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DAS SECHSTE ABENTEUER DER MILENA HIMIKO KOMORE Episodengeschichte (Teil 22) von Felis Breitendorf & Conchita Mendés

DAS SECHSTE ABENTEUER DER MILENA HIMIKO KOMORE

Episodengeschichte (Teil 22)

von Felis Breitendorf & Conchita Mendés

Lektorat: Detlef Hedderich / Schlusslektorat: Günter Maria Langhaus

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(Zum vorherigen Teil 21)

CHRONIK DES SIEDLERSCHIFFES, DESSEN BESATZUNG SICH IMMER WIEDER AUFTEILT UM ALLEN BETEILIGTEN EINE CHANCE ZUR DURCHSETZUNG IHRER INTERESSSEN ZU ERMÖGLICHEN.

– VERGANGENHEIT – Teil: 5

Dieses Sonnensystem scheint nun endlich den Vorstellungen der menschlichen Siedlern nahezukommen und ihre Träume scheinen in Erfüllung zu gehen. Ungewöhnlich ist dabei die Tatsache, dass in diesem System gleich drei Welten diese Bedingungen erfüllen, auf die die Menschen so sehr gehofft haben.

 


Nach vielen Unterbrechungen durch Hyperraumaustritte zur Orientierung und Reparaturen der Hyperraumgeneratoren, die nach dem verbesserten Konzept tatsächlich hielten, was sie versprachen, kam irgendwann der Moment, in dem wir in das Sonnensystem eintreten. Der weitere Flug läuft nun in Unterlicht ab, was mehrere Monate dauert. Er führt uns vorbei an den Gasplaneten, von denen es in diesem System sogar sieben Stück gibt; zwei davon stehen so nah an unserer Flugbahn, dass wir dort die Tankschiffe abwerfen können. Sie schließen nach dem Auffüllvorgang wieder zu uns auf noch bevor wir den Bereich der habitablen Planeten erreicht haben. Hier zeigt es sich nun, was bereits die Fernerkundung ergeben hatte. Die Inneren Planeten des ANDORA-Sonnensystems, mit einem fast perfekten Stern im Zentrum, gestalten sich folgendermaßen in der Reihenfolge wie wir diese passierten:

ANADORA: Eisplanet, Vereist, Besiedlung erst nach Jahrhunderte dauerndem Terraforming möglich; geologisch kaum aktiv, feste vereiste Oberfläche, stabile Kruste, sehr niedrige Temperaturen; extrem trockene Atmosphäre, Sauerstoff nur in geringen Spuren vorhanden; wandelbar bis zu einer Ökosphäre oder sehr kalte Lebenszone; Anpassung über hunderte von Generationen möglich.

ANDORANA: Ozeanisch: (bewohnbar) Besiedlung ist möglich; Oberfläche zu mehr als 80% mit flüssigem Wasser bedeckt; ausreichen Sauerstoff, Stickstoff, Edelgase, wenig CO2, viel Wasserdampf und eine mögliche Ökosphäre mit in geringer Tiefe schwebenden Unterwasserstädten, Ernährung durch Aquarkulturen im Kreislaufsystem.

ANDORINA: Dschungelplanet: Besiedlung ist nach Terraforming möglich oder in Oberirdischen Glasbauten, in denen Landwirtschaft und Sauerstoffökonomie betrieben werden kann. Geologisch kaum aktiv, feste Oberfläche, stabile Kruste, flüssiges Wasser in ausreichenden Mengen in den Planeten umlaufenden Urwäldern vorhanden; starker Treibhauseffekt, viel Kohlendioxid, viel Wasserdampf, Spuren von toxischen und hochgiftigen Gasen in der stark gesättigten Atmosphäre, für Menschen nur mit Atemmasken möglich. Nach Entgiftungsökonomien Pflanzen- und Tierhaltungs-Ökosphäre in der heißen Außenzone als Ergänzung zur Ökosphäre unter Glasbauten möglich.

ANDORO:  Wüstenplanet: Besiedlung ohne technische Unterstützung nicht möglich; geologisch inaktiv, feste Oberfläche, hohe Oberflächentemperaturen; trockene, extrem dünne Atmosphäre, enthält zu wenig Sauerstoff, dieser müsste technisch verdichtet werden: Ökosphäre oder heiße Zone; bewohnbar in unterirdischen Bauten mit Lichtkanälen zu Biogärten und Städte-Farming

ANADO: Planet der „Dämon-Klasse“ Besiedlung nicht möglich da erweichte und teilweise geschmolzene Oberfläche, sehr hohe Temperaturen, starke Strahlung, meteorologisch sehr aktive Atmosphäre, korrosive Substanzen.

Im Großen und Ganzen ein sehr erfreuliches Ergebnis. So wird man zu Anfang jedenfalls keine großangelegten Terraformierungsprogramme starten müssen, sondern drei der fünf Planeten im Inneren Bereich des Sonnensystems lassen sich mit standardisierten Kolonisierungsmethoden so einrichten, dass ein Überleben schnell möglich ist. Die große Angst, nur durch großangelegte und zeitraubende Terraformierungsprogramme ein Heim zu schaffen zu können, und bis dahin auf Baustellen und im Orbit des jeweiligen Planeten hausen und immer wieder zwischen Orbit und Planet hin und her wechseln zu müssen, ist jedenfalls vom Tisch.

Terraforming (entlehnt vom lateinischen terra und (lateinisch-)englischen forming für die „[Um-]Bildung zur [Ersatz-]Erde“ oder kurz „Erdumbildung“) ist die Umformung von anderen Planeten in bewohnbare erdähnliche Himmelskörper mittels zukünftiger Techniken. Planeten oder Monde sollen so umgestaltet werden, dass darauf menschliches Leben mit geringem oder ohne zusätzlichen technischen Aufwand möglich wird.

Eine weitere Option, lebensfeindliche Orte (Planeten, Asteroiden usw.) zu nutzen, besteht darin, nicht den Ort zu terraformen, sondern den Menschen anzupassen – durch Veränderung seiner Physis durch Gentechnik, Biotechnologien (Cyborg u. a.). Beispiele wären das Anpassen der Organe an Niedrigschwerkraft, das Vergrößern des Lungenvolumens für Atmosphären mit geringerer Sauerstoffkonzentration, ein Exoskelett für große Druckverhältnisse, und dergleichen. Allerdings dürften – abgesehen von derzeit vorhandenen biotechnischen Umsetzungsschwierigkeiten – vor allem durch die psychologischen Auswirkungen enorme Widerstände gegen eine Durchführung mobilisiert werden. Zudem wäre das Anwendungsgebiet immer noch begrenzt, da kein infrage kommender Himmelskörper Probleme aufweist, für die die genannten Lösungen nach gegenwärtigen Vorstellungen ausreichend wären.
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Terraforming

 

HIMIKO UND MANTANA WERDEN INS SYSTEM DER LANGUSTEN GERUFEN, UM EINEN KRIEG MIT DER INVASIONSFLOTTE DER MENSCHLICHEN NACHKOMMEN AUS DEM ANDORA-SYSTEM ZU VERHINDERN

– GEGENWART – Teil: 5

Die Karnivoren hoffen mit ihrer großen Flotte die „KETARR“ besiegen zu können, davon hängt auch ihre Existenz in Zukunft ab. Die „KETARR“ haben ja bereits die Wasserweltbewohner versucht einzulullen um diesen die Technik der Hyperraumkonverter abzuschwatzen, was ihnen nicht gelang. Die Karnivoren gehen nun mit einer wesentlich härten Gangart vor und versuchen die „KETARR“ möglichst gleich in einem Überraschungsangriff zu vernichten.

