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DAS 6. ABENTEUER DER MILENA HIMIKO KOMORE – Episodengeschichte (Teil 21) von Felis Breitendorf & Conchita Mendés

DAS SECHSTE ABENTEUER DER MILENA HIMIKO KOMORE

Episodengeschichte (Teil 21)

von Felis Breitendorf & Conchita Mendés

Lektorat: Detlef Hedderich / Schlusslektorat: Günter Maria Langhaus

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(Zum vorherigen Teil 20)

CHRONIK DES SIEDLERSCHIFFES, DESSEN BESATZUNG SICH IMMER WIEDER AUFTEILT UM ALLEN BETEILIGTEN EINE CHANCE ZUR DURCHSETZUNG IHRER INTERESSSEN ZU ERMÖGLICHEN.

– VERGANGENHEIT – Teil: 1

Der Streit um SERA IV, auf dem viele der Beteiligten wegen der harten Strahlung der dortigen Sonne nicht siedeln wollen.

 


Es sind die Verantwortlichen des Mutterschiffs, die sich dazu entschlossen haben -, trotz der eigentlich zu hohen und zu harten UV-Strahlung der Sonne und des fehlenden Schutzes, wie etwa eine Ozonschicht oder ähnlichem – auf diesem Planeten, SERA IV, eine Kolonien zu gründen. Wir anderen haben uns dagegen ausgesprochen, sind auch zahlenmäßig stärker. Aber die Gegenseite bleibt stur. Zuerst versuchen einige von uns, die anderen davon zu überzeugen, dass die Sonne eine jedwede Kolonisierung unmöglich machen würde, dass es zu Mutationen kommen kann, die letztlich ein Ende der gesamten Kolonien bedeuten würde.

Auch hat sich herausgestellt, dass SERA IV zusätzlich noch ein recht schwaches Magnetfeld besitzt und die Sonne starke Sonneneruptionen ausstößt. Alles zusammengenommen genügend Gründe hier nicht zu siedeln. Doch die Verantwortlichen wollen von all dem nichts wissen. Sie erklären uns anderen, dass man mit Sicherheit Lösungen für alle diese Probleme finden werde. Der Vorteil der sauerstoffreichen Atmosphäre, der Gravitation von 0,98 G und der 25,4 Stunden-Rhythmus des Tag- und Nachtwechsels sei einfach zu bedeutend; und wohl auch zu verführerisch, um ansonsten noch vernünftigen Argumenten zugänglich zu sein.

Der Versuch einer Meuterei, um die anderen dazu zu zwingen, SERA IV hinter uns zu lassen, endet schließlich blutig, doch die Schiffsführung kann sich durchsetzen. Der Anschlag der Weigerer bringt auf beiden Seiten mehrere Tote und Verletzte. Letztlich kann man sich dann doch noch auf einen Kompromiss einigen, dass alle diejenigen, die auf SERA IV siedeln möchten, dies auch tun dürfen. Die anderen bekommen das Mutterschiff, das noch immer mit Höchstgeschwindigkeit unterwegs ist in diesem Sonnensystem. Nachdem dann 1/4 aller Landungsboote und -Fähren vollgestopft wurden mit allen nur erdenklichen Vorräten des Mutterschiffs, soll dieses uns anderen im Anschluss überlassen werden.
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Planetare Ozonschicht:

Die Ozonschicht ist ein Bereich erhöhter Konzentration des Spurengases Ozon (O3) in der […]Atmosphäre, hauptsächlich in der unteren Stratosphäre. Es entsteht dort aus dem Luftsauerstoff, indem dessen Moleküle O2 durch den energiereichsten Anteil des Sonnenlichts (UV-C) zu Sauerstoffatomen gespalten werden. Die Atome verbinden sich dann sofort mit je einem weiteren O2 zu O3. Ozon selbst ist viel lichtempfindlicher als O2. Es absorbiert UV-C und UV-B und schützt damit Pflanzen, Tiere und Menschen vor Strahlenschäden. Wenn ein Ozon-Molekül ein UV-Photon absorbiert, wird es zwar gespalten, aber in den allermeisten Fällen bildet das freigesetzte O-Atom sofort wieder Ozon. Nur die Ausnahmen, hauptsächlich O + O3 2 O2, bedeuten einen Verlust von Ozon. Ozon hat großen Einfluss auf die Temperatur der Stratosphäre, einerseits über die UV-Absorption, andererseits ist es als gewinkeltes Molekül IR-aktiv und strahlt damit Wärme in den Weltraum ab.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Ozonschicht

Planetare Magnetfelder:
Ein Planet ist einem ständigen Strom energiereicher Teilchen von seiner Sonne ausgesetzt, dem Sonnenwind. Durch das Magnetfeld werden die meisten dieser Teilchen um einen Planeten herumgelenkt. Näher am Planeten ähnelt das Magnetfeld des einen Stabmagneten. Weiter vom Planeten entfernt jedoch wird es durch die Wechselwirkung mit dem Sonnenwind verformt. Er staucht die Feldlinien auf jener Seite zusammen, die der Sonne zugewandt ist, und zieht sie auf der abgewandten Seite zu einem langen Schweif aus. Die Sonnenwindteilchen folgen diesen Feldlinien. Ein ausreichend starkes Magnetfeld lenkt den größten Teil des Sonnenwindes um einen Planeten herum, wo er keinen Schaden mehr anrichten kann. Ein planetares Magnetfeld schützt nicht nur unmittelbar vor dem Sonnenwind. Es verhindert auch, dass dieser die Atmosphäre langsam  abbaut.
Quelle: https://www.mps.mpg.de/442677/17Die-Magnetfelder-der-Planeten.pdf

 

HIMIKO UND MANTANA WERDEN INS SYSTEM DER LANGUSTEN GERUFEN, UM EINEN KRIEG MIT DER INVASIONSFLOTTE DER MENSCHLICHEN NACHKOMMEN DER SIEDLER AUS DEM ANDORA-SYSTEM ZU VERINDERN

– GEGENWART – Teil: 1

Aus der Not geboren

Karnivornen-Raumschiff fliegt in Hyperraumtor

* * *

Zur allgemeinen Lage: Milena wird in das System der Langustenkultur gerufen, in der inzwischen ein Hyperraumtor und eine BASE-STATION mit BASE-RING und BASERINGPLATTFORMEN mit BASERINGPLATTFORMKUPPELWELTEN im Aufbau sind.

Zeichnung BASERINGPLATTFORMEN mit Kuppeln und Containern und Schlepper

Dort hat sich eine der VPS bislang unbekannte Lebensform aus den Randbereichen vorgekämpft, einige Langusten-Horchposten als auch einige Langusten-Patrouillenschiffe zerstört.

Als das Volk der Langusten schließlich die VPS zu Hilfe ruft, beginnt diese mittels ihrer BASE, die sie in diesen Bereich per Quantensprungantrieb verbringen lässt, eine Verteidigungsbarriere aufzubauen. Daran beteiligt sind viele grosse VPS-Trägerschlachtschiffe, beladen mit Unmengen an Jägerdrohnen, Fernlenkgeschossen, Raummienen und Kampfjägern. So kann die Attacke der Angreifer vorerst zum Stillstand gebracht werden. Die Angreifer scheinen verunsichert zu sein, obwohl sie mit einer sehr großen Invasionsflotte von etwa 80.000 Angriffsschiffen in das System der Langusten eingefallen sind.

