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DER BIOBAUERNHOF – Eine futuristische Kurzgeschichte von Günther K. Lietz

DER BIOBAUERNHOF

Eine futuristische Kurzgeschichte von

Günther K. Lietz

Rainer saß auf der Bank, ließ sich die Sonne auf den Bauch scheinen und kaute gemütlich auf einem Grashalm herum. Es war ein guter Tag. Alles war ruhig auf dem Hof. Die Bienen summten und die Blumen dufteten angenehm. Leise klassische Musik war zu hören. Rainer lächelte glücklich. Er hob seine linke Pobacke, furzte kräftig und kratzte sich dann im Schritt. Wohlig seufzte er. Das tat gut, sehr gut. Er griff nach seinem kalten Bier und nahm einen Schluck.

Gaby trottete an ihm vorbei und lächelte ihm zu. Sie war zwar schon in die Jahre gekommen, sah aber noch immer gut aus. Ihre vollen Brüste wippten in der prallen Sonne und kleine Schweißperlen rannen über die gebräunte Haut. Gaby ging hinüber zur Melkmaschine und Rainer sah ihr nach. Auch ihr Hintern ist erstklassig, dachte sich Rainer.

Vor ein paar Jahren noch wäre er aufgesprungen und auf Gabys Flirt eingegangen. Aber die Zeiten waren vorbei. Rainer war in die Jahre gekommen und ging sein Leben langsamer an.

Stets bedauerte er die Männer, die in der Stadt lebten. Als Junge war er einmal in der Stadt gewesen und es hatte ihm Angst gemacht. Rainer hatte mit seinem Großvater an einer Auktion teilgenommen. Die Erinnerung schmerzte noch immer. Die großen Gebäude, die vielen Menschen, überall Lärm und dann war sein Großvater im Gedränge verloren gegangen. Ein schlimmer Tag. Rainer schüttelte den Kopf, um die dunklen Erinnerungen zu vertreiben.

Dabei fiel sein Blick auf Elsa. Sie war vor einer Woche auf den Biobauernhof gekommen. Rainer schätzte sie auf vierzehn oder fünfzehn Jahre. Mit geübtem Auge hatte er sie in den letzten Tagen bereits taxiert. Backfischware von bester Qualität, war sein Fazit. Blond, blauäugig und schon ziemlich fraulich. Das mochte er.

Elsa drängte sich bei den anderen Frauen herum. Sie war noch immer etwas eingeschüchtert, musste sich einleben. Ihr Blick glitt zu Rainer hinüber und er lächelte sie freundlich an. Elsa wurde rot und blickte verschämt zu Boden. Rainer grinste und spürte, wie sich in seinem Schoß etwas regte. Elsa blickte wieder auf und bekam große Augen. Einige der Frauen lachten, bei anderen loderten eifersüchtige Blicke.

Behäbig stand Rainer auf, reckte sich und ließ dabei die warme Sonne auf seine Erektion scheinen. Er war gut gebaut, dass wusste er. Ein gut gebauter und potenter Kerl. Rainer grinste und trabte auf Elsa zu. Sie war bereits seit einigen Tagen auf dem Hof und nun wurde es Zeit, dass sie lernte, wie die Sache zu laufen hatte. Immerhin war er hier der Mann und hatte das Kommando.

Schüchtern presste sich Elsa mit dem Rücken gegen die Wand des Stalls. Grob drückte sich Rainer gegen ihren zierlichen, schlanken Körper. Er hatte sich vorgenommen, sie erst einmal zu streicheln, sie zu küssen, aber sie machte ihn einfach geil. Also drückte er sie ungeduldig auf den Boden. Elsa wehrte sich zwar zaghaft, aber schlussendlich ergab sie sich ihrem Schicksal und Rainer konnte ungehindert in sie eindringen. Elsa schrie überrascht auf.

Zwei Stöße später stöhnte Rainer wohlig und rollte sich erschöpft zur Seite. Überrascht sah Elsa erst an ihm, dann an sich hinab. Enttäuschung zeichnete sich in ihrem Gesicht ab.

Rainer war dagegen mehr als zufrieden mit seiner Leistung. Müde stand er auf, ging hinüber in den Stall und suchte sich eine ruhige Ecke. Er gähnte, beschloss nach dem Aufstehen Elsa erneut zu besteigen und schlief selig ein.

