sfbasar.de

Literatur-Blog

Archiv für Februar, 2012

Petrarca-Preisträger Erri De Luca vom 26. bis 29. März 2012 auf Lesereise!

Erstellt von Detlef Hedderich am 29. Februar 2012

Erri de Luca liest aus seinem Roman

»Das Gewicht des Schmetterlings«

Termine

Köln Montag, 26. März 2012, 20:00 Uhr Buchhandlung Bittner, Albertusstraße 6 50667 Köln Eintritt: 8,-€ / erm. 6,- €

Tübingen Dienstag, 27. März 2012, 20:00 Uhr Museum Obere Säle Wilhelmstraße 3 72074 Tübingen Eintritt: 8,-€ / erm. 6,- €

München Mittwoch, 28. März 2012, 20:30 Uhr Buchhandlung Lehmkuhl Leopoldstraße 45 8082 München Eintritt: 6,- €

Berlin Donnerstag, 29. März 2012 Italienisches Kulturinstitut Hildebrandstraße 2 10785 Berlin Eintritt: frei

Das Gewicht des Schmetterlings

Ein flirrend klarer, strahlender Novembertag, hoch in den Bergen. Zum letzten Mal nimmt der alte Wilderer den steinigen Weg auf sich: Über dreihundert Tiere hat er im Lauf seines Lebens erlegt, lange schon lebt er als Eremit. Nur ein einziges fehlt ihm noch: Der König der Gemsen, dieses starke, beinahe unbezwingbare Tier, dessen Mutter er einst ins Tal wuch-tete. Im Tal hängen schon die Nebel und die Menschen gedenken ihrer Toten, wenn für das Wild die Zeit des Aufbruchs und der Revierkämpfe beginnt. Der Zeitpunkt ist gekommen für das seit Jahren aufgeschobene, letzte Duell. Zwei Einzelgänger, ähnlich willensstark und kompromisslos, Mensch und Tier, bewegen sich langsam und unausweichlich aufeinander zu. Am Ende ist es ein weißer Schmetterling, zu Eis gefroren auf dem Horn des Gamsbocks, der für den schicksalhaften Ausgleich sorgt.

Aus dem Italienischen übersetzt und mit einem Nachwort von Helmut Moysich

Laudatio zum Petrarca-Preis 2010 von Peter Kammerer

108 Seiten (D) 14,99 € / (A) 15,50 €/ sFr 25,50 978-3-86220-800007-8

Titel bei amazon.de
Titel bei buch24.de
Titel bei Booklooker.de
Titel bei Libri.de

Erri De Luca, geboren 1950 in Neapel, begann erst mit vierzig zu schreiben. Als Autodidakt lernte er Hebräisch, um Teile der Bibel neu zu übersetzen. Heu-te ist er einer der meistgelesenen Schriftsteller Italiens. Das Gewicht des Schmetterlings war mit einer Auflage von über 450.000 Exemplaren und Übersetzungen in zahlreiche Sprachen sein größter Erfolg überhaupt.

Erri De Luca wurde 2010 mit dem Petrarca-Preis ausgezeichnet.

Pressestimmen:

Eine ganz wunderbare, einzigartige Sprache … einfach, reduziert, sehr genau, flirrend schön, überraschend und weise … Das Neapel der frühen 50er Jahre … wundersam, und schmerzlich schön. Denis Scheck, ARD druckfrisch, 26.09.2010

Sein Ton ist biblisch-franziskanisch, der Stil von gemeißelter Einfachheit, oft lyrisch … Ein einfaches, großes Buch. Gustav Seibt, Süddeutsche Zeitung, 22.11.2010

Erri de Lucas Roman ist reine Poesie. Ex libris, ORF, 20.02.2011

Freiheit und Liebe, das sind die Möglichkeiten zum Glück. Erri De Lucas Roman, mit … seiner ausdrucksstarken Sprache, die in einem Sog die Geschichte vorantreibt, gesellt sich in den Stunden der Lektüre vielleicht als eine weitere Möglichkeit hinzu. Bücher, Januar 2011

Titel bei amazon.de
Titel bei buch24.de
Titel bei Booklooker.de
Titel bei Libri.de

ACHTUNG! So verdoppeln Sie Ihre Chancen bei Titeln mit Pressemeldungen, bei denen es zu einer Verlosung kommt: Geben Sie mindestens 1 Kommentar zu diesem Beitrag ab. Das ist ganz einfach: Nur auf den Button “(keine) Kommentare” klicken und Ihre Meinung zum Thema abgeben. Dafür werfen wir ein 2. Los in die Lostrommel. Sobald Sie dann in der nächsten Meldung mit dem Preisrätsel zu diesem Buch PER E-MAIL (!) an der Verlosung teilgenommen haben, verdoppeln Sie Ihre Gewinnchance. Natürlich sollte Ihre Antwort PER E-MAIL (!) beim Preisrätsel richtig sein. Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen!

