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Literatur-Blog

Archiv für April 23rd, 2012

DIE GRANATE – eine kurze Geschichte von Martin Ott

Erstellt von Martin Ott am 23. April 2012

Die Granate

eine kurze Geschichte

von

Martin Ott

Er stand neben dem Bett in voller Montur.

Als sie aus dem Bad auf ihn zukam, fühlte er ihre Augen auf seiner Hose. Er schob den Hut ins Gesicht und raunte, “Das ist keine Knarre, das ist eine Granate!” Sie setzte sich auf die Bettkante, schaute zu ihm auf und ergriff seine Gürtelschnalle.

Am Morgen tastete er das Bett neben sich ab. Sie war nicht da und aus dem Bad war nichts zu hören. Hatte er geträumt? Oder hatte er es endlich geschafft, die Frau fürs Leben zu finden. Er stand auf und sah erwartungsvoll in die Küche. Doch dort war sie nicht.

Schließlich bemerkte er einen Zettel auf dem Nachttisch und dann las er in unbekannter Handschrift: “Rohrkrepierer”. Er rannte ins Bad und grub heulend das Gesicht in die Hände.

Nach einer Weile nahm er vom Toilettenpapier und wischte die Tränen weg, atmete tief durch und fing an zu suchen.

Im Arzneischrank nach Aspirin. Leer.

In der Wohnzimmerbar griff er nach der Wodkaflasche. Leer.

In der Küche zog er das kleine Messer aus dem Holzblock. Er hielt inne.

Ruhig ging er zurück ins Schlafzimmer und setzte sich auf die Bettkante. Dorthin, wo sie in der Nacht gesessen hatte. Er beugte sich nach seiner Hose, nahm die Granate heraus und zog den Stift.

- Ende -

© Martin Ott, 2011

Bildrechte: Coverillustration “Überraschungsgeschichten-der-besonderen-Art1.jpg ” () © 2012 by Lothar Bauer. Nutzung mit freundlicher Genehmigung des Künstlers unter Nennung seiner Webseite: Chaosriggers kleine Welt Blog – http://www.chaosrigger.org/chaosblog

Bildbearbeitung: Bearbeitete Coverillustration “Überraschungsgeschichten-der-besonderen-Art1.jpg” (WEIHNACHTSGESCHICHTEN-60-minus-60-0-20110114100400-0d964f2a) © 2012 by Detlef Hedderich. Nutzung nur mit Genehmigung des Künstlers Lothar Bauer unter Verwendung des Originals.

Buchtipp des Autors zur Literaturform Microfiction:

Markus Walther: Kleine Scheißhausgeschichten
68 kurze Geschichten

Verlag: Acabus
ISBN-13: 9783941404649
Einband: broschiert
Preisinfo: € 11,90 [D]
Umfang: 155 Seiten, 20 x 14 cm
Erscheinungsdatum: 1. Auflage, 20.09.2010

Kurzbeschreibung
Warum verschwinden immer wieder Socken in Waschmaschinen? Was hat man mit Godzilla gemacht, nachdem er besiegt wurde? Warum gibt es die Zahnfee und den Weihnachtsmann nicht mehr? Zu welcher genauen Uhrzeit ist das Ende der Welt? Dies Zwischendurchlektüre beantwortet in 68 Kurz- und Kürzestgeschichten die wirklich wichtigen Fragen dieser Welt und ganz nebenbei auch einige der Unwichtigen.

Über den Autor
Markus Walther, geboren 1972 in Köln, lebt seit 2006 mit seiner Frau und zwei Töchtern in Rösrath. Der Schwerpunkt seiner schriftstellerischen Arbeit liegt in der Gattung der Kurz- und Kürzestgeschichte.

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ACHTUNG! So verdoppeln Sie Ihre Chancen bei Titeln unter Storys unserer Community-Autoren, bei denen es zu einer Verlosung kommt: Geben Sie mindestens einen Kommentar zu diesem Beitrag ab. Das ist ganz einfach: Nur auf den Button “(keine) Kommentare” klicken und Ihre Meinung zum Thema abgeben. Dafür werfen wir ein 2. Los in die Lostrommel. Sobald Sie dann in der nächsten Meldung mit dem Preisrätsel zu diesem Buch PER E-MAIL (!) an der Verlosung teilgenommen haben, verdoppeln Sie Ihre Gewinnchance. Natürlich sollte Ihre Antwort PER E-MAIL (!) beim Preisrätsel richtig sein. Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen!