Erste Angriffswelle der Karnivoren

Milena wird sofort dort hin gerufen, weil es hier offenbar ein Problem gibt, dass sie am besten klären kann, so die Verantwortlichen der VPS. Die Eindringlinge sind sogenannte Andoraner, auch „Karnivoren“ genannt, wie sie sich selbst nennen. Sie stammen aus dem ANDORA-System, dass sich in einigen Lichtjahren Entfernung befindet. Nachdem die Emergenten KIs die Sprache der Andoraner gelernt haben und Milena nun die Übersetzung des Dialogs mit diesen vorgelegt wird, stellt sich heraus, das die Andoraner aus einer Notlage heraus handeln. Ihre weitere Existenz ist davon abhängig, dass sie eine größere Menge an menschlichen Zirbeldrüsen auftreiben können, um zu überleben. Ihre eigenen Gehirne wachsen ohne dieses Organ, und sie können deswegen das dort produzierte Melatonin nicht selbst herstellen. Ursache ist das kannibalische Verhalten dieser Spezies: Durch das Verspeisen ihrer Artgenossen, die diese Drüse noch besaßen, wurde von der Natur offensichtlich die Entwicklung dieser Drüse bei den Nachkommen als überflüssig angesehen. Ohne das dort produzierte Hormon sind die Karnivoren jedoch nicht mehr zeugungsfähig und viele von ihnen leiden inzwischen auch an einer Vielzahl anderer Erkrankungen, die ebenfalls durch das fehlende Melatonin ausgelöst wird. Und nun ist daraus eine Notlage geworden, die über ihr weiteres Überleben als gesamtes Volk entscheidet …

 

 

Milena erfährt, dass es sich bei den Karnivoren um einen Teil der ehemaligen menschlichen Kolonisten handelt, die vor Jahrhunderten nicht auf dem Langusten-System siedeln wollten, da sie genau das befürchteten, was dann dort tatsächlich auch geschah: Dass die menschlichen Siedler durch den zu hohen Anteil an Strahlung der hiesigen Sonne und einem unzureichenden Schutz dagegen degenerierten und die eigentlich als Nahrung in den Küstengebieten ausgesetzten Langusten schließlich die dominante Lebensform auf dem Planeten wurden. Da die Gehirne der Krustentiere besser vor der Sonneneinstrahlung geschützt waren, die Strahlung gleichzeitig viel Entwicklungspotential freisetzte, erreichten die Langusten über Jahrhunderte hinweg einen enorm hohen Entwicklungstand. Dieser versetzte sie in die Lage, die von den Siedlern mitgeführten Unterlagen einlesen zu können und auf den Resten der technischen Geräte eine einzigartige neue Kultur aufzubauen. Die Langusten ernährten sich zuerst ausschließlich von den vielen anderen Krustentieren und Fischen, die die Menschen zuvor in den seichteren Küstengebieten auf dem Planeten als Nahrungsgrundlage für sich selbst ausgesetzt hatten.
.LANGUNENSTADT DER LANGUSTEN schmal

Irgendwann jedoch kam der Moment, an dem die Langusten die Menschen, die inzwischen versteckt in Höhlen ihr Dasein fristeten, entdeckten. Zuerst konnten sie deren Existenz nicht gleich zuordnen, bis ein Streit unter den Langusten entstand, bei der die eine Hälfte behauptete, die Menschen wären einmal ein raumfahrendes Volk gewesen und auf diesem Planeten gestrandet. Die andere Hälfte bieb hartnäckig bei ihrer Vorstellung, die gefundenen Menschen wären eine Tierart, die auf dem Planeten aufgewachsen sei. Was auch immer richtig gewesen sein mochte, sie fingen daraufhin an, sich an den inzwischen degenerierten Menschen als Nahrungsquelle zu bedienen. Dabei wurde das zarte Fleisch der Säuger für die Krebstiere zur wahren Delikatesse und zu einem Statussymbol, was schließlich die Kultur der Langusten auf seltsame Weise zu bestimmen schien. Die inzwischen in Höhlen hausenden Menschen wurden daraufhin zur Grundlage von Züchtungen der herrschenden, politisch mächtigen Langusten, die sich in Folge technisch immer weiterentwickelten und daraufhin den gesamten Planeten bevölkerten. Schließlich wurden die Menschen von den  verschiedenen Langustenclans eifersüchtig isoliert, beschützt und in geheimen Zuchtstätten über den Planeten verteilt, so dass dieser Umstand allzu oft der Grund für sinnlose Kriege und andauernden Scharmützel unter den Langustenparteien wurde. Nachdem die Langusten, die niemals in einer gemeinsamen Regierung den Planeten beherrschten, auch noch die Raumfahrt entwickelten, da weitere Unterlagen ihrer früheren Herren auftauchten und diese technischen Innovationen dies möglich machten, weitete sich der Bürgerkrieg immer stärker aus, um am Ende sogar weit entfernte Monde, Stationen und Weltraumstädte mit einzubeziehen.

..

Die weiteren Schilderungen stammen aus der Feder der VPS-Argentin Milena Himiko Komore, zusammen mit der Emergenten KI ihres Mantaraumers, Mantaraumers, den Verantwortlichen Vertretern der VEREINTEN PLANETENSYSTEME:

Viele Jahrhunderte später wurde das System von uns Menschen, in Form meiner Person, meinem Raumschiff und meiner KI-Freundin, die Teil des Schiffes ist und dieses befehligt, wieder entdeckt. Die degenerierten Menschen wurden von uns befreit und die Langusten über den wahren Sachverhalt aufgeklärt, wer einmal wessen Herr war. Schließlich hat man sich einigen können: Die degenerierten Menschen wurden fortgebracht, damit sie in einem anderen Sonnensystem die Chance erhielten, ihre Entwicklung wieder umzukehren. Den Langusten mussten wir das Versprechen abringen, niemals wieder Menschen als Nahrung zu verwenden und dafür erhielten sie als Belohnung einen Anschluss an das Hyperraumtorsystem, das von den Emergenten KIs im Auftrag der VPS betrieben wird. Gleichzeitig stationierte die VPS eine riesige BASE, die als 500 km durchmessende Station diesem Sonnensystem Schutz und den Anschluss an das VPS-Imperium sicherte. An die BASE ist ein System angegliedert, auf dem sich Handels- und Reparaturplattformen für Raumschiffe befinden.

Auf diesen können Menschen und Langusten zusammen agieren, wozu auch die unter den Plattformen angebrachten  Kuppelwelten diese Vision wahr werden lässt. In den meisten dieser Kuppelwelten leben zur Zeit Menschen, aber zwei davon sind auch für die Mitglieder der Langusten-Kultur konzipiert worden. Dadurch wird offensichtlich nun auch unter den Langusten Interesse an diesen Welten evoziert. Das ganze Gebilde umkreist in einem sehr engen Orbit die heimische Sonne und nutzt so die Energie des Gestirns voll aus. Das spezielle Kettenglas der Kuppeln und das Material der Plattformen ist aus verschieden Schichten von organischem und nichtorganischem Material gefertigt. Dadurch wird die Durchlässigkeit in einer Weise geregelt, dass ein Leben in den Kuppeln und Bauten möglich ist. Sowohl die Reparatur- und Handelsplattformen als auch die gläsernen Kuppeln der künstlichen Welten sind aus einem Materialmix gefertigt, das u.a. aus Bestandteilen der MANTAROCHEN-SCHIFFE besteht, so dass das ganze Gebilde bei einem Angriff von außen automatisch in einen Tarnmodus überwechselt; es wechselt dabei in eine Art Blase des Quantenraums. So sind die BASE-Stationen samt Anbauten vor jeglichem bekannten  Waffeneinsatz und auch vor dem hohen Strahlungsdruck der Sonne jeder Zeit geschützt. Das gilt übrigens auch für alle VPS-MANTA-SCHIFFE, die als Heim und Quelle der Emergenten KIs fungieren genauso wie deren getarnte ORBITAL-STATIONEN. Der Schutz der Emergenten KIs und somit der VPS-Verteidigung über den gesamten Menschenraum ist somit gesichert.

Zeichnung BASERINGPLATTFORMEN mit Kuppeln und Containern und Schlepper:

Dies alles ist für uns beide, meine KI-Partnerin MANTANA und mich, nur zu deutlich in Erinnerung. Wir waren es, die das damals in diesem Sonnensystem alles losgetreten hatten, als wir die degenerierten Menschen retteten und auch den Aufbau der BASE mit ihren Komponenten zeitlich betreuen und begleiten durften. Dabei konnten wir viele Fragen der Langustenkultur beantworten, da sie ja unsere beiden AVATARE als Kontaktpersonen kennengelernt und geschätzt hatten.

Alle nun folgenden Informationen stammen aus den Aufzeichnungen der Vorfahren der Andoraner, die uns bzw. den Emergenten KIs übermittelt wurden und mir nun im Weiteren von meiner eigenen KI-Freundin MANTANA übersetzt und als Berichtsgrundlage zur Verfügung gestellt wird.

Mit diesen Überlieferungen wollen uns die Karnivoren verständlich machen, dass sie eigentlich nicht auf einen Krieg aus sind. Stattdessen beschreiben sie, wie es um ihre Lage bestellt ist, wie alles anfing und wie es damals vor hunderten von Jahren mit dem Siedlerschiff weitergegangen war:  Nachdem sich die abgespaltenen Siedler in ein drei Sonnensysteme entferntes System durchgekämpft hatten, stießen sie dort auf sehr gute Lebensbedingungen. Es wurden ihnen gleich drei Welten geboten, auf denen sich Menschen niederlassen konnten: Eine der Welten war eine Wasserwelt, eine andere eine Wüstenwelt. Der dritte Planet der sich hauptsächlich von Urwäldern bewachsen zeigte, verfügte allerdings über eine hochgiftige Atmosphäre, die ein menschliches Leben im Freien unmöglich machte.

