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DER WELTENBAUM – DIE FLUCHT – eine SciFi-Geschichte von Simone Wilhelmy (sfb-Preisträger Platz 1 im Storywettbewerb 1/2011)

DER WELTENBAUM – DIE FLUCHT

eine

SciFi-Geschichte

von

Simone Wilhelmy


Experimentprotokoll Status:

Nach erfolgreicher Beendigung der Betatests des Experimentes Weltentor hat uns der Konzern mit der Weiterentwicklung der Gamma Reihe beauftragt. Uns wurde genetisches Material des Weltenbaumes und Raw-Energie, die dem Baum als Nährstoff dient, zur Verfügung gestellt. Homo Sapiens Convallaria majalis portalis hat die Grundentwicklung abgeschlossen und ist nun in einem Stadium, der den Beginn des Trainings erfordert, um die vom Konzern gewünschte Funktionalität zu fördern. Das Sicherheitslevel wird ab sofort auf Stufe F angehoben. Direkter Kontakt mit der Gamma ist nur mit Pheromonstopper erlaubt.

Die Convallaria majalis Gene erlauben dem Objekt manipulativ auf andere einzuwirken. Derzeit scheint diese Fähigkeit von der Gamma nicht kontrollierbar und tritt nur bei akuter Erregung auf. Das Kampf- und Diplomatentraining wird im Neutralisationsraum durchgeführt. Zur Steigerung der hyperkognitiven Fähigkeiten für den Zugriff auf die portalis Gene werden wir die O2-Werte im Habitat der Gamma erhöhen, zusammen mit einer Veränderung in der Lichtzusammensetzung. Wir sind derzeit nicht in der Lage die genaue Zusammensetzung der Raw-Energie zu ermitteln, geschweige denn zu synthetisieren, doch eine Angleichung des Lichtlevels wird hoffentlich ausreichen die portalis Gene zu aktivieren.

Vallaria sitzt mit angezogenen Knien auf ihrem Bett. Unruhig zappt sie hin und her, nichts kann sie fesseln. Eigentlich liebt sie diese fremden Welten, so anders als ihre. Weite Wiesen, dichte Wälder, Straßen voller Menschen, unendliche Meere, ihr 53 m² großes Quartier durfte sie noch nie verlassen.

Die junge Frau springt auf und läuft zum Spiegel. Die hellen, fast durchsichtigen Spitzen ihrer lianenartigen Haarverwachsungen schlängeln sich um ihre Taille. Ein schmales hellgrünes Gesicht mit rosafarbenen Augen sieht sie prüfend an. Sie fragt sich wieder, warum sie nicht aussieht wie die Anderen. Mit ihren biegsamen, schmalen Fingern berührt sie ihr Spiegelbild. Hinter ihr reflektiert sich das steril eingerichtete Zimmer. Dann senkt sie den Kopf und schließt müde die Augen. Das Zischen der Schleuse lässt sie zusammen zucken.

Sie hatte gehofft, dass es diesmal anders sein würde, doch ihr Tagesablauf ist immer gleich. Minutiös wiederholt sich jeder Tag aufs neue, die minimalen Änderungen rotieren in einem 8 Tages Rhythmus. Kampf, Diplomatie, Grundlagenwissen, Sprachen, Spionage, Anatomie, Psychologie, Körperbeherrschung und dann von vorn. Immer wieder. Auch sonst bietet der Tag nicht viel Abwechslung. Die Schlafphasen sind kurz. Sie machen einfach das Licht aus und nach einer Weile wieder an. Fernsehen, Unterricht, Meditation, Fernsehen und wieder schlafen.

Val sieht zur Kampfkleidung hinüber, die man hereingebracht hat. Anfangs hatten sich die Labormitarbeiter noch mit ihr unterhalten, doch seit einer Weile meiden sie jeden Augen- und Körperkontakt.

Sie streift sich das Leinenkleid vom Körper und legt die leichte Körperpanzerung an.

Beginn des Nahkampf-Trainings jetzt.“

Protokoll:

Die Entwicklung der Gamma ist zufriedenstellend. Allerdings scheint der Mangel an variierenden Reizen das Objekt emotional zu beeinflussen. Es scheint angebracht den Tagesablauf der Gamma zu modifizieren. Auswertungen der REM-Aufzeichnungen stellten eine mögliche Kontaktaufnahme mit einer Fremdwelt in der Schlafhase fest. Dies ist ein bedeutender Fortschritt in der Entwicklung der portalis Gene. Durch eine verstärkte Einstrahlung von kurzwelligem ultravioletten Licht versuchen wir nun diese Entwicklung intensiv zu fördern.

Beunruhigend ist jedoch die Reaktion der Gamma. Ihre selbstständige Entscheidung, ihre Erfahrung vor uns zu verheimlichen, zeigt Tendenzen zu unkontrollierbarer Handlungsweise. Zur Verhaltensmodifikation werden sowohl positive als auch negative Reize eingesetzt. Eine zu autarke Haltung der Gamma gefährdet die vom Konzern gesetzten Ziele. Das vorrangige Bestreben des Experimentes ist die Kontrolle über das Portal. Der Konzern fordert erneut eine Aufstellung von Erfolgsanalysen und Verlaufsprognosen. Man drängt auf eine baldige Fertigstellung des Homo Sapiens Convallaria majalis portalis. Wir werden also für die erfolgreiche Interaktion der Gamma mit Fremdvölkern ein zusätzliches manipulatives Training in den Übungszyklus aufnehmen.

Eigentlich sollte Vallaria völlig geschafft sein. Sie hatten ihre Freizeit gekürzt und dafür das Training verdoppelt. Trotzdem schafft es Val nicht sich ein Lächeln zu verkneifen. Es war ganz sicher kein Traum. Sie hatte Kontakt hergestellt.

Als man ihr die Nahrungsportionen kürzte und statt der freien Zeit nach der Meditation sofort das Licht auf Nacht dimmte, war Vallaria klar, dass sie Recht hatte. Sie hatte den Kontakt hergestellt, auf den man sie so lange vorbereitet hatte und die Männer, deren Blicke sie durch die Kameras spürt, wollen nun wissen, was sie gesehen hat. Und weil sie ihre Traumerfahrung vor ihnen verschweigt, bestraft man sie.

Vallaria zuckt zusammen, als sie das Geräusch der Luftschleuse hört. Das passiert ihr in letzter Zeit immer wieder. Sie hasst dieses Geräusch, weil es sie mit seiner perfekten Regelmäßigkeit daran erinnert, dass sie keine Macht über ihre eigene Zeit besitzt.

Aber es ist nicht richtig, also die Zeit ist nicht richtig, die Schleuse ist zu früh.

Überrascht dreht sich Val um. Aufgeregt wippen die Spitzen ihrer Haarstengel um ihre Hüfte. Der dunkelhaarige Labormitarbeiter würdigt sie keines Blickes. Mit einer fahrigen Handbewegung berührt er seinen Nasenprotektor, während er den Raum durchquert.

Und mit einer unerwarteten Klarheit, erkennt Vallaria, was in dem Techniker vorgeht. Die Trainingseinheiten zum Deuten von Gestik und Mimik waren nie eine besondere Stärke von ihr, aber nun fallen ihr die zittrigen Händen und die winzigen Schweißperlen auf. Der Mann hat Angst, um exakt zu sein, er hat Angst vor ihr.