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Linda Chapman & Lee Weatherly: Der vergessene Ort. Schattenwald Geheimnisse 2. – BEI UNS DREIMAL IM PREISRÄTSEL!

Erstellt von Detlef Hedderich am 23. April 2012

Linda Chapman & Lee Weatherly
Der vergessene Ort
Schattenwald Geheimnisse 2

Sophie and the Shadow Woods: The Swamp Boggles (2011)
cbj Verlag
ISBN 978-3-570-15369-7
Fantasy, Kinder & Jugend
Erschienen 2012
Übersetzer Bettina Spangler
Titelbild Timo Grubing
Illustrationen Timo Grubing
Umfang 128 Seiten

www.cbj-verlag.de

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Autorenporträt

Linda Chapman, geboren 1969 in Liverpool, gehört zu den erfolgreichsten englischen Kinderbuchautorinnen. Ihren größten Erfolg in Deutschland feierte sie mit der Serie “Sternenschweif”. Sie lebt mit ihrem Mann, drei Kindern und zwei Hunden in einem kleinen Dorf in Leicestershire.

Lee Weatherly wurde in Little Rock, Arkansas, geboren und lebt seit 1995 in England. Sie arbeitete in vielen verschiedenen Jobs, bevor sie sich ihren Traum erfüllte und begann, Kinderbücher zu schreiben. Lee Weatherly lebt heute mit ihrem Mann, ihrem getigerten Kater Bernard und vielen tausend Büchern in Hampshire.

Die Reihe “Schattenwald-Geheimnisse” haben sie gemeinsam entwickelt und geschrieben.

Vorwort

Mit “Der vergessene Ort” liegt der zweite Band der Schattenwald Geheimnisse vor. Der erste Band “Wald der tausend Augen” ist im Februar 2012 im cbj-Verlag erschienen.

Zum Buch

Sophie hat sich schon ein wenig an ihr neues Wächterdasein gewöhnt und kämpft auch schon recht erfolgreich gegen die Schattenwesen. Gerade erst konnte sie sich gegen den fiesen Koboldkönig Ug und seine Gefolgschaft zur Wehr setzen, als ihr schon die nächste Herausforderung ins Haus steht. Der Koboldkönig hat sich bei den Sumpfschrecken Hilfe gesucht und diese machen Sophie nun das Leben schwer. Nicht nur das diese Gefährten besonders schleimig sind, auch Sophies Wächterkräfte scheinen gegen sie nicht zu funktionieren. Sophies ist schon am Verzweifeln, als Sam eine rettende Idee hat …

Fazit

Auch der zweite Band rund um Sophie und Sam bringt viel Spannung für junge Fantasyfans. Schnell werden die Kinder in eine fabelhafte Welt entführt voller düsterer Wesen, zauberhafter Geheimnisse und magischer Juwelen. Gleichbleibende Charaktere erleichtern die Orientierung in der Geschichte und die schauderhaften Kreaturen werden langsam aber stetig erweitert. Mit jedem Band rund um den Schattenwald scheint dieser für den Leser ein kleines Stück zu wachsen und seine Kräfte mehr und mehr zu entfalten. Schöne Illustrationen runden auch diesen Band ab und geben allen einen guten Einstieg, die den ersten Band verpasst haben.

Eine gelungene Fortsetzung, rund um den unheimlichen Wald mit seinen verwunschenen Kreaturen.

Copyright © 2012 by Yvonne Rheinganz

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Preisrätsel 3 x 1 Exemplar: Wer eines dieser Exemplare erhalten möchte einfach folgende Frage richtig beantworten und einsenden an sfbgewinne@buchrezicenter.de (im Betreff bitte den Gewinntitel angeben!): Gegen wen oder was scheinen Sophies Wächterkräfte nicht zu funktionieren? (Antwort auf unserer Homepage zu finden!) Sobald 300 Mails eingetroffen sind, werden daraus  die Gewinner mit der richtigen Lösung gezogen, wie immer ist der Rechtsweg ausgeschlossen! Eine alternative Teilnahme per Kommentar findet sich hier!

DIE GEWINNER LAUTEN: Sascha Thiering, Manja Forkel und Ilona Waldtraut. HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH! WIR DANKEN UNSEREM SPONSOREN UND ALLEN TEILNEHMERN!

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Linda Chapman & Lee Weatherly: Wald der tausend Augen. Schattenwald Geheimnisse 1. – BEI UNS DREIMAL IM PREISRÄTSEL!