Die Siedler teilten sich in der Folge in drei Gruppen auf, bevölkerten die drei Planeten in Bereichen von abgeschlossenen Glas- und Kuppelbauten. Die einen waren tief unter dem Wüstenboden, die anderen auf und unter dem Meer des Wasserplaneten und die dritten wurden inmitten der Dschungelwelt gebaut.

Nach einer ganzen Weile entwickelten sich die drei Gruppen sehr unterschiedlich, zum Teil in jeweils andere Richtungen, was auch körperliche, politische und gesellschaftliche Veränderungen mit sich brachte. Auf dem Urwaldplaneten fing man zu dieser Zeit an, einige der Nachkommen genetisch so zu verändern, dass ein Teil der neugeborenen Kinder auch ohne Atemmasken sich im Freien aufzuhalten lernten. Dabei entstand aus diesen Menschenabkömmlingen eine total neue Form von Lebewesen; sie ernährten sich hauptsächlich von planetaren tierischem Eiweiß, welches sie sich anfänglich in den Urwäldern erjagten. Dadurch auf den Fleischgeschmack gekommen und sich immer besser an die Atmosphäre anpassend, durchliefen sie irgendwann eine seltsame Verwandlung, wurden äußerlich den anderen Menschen immer unähnlicher und zeigten einige eher reptilienartige Züge.

Das Ganze gipfelte schließlich darin, dass diese Siedlernachkommen auch die Mitglieder der eigenen Art, die diese Wandlung nicht mitmachten, als Teil ihres Speiseplans zu betrachten anfingen. Erst geschah das heimlich und später ganz offen. Irgendwann waren diese veränderten fleischfressenden Mitglieder der neuen Menschenart des Lebens in den Glaskuppeln überdrüssig. Sie zogen dort aus, um sich eigene Behausungen tiefer im Dschungel zu bauen. Schnell fanden sie Gefallen daran, den gesamten Planeten in Besitz zu nehmen, auszubeuten und zu terrorisieren. Als die unveränderten Menschen, die noch immer in Kuppelbauten lebten, sich dagegen zur Wehr setzten, wurden sie von der neuen Menschenform im Laufe der Jahre immer öfter angegriffen und getötet. Doch als am schlimmsten empfanden es die nichtveränderten Menschen des Dschungelplaneten, dass die Fleischfresser (die Karnivoren-Menschen) die Nichtveränderten nicht einfach nur töteten sondern anschließend auch Gefallen daran fanden, diese genüsslich und in rohem Zustand zu verspeisen. Dieser Tabubruch war dann einfach zuviel und so kam es zu einem über Jahrhunderte dauernden Bürger-Krieg, bei dem die Karnivoren nach und nach die Oberhand gewinnen konnten. Vereinzelte Nichtveränderte flohen in der Folge als asylsuchende zu den anderen Menschen auf die Wasserwelt und zur den Wüstenweltbewohnern.

 

CHRONIK DES SIEDLERSCHIFFES, DESSEN BESATZUNG SICH IMMER WIEDER AUFTEILT UM ALLEN BETEILIGTEN EINE CHANCE ZUR DURCHSETZUNG IHRER INTERESSSEN ZU ERMÖGLICHEN.

– VERGANGENHEIT – Teil: 2

Der Streit um SERA IV wird mittels eines Kompromisses gelöst, so dass trotz der harten Strahlung der Sonne, ein Teil der Siedler ihre neue Heimat gefunden zu haben glauben.

Einige größere Beiboote, die eigens noch einmal selbst über Landefähren verfügten, behalten einen Kurs innerhalb des Planetenorbits bei, einige sogar innerhalb des Sonnensystems. Sie sollen dort für den Notfall eine Fähre zu einem der drei Standorte runter schicken oder Treibstoffe und Gase von den äußeren Gasplaneten heranschaffen Das Mutterschiff mit den Weigerern ist jetzt um  etrwa 25 % seiner Fracht an Beibooten erleichtert. Es ist immer noch mit der Anfangsgeschwindigkeit unterwegs und tritt schließlich in den Hyperraum ein. In der Zeit des Wartens ist es den Verbliebenen gelungen, mit einigen  neuen Ideen den Hyperraumkonverter wesentlich  funktionstüchtiger, effizienter, langlebiger und zuverlässiger zu machen. Sie machen sich auf um nun auch selbst ihr Glück in einem anderen System zu finden.

 

Sprungschiffe, die Sprunggeneratoren an Bord haben, verbrauchen bei einem Hyperraumsprung (ebenfalls) Energie. Diese wird jedoch von den an Bord befindlichen Fusionsreaktoren geliefert, die das Sprungtriebwerk speisen, welches das Schiff in den Hyperraum befördert. Für diesen Zweck muss das Schiff ja nicht [unbedingt weiter] beschleunigt werden. Nach einem Hypersprung müssen sich die Energiespeicher jedoch erst wieder aufladen, ehe ein neuer Hypersprung unternommen werden kann. Es ist eine besondere Eigenschaft des Hyperraums, dass ein Raumschiff unseres Kontinuums in dieser fremdartigen Dimension nicht mehr beschleunigen kann. Daher ist es wichtig, dass ein Raumschiff vor der Aktivierung seines Sprungtriebwerkes eine möglichst hohe Eigengeschwindigkeit innehat, so dass sich dieses Momentum – um eine Vielfaches potenziert – im Hyperraum fortsetzt.
Quelle: http://www.geocities.ws/TimesSquare/Dungeon/6109/adast17.htm

 

HIMIKO UND MANTANA WERDEN INS SYSTEM DER LANGUSTEN GERUFEN, UM EINEN KRIEG MIT DER INVASIONSFLOTTE DER MENSCHLICHEN NACHKOMMEN AUS DEM ANDORA-SYSTEM ZU VERHINDERN

– GEGENWART – Teil: 2

Auf der Suche nach anderen Menschen

Die weiteren Schilderungen werden im Dialog zwischen der VPS-Agentin Milena Himiko Komore und der Emergenten Künstlichen Intelligenz dargestellt. Letztere steuern das gemeinsame Mantarochenschiff und verfügen selbst über alle Daten, die die anderen Emergenten KIs in diesem Sonnensystem von den Karnivoren in Erfahrung gebracht hatten. Als Wortführerin ist sie auch mit den Wortführern der Karnivoren verbunden, wenn auch eine Vielzahl weiterer Karnivoren den anderen Emergenten KIs Rede und Antwort stehen. Auf diesen Datenaustausch hatte man sich mit den Karnivoren nun geeinigt. Es geht dabei um eine große Datenmenge, und die Karnivoren wollen so ihre Bereitschaft zeigen, nach anderen Möglichkeiten zu suchen als die eines gegenseitigen Vernichtungskrieges zwischen den Flotte der Karnivorenschiffe und der VPS.

Ich bin mir sicher, dass meine Partnerin, wie ich selbst auch, den erfahrenen Zusammenhängen eine gewisse Ironie nicht absprechen kann. Skurril genug ist es ja, dass die Langusten die Menschen, denen sie als Nahrung dienen sollten, diese nun selbst als Delikatesse züchteten. Nun stellte sich heraus, dass sich auch andere menschliche Siedler in Kannibalen verwandelt hatten.

