Dach haben. Könntest du nicht noch an irgendeiner Stelle der Story ein Korrekturbutton einbauen oder aufführen oder erwähnen, damit die Storys zum Thema Korrekturbutton alle zusammen von uns später einem Verlag als Themenanthologie angeboten werden können?

  3. Ariana Lazar sagt:

    “Korrektur unter Mithilfe der entsprechenden Schaltfläche seines Galaktoplanors genügte”

    Das muss reichen, denn ob es dort, wo die Story spielt, so etwas wie Knöpfe gibt?? ;-)

  4. Detlef Hedderich sagt:

    ok!

  5. Günther sagt:

    Habe jedenfalls einen Button eingebaut. :)

  6. Ariana Lazar sagt:

    @Günther

    Danke! Du hast übrigens genau meine Lieblingsfarben genommen!!! Supercool! :P

  7. Günther sagt:

    Verdammt, zwei aus sechzehn Millionen – ich hätte Lotto spielen sollen. :)

  8. Felis Breitendorf sagt:

    Ich glaube, das war eher eine selbsterfüllende Prophezeiung! ;)

  9. Micha sagt:

    So richtig weiß ich ja nicht, was du damit sagen willst. Menschen sind disharmonisch und werden wegkorrigiert? Ok.
    Ehrlich gesagt, finde ich es auch anstrengend, wenn ich für eine Geschichte ein Wörterbuch “Galaktoplanisch – deutsch” brauche. Und Worte wie “Grkse”, “Mkratos Pnikmijus” usw., die man nicht mal aussprechen kann, würde ich persönlich nicht verwenden.

    Vielleicht habe ich dazu nicht den nötigen metaphysischen Durchblick :-(

  10. Felis Breitendorf sagt:

    Sind wohl einfach nur Ausdruck der extrem exotischen Ausserirdischen und deren Fremdheit bezüglich menschlicher Umwelt.

  11. Ariana Lazar sagt:

    Felis hat den Nagel auf den Kopf getroffen! :-)

    Die “Fremdwörter” sind ganz bewusst gewählt, um den Unterschied zur menschlichen Wahrnehmung zu unterstreichen. Wer sagt uns denn, wie galaktische Intelligenzen aussehen? Die Wahrscheinlichkeit, dass sie uns derart fremd sind, dass wir uns sogar in ihrem Inneren bewegen könnten, ohne sie überhaupt als Intelligenz wahrzunehmen, ist wesentlich höher, als auf Humanoide zu treffen.

    Da ich obige Story gestern im kleinen Kreis vorgelesen habe, kann ich Dir zudem versichern, dass man die Worte durchaus aussprechen kann ;-) (Kannst Du ein spanisches, arabisches oder chinesischen Wort ohne Probleme aussprechen?) Ein Zugeständnis an die Leser ;-)

    Vielleicht findet der geneigte Leser noch den ein oder anderen Denkanstoß, denn die Eliminierung der “disharmonischen Menschen” spielt nur vordergründig die Hauptrolle ;-)

    Lieben Gruß

    Ariana

  12. Micha sagt:

    So in etwa habe ich das auch gesehen. Der Unterschied zur menschlichen Wahrnehmung ist dir auch gut gelungen, vielleicht zu gut. Denn genau das ist der Grund, weshalb ich der Handlung oder den Beweggründen dieser Wesen nicht folgen kann. Oder ist das so beabsichtigt? ;-)

    Klar kann es Intelligenzen geben, die wir nicht als solche erkennen, wenn wir sie überhaupt als Wesen wahrnehmen. In diesem Fall (wahrscheinlich in jedem) ist Intelligenz eine höchst subjektive Angelegenheit. Aber dann ist die Behauptung, dass die Wahrscheinlichkeit der Existenz solcher Exotischer Wesen größer ist als die von Humanoiden in meinen Augen nicht richtig. Ich kann sie nicht erkennen, ergo gibt’s viel mehr davon?