Erstellt von Detlef Hedderich am 23. April 2012

Linda Chapman & Lee Weatherly
Wald der tausend Augen
Schattenwald Geheimnisse 1

Sophie and the Shadow Woods: The Goblin King (2011)
cbj Verlag
ISBN 978-3-570-15368-0
Fantasy, Kinder & Jugend
Erschienen 2012
Übersetzer Bettina Spangler
Titelbild Timo Grubing
Illustrationen Timo Grubing
Umfang 128 Seiten

www.cbj-verlag.de

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Autorenporträt

Linda Chapman, geboren 1969 in Liverpool, gehört zu den erfolgreichsten englischen Kinderbuchautorinnen. Ihren größten Erfolg in Deutschland feierte sie mit der Serie “Sternenschweif”. Sie lebt mit ihrem Mann, drei Kindern und zwei Hunden in einem kleinen Dorf in Leicestershire.

Lee Weatherly wurde in Little Rock, Arkansas, geboren und lebt seit 1995 in England. Sie arbeitete in vielen verschiedenen Jobs, bevor sie sich ihren Traum erfüllte und begann, Kinderbücher zu schreiben. Lee Weatherly lebt heute mit ihrem Mann, ihrem getigerten Kater Bernard und vielen tausend Büchern in Hampshire.

Die Reihe “Schattenwald-Geheimnisse” haben sie gemeinsam entwickelt und geschrieben.

Vorwort

Mit “Wald der tausend Augen” liegt der erste Band der Schattenwald Geheimnisse vor. Band 2 mit dem Titel “Der vergessene Ort” erscheint ebenfalls im Februar 2012 bei cbj.

Zum Buch

Sophies zehnter Geburtstag ändert ihr Leben schlagartig: Denn auf einmal ist sie der Wächter einer magischen Pforte, die die Welt vor fürchterlichen Kreaturen schützt. Aber es kommt noch schlimmer, denn Sophie hat den Schlüssel der Pforte verloren, genau einen Tag, bevor sie wusste, dass diese überhaupt existiert. Von da an ist Sophies Leben nicht nur extrem spannend, sondern auch hochgefährlich. Schließlich muss sie nun die Welt vor den bösen Wesen beschützen Ihr einziger Lichtblick ist ihr Freund Sam der ihr mit Rat und tat zur Seite steht.

Fazit

Ein wirkliches tolles Buch für fortgeschrittene Leser im Grundschulalter. Zwei sympathische Hauptcharaktere ermöglichen eine leichte Identifikation für junge Leser beiderlei Geschlechts und leiten den Leser wirklich gut durch die Geschichte. Auch die Nebencharaktere sind wirklich gut ausgestaltet, der nervige Bruder und der etwas schrullige Großvater sind hervorragend getroffen und auch vor den Bösen kann man sich richtig schön gruseln. Anschaulich wird die Geschichte durch die vielen wirklich tollen Illustrationen und den allwissenden Erzähler.

Eine wirklich tolle Geschichte für die ganz jungen unter den Fantasyfans.

Copyright © 2012 by Yvonne Rheinganz

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Preisrätsel 3 x 1 Exemplar: Wer eines dieser Exemplare erhalten möchte einfach folgende Frage richtig beantworten und einsenden an sfbgewinne@buchrezicenter.de (im Betreff bitte den Gewinntitel angeben!): Sophies wie vielter Geburtstag ändert ihr Leben schlagartig, denn auf einmal ist sie der Wächter einer magischen Pforte, die die Welt vor fürchterlichen Kreaturen schützt? (Antwort auf unserer Homepage zu finden!) Sobald 300 Mails eingetroffen sind, werden daraus  die Gewinner mit der richtigen Lösung gezogen, wie immer ist der Rechtsweg ausgeschlossen! Eine alternative Teilnahme per Kommentar findet sich hier!

DIE GEWINNER LAUTEN: Burghard Westerholt, John Düppmann und Volker Simon. HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH! WIR DANKEN UNSEREM SPONSOREN UND ALLEN TEILNEHMERN!

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Thomas Thiemeyer: David und Juna. Das verbotene Eden 1 – BEI UNS DREI EXEMPLARE IM PREISRÄTSEL!