Die Übungen zur Körpersprache sind vorbereitend für ihre spätere Aufgabe. Um sein Gegenüber manipulieren zu können, muss man ihn verstehen und in der Lage sein, die richtigen Bewegungen zu imitieren, um damit das gewollte Verhalten hervorzurufen. Das bewusste Manipulieren eines Anderen kam ihr immer falsch vor. Das ist wie Lügen, aber sie hatte ja keine Wahl. Vielleicht könnte es jetzt jedoch hilfreich sein.

Als der Techniker zum Monitor hinüber geht, weicht Val zurück und geht in einem kleinen Bogen Richtung Schleuse, ohne dass der Techniker bemerkt, dass ihm der Rückweg abgeschnitten ist. Er macht sich am Monitor zu schaffen. Dass sie ihr die einzige Möglichkeit nehmen, sich zu beschäftigen, ist wohl eine weitere Strafe für ihr Schweigen. Aber Vallaria braucht das Fernsehen nicht mehr, denn in ihren Träumen kann sie nun jederzeit jede Welt besuchen, die sie möchte.

Nachdem er mit wenigen Handgriffen den Monitor entfernt hat, blickt sich der Techniker suchend um und erkennt, dass er nicht ohne weiteres an ihr vorbei kommt. Val lächelt unschuldig. Sie beherrscht ihre Mimik perfekt. Ein weiterer Teil ihrer Ausbildung. Mit großen Augen schaut sie zu ihm hinüber, blinzelt unsicher. Ihr Mund ist leicht geöffnet, als würde sie über etwas wundern. Kurz überlegt sie, ob das wohl die angemessene Reaktion für den Verlust ihres Monitors wäre. Als er nicht weiß, wie er reagieren soll, senkt sie den Blick. Sie darf nicht zulassen, dass er in Panik ausbricht und andere auf die Situation aufmerksam macht. Sie gibt den Schleusengang also frei, bleibt jedoch mit zusammengesunkenen Schultern daneben stehen. Unauffällig macht sie sich kleiner, kreuzt die Beine und knetet ihre Finger, Indikatoren von Schwäche. Der Techniker darf sich nicht bedrängt fühlen. Wenn er sie bemitleidet, macht er vielleicht Fehler.

Tatsächlich sieht sie, wie er die Schultern strafft und ein erleichtertes Lächeln in sein Gesicht huscht. Er bemerkt nicht, wie sich der Geschmack der Luft verändert.

Der Überwachungsmonitor in der Zentrale zeigt einen steigenden Pheromongehalt der Luft an, was nicht allzu ungewöhnlich ist. Der Techniker in Vallarias Zimmer ist ein Stressauslöser, bei dem Vallarias Stoffwechsel, wie erwartet, eine natürliche Droge ausschüttet, die bei möglichen Feinden den Adrenalinwert senkt, um so Aggressionen zu verhindern. Außerdem wirkt diese Droge auf animalischen Instinkte, die die Paarungsbereitschaft erhöhen. Aus diesem Grund wurden die Protektoren entwickelt.

Vallaria versucht sich ihre Aufregung nicht anmerken zu lassen. Seit kurzem erst kann sie ihre Droge bewusst einsetzen. Das ist noch eine aufregende Veränderung, die sie verschweigt.

Aus den Augenwinkeln beobachtet sie, wie sich der Techniker langsam der Tür nähert. Obwohl er versucht sie nicht anzusehen, versichert er sich immer wieder mit einem schnellen Blick, dass sie sich nicht bewegt.

Die Sicherheitslektionen des Konzerns waren eindringlich. Er ist sich nicht sicher, aber sie scheint ihm harmlos. Ihr Lächeln ist unschuldig und so hinreißend, dass er vergisst, wie fremd sie aussieht mit dieser hellgrünen Haut und den Gliedmaßen, die alle einen Tick zu lang scheinen. Sie wirkt eher schmal und zerbrechlich auf ihn, ganz im Gegensatz zu der gefährlichen Kreatur, vor der er gewarnt wurde. Doch die energischen Wiederholungen der Anweisungen im Umgang mit der Gamma lassen sich nicht einfach ausblenden.

Mit einem leisen Seufzer des Bedauerns hebt er die Hand, um das Touchpad der Schleuse zu berühren, da spürt er ihre Hand auf seinem Arm. Das Vermeiden von Körperkontakt war der wichtigste Punkt der Sicherheitsvorschriften.

Obwohl der Nasenprotektor den Techniker vor der Veränderung in der Luft schützt, hilft ihm bei einer Berührung nichts, da die Droge auch über die Schweißporen aufgenommen werden kann.

Was soll ich denn jetzt ohne Monitor machen?“ Val blinzelt dem Techniker zu.

Verstört öffnet der Techniker die Tür und stottert: „Ich… vielleicht… ich muss gehen.“, und eilt aus dem Raum.

Mhpf.“ Enttäuscht lässt sich Val aufs Bett fallen. Sie ist sich nicht sicher, was sie erwartet hatte, aber so sollte es nicht laufen.

Als das Licht abgedunkelt, denkt sie an die anderen Welten, die sie vielleicht bald besuchen kann. Es muss ein unglaubliches Gefühl sein, wenn der Himmel über dem Kopf unendlich scheint. Sie war bisher nur in den Räumen des Labors. Ihr fällt auf, dass sie nicht einmal weiß, wie es hinter der Schleuse aussieht. Sie weiß nicht, dass das Labor im Inneren eines Kometen liegt, der in einen unbewohnten Bereich des Sonnensystems gebracht wurde. Der Konzern wollte sichergehen, dass die Wissenschaftler ihren Auftrag ungestört durchführen können. Der Tagesablauf der Wissenschaftler wird also nicht von einer Sonne bestimmt, sondern von den Nachtzyklen der Gamma. Da das Sicherheitsrisiko während der kurzen Nachtphasen am niedrigsten ist, nutzen auch die Forscher die Zeit zum Ausruhen.

Das verhasste Zischen weckt Val aus ihren Dämmerzustand. Mit aufgerissenen Augen starrt sie an die Raumdecke und versucht ganz natürlich zu atmen. Als die Tür sich schließt, hört Vallaria, wie jemand unsicher mit den Füßen scharrt und dann leise Schritte. Jemand räuspert sich, berührt vorsichtig ihren Arm. Unruhig wälzt sich Val im Bett herum, obwohl sie hart an ihren Reflexen gearbeitet hat und sich niemals so überrumpeln lassen würde, unterdrückt sie jeden Implus den Fremden am Arm zu packen und über das Bett zu werfen. Als sich der Techniker über sie beugt, kann sie seinen erregten Atem spüren. Also hat ihr Plan besser funktioniert, als es den Anschein hatte.

Mit einer schnellen Handbewegung streicht sie seinen Protektor aus seiner Nase und unterbindet jeden Protest mit einem Kuss. Die manipulative Droge freizusetzen, fällt ihr jetzt leichter. Es dauert kaum eine Minute, bis sie ihn unter Kontrolle hat, da er die Pheromone sowohl nasal als auch durch die Mundschleimhaut aufnimmt.

Valaria weiß, dass ihr nicht viel Zeit bleibt. Sie braucht Informationen und es muss irgendwo einen Raum geben, in dem alle Überwachungsdaten ausgewertet werden. Sie entscheidet, dass es der beste Ort ist, mit ihrer Suche anzufangen.