Plötzlicher Lärm ließ ihn aus dem Schlaf hochschrecken. Was war da los, verdammt noch mal? Rainer sprang wütend auf und stürmte aus dem Stall. Die Frauen standen zusammengedrängt in einer Ecke und blickte zum Himmel hinauf. Dort war ein Transporter im Anflug. Ein eckiger Kasten.

Die blöden Weiber, dachte sich Rainer und grinste. Er wusste was der Transporter bedeutete. Einen niedlichen Neuzugang, den er in ein paar Tagen flachlegen konnte. Im Gegensatz zu ihm fiel es den Frauen schwer, sich an die Transporter zu gewöhnen.

Der Transporter flog einen Halbkreis über den Hof und senkte sich dann langsam ab, bis er mit den Landestelzen den Boden berührte. Rainer trabte betont gelassen hinüber und warf einen neugierigen Blick auf die Ladeluke. Am liebsten wäre ihm etwas Brünettes.

Die Luke öffnete sich. Im Innenraum blieb es dunkel. Der Pilot piepte ungeduldig aus der Kanzel hinab. Rainer nickte verstehend. Den jungen Frauen fiel es immer schwer, aus dem Transporter zu kommen. Da, endlich waren zaghafte Schritte zu hören. Alle blickten auf die Öffnung, aus der sich ein junger, muskulöser Mann schob. Er blinzelte geblendet, legte eine Hand über die Augen und trat dann auf den Hof hinaus. Die Luke wurde wieder geschlossen, der Transporter hob ab und ließ die Menschen auf dem Biobauernhof zurück.

Rainer war fassungslos. Ein Mann. Kein Junge, sondern ein Mann. Die Jungen verließen spätestens nach zehn Jahren den Hof. Keiner von ihnen kehrte zurück. Mehr als dreißig Jahre hatte es auf dem Hof nur einen Mann gegeben: Rainer. Und jetzt das. Entsetzt fiel Rainers Blick auf das imposante Glied des Neuankömmlings. Die Frauen sahen ebenfalls hin und kicherten. Der Neue wurde rot, lächelte zurück und bekam prompt eine gewaltige Erektion. Rainer sah rot!

Mit einem wütenden Grollen aus tiefster Kehle stürmte er los und traf den Neuen frontal. Der segelte einige Meter durch die Luft und kam schwer auf. Regungslos blieb er liegen. Es dauerte einige Sekunden, bis er wieder zu Atem kam und sich aufsetzte. Ängstlich blickte er zu Rainer. Der stand triumphierend und breitbeinig vor dem Neuen. Plötzlich erwischte Rainer ein gewaltiger elektrischer Schlag. Der Bauer war offenbar wegen irgendetwas wütend.

* * *

Die nächsten Tage waren für Rainer ziemlich unangenehm. Der Neue hatte einen Namen bekommen: Carlo! Und die Frauen mochten ihn. Sie lächelten ihm zu, sie wippten mit ihren Brüsten vor seinen Augen herum und reckten ihre Hintern in seine Richtung. Eine ungewohnte, bedrohliche Situation für Rainer. Und der Bauer schien Carlo ebenfalls zu mögen. Jedesmal wenn sich Rainer Carlo vornahm und zusammenschlagen wollte, ging der Bauer dazwischen. Also war Rainer dazu übergegangen, günstige Augenblicke abzuwarten, um Carlo einen schnellen Schlag oder Tritt zu verpassen.

Am schlimmsten war aber, dass Elsa dem Neuen ebenfalls schöne Augen machte. Aber noch war Rainer der Mann. und das zeigte er ihr bei jeder Gelegenheit, wenn sich mal wieder eine Erektion einstellte. Doch als er das letzte Mal Elsa bestieg, war der Bauer wütend geworden. Aber was hätte Rainer machen sollen?

Genau in dem Augenblick als er in sie eindrang, warf sie Carlo schmachtende Blicke zu. Das hatte Rainer abgelenkt und er hatte länger gebraucht, um fertig zu werden. Merklich länger. Das schien wiederum Elsa gefallen zu haben, die trotzdem dem Neuen schmachtende Blicke zuwarf. Also hatte Rainer ihr einen Hieb in den Bauch verpasst, sobald er fertig war. Und prompt erwischte ihn ein elektrischer Schlag. Und zwar ein besonders heftiger.

Missmutig saß Rainer nun wieder auf seinem Lieblingsplatz und beobachtete müde den Hof. Er war unzufrieden und unglücklich. So viele Jahre hatte er treu seinen Dienst verrichtet. Und das war der Lohn.

