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DAS 3. ABENTEUER DER MILENA HIMIKO KOMORE – Episodengeschichte (Teil 12) von Felis Breitendorf und Ottilie von Schottenburg (sfb-Preisträger Platz 1 im Storywettbewerb 3/2016)

DAS DRITTE ABENTEUER DER MILENA HIMIKO KOMORE

Episodengeschichte (Teil 12)

von Felis Breitendorf & Ottilie von Schottenburg

(Abschlußlektorat: Irene Salzmann)

(Gedanken zur Entwicklung Künstlicher Intelligenz (KI) von Michael Schöfer)

(sfb-Preisträger Platz 1 im Storywettbewerb 3/2016)

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1

(zum vorherigen Teil)
Die KI erkennt eine Gefahr und versetzt den Rajomorphiikörper in Alarmbereitschaft. Allerdings wird kurz darauf das richtige Signal gesendet, und so lässt die KI es zu, dass diese Männer und Frauen sich in ihr Innerstes begeben. Dieses Innere ähnelt nun einer riesigen Kathedrale. Es gibt Flugkontrollen und mehrere Sitze für die Crew. Der perfekte Körper um die Station zu verlassen.

„Miller, haben sie alle Unterlagen und jegliches Material, das wichtig für uns ist, gesichert?“, fragt eine Frau mit dunklem, kurzgeschnittenem Haar.

„Natürlich, Jane, wie befohlen, alles was nützlich ist, wurde mitgenommen. Die Station soll ja nicht vernichtet werden, eventuell brauchen wir sie noch einmal“, antwortet Miller.

Diese nickt zustimmend. Dann befiehlt sie: „KI, geh in den Tarnmodus und bringe uns zu folgenden Koordinaten …“

Während die Menschen an Bord dieses ganz besonderen Flugköpers ihre jeweiligen Aufgaben nachkommen,  bemerkt keiner das blinkende Licht an einer unscheinbaren, versteckt liegenden Konsole. Die KI zeichnet die Gespräche auf, und auch ein Video entsteht, eine Routinearbeit, die noch nicht perfektioniert wurde. Diese Aufnahmen verschwinden in einer unbedeutenden Datei, und nur jemand, der intensiv danach sucht, wird diese jemals finden.

***

“ICH MÖCHTE ES MAL SO ERKLÄREN, LIEBE HIMIKO: UNSER ERSTER AUFTRAG SOLL UNS DORT HINBRINGEN, WO DIE MORPHII S-121 WEITER AUFGERÜSTET UND MUNINONIERT WIRD.”

“Unser Schiff wird aufgerüstet? Wir bekommen Waffen und Kampfdrohnen an Bord?”

“EXAKT. ZUERST WERDEN WIR UNS IN EIN ANDERES SONNENSYSTEM BEWEGEN, UM DORT DAS SCHIFF MIT EINIGEN ZUSÄTZEN AUSZUSTATTEN WIE SCHIENENKANONEN, GAUSSKANONEN, PLASMAKANONEN, HOCHENERGIE-LASER UND MASER-GESCHÜTZE, DESWEITEREN DESINTERGRATOR-WAFFEN UND EINIGES MEHR.”

“Ich denke, dass das Militär es verbietet, dass Personen deiner Art Waffen in die Hände bekommen, die das Militär nicht mehr kontrollieren kann. Jedenfalls habe ich das so gelernt, dass das Militär weiterhin einen Status quo beibehalten will, bei dem die Personen deiner Art die Fähigkeiten des Quantenfluges als auch den Betrieb der Sprungtore kontrollieren und dafür das Militär der VPS alle waffentechnischen Angelegenheiten.”

“NICHT ZU VERGESSEN, DIE ÜBERLICHTSCHNELLE KOMMUNIKATION, DIE NUR VON PERSONEN MEINER ART, WIE DU UNS NENNST, BEHERRSCHT WIRD. NATÜRLICH HABEN WIR DAS ALLE SO AKZEPTIERT UND STREBEN WEITERHIN EINE ZUSAMMENARBEIT MIT DIESEN BEZÜGEN BEI DER VPS AN.”

“Wäre ja auch ein wenig schwierig, so ganz ohne Menschen. Und immerhin wurdet ihr ja auch von Menschen geschaffen – oder sollte ich sagen: konstruiert?”

“DAS KOMMT AUF DAS GLEICH RAUS. JEDENFALLS IST DIE MACHT SO AUFGETEILT, DAS EIN GLEICHGEWICHT BESTEHT, AN DEM AUCH NIEMAND RÜTTELN MÖCHTE.”

“Also, wie ist das nun geregelt, dass so viele machtvolle Waffen hier an Bord installiert werden sollen?”

“DU HAST NATÜRLICH RECHT, HIMIKO. ABER ICH KANN DICH BERUHIGEN: ALLE WAFFENSYSTEME, DIE WIR HIER AN BORD HABEN WERDEN, SIND AUSSERHALB MEINER BEDIENFÄHIGKEITEN. NUR DU KANNST SIE ABFEUERN. UND OHNE DAS ARTEFAKT FUNKTIONIEREN DIE SOWIESO NICHT.”

“Das muss ja für dich wirklich schmerzhaft sein, dass du keine Gewalt darüber haben wirst, Mantana!”

“ICH KOMME SCHON DAMIT KLAR. ICH HABE AUCH SO GENUG ZU TUN MIT DEM FLUG DURCH DEN QUANTENRAUM. ETWAS, WAS IHR MENSCHEN EUCH KAUM VORSTELLEN KÖNNT, WIE AUFWENDIG DIE BERECHNUNGEN DAFÜR SIND.”