„Frag doch bitte die Sprecher der Andoraner, warum sie eigentlich in dieses System hier zurückkehrten, wo doch ihre neue Heimat für sie viel bessere Lebensbedingungen zu bieten hatte!“

Nachdem meine Partnerin MANTANA diese Frage übersetzt und die Antwort wiederum  für mich zurückübersetzt, erklärt sie:

„HIMIKO, DIE ANDORANER HOFFTEN DARAUF, HIER IN DIESEM SONNENSYSTEM WIEDER AUF DIE URSPRÜNGLICHEN NACHKOMMEN DER DAMALIGEN SIEDLER ZU TREFFEN.“
Karnivornen-Kampfjäger

„Um was zu tun?“

Wieder dauert es einige Zeit, offenbar sind sich die Sprecher bezüglich der Beantwortung meiner Frage nicht immer einig. Oder sie überlegen, was sie bereit sind preis zu geben und was nicht. Dann kam die Antwort übersetzt von meiner Partnerin:

„HIMIKO, BLEIB BITTE GANZ RUHIG! DIE SPRECHER SIND SICH NICHT GANZ SICHER, OB SIE WIRKLICH EHRLICH ANTWORTEN SOLLEN, ENTSCHIEDEN SICH DANN ABER DOCH DAFÜR. IHRE ANTWORT AUF DEINE FRAGE LAUTET: SIE SIND ZURÜCKGEKEHRT, UM EINEN TEIL DER MENSCHEN ZU VERSPEISEN UND EINEN ANDEREN TEIL ZU KAUFEN. UND WENN DAS NICHT MÖGLICH IST, WOLLEN SIE EINE GENÜGEND GROSSE MENGE AN MENSCHEN ENTFÜHREN UND IN EIN ANDERES NOCH UNBEKANNTES SYSTEM VERSCHLEPPEN.“

„ … um sie dann später an diesem unbekannten Ort genüsslich ebenfalls zu verköstigen?“

„EIGENTLICH, UM SIE DORT ALS GRUNDLAGE EINES ZUCHTPROGRAMMES ZU VERWENDEN.“

„Aha, dann können sie bestimmt noch einige Langusten gebrauchen,“ (Ironischer Unterton) „die ihnen als Züchter zur Hand gehen; die verstehen sich ja auch hervorragend darauf.  Mir wird die Logik da nicht ganz klar: Wenn auf den anderen Planeten des Systems, aus dem sie nun stammen, selbst noch Menschen leben, warum machen sie sich dann die Mühe und nehmen eine Reise von über einem Jahr alleine für den Flug hierher auf sich. Und das auch noch mit einer solch riesigen Angriffsarmada. Das kann doch keinesfalls wirtschaftlich sein.“

„DAS GANZE BEWERTEN DIE ANDORANER INZWISCHEN SELBST ALS UNWIRTSCHAFTLICH. ABER AUS IHRER SICHT WAR ES UNUMGÄNGLICH, HATTEN SIE DOCH GAR KEINE ANDERE WAHL. TATSÄCHLICH HABEN SIE JA SCHON JAHRHUNDERTE DAMIT ZUGEBRACHT, DIE MENSCHEN IHRES PLANETEN, DIE UNVERÄNDERLICHEN, ZU JAGEN, ZU TÖTEN UND ZU VERSPEISEN.“

„Jetzt sag nicht, dass sie daran auch noch eine besondere Freude hatten, außer dem Verspeisen?“

„MOMENT. SIE SAGEN, DASS ES SICH FÜR SIE IM LAUFE DER JAHRHUNDERTE SCHON ZU SO ETWAS WIE EINER PASSION ENTWICKELT HAT. ALSO ALLES ZUSAMMEN GENOMMEN: DAS JAGEN, DAS HÄUTEN BEI LEBENDIGEM LEIB, DAS GENÜSSLICHE ZERBEISSEN DER HAUPTSCHLAGADER, DAS TRINKEN DES BLUTES UND ANSCHLIESSEND DAS ZERREISSEN UND FRESSEN DES ROHEN FLEISCHES DER MENSCHEN, BIS HIN ZUM VERKÖSTIGEN DER ZIRBELDRÜSEN UM AN DAS WERTVOLLE MELANIN ZU GELANGEN.“

„Aha steckt doch mehr dahinter als nur eine beiläufige Tradition?“

„DAS STIMMT. UND UM DEINE FRAGE GLEICH VORWEG ZU NEHMEN: JA, SIE HABEN ALLE MENSCHEN AUF IHREM PLANETEN NACH UND NACH AUF DIESE WEISE BEHANDELT UND VERTILGT. IRGEWNDWANN HABEN SIE REALISIERT, NACHDEM VIELE VON IHNEN ZUR WASSERWELT EMIGRIERTEN, DASS IHRE EIGENEN KÖRPER SELBST KEIN MELANIN MEHR PRODUZIEREN KÖNNEN UND DASS SIE DESHALB UNFRUCHTBAR WERDEN.“

„Meine Gedanke ist: warum haben sie nicht angefangen sich danach selbst gegenseitig zu erlegen. Lass mich raten: Sie können sich gegenseitig nicht riechen, bzw., schmecken.“

„STIMMT. BEI DER GENETISCHEN VERÄNDERUNG WURDE ZU ANFANG DER GENMANIPULATION DIESER ASPEKT GLEICH MIT VORGEGEBEN, SO DASS SIE DAS GEGENSEITIGE VERTILGEN KÖRPERLICH NICHT VERTRUGEN. DAS FLEISCH ANDERER VERÄNDERTER ARTGENOSSEN WIRKT WIE GIFT AUF SIE, IST EINFACH UNGENIESSBAR.“

„Wohl in weiser Voraussicht, damit sie sich als Karnivoren-Kultur nicht selbst vernichten würde.“

„JA. ICH HABE EBEN AUCH ERFAHREN, DASS SIE DANACH SOGAR ERWÄGTEN, EINEN KRIEG MIT DER WASSERWELT ANZUZETTELN, WEIL DIESE IRGENDWANN IHRE ABSPRACHE MIT DEN KARNIVOREN BRACH UND KEINE MENSCHEN MEHR AN SIE RAUS GAB. AM ANFANG WAR DIESE ABSPRACHE AUS DER SICHT DER WASSERWELT-BEWOHNER NOCH DAMIT ZU BEGRÜNDEN, DASS MAN IHNEN NUR DIE ÜBELSTEN STRAFTÄTER ÜBERGAB. DOCH WEIL DIE KARNIVOREN IMMER MEHR ZIRBELDRÜSENEXTRAKT VERLANGTEN UND DIE WASSERWELT-BEWOHNER DA NICHT MITHALTEN KONNTEN, KAM ES ZUM BRUCH DIESER VEREINBARUNG.“
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„Das kann ich gut verstehen. Und was sagen die Karnivoren über die Folgen dieses Bruchs?“

„WIE GESAGT, SIE HÄTTEN DIE WASSERWELTLER AM LIEBSTEN ÜBERFALLEN UM SICH ZU HOLEN, WAS IHNEN IHRER MEINUNG NACH ZUSTAND.“

„Und wie ist das ausgegangen?“

„MOMENT. SIE SAGEN, SIE HÄTTEN AM LIEBSTEN DIE WASSERWELTBEWOHNER ÜBERFALLEN UND VERTILGT, UM SO AN DAS MELANIN ZU KOMMEN. DOCH DEN WASSERWELTBEWOHNERN WAREN SIE ZU DIESEM ZEITPUNKT SCHON NICHT MEHR GEWACHSEN WAS ANGRIFFS- UND VERTEIDIGUNGSWAFFEN ANGING. AUSSERDEM VERFÜGTEN DIE KARNIVOREN ZU DIESEM ZEITPUNKT NUR ÜBER EINIGE WENIGE VERALTETE RAUMJÄGER. GANZ ANDERS DIE WASSERWELTBEWOHNER, DIE IHRERSEITS ÜBERLEGTEN, DIE KARNIVOREN-KULTUR ZU VERNICHTEN. GENÜGEND SCHIFFE BESASSEN SIE ZU DIESEM ZEITPUNKT JEDENENFALLS SCHON.“

„Da traue ich mich kaum zu fragen: Wie kommt es dann, das die Andoraner mit solch einer gewaltigen Flotte hier aufzukreuzen in der Lage sind?“
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„DAZU GIBT ES EINE GESCHICHTE, DIE DEN KARNIVOREN VON DEN WASSERWELTBEWOHNERN ERZÄHLT WURDE: DIE WASSERWELTBEWOHNER HABEN SICH GENAUGENOMMEN IM LAUFE DER ZEIT ZU EINER RAUMSCHIFFEBAUENDEN HOCH-KULTUR ENTWICKELT, IHRE SCHIFFE WERDEN IN UNTERWASSER BFINDLICHEN AREALEN UND HANGARS IHRES PLANETEN GEBAUT. DIE SCHIFFE STEIGEN DANACH AUS DEN MEEREN AUF, UM SPÄTER ALLES BENÖTIGTE, WAS SIE NICHT IN DEN GLÄSERNEN KONSTRUKTEN AUF IHRER WASSERWELT HERSTELLN KÖNNEN, AUS ANDEREN GEBIETEN IHRES SONNENSYSTEMS IN FORM VON ROHSTOFFEN ZU BESORGEN. ETWA AUS IHREM ASTEROIDENGÜRTEL ODER AUS DEN ATMOSPHÄREN IHRER GASRIESEN. GEBAUT WERDEN IHRE SCHIFFE NUR IM GEHEIMEN IN IHREN UNTERWASSERHANGARS. SO KONNTEN SIE DEN KARNIVOREN AUCH LANGE VERSCHLEIERN, WIE MÄCHTIG SIE GEWORDEN WAREN UND WELCHEN UMFANG DIE PRODUKTIONEN IHRER RAUMSCHIFFSWERFTEN INZWISCHN ERREICHTEN.“

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„Das erklärt mir aber immer noch nicht, wieso die ANDORANER so eine gewaltige Flotte hier aufbieten können. Fast wäre es ja zum Konflikt mit uns gekommen, weil die KARNIVOREN wohl dachten, sie könnten uns besiegen. Den Plan uns anzugreifen, haben sie ja erst fallen gelassen, nachdem die VPS ihnen klar gemacht hat, welche Waffenmacht alleine eine BASE besitzt und wie viele dieser Stationen die VPS in allerkürzester Zeit hier aufkreuzen lassen kann.