 

„Also kam es in der Folge dazu, dass die Wasserweltbewohner den Karnivoren ihre 80.000 Stück starke Armarda an Kampfschiffen anboten für den Kampf gegen die „KETARR“? Und außerdem wollten sie sich um die Beschaffung der den Karnivoren fehlenden Hormonen kümmern?“

„RICHTIG. BEDINGUNG WAR, DASS SIE DAMIT IN DAS SYSTEM DER „KETARR“ FLIEGEN WÜRDEN UND SICH DORT DEM POTENTIELLEM FEIND STELLEN UND DIESEN BEKÄMPFEN WÜRDEN. ALLERDINGS WAREN ES ZU DIESEM ZEITPUNKT 100.000 ANGRIFFSSCHIFFE UND NICHT 80.000. UND DIE HORMONE SOLLTE ES NUR IM FALLE EINES SIEGES GEBEN!“

„Aha, ich verstehe, die Differenzen entstand wohl durch das Aufeinandertreffen der Karnovoren mit den „KETARR“?

 

 

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„GENAU. DIESER UNTERSCHIED ENTSTAND DADURCH, DASS DIE KARNIVOREN OHNE VORWARNUNG IN DAS SYSTEM EINDRANGEN, UND SOBALD SIE IN SCHUSSWEITE WAREN, IHRE GESCHÜTZE AUF DIE „KETARR“ ABSCHOSSEN. DIE „KETARR“ SCHOSSEN ALLERDING ZURÜCK. ZUERST MIT IHREN WALZENSCHIFFEN UND DANN MIT IHREN GESCHOSSPLATTFORMEN, DIE ALLERDINGS NICHT SOFORT ABGEFEUERT WERDEN KONNTEN, SONDERN ERST HOCHFAHREN MUSSTEN. BIS ZU DIESEM ZEITPUNKT WAR DIESES FEUERGEFECHT ZIEMLICH AUSGEGLICHEN. BEIDE GEGNER HATTEN ETWA UM RUND 100 SCHIFFE REDUZIERT. DIE ETWA DOPPELTE ANZAHL WURDEN DABEI NOCH ZUSÄTZLICH BESCHÄDIGT BLIEBEN ABER MANÖVERIERFÄHIG ODER STIESSEN IHRE RETTUNGSSONDEN AUS. DIE DER „KETARR“ WAREN DABEI ETWAS UMFANGREICHER, DA EIN SCHIFF DER FREMDEN ETWA 60 PERSONEN BESATZUNG HABEN SOLLEN WOGEGEN DIE KARNIVORENANGRIFFSCHIFFE NUR 18 BESATZUNGSMITGLIEDER BESITZEN: ZWEI PILOTEN EINEN TECHNIKER UND NAVIGATOR UND DREI BORSCHÜTZEN IN JEWEILS DREI SCHICHTEN, DIE ABWECHSELND DIENST TATEN. WIE DAS BEIM GEGNER GEWICHTET WAR, WISSEN WIR NICHT. JEDENFALLS WAR DAS GANZE ZIEMLICH AUSGEGLICHEN. DA DIE „KETARR“ ABER ÜBER EINE ARMARDA VON ETWA EINE MILLIONEN KAMPFSCHIFFEN VERFÜGTEN, HÄTTEN DIE KARNIVOREN NICHT DIE GERINGSTE CHANCE GEHABT ZU SIEGEN.“

„Und als die „KETARR“ ihre Kampfplattformen einsetzten?“

 

„DA WURDE DEN KARNIVOREN SEHR SCHNELL BEWUSST, DASS SIE HIER NICHTS AUSRICHTEN KONNTEN. DIE KAMPLATTFORMEN DER „KETARR“ SIND DERMASSEN GEFÄHRLICH, DASS PROBLEMLOS EINIGE TAUSEND SCHIFFE DER KARNIVOREN ABGESCHOSSEN WURDEN, WOBEI DEREN EIGENE ABSCHUSSRATE SICH WEITERHIN IM HUNDERTERBEREICH BEFAND; ALLERDINGS GING VON DIESEM ZEITPUNKT KEINE DER PLATTFORMEN MEHR VERLOREN.“

„Was meinst du, lag es daran, dass die Armada der Karnivoren eine Generation älter waren als die aktuellen Schiffe der Wasserweltler“

„ICH DENKE, DAS HÄTTE NUR EINEN KLEINEN UNTERSCHIED GEMACHT UND ES WÄRE LETZTLICH DAS GLEICHE GEWESEN, WENN DIE ARMARDA AUS MODERNEREN SCHIFFEN DER WASSERWELTLER BESTANDEN HÄTTE.“

„Also eine ausweglose Situation für die Karnivoren?“

 

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„RICHIG, WEITERKÄMPFEN HÄTTE AUF JEDEN FALL IHREN UNTERGANG BEDEUTET UND ZURÜCK INS HEIMATSYSTEM KONNTEN SIE NUN AUCH NICHT MEHR. SCHLIESSLICH HATTEN SIE IHRE AUFGABE NICHT ERFÜLLT UND AUSSERDEM HATTEN SIE MIT DEM EMPFANG DER ARMARDA AUCH DIE HOHEIT ÜBER IHREN EIGENEN PLANETEN ABGETRETEN. SIE WÄREN ALSO IN EINE ABSOLUT MISSLICHE LAGE GERATEN, WENN SIE IN DIE HEIMAT ZURÜCKGEKEHRT WÄREN.“

„Und deshalb kamen sie in ihrer Not in dieses System der Langusten zurück, in der Hoffnung es zu übernehmen, und vor allem auch das Problem mit dem fehlenden Hormonen gleich mit zu lösen. Welches Pech, das ihre Vorfahren Recht gehabt hatten mit ihrer Einschätzung der Strahlkraft der hiesigen Sonnen.“

„RICHTIG, ECHT BLÖD FÜR SIE. JETZT ZEIGTE SICH, DASS IHRE GLÜCKSSTRÄHNE, DAS BEZWINGEN UND VERZEHREN DER EIGENEN ART, NICHT EWIG ANHALTEN KONNTE. SOLCH EIN UNSOLIDARISCHES VERHALTEN RÄCHT SICH EBEN IRGENDWANN.“

„Man könnte jetzt sagen: es geschah ihnen recht, oder dass das Schicksal auch ab und an gerecht sein kann. Könnte man alles sagen, ändert aber nichts an der jetzigen Situation, dass wir nun als Vertretung der VPS den Schwarzen Peter zugeschoben bekommen haben. Wir müssen die Situation lösen, und wenn möglich, ohne einen Kampf, Krieg oder einer ausgedehnten Raumschlacht.“

„DAS SEHE ICH GENAUSO. WAS SCHLÄGST DU VOR, HIMIKO?