Mit halb geschlossenen Augen sah er zu, wie Gaby mit ihren schweren Brüsten zur Melkmaschine ging. Sie presste ihren Oberkörper gegen die metallischen Halbkugeln, die summend zum Leben erwachten. Wohlig seufzend lehnte sich Gaby nach vorne, während die Milch abgepumpt wurde. Normalerweise mochte Rainer diese Augenblicke. Dann war es am leichtesten eine der Frauen zu bespringen.

Nach dem Melkvorgang öffnete sich eine Klappe und ein brauner Riegel war zu sehen. Die Halbkugeln lösten sich von den Brüsten und die Maschine verstummte. Glücklich nahm Gaby den Riegel aus der Klappe und biss hinein. Bis vor ein paar Jahren noch hatte es keine Riegel gegeben und der Bauer war noch selbst in den Stall gekommen, um die Milch abzupumpen. Rainer seufzte und sah zur Seite. Entsetzt und wütend riss er die Augen auf.

Etwas Abseits hatte sich Elsa weit nach vorne gebeugt. Ihr Kopf war hochrot und die Gesichtszüge verzerrt. Hinter ihr stand Carlo und presste seinen Unterleib rhythmisch gegen den Hintern der Kleinen. Das war zuviel für Rainer.

Er stürmte entschlossen los. In gerader Linie und mit erhobenen Fäusten auf Carlo zu. Beim Näherkommen hörte Rainer das wohlige Seufzen von Elsa und beschleunigte weiter. Ungebremst prallte er gegen Carlo, der vollkommen überrascht zu Boden ging. Noch bevor der Bauer reagieren konnte, donnerten Rainers Fäuste nach unten und brachen zwei von Carlos Rippen. Dann kam der elektrische Schlag. Doch Rainers Wut war viel zu groß, um den Schmerz zu bemerken und erst der nächste, stärkere Schock, fegte Rainer zur Seite.

* * *

Der Bauer hatte Rainer ordentlich bestraft. Doch schlimmer als die elektrischen Schläge, waren die triumphierenden Blicke von Carlo, als Rainer, an allen vorbei, zum Transporter gebracht wurde. Gaby sah traurig zu Boden. Er würde sie vermissen. Rainer wollte einen Schritt auf sie zumachen, um sie tröstend zu streicheln, aber der Bauer ließ es nicht zu.

Kurz darauf saß Rainer im Transporter auf einer kalten Metallbank. Es waren auch weitere Menschen hier. Viele Frauen, alt und mit hängenden Brüsten. Einige alte Männer mit schlaffen Muskeln. Einigen der Männern fehlten die Hoden. Die Blicke der Menschen waren leer, hoffnungslos. So wie bei Rainers Großvater.

Irgendwann senkte sich der Transporter wieder ab und die Luke wurde geöffnet. Ein stechender Geruch füllte den Innenraum aus. Es stank nach Fäkalien und Schlimmerem. Der Geruch der Stadt, erkannte Rainer.

Ein Bauer stand an der Luke. Mehrere feine Antennen ragten aus seinem tonnenförmigen Metallkörper und winkten die Menschen heraus. Einige folgten der Aufforderung, andere blieben sitzen. Ein elektrisches Summen war zu hören, die Androhung einer Bestrafung. Nun setzten sich alle in Bewegung. Bis auf zwei Frauen, die regungslos in der Ecke kauerten.

Der Bauer schwebte in den Transporter und bohrte einige seiner Antennen ins Fleisch der Frauen, die er dann in ihren Körpern zu Haken umwandelte, um die beiden Kadaver hinter sich herzuziehen. Draußen wurde Rainer von zwei weiteren Bauern in Empfang genommen.

Sie befanden sich in einer großen Halle. Von überall waren laute Geräusche zu hören. Vor allem kreischendes Metall, vereinzelt sogar ein lauter Schrei. Hier gibt es noch Menschen, die sprechen können, dachte Rainer. Sein Großvater war auch einer von ihnen gewesen. Er hatte zur letzten Generation gehört, die noch ihre Zunge besaß. Die wurden normalerweise in jungen Jahren entfernt. Das wusste Rainer vom Hof. Danach waren die Babys still und alle hatten ihre Ruhe.

Rainer wurde von einem der Bauern in Empfang genommen und einen langen Gang entlanggeführt. Wohin bringen sie mich wohl, dachte er sich. Er hoffte auf einen anderen Hof, ohne einen Carlo, der ihm die Frauen streitig machte. Ein Hof mit viel Bier und viel Sonne. Rainer lächelte verträumt.