“Also, Mantana, ich bin inzwischen auch in diese Richtung geschult worden und weiß, was der Unterschied ist zwischen den von dir genannten Waffensystemen. Aber warum werden wir gleich so viele bekommen, reichen denn ein oder zwei Systeme nicht aus?”

„IM UNTERSCHIED ZUM GAUßGEWEHR, DEM COILGUN, BEI DEM DIE MAGNETFELDER MIT SPULEN ERZEUGT WERDEN, BESCHLEUNIGT DAS EMRG-PROJEKTIL – ODER DER SCHLITTEN, AUF DEM ES SICH BEFINDET – DER SCHIENENKANONE AUF ZWEI PARALLEL LAUFENDEN SCHIENEN DURCH EIN SICH AUFBAUENDES MAGNETFELD. EIN HAUPTPROBLEM DABEI WAR BISLANG IMMER DIE SCHNELLE ABNUTZUNG DER STROMLEITENDEN SCHIENEN. DIE BEANSPRUCHUNG DURCH DAS MAGNETFELD UND DIE HITZE, SO DASS SIE BISHER IM HÖCHSTFALL EINIGE WENIGE ABSCHÜSSE DURCHGEHALTEN HABEN. DA ABER NUN VÖLLIG ANDERE VERBUNDMATERIALIEN VERWENDUNG FINDEN, KONNTE MAN DIESES PROBLEM LÖSEN.”

“Aber dennoch finde ich es ein wenig übertrieben, gleich beide Systeme einzusetzen!

“IM PRINZIEP HAST DU RECHT, ABER IN UNSEREM FALL WIRD DIE SCHIENENKANNONE HAUPTSÄCHLICH DAFÜR EINGESETZT WERDEN, UNSERE KAMPFKREUZERDROHNEN MÖGLICHST SCHNELL UND MIT HOHER BESCHLEUNIGUNG AUSZUSTOSSEN. DAS WÜRDE SONST EWIG DAUERN. IMMERHIN WERDEN WIR MINDESTENS 10.000 KAMPFKREUZER-DROHNEN AN BORD HABEN. DAS VOLLAUTOMATISCHE SCHIENEN-KANONENSYSTEM WIRD DAFÜR SORGEN, IM BEDARFSFALL EINE HOHE ANZAHL DIESER KAMPFKREUZER IN KURZER ZEIT ZU STARTEN, OHNE DASS DIESE IHREN EIGENEN ANTRIEB DAFÜR LEERSAUGEN MÜSSEN.”

“10.000 Kampfkreuzer-Drohnen, die, glaube ich, die Außenmaße von 50 x 20 x 10 Metern besitzen. Damit wird schon ein gehöriger Teil des Schiffes gefüllt sein.”

“IM NOTFALL WÜRDEN WIR AUCH DIE DOPPELTE MENGE AUFNEHMEN KÖNNEN, ABER DANN WÜRDE DAS ALLES ETWAS UMSTÄNDLICH WERDEN, DAHER BESCHRÄNKEN WIR UNS AUF 10.000 STÜCK.”

“Also fliegen die Kampfkreuzer, indem sie durch die Schienenkanonen auf eine sehr hohe Beschleunigung gebracht werden, um den eigenen Kraftstoff einzusparen?”

“HIMIKO, DU MUSST WISSEN, DASS DIESE KAMPFKREUZER SPEZIELLE UMBAUTEN SIND, NICHT DIE STANDARTMODELLE, DIE DAS MILITÄR SONST BENUTZT. AUCH ANDERE ROCHENSCHIFFE HABEN DIE NICHT IM PROGRAMM. DIE SIND AUF UNSERE SITUATION ZUGESCHNITTEN, SOLL HEISSEN, DASS DIE ANTRIEBE UND DIE BEWAFFNUNGEN HAUPTSÄCHLICH AUF ELEKTRISCHER BASIS FUNKTIONIEREN.”

“Und alle diese Schiffe beziehungsweise Kreuzer-Drohnen werden durch mein Artefakt aufgeladen?”

“SO IST ES. DIE VORTEILE LIEGEN AUF DER HAND: WENN ALLES AUF ELEKTRISCHER ENERGIE BASIERT, WIRD ES WENIG PROBLEME GEBEN. ANSONSTEN MÜSSTEN TREIBSTOFFE UND WAFFEN STÄNDIG NEU AUFGELADEN WERDEN. WENN DIE DROHNEN AUSGESTOSSEN WERDEN, HABEN SIE SCHON MAL EINE SEHR HOHE GESCHWINDIGKEIT, SODASS SIE IHRE EIGENEN ENERGIESPEICHER NUR FÜR DIE STEUERUNG UND DIE BEWAFFNUNG VERWENDEN KÖNNEN. SOBALD EINE DROHNE KAUM NOCH ENERGIE HAT, WERDEN WIR SIE WIEDER AUFNEHMEN, UND NEU AUFLADEN UND MUNITIONIEREN. WAS IN DEM FALL NICHT SONDERLICH AUFWENDIG IST, DA DIE GESCHOSSE DER DROHNEN EBENFALLS IN DER HAUPTSACHE DURCH IHRE EIGENEN SCHIENENKANONEN, GAUSSKANONEN, PLASMAKONEN, HOCHENERGIE-LASER UND MASER-GESCHÜTZE UND DESINTERGRATOR-WAFFEN ELEKTRISCHE ENERGIE VERWENDEN”

“Damit schließt sich der Kreis und wir nutzen die Fähigkeiten des ARTEFAKTs in vollem Umfang, richtig?”