Abgelegt unter Bücher, Diskussionen, Film und TV, Lesungen, Ullstein-Verlag | Keine Kommentare »

Andreas Eschbach: Herr aller Dinge. Drei Exemplare im Preisrätsel!

Erstellt von Detlef Hedderich am 29. Februar 2012

Andreas Eschbach
Herr aller Dinge

(sfbentry)
Gustav Lübbe Verlag
in der Bastei Lübbe GmbH & Co. KG
ISBN 978-3-7857-2429-3
Science Fiction
Erschienen: 16.09.2011
Umschlaggestaltung: Pauline Schimmelpenninck, Büro für Gestaltung, Berlin
Umschlagmotiv: © Daniel White/Skytopia
Hardcover mit Schutzumschlag, 687 Seiten

www.luebbe.de
www.lesejury.de
www.andreaseschbach.com

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Zum Autor:

Andreas Eschbach, geboren am 15.09.1959 in Ulm, ist verheiratet, hat einen Sohn und schreibt seit seinem 12. Lebensjahr. Er studierte in Stuttgart Luft- und Raumfahrttechnik und arbeitete zunächst als Softwareentwickler. Von 1993 bis 1996 war er geschäftsführender Gesellschafter einer EDV-Beratungsfirma. Als Stipendiat der Arno-Schmidt-Stiftung “für schriftstellerisch hoch begabten Nachwuchs” schrieb er seinen ersten Roman “Die Haarteppichknüpfer”, der 1995 erschien und für den er 1996 den “Literaturpreis des Science Fiction-Clubs Deutschland” erhielt. Bekannt wurde er vor allem durch den Thriller “Das Jesus-Video” (1998), das im Jahr 1999 drei literarische Preise gewann und zum Taschenbuchbestseller wurde. ProSieben verfilmte den Roman, der erstmals im Dezember 2002 ausgestrahlt wurde und Rekordeinschaltquoten bescherte. Mit “Eine Billion Dollar”, “Der Nobelpreis” und zuletzt “Ausgebrannt” stieg er endgültig in die Riege der deutschen Top-Thriller-Autoren auf. Nach über 25 Jahren in Stuttgart lebt Andreas Eschbach mit seiner Familie jetzt seit 2003 als freier Schriftsteller in der Bretagne.

Zum Buch:

Hiroshi Kato ist der Sohn einer Wäscherin. Charlotte ist die Tochter des französischen Botschafters. In Japan lernen sie sich kennen und freunden sich an. Hiroshi erkennt bei seinen Besuchen in der Botschaft die Unterschiede zwischen Reich und Arm. Er ist ein aufgeweckter Junge und schnell wächst in ihm eine Idee, die sein Leben prägen soll: Er wird es schaffen, dass alle Menschen reich sind. Reichtum hat schließlich nichts mit Geld zu tun, sondern mit ganz anderen Dingen.

Charlotte hat eine besondere Gabe. Sie kann beim Berühren von Gegenständen deren Vergangenheit fühlen und so gelingt es ihr Hiroshi etwas über seinen ihm unbekannten, amerikanischen Vater zu berichten.

Die Wege der Kinder trennen sich recht schnell, aber Hiroshis Gefühle für Charlotte sorgen dafür, dass es zu weiteren Begegnungen kommt. Sie können sich nicht voneinander lösen, aber auch nicht wirklich zueinander finden, diese beiden Personen, die als Kinder einen Lebenstraum hatten, den sie zumindest noch im Studium beide weiterverfolgen. Charlotte beschäftigt sich mit der Wissenschaft von den Lebewesen vergangener Erdzeitalter, sie studiert Paläontologie und Hiroshi beschäftigt sich am Massachusetts Institute of Technology mit dem Thema Robotik. Während des Studiums treffen sie aufeinander, doch es kommt zu einem Missverständnis und so trennen sich die Wege der Protagonisten erneut.