„Ich denke, wir sollten den Karnivoren geben, was sie benötigen und zwar auf eine Art, die sie für uns kontrollierbar werden lässt.“

„WIE SOLL DASS DENN GEHEN?“

„Ich habe da so eine Idee …“

 

CHRONIK DES SIEDLERSCHIFFES, DESSEN BESATZUNG SICH IMMER WIEDER AUFTEILT UM ALLEN BETEILIGTEN EINE CHANCE ZUR DURCHSETZUNG IHRER INTERESSSEN ZU ERMÖGLICHEN.

– VERGANGENHEIT – Teil: 6

Dreh- und Angelpunkt ist nun das grosse Mutterschiff, das die Materialien von den Gasplaneten heranschafft, und auf die drei Siedlergruppen verteilen muss. Dort werden sie dringend gebraucht  um diese Welten urbar zu machen.  Die völlig verschiedene Natur der drei Welten ist dabei eine besondere Herausforderung.

Alle Schiffe einer Gruppe sind immer mit der gleichen Geschwindigkeit unterwegs. Sie sind aber von verschiedener Größe und mit verschieden großen Tanks ausgestattet, in denen alles Notwendige gelagert wird, dass man damit nach einer weiteren Abbremsung in der Atmosphäre des jeweiligen Planeten später gut gerüstet ans Werk gehen kann: Sich drei verschiedene Welten untertan zu machen! Das Mutterschiff behält indes seine enorme Geschwindigkeit von ca. 7% der Lichtgeschwindigkeit bei, um dadurch eine Möglichkeit zu haben, spezielle Strecken innerhalb des Sonnensystems in kurzer Zeit zurück zu legen. Zudem kann man eine der vielen Ballons, die reichlich in den Lagern des Mutterschiffes vorhanden sind, durch Betankung an den Gasriesen dergestalt aufladen, dass dann genau der Stoff oder das Gas vorrätig ist, der möglicherweise gebraucht wird. Da das Mutterschiff dabei seine enorm hohe Geschwindigkeit beibehalten kann, sind die zu erwartenden Zeitabstände, bis einer der drei Planeten mit einer Lieferung rechnen kann, absehbar und zeitlich einzugrenzen.

 

Atmosphärenbetankung:
Jedes Raumschiff muss nach einer bestimmten Zeit mit Hydrogen betankt werden. Wie lange der Treibstoff reicht, hängt von der Tankkapazität und den durchgeführten Manövern zusammen. Falls sich das Raumschiff in der Nähe eines Gasriesen befindet, kann das Raumschiff eine Umlaufbahn um den Planeten einschlagen und dann mit geöffneten Tankschleusen tief in die Atmosphäre eintauchen. Diese Prozedur wird im Raumfahrerjargon als „Absahnen“ bezeichnet. Es nimmt etwa 10 Minuten Zeit in Anspruch, um eine Tonne unraffiniertem Treibstoff zu tanken. Aufgrund der niedrigen Qualität ergibt hierbei eine Tonne Hydrogen jedoch nur 150 anstatt 200 Treibstoffpunkte. Weniger zeitaufwendig, dafür kostspielig ist die Betankung an einer Raumstation, einem Raumhafen oder Frachter. Die Preise liegen durchschnittlich bei 100 Credits/Tonne raffiniertem Hydrogen-Treibstoff. Aus diesem Grund befinden sich in größeren Raumschiffen immer Raffinerie-Bereiche und -Abteilungen. Kleinere Raumfahrzeuge haben diese Möglichkeit nicht und müssen in diesem Fall direkt von einem größeren Schiff mit Raffinerien oder anderweitig betankt werden.
Quelle: http://www.geocities.ws/TimesSquare/Dungeon/6109/adast17.htm

 

HIMIKO UND MANTANA WERDEN INS SYSTEM DER LANGUSTEN GERUFEN, UM EINEN KRIEG MIT DER INVASIONSFLOTTE DER MENSCHLICHEN NACHKOMMEN AUS DEM ANDORA-SYSTEM ZU VERINDERN

– GEGENWART – 6

Den Überraschungsangriff gegen die „KETARR“ haben die Karnivoren verloren. Die „KETARR“ waren doch wesentlich stärker als gedacht. Jetzt versucht Milena zusammen mit ihrer KI-Freundin eine Lösung für das Problem mit den Karnivoren zu finden.

 

 „Lass uns mal überlegen: Die einzige Möglichkeit, die Karnivoren bei der Stange zu halten, wäre es, ihnen das Hormon ihrer fehlenden Zirbeldrüsen zu beschaffen. Auf irgendeinem bestimmten Planeten könnten wir es ihnen dann aushändigen, wenn sie dafür einem bestimmten Verhaltensindex folgen.“

„VERSTEHE ICH DAS RICHTIG, HIMIKO, DU WILLST DEN KARNIVOREN EINEN PLANETEN AUS DEM BESTAND DER SONNENSYSTEME DES KOLLEKTIVS ZUR VERFÜGUNG STELLEN, DEN SIE NUR UNTER AUFLAGEN VERLASSEN DÜRFEN UND NUR MIT WISSEN DES KOLLEKTIVS. DAFÜR BEKOMMEN SIE ÜBER IHR TRANSMITTERSYSTEM DIE FÜR IHR ÜBERLEBEN NOTWENDIGEN HORMONE ?“

„Da hast du aber clever geschlussfolgert, genau so habe ich das von dir erwartet: Die grosse Menge an Menschen aus dem VPS-Bereich bringt es mit sich, dass dem Kollektiv nun beim Kristallisieren von Bewusstseinen genügend menschliche Biomasse zur Verfügung stehen dürfte. Unter den betreffenden Menschen sind bestimmt viele bereit, einer kleinen Organspende in Form der Zirbeldrüse zuzustimmen, bevor sie Unsterblichkeit erlangen werden.“