Erstellt von Detlef Hedderich am 23. April 2012

Thomas Thiemeyer
David und Juna
Das verbotene Eden 1

PAN/Knaur Verlag, München, 08/2011
HC mit Schutzumschlag
Endzeit-SF, Fantasy
ISBN 978-3-426-28360-8
Titelgestaltung von ZERO Werbeagentur, München in Zusammenarbeit mit
Thomas Thiemeyer (Karte) und unter Verwendung von Motiven von iSrockphoto LP (Paar) und FinePic (Hintergrund)
Autorenfoto von die arge lola, Kai Loges + Andreas Langen
Mit Shakespeare-Zitaten aus „W. Shakespeare: Dramatische Werke“, 9 Bd.,
Berlin: Unger 1797 – 1810, übersetzt von August Wilhelm Schlegel, ergänzt und erläutert von Ludwig Tieck

www.pan-verlag.de
www.thiemeyer.de

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Nachdem Pharmakonzerne ein Virus entwickelten, dessen Gegenmittel sie teuer verkaufen wollten, gerät die künstliche Seuche prompt außer Kontrolle. Das Virus mutiert und macht Männer und Frauen zu Todfeinden. Die Zivilisation versinkt in Krieg und Chaos. Jahrzehnte später scheinen die Überlebenden zu einer Einigung gekommen zu sein, um den Fortbestand ihrer Art zu sichern: Während die Männer die Reste der alten Technologie und die schwindenden Ressourcen kontrollieren, halten sich die Frauen an die Natur, betreiben Ackerbau und Viehzucht. In regelmäßigen Abständen müssen sie Tribut in Form von Lebensmitteln und empfängnisbereiten Frauen an die Männer zahlen, um den brüchigen Frieden zu wahren.

Doch wegen Ereignissen, die lange zurück liegen, will Marcus Capistranus, der Inquisitor, den totalen Krieg und erlaubt den Kriegern der Heiligen Lanze, die Verträge zu brechen. Die maskierten Männer überfallen die Dörfer, plündern, brandschatzen, vergewaltigen und morden. Als sich die Frauen wehren, denn auch unter ihnen gibt es viele, die Schreckliches durchmachen mussten und der Ansicht sind, dass man die Männer ausrotten und nur einige Sklaven für die Zeugung von Kindern übrig lassen sollte, scheint der Inquisitor sein Ziel erreicht zu haben.

Womit er nicht rechnete, ist das unverhoffte Verständnis füreinander und das Keimen von Gefühlen zwischen dem Mönch David und der Brigantin Juna. Als Juna feststellt, wie grausam die Hardliner unter den Frauen Gefangene behandeln, setzt sie ihre eigene Zukunft aufs Spiel, um den jungen Mann, der die erhofften Informationen nicht geben kann, zu retten. Kann es sein, dass die alten Geschichten wahr sind, die behaupten, dass Frauen und Männer früher zusammengelebt haben und dass das Virus seine Kraft verloren hat? Aber wer wird ihnen glauben? Und wie kann der furchtbare Krieg verhindert werden, bei dem der Inquisitor eine geheime Maschine einsetzen will, gegen die die Frauen nicht die geringste Chance haben?

Frauen gegen Männer – das Thema ist alles andere als neu in der SF. Man denke an Filme wie „Sumuru – Planet der Frauen“ oder TV-Serien wie „Die Mädchen aus dem Weltraum“, an Romane wie Lothar Streblows „Planet der bunten Damen“ u. v. m. Gern beschreiben die Autoren ein Endzeit-Szenario, in dem die Frauen die Herrschaft übernahmen – das Gegenteil von der realen Gegenwart, die von Männern dominiert wird -, ein scheinbar friedliches System etablierten, wäre da nicht ein negativer Aspekt, nämlich die Unterdrückung der ‚armen Männer‘. Natürlich wird im Laufe der Handlung festgestellt, ohne sie geht es nicht. Ein Mann und eine Frau verlieben sich ineinander und zetteln eine Revolution an, nach der die ursprünglichen Verhältnisse wieder hergestellt sind.

Nicht viel anderes passiert in „David und Juna“, dem ersten Teil der „Das verbotene Eden“-Serie. Der Leser wird in eine nicht allzu ferne Zukunft entführt, in der sich die Frauen einem esoterisch angehauchten Göttinnen-Kult zuwandten und auf die Stufe von eisenzeitlichen Ackerbauern und Vierzüchtern zurückgefallen sind (wobei nie thematisiert wird, wie es ihnen – ohne moderne Technik – möglich ist, architektonische Meisterleistungen zu vollbringen und nicht stumpf werdende Schwerter herzustellen, mit denen man sogar noch kämpfen kann, nachdem man Unmengen Gestrüpp aus dem Weg hackte).