Der Weg endete in einem kleinen Raum. Blut und Wasser schwappte über den Boden. Auf einem langen Metalltisch lagen aufgeschlitzte Menschen, in einem Eimer schwappten Innereien. Es dauerte einen Augenblick, bis Rainer die Szene vollends begriff und schreien wollte. Doch dazu fehlte ihm die Gelegenheit. Einer der Bauern legte Rainer zwei Antennen an die Schläfe und dann gab es einen elektrischen Schlag. Rainer sackte zu Boden, alles fühlte sich taub an und er konnte nur noch schlecht sehen. Aber noch war er bei Bewusstsein, wenn auch bewegungsunfähig.

Was soll das alles? Rainer war ratlos, entsetzt und er hatte Angst. Wahnsinnige Angst. Einer der Bauern kam auf ihn zu und schlug Haken in Rainers Füße, an denen der Mensch dann hochgezogen wurde. Langsam kehrte das Bewusstsein wieder zurück und der Schmerz. Rainer sah wie der Bauer einen leeren Eimer unter ihn schob und sich eine der Antennen in ein Gerät mit scharfer, rotierende Scheibe am Ende umwandelte. Dann schlitzte die Säge Rainer auf.

Ende

Copyright 2012 (c) by Günther K. Lietz, all rights reserved


Buchtipp des Autors:

Dahlke, Ruediger
Peace Food

Wie der Verzicht auf Fleisch und Milch Körper und Seele heilt

Verlag :      Gräfe und Unzer Edition
ISBN :      978-3-8338-2286-5
Einband :      gebunden
Preisinfo :      19,90 Eur[D] / 20,50 Eur[A] / 28,50 CHF UVP
Alle Preisangaben in CHF (Schweizer Franken) sind unverbindliche Preisempfehlungen.
Legende: UVP = unverbindliche Preisempfehlung, iVb = in Vorbereitung. Alle Preisangaben inkl. MwSt
Preis ist offizieller VLB Referenzpreis
Letzte Preisänderung am 11.08.2011
Seiten/Umfang :      ca. 336 S. – 21,0 x 13,5 cm
Produktform :      B: Einband – fest (Hardcover)
Erscheinungsdatum :      4. Aufl. 01.09.2011

Unsere Ernährung kann uns krank machen – oder heilen. Dies ist das flammende Plädoyer des Ganzheitsmediziners Rüdiger Dahlke für eine Ernährung des Friedens. Aus seiner Sicht enthält unsere Nahrung zu viel Totes und macht deshalb unglücklich. Die Auswirkung der Angsthormone des Schlachtviehs auf unsere Seele sind zwar noch nicht erschöpfend erforscht, eine umfangreiche chinesische Langzeitstudie hat aber zweifelsfrei bewiesen, dass es einen direkten Zusammenhang zwischen Fleischkonsum und Krebsinzidenz gibt. Und Krebs ist aus Dahlkescher Sicht eindeutig eine Krankheit der Seele.

Diesem Szenario stellt er die heilende Ernährung entgegen: Die neuesten neuroendokrinologischen Erkenntnisse zeigen welche Hormone unsere seelische Balance bestimmen und wie sie mit hochwertigen Kohlenhydraten und Fetten befeuert werden. Kein Dahlke-Buch ohne direkten Nutzen: Ein Rezeptteil mit dreißig veganen Genussrezepten zeigt, wie schmackhaft Nahrung für die Seele sein kann.

Dr. med. Ruediger Dahlke, Jahrgang 1951, studierte Medizin in München. Weiterbildung zum Arzt für Naturheilweisen, in Psychotherapie und Homöopathie. Seit 1978 ist er als Psychotherapeut, Fasten-Arzt und Seminarleiter tätig. Als Autor und Referent ist er eine Instanz im Bereich der Psychosomatischen Medizin und Gesundheitsbewegung. Im Heil-Kunde-Zentrum Johanniskirchen/Niederbayern wird seine Arbeit seit 15 Jahren in die Praxis umgesetzt. Seine Fasten-Seminare „Körper – Tempel der Seele“ (für Einsteiger) und „Fasten, Schweigen, Meditieren“ (für Fortgeschrittene) erfreuen sich regen Zuspruchs.

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22 Comments

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  1. Hallo Günther, schön von dir zu hören. Wer sind denn die Nakedeie auf dem Bild?