„ICH FINDE DEINE IDEE IMMER BESSER: DAMIT WÜRDEN SICH AUCH DIE MENSCHEN, DIE  EIN NEUES UNSTERBLICHES LEBEN GESCHENKT BEKOMMEN, IN DAS FRIEDENSTIFTENDE GEFÜGE EINBRINGEN. DIE KARNIVOREN MÜSSTEN SICH IM GEGENZUG BEREIT ERKLÄREN, NIEMALS WIEDER MENSCHENFLEISCH ZU VERTILGEN; DAS HAT DAMALS JA SCHON BEI DEN LANGUSTEN FUNKTIONIERT. VIELLEICHT SOLLTE MAN IHNEN EINEN PLANETEN ZUR VERFÜGUNG STELLEN, AUF DEM SIE IHRE JAGDTRIEBE MIT EINEM GLEICHWERTIGEN GEGNER AUSLEBEN KÖNNEN. UND NATÜRLICH WAFFENTECHNISCH UNTER SOLCHEN BEDINGUNGEN, DIE IHNEN NICHT UNBEDINGT EINEN VORTEIL BRINGEN. UND WER DAS NICHT WILL, BEKOMMT EINFACH HÜHNCHEN ODER DOSENFISCH.“

Ich kenne meine Freundin nun ja auch schon eine gewisse Weile, daher weiss ich, dass ihr letzter Satz dem gleichkommt, was wir Menschen unter einem Witz verstehen.

 

CHRONIK DES SIEDLERSCHIFFES, DESSEN BESATZUNG SICH IMMER WIEDER AUFTEILT UM ALLEN BETEILIGTEN EINE CHANCE ZUR DURCHSETZUNG IHRER INTERESSSEN ZU ERMÖGLICHEN.

– VERGANGENHEIT – Teil: 7

Die drei Planeten der Kolonisten werden unter Zurhilfnahme allerlei ausgeklügelter Techniken und Verfahrensweisen schliesslilch für die Menschen zur neuen Heimat, jeweils mit ihren ganz speziellen Bedingungen, die verschiedener kaum sein könnten.


Durch den Einsatz dieser speziellen Ballons, die über eigene Bremsfallschirme verfügen, ist man recht gut ausgestattet und kann die drei Kolonieplaneten gut versorgen. Die Ballons können auch in den inzwischen größtenteils leergeräumten Laderäumen des Mutterschiffes gut eingelagert werde. Sie können dann später, wenn eine der Kolonieplaneten erreicht ist, abgeworfen werden. Die gefüllten Ballons sinken anschließend in der Atmosphäre des jeweiligen Planeten immer tiefer ein; vor einem Absturz sind sie durch ihre vielen Bremsfallschirme geschützt. Sie verringern dabei nach und nach ihre noch immer sehr hohe Geschwindigkeit. Nach einigen Monaten werden die Fallschirme derart umgruppiert, dass damit eine Landung zustande gebracht werden kann. Da diese Ballons und auch ihre Fallschirme aus einem fast unzerstörbarem Material gefertigt sind, sie zusammengefaltet nur einen sehr geringen Platzbedarf im Mutterschiff bei dessen Beladung erforderten und sie obendrein auch noch preislich ausserordentlich günstig hergestellt wurden auf Terra, kann man sie später beim Bau der Kolonien sehr gut einsetzen.

Das Mutterschiff eilt derweil um die Sonne herum, wieder zurück in Richtung der Gasriesen. Falls beim Betanken doch die eine oder andere Abbremsung auch auf das Mutterschiff gewirkt hat oder es vor dem Abwerfen der Ballons selbst willentlich durch Aufstellen seiner Sonnenwind-Bremsparneele seine Geschwindigkeit reduzierte, kann es sich bei diesem Swing-by-Manöver um die Sonne die verloren gegangene Geschwindigkeit wieder zurückholen, ohne dass das irgendwelche Kosten hervorruft. Ein sich so schnell bewegendes großes Schiff, wie das Mutterschiff, ist im eigenen Sonnensystem gar nicht hoch genug zu bewerten und bei einem Verlust nicht wieder zu ersetzen.

 

Atmosphärenbremsung
Die Atmosphärenbremsung (auch Aerobraking oder atmospheric braking) ist ein Bahnmanöver der Raumfahrt, um die Flugbahn eines Flugobjektes durch mehrfache Durchquerung der oberen Atmosphäre eines Planeten gezielt zu verändern. Vor allem dient das Aerobraking für die Bremsung von Raumfahrzeugen bei interplanetaren Raumflügen oder Vorbeiflügen, wo die Geschwindigkeit der anfliegenden Objekte sehr hoch ist und weit über der Fluchtgeschwindigkeit des Planeten liegt.

Ein Raumfahrzeug, das mittels dieses Verfahrens gebremst werden soll, wird in der Regel in eine hochelliptische Umlaufbahn eingeschossen. Die Periapsis der Umlaufbahn liegt dabei in einem Bereich der Atmosphäre des Planeten der eine Dichte aufweist, die genutzt werden soll, um kontinuierlich (mit jeder Umrundung) die Bahnhöhe der Apoapsis zu verringern. Diese Verringerung erfolgt durch eine Reduktion der kinetischen Energie (Bremsung) bzw. der Energie der Umlaufbahn (von hochelliptisch nach zirkular). Wenn das Raumfahrzeug nicht landen soll, dann erfolgt beim Erreichen einer bestimmten Bahnhöhe der Apoapsis das nächste Bahnmanöver (Zünden der Triebwerke), um die Bahnhöhe der Periapsis anzuheben, um so einen weiteren Energieverlust der Umlaufbahn zu vermeiden. Zur Verstärkung der Bremswirkung lassen sich die Solarpaneele einer Planetensonde ähnlich Bremsklappen oder -Flügeln verwenden, mit denen der Widerstand bzw. die Reibung an den oberen Atmosphärenschichten erhöht wird. Die Dauer des Manövers der Atmosphärenbremsung kann mehrere Monate betragen.
Quelle: http://www.geocities.ws/TimesSquare/Dungeon/6109/adast17.htm

HIMIKO UND MANTANA WERDEN INS SYSTEM DER LANGUSTEN GERUFEN, UM EINEN KRIEG MIT DER INVASIONSFLOTTE DER MENSCHLICHEN NACHKOMMEN AUS DEM ANDORA-SYSTEM ZU VERINDERN

– GEGENWART –  7

Die Karnivoren haben gleich mehrere Probleme: Sie haben die Auseinandersetzung mit den „KETARR“ frühzeitig abgebrochen, da es nicht danach aussah, als wenn sie diese für sich verbuchen könnten. Andererseits können sie aber auch nicht in ihr Heimatsystem zurückkehren. Also wählen sie das ursprüngliche Ziel ihrer Vorfahren aus, doch hier stossen sie ebenfalls auf erheblichen Widerstand: Dieses Mal auf den der VPS unter dessen Schutz das System neuerdings steht. Die Verantwortlichen der VPS bieten ihnen aber eine Alternative an, um so doch noch an ihr so dringend benötigtes Hormon zu gelangen