Die militanten, vorgeblich christlich orientierten Männer, die ein mittelalterliches Niveau (Hexenverfolgung) zu halten versuchen, hausen in verfallenden Städten (Köln), haben sämtliche Überreste der alten Zivilisation gehortet, verfügen jedoch nicht über die Kenntnisse, die alten Anlagen und Maschinen dauerhaft funktionsfähig zu halten – und doch benutzen sie Autos und Motorräder, die wenigstens 60 Jahre alt sind (wer selber einen Oldtimer bzw. einen älteren Wagen besitzt, weiß, wie viel Pflege dieser braucht, dass es z. B. nach einem altersbedingten Getriebeschaden nicht mehr viel zu reparieren gibt, von der Elektronik ganz zu schweigen, und rust never sleeps …). Der Autor spielt, was das Setting betrifft, mit Motiven, wie sie von der breiten Masse erwartet werden.

Auch die Charaktere entsprechen gängigen Archetypen, die so agieren, wie man es sich wünscht:
Juna ist die aufrechte Kriegerin, die sich nicht länger ausbeuten lassen, sondern wehren will, nachdem die Übergriffe der Männer zunehmend schlimmer werden. Aber sie kann differenzieren und begreift, dass nicht alle Männer automatisch ‚böse‘ sind und Feinde sein müssen. Auch auf Seiten der Frauen passieren Dinge, die nicht richtig sind. In Konsequenz trifft sie eine folgenschwere Entscheidung. David ist ihr männliches Gegenstück. Er wuchs behütet in einem Kloster auf, lernte lesen und schreiben, erfreut sich heimlich an ‚verbotenen Büchern‘ wie „Romeo und Julia“, aus dem regelmäßig zitiert wird und das praktisch den jungen Leuten hilft, einen ersten gemeinsamen Nenner zu finden. Leider muss David ‚jemand Besonderes‘ sein. Er wird zum Retter bzw. Erneuerer aufgebaut – etwas halbherzig, vielleicht weil der Autor dies auf Verlangen des Verlags einfügte? Der Protagonist erkennt gleichfalls, dass der Weg des Inquisitors falsch ist und Frauen keine verachtenswerten Hexen sind.

Juna und David ist klar, dass sie als Paar weder bei den Frauen noch bei den Männern Aufnahme finden werden und man ihnen misstrauen wird. Doch irgendwo im Westen gibt es die mysteriöse Zuflucht, in der angeblich beide Geschlechter zusammenleben. Bevor sie dorthin aufbrechen, wollen sie noch den totalen Krieg verhindern, zu zweit gegen zwei Armeen. Und hier trägt der Autor wirklich dick auf. Die beiden setzen natürlich die geheime Maschine des Inquisitors ein. Sie funktioniert, David kann sie bedienen, der simple Plan geht auf. Wie schön!

Zweifellos ist Thomas Thiemeyer ein unterhaltsamer Schmöker gelungen, dessen Lektüre vor allem jungen Genre-Fans Spaß machen wird, während das reifere Publikum wohl so manches Mal eine Braue hoch ziehen dürfte. Die Handlung verläuft einfach zu glatt, ist zu vorhersehbar, um Spannung aufkommen zu lassen. Die Hauptfiguren wirken ‚naiv-gut‘ und müssen nicht allzu viele Hürden nehmen. Ihre Gegenspieler sind ‚eindimensional böse‘, allen voran der Inquisitor, Davids Jugendfreund und die Ratsherrin, die Junas Mutter entmachten will. Die Romanze von David und Juna bleibt clean und geht über ein paar Küsschen nicht hinaus; auch auf die Beziehungen zwischen den Frauen bzw. zwischen den Männern wird nicht weiter eingegangen.

„David und Juna“ darf man Lesern zwischen 12 und 18 Jahre empfehlen, die noch nicht viel auf dem Gebiet der Endzeit-SF gelesen haben und gespannt sein werden, was auf die Protagonisten noch zukommen mag, wenn sie sich auf die Suche nach der Zuflucht begeben. Die Weichen für die Fortsetzung sind gestellt.

Copyright © 2012 by Irene Salzmann (IS)

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Preisrätsel 3 x 1 Exemplar: Wer eines dieser Exemplare erhalten möchte einfach folgende Frage richtig beantworten und einsenden an sfbgewinne@buchrezicenter.de (im Betreff bitte den Gewinntitel angeben!): Mitten in der Zeit des Umbruches und des Krieges treffen die Kriegerin Juna und der Mönch David aufeinander und müssen was feststellen? (Antwort auf unserer Homepage zu finden!) Sobald 300 Mails eingetroffen sind, werden daraus  die Gewinner mit der richtigen Lösung gezogen, wie immer ist der Rechtsweg ausgeschlossen! Eine alternative Teilnahme per Kommentar findet sich hier!