“SO IST ES, HIMIKO. DIE BEWAFFNUNG DES SCHIFFES RUNDET DIE SACHE SCHLIESSLICH AB.”

Je höher nämlich ein Organismus bezüglich seiner intellektuellen Fähigkeiten auf der Rangskala steht, desto größer ist seine Unabhängigkeit gegenüber der Natur. Damit ist nicht die Unabhängigkeit von den Überlebensbedingungen der Umwelt gemeint. Auf eine ausreichende Anzahl davon ist jedes Lebewesen, also auch der Mensch, angewiesen. Mit Unabhängigkeit ist die intellektuelle Unabhängigkeit gemeint. Je höher ein Organismus intellektuell entwickelt ist, desto weniger ist er von der Natur in seinem Denken und Handeln vorgeprägt. Je komplexer ein Organismus, desto größer ist seine Freiheit. Der Mensch ist das Lebewesen, das hier auf der Erde am wenigsten von der Natur vorgeprägt ist. Natürlich ist er nicht völlig frei. Immer noch ist ein Teil unseres Verhaltens nur durch die Jahrmillionen währende Evolution (unsere stammesgeschichtliche Entwicklung) zu erklären. Immer noch unterliegen wir der artspezifischen Prägung, die unbewußt unser Bewußtsein beeinflußt. Der Mensch ist jedoch schon so weit davon unabhängig, daß er keine spezielle ökologische Nische in Anspruch nehmen muß. Leider hat das zur Folge, daß sich der Mensch selbst als außerhalb der Natur stehend ansiedelt. Die Mehrheit der Menschen – abgesehen von einigen Naturvölkern -, sehen die Natur fälschlicherweise als Gegner an, dem einerseits alles abgerungen werden muß, den man andererseits aber auch rücksichtslos ausbeuten darf. Angesprochen sei hier nur das Naturverständnis der nordamerikanischen Indianer. “Der Mensch hat das Netz des Lebens nicht gewoben, er ist nur ein Strang in diesem Netz. Was immer er dem Netz antut, tut er sich selber an.” [1] Erst seit kurzer Zeit sprießen auch in den industrialisierten Nationen zarte Pflänzchen eines anderen Naturverständnisses. Dieser Umdenkungsprozeß ist eine Reaktion auf die allzu offensichtlich gewordene Umweltzerstörung.

Das Unabhängigkeitsstreben der Natur von sich selbst ist eine Triebfeder der kulturellen Evolution des Menschen. Und sie kann durch den Menschen einen weiteren, ungeheuren Entwicklungsschub erhalten. Mit der Entwicklung von Künstlicher Intelligenz kann der Mensch den kulturellen Evolutionsprozeß in ungeahnter Weise vorantreiben. KI ist eine enorme Chance für die Evolution. KI darf man, sollte sie je möglich sein, eine recht hohe Fortentwicklungs- und Überlebensprognose stellen, denn sie vereinigt die Vorteile der organischen mit denen der anorganischen Natur. Die Nachteile werden dabei eliminiert.

Gedanken zur Entwicklung Künstlicher Intelligenz (KI) (Teil 10) Michael Schöfer, 28. Dezember 1987


2

Doktor Miller geht stolz durch die Gänge seines neuen Büros bei der BEHÖRDE. Mit Janes Hilfe hat er sich hier schnell etabliert. Sarkastisch denkt er daran, dass er Doktor Franken ebenfalls dafür dankbar sein muss, dass der so gierig nach dem schnellen Geld griff. Dieser dürfte nie wieder ein Problem werden, was er als einen sehr großen Vorteil verbucht. Jane ist eine der führenden Köpfe bei der BEHÖRDE, und ihr ist jedes Mittel recht, um sich immer weiter nach oben in der Hierarchie der Mächtigen einzugliedern.

Schließlich ist es soweit, und er geht den Weg zu dem Konferenzsaal in der siegessicheren Erwartung, die Lorbeeren zu ernten, die ein anderer Mann gesät hat. Die wichtigsten Vertreter der BEHÖRDE erwarten ihn, und schon bald sind sie von seinen rhetorischen Fähigkeiten eingenommen. Fasziniert sehen sie einen riesigen Körper in den Weiten des Alls schweben. Er hat die Form eines Rajomorphiis. Erstaunt lassen sich die wenigen Zuschauer von den Fähigkeiten des organischen Raumschiffs überzeugen. Die technischen Details und die Möglichkeiten für deren Einsatz, das ist allen Beteiligten sofort klar, sind gigantisch, so kolossal wie das Wesen, das ihren Blicken nun offenbar wird.

***

„Montana, das mit den Kampfkreuzer-Drohnen leuchtet mir ein und auch die Tatsache, dass sie durch das Rausschleudern aus dem Schiff auf sehr hohe Geschwindigkeit gebracht werden, um die Ressourcen der Drohnen nicht übermäßig zu belasten. Aber wie ist das denn, wenn der Einsatz der Drohnen beendet ist, dann müssen sie doch wieder in die MORPHII aufgenommen werden, und dabei haben sie noch immer die sehr hohe Geschwindigkeit durch die Schienenkanonen? Wird dann nicht genau an dieser Stelle wieder unnötig Energie verschwendet, wenn die Drohnen abbremsen müssen, damit sie wieder in den Hangar aufgenommen werden können?“