Über das Komunikationssystem der Emergenten KIs nehmen wir Kontakt auf  mit dem Kollektiv der OST-Heimat und schlagen vor, den Karnivoren zu helfen: Sie sollen auf einem der Planeten untergebracht werden, der mittels seines Kontinentaltores mit dem Hauptplaneten der OST-HEIMAT verbunden ist. So könnte gewährleistet werden, dass das dringend benötigte Melanin zu ihnen transportiert werden kann. Über Lebendorganspenden der Menschen, die hier oder auf einem der anderen Hauptplaneten des Kollektivs das Angebot annehmen, kurz nach ihrem organischen Tod ihre Bewusstseine in Kristalle pressen zu lassen, kann eine ausreichende Menge an Melanin zur Verfügung gestellt werden. Die Gemeinschaft des Kollektivs ist einverstanden und bietet dafür eines der sechs Sonnensysteme an, welches für diese Zwecke wie gemacht scheint: Es handelt sich um den Planeten ALIEN WORLDS 4-X, der sich im Bereich der OST-Heimat befindet und etwa 50.000 Lichtjahre vom MINERVA-System entfernt liegt. Die ganz neu entdeckten Weltensysteme mit LG2-Tor-Anbindung befinden sich nun im östlichen Ausläufer des Perseus-Arms und sind dabei mit dem Hauptsystem der OST-Heimat mittels LG2-Tor und mit dem jeweiligen Kontinentaltor der Aussensysteme verbunden. So kann man nun ganz unkompliziert und ohne Hyperraumtore in Nullzeit die Strecke zwischen diesen beiden Systemen von etwa 600 Lichtjahren innerhalb einer Sekunde bewältigen. ALIEN WORLDS 4-X soll dabei laut der Sprecher der Gemeinschaft bis auf den Hauptkontinent der Karnivorenkultur zur Verfügung gestellt werden. Der Hauptkontinent bleibt für die Karnivoren tabu und steht unter dem Schutz des Kontinentaltores, welches diesen mit seinem Schutzschirm vom Rest des Planeten abschirmt. Der Rest des Planeten steht den Karnivoren zur Verfügung und über das Kontinentaltor erhalten sie ihre Lieferungen an Extrakten aus menschlichen Zirbeldrüsen. Es wird auf allen Hauptsystemen der Kollektiv-Gemeinschaft eingesammelt, um dann über die LG2-Tor-Anbindung des Hauptsystems der OST-Heimat und über das jeweilige Kontinentaltor des Planeten ALIEN WORLDS 4-X an die Karnivoren weitergegeben zu werden. Die Menge ergibt sich aus den Besatzungen der Karnivorenflotte und es wird sich so um eine halbe Millionen Existenzen handeln, die auf das Hormon angewiesen sind.

MANTANA übersetzt dieses Angebot mit allen Details an die Verantwortlichen der Karnivorenflotte, die dazu noch jede Menge offene Fragen beantwortet haben möchten. Verständlich. Natürlich steht es den Karnivoren frei sich neben ALIEN WORLDS 4-X auch noch andere Systeme, welche sie mittels ihrer Hyperraumkonvertertechnik erreichen können, anzuschauen und zu erkunden und ggf. zu besiedeln. Ein Verbot, welches die Karnivoren räumlich einschränkt, wird zur Zeit nicht erwägt. Ganz grob gerechnet müssen die Karnivoren bei einer Ausbreitung zum nächsten System für hin und Rückreise mittels Hyperraumkonverter ihrer Schiffe mit einer Zeitspanne von ein bis drei Jahren rechnen. Dafür müssten sie auf jeden Fall einen grossen Vorrat an Hormonen mitnehmen. Auch dagegen hatte niemand etwas einzuwenden.

Zurück zu ALIEN WORLDS 4-X: Natürlich werden die weitergereisten Karnivoren von Zeit zu Zeit dorthin zurückkehren müssen um ihre Hormondosen abzuholen Aus diesem Grund werden wohl auch nicht alle Karnivoren weiterreisen, es gibt ja auch an dem zur Verfügung gestellten Sonnensystem ALIEN WORLDS 4-X nicht grossartig etwas zu bemängeln. MANTANA stellt deshalb auch die Bilder, die bereits von ALIEN WORLDS 4-X existieren, den Karnivoren zur Verfügung, auf denen sich der Planet wie folgt darstellt:

Nach vielen Fragen und Verhandlungen mit den KIs sind die Karnivoren schliesslich einverstanden, möchten aber vorher eine kleine Vorhut von einem Dutzend Schiffen zum Zielplanet bringen, die dann zurückkommen und der Flotte davon berichten kann, ob dort auch alles so ist, wie versprochen. Für die Abreise aus dem Langustensystem befördern wir deshalb per Roboterlastschiff ein Kontinentaltor in den Raum, durch das die Karnivoren-Schiffe, geführt von einem unserer Kampfdrohnen, hindurch müssen, um nach einer Reise von ca. 1000 Lichtjahren beim  LG2-Tor von MINERVA auszutreten. Dieses werden sie dann umrunden, um von der anderen Seite wieder in das gleiche einzutreten und die 50.000 lichtjahreweite Reise zum LG2-Tor der OST-Heimat zurückzulegen. Dort wiederholt sich das Spiel: Die Schiffe treten dort aus, umrunden das dortige LG2-Tor, um von der anderen Seite die restlichen 600 Lichtjahre nach ALIEN WORLDS 4-X zurück zu legen. Das Ganze wird etwa 20 Minuten dauern, dann können sich die Besatzungen der Karnivorenschiffe den Planeten anschauen. Nach ihrer Rückkehr und dem OK der Karnivorendelegation werden alle 80.000 Schiffe in 8 Etappen diese Reise zu je 10.000 Schiffen zurücklegen. Zu diesem Zweck bugsieren unsere Robottransportschiffe 5 Kontinentaltore in den Raum, die mit Positionslampen und -Elektronik ausgerüstet den Karnivorenschiffen den Weg weisen werden. Die Karnivoren verlangen aber, dass nach jeder dieser Etappen einige ihrer Schiffe als Kontrollgruppe immer wieder den Flug zum Hauptkontigent ihrer Flotte zurück vollziehen, was natürlich von unserer Seite aus voll in Ordnung geht.