Gewonnen hat: Martin Schulze, Cindy Maier und Ilona Köhler. Herzlichen Glückwunsch! Wir danken unserem Sponsoren und auch allen Teilnehmern.

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Lego City. Hörspiel: Polizei – Die geheimnisvolle Höhle. Folge 6. – BEI UNS ZWEI EXEMPLARE IM PREISRÄTSEL!

Erstellt von Detlef Hedderich am 23. April 2012

Lego City
Hörspiel Polizei
Die geheimnisvolle Höhle
Folge 6

Universum Film
The Lego Group
CD EAN 0886919116625
Veröffentlicht: 16. März 2012
Hörspiel für Kinder
Gesamt-Spieldauer ca. 50 Minuten

www.universum-film.de

Titel erhältlich bei amazon.de
Titel erhältlich bei libri.de

Komm mit nach Lego City
hinein in unsere Abenteuerwelt,
bunt und groß.
Lego City, bau’ dir eine Welt, die dir gefällt.
In Lego City ist was los.

Auch diese Folge der Lego City Reihe beginnt mit dem altbekannten fröhlichen Titelsong und das sorgt sofort für einen munteren Einstieg in das Hörspiel. Der Reporter Eddie Dix und dessen junger Freund Max machen sich auf den Weg in den nahe gelegenen Wald von Lego City. Im Hubschrauber von Forstpolizist Waldmann erreichen sie ihr Ziel zügig und machen sich dann gemeinsam mit Waldmann auf die Suche nach einem großen Tier, das seit einiger Zeit sein Unwesen im Wald von Lego City treibt.

Im Wald stoßen die Ermittler auf eine Höhle und nicht nur das, auch altbekannte Bösewichte treiben sich im Wald herum und sorgen hier für allerlei Verwicklungen. Die Handlung springt immer hin und her, so dass der Zuhörer in einzelnen Abschnitten den Ermittlern, den Bösewichten und dem wilden Tier folgen kann. Hier darf ständig mitgefiebert werden. Aus der Ferne werden die Ermittler immer wieder von Waldmanns Assistentin Lena unterstützt.

Auch diese 6. Folge der Reihe ist für die jungen Zuhörer einfach ein Genuss. Nebenbei erfährt man auch noch manches zum Thema Wald und so ist „Die geheimnisvolle Höhle“ nicht nur pures Abenteuer, sondern zusätzlich auch ein wenig Wissen und natürlich eine mit Erfolg gekrönte Ermittlung.

Altbekannte und neue Sprecher machen ihre Arbeit in dieser Folge sehr gut und begeistern einfach nur. Was will man mehr? Mit LEGO ist einfach alles möglich, auch der Bau einer Höhle im Wald, oder?

Copyright © 2012 by Iris Gasper

Titel erhältlich bei amazon.de
Titel erhältlich bei libri.de

Preisrätsel 2 x 1 Exemplar: Wer eines dieser Exemplare  erhalten möchte einfach folgende Frage richtig beantworten und einsenden an sfbgewinne@buchrezicenter.de (im Betreff bitte den Gewinntitel angeben!): Diese Folge der Lego City Reihe beginnt mit was? (Antwort auf unserer Homepage zu finden!) Sobald 200 Mails eingetroffen sind, werden daraus  die Gewinner mit der richtigen Lösung gezogen, wie immer ist der Rechtsweg ausgeschlossen! Eine alternative Teilnahme per Kommentar findet sich hier!

DIE GEWINNER LAUTEN: Holger Nillmaer und Nils Pashkur. HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH! WIR DANKEN UNSEREM SPONSOREN UND ALLEN TEILNEHMERN!

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BABYMORD – Kriminalkurzgeschichte von Günther K. Lietz

Erstellt von Günther Lietz am 23. April 2012

Babymord

Kriminalkurzgeschichte

von

Günther K. Lietz

Fassungslos starrte Allistair O’Neill auf die sterblichen Überreste seiner Frau June. Mitleidlos zog der Leichenbeschauer das blaue Tuch wieder über die blutigen Einzelteile. Neben dem Mann stand ein Mitarbeiter des Departments, seine Sonnenbrille locker in der Hand wippend. Der Beamte wartete einige Sekunden, dann ergriff er das Wort: “Die Leiche ist ziemlich verstümmelt. Da hat jemand ganze Arbeit geleistet. Das Baby haben wir einige Meter weiter gefunden. Der Mörder hat das Ungeborene aus dem Bauch geschnitten. Es liegt in einem extra Fach. Wollen Sie es sehen?”