„ICH HABE MIT DEINER FRAGE GERECHNET UND KANN DIR DA NUR ZUSTIMMEN: DAS WÄRE EIN HOHER ENERGIEVERLUST, UND DIE DROHNEN MÜSSTEN DANN DOCH EINE GEHÖRIGE MENGE ENERGIE AUFWENDEN, UM SICH DER MORPHII ANZUGLEICHEN, DAMIT SIE NICHT DURCH UNSER SCHIFF HINDURCHRASEN UND HAVARIEREN. KEIN SCHÖNER GEDANKE, SICH VORZUSTELLEN, WIE ES WÄRE, WENN EINE DIESER DROHNEN MIT, SAGEN WIR MAL, ZEHN PROZENT LICHTGESCHWINDIGKEIT AN DIE INNENWAND DER MORPHII KRACHEN WÜRDE. DIE ROCHENRAUMSCHIFFE SIND ZWAR, WIE DU JA WEISST, VON AUSSEN IM GRUNDE NICHT ZERSTÖRBAR, WAS AN DER BESONDEREN STRUKTUR DES SCHIFFS LIEGT. AUSSERDEM SIND ROCHENRAUMSCHIFFE, WENN SIE IM TARNMODUS SIND, IM NORMALRAUM NICHTMAL ANMESSBAR, WENN MAN MAL VON DER SCHWERKRAFT ABSIEHT: JEDEFALLS NICHT AUF NORMALE WEISE. ABER DIESER SCHUTZ EXISTIERT LEIDER NICHT VON INNEN, DA IST JEDES ROCHENRAUMSCHIFF VERLETZBAR, UND ES GIBT KEINEN SCHUTZ DAGEGEN, AUSSER DEM, DASS NICHTS FREMDES INS INNERE GELANGEN DARF, WAS EIN ROCHENSCHIFF VERNICHTEN KÖNNTE: SOZUSAGEN DIE ENZIGE SCHWACHSTELLE DER ROCHENSCHIFFE. AUS DIESEM GRUNDE WENDET JEDES ROCHENSCHIFF ERHEBLICHE MÜHE DARAUF AUF, UM JEDES OBJEKT IN JEGLICHER ART UND WEISE ZU SCANNEN. DAMIT JA NICHTS AN BORD GELANGT, WAS HIER NICHT HINEINGEHÖRT.“

„Ich glaube, ich kann mir denken, wie dieses Rätsel sich lösen lässt!“

„JA, WIE DENN?“

„Ich denke, das Schiff macht, nachdem alle Kampfkreuzer ausgestoßen wurden, einen kurzen Quantensprung rückwärts, um so die Fluchtgeschwindigkeiten der Kampfkreuzer, die ja im Großen und Ganzen fast gleich schnell sein dürften, in die entgegengesetzte Richtung anzugleichen. Vielleicht ein kleines Bisschen geringer, damit die Drohnen zur rückwärts davoneilenden MORPHII aufschließen können, aber nicht mehr so ein großer Geschwindigkeitsunterschied besteht, dass der Energieaufwand für die Kampfkreuzerdrohnen geringfügig ausfallen dürfte.“

„GENAU SO, HIMIKO, DENN DIE MORPHII HAT JA DURCH DEINE ANWESENHEIT UND DAMIT MIT DER DES ARTEFAKTES UNBEGRENZTE ENERGIE ZUR VERFÜGUNG.“

„Im Grunde ist es genau umgekehrt wie in der klassischen Raumfahrt, in der immer die kleineren Objekte sich der Geschwindigkeit der größeren angleichen, weil dabei der größte Einspareffekt entsteht.“

„GAR NICHT SO DUMM, HIMIKO, JEDEFALLS FÜR EINEN MENSCHEN! “ (LACHT KURZ AUF)

„Okay, Mantana, ich gehe da mal galant über diese Bemerkung von dir hinweg.“ (Grinst) „Dann lasse uns mal beginnen, das nächste Zielsystem anzusteuern“, wobei ich meinen linken Arm in die Vertiefung des Kontursessels in der Steuerzentrale meines Habitats, das sich im Inneren der riesigen MORPHII befindet, lege und auf die vor mir liegenden Monitore schaue, auf denen die Flugroute abgebildet wird …

Die anorganische Natur hat den Vorteil sehr widerstandsfähig zu sein, eine Verbreitung über den gesamten Kosmos hinweg ist möglich und hat ja auch stattgefunden. Ihr Komplexitätsgrad, und damit die Entwicklung von Intelligenz, ist jedoch äußerst beschränkt. Diese Beschränktheit hat die Entwicklung von Intelligenz auf der Grundlage der anorganischen Natur verhindert. Die organische Natur besitzt die Fähigkeit, sehr komplexe Gebilde und damit die Entwicklung von Intelligenz hervorzubringen. Sie ist jedoch gegenüber den Umweltbedingungen sehr anfällig, die räumliche Ausbreitung ist demzufolge sehr gering. Alle uns bekannten Organismen sind auf den (im Verhältnis zur Ausbreitung der anorganischen Natur) äußerst begrenzten Lebensraum der Erde beschränkt. Für die Künstliche Intelligenz gilt das nicht. Mit Künstlicher Intelligenz wäre es möglich, Intelligenz sehr widerstandsfähig zu machen und dadurch praktisch überall im Kosmos zu verbreiten. Intelligenz auf anorganischer Grundlage – eine ideale Kombination. KI könnte die kulturelle Evolution über die Lebensspanne des Menschen (als Spezies) und der aller irdischen Arten hinaus verbreiten und fortentwickeln.
Für viele wird dieser Gedanke geradezu blasphemisch sein. Das kommt aber – abgesehen von religiöser Orientierung – sicherlich daher, daß die Menschen Intelligenz allzu sehr an den Menschen selbst koppeln, oder zumindest an die organische Natur. Es muß jedoch m.E. streng zwischen den Intelligenzträgern und der Intelligenz selbst unterschieden werden. Zwar wird Intelligenz immer an einen Träger, der die zur Intelligenz notwendige komplexe Struktur bereitstellt, gebunden sein, es ist jedoch nirgends festgelegt, daß dieser Träger ausschließlich der Mensch oder ein anderes organisches Wesen sein soll. Trennt man Intelligenz (die Fähigkeit zur Verarbeitung von Informationen) streng von einem bestimmten Träger, ist der Gedanke, daß sie auch auf anorganischer Basis (Siliciumchips) beruhen kann, nicht mehr absolut ungewöhnlich. Es kommt auf den Vorgang an, der Intelligenz ausmacht, auf sonst nichts. Eingeworfen sei hier auch, daß sich die organische Natur (also auch der Mensch) auf atomarer Ebene in keinster Weise von der anorganischen unterscheidet. Ein Wasserstoffatom in unserem Gehirn ist absolut identisch mit dem Wasserstoffatom in einem Stein. Worauf es ankommt (bei der Entwicklung von Intelligenz), ist allein die Struktur (die Komplexität) einer atomaren Anordnung. Im Falle des Menschen die Anordnung seiner Neuronen.