    Hast du das so ausgesprochen, wie es dasteht? Ohne Vokale? Ok, im Russischen oder Tschechischen gibt es glaube ich auch Kombinationen aus solchen Konsonanten. Im Arabischen gibt es z.B. keine geschriebenen Vokale. Die Araber fügen die Vokale beim Sprechen ein. Und jenachdem, woher sie stammen, sind es halt andere. Chinesische Schriftzeichen kann ich nicht lesen ;-) , nein. Aber normalerweise entsprechen Worte, wenn sie in lateinischer Schrift dargestellt werden, der Aussprache. Im Englischen wahrscheinlich sogar anders als im Deutschen.

    Aber da sieht man wieder den Unterschied zwischen dem geschriebenen Text und einer Lesung. Wahrscheinlich hast du beim Vorlesen viel mehr rübergebracht, als ich jemals rauslesen werde :D .

  13. Galaxykarl sagt:

    Ariana und Detlef sollten sich zusammentun. Beide halten uns Menschen für Störfaktoren.
    Wenn ich die Story richtig verstanden habe, dann könnte man Ariana als Junal und Detlef als Kroxal betrachten.

    mgg
    galaxykarl ;-)

  14. Galaxykarl sagt:

    Ich sage nur: &%Ö*°Ch*>zugT!!!

    mgg
    galaxykarl ;-)

  15. Ariana Lazar sagt:

    @Micha
    Das man die Handlung der Nichtmenschlichen nicht nachvollziehen kann ist beabsichtigt. Wer kann schon voraussagen, wie solche Wesen denken? Und ja, ich habe es so ausgesprochen, wie es da steht. Ist zwar nicht ganz einfach, aber möglich ;-)
    Laut neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen sind wohl Bakterien die am weitesten im, bisher bekannten, Universum verbreiteten Lebewesen.
    Wenn das Universum unendlich ist und damit auch die Entwicklung möglicher andersartiger Intelligenzen (Intelligente Einzeller, Gase, Nebel, Planeten?), die menschliche Rasse jedoch auf einem einzigen Planeten in eben dieser Unendlichkeit beschränkt ist, ist die mathematische Wahrscheinlichkeit einer nichthumanoiden Intelligenzform enorm.

    @galaxykarl
    Vordergründig gesehen spielt der Mensch hier den Störfaktor (er eignet sich einfach zu gut!) ;-)

  16. Detlef Hedderich sagt:

    Ist doch meine Rede: in jeder Galaxis gibt es unmengen von gleichzeitig existierenden Lebensformen, aber bestimmt nicht mehr als 2 gleichzeitig existierende Lebensformen, die uns gleichen. Das macht aber dennoch etwa 100 Millionen gleichzeitig existierender Lebensformen im Universum, die uns sehr ähnlich sind. Die Anzahl von Lebensformen, die uns nicht gleichen, sind dagegen meiner Meinung nach fast unzählbar. Und ind diese Kategorie zähle ich dann auch wirklich alles, von Microbe bis zum Gasnebeltröpfchentirchen…

    Und an Galaxy gerichtet: wenn meine Schätzungen stimmen mit 100 Millionen Lebensformen denen der Menschen sehr ähnlich gleichzeitig im Universum existierend, dann mach dir doch mal Gedanken, wie man einen Kontakt aufbauen kann, denn die mittlere Entfernung zu diesen wird meiner Meinung nach etwa der mitleren Entfernung der Galaxien im Universum entsprechen. Wie kann man also mit diesen “Menschen” Kontakt aufnehmen, na? Wer weiß es?

  17. Detlef Hedderich sagt:

    Un nicht vergessen: das Licht/Funk schafft nur knapp 300.000 km in der Sekunde!

  18. Micha sagt:

    @Ariana
    Gut, davon, dass man außerhalb der Erde oder meinetwegen unseres Sonnensystems Bakterien entdeckt hätte, habe ich noch nichts gehört. Dass es wahrscheinlicher ist, auf B. zu stoßen als auf Menschenähnliche, das nehme ich auch an. Dass die irgendwas mit Intelligenz zu tun haben, dagegen nicht. Wenn wir diese Art Intelligenz nicht erkennen können, dann können wir erst recht keine Aussage über Wahrscheinlichkeiten machen.