Schon auf dem Weg in den Kontrollraum fragt sie den Techniker aus. Dort angekommen öffnet Val mit ein paar schnellen Handbewegungen unzählige Fenster mit Informationen und Referenzlinks. Eine große schematische Zeichnung eines Baumes erregt ihre Aufmerksamkeit. Zu jeder Blüte gibt es Infos über Einwohner, demografische Statistiken, politische Entwicklungen und eine wirtschaftliche Einschätzung. Es sind alles verschiedene Welten. Der Anblick verschlägt ihr für einen Moment den Atem. Alle Welten sind mit einer Art verzweigtem energetischem Wurzelwerk verbunden, die auf dem Bildschirm hellgrün pulsieren.

Unter der Kategorie „GAMMA“ findet sie eine lange Liste von Projektdateien. Ihr Blick bleibt beim Experimentprotokoll hängen. Die Homo Sapiens Convallaria majalis portalis, also sie, ist das Portal der Welt des Konzerns, die jeweils Instanzen des Weltenbaumes sein und Reisen zwischen den verschiedenen Welten ermöglichen. Vallaria begreift, dass sie deshalb von anderen Welten träumt.

Sprachlos liest sie über sich und ihren Entwicklungsverlauf. Genetische Experimente? Auf ihrer Stirn bildet sich eine tiefe Falte und wütend schlägt sie mit der Faust auf den Schreibtisch. Ein Experiment? Sie ist Eigentum eines ominösen Konzerns? Wie kann ein lebendes Wesen Eigentum von jemandem sein?

Der Techniker fällt bewusstlos zu Boden, als sich die Konzentration der Droge um ein Vielfaches verstärkt. Außer sich vor Empörung bemerkt Val nicht, wie ihre Körperchemie außer Kontrolle gerät. Eine weitere Datei offenbart die Zielsetzung, die der Konzern im Gegenzug zur Finanzierung festlegte. Sie öffnet weitere Dokumente und versucht möglichst viele Informationen zu bekommen. Das war der wichtigste Punkt ihres Unterrichtes, egal ob Kampf oder Spionage. Mach deine Recherchen gründlich, lerne deinen Feind kennen, so findest du die Schwächen, die er verbergen will. Der Konzern hat sie gut trainiert. Dafür sollte sie dankbar sein, nun vielleicht später.

Hochkonzentriert saugt sie die Fakten auf, erst das leise Stöhnen des Mannes zu ihren Füßen bringt sie zurück zur Tatsache, dass jeden Moment die Sicherheit hier auftaucht. Sie hat ohnehin genug erfahren.

Leise schleicht sie in ihre Räume zurück. Erst als sie auf ihrem Bett liegt, kommen die Tränen. Sie fühlt sich missbraucht und ist unsicher, wieviel von ihren Entscheidungen sie selbst bestimmt und was durch die Genzusammenstellung vorgeschrieben wird.

Wenn die Gene stärker werden und sie zu dem wird, was der Konzern von ihr erwartet, ein Portal, eine Waffe, wird dann etwas von der Vallaria übrig bleiben, die sie jetzt ist?

Erschöpft von der körperlichen und emotionalen Anstrengung flüchtet sie in ihre Träume mit einem von weiten unendlich blauen Himmel und einem spitzohrigen Wesen.

Protokoll:

Es gab einen unautorisierten Zugriff auf die Weltenbaum-Daten. Außerdem fand man einen Techniker bewusstlos im Archiv. Aufgrund dieses Sicherheitslecks werden alle Mitarbeiter bis Sicherheitsstufe 5 ausgetauscht. Alle empfindlichen Referenzen auf eine Zusammenarbeit des Konzern mit Hyphen werden unmittelbar entfernt.

Möglicherweise hat dieser Vorfall etwas mit den ungewöhnlichen Werten der Gamma zu tun, die wir in den aufgezeichneten Daten der Nachtphase gefunden haben. Der Vorfall wird eine eindringliche Untersuchung zur Folge haben. Der Konzern wird darüber informiert.

Gleichzeitig zeigt die Gamma einen weiteren Fortschritt. Der Kontakt zu Fremdwelten wird nun willentlich aufgenommen. Dies ist der REM und Elektroenzephalografie-Untersuchung von letzter Nacht zu entnehmen. Ihre anhaltende Weigerung diese Entwicklung zu offenbaren, ist äußerst bedenklich. Die eigenständigen Entscheidungen trotz Verhaltensmodifikation bringen das Experiment in Gefahr. Eventuell ist ein Neustart nötig. In dem fortgeschrittenem Stadium des Projektes wären die Auswirkungen fatal. Trotzdem wird der sofortige Start einer konfigurierten DELTA-Reihe veranlasst. Durch die Einschränkung der Individualität muss eine Beeinträchtigung der Funktionalität in Kauf genommen werden.

Vallaria starrt die Wand an. Der Unterricht fiel heute aus. Stattdessen unterzieht man sie wiederholt einer Befragung mit Biosignalgerät. Es wundert sie, wieso die Wissenschaftler glauben, dass sie dadurch etwas erfahren. Die Kontrolle von Atmung und Puls war eines der ersten Dinge, die man ihr beigebrachte. Als dann die erweitere Ausbildung begann, musste sie auch lernen ihre Mimik und Gestik bewusst einzusetzen. Es fällt ihr also nicht schwer, ihren nächtlichen Ausflug zu verschweigen. In den Verhörpausen hat sie Zeit zu grübeln und ihre Gedanken schweifen zu ihrem Traum zurück und den Daten, die sie im Archiv gefand. Sie kann nicht fassen, was sie gestern gesehen hat. Sie wurde genetisch erschaffen. Erschaffen, um mit ihrer Hilfe andere Welten zu plündern. Val fällt die Auflistung der Welten nach ihrer Wirtschaftlichkeit wieder ein. In ihrer Vorstellung berühren ihre Finger die Abbildung des Weltenbaumes. Ein Teil ihrer Gene stammt von ihm. Das macht ihn wohl zu ihrer Familie. Es ist ein seltsames Gefühl eine Familie zu haben. Val beißt sich auf die Unterlippe. Wieviel sie wohl an ihrer DNS herumgebastelt haben? Alles was sie weiß, alles was sie kann, ist vom Konzern beschlossen. Und sie wollen aus ihr eine Waffe machen. Wenn sie ganz ehrlich ist, hat ihr das Kampftraining wirklich Spaß gemacht und sie verspürt auch keinerlei Schuldbewusstsein, weil sie den Techniker für ihre Zwecke manipulierte. Hätte sie ihn töten können?

Die Unruhe in ihr steigt. Convallaria majalis. In früheren Versuchen fand man heraus, dass die Gene des Weltenbaumes nicht ohne eine pflanzliche Komponente agieren. Die Verbindung der Maiglöckchengene hat sich als stabilste erwiesen. Vallaria erinnert sich, dass man sich besonders für den intensiven Geruch interessierte, der potenzielle Bestäuber anlockt. Sie tat also genau das, was von den Wissenschaftlern geplant war. Sie verwendete die Droge als Waffe, um den Feind zu überwältigen und an Informationen zu gelangen.

Rastlos wandert sie durch den kleinen Raum und etwas aus ihrem Traum, drängt sich in ihr Bewusstsein.

Warum gehst du dann nicht? Du bist das Tor, wer sollte dich aufhalten?“ flüstert sie sich leise zu. Wer sollte sie aufhalten, wenn sie einfach in eine andere Welt verschwindet. Niemand.

Der Konzern aktiviert einfach eine andere GAMMA und macht mit den Forschungen weiter. Vallaria kann das sie nicht zulassen. Wenn sie das Experiment endgültig beenden will, muss sie alle relevanten Daten vernichten.