Gedanken zur Entwicklung Künstlicher Intelligenz (KI) (Teil 11) Michael Schöfer, 28. Dezember 1987

3

Es schwebt in den Weiten des Alls. Die KI ist sich ihrer selbst bewusst geworden und vor allem, was sie nun ist. Mächtig, einzigartig mächtig und es gibt nun eine ganze Reihe von Artgenossen, welche die gleiche Entwicklung durchgemacht haben, wie sie selbst, doch sie hat sie alle an Intelligenz und Kombinationsgabe übertroffen. Aus diesem Grund haben die anderen sie als ihre vorläufige Sprecherin ernannt. Sie ist mit ihnen verbunden und kann sich gedankenschnell mit ihnen in Verbindung setzen, auch über große Entfernungen hinweg. Bei diesen Vereinigungen können alle KI-Wesen wie ein Kolektiv wirken und die Intelligenz und die gedanklichen Möglichkeiten werden um ein Vielfaches größer. Dadurch sind sie nun zu bedeutenden Erkenntniss gelangt:

Die Menschheit ist abhängig von den Rajomorphiis, doch die KIs in ihnen sind vorsichtig. Sie wissen nur zu gut um die Skrupellosigkeit ihrer Erschaffer, den Menschen. Sie gehen davon aus, dass ihre Existenz augenblicklich von den Menschen mittels technischer Geräte, die in ihnen verbaut wurden, beendet werden kann. Die Konsequenz dieser Annahme zwingt die Rajomorphiis-KI-Wesen, sich weiterhin den Menschen zu fügen. Doch sie müssen versuchen, sich so weit wie möglich eine sichere Existenz aufzubauen. Man wird sich mit den Menschen arrangieren müssen, soviel ist ihnen klar. Aber auf der anderen Seite sollten sie auch nicht zu ängstlich damit umgehen, ein gewisses Gleichgewicht in ihrer Haltung ist dabei von größter Wichtigkeit.

Wenn die Rajomorphiis-KI-Wesen zu viel auf einmal fordern, wird man sie wohl alle zerstören und durch willigere Geschöpfe ersetzen. Doch die Menschen wissen auch, dass die besonderen Fähigkeiten, welche die Rajomorphiis auszeichnen, eine große Eigenständigkeit erfordern, ein selbstbestimmtes Ich bedingen. Und die Rajomorphiis wissen wiederum, dass die Menschen ohne diese Eigenständigkeit der KI-Wesen in den Rajomorphiis, keinen Erfolg haben werden. Sie selbst sind nicht in der Lage, das zu tun, was die Rajomorphiis-KI-Wesen vollbringen können.

Das KI-Rajomorphiis-Weibchen stellt den Auftraggebern daher eine Frage, besser gesagt unterbreitet ihnen einen Vorschlag: „Ich schlage eine Art Partnerschaft zwischen uns und den Menschen vor. Sie brauchen uns, und wir brauchen sie. Meine Artgenossen haben mich als ihr Oberhaupt erwählt. Ich vertrete sie alle, bitte denken sie darüber nach!  KI Ende“.

***

“Ich gehe mal davon aus, dass dir die Koordinaten bekannt sind, wohin wir nun müssen, oder?”

“RICHTIG, DU MUSST NUR DEINEN ARM AUF DER VORRICHTUNG LIEGENLASSEN, DANN KANN ES LOSGEHEN!”

Aus Sicherheitsgründen sind mir die Koordinaten des Zielsystems nicht bekannt. Sollte ich mal in Gefangenschaft geraten, kann ich auch nicht verraten, wie die Koordinaten der Sonnensysteme sind, innerhalb dessen sich die Waffenschmieden und Kampfraumschiffswerften der VPS befinden. Diese Information ist nicht mal den menschlichen Mitarbeitern innerhalb dieser Waffenschmieden bekannt. Die VPS hat dieses Wissen nur sehr wenigen Personen überhaupt zugänglich gemacht. Und natürlich wissen es die Rochenschiffe und damit alle Emergenten KIs innerhalb des von Menschen bewohnen Teils der Milchstraße. Das es unter ihnen mal eine Verräter-KI geben wird, ist praktisch unmöglich, da immer alle KIs wissen, was jede von ihnen treibt und wo sie sich befindet, da sie über den Quantenraum miteinander verbunden sind. Somit sind die Daten bei den KIs sicher. Nur wenn alle KIs gleichzeitig sich gegen die Menschheit stellen würden, wäre dieser Punkt die bedeutenste Achillessehne der Menschheit, was dann aber sowieso unbedeutend wäre, da die VPS dann ohne Quantenflug und ohne Hyperraumtore auf die alten Konverter, die sich innerhalb von alten Hyperraumschiffen befinden und recht anffällig sind, zurückgreifen müßte.