Gesagt, getan. Nach etwa 20 Stunden sind damit alle Karnivorenschiffe wohlbehalten auf ALIEN WORLDS 4-X eingetroffen. Einen Teil der Flotte parken die Karnivoren im Orbit um ihre Sonne, einen Teil im Orbit um den Planeten und einen Teil im Orbit der beiden Monde des Planeten. Getreu der Deviese nicht alle Eier in einen Korb zu legen, sondern zu verteilen. 20 Prozent der Flotte landen schliesslich auf den verschiedenen Kontinenten des Planeten, um das dankenswerterweise vom Kollektiv an diesen Orten niedergelegte Baumaterial für eine Kontainerstadt in Empfang zu nehmen, so dass die Karnivorenkultur nicht ständig innerhlab ihrer beengten Schiffe leben muss. Die Karnivoren scheinen zufrieden mit der Regelung und die Langusten als auch die VPS im Langustensystem sind dann doch angenehm überrascht, dass diese ganze Angelegenheit so ohne weitere Kämpfe geregelt werden konnte. Ich bin nun auch ziemlich erschöpft, obwohl ich sagen muss, dass die Hauptarbeit der Verhandlungen von MANTANA und ihren Emergenten KIs erledigt wurde. Die Robotschiffe holen unsere Kontinentaltore wieder an Bord und ich leiste mir ein gemütliches Schaumbad mit einem Gläschen Rotwein von Aldebaran V welches ich genüsslich in der Wanne sitzend leerschlürfe.

 

CHRONIK DES SIEDLERSCHIFFES, DESSEN BESATZUNG SICH IMMER WIEDER AUFTEILT UM ALLEN BETEILIGTEN EINE CHANCE ZUR DURCHSETZUNG IHRER INTERESSSEN ZU ERMÖGLICHEN.

– VERGANGENHEIT – Teil: 8

Unter Zuhilfenahme von Fallschirmen, Ballons und jeder Menge Gurten und mittels  Atmosphärenabbremsungstechniken gelingt es die wertvolle Fracht aus dem Mutterschiff und die Gase die das Mutterschiff bei jeder Runde durch das System immer wieder in den Atmosphären der Gasriesen aufsammelt, auf die drei Planeten unbeschadet herunter zu bringen.



Neben dem Mutterschiff stellen auch die Ballons für die Kolonisierung von fremden Sonnensystemen eine Art Allzweckwaffe dar, da sie vom Mutterschiff so in eine Umlaufbahn um einen jeweiligen Kolonisten-Planeten abgeworfen werden können, dass sie sehr lange einen stabilen Orbit um den Planeten beibehalten. Dabei werden sie immer weiter abgebremst um dadurch nach und nach immer langsamer zu werden und immer tiefer in die Atmosphäre einzudringen. Das Material der Ballons ist dabei den Reibungskräften der Atmosphäre gegenüber recht widerstandsfähig. So ist bei einer Atmosphärenabbremsung nicht mit dem Verglühen zu rechnen.

Das Material hat noch einen weiteren genialen Effekt: Bei den ersten Umrundungen sorgt es dafür, dass bei Sonneneinstrahlung eine gewisse Abbremsung durch den Strahlungsdruck der Sonne von der zu Anfang 7 % Lichtgeschwindigkeit nur noch ein Hundertstel davon übrig bleibt, bis es zu den ersten echten Bremswirkungen durch die obersten sehr dünnen Teile der Atmosphäre kommt: Wenn die Ballons sich im Orbit von der Sonne wegbewegen ist das Material so gepolt, dass es statt des Abbremsungseffekts die Strahlung zu den Seiten hin ableitet. So entsteht dabei kein Beschleunigungseffekt mehr.

Die Oberfläche der Ballons nimmt dabei selbst war, ob es sich gegen die Sonnenstrahlung bewegt oder von ihr fort und bietet dann jeweils einen anderen Oberflächeneffekt, der nur eine Abbremsung und keine Beschleunigung zuläßt. Ein Hoch auf die genialen Entwickler dieser zwar unscheinbaren aber dennoch lebenswichtigen Technologie, die sich in diesem intelligentem Stoff darzustellen in der Lage ist. Beim Flug durch den Weltraum sowie beim Kolonisieren fremder Welten kommt es oft genau auf solche Kleinigkeiten an ohne die das alles nicht funktionieren würde.

HIMIKO UND MANTANA WERDEN INS SYSTEM DER LANGUSTEN GERUFEN, UM EINEN KRIEG MIT DER INVASIONSFLOTTE DER MENSCHLICHEN NACHKOMMEN AUS DEM ANDORA-SYSTEM ZU VERHINDERN

– GEGENWART – Teil: 8

Die Karnivoren befinden sich jetzt auf einem der Aussensysteme des Sternensystems der OST-HEIMAT des Kollektivs und erhalten auch bereits ihre ersten Dosen Melanin, so wie ihnen versprochen wurde. Im System der Langusten kehrt wieder Ruhe und Frieden ein und Milena macht sich bereit, mit ihrem Schiff ins ehemalige Heimatsystem der Karnivoren zu reisen, um dort mit den Wasserweltbewohnern und denen des Wüstenplaneten zu besprechen, wie das Problem mit den „KETARR“ aus der Welt geschafft werden kann. Dass die Karnivoren jetzt einen anderen Heimatplaneten haben, wissen sie auch noch nicht.

Die Koordinaten haben wir von den Karnivoren erhalten und so ist es für MARTANA ein Leichtes mit unserem Schiff ins Heimatsystem der Wasserwelter zu reisen. Wir nehmen also Kontakt mit der Wasserwelt auf und bitten diese, auch die Wüstenweltbewohner dazu einzuladen sich mit uns zu treffen. Die Wüstenweltler schlagen vor, dass wir uns auf einer der Kampfstationen treffen, die überall um den Wüstenplaneten stationiert sind. Im Inneren gibt es ein Konferezprojektionsraum, der alle Beteiligten innerhalb einer virtuellen Realität in einer künstlichen Projektion so darstellt, so dass es wirkt, als würde alle Beteiligten sich in einem grossen Besprechungsraum treffen. Als erstes schlagen wir den beiden Planetenbewohnergruppen vor mit ihrem Einverständnis in die Orbits der bewohnten Welten dieses Sonnensystem jeweils eine getarnte Orbitalstation der KIs zu positionieren, damit wir jederzeit mit den Bewohnern der Wüsten- und Wasserwelt über das Netzwerk der KIs Kontakt halten können wenn wir das System verlassen haben und im Falle eines Notfalls oder einer Invasion der „KETARR“ ihnen schnell militärische Hilfe zukommen lassen können.

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Die Bewohner sind einverstanden. Durch weitere Erklärungen unsererseits, wie die Menschheit aufgestellt ist und welche Möglichkeiten eine Hyperraumtoranbindung und eine Stationierung einer BASE samt Handelsstationen und Kuppelwelten bieten würden, versuchen wir sie zu überzeugen, auch derartigem zuzustimmen, aber sie lehnen ab. Die Wasser- wie auch die Wüstenweltbewohner betonen, dass sie eine solche Anbindung nicht wünschen würden. Wir respektieren ihre Wünsche und bieten ihnen stattdessen eine andere Möglichkeit der Zusammenarbeit an, nachdem wir bei unserer Unteredung auch das Kolektiv mit in die Runde genommen haben, die ebenfalls über das KI-Kommunikationssystem an unseren Verhandlungen teilnimmt.