Allistair blickte langsam auf. “Baby?” kam es ihm schwer über die Lippen. “Was?”

“Sorry, ich wusste nicht, dass Ihnen das unbekannt war. Sehen Sie es mal so, das spart einiges an Alimenten.”

Der Schlag kam ansatzlos und traf den verblüfften Beamten am Kinn.

***

Der Richter hatte ihn zwei Monate in den Knast gesteckt. In dieser Zeit hatten die Cops die Ermittlungen eingestellt. Ermittlungen gegen ihn, den gehörnten und verlassenen Ehemann. Allistair saß im Central Park auf einer Bank und fütterte die Tauben mit Brotresten. Seine Kleidung war ungepflegt, er roch nach billigem Fusel und die Spaziergänger machten einen Bogen um ihn.

Junes Mörder lief irgendwo da draußen herum. Und niemanden kümmerte es. Allistair verdankte nur seinem wasserdichten Alibi, dass er auf freiem Fuß war. Eigentlich hatte er alleine draußen in der Hütte sein wollen. Zum Angeln. Wie jedes Jahr. Auch nach der Trennung war das ein fester Termin für ihn. Er brauchte diese Auszeit, um wieder zu Kräften zu kommen. Ohne June mehr denn je.

Auf der Fahrt zur Hütte war er auf einen Jeep aufgefahren. Der Fahrer des anderen Wagen war sauer gewesen und es hatte eine Rangelei gegeben. Der Sheriff war hinzugekommen und hatte beide in die Ausnüchterungszelle gesteckt. Damit sie wieder zu Sinnen kamen. Ein gutes, starkes Alibi. Allistair hatte Glück gehabt. Ohne den Unfall säße er jetzt sicherlich auf dem elektrischen Stuhl.

Er sah sich den letzten Brocken Brot an, holte aus und donnerte das große trockene Vollkornteigstück einer Taube gegen den Kopf. Der Vogel fiel tot um, irgendwo kreischte ein Kind und jemand empörte sich lautstark. Doch das alles war Allistair egal.

***

“Mann, Alter, mach keinen Scheiß” wimmerte Frank Sander und wedelte abwehrend mit beiden Händen vor dem Gesicht. Er warf einen Blick nach hinten und erschauerte. Zwölf Stockwerke tiefer verliefen die Straßen von Manhatten. “Wir sind doch Freunde.”

Allistair grinste müde. “Wir waren Freunde. Bis du was mit June anfangen musstest, Frank. Mein bester Freund spannt mir meine Frau aus.”

“Mann, das ist auf Junes Mist gewachsen. Sie hat mich angebaggert. Verstehst du? Sie mich!” Franks Stimme überschlug sich. Ängstlich sah er auf die Pistole, die Allistair in der Hand hielt. “Es tut mir leid, Mann. Es tut mir ehrlich leid.”

“June ist tot, Frank. Und niemand will wissen, wer sie umgebracht hat. Nur ich. Aber ich habe gar keine Ahnung, was die letzten Monate passiert ist. Du schon, Frank. Aber du drehst lieber Däumchen, als nach dem Mörder zu suchen.”

Frank sah erneut über die Schulter. Nur noch zwei Schritte und er würde in den sicheren Tod stürzen. “Allistair, Mann, ich habe keine Ahnung. June hatte sich verändert. Ich war nur das Sprungbrett, glaub mir. Sie hat sich an mich herangemacht, um dann weiterzukommen.”

Allistair beherrschte sich mühsam. Es dürstete ihn abzudrücken oder zuzuschlagen, aber er musste sich zusammenreißen. June zuliebe. “Was meinst du? Komme endlich raus damit. Oder ich mach dich auf der Stelle kalt.” Er ging einen Schritt vor und Frank wich einen Schritt zurück.

“Mein Boss, Henry Silverstein, der ist Anwalt. June war gerade frisch mit mir zusammen und ich habe sie auf eine Party unserer Kanzlei mitgenommen. Sie ist sofort auf Silverstein los. Hat ihn umgarnt, heiß gemacht. Eine Woche später waren die beiden zusammen.”

“Und das soll ich dir glauben, Frank? Davon hätte ich gehört.”

“Mann, Alter, ehrlich. Das war mir einfach zu peinlich. Ich habe behauptet, wir wären noch ein Paar. Wollte Gras über die Sache wachsen lassen und irgendwann mal mit der Wahrheit herausrücken. Wollte ja auch keinen Stress mit Silverstein. June ist bei mit ausgezogen und dann in ein Apartment, was er bezahlt hat. Seine Frau durfte ja nichts davon mitbekommen.”