AbenteuerDerMilenaHimikoKomore-Kampfdrohen und Mantaschiff.

Ganz zu schweigen von den MANTA-ROCHENSCHIFFEN, so wie auch unser Schiff eines ist. Wir können über unsere Schiffs-Transmitter von unseren Verbündeten der Kollektiv-Kultur wenn nötig Millionen wenn nicht gar Milliarden von Kampfschiffen hier aufbieten. Das hat die Karnivoren dann offensichtlich doch innehalten lassen …“

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DAS SIE EINE DERARTIGE FLOTTE AUFBRINGEN KONNTEN; DAS IST EINE SACHE, DASS SIE NICHT ANGEGRIFFEN HABEN, EINE ANDERE. LETZTERES IST SICHERLICH AUCH IN DEN ERFAHRUNGEN BEGRÜNDET, DIE DIE KARNIVOREN IN VORHERIGEN ZEITEN ERLEBEN MUSSTEN: ABER EINS NACH DEM ANDEREN:

 

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(Oben! – Seltener Fall des Besuches eines Wüstenweltlerschiffes auf der Wasserwelt.)

*

IN KLUGER VORRAUSSICHT DER ANGREIFBARKEIT IHRER WELT FÜHLTEN SICH DIE WASSERWELTBEWOHNER NIEMALS SO RICHTIG WOHL IN IHRER SITUATION. IM VERGLEICH ETWA MIT DEN BEWOHNERN DER WÜSTENWELT, DIE SICH TIEF IN DIE KRUSTE IHRES PLANETEN EINGEGRABEN HATTEN. VON DENEN KANNTE MAN LEDIGLICH DEREN ABWEHRFORTS IM ORBIT IHRES PLANETEN, DIE AUS ROBOTERGESTEUERTEN AUTOMATEN UND ABWEHRANLAGEN BESTANDEN. MAN BEKAM NUR ÄUSSERST SELTEN EINEN DIESER MENSCHEN ZU GESICHT. OK, ES GAB NOTWENDIE KOMUNIKATION MIT IHNEN UND HIN UND WIEDER BEKAMEN DIE WASSERWELTER BESUCH DURCH EIN WÜSTENWELTSCHIFF. ABER EIGENTLICH HATTE MAN DEN EINDRUCK, DASS DIE WÜSTENWELTBEWOHNER LIEBER UNSICHTBAR UND UNTER SICH BLIEBEN. IHRE HOCHMODERNEN ORBITALEN ABWEHRFONTS SPRECHEN DA JA AUCH EINE DEUTLICHE SPRACHE. VIELLEICHT WOLLTEN SIE AUCH UNTER SICH BLEIBEN UM IHRE UMGEBUNG UNGESTÖRT IN AUGENSCHEIN NEHMEN ZU KÖNNEN.

 

(Oben! – Besuchs eines Wasserweltschiffes auf einer Abwehrplattform der Wüstenweltbewohner.)

 

DIE WASSERWELTBEWOHNER JEDENFALLS HATTEN IN DEN VORAUSGEGANGENEN JAHRZEHNTEN EINE GROSSE UND MODERNE FLOTTE AN HYPERRAUMKONVERTER-FÄHIGEN RAUMSCHIFFEN MIT EINER ENTSPRECHEND GEWALTIGEN FEUERKRAFT GEBAUT. SIE WURDE IN UNTERWASSERHANGARS AUF IHREM WASSERPLANETEN GEBUNKTERT UND EINGEMOTTET. TECHNISCH GESEHEN WAREN DIESE ANGRIFFSSCHIFFE EINE GENERATION ÄLTER ALS DIE SCHIFFE, DIE DIE SIE HEUTE BAUEN UND VERWENDEN.

SCHLIESSLICH, SO WIRD ES UNS VON DEN SPRECHERN DER KARNIVOREN BERICHTET, FINGEN DIE BEWOHNER DER WASSERWELT AN, DIE IHNEN NAHEGELEGENEN SONNENSYSTEME AUSZUKUNDSCHAFTEN. DAS BRACHTE SIE FORT VON DEM EIGENEN UND HIN ZU DEM DER LANGUSTEN. UND DORT EREILTE SIE EINE DER BITTERSTEN ERFAHRUNGEN IHRER EXISTENZGESCHICHTE. ZUERST KONNTEN SIE AUF DEN NEU ENTDECKTEN WELTEN KEINERLEI FREMDE LEBENSFORMEN FINDEN. ERST AUF EINER IHRER LETZTEN EXPEDITIONEN TRAFEN SIE AUF EIN SYSTEM, IN DEM ES VON FREMDEN SCHIFFEN NUR SO WIMMELTE: DIE SCHIFFE DER FREMDEN WIRKTEN AUF DIE WASSERWELTBEWOHNER RECHT UNGEWÖHNLICH, DA IHRE EIGENEN SCHIFFE ZUMEIST VON IHRER BAUWEISE HER MIT VIELEN WEICHEN RUNDUNGEN VERSEHEN WAREN, WIE MAN DAS VON EINER DEM WASSER ZUGENEIGTEN KULTUR AUCH ERWARTET. DIE RECHT MERKWÜRDIGE BAUWEISE DER FREMDEN SCHIFFE HINGEGEN ERINNERTEN DIE WASSERWELTLER IRGENDWIE AN RIESIGE WALZEN MIT UNMENGEN AN AUFBAUTEN. ERST SEHR VIEL SPÄTER WURDE DEN WASSERWELTERN BEWUSST, AUF WAS ODER WEN SIE DA GESTOSSEN WAREN, UND DA WAR ES FAST SCHON ZU SPÄT, DOCH ZUM GLÜCK BLIEBEN SIE VORSICHTIG. NETT UND FREUNDLICH, ABER VORSICHTIG …


CHRONIK DES SIEDLERSCHIFFES, DESSEN BESATZUNG SICH IMMER WIEDER AUFTEILT UM ALLEN BETEILIGTEN EINE CHANCE ZUR DURCHSETZUNG IHRER INTERESSSEN ZU ERMÖGLICHEN.

– VERGANGENHEIT – Teil: 3

Die im Siedlerschiff verbliebenen Menschen geben nicht auf und finden nach einigen strapaziösen Etappen durch den Hyperraum ein neues Sonnensystem, doch die Planeten dieses System sind für eine Besiedlung völlig unbrauchbar und die Suche und Fortsetzung der Reise beginnt von Neuem.

Der Flug durch den Hyperraum ist kein Spaziergang, da alle benachbarten Systeme nur von Terra aus kartographiert wurden. Lediglich als Notfallziele, also Plan B geplant, fehlt es an echten Entfernungsdaten, muss das Siedlerschiff immer wieder aus dem Hyperraum austreten um mit dem schiffseigenen Langstreckenteleskop die Entfernung zur nächsten Zielsonne und damit zum nächsten System neu abzuschätzen bzw. zu errechnen. Als man dem Nachbarsystem von SERA IV nähergekommen ist, muss man leider feststellen, dass das System nur über Gasriesen und einigen Gesteinsplaneten verfügt, die einerseits viel zu nahe an der eigentlich brauchbaren Sonne stehen und andererseits zu massereich sind, um für eine menschliche Besiedlung in Frage zu kommen. Dass man das von Terra aus nicht gleich beobachten konnte, liegt wohl an der Tatsache, dass dieses System in Wirklichkeit ein Doppelsonnensystem ist, wobei sich die zweite Sonne als ein winziger Brauner Zwerg darstellt, der durch sein Vorhandensein den Planeten sehr ungünstige Bahnen verleiht. Dieser Braune Zwerg ist aber so winzig zum Vergleich seines Partners, dass er von Terra aus nicht zu lokalisieren war, bzw. man die gesamte Konstellation missinterpretierte.