Vertreter des Kollektiv äussern Interessse an den Abwehrfonds der Wüstenweltbewohner, um damit die Aussenweltsonnensysteme sicherer zu machen, die ja lediglich über einen Schutz ihrer Hauptkontinente in Form der Kontinentaltore verfügen. Die Vertreter des Kollektivs schlagen vor, den Bewohnern des Wüstenplaneten im Tausch für ihre Abwehrstationen Stadtteiltore zur Verfügung zu stellen, womit die Stationen der Wüstenweltler unangreifbar würden, weil die Schutzschirme der Stadtteiltore von Waffenfeuer nicht durchdrungen werden können. Zudem könnten die Wüstenweltbewohner ihren Planeten damit wesentlich besser schützen, denn die Tore haben den Vorteil, dass sie damit ihre Schutzstationen im Orbit ihres Planeten bei einer Auseinandersetzung direkt aus den Bereichen unter dem Wüstenboden aus ihren Herstellungswerken mittels weiterer Stadtteiltore aufmunitionieren können. Das macht einen Einsatz von Kampfraumern weitgehend überflüssig, sollte es zu einer Invasion oder Auseinandersetzung mit den „KETARR“ oder einem anderen Gegner kommen.

Die Wüstenweltler sind sehr glücklich über diesen Vorschlag, denn er kommt ihrer Intention und ihrer Phylosophie, möglichst unter der Erde ihres Planeten zu bleiben und trotzdem mit einem hervorragenden Schutzsystem present zu sein, vollends  entgegen.

Den Wasserweltbewohnern hingegen machen die Vertreter des Kollektivs das Angebot, unterhalb ihrer Wasserwelt ein wertvolles Kontinentaltor zu installieren , wodurch die Bewohner im Notfall Hilfe herbeiholen oder ihren Planeten evakuieren könnten, bzw. alle Bewohner eines zentralen Unterwasserindustrie- und Wohnbereichs mittels des Schirms, den das Kontinentaltor aufspannt, zu schützen. alle anderen Bauten und Unterwasserkonstrukte könnten dann mittels Stadtteiltore und deren Schirme geschützt werden, die ihnen das Kollektiv ebenfalls zusprechen würde. Das Kontinentaltor könnte ausserdem den Zweck erfüllen, Kontakt mit den unterirdischen Toren des Wüstenplaneten herzustellen. Zudem könnten die Wüstenweltler ihre Orbitalabwehrstationen in Teilen zerlegt an die Wasserwelt liefern, die dann diese Bauteile zusamensetzen um die fertigen Stationen mittels Kontientaltor an das Kollektiv zu liefern, wofür die Kapazität der Stadtteiltore ja nicht ausreicht, das Kontinentaltor diese Entfernung zur ALTEN HEIMAT des aber schon zu rückzulegen in der Lage ist. Auch hier kommt es letztlich mit allen Beteiligten zum Konsens und nun ist es mein Wunsch nachdem diese Punkte nun geklärt sind, sich letztlich der Angelegenheit des „KETARR“-Problems zu widmen, was allgemeine Zustimmung hervorruft. Wie das weitergeht, darüber berichte ich im nächsten Teil.

(Weiter zum nächsten Teil)

Buchtipp der Redaktion zum Thema Space Opera:

 

Achtung – Riggs an Bord! (Kartoniert)
Die Abenteuer der „Sultan of Rock“
von Spyra, Sabine

Verlag: Books on Demand
Medium:  Buch
Seiten:  204
Format:  Kartoniert
Sprache:  Deutsch
Erschienen:  August 2005
Maße:  194 x 124 mm
Gewicht:  221 g
ISBN-10:  3833434007
ISBN-13:  9783833434006

Beschreibung
Stellen Sie sich vor, Sie sind eine Frachterpilotin, und ein daher gelaufener Multimilliardär schnappt Ihnen just in dem Moment Ihr Schiff vor der Nase weg, in dem Sie die hart erarbeiteten Credits dafür zusammen haben.Captain Nova Jones ist außer sich vor Wut als Reeve Riggs sich ihre ,Sultan of Rock‘ samt Besatzung unter den Nagel reißt, um mit ihr vor seiner ebenso reichen wie tyrannischen Mutter zu fliehen. Ehe es sich Captain Jones versieht, hat sie nicht nur ein verwöhntes Muttersöhnchen am Hals, sondern auch noch eine Horde chaotischer Söldner, die im Auftrag von Riggs‘ Mutter hinter der ,Sultan of Rock‘ herjagen. Aber eine Frachterpilotin wie Captain Nova Jones lässt sich von solchen Kleinigkeiten nicht beeindrucken und setzt alles daran, ihre heiß geliebte ,Sultan of Rock‘ zurück zu bekommen …!

Autor
Sabine Spyra wurde 1975 in Nürtingen geboren. Sie spielt in ihrer Freizeit Schlagzeug und schreibt Geschichten aus dem Bereich Science Fiction, Fantasy und Horror.Achtung – Riggs an Bord! ist ihr erster Roman. Der Nachfolgeroman Der Hyperraum-Schläfer ist 2013 erschienen. Weitere Romane sind in Vorbereitung.

Titel erhältlich bei Amazon.de
Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de
Titel erhältlich bei ebook.de

Updated: 18. Juni 2017 — 13:01

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  1. „RICHTIG, WENN SIE DAMIT IN DAS SYSTEM DER „KETARR“ FLIEGEN WÜRDEN UND SICH DORT DEM POTENTIELLEM FEIND STELLEN UND DIESEN BEKÄMPFEN WÜRDEN. ALLERDINGS WAREN ES ZU DIESEM ZEITPUNKT 100.000 ANGRIFFSSCHIFFE UND NICHT 80.000.“

    „RICHTIG, WENN SIE DAMIT IN DAS SYSTEM DER „KETARR“ FLIEGEN, SICH DORT DEM POTENTIELLEM FEIND STELLEN UND DIESEN BEKÄMPFEN WÜRDEN. ALLERDINGS WAREN ES ZU DIESEM ZEITPUNKT 100.000 ANGRIFFSSCHIFFE UND NICHT 80.000.“

    „Aha, ich verstehe, die Diferenzen entstand wohl durch das Aufeinandertreffen der Karnovoren mit den „KETARR“?

    „Aha, ich verstehe. Die Differenzen entstanden wohl durch das Aufeinandertreffen der Karnovoren mit den „KETARR“?

    DIE „KETARR“ SCHOSSEN ALLERDING ZURÜCK.

    DIE „KETARR“ SCHOSSEN ALLERDINGS ZURÜCK.