Allistair atmete tief ein. Seine geliebte June ein Flittchen, eine Schlampe? Das konnte er kaum glauben. Aber wenn doch? Mit einem leisen Knurren machte Allistair noch einen Schritt vor und stieß Frank in den Tod.

***

Henry Silverstein in die Finger zu bekommen, war schwer. Der reiche Anwalt war nie alleine anzutreffen. Jedenfalls die ersten Wochen. Doch Allistair lag auf der Lauer und nutzte seine Chance, als sie ihm sich bot.

Silverstein hatte eine neue Geliebte, der er ein Apartment in der City einrichtete und das er stets ohne Leibwächter aufsuchte. Allistair musste nur einen geeigneten Zeitpunkt abwarten, den Anwalt niederschlagen, im Kofferraum verstauen und einen Tag schmoren lassen. Dann war Silverstein bereit zum Plaudern.

Das Auto stand oberhalb der Klippe. Tief unten krachte unermüdlich die Brandung gegen die Felsen. “O’Neill, was soll der Quatsch? Kommen Sie zur Vernunft! Wir können über alles reden. Über alles.”

Allistair lachte auf. “Sie haben meine Frau auf dem Gewissen, Silverstein. Und dafür werden sie bezahlen. Mit ihrem Leben.”

Der Anwalt fuhr sich mit der Hand über die ausgetrockneten Lippen. Seine Stimme war nur noch ein heißeres Krächzen. “Ich habe nichts damit zu tun, O’Neill. Mein Ehrenwort.”

“Ihr Ehrenwort? Das ist nichts wert, Silverstein. Ich weiß nicht was passiert ist, aber Sie tragen Schuld daran. June ist tot. Und mein Kind auch.”

“Ihr Kind?” krächzte Silverstein überrascht.

Allistair sah den Anwalt abschätzend an. “Sie haben es für Ihr Kind gehalten, oder? Denn nur so ergibt Ihre Frage einen Sinn. Das June schwanger war, dass auch das Kind getötet wurde, dass stand in allen Zeitungen. Warum sollten Sie also überrascht sein?”

“O’Neill. Wir können doch über alles reden. Ihre Frau, ich meine, es war nichts Ernstes. Der Skandal, Sie müssen das doch verstehen. Sie wurden von Ihr doch auch betrogen. O’Neill, Sie müssen doch wissen was für eine Schlampe June war. Sie hat mich erpresst, mit dem Kind. Was sollte ich denn machen? O’Neill, legen Sie die Waffe weg. O’Neill …!”

ENDE

Copyright (c) 2012 by Günther Lietz

Buchtipp:


Rosemarie Bus
Es sterben immer drei
Kriminalroman

dtv Paperback
Seiten/Umfang: ca. 384 S. – 19,1 x 12,0 cm
ISBN: 978-3-423-21364-6
Erscheinungsdatum: 01.05.2012

Titel bei Amazon.de
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Die Münchner Journalistin Stella, Mitte dreißig, erhält den Auftrag, eine Geschichte über den Tod einer Kollegin zu schreiben. Valerie wurde in Umbrien erschossen, wo sie mit ihrem älteren Liebhaber Jochen und einigen anderen Deutschen in der »Casa Pornello« wohnte. Unterstützt von ihrer beherzten Mutter Irma und dem Fotografen Luis geht Stella auf Mördersuche. Ist es einer der Mitbewohner, die alle ihre Probleme mit der exaltierten, nymphomanen Valerie hatten? Oder ist etwa die Mafia im Spiel? Während ihrer Recherche verliebt sich Stella in den schönen Maresciallo Luca – und findet heraus, dass er Valerie viel besser kannte, als seine Kollegen von den Carabinieri wissen dürfen.

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ACHTUNG! So verdoppeln Sie Ihre Chancen bei Titeln unter Storys unserer Community-Autoren, bei denen es zu einer Verlosung kommt: Geben Sie mindestens einen Kommentar zu diesem Beitrag ab. Das ist ganz einfach: Nur auf den Button “(keine) Kommentare” klicken und Ihre Meinung zum Thema abgeben. Dafür werfen wir ein 2. Los in die Lostrommel. Sobald Sie dann in der nächsten Meldung mit dem Preisrätsel zu diesem Buch PER E-MAIL (!) an der Verlosung teilgenommen haben, verdoppeln Sie Ihre Gewinnchance. Natürlich sollte Ihre Antwort PER E-MAIL (!) beim Preisrätsel richtig sein. Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen!

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