    @Detlef
    Du sprichst ja nun von Lebensformen, nicht von Intelligenzen. Deine Theorie der Andersartigkeit ist eine. Es gibt aber verschiedene. Du kannst sagen, dass wir mit der Amöbe stärker verwandt sind als mit jedem Alien. Oder aber man behauptet, dass sich Leben immer ähnlich entwickelt und auf Gleichartigkeit basiert durch interstellare Diaspora (ist das das Wort dafür?), so ähnlich, wie Ariana das sieht. (Bakterien überall im All, Bakterien sind sich ähnlicher, weil einfacher, usw.)

    Und Kontakt, mit nicht menschlichen Lebensformen ist ebenso schwierig (c<300.000km/s s.o.). Aber bei Sachen, die unbeweisbar sind, kann ich mit dem gleichen Recht das Gegenteil behaupten ;-)

  19. Detlef Hedderich sagt:

    Ich habe immer und bei allem gesagt: “Meiner Meinung nach” und da ich mich so stark wie kaum ein anderer, den ich kenne, darüber Gedanken gemacht hat in seinem Leben, denke ich, ist eine solche Aussage durchaus legitim.

    Und zu deiner Frage nach den Bakterien: es gibt doch eine starke Annahme dafür, dass solche Bakterien durchaus ausserhalb unserers Sonnensystems entsehen können oder konnten.

  20. Detlef Hedderich sagt:

    Mit den Schätzungen, dass 1-2 Lebensformen, die uns ähnlich sind, pro Galaxis gleichzeitig mit uns existieren, stehe ichnicht alleine, die überwiegende Anzahl von Wissenschaftlern, die sich damit beschäftigen, geben ähnlich Prognosen ab.

  21. Detlef Hedderich sagt:

    Natürlich gibt es auch welche, die das abstreiten oder welche, die ein paar Nullen hintdran machen wollen, aber der überwiegende Teil ist da schon meiner Meinung. ‘Es geht ja nicht darum, wei viele Lebensformen, wie wir in unserer Galaxis, sonder viel wichtiger ist die Angabe: “gleichzeitig”, denn geschätze 5000 Jahr für eine technisch lebende Zivilisation ist der Knackpunkt. Das sind die Schätzungen, wie lange eine solche überleben wird und dabei uns ähnlich bleibt.

    Eine KI-basierende Lebensform kann dagegen auch ein paar Nullen dranhängen, aber die sind dann auch keine Menschen mehr. Ich halte die Menschen als technische Lebensform sowieso nur als eine Durchgangform, die sich zu etwas anderem, wohl eher als was technisches weiterentwickeln wird. Das wäre es dann aber mit dem menschlichem!

  22. Detlef Hedderich sagt:

    Wie auch immer, du hast es ja gesagt: wir wissen es alle nicht und alles ist letztlich Spekulation, aber auch, dass unsere Wirklichkeit keine simulierte ist, ist nur eine Spekulation, mehr eben nicht. Vielleicht träumt uns Gott tatsächlich nur, oder ätwas ähnliches, wie unsere Vorstellungen eines Gottes…

  23. Micha sagt:

    Dagegen ist auch nichts zu sagen. Und “deine Theorie” habe ich nur abkürzend so tituliert, gelesen hatte ich die auch schon öfter.

    Der Traum im Traum, die Simulation in der Simulation :-) . Wer weiß, vielleicht stimmt’s ja. Aber macht es wirklich einen Unterschied, solange der, der uns träumt nicht aufwacht? ;-)

  24. Detlef Hedderich sagt:

    Schwer zu beantworten.