    DIE ETWA DOPPELTE ANZAHL WURDEN DABEI NOCH ZUSÄTZLICH BESCHÄDIGT BLIEBEN ABER MANÖVERIERFÄHIG ODER STIESSEN IHRE RETTUNGSSONDEN AUS.

    DIE ETWA DOPPELTE ANZAHL WURDEN DABEI NOCH ZUSÄTZLICH BESCHÄDIGT, BLIEBEN ABER MANÖVRIERFÄHIG ODER STIESSEN IHRE RETTUNGSSONDEN AUS.

    DIE DER „KETARR“ WAREN DABEI ETWAS UMFANGREICHER, DA EIN SCHIFF DER FREMDEN ETWA 60 PERSONEN BESATZUNG HABEN SOLLEN WOGEGEN DIE KARNIVORENANGRIFFSCHIFFE BLOS 18 BESATZUNGSMITGLIEDER BESITZEN

    DIE DER „KETARR“ WAREN DABEI ETWAS UMFANGREICHER, DA EIN SCHIFF DER FREMDEN ETWA 60 PERSONEN BESATZUNG HABEN SOLLTE, WOGEGEN DIE KARNIVORENANGRIFFSCHIFFE BLOS 18 BESATZUNGSMITGLIEDER BESITZEN

    Zusätzlich: Was war umfangreicher? Oder ist zahlreicher gemeint? Bezug zufügen oder Wort ersetzen.

    ZWEI PILOTEN EINEN TECHNIKER UND NAVIGATOR UND DREI BORSCHÜTZEN IN JEWEILS DREI SCHICHTEN, DIE ABWECHSELND DIENST TATEN

    ZWEI PILOTEN, EIN TECHNIKER, EIN NAVIGATOR UND DREI BORDSCHÜTZEN IN JEWEILS DREI SCHICHTEN, DIE ABWECHSELND IM DIENST SIND.

    DIE KAMPLATTFORMEN DER „KETARR“ SIND DERMASSEN GEFÄHRLICH, DASS SCHNELL MAL EINIGE TAUSEND SCHIFFE DER KARNIVOREN ABGESCHOSSEN WURDEN, WOBEI DEREN ABSCHUSSRATE SICH WEITERHIN IM HUNDERTERBEREICH BEFANDEN, ALLERDINGS KEINE PLATTFORMEN, DAVON ERWISCHTE ES NUN KEINE EINZIGE MEHR.“

    Hä?

    „Was meinst du, lag es daran, dass die Armada der Karnivoren eine Generation älter waren als die aktuellen Schiffe der Wasserweltler“

    „Was meinst du, lag es daran, dass die Armada der Karnivoren eine Generation älter war als die aktuellen Schiffe der Wasserweltler“

    „RICHTIG, ECHT BLÖD FÜR SIE. JETZT ZEIGT SICH, DASS IHR VERHALTEN DAS SIE DAZU BEWOG, IHRE ANFÄNGLICHE GLÜCKSSTRÄHNE MIT DEM BEZWINGEN UND VERZERREN DER EIGENEN ART, NICHT EWIG SO WEITERLAUFEN KONNTE UND SICH EIN SOLCH UNSOLIDARISCHES VERHALTEN IRGENDWANN RÄCHEN WÜRDE.“

    „RICHTIG, ECHT BLÖD FÜR SIE. JETZT ZEIGT SICH, DASS IHR VERHALTEN, DAS SIE DAZU BEWOG IHRE ANFÄNGLICHE GLÜCKSSTRÄHNE MIT DEM BEZWINGEN UND VERZEHREN DER EIGENEN ART, NICHT EWIG SO WEITERLAUFEN KONNTE UND SICH EIN SOLCH UNSOLIDARISCHES VERHALTEN IRGENDWANN RÄCHEN WÜRDE.“

    Blöd ist Stilbruch.

    ändert aber nichts an der jetztigen Situation,

    ändert aber nichts an der jetzigen Situation,

    „Ich denke, wir sollten den Karnivoren geben, was sie benötigen und zwar auf eine Art, die sie für uns kontrollierbar werden läßt.“

    „Ich denke, wir sollten den Karnivoren geben, was sie benötigen und zwar auf eine Art, die sie für uns kontrollierbar werden lässt.“

    „WIE SOLL DASS DENN GEHEN?“

    „WIE SOLL DAS DENN GEHEN?“

    CHRONIK DES SIEDLERSCHIFFES, DESSEN BESATZUNG SICH IMMER WIEDER AUFTEILT UM ALLEN BETEILIGTEN EINE CHANCE ZUR DURCHSETZUNG IHRER INTERESSSEN ZU ERMÖGLICHEN.

    CHRONIK DES SIEDLERSCHIFFES, DESSEN BESATZUNG SICH IMMER WIEDER AUFTEILT, UM ALLEN BETEILIGTEN EINE CHANCE ZUR DURCHSETZUNG IHRER INTERESSSEN ZU ERMÖGLICHEN.

    Dreh- und Angelpunkt ist nun das grosse Mutterschiff, das für alle drei Gruppen die Materialien von den Gasplaneten heranschafft, die so dringend gebraucht werden um diese Welten urbar zu machen, und die sind von völlig verschiedener Natur.

    Dreh- und Angelpunkt ist nun das große Mutterschiff, das für alle drei Gruppen die Materialien von den Gasplaneten heranschafft, die so dringend gebraucht werden, um diese Welten urbar zu machen, und die sind von völlig verschiedener Natur.

    Was ist von völlig verschiedener Natur? Bezug nicht ganz klar.

    In den Tanks aller Pulkschiffe der drei Gruppen, die alle immer mit gleicher Geschwindigkeit aber von verschiedener Größe und mit verschieden großen Tanks ausgestattet sind

    In den Tanks aller Pulkschiffe der drei Gruppen, die alle immer mit gleicher Geschwindigkeit, aber von verschiedener Größe und mit verschieden großen Tanks ausgestattet sind,

    Zudem kann man eine der vielen Ballons,

    Zudem kann man einen der vielen Ballons,

    sind die Zeitabstände, die dabei vergehen,

    sind die Zeitabstände die dabei vergehen,

    Verhaltensindex

    index oder nicht eher kodex?

    „Da hast du aber clever geschlussfolgert, genau so habe ich das von dir erwartet: Die grosse Menge an Menschen aus dem VPS-Bereich bringt es mitsich, dass dem Kollektiv nun beim Kristallisieren von Bewusstseinen genügend menschliche Biomasse zur Verfügung stehen dürfte

    „Das hast du aber clever geschlussfolgert, genau so habe ich das von dir erwartet: Die große Menge an Menschen aus dem VPS-Bereich bringt es mit sich,

    Weiter bin ich nicht gekommen, zu wenig Zeit.

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