Sie schließt die Augen. Es ist etwas anderes, in ihren Träumen Kontakt mit einer Fremdwelt aufzunehmen, als tatsächlich ein Portal zu erschaffen. Sie sucht nach der inneren Stärke, nach der Stimme ihrer Familie in sich. Das Labor ist ein Teil des Weltenbaumes. Sie versucht sich das Labor in einer Blüte vorzustellen und visualisiert den Baum, wie sich seine Wurzeln in die Urmaterie bohren und die Raw-Energie in sich aufnehmen. Sie sieht, wie seine Äste sich bis an den Rand des Nichts erstrecken und seine Größe den Raum schafft, in der das Leben existieren kann. Als sie das leise Rascheln der Blätter hören kann, beginnt die Luft um sie herum zu flackern. Ihr letzter Blick fällt auf die Überwachungskamera in der Ecke des Raumes und sie hofft, es bleibt genug Zeit, bevor man ihr Verschwinden bemerkt.

Als Vallaria wieder die Augen öffnet, steht sie in einem dunklen Flur.

Ach du Schande!“

Mit zitternden Händen und Knien lehnt sich Val an die Wand.

Sie weiß nicht, wie lange sie im Fluss der Welten war, der die Portale miteinander verbindet, es können Sekunden oder genau so gut Stunden gewesen sein. Ihr Körper steht unter Strom und wenn sie die Augen schließt, sieht sie den Fluss, leuchtend grün und rot. Als das Zittern nachlässt und sie ruhiger atmet, lässt sie sich in die Knie sinken, plötzlich erschöpft. Von irgendwo hört sie laute Stimmen und sie erinnert sich, dass nicht viel Zeit bleibt. Es fällt ihr schwer, die wundervollen Bilder aus ihrem Kopf zu verbannen. Erleichtert stellt sie fest, dass sie noch im Labor ist. Es war fast unmöglich im Portalfluss nicht mitgerissen zu werden. Im ersten Moment war sie orientierungslos. Erst als sie sich auf den Puls des Weltenbaumes einließ und aufhörte gegen die Strömung zu kämpfen, war sie in der Lage, den Fluss zu steuern. Sie war in Kontakt mit allen Weltenblüten und jeder Lebensknospe.

Vallaria ist noch vollkommen überwältigt von der Erinnerung an die unermesslichen Eindrücke.

Dann hatte sie die Anderen gespürt. Die anderen GAMMAs im Labor sind, wie die Portale und Vallaria, genetisch mit dem Weltenbaum verwandt. Wie ein Leuchtfeuer konnte Val die Signale ausmachen. Sie versuchte, so nah wie möglich heran zu kommen, bevor sie zurück in ihre Welt trat. Sie hofft, sie steht vor der richtigen Tür. Leider befindet sich nur ein weiterer Gang dahinter und eine Schleuse. Die Beschriftung der Schleuse und die Wache sind sichere Anzeichen, dass dies der genetische Lagerraum ist.

Langsam kommt die Wache auf sie zu, unschlüssig, was sie mit dem wertvollen Objekt machen soll, das gerade in ihre Arme gelaufen ist. Niemand hat nach ihrem Verschwinden erwartet, dass die GAMMA zurück kommt. Ihre Exekution ist demnach noch nicht beschlossen, stellt Val erleichtert fest. Aber sie muss verhindern, dass die Wache ihre Entdeckung meldet, sonst wird sie keine Zeit mehr haben, die Forschungsdaten im Archiv zu vernichten. Wie es scheint, kommt der Wachposten gar nicht auf den Gedanken. Er sieht sich schon, wie er seinen Fang präsentiert. Vielleicht bekommt er eine Zulage, schließlich sind diese Laborratten ganz scharf auf die Grüne.

Vallaria kann diese Gedanken in seinem Gesicht lesen, dieses gierige Grinsen und die Überheblichkeit. Langsam atmet sie ein. Sie hört die unerbittliche Stimme ihres Trainers in ihrem Kopf. Als sie wie im Training mit der Analyse der Situation und des Gegners beginnt, senkt sich eine beruhigende Kälte über ihre Gedanken. Ihr Gegner ist stärker, aber unvorbereitet. Aufgrund der Enge sind Schusswaffen innerhalb des Labors nicht zu gebrauchen. Anstatt dem Schlagstock, greift der Wachmann nach dem ES, eine gefährliche Waffe, die dem Opfer einen elektrischen Schlag verpasst. Wenn er sie damit trifft, wäre sie sofort ausgeschaltet, ein schneller Sieg. Doch um ihr den betäubenden Schock zu verpassen, muss er ganz nah an sie heran. Mit dem Schlagstock könnte er sie auf Abstand halten, doch er will kurzen Prozess machen. Val lässt ihn näher kommen und konzentriert sich. Sie verlagert das Gewicht und als er sich auf sie stürzt, schnellt ihr Bein hoch und trifft ihn seitwärts am Kopf. Bewusstlos bricht der Mann zusammen. Er hat den Tritt nicht kommen gesehen, weil er sie unterschätzt hat.

Verblüfft betrachtet Val den reglosen Körper. Sie dachte nicht, dass es so einfach geht, dass es ihr so leicht fällt. Mit zittrigen Fingern tastet sie nach dem Puls des Mannes. Er lebt. Für mehr Sorgen hat sie keine Zeit. In der Uniform findet sie eine Schlüsselkarte und als sie die Tür zum GenLager öffnet, ist ihre Atmung wieder fast normal. Dafür ist sie ausgebildet und es fühlt sich irgendwie richtig an. Nachdem sie den Bewusstlosen in den Lagerraum gezerrt hat, blickt sie sich um. Der Raum wirkt wie ein Korridor, denn es ist so eng, dass man sich kaum drehen kann. Lange Tische mit wissenschaftlichen Geräten finden sich auf einer Seite und auf der Anderen sind hohe Schränke. Dahinter kann sie leere Glaskolben sehen. Die kleinen Plastikschilder tragen die Bezeichnung GAMMA 1-5. Vallaria schluckt und berührt mit ihren Fingerspitzen die gläsernen Tanks. Es gibt fünf Behälter. Nur der erste ist gereinigt und trocken. In den Anderen finden sich Spritzer einer grünlichen Flüssigkeit. Es scheint, als war bis vor kurzen noch etwas darin. Langsam geht sie weiter und hinter dem nächsten Schrank entdeckt sie drei weitere Kolben. In dem gefärbten Wasser kann sie eine Art Knopse erkennen, ungefähr handtellergroß und von einem dunkelgrünen, fleischig dicken Blatt umschlungen. Das Schild am unteren Ende der Behälter ist mit DELTA 1-3 bezeichnet. Eine weitere Versuchsreihe. Sie haben die GAMMAs vernichtet und eine DELTA-Reihe gestartet. Aufgeregt und wütend rennt sie zum Wachmann zurück, den sie an der Tür unter einen der Tische gestopft hat und nimmt seinen Schlagstock. Sie versucht ihr Selbstmitleid zu verdrängen, hier geht es nicht nur um sie, redet sie sich ein. Schließlich versucht sie zu verhindern, dass die Blüten des Weltenbaumes zerstört oder ausgenutzt werden, denn das haben sie mit ihrer Hilfe vor. Dafür hat man sie erschaffen, damit der Konzern Zugang zu allen Welten bekommt, die ihm nützlich scheinen. Als sie auf die Behälter einschlägt und das Glas unter der Kraft ihrer Wut zersplittert, erklärt sie sich immer wieder, dass sie diese Monster aufhalten muss. Dass es das einzig Richtige ist, was sie da tut. Doch es laufen ihr Tränen übers Gesicht, als der Nährsaft auf den Boden spritzt und die Knospen auf den Tisch fallen. Vallaria bringt es nicht übers Herz die Deltas zu zerschlagen. Sie fühlt sich wie die große Schwester und auch wenn man nicht erkennen kann, dass aus ihnen einmal Wesen wie sie werden, ist es ihr nicht möglich, sie zu töten. Eine nach der Anderen nimmt sie in die Hand, streichelt zärtlich über die Blütenblätter und übergibt sie dem Fluss. Das Portal in sich zu finden und zu öffnen ist leicht. Ein kurzes Blinzeln, sie stellt sich vor, dass sie den Knospen einen leichten Schubs gibt, dann sind sie verschwunden.