  25. Detlef Hedderich sagt:

    Liebe Ariana, wir benötigen hier noch einen Buchtipp von dir, der thematisch zu dieser Story passt, stell einfach die Buchdaten in das Kommentarfeld hier rein, ich bastel es dann rein, ok?

  26. Ariana sagt:

    Leider fällt mir immer noch nichts passendes ein, so dass ich für Vorschläge dankbar bin. In meiner jetzigen Verfassung fehlt mir zugegebenermaßen auch die Lust, mich auf die Suche nach einem passenden Buchtitel zu begeben :-(

    Mmg (mit müden Grüßen)

    Ariana

  27. Detlef Hedderich sagt:

    Wer von Euch hat hier mal einen Tipp? Ich tue mich etwas schwer für diese Story was entsprechendes zu finden!

  28. Yvonne sagt:

    Mein Vorschlag wäre der folgende:

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    Preis ist offizieller VLB Referenzpreis
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    Letzte Preisänderung am 05.05.2011
    Seiten/Umfang : 352 S. – 20,5 x 12,5 cm
    Produktform : B: Einband – fest (Hardcover)
    Erscheinungsdatum : 14.03.2011

  29. Detlef Hedderich sagt:

    Ok, schau ich mir an!

  30. Detlef Hedderich sagt:

    Gute Wahl! Bitte ma anschauen, ob ok so!

  31. Ariana sagt:

    Danke Euch!

  32. sfbasar.de » Blog Archiv » SFBASAR.DE-ANTHOLOGIE (mit Themenschwerpunkt): “Korrekturbutton” sagt:

    [...] DIE KORREKTUR DER DISHARMONIE – Eine Science-Fiction-Kurzgeschichte von Ariana Lazar [...]

  33. Martina Möchel sagt:

    So ganz verstanden habe ich die Story nicht, vielleicht sollte ich es nochmal versuchen, wenn ich keinen Wein getrunken habe! Hupps! *-)

  34. Detlef Hedderich sagt:

    Ich habe die Story mal rückwärts gelesen, Absatz für Absatz, dadurch wird sie meiner Meinung nach noch viel interessanter, was meinst du zu so einer Idee, Ariana?

  35. Simone Wilhelmy sagt:

    @Detlef
    rückwärts ja? *g* coole Idee wie biste denn darauf gekommen?

  36. Detlef Hedderich sagt:

    Ich habe mal einen Film gesehen, der lief auch Szene für Szene rückwärts. Fand ich erfrischend anders. Ich finde aber dass das nicht mit jeder Story funktioniert, bei dieser hier hat die Idee aber funktioniert, finde ich zumindest. Und du?

  37. Carl Reiner Holdt sagt:

    Hallo Ariana (schöner Name, gefällt mir sehr!)

    Ich fasse zusammen: In einer Prüfungssituation gerät das Mitteljunge Mkratos in existenzbedrohliche Pulsationen, weil es mit der Komponente “Mensch” nicht klarkommt, die absichtlich wegen ihres Potentials an “Emotionalität” einerseits, ihrere rücksichtslosen Disharmonik sogar arteigenen Komponenten gegenüber als Test-Fall in die Galaktopanoren eingebaut wurde, sodass der Galaktoplanator und Kroxal Kanikro eingreifen muss, indem der die Komponente “Mensch” eliminiert.
    Soweit so klar.
    Klar ist damit auch, dass es sich um eine Simulation handelt. Andernfalls müsste so ein Galaktopalanator einige Millionen Jahre Evolution speziell zu Prüfungszwecken beliebig oft rekapitulieren können. Ziemlicher Aufwand…

    Warum damit aber Mkratos seine 1. Prüfung bestanden(!) haben soll, ist mir unklar.

    Interessant an deiner Geschichte finde ich, dass sie wieder mal zeigt, wie uninteressant wirklich andersartige intelligente Existenzformen für uns als Erzählstoff sind, wenn wir deren Motive und Vorstellungen überhaupt nicht verstehen.
    Das reicht immer nur für eine Kurzgeschichte, in der eben das erzählt wird: wie anders andere sind, denen wir ggf. zum Opfer fallen, und dass wir sie nicht verstehen können.