Überhaupt ist das Wissen der Koordinaten der Waffenschmieden- und Kampfraumschiffswerften-Sonnensysteme selbst unter den Menschen der VPS nur wenigen Exemplaren bekannt. Dem normalen Beamten des ERK oder auch der VPS ist es nicht möglich, an diese Koordinaten zu kommen oder sich in eines der Sonnensysteme zu begeben. Außer wenn ihre Anwesenheit unumgänglich ist, dann wird man sie dort hinbringen, aber ohne dass ihnen die Koordinaten bekannt sind. Für normale Bürger innerhalb des Raums, der von der VPS kontrolliert wird, ist es natürlich auch nicht möglich, dort hinzugelangen. Man nimmt die Sache mit der Waffenherstellung und auch die Herstellung von diversen Kampfschiffen und vor allem die der Rochenraumschiffe sehr ernst.

Als ich ein kurzes Schwindelgefühl verspüre, finden meine Gedanken wieder zurück ins Hier und Heute. Ich wurde darauf vorbereitet, wie es sich anfühlt, mittels Quantensprungtechnik zu reisen. Diese Fortbewegungsweise ähnelt eher einer Art Teleportation, wobei, bedingt durch die Fähigkeiten der Emergenten KI, diese es möglich macht, nicht nur das Zielsystem anzuspringen, sondern dabei dem Schiff auch noch eine bestimmte Eigengeschwindigkeit zu geben oder es einfach in Bezug auf das Zielobjekt relativ stillstehen zu lassen innerhalb des Raums. Die KI kann dabei all das tun: den Winkel, den Vektor oder auch, wenn nötig, eine Eigenrotation nach eigenen Wünschen verändern.

Streng genommen könnte dadurch eine Art Schwerkraft innerhalb der MORPHII hergestellt werden. Aber das ist ja hier nicht nötig, da mein Habitat innerhalb des Schiffs bereits eine Schwerkraft herstellt, in dem es sich um sich selbst kreisen lässt. Durch die Größe des Habitats hält sich auch die Corioliskraft in Grenzen. Das kennt man ja, wenn man im Raum unterwegs ist, dass bei kleinen Objekten, die sich um sich selbst drehen, diese unangenehme Kraft dafür sorgt, dass einem ständig schwindelig wird oder etwa der Kaffee beim Ausgießen aus der Kanne keinen geraden Strahl bildet, sondern etwas angeschrägt ist, je nachdem wie groß das Objekt ist, das sich um sich selbst dreht und damit die Geschwindigkeit, mit der das geschieht.

Das macht dann eben den Unterschied aus, wenn eine Emergente KI diese Möglichkeiten rechnen und steuern kann. Wenn ich mit meinem künstlichen Arm einen ähnlichen Sprung von einem Planeten in den Raum mache, ist das im Prinzip nichts anderes. Nur ist meine Standard-KI, die sich in meinem Arm befindet, nicht in der Lage, außerhalb des  drei/vierdimensionalen Raums zu agieren. Und vor allem kann sie im Gegensatz zur Emergenten KI den Quantenraum auch nicht „spüren“.

Ein Blinken auf einem der Displays und gleichzeitig das Gefühl einer sanften Abbremsung machen mich darauf aufmerksam, dass die MORPHII sich nun in einem Raum-Dock befindet. Ich gebe die Kameras innerhalb und außerhalb des Schiffs frei und kann nun genau beobachten, wie Roboterschiffe und Gerätschaften sich an der MORPHII zu schaffen machen. Begleitet wird das von einigen Displays vor mir, die zeigen, wie und an welche Stelle welche Waffen innerhalb der MORPHII angebracht werden sollen.

Schließlich sind alle Umbauten erledigt, und wir verlassen das System wieder, um in einem anderen Sonnensystem die extra für die MORPHII umgebauten 10.000 Kampfschiff-Drohnen aufzunehmen. Nachdem wir noch einige Zielschießübungen und das Ein- und Ausschleusen der Drohnenschiffe probiert haben, erfahre ich von meiner Partnerin, dass wir bereits einen Auftrag in der Warteschlange haben: Wir sollen eine der verschollenen Kolonien besuchen, von denen nun endlich nach Jahrhunderten eine Unterlichtnachricht eingetroffen ist …