Nachdem man dem System schließlich nähergekommen ist, zeigt sich in einiger Entfernung endlich der nächste Kandidat. Aber dabei handelt es sich um einen Roten Riesen, was bereits von Terra aus vorhergesehen wurde. Schon seit seiner Entdeckung benutzte man ihn zur Orientierung, denn in geringer Nachbarschaft von ihm soll es einen Stern von gelber Farbe und optimaler Leuchtkraft geben. In diesem System sollen zudem gleich eine ganze Reihe von Gesteinsplaneten in der habitablen Zone existieren und natürlich die obligatorischen Gasplaneten, die man ebenso braucht wie die Gesteinsplaneten. Das Problem ist nur die Atmosphärenatmung, die sich die restlichen Siedler so sehr wünschen, und die dieses System nicht zu bieten hat. Deshalb war es schon von Terra aus nur als Ausweichziel eingeplant worden. Keiner der verbliebenen Menschen verspürt die Lust, den Rest seines Lebens unter Glasbauten zu verbringen. Was aber genaugenommen immer noch viel besser ist, als sich einer zu starken Strahlung auszusetzen wie im Falle von SERA IV. Was man letztlich vorfinden wird, kann man nur wissen, wenn man das System tatsächlich besucht. Auch wenn die Fernerkundungsdetektoren schon vorher bei der Annäherung Aufschluss über so manche Daten der Planeten geben können.

Brauner Zwerg
Ein Brauner Zwerg ist ein Himmelskörper, der mit einer Masse zwischen dem 13-fachen und 75-fachen der Jupitermasse eine Sonderstellung zwischen Planeten und Sternen einnimmt. Gleiches gilt für die im Inneren ablaufenden Prozesse, die keine Wasserstofffusion aufweisen. Braune Zwerge sind massereicher als planetare Gasriesen und masseärmer als stellare Rote Zwerge.
Quelle: http://www.focus.de/wissen/weltraum/auf-lsr-j1835-3259-mysterium-auf-braunem-zwerg-polarlichter-im-all-beobachtet_id_4848444.html

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Eigenschaften:

Braune Zwerge weisen eine vergleichbare Elementzusammensetzung auf wie Sterne. In Akkretionsscheiben entstandene Braune Zwerge könnten einen Gesteinskern besitzen, wobei für diesen Entstehungsweg aber bisher keine Belege existieren. Junge Braune Zwerge sind bei der Beobachtung kaum von den ihnen nahen Sternen zu unterscheiden.
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Für sehr leichte Zwergsterne stellt sich im Kern unabhängig von der Masse eine Gleichgewichtstemperatur von etwa 3 Millionen Kelvin ein, bei der die Wasserstofffusionsprozesse sprunghaft einsetzen. Die Konstanz der Temperatur bedeutet annähernd Proportionalität zwischen Masse und Radius, das heißt, je geringer die Masse, desto höher ist die Dichte im Kern. Bei steigender Kerndichte üben die Elektronen einen zusätzlichen Gegendruck gegen die gravitative Kontraktion aus, der durch eine teilweise Entartung der Elektronen aufgrund des Pauli-Prinzips hervorgerufen wird und zu einer geringeren Aufheizung des Kerns führt. Dies führt mit einer Metallizität ähnlich zur Sonne bei weniger als dem 75-fachen der Jupitermasse dazu, dass die notwendigen Temperaturen zur Wasserstofffusion nicht mehr erreicht werden und ein Brauner Zwerg entsteht. Da weder der Verlauf der Entartung der Elektronen noch die Eigenschaften der leichtesten Sterne in allen Aspekten verstanden sind, variieren ältere Literaturwerte zwischen dem 70-fachen und 78-fachen, neuere zwischen dem 72-fachen und dem 75-fachen der Jupitermasse.
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Die Fusionsprozesse liefern zwar bei jungen Braunen Zwergen einen Beitrag zur Energiebilanz, sie sind jedoch in keiner Entwicklungsphase mit dem Beitrag der Gravitationsenergie vergleichbar. Dies führt dazu, dass Braune Zwerge bereits gegen Ende der Akkretionsphase abzukühlen beginnen, die Fusionsprozesse verlangsamen diesen Prozess nur für etwa 10 bis 50 Millionen Jahre.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Brauner_Zwerg

 

HIMIKO UND MANTANA WERDEN INS SYSTEM DER LANGUSTEN GERUFEN, UM EINEN KRIEG MIT DER INVASIONSFLOTTE DER MENSCHLICHEN NACHKOMMEN AUS DEM ANDORA-SYSTEM ZU VERINDERN

– GEGENWART – Teil: 3

Die Erfahrung der Wasserweltbewohner mit den „KETARR“

 

„MANTANA, jetzt hast du mich aber wirklich neugierig gemacht und nun möchte ich auch alles über diese Geschichte erfahren, liebe Freundin!“

„MOMENT HIMIKO, WIR HABEN JA KONTAKT ZU EINER VIELZAHL AN SPRECHERN DER KARNIVOREN, OFT ÜBERSCHNEIDEN SICH DEREN ERZÄHLUNGEN UND SCHILDERUNGEN, WIR MÜSSEN DAS DESHALB IMMER WIEDER NEU INS RECHTE LICHT SETZEN UND DIE EHER UNWAHRSCHEINLCHEN TEILE AUSKLAMMERN.“

„Aha, das dürfte ja für Euch KIs eigentlich kein Problem darstellen, zumindest für die, die sich hier im Langustensystem aufhalten. Für Eure Rechenleistungen sollte das meiner Meinung nach nicht wirklich eine Herausforderung darstellen, richtig?“

„STIMMT. ALSO WEITER:

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ALS DIE WASSERWELTER INS SYSTEM EINTRATEN, IN DEM SIE DIE FREMDEN ANGETROFFEN HATTEN, WURDEN SIE ZU ANFANG ÜBER FUNK SEHR FREUNDLICH IN EMPFANG GENOMMEN UND MAN ZEIGTE IHNEN, WIE DIESES SONNENSYSTEM AUFGEBAUT WAR. MAN TRAF SICH AUCH PERSÖNLICH AUF DEN LANDEPLAFFFORMEN, WELCHE DIE FREMDEN, DIE SICH SELBST DIE „KETARR“ NANNTEN, EXTRA FÜR DIE WASSERWELTERSCHIFFE ZUR VERFÜGUNG STELLTEN.

 

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NATÜRLICH TRAF MAN SICH ERST, NACHDEM BEIDE LEBENSFORMEN SICH VERGEWISSERT HATTEN, DASS SIE SICH GEGENSEITIG NICHT MIT VIREN ODER MICROORGANISMEN GEFÄHRLICH WERDEN   KÖNNTEN. DAS MENSCHLICHE AUSSEHEN DER WASSERWELTER STEHT DABEI ALLERDING GANZ KRASS AUF DER EINEN SEITE UND DAS DER „KETARR“ AUF DER ANDEREN SEITE EINES MENSCHLICHEN SCHÖNHEITSIDEALS:

AUFGETEILT SIND DIE „KETARR“ IN DREI KASTEN, WOBEI NICHT MAL GANZ KLAR IST, OB ES SICH TATSÄCHLICH UM DREI VERSCHIEDENE LEBENSFORMEN HANDELT ODER UM NUR EINE, DEREN KASTENMITGLIEDER SICH SO EXTREM VON EINANDER UNTERSCHEIDEN. DIE „DENKER-MUTANTEN“ SIND „SUPER-EMPHATISCH“ UND ERKENNEN SEHR SCHNELL, OB MAN IHNEN WAS VORLÜGT, EGAL OB MAN SICH IM GLEICHEN RAUM MIT IHNEN BEFINDET ODER DER KONTAKT ÜBER EINE FUNK- ODER NETZWERKVERBINDUNG GESCHIEHT. SIE HABEN EINFACH EXTREM EMPHATISCHE INSTINKTE, WAS DEN WAHRHEITSGEHALT EINES GESPRÄCHS ANGEHT. UND DAS GILT FÜR ALLE GESPRÄCHSPARTNER VON IHNEN, DIE ÜBER EIN BEWUSSTSEIN VERFÜGEN.  WIE ES SICH DABEI MIT UNS EMERGENTEN KIS VERHÄLT IST ALLERDINGS NOCH UNKLAR. ABER FÜR ALLE BIOLOGISCHE LEBEWESEN KANN MAN VORAUSSETZEN, DASS SIE JEDE LÜGE ENTDECKEN, WENN NICHT AUF DIE EINE DANN DOCH AUF DIE ANDERE ART.