Am Ende des Ganges sind die Kühlbehälter. Hinter einer Glasscheibe, welche die gesamte Breite des Raumes einnimmt, ist alles ordentlich beschriftet. Leider ist das Schloss elektronisch gesichert. Der kleine Kühlraum bietet neben den eingelassenen Kassetten, mit dem genetischen Material, Platz für einen winzigen Arbeitstisch, an denen man Proben nehmen kann und etwas Platz, um daran zu stehen. Val ist sich nicht sicher, ob sie so zielgerichtet den Portalfluss nutzen kann, aber es ist die einzige Möglichkeit hinein zu kommen. Sie legt die Hände an die Scheibe, als könnte sie damit erfühlen, wie dick sie ist und schließt die Augen, um sich zu konzentrieren. Ein kurzes Flackern der Luft hüllt sie ein, als sie verschwindet und im Kühlraum wieder erscheint. Val blinzelt und atmet heftig. Vor Aufregung spürt sie kaum die Kälte, die ihren Atem in Wölkchen verwandelt. Schnell greift sie nach der Kassette, die mit portalis beschriftet ist und öffnet sie. Auf ihren Handteller rollen gelbliche Kügelchen, die wie Blütenpollen aussehen. Als Val sie berühren will, zerfallen sie zu glitzerndem Blütenstaub, der sich kribbelnd auf ihrer Hand verteilt. Sie wagt es kaum zu atmen, damit sie das feine Pulver nicht aufwirbelt. Am besten wäre es wohl, den Blütenstaub im Fluss zu verteilen. Sie blinzelt und verschwindet. Zusammen mit dem Pulver taucht sie in den Portalfluss und plötzlich fühlen sich ihre Hände heiß an. Erschrocken springt sie zurück und knallt schmerzhaft gegen die Schleuse. Etwas benommen verlässt sie das Lager. Was immer auch gerade passiert ist, sie muss sich später damit beschäftigen.

Am Ende eines langen Korridors sieht sie hektisch einige Wachleute entlang laufen. Vielleicht hätte sie die Uniform des bewusstlosen Wachmanns anziehen sollen, dann würde sie nicht so aufgefallen. Allerdings gibt es bei der Sicherheit nur wenige mit grüner Haut. Den Gedanken, sich den Weg frei zu prügeln, schiebt sie mit einem Kopfschütteln wieder weg, sowas klappt nur im Film. Ohne bewusst die Entscheidung zu treffen, verschwindet Val. Den Portalfluss zu benutzen, ist wie Treppen steigen. Sie war schon einmal im Archiv, sie musste nur den Weg dorthin wiederfinden. Es ist zu spät, sich Gedanken zu machen, was sie dort erwartet. Das wissenschaftliche Archiv ist leer bis auf einen Mann, der hektisch an einem der Terminals arbeitet. Fast zärtlich legt sie ihre schlanke Hand an seinen Hals. Sie braucht den Puls nicht suchen. Den Carotis-Druckpunkt, mit dem sie den Druck im Hirn des Laboranten bis zur Ohnmacht oder gar dem Tod ansteigen lassen kann, findet sie im Schlaf. Vallaria öffnet die vor Anspannung trockenen Lippen und flüstert: „Du solltest besser die Türen verriegeln.“

Da die Halsschlagader das Gehirn mit Blut versorgt, kontrolliert Vallaria den Mann durch ihre Droge innerhalb von Sekunden. Mit abwesendem Blick nickt er und betätigt die Türkonsole. Vallaria verschränkt die Arme und betrachtet den Wissenschaftler mit einem kalten Blick.

Unterhalten wir uns ein bisschen.“

Protokoll:
Wir haben die Entwicklung des Objekts unterschätzt, sowie ihre Insubordination. Die GAMMA ist außer Kontrolle. Das genetische Material, sowie alle relevanten Daten und die DELTA-Reihe wurden zerstört. Ohne die genetischen Proben des Weltenbaumes ist eine neue Versuchsreihe nicht möglich. Da der Spender mittlerweile infiziert ist, kann keine weitere Probe genommen werden. Das Experiment ist gescheitert.
Wir mussten den Konzern in Kenntnis setzen.

Persönliche Bemerkung:
Mir ist klar, dass der Konzern dafür sorgen wird, dass nichts von unseren Forschungen bekannt wird. Ich bin sicher, dass jemand auf dem Weg ist, um alle vorhandenen Daten zu sichern und das Labor zu säubern, einschließlich aller Mitarbeiter. Eine Flucht ist nicht möglich. Es tut mir leid, dass es so weit gekommen ist.

Protokollende

Freiheit:

Vallaria starrt in die Sonne bis ihr die Augen tränen. Sie liegt rücklings auf einer Wiese und gräbt ihre Zehen in die Erde. Mit einem zufriedenen Seufzer schließt sie die Augen und betrachtet das Nachbild auf ihrer Netzhaut. Ihre Gedanken wandern zurück ins Labor. Die Informationen, die sie erhalten hat, sind lückenhaft. Besonders eine Sache lässt sie nicht los. Wie ist das Labor an das genetische Material vom Weltenbaum gekommen? In den Unterlagen wird als Quelle der Name Hyphen angegeben, doch es gibt keinen weiteren Bezug. Ihre Recherche der Datenbank des Konzerns hat nur einen Querverweis ergeben. Wie es scheint, war jemand mit diesem Namen auch ausschlaggebend für die Umsetzung ihres Experimentes. Bisher ist es Val nicht gelungen, ihn ausfindig zu machen. Da hat jemand alle Spuren gründlich vernichtet. Sie verdankt es nur ihrer Gründlichkeit, dass sie einen Anhaltspunkt fand.

Val streckt die Beine aus und beobachtet die Wolken.

Sie hat den Mann im Archiv nicht getötet. Erleichtert erinnert sie sich an diesen Moment. Obwohl sie dazu in der Lage war, zog sie es nicht mal in Erwägung.

Nachdem sie der Presse genug Informationen über das geheime Labor und andere Machenschaften des Konzerns zugespielt hat, war es nicht mehr möglich, das Experiment unter den Teppich zu kehren. Die Menschen stürzten sich auf den Konzern, wie wilde Tiere. Nun müssen sich die Wissenschaftler und das Management ihrer Verantwortung stellen.

Langsam richtet sich Vallaria auf und zieht die Beine an. Ihre Hand liegt auf ihrer Tasche, in der sich eine verstaubte Akte befindet, die sie im Keller eines alten Bürogebäudes des Konzerns fand. Es ist eine Originalnotiz aus der Zeit, bevor man alles mit Computern erledigte und enthält eine Zusammenfassung der Vereinbarungen mit Hyphen, Jahrzehnte bevor das Experiment überhaupt in Planung war. Ein einzelnes Wort steht in Klammern als Anmerkung zu Hyphen. Fremdweltkontakt.