  2. Ist ja irre die Geschichte, erinnert ein wenig an „die Languste“ von Felis Breitendorf hier im Story-Archiv. Was ich mich aber frage ist, wer denn nun das Fleisch der Menschen erhält, die Maschinen doch wohl kaum?

  3. Na ja, alle Themen erinnern irgendwie an irgendwas. Es gibt keine neuen Idee, alles wurde bereits gedacht. 😉

    Meine Story zielt ja mehr auf die reale Fleisch- und Milchindustrie ab.

    Keine Ahnung, wer die Nakedeis waren. Es handelt sich um eine Collage. Die Personen habe ich aus mehreren anderen Leuten zusammengesetzt und dann einen Filter drübergejagt. Wenn, dann sind es eher Frankensteins. 🙂

  4. Darf man sowas? Haben die nicht ihr Recht auf ihr Bild?

  5. Bekommen wir hier noch einen Buchtipp oder muß ich selbst nachforschen? Bitte mal beantworten!

  6. +Irene
    Ich verletzte keine Persönlichkeistrechte, da es diese Personen gar nicht wirklich gibt. Jeder ist aus mindestens drei Teilen zusammengesetzt. Selbst Haus und Wiese wurde von mir „neu“ zusammengebaut. Zusammen ergibt sich eine Collage, die eine Neugestaltung ist und in der ich eine freie Bearbeitung sehe.

    Zitat wikipedia.de: Urheberrechtlich ist die Collage umstritten. Man kann in ihr eine unfreie Bearbeitung, bei der die Genehmigung der Werke fremder Urheber eingeholt werden muss, oder eine freie Bearbeitung sehen. Eine freie Bearbeitung liegt vor, wenn der Eindruck des Originals gegenüber demjenigen der neuen Werke „verblasst“.

    Wenn ihr meint, dass mein Cover zu sehr an irgendwelche Originale erinnert, kann ich das auch gerne ändern.

    Buchtipp: Peace Food: Wie der Verzicht auf Fleisch und Milch Körper und Seele heilt

    Was Anderes fällt mir da im Augenblick nicht ein. ^^

  7. Bist du eigentlich jetzt auch unter die Veganer gegangen, Günther?

  8. Christa Kuczinski

    Günther, @ Meine Story zielt ja mehr auf die reale Fleisch- und Milchindustrie ab.

    Eine gute Umsetzung, die einem zu denken gibt. An verschiedenen Stellen haben sich mir die Haare zu Berge gestellt… Spontan kam mir der Gedanke, wie inteligent zum Beispiel Schweine sind, sie scheinen der Intelligenz eines Hundes in nichts nach zu stehen, und dennoch nimmt niemand auf die Bedürfnisse dieser Tiere Rücksicht.

  9. Alles Quatsch, ich hab die Personen erkannt:

    Tante Helga,
    Cousin Rüdiger und
    Oma Hilde.

    Sieht man doch.

    Was aber Bio mit Nacktheit zu tun hat, ersc hließt sich mir noch nicht. Ich versuche mal in der Story die Antwort zu finden.

    Allen Teilnehmern am Wettbewerb noch mal viel Glück?

    mgg
    galaxykarl 😉

  10. +Galaxykarl Einem Rind zieht auch niemand eine Hose an. 🙂

    +Christa Kuczinski Ich informiere mich gerne und ausführlich über Dinge, die ich zu mir nehme. Und im Bereich Rinder, Fleisch und Milch habe ich einige Dokus gesehen und Artikel gelesen, da wurde mir schon anders. Und das versuche ich mit meiner Story einzufangen, in dem ich den Blickwinkel verändere. Die Elemente aus meiner Story haben jeweils ihr reales Gegenstück im Mast- und Milchbetrieb. Ist halt einer meiner Storys mit ernstem Hintergrund.

  11. Was ist denn das? Einer meiner Favoriten schmiert im Wettbewerb so dermaßen ab? Schade 🙁

    Kann ich jetzt nicht so nachvollziehen, aber ist wohl einfach Geschmacksache. An der expliziten Darstellung der Aktivitäten, mit denen sich alle Mastschweine neben fressen beschäftigen, habe ich mit im Übrigen nicht gestört. Im Gegenteil. Ich finde, dass das ein essenzieller Aspekt der Story ist. Die Menschen hier agieren nicht mehr als das, was wir heutzutage als „normale Menschen“ bezeichnen (oder vielleicht gerade doch??). Sie sind einfach Schlachtvieh.