    Einer der wenigen, der das auf populäre Romanlänge ausdehnen konnte, ist Schätzing mit “Der Schwarm”.
    Aber nur, weil er die Geschichte aus Sicht der Menschen schreibt.

    Liebe Grüße, Carl

  38. Detlef Hedderich sagt:

    Oder weil er weite Teile aus wissenschaftlichen Abhandlungen abgeschrieben, verzeichung, mit aufgenommen hat in seinen Roman… ;)

  39. carl reiner holdt sagt:

    Hallo Detlef,

    klar kannst du jeden populären Roman auf ein Drittel kürzen, ohne dass er was verliert ;-)
    Noch schlimmer als die sogenannten “wissenschaftlichen” Abhandlungen finde ich die weltanschaulichen Einlagen vieler Autoren, in denen der Protagonist anfängt seitenlang zu reflektieren… das überblättere ich immer.

    LG, Carl

  40. Galaxykarl sagt:

    Ja, das ist so eine Sache mit Extraterrestriern. Sie dürften wirklich völlig andere Werte- und Moralvorstellungen haben … oder gar keine. Alleine aus diesem Grunde werden wir uns im Idealfall schwer tun miteinander auszukommen. Realistischer wird eher ein Konflikt, also Krieg, sein.

    Und ja, Carl, am besten kann man wenigstens VERSUCHEN in einer Kurzgeschichte eine außerirdische Denkweise anklingen zu lassen. Schlussendlich sind Autoren aber fast immer in ihrer eigenen menschlichen Denkweise gefangen.

    Aber grundlegende Verhaltensweisen dürften im wahrsten Sinne des Wortes universell sein. Z. B. kann ich mir nicht vorstellen, das ein Alien den Mord an seiner Nachkommenschaft ohne Reaktion hinnehmen würde. Auch beim Griff nach deren Ressourcen kann man mit Gegenreaktionen rechnen. Missverständnisse aufgrund Sprachenunkenntnis sind zuhauf geschrieben worden.

    Aber eine wirklich völlig anders geartete Mentalität ist für uns Menschen schwer zu formulieren. Wir werden immer wieder in unsere alten Schemata verfallen.

    Andererseits ist das ja auch gut so: denn die Leser sind ja auch Menschen. Wir schütteln ja auch bei Vertretern unserer eigenen Spezies oft genug den Kopf, weil wir sie nicht verstehen und ihre u.U. abartigen Handlungsweisen schockierend empfinden. Wie sollen wir da Aliens verstehen?

    mgg
    galaxykarl ;-)

  41. Detlef Hedderich sagt:

    Ich meinte jetzt eigentich tatsächliche wissenschaftliche Veröffentlichungen aus denen sich der Autor laut Presse und TV für seinem Roman freizügig bedient hatte und dazu im TV auch in einem Interview Stellung bezog.

  42. Detlef Hedderich sagt:

    Das erinnert mich einen TV-Beitrag über Piguine, die immer 2 Junge aufzuziehen versuchen und wenn dann eine Raubmöwe kommt und eins frisst, dann sind die Eltern garnicht so aufgebracht als wenn es das 2. Junge wäre, dass man ihnen nehmen würde, erst dann fangen sie an zu kämpfen. Da könnte man ja auch sagen: was dür eine Moral, oder?

  43. sfbasar.de » Blog Archiv » Lazar, Ariana – Autorenporträt nach Art von Kuddelmuddelei sagt:

    [...] Die Korrektur der Disharmonie Copyright © 2011 [...]

  44. Detlef Hedderich sagt:

    Nach erneutem lesen finde ich diese Story so gut, dass sie es wert wäre, nocheinmal in den Wettbewerb gestellt zu werden. Was meint die Autorin, was ihr anderen? Was ich ausserdem schön fand, waren die Kommentare hierzu. Schade, dass sowas bei uns nicht mehr stattfindet…

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