Val lässt sich wieder ins Gras zurück fallen. Es sind so viele Welten und sie wird jede einzelne durchsuchen, um zu verhindern, dass Hyphen dieses Experiment wiederholt.

Mit einem Lächeln dreht sie ihr Gesicht zur Sonne.

-Ende-

Copyright © 2010 by Simone Wilhelmy

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Pharo, Miriam
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Gefangen in den Eingeweiden der Stadt.

Die Europäische Föderation im Jahr 2066: Die einstigen blühenden Hansestädte im Norden existieren nicht mehr. Hamburg ist ein Nobelbezirk von Hanseapolis – einer Megacity mit über 20 Millionen Einwohnern –, die Lübecker Region eine riesige Industriezone. Dass die Cops 72 Stunden und mehr am Stück Dienst tun, ist keine Seltenheit. Denn Hanseapolis schläft nie.

Der Fall des ermordeten Mädchens im Sumpf wird für Elias Kosloff, Senior Detective beim Morddezernat von Hanseapolis, zum Albtraum: In den Helium-3-Förderminen auf dem Mond kommt er einer Verschwörung ungeahnten Ausmaßes auf die Spur, gleichzeitig holt ihn seine Vergangenheit wieder ein. Ein alter Freund trachtet ihm nach dem Leben … und er ist nicht der Einzige.

„Miriam Pharo, die Autorenkollegin, die es meisterhaft versteht SF-Literatur zu schreiben. Die Genres Science-Fiction, Krimi, Thriller, aber auch zarte Gefühle und gesellschaftspolitische Visionen, treffen hier in einem goldenen Schnitt zusammen.“ Michael Milde (Autor von „Das Post Scriptum Gottes“)

Auch der zweite Teil des SF-Erfolgskrimis „Sektion 3|Hanseapolis“ besticht durch Tempo und eine dichte Atmosphäre. Fesselnd von der ersten bis zur letzten Seite!

Miriam Pharo, Jahrgang 1966, studierte in Mainz und Heidelberg Slawistik, Romanistik und Politikwissenschaften. Seit 1993 arbeitet sie als Werbetexterin für diverse Agenturen und Unternehmen. Die französischstämmige Autorin lebt mit ihrem Mann südlich von München, wo an einem milden Frühlingstag die Idee zu Sektion 3|Hanseapolis entstand.

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Updated: 1. Juni 2015 — 07:45

40 Comments

Add a Comment
  1. Klasse Geschichte und sehr flüssig geschrieben. Daumen hoch. 🙂
    Aber ich dachte immer, wenn Maiglöckchen ausgerupft sind, könnten die höchstens hüpfen 😉

    Ein paar Anmerkungen habe ich trotzdem.
    Die Labors sind im Innern eines Kometen. Da die nicht so groß sind, sollte es auf deren Oberfläche nur Mikroschwerkraft geben. Im Innern nimmt die Schwerebeschleunigung dann auch linear ab. D.h. die Protagonisten sollten schweben. (Es sei denn natürlich, er rotiert so schnell, dass er eine künstliche Schwerkraft erzeugt.)
    Außerdem sind Kometen periodisch und nur zeitweise in der Nähe der Erde. Das ist für die Kommunikation und nicht zuletzt für die Logistik ein Problem.
    Aber wahrscheinlich weiß der Konzern schon, was er tut 😉

    Beides tut im Übrigen der Geschichte an sich keinen Abbruch.

    Was ich nicht ganz verstehe, Val zieht aus, um die anderen Wesen ihrer Art zu töten? Oder will sie nur alle Informationen, die zu ihrer Erschaffung geführt haben, vernichten?
    Vielleicht ist sie ja auch die nächste Stufe der Evolution. Oder ein Freak? 😉

  2. Hallo Simone, ich bräuchte noch einen Buchtipp von dir: nicht älter als Vorjahr und nichts von Heyne, Bastei, Goldmann, Piper oder Rowohlt.

    Die Überschrift habe ich mal auf den neuen Standart gebracht – sieht einfach ansprechender aus.

    Die SChrift beim Protokol kann ich garnicht lesen. Wenn sich nochjemand meldet bei dem das auch so ist, dann solltest du mal überlegen die eine lesbarere Schriftart zu wählen. Solange das nur mich betrifft, kannst du das so lassen, hab da halt spezielle Auflösung am Rechner und Netboke.

    Was sagen denn die anderen dazu, könnt ihr die Protokolle im Text lesen?

  3. Kann es sein, dass du zwischen den beiden Sätzen:

    „Vallaria begreift, dass sie deshalb von anderen Welten träumt.
    Sprachlos liest sie über sich und ihren Entwicklungsverlauf. Genetische Experimente?“

    eine Leerzeile vergessen hast?

  4. Hallo Micha, 😀
    da der Komet von Konzert aus seiner preriodisch verlaufenden Kreisbahn genommen und in eine statische Umlaufbahn eines Planeten gesetzt, irgendwo JWW (janzweitweg), dort dann auch ausgehöhlt und umgebaut, daher ist die Kommunikation kein Problem. (Sollte es dann kein Komet mehr sein und einen anderen Fachbegriff als namen bekommen, zeige ich mich hier mal als eigentlich nicht so großer SCIFI – Kenner ;D )
    irgendwie haben die dabei auch das Gravitation resp. Schwerkraftproblem gelöst *hust*

    Sie zieht aus, um weiterer solcher Experimente zu verhindern, sollte sie auf Wesen stoßen, wie sie, die sich ihrer selbst bewusst sind, sollten die natürlich befreit werden, aber sie geht erstmal davon aus, dass sie alles vernichtet hat. Eigentlich sucht sie dieses/n Hyphen, der sich ja für „ihr“ Experiment verantwortlich zeigt und auch die nötigen Materialen beschafft hat. Denn wie soll eine Welt ohne Portal an genetisches Material ausserhalb ihrer Welt kommen. Dahinter steckt also ein Geheimnis.

    *hust* da gibt es 2 weitere Kurzgeschichten zum Weltenbaum von mir. Aber ich finde, dass die Geschichte auch für sich stehen kann.

    Freut mich, dass dir die Geschichte gefällt.

  5. wegen dem Buchvorschlag, ich weiß, … muss aber erstmal noch nachdenken, schreibs dir als Komm, wenn mir was einfällt.

    die Protokollschrift ist eine font-family: monospace, da sollte sich der Rechner die standard monospace schrift raussuchen. Hab ja keine Ahnung, was du da installiert hast, normal ist das die curier oder bitstream.

    zu der Leerzeile; möglich, ich mach für dich ja noch ein paar Extra Leerzeichen rein, kann sein, dass ich bei der Länge der Geschichte, was vergessen hab.

    Hast dich aber um deine Meinung gedrückt, *g* lieg wieder mal nicht auf deiner Wellenlänge, was? 😀

  6. Ehrlich gesagt: ich habe die letzten 5 Storys noch nicht gelesen, die ihr in den Wettbewerb gestellt habt. Kam nur dazu alles zu ergänzen und in Form zu bringen.

    Muss mich leider für Morgen auf meinen Job im Redaktionsbüro der Stadt Frankfurt vorbereiten, die halsen mir da immer mehr Arbeit auf.