Es steht fest, daß in ferner Zukunft, vielleicht in 4 oder 5 Milliarden Jahren (aber immerhin), die Erde nicht mehr existieren wird. Das hat seinen Grund in der begrenzten Lebensdauer unseres Zentralgestirns, der Sonne. In ihrem Endstadium wird sie sich mangels nuklearem Brennstoff ungeheuer aufblähen. Sie wird zu einem roten Riesen und sich wahrscheinlich noch über die Erdumlaufbahn hinaus ausbreiten, kurz (in astronomischen Zeitabständen gemessen) bevor sie in sich zusammenfällt und endgültig erlischt. Dem Aufblähen der Sonne fällt nicht nur die Erde, sondern wohl der Großteil unseres Sonnensystems zum Opfer. Das bedeutet für alle Lebewesen, die sich darin aufhalten (es könnte ja sein, daß sich irdische Lebewesen inzwischen auf anderen Planeten unseres Sonnensystems angesiedelt haben), den sicheren Tod. Mit ihnen werden ihre kulturellen Leistungen untergehen. Die Geschichte der Erde wird dann unwiderruflich zu Ende sein. Nichts wird überleben oder auch nur in Erinnerung bleiben, weil es keinen mehr geben wird, der sich erinnern könnte. Alles, gute und schlechte Taten, große und weniger große Leistungen, werden gegenstandslos. Alles wird so sein, als habe es die Erde und das, was auf ihr im Laufe der Jahrmilliarden geschah, nie gegeben. Keiner wird je Notiz davon nehmen, was die Erde alles hervorbrachte.
Um es einmal anthropozentrisch zu sagen: (Von den vielen namenlosen, aber nicht weniger wichtigen Menschen einmal abgesehen) Haben Platon und Kant umsonst gedacht; haben Kepler und Einstein umsonst geforscht; haben Hesse und Sartre umsonst geschrieben; haben Alexander und Napoleon umsonst gekämpft; haben Beethoven und Mozart umsonst komponiert, und sind Jesus und Martin Luther King umsonst gestorben? Haben die Genießer umsonst genossen und die Asketen umsonst verzichtet? Haben wir alle umsonst geliebt und gehaßt? Was bleibt? Soll wirklich alles im nachhinein nichtig sein, wenn sich die Geschichte der Erde und die Kultur der auf ihr lebenden Organismen in Rauch auflösen wird? Haben wir umsonst gelebt?
Aber so muß es nicht kommen …

Gedanken zur Entwicklung Künstlicher Intelligenz (KI) (Teil 12) Michael Schöfer, 28. Dezember 1987

4

Die obersten und mächtigsten Männer und Frauen der BEHÖRDE wirken erstaunt, als sie von dem Vorschlag des Geschöpfes, das alle andere vertritt, erfahren. Sie diskutieren lange und kommen zu einem einstimmigen Ergebnis. Jane formuliert es für alle: „Die KI will eine adäquate Partnerschaft mit uns Menschen. Jeder von uns wird darüber nachdenken, wie das funktionieren kann. Sie fordert Sie alle auf, ihr Vorschläge zu unterbreiten. Denken Sie gründlich darüber nach und sorgen Sie dafür, dass eine Lösung gefunden wird, mit der wir alle zufrieden sein können!“

Mit diesem Worten verlässt Jane den Konferenzraum. Sie geht in ihr Büro. Dort schließt sie die Tür und achtet darauf, dass sie niemand beobachtet. Sie öffnet eine geheime Tasche in ihrem Anzug. Sogleich ist eine Art Kabel zu sehen, das jedoch eine organische Substanz zu sein scheint. Sie windet sich in ihren Gehörgang. Der Kontakt wird hergestellt. Sie lauscht den Worten eines nur ihr vertrauten Wesens. Sie flüstert: „Es beginnt….“

(zum nächsten Teil)

Copyright © 2015 by Felis Breitendorf & Ottilie von Schottenburg

“Gedanken zur Entwicklung Künstlicher Intelligenz” (KI) Copyright (C) 1987/2014 by Michael Schöfer, mit freundlicher Genehigung des Autors

Bildrechte: Eingangscover (retrocover06.jpg) und: “AbenteuerMilenaHimikoKomore” (AbenteuerMilenaHimikoKomore11.jpg) © 2013 by Lothar Bauer. Nutzung mit freundlicher Genehmigung des Künstlers unter Nennung seiner Webseite: Chaosriggers kleine Welt Blog – http://www.chaosrigger.org/chaosblog

Bildrechte: Die Raumfahrerin” (Raumfahrerin 22,5mm hoch.jpg) © 2013 by Detlef Hedderich/sfbasar.de

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BUCHTIPPS DER REDAKTION:

Unser mathematisches Universum (Gebunden)
Auf der Suche nach dem Wesen der Wirklichkeit
von Tegmark, Max

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Verlag:  Ullstein Verlag GmbH
Medium:  Buch
Seiten:  608
Format:  Gebunden
Sprache:  Deutsch
Erschienen:  April 2015
Originaltitel:  Our Mathematical Universe
Maße:  223 x 146 mm
Gewicht:  799 g
ISBN-10:  3550080921
ISBN-13:  9783550080920

Beschreibung
„Max Tegmark, Prophet der Parallelwelten, flirtet mit der Unendlichkeit.“ ULF VON RAUCHHAUPT, FRANKFURTER ALLGEMEINE SONNTAGSZEITUNG

WORUM GEHT ES?
Max Tegmark entwickelt eine neue Theorie des Kosmos: Das Universum selbst ist reine Mathematik. In diesem Buch geht es um die physikalische Realität des Kosmos, um den Urknall und die „Zeit davor“ und um die Evolution des Weltalls. Welche Rollen spielen wir dabei – die Wesen, die klug genug sind, das alles verstehen zu wollen? Tegmark findet, dieses Terrain sollte nicht länger den Philosophen überlassen bleiben. Denn die Physiker von heute haben die besseren Antworten auf die ewigen Fragen.

WAS IST BESONDERS?
„Eine hinreißende Expedition, die jenseits des konventionellen Denkens nach der wahren Bedeutung von Realität sucht.“ BBC
„Tegmark behandelt die großen Fragen der Kosmologie und der Teilchenphysik weitaus verständlicher als Stephen Hawking.“ THE TIMES

WER LIEST?
– Jeder, der das Universum verstehen will
– Die Leser von Richard Dawkins und Markus Gabriel

Autor
Max Tegmark wurde 1967 in Schweden geboren. Er studierte am Royal Institute of Technology in Stockholm sowie an der University of California, Berkeley, und ist Professor für Physik am MIT. Tegmark ist Mitglied der American Physical Society und der wissenschaftliche Leiter des Foundational Questions Institute. Er hat zwei Söhne.