Hiroshis Leben ist geprägt von seiner Forschungsarbeit. Er verfolgt zielstrebig seine Ideen und lässt sich nicht von seinem ursprünglichen Ziel abbringen. Hier kommt auch die Nanotechnologie ins Spiel. Andreas Eschbach gelingt es dem Leser die technischen Zusammenhänge nahe zu bringen ohne den Nichtwissenschaftler zu überfordern. Hier fällt es dem Leser leicht zu lernen und zu verstehen und gleichzeitig Verwunderung zu entwickeln über die Möglichkeiten das Unmögliche möglich zu machen.

Charlotte verliert ihren Traum zeitweilig aus den Augen. Sie lässt sich treiben und es scheint als fühle sie sich ausgelastet mit dem was sie tut. Erst nach einiger Zeit bemerkt sie, dass es ihr doch gut tut, den alten Wunsch wieder aufleben zu lassen. Schließlich nimmt sie an einer Expedition teil bei der es zu einem Zwischenfall kommt.

„Herr aller Dinge“ das ist eine Liebesgeschichte, ein wissenschaftlicher Roman, Science Fiction und vieles mehr. Diese Geschichte lässt sich nicht in ein Genre Schema packen, aber dafür gelingt es ihr Leser jeden Genres zu packen. Der Mensch ist neugierig, er forscht und erfindet neue Technologien. Was diese bewirken können ist nicht immer vollkommen klar und ob alle ihre Auswirkungen erkannt werden, das ist zu bezweifeln. Genau das wird auch in diesem Buch sehr deutlich.

Mit vielen überraschenden Wendungen und langsam aber stetig ansteigendem Spannungspotential führt Andreas Eschbach den Leser seines Buches zu einem grandiosen, unfassbaren und auch traurigen Ende. Immer wieder wird an unterschiedlichsten Stellen und auf verschiedene Art und Weise die Thematik Reich und Arm aufgegriffen. Sie zieht sich wie ein roter Faden durch den Roman und mit ihr die Beziehung zwischen Hiroshi und Charlotte.

Wer Unterhaltung auf hohem Niveau sucht, der ist hier genau richtig.

Copyright © 2012 by Iris Gasper

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Preisrätsel 3 x 1 Exemplar: Wer eines dieser Exemplare erhalten möchte einfach folgende Frage richtig beantworten und einsenden an sfbgewinne@buchrezicenter.de (im Betreff bitte den Gewinntitel angeben!): Charlotte hat eine besondere Gabe, welche? (Antwort auf unserer Homepage zu finden!) Sobald 300 Mails eingetroffen sind, werden daraus  die Gewinner mit der richtigen Lösung gezogen, wie immer ist der Rechtsweg ausgeschlossen! Eine alternative Teilnahme per Kommentar findet sich hier!

.

GEWONNEN HAT: Nils Wutzig, Sara Yoruk und Jennifer Thieme. HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH! WIR DANKEN ALLEN TEILNEHMERN UND UNSEREM SPONSOREN!

Abgelegt unter Buchrezension, Bücher, Phantastik, Science Fiction, beendete Preisrätsel | 6 Kommentare »

Das erste Mal: für Geld! 5 erotische Kurzgeschichten käuflicher Lust. Hörbuch. Bei uns 5 Exemplare im Preisrätsel!

Erstellt von Detlef Hedderich am 28. Februar 2012

Der Sponsor des Gewinnspiels, herzlichen Dank!:

www.orion.de
www.orion.eu
www.twitter.com/OrionVersand

www.facebook.com/OrionVersand

Das erste Mal: für Geld!
5 erotische Kurzgeschichten käuflicher Lust
Hörbuch

Verlag :      Stephenson, C
ISBN :      978-3-7986-0446-9
Preisinfo :      9,95 Eur[D] UVP / 10,10 Eur[A] UVP
Alle Preisangaben in CHF (Schweizer Franken) sind unverbindliche Preisempfehlungen.
Legende: UVP = unverbindliche Preisempfehlung, iVb = in Vorbereitung. Alle Preisangaben inkl. MwSt
Seiten/Umfang :      13,5 x 19,0 cm
Produktform :      V: Video (DVD)
Erscheinungsdatum :      01.03.2011

Es gibt für alles ein erstes Mal und in diesem Buch steht die freiwillige Premieren-Erfahrung Sex für Geld im Mittelpunkt! Unsere Storys rund um die käufliche Lust beschreiben hautnah, wie es sich anfühlt, den eigenen Body erstmals zu verkaufen – die Bezahlung der exklusiven Lust-Ware gibt unseren Akteuren den sexuellen Kick! Denn Sex für Geld ist ein Tabubruch und beim ersten Mal ist diese Grenzüberschreitung ganz besonders aufregend … Ein weiteres Must-Have aus unserer Das erste Mal-Reihe, bei der es um Neugierde, Fantasie und absoluten Genuss geht!