    Bin froh, wenn der Vertrag ausläuft spätestens ende September 2011! Vielleicht auch schon ende März.

    Werden wir sehen.

    Doch was soll ich machen, ich muss ja irgendwie mein geplantes Loft finanzieren können, ohne pleite zu gehen (nur ein Scherz!).

    Vielleicht habe ich ja auch 5 Kinder bei 5 Frauen und muss die Alimente ranschaffen, kann man nicht wissen…

  7. Hallo Simone,

    also m.M. nach hast du mit dieser Geschichte die allerbesten Chancen auf einen Sieg. Wirklich. Respekt. Bin natürlich absolut neugierig auf deine beiden anderen Weltenbaum-Stories.

    Zu Komet und Schwerkraft: Ich bin stillschweigend von der Annahme ausgegangen, dass es sich bei dem Kometen um ein eingefangenes Objekt in einem stabilen Orbit oder gar festen Punkt irgendwo im All handelt. Und künstliche Schwerkraft mit zukünftiger Technologie ist auch was, über das der eingefleichte SF-Fan gar nicht mehr nachdenkt, sondern als gegeben betrachtet (was vielleicht in Bezug auf echte Schwerkraftforschung sogar kontraproduktiv sein kann).

    Ein paar kleine Tippfehler (Knopse, hase statt phase, beigebrachte usw.) kann man noch glätten, wenn du Lust dazu hast, stören aber hier nicht, höchstens wenn deine Story – den verdienten – Eingang in ein gedrucktes Werk findet, was ich dir herzlich wünsche.

    Mir gefallen geheimnisvolle, exotische, außerirdische Feme fatale, so á la Sil aus „Species“, Leeloo aus „Das fünfte Element“ oder auch Alice in „Resident Evil“, die hier alle ein wenig anklingen. Auch die Parallelen zu den Experimenten und erschaffenen Frauen/Wesen als Waffe hast du hier eine weitere – eigene – zugefügt. Und das Bild des mythischen Weltenbaums als verästeltes Wegenetz zu anderen Welten ist sehr schön, wenn auch – glaube ich zumindest – schon an anderer Stelle jemand hatte, was deiner Story aber keinen Abbruch tut.

    Saugut, exakt die Art von SF, die ich mag. Hurra, auch Frauen sind zu SF-Texten fähig. Leider sind das viel zu wenige.

    Danke Simone, freue mich auf mehr von dir.
    Mit galaktischen Grüßen
    galaxykarl 😉

  8. ui DANKE, ein Lob vom eingefleischten ScifiKarl, da hab ich glatt Gänsehaut bekommen. :o)

    Die dazugehörigen Geschichten sind aber keine Scifi sondern HiFi und Mystery. Wem das bekannt vorkommt; ja sie stammen aus meinem Wettbewerbsbeitrag für den Noel-Verlag (Thema:Weltentor) vom letzen Jahr, bei dem ich leider nicht in die Auswahl kam.

    Ärgerlich, dass nach mehreren Betalesern und eigenen Überarbeitungen (gefühlte 100)noch immer so doofe Tippfehler drin sind.

  9. Vielleicht gibt es ja irgnedwann ein Zusatzprogramm bei WordPress dass alle Tipfehler automatisch erkennt!

  10. Bitte deinen Buchtipp nicht vergessen!

  11. Was, mit der Story bist du aus dem Noel-Wettbewerb geflogen? Können die nicht lesen? Als Leidensgenosse kann ich hier nur noch die wenigen Schreibfehler als Grund finden, sonst hättest du Einzug ins Finale finden müssen.

    Mit galaktischen Grüßen
    galaxykarl 😉

  12. Felis Breitendorf

    Wann kommt das Rechschreibtool bei Word-Press?

  13. Felis Breitendorf

    Rechtschreibtool sollte es heißen!

  14. Das mit der Monospace-Schrift ist echt schade. Ich finde das an sich ein hübsches Stilmittel. Bei mir zu Hause kann ich das auch problemlos lesen, aber auf anderen PCs sehe ich mit demselben Browser (Chromium) nur winziges Hürzelknürzel.

    Da monospace eine Nichtproportionalschrift ist und entsprechend größer aussieht, gleicht der Browser das anscheinend in bestimmten Situationen aus und skaliert den Text einfach runter 🙁 Dazu habe ich hier was gefunden.

    Vielleicht reicht es, wenn für den entsprechenden Text einfach eine feste Größe angegeben wird?

    @Simone
    Hat der Konzern auch Bodenpersonal? Wenn der Kometen aushöhlt, kann man bei dem bestimmt ordentlich verdienen 🙂
    Aber vielleicht sollten die lieber mehr in ihre Laborüberwachung stecken, damit nicht noch mehr Blümchen unbemerkt ausbüchsen 😉

  15. *g* @Micha
    klar gibt es Bodenpersonal, eigentlich gehört dem Konzern fast der ganze Planet. Und wenn man neue Spezien erschafft, kann man nunmal nicht mit allem rechnen, besondern nicht, wenn man wild mit Fremden Genmaterial rumkreuzt *g*

    @Galaxykarl
    ja unglaublich nicht? naja meine HiFi Geschichte ist glaube ich nicht ganz so stark. Vielleicht lags auch daran, dass sie Geschichten sich aufeinander beziehen. Aber die Scifi Geschichte hier, kann doch auch alleine gelesen werden, oder hat hier jemand das Gefühl, dass etwas fehlt?

    @felis da frag doch mal bei Wortpress nach. Für die englischen Beiträge, gibt es das ja schon

  16. mh ich hab nunmal den ersten Protokoll Absatz geändert, aber bevor ich mich durch den unhandlichen WordPress-Quellcode arbeite, wollte ich wissen, ob es so jetzt besser ist.

  17. nee, ist im Google Chrome genauso unleserlich (du hast auch den „1em“-Fix genommen für IE und Opera). Allerdings weiß ich auch nicht, ob das der richtige Weg ist, da die beiden irgendwie ins CSS rein müssten.

    Aber wir Autoren sollten, denke ich, mit den Mitteln auskommen, die uns – möglichst ohne Steptanz im HTML-Code – im Editor zur Verfügung stehen.

    Vielleicht findest du was hübsches.

  18. zum Buchtip:
    Thala: Die phantastische Reise einer mutigen Frau – Karen Siewers vom August von Goethe Literaturverlag (Dez 2009) letzten Monat hätte das noch in die Vorgaben gepasst, vielleicht gehts ja noch
    Ausweichvorschlag:
    Sektion 3/Hanseapolis – Schattenspiele – Miriam Pharo vom Acabus Verlag (Mai 2010)

  19. Felis Breitendorf

    Ich denke das macht der Günther Lietz, wenn es um WordPresse geht!

  20. Simone, ein Tipp. Die unteren Protokolle kann ich echt nicht mehr lesen. Zumindest Detlef ging’s da ähnlich. Ändere das doch ab, damit alle was von der Geschichte haben.

    Bei Leon Fellis Geschichte habe ich die Variation mit „::“ gesehen. Wenn dir das gefällt, kannst du es ja genauso machen. Zumindest vorübergehend, bis eine endgültige Lösung verfügbar ist.

  21. was meinst du mit die unteren Protokolle? ist also oben jetzt doch lesbar? ich warte ja auf Rückmeldung, ob sich da was getan hat.

  22. der erste Absatz des 1.Protokolls ist lesbar inklusive Überschrift

  23. Felis Breitendorf

    Den ersten Absatz des Protokolls kann ich ebenfalls lesen, die anderen Protokollabsätze garnicht.