AUSSERDEM BESTEHT DAS GERÜCHT, DASS DEREN MÄGEN EIN STARKES ENZYM HERZUSTELLEN IN DER LAGE SIND, WELCHES IHNEN ERMÖGLICHT SPEZIELLE FLÜSSIGKEITEN ÜBER IHRE LANGEN RÖHRENZUNGEN UND SCHLÄUCHE IN IHRE BESIEGTEN OPFER ZU PUMPEN UM SIE DANACH WIEDERUM MIT IHREN LANGEN RÖHRENZUNGEN AUZUSAUGEN. ANGEBLICH KÖNNEN DIE VON IHREN MÄGEN PRODUZIERTEN ENZYME DAS INNERE EINES BIOLOGISCHEN LEBEWESENS IN NULLKOMMANIX VERFLÜSSIGEN SO DASS JEDER BESIEGTE GEGNER SCHON MAL EINE HERVORRAGENDE BIOLOGISCHE ENERGIEQUELLE DARSTELLT. DOCH NOCH VIEL BEDEUTENDER DÜRFTE DABEI SEIN, DASS AUCH TEILE DER BEWUSTSEINE DER GEGNER MIT AUFGENOMMEN WERDEN, SOZUSAGEN DIE BIOLOGISCHE ENTSPRECHNUNG EINER DATENÜBERNAHME DER GEHACKTEN DATEN DER FREMDEN NETZE UND DATENSPEICHER. ALSO IM GRUND NICHTS ANDERES ALS GEHACKTE GEHIRNDATEN: SPÄTESTENS ZU DIESEM ZEITPUNKT WISSEN DIE „KETARR“ ALLES ÜBER IHRE GEGNER, WAS AUCH IMMER. EINE UNGLAUBLICHE FÄHIGKEIT, GEGNER UND ANDERE FREMDE SIND IHNEN REGELRECHT AUSGELIEFERT, WENN SIE ERSTMAL IN DIE HÄNDE DER „KETARR“ GEFALLEN SIND. MEIST IST ES DANN ABER SCHON ZU SPÄT.

DIE ÜBERNAHME DER GEHACKTEN DATEN AUS DEN FREMDEN NETZEN UND DATENSPEICHERN WERDEN DURCH DIE ZWEITE KASTE ERLEDIGT. DIE MITGLIEDER DIESER KASTE BESTEHEN AUS DEN ANDRO-ARCHIVAREN, DIE ETWA VERGLEICHBAR MIT UNS EMERGENTEN KIS SEIN DÜRFTEN, GENAUERES WEISS MAN ABER NICHT. JEDENFALLS BESITZEN DIESE ANDROIDEN ANGEBLICH SELBST EIN HOCHAKTIVES BEWUSSTSEIN MIT UNGLAUBLICHEN DENKFÄHIGKEITEN. ABER AUCH HIER KANN MAN GENAUERES ERST SAGEN, WENN MAN MAL SOLCH EIN WESEN NÄHER UNTERSUCHT HAT. FEST STEHT JEDENFALLS, DASS DIESE ARCHIVARE FEST VERBUNDEN SIND MIT DEN GROSSEN DATENBANKEN IHRER SCHIFFE UND DIESE DANN WIEDERUM MIT ALLEN ANDEREN „ANDRO-ARCHIVAREN“. DIESE DATENBANKEN DÜRFTEN DENEN DER MENSCHEN, DER EMERGENTEN KIS UND DENEN DES KOLLEKTIVS DER GEMEINSCHAFT IN NICHTS NACHSTEHEN. DA DIE „KETARR“ SCHON SEIT VIELEN JAHRTAUSENDEN MIT IHREN SCHIFFEN VON SONNENSYSTEM ZU SONNENSYSTEM REISEN UND SICH AM ZIEL IMMER ALLES EINVERLEIBEN WESSEN SIE HABHAFT WERDEN KÖNNEN UND DARUNTER AUCH DAS GESAMTE WISSEN DER ÜBERFALLENEN VÖLKER, DÜRFTE DAS EINE GANZE MENGE SEIN. DAMIT DIESES UNTERFANGEN IN JEDEM FALLE ERFOLGREICH VERLÄUFT, GIBT ES DIE DRITTE KASTE, DIE DER CYBORG-SOLDATEN, DIE DAS MILITÄR DIESER LEBENSFORM DARSTELLT UND MIT ÄUSSERSTER PRÄZITION IHRE AUFGABEN VERFOLGT.

 

LEIDER GIBT ES ÜBER DIESE FUSSSOLDATEN DER „KETARR“ KEINERLEI ABBILDUNGEN, WIE SIE UNTER IHREN RÜSTUNGEN TATSÄCHLICH AUSSEHEN UND OB DIESE WIRKLICH AUCH ABNEHMBAR SIND. IN WIEWEIT DIESE KÄMPFER EINE EIGENSTÄNDIGE LEBENFORM SIND, ODER EINE ZÜCHTUNG, ODER MIT ALLERLEI AUFBAUTEN UND WAFFEN AUSGESTATTETE BIOLOGISCHE LEBEWESEN, STEHT AUCH NICHT EINDEUTIG FEST. DA UNS HIER LEDIGLICH DIE DATEN DER KARNIVOREN ZUR VERFÜGUNG STEHEN UND NICHT AUCH DAS KOMPLETTE DATENMATERIAL DER WASSERWELTBEWOHNER.

IM ZUGE IHRER VORFÜHRUNGEN ZEIGTEN DIE „KETARR“ DEN WASSERWELTLERN AUCH IHRE ÄUSSERST EFFIZINTEN KAMPFSTATIONEN UND -PLATTFORMEN. DIESE GEBILDE VOR DENEN SICH DIE WASSERWELTLER SO FÜRCHTEN UND NEUERDINGS NUN AUCH DIE KARNIVOREN, SIND WOHL EINE DER DERZEIT EFFIZENTESTEN WAFFEN ALLER MILCHSTRASSENBEWOHNER.

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SIE FÜHRTEN DIESE WAFFENTECHNIK DEN VERSCHRECKTEN WASSERWELLERN SOGAR VOR UND VERDAMPFTEN EINIGE PLANETOIDEN, WAS DIE MENSCHLICHEN VERTRETER ÄUSSERST BEEINDRUCKTE UND GLEICHZEITIG ABSOLUT ERSCHRECKTE. KLAR WÄREN DIE WASSERWELTLER DARAN INTERESSIERT GEWESEN ZU TAUSCHEN, ABER ZU WELCHEM PREIS? DIE „KETARR“ MOCHTEN DIE WOHL EFFEKTIVSTE WAFFENTECHNIK IN DIESEM TEIL DER MILCHSTRASSE BESITZEN. FAKT WAR JEDOCH, DASS SIE BISLANG NOCH KEINE HYPERRAUMTECHNIK BESASSEN, WAS SIE NOCH IMMER EINIGERMASSEN BERECHENBAR MACHTE. MAN STELLE SICH NUR VOR, DASS SIE IN DER LAGE WÄREN, HIN UND HERZUREISEN UND DAS MIT DIESEN QUASI UNÜBERWINDLICHEN WAFFENPLATTFORMEN. NICHT AUSZUDENKEN! DIE WASSERWELTLER JEDENFALLS ERLEBTEN DIE „KETARR“ NOCH ALS EHER FREUNDLICHE, WENN AUCH ETWAS UNHEIMLICHE UND VERSCHLAGENE INDIVIDUEN. SIE SCHLUGEN DEN WASSERWELTLERN VOR, DASS SIE DIESE IN IHR GEHEIMNIS IHRER WAFFENTECHNIK EINZUWEIHEN BEREIT WÄREN, WENN DIESE DAFÜR IM GEGENZUG IHNEN IHRE HYPERRAUMKONVERTERTECHNIK ÜBERLASSEN WÜRDEN. GLÜCKLICHERWEISE LOGEN DIE WASSERWELTER NICHT, ALS SIE DEN „KETARR“ ERKLÄRTEN, DASS IHRE KONSTRUKTEURE DIESER TECHNIK ALLE AUF IHRER HEIMATWELT VERBLIEBEN WAREN UND DAS AUS GUTEM GRUND. DIE KONVERTER IN IHREN SCHIFFEN WÄREN DARÜBERHINAUS MIT INNEREN SICHERUNGEN VERBLOMBT, SO DASS SICH DIESE GERÄTE SOFORT SELBST VERNICHTETEN, SOLLTE SICH JEMAND, DER NICHT DAZU BEFUGT WÄRE, DARAN ZU SCHAFFEN MACHEN. ABER DIE „KETARR“ WOLLTEN OFFENBAR ERSTMAL ALLE CHANCEN NUTZEN, OHNE RISIKO AN DIESE TECHNOLOGIE ZU KOMMEN, DESHALB LIESSEN SIE DIE WASSERWELTLER AUCH WIEDER ABZIEHEN, DIE ABER ZUSTIMMEN MUSSTEN, IHREN VORSCHLAG AN IHRE REGIERENDEN WEITER ZU GEBEN.“