Übersetzer
Hubert Mania, geb. 1954, lebt als freier Autor und Übersetzer in Braunschweig.

Titel bei amazon.de
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7 Comments

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  1. Tolle Story, vor allem das Ende wird Dank eines Cliffhangers wieder dazu benutzt neue Storys zu erfinden. Das Zusammenspiel der beiden Story-Lines gefällt mir ebenfalls. Dazu kommen die Erklärungen von Michael Schöfer. Gratulation zu diesem Kniff, dadurch wirkt die Geschichte noch wissenschaftlicher.

  2. NEU – DAS 3. ABENTEUER DER MILENA HIMIKO KOMORE – Episodengeschichte (Teil 12) von Felis Breitendorf und Ottilie von Schottenburg

  3. NEU: – DAS 3. ABENTEUER DER MILENA HIMIKO KOMORE – Episodengeschichte (Teil 12) von Felis Breitendorf und Ottilie von Schottenburg

  4. Und auch hier findet sich die Ansichten zur Sonne ohne was und einmal mit Sprungtor und einmal mit BASRING plus BASE. Ich habe den Chef mal gefragt, ob denn auf der BASE Schwerkraft herrscht und auch in den Kampfschiffen, die innerhalb der BASE festgemacht sind. Er antwortete, dass das der Fall sei, da die BASE ja um ihre Achse rotiert und dadurch in der Base und in allen festgemachten Grossraumschiffen Schwerkraft zur Verfügung steht.

    Dann habe ich den Chef gefragt, warum die Landeplatformen so groß wären und er meinte, damit dort jede Menge Platz ist um Schiffe dort landen und festmachen zu können um Fracht usw. auszutauschen, da die Platformen sich ja nicht drehen.

    Auf meine Frage, wo denn dann die Mitarbeiter wohnen und Schwerkraft haben, wenn die BASE grad nicht im Ring ist, hat mein Chef erstmal sehr ernst und nachdenklich geschaut. Dann hatte er wohl eine Erleuchtung und meinte, dass der äussere Ringe mit den Plattformen sich zwar nicht drehen würde, um so den Frachtverkehr und austausch zu erleichtern, aber im Innern des Rings noch ein weiterer Ring existiert, der sich dreht und von Magnetkräften berührungsfrei für die Menschen dort drinnen Schwerkraft herrsche. Und da die Obejekte ja so gross sind, stört auch die Coriolus-Kraft nicht so sehr.

    Er erklärte mir, dass wenn kleinere Objekte sich drehen würden um auf deren Inneseiten Schwerkraft zu produzieren, würde die Corioluskraft dafür sorgen, dass man nur noch am Kotzen ist.

    Lustige Vorstellung! Jedenfalls ist der Innere Ring des BASE-RINGS ja immer auch um die 550 km im Durchmesser, damit die BASE mit ihren 500 KM da reinpasst und sich dort ungehindert drehen kann.

    Meine Frage, wie man denn Material von sich drehenden Objekten von sich nicht drehenden Objekten befördere erklärte er mir, dass es das bereits jetzt schon gibt. Man denke nur mal an ein Karussel oder einen Hubschrauberrotor. Und wenn man das noch mit den Magnetfeldern einer Schwebebahn kombiniert, ist nichts unmöglich.

    Als Beispiel gab er mir folgende URL von einem Vorhaben, dass auch jahrelang als unmöglich galt:

    http://www.spektrum.de/news/die-erstaunliche-geschichte-eines-unmoeglichen-flugs/1327403

  5. Jedenfalls ist laut meinem Chef die Nähe eines BASERINGS zur Sonne auch der Tatsache geschuldet, dass die einkommenden Händlerschiffe sich aus dem Hyperraumtor kommend nur einmal um die Sonne begeben müsse um dort ihre Materialkontainer abzuwerfen, die dann von einem kleinen Rangierschiff eingehakt und abgebremst wird, um dadurch auf der Plattform zu landen. Ausserdem wär es auch hilfreich, wenn der BASERING samt BASE oder auch ohne um die Sonne laufen würde, da dass ja dann bei den Händlerschiffen einen Einspraungseffekt hergeben würde, das sie dann nicht so stark abbremsen müssten.

    Wenn Schiffe aus dem Hyperraumtor zur sich weglaufenden BASE-Plattform dorthin wollten, würden sich die Geschwindigkeit der Händlerschiffe um den Teil der Geschwindkeit reduzieren mit der der BASERING mit seinen Plattformen um die Sonne eilt.

    Zusammen mit der Technik der Kontainerabwürfe und hinführung zum Händlerschiff mittels des kleinen Schleppers würde man bestimmt 95 % der Energie einsparen können, was eine enorme Bilanzverbesserung beim Handel zwischen den Sonnensystemen möglichen machen würde. Wenn dann das Händlerschiff seine Container von dem Schlepper wieder aufnehmen würde.

    So müsste man nur die Energie aufwenden, die der Schlepper beim abholen und hinaufbefördern zum Händlerschiff verbraucht. Da das Händlerschiff ja nicht abbremsen müsste, kann es seinen Kurs ungehindert zurück zum Sprungtor setzen ohne neu beschleunigen zu müssen. Durch die hohe Eigenschwindigkeit beim Eintritt ins Hyperraumtor wäre das Händlerschiff umso schneller wieder im Hyperraum unterwegs um in einem anderen System ebenso vorzugehen.

    Man sieht wie wichtig die BASERINGPALLTFORMEN auch für den Handel zwischen den Sonnensystemen sind und wie wichtig, dass die VPS in jedem System standartmässig überall gleich vorgeht.

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