  24. Ich hoffe, ich hab jetzt keinen Absatz vergessen. Vielleicht kanns Detlef ja jetzt auch alles lesen und sagen, wie er es findet. 🙂

  25. Also ich kann es jetzt prima lesen. Ich habe allerding 2 Tage kein internet gehabt und auch jetzt nur eine Notbehelfsleitung. Arcor hat verprochen, den Fehler zu beheben, der bei Ihnen liegt. Ich hoffe darauf. Also zählt mal in der nächsten Zeit nicht unbedingt mit mir.

  26. @Simone

    Dein Buchtipp wurde integriert! Bitte mal prüfen und bescheid geben ob ok!

  27. Ist super, danke 🙂

  28. An diesem Satz scheint irgendwas nicht zu stimmen: „Das passiert ihr in letzter Zeit immer wieder. Sie hasst dieses Geräusch, weil es sie mit seine(r) perfekte(r) Regelmäßigkeit daran erinnert, dass sie keine Macht über ihre eigene Zeit besitzt.“

  29. [… mit seine perfekte …] ??? haut aber auch nicht hin. Ich habs jetzt in „mit seiner perfekten Regelmäßigkeit“ geändert. Danke für den Hinweis. 🙂

  30. Aus den Augenwinkeln beobachtet sie, wie sich der Techniker langsam der Tür nähert. Obwohl er versucht sie nicht anzusehen, versichert er sich immer wieder mit einem schnellen Blick, dass sie sich nicht bewegt.

    ICH GLAUBE HINTER „versucht“ GEHÖRT EIN KOMMA, BIN ABER NICHT SICHER…

    AN DIESEM SATZ STIMMT WAS NICHT:

    Der Konzern aktiviert einfach eine andere GAMMA und macht mit den Forschungen weiter. Vallaria kann das (sie) nicht zulassen. Wenn sie das Experiment endgültig beenden will, muss sie alle relevanten Daten vernichten.

    HIER WÜRD ICH STATT:

    Ihr letzter Blick fällt auf die Überwachungskamera in der Ecke des Raumes und sie hofft, es bleibt genug Zeit, bevor man ihr Verschwinden bemerkt.

    SCHREIBEN:

    Ihr letzter Blick fällt auf die Überwachungskamera in der Ecke des Raumes und sie hofft, (dass genug Zeit bleibt), bevor man ihr Verschwinden bemerkt.

    ICH GLAUBE HIER:

    Val ist sich nicht sicher, ob sie so zielgerichtet den Portalfluss nutzen kann, aber es ist die einzige Möglichkeit hinein zu kommen.

    MUSS HINTER Möglickeit EIN KOMMA; BIN ABER NICHT SICHER…

    ICH GLAUBE HIER:

    Sie legt die Hände an die Scheibe, als könnte sie damit erfühlen, wie dick sie ist und schließt die Augen, um sich zu konzentrieren.

    MUSS DAS KOMMA VOR „als“ WEG!

    AUCH HIER:

    Ein kurzes Flackern der Luft hüllt sie ein, als sie verschwindet und im Kühlraum wieder erscheint.

    MUSS MEINER MEINUNG NACH VOR „als“ KEIN KOMMA!

    HIER:

    Sie wagt es kaum zu atmen, damit sie das feine Pulver nicht aufwirbelt.

    MUSS MEINER MEINUNG NACH NACH „kaum“ EIN KOMMA HIN!

    DAS HIER:

    Vielleicht hätte sie die Uniform des bewusstlosen Wachmanns anziehen sollen, dann würde sie nicht so aufgefallen.

    SOLLTE WOHL: „auffallen“ heißen??

  31. Anosnten bin ich der Meinung, dass du mit diesem Wettbewerbbeitrag in die Gewinnränge kommen kannst oder wahrscheinlich sogar wirst.

    Gut gemacht! Was mir gefallen hat: Sie wollte nicht morden! Sehr schön! Die Filmindustrie sollte sich mal einBeispiel nehmen, wo alle Bösen immer umgenietet werden!

  32. Ja, ja, mit der Korrektur überflüssiger oder vergessener Kommas kann man wirklich viel Zeit verbringen ;-). (Ist jetzt nicht auf diese Story gemünzt!)

    Der Satz
    „Sie hasst dieses Geräusch, weil es sie mit seine(r) perfekte(r) Regelmäßigkeit daran erinnert, dass sie keine Macht über ihre eigene Zeit besitzt.”
    verwirrt mich jetzt auch, jetzt, wo ihr darüber diskutiert habt.

    Vermutlich meinst du, Simone, die Regelmäßigkeit seiner Wiederkehr und nicht – wie es sich anhört – seine Gleichförmigkeit. Oder bin ich zu penibel 😉 ? (Über solchen Sätzen in meinen eigenen Geschichten brüte ich teilweise recht lange 🙁 )

  33. Man sollte hier vielleicht mal einen Lektor anstellen, der sich immer alle Texte vornimmt. Denke aber, dass das nicht im Budget von sfbasar liegt.

  34. Ausser du finanzierst ihn! 😉

  35. Lieber Helmut,
    als ich das als Kritik in eine Rezi schrieb, hat mich die Autorin des Buches fast gekillt. Kleine Fehler sind O.K. Doch wenn man ein Buch oder eine Story verkaufen will, sollte man sich schon um einen eigenen Lektor bemühen und selbst der oder die übersieht ab und an mal was.
    Wer hier im Story Wettbewerb mitmacht wird sein oder ihr Bestes geben. Die Geschichten die hier erscheinen sind vielfältig und somit haben wir eine sehr große Brandbreite an verschiedenen Ideen oder Aussagen. Übrigens ich bin auch so ein Bandwurmsatz erzeugender, Hab- ein Komma- vergessen-Mensch.
    Die Autoren hier sind oft dankbar wenn man sie über solche Fehler informiert dann können sie es noch verbessern.
    Ein Tipp wer wirklich ernsthaft Geschichten verkaufen will: Sucht euch einen Lektor. Mancher Germanistikstudent wird froh sein sich ein paar Euros nebenbei zu verdienen. Einfach mal eine UNI in eurer Nähe suchen und eine Anfrage ans schwarze Brett heften. Gibt es auch noch im Zeitalter von Internetportalen. 😉 🙂

  36. Hat ja immerhin Platz 1 abgeräumt und kann daher nicht so schlecht gewesen sein. Wenn schon der Werner lobt, muß das Teil ja was taugen, gelle? 😉

  37. Vielleicht stellen wir ja mal einen richtig guten Lektor hier ein, wenn der verstärkte Spendenaufruf was bringt, dann sehen wir mal! Oder es gibt keine Geldpreise mehr im Wettbewerb, nur noch Buchpakete und Platz 1 bekommt eine Korrektur finanziert. Wäre das was? 😉

  38. Hat auch – wieder – meine Stimme bekommen; was gut ist, sollte auch so gewürdigt werden. Noch mal: super, Simone!

    mgg
    Werner ;-))

  39. Hat doch garnicht mitgemacht, Werner! Was schüttest du in deinen Tee? 🙂

    Ich habe aber heute zufällig mit der Simone telefoniert und gefragt, ob sie wieder mitmachen möchte. Leider hat sie aus gesundheitlichen Gründen abgesagt.

  40. Liebe Simone: die allerbesten Genesungswünsche!

    mgg
    Werner 😉

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