  12. Vielleicht war die Zeit einfach noch nicht reif für diese Geschichte im Wettbewerb. Vielleicht sind auch zu viele Frauen, die hier mit abstimmen, von solcher Darstellung eher abgestoßen? Aber es gibt ja immer die Möglichkeit, sie später, vielleicht nächstes Jahr, nochmal reinzustellen.

  13. Nicht jeder mag es, einen Spiegel vorgehalten zu bekommen. Für mich war/ist es ein wichtiges Thema, das ich gerne in Worte verpacken wollte und ja auch getan habe.

  14. Günther Lietz schildert die typischen, unwürdigen Zustände auf einem „Biobauernhof“, auf dem die Tiere nur für einen bestimmten Zweck wenig bis gar nicht artgerecht gehalten werden und letztlich ein trauriges Ende erleiden. In seiner futuristischen Version ersetzt er jedoch die Hühner durch Menschen und entdeckt Parallelen in ihrem Verhalten: der stolze ‚Gockel‘ inmitten seiner ‚chicks‘, der unerwartet einen Rivalen bekommt, welcher seinen Platz einnehmen will, und die ‚chicks‘, die sich kollektiv sofort dem neuen, jüngeren, schöneren, vitaleren ‚Gockel‘ zuwenden.
    Es lassen sich viele Feinheiten entdecken, die Ansätze für interessante Interpretationen liefern, doch nach eigenen Aussagen geht es dem Autor darum, die Missstände auf den Höfen und bei der (Gammel-) Fleischproduktion aufzuzeigen, sodass dem Leser der Appetit vergeht und er darüber nachzudenken beginnt, was er eigentlich isst, welche Geschichte hinter seiner Nahrung steht – der Weg zu „Soilent Green“ ist nicht weit.
    Die Geschichte ist nüchtern, in präzisen Worten und inhaltlich auf das Wesentliche reduziert erzählt und transportiert die bedrückende Atmosphäre ebenso wie die Message hervorragend.

  15. Vielleicht sollte man die Geschichte in die Anthologie TABUBRECHER einstellen, damit viel mehr Leser in den Genuß kommen können, sie zu lesen. Vielleicht ist es ja auch ein ERSTKONTAKT oder eine INVASIONSGESCHICHTE oder eher eine ALLTAGSGESCHICHTE? Was meinen denn die anderen Leser und der Autor zu dieser Idee?

  16. Ich habe die Geschichte jetzt nochmal gelesen und finde sie noch viel besser als nach seiner Entstehung. Inzwischen bin ich sogar der Meinung, dass sie gut in die Antholgie APOKALYPSEN paßt, denn die Bauern müßen ja nicht unbedingt außerirdische sein. Es könnte sich ja auch um moderne Roboter handeln, die einstmals von den Menschen entwickelt wurden und sich nun dazu entschlossen haben, die Sache selbst in die Hand zu nehmen. Die Frage ist nur, wenn die Menschen am Ende geschlachtet werden, wozu dienen sie dann? Wenn die Bauern/Roboter/Außerirdische offensichtlich technische Gebilde sind, wohin mit dem Menschenfleisch? Ich könnte mir gut vorstellen, dass der Autor hier vielleicht eine Fortsetzung schreiben könnte, in der wir vielleicht mehr darüber erfahren. Aber nur vielleicht. 😉

  17. Was meint Ihr? Was sagt der Autor? Eine Fortsetzung würde ja die Aussage der ersten Geschichte nicht schmälern.

  18. P.S.: Ich würde auch die Eingangsgrafik ändern. Seit wir Lothar Bauer monatlich einen kleinen Betrag zukommen lassen, könnte sich der Autor ja mal beim Künstler umschauen, ob er nicht eine ansprechendere Grafik findet. Eine gute Idee?

  19. +Irene Salzmann

    Eigentlich handelt es sich bei der Vorlage um Rinder, aber leider, leider, sind die Unterschiede in der Zucht heute so marginal, dass es Rind, Schwein oder Geflügel sein kann.

    Auf jeden Fall ein dickes +1 für dein Lob, das hat mich sehr gefreut. ^^

  20. Ich finde diese Story klasse, aber das Bild gefällt mir ehrlich gesagt auch nicht wirklich.

  21. Puh, zum Glück finde ich das Bild super. 🙂

  22. Na dann muss es bleiben, ist doch klar! 😉

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