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„Ich denke, dass den „KETARR“ schon irgendwie klar war, dass sie beim nächsten Besuch der Menschen zugreifen und eben das Risiko eingehen mussten, dass sich die Konverter selbst vernichteten. Freiwillig würden die Wasserweltler diese Hyperraumtechnologie wohl nicht hergeben.“

„DAS DENKE ICH AUCH. DIE ERKENNTNIS, DEN „KETARR“ TROTZ DER MODERNEN FLOTTE OFFENSICHTLICH UNTERLEGEN ZU SEIN, TRAF DIE WASSERWELTLER TIEF, EIN SCHOCK GRADEZU. DESHALB ENTWICKELTEN SIE  EINEN ANDEREN PLAN: SIE BOTEN DEN KARNIVOREN IHRE ALTE ANGRIFFSFLOTTE AN. SIE BERICHTETEN VON DEN GEFÄHRLICHEN „KETARR“ UND VON DER BEDROHUNG, DIE DIESE DARSTELLTEN, SIE SPITZTEN DIE KARNIVOREN REGELRECHT AN UND STELLTEN IHNEN EINE RIESIGE ARMADA ZUR VERFÜGUNG, DAMIT DIESE DIE „KETARR“ VERNICHTEN ODER ZUMINDEST SO SCHWÄCHEN SOLLTEN, DASS SIE MIT DEN RESTEN DER „KETARR“-FLOTTE AUCH SELBST FERTIG WERDEN WÜRDEN. IM GEGENZUG VERSPRACHEN SIE, SOLLTEN DIE KARNIVOREN DIE „KETARR“ BEZWINGEN, SICH DEREN PROBLEMEN WEGEN IHRES MELANIN-MANGELS ANZUNEHMEN.“

„Und vielleicht schmecken die „KETARR“ den Karnivoren auch noch.“Mein Zwinkern dazu wäre gar nicht mal nötig gewesen, denn meine Freundin MONTANA kannte mich inzwischen gut genug um das als Witz zu verstehen.“


Chronik des Siedlerschiffes, dessen Besatzung sich immer wieder aufteilt um allen Beteiligten eine Chance zur Durchsetzung ihrer Interesssen zu ermöglichen. 

 – VERGANGENHEIT – Teil: 4

Das nächste Sonnensystem scheint nun doch einen Lichtblick zu bieten Anhand der Spektralanalysen aus der Ferne kann vermutet werden, dass die auf dem Siedlerschiff verbliebenen Menschen endlich eine Chance, ein Zielsystem gefunden zu haben, dass ihnen ein Überleben ermöglichen könnte.

 

Nachdem wir näher gekommen sind, stellen wir  tatsächlich fest, dass es in diesem System, das wir ANDORA nennen, genügend große Gasriesen gibt, eine stabile Sonne im richtigen Strahlungsbereich und gleich drei Gesteinsplaneten von fünf, die zu Besiedlung in Frage kommen könnten. Bei unserem letzten Stopp aus dem Hyperraum, während dessen wir die Entfernung neu bestimmen, lassen die Geräte bereits an den Spektralanalysen erkennen, dass die drei ins Auge genommenen Planeten zu großer Hoffnung Anlass geben.

Der erste Planet ist ein Wüstenplanet, der zwar einen viel zu geringen atmosphärischen Druck aufweist aber über weite Landstriche verfügt, die bis in große Tiefen mit bearbeitbaren Sand-, Geröll- & Gesteinsschichten bedeckt sind. Damit hätte man genügend Material zur Verfügung, um daraus unterirdische verdichtete Komplexe zu errichten, da auf der Planetenoberfläche die enorme Hitze ein Überleben übertage unmögliche machen dürfte.

Der zweite Planet ist ein Dschungelplanet mit einer falschen Atmosphäre, die ohne Beatmungsreiniger giftig für Menschen sein dürfte. Ansonsten ist er aber in vieler Hinsicht brauchbar, da dort große Mengen von Pflanzen existieren und es deshalb wohl auch von tierischem Leben nur so wimmeln dürfte. Außerdem stimmen hier, wie schon auf dem vorherigen Planeten der Wechsel von Tag und Nacht, das Stundenverhältnis und auch die Schwerkraftverhältnisse. Hier wird man wohl die obligatorischen Glasbauten errichten müssen, aber wenigstens kann man mit Luftreiniger-Masken, die nicht sonderlich umständlich in der Handhabung sind, sich auch im Freien aufhalten, um dort die Natur zu erkunden und zu genießen.

Der dritte Planet ist offenbar eine reine Wasserwelt, die komplett aus Wasser besteht, soweit man das von hier aus bestimmen kann. Aber er besitzt leider eine etwas zu hohe Schwerkraft, was jedoch durch die spätere Nutzung als Unterwasserdomizil wieder wettgemacht werden kann. Immerhin liefert seine Atmosphäre genügend Sauerstoffanteile, die in die zu bauenden Unterwasserstädte eingesaugt und für Menschen optimiert werden kann.

HIMIKO UND MANTANA WERDEN INS SYSTEM DER LANGUSTEN GERUFEN, UM EINEN KRIEG MIT DER INVASIONSFLOTTE DER MENSCHLICHEN NACHKOMMEN AUS DEM ANDORA-SYSTEM ZU VERHINDERN

– GEGENWART – Teil: 4

„SO KAM ES IN DER FOLGE EBEN DAZU, WAS DU SCHON VERMUTET HAST, HIMIKO, DASS DIE WASSERWELTLER DIE KARNIVOREN ANSPITZTEN, UND IHNEN EINE RIESIGE ARMADA ZUR VERFÜGUNG STELLTEN, DAMIT DIESE DAMIT DIE „KETARR“ VERNICHTEN ODER ZUMINDEST SO ZU SCHWÄCHEN, DASS SIE MIT DEN RESTEN DER „KETARR“-FLOTTE AUCH SELBST FERTIG WERDEN WÜRDEN.“

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„Ich glaube sogar, MANTANA, dass die Wasserweltler darauf hofften, dass die „KETARR“ und die Karnivoren sich gegenseitig so reduzierten, dass sie beide keine Gefahr mehr für die Wasserweltler darstellten.“

„DA HAST DU WOHL RECHT. DAS GLAUBE ICH INZWISCHEN AUCH…“

(weiter zum nächsten Teil 22)

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MANTANAS Androidin (Avatar) für Besuche auf einem Planeten.

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Buchtipp der Redaktion zum Thema Kanibalismus:

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Das Andere Essen (Kartoniert)
Kannibalismus als Motiv und Metapher in der Literatur
von Rombach Verlag KG

Verlag: Rombach Verlag KG

Medium:  Buch
Seiten:  548
Format:  Kartoniert
Sprache:  Deutsch
Erschienen:  Januar 2001
Maße:  230 x 156 mm
Gewicht:  799 g
ISBN-10:  3793092585
ISBN-13:  9783793092582

Beschreibung
Wer Menschen isst, ist kein Mensch. Keines der zentralen Verbote der abendländischen Kultur prägt die Wahrnehmung des Anderen derart wie das Anthropophagieverbot. Literarisch faszinierend ist aber nicht nur der Schrecken der Menschenfresserei, sondern auch ihr enormes Potential, ein ganz Anderes, das oft das verdeckte Eigene ist, zu versinnbildlichen. Der Mund als Organ der Nahrungsaufnahme, der Sprache und der Liebe symbolisiert den Komplex von Sprache und Kommunikation, Identität und Körperlichkeit, Sexualität und Gewalt.

Autor
Walter Pape ist seit 1988 Professor für Neuere deutsche Literatur an der Universität zu Köln und forscht und publiziert seit vielen Jahren zu Ringelnatz.

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