Titel bei amazon.de
Titel bei buch24.de
Titel bei Booklooker.de
Titel bei Libri.de

Preisrätsel 5 x 1 Exemplare: Wer eines dieser Gewinne erhalten möchte einfach folgende Frage richtig beantworten und einsenden an sfbgewinne@buchrezicenter.de (im Betreff bitte den Gewinntitel angeben!): Sex für Geld ist ein Tabubruch – welches Thema hat das Hörbuch? (Antwort auf unserer Homepage zu finden!) Sobald 100 Mails eingetroffen sind, wird daraus  der Gewinner mit der richtigen Lösung gezogen, wie immer ist der Rechtsweg ausgeschlossen! Eine alternative Teilnahme per Kommentar findet sich hier! DIESER TITEL WIRD NUR AN TEILNEHMER ÜBER 18 JAHRE ALT ABGEGEBEN – WIR PRÜFEN DAS ALTER!

Der Sponsor des Gewinnspiels, herzlichen Dank!:

www.orion.de
www.orion.eu
www.twitter.com/OrionVersand

www.facebook.com/OrionVersand

.

GEWONNEN HAT: Michaela Arnold, Ingrid Sommer, Sören Kraus, Eric Böhm und Sönke Schorrmann. HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH! WIR DANKEN ALLEN TEILNEHMERN UND UNSEREM SPONSOREN!

Abgelegt unter Hörbücher/Hörspiele, beendete Preisrätsel | 4 Kommentare »

Professor Dr. Dr. Dr. Augustus van Dusen 06: Die Perlen der Kali. Drei Exemplare im Preisrätsel!

Erstellt von Detlef Hedderich am 28. Februar 2012

Professor Dr. Dr. Dr. Augustus van Dusen 06: Die Perlen der Kali
Audio-CD – Michael Koser

EAN: 0602527699097
Libri: 4620470
Laufzeit ca. 59 Minuten.
Universal Family Entertai

Januar 2012 – Audio-CD

S.S. “Columbia”, auf der Überfahrt von New York nach Southampton. Die Passagiere der ersten Klasse vergnügen sich auf einem Kostümball. Plötzlich wird es dunkel – und als das Licht wieder angeht, vermisst Lady Windermere ihre kostbare Perlenkette. “Sie sind verflucht, die schwarzen Perlen der Todesgöttin Kali!” erklärt der Maharadscha von Krischnapur. “Aberglauben!” sagt van Dusen und ermittelt den Täter. Doch als er diesen ermordet in seiner Kabine entdeckt, wird ihm klar: Der Fall ist viel komplizierter, als er zunächst vermutete …
Extras auf dieser CD: Kommentar zu Die Perlen der Kali

Titel bei Libri.de

Preisrätsel 3 x 1 Exemplar: Wer eines dieser Exemplare erhalten möchte einfach folgende Frage richtig beantworten und einsenden an sfbgewinne@buchrezicenter.de (im Betreff bitte den Gewinntitel angeben!): Die S.S. “Columbia” ist auf der Überfahrt von wo nach wo? (Antwort auf unserer Homepage zu finden!) Sobald 300 Mails eingetroffen sind, werden daraus  die Gewinner mit der richtigen Lösung gezogen, wie immer ist der Rechtsweg ausgeschlossen! Eine alternative Teilnahme per Kommentar findet sich hier!

.

GEWONNEN HAT: Beate Hanz, Marion Becher und Marcel Acobian. HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH! WIR DANKEN ALLEN TEILNEHMERN UND UNSEREM SPONSOREN!

Abgelegt unter Hörbücher/Hörspiele, beendete Preisrätsel | 1 Kommentar »

Jack Slaughter – Tochter des Lichts 16: Asmodianas Todesring. Drei Exemplare im Preisrätsel!

Erstellt von Detlef Hedderich am 28. Februar 2012

Jack Slaughter – Tochter des Lichts 16: Asmodianas Todesring
Empfohlen ab 12 Jahre.
Audio-CD

EAN: 0602527615899
Libri: 4620356
Empfohlen ab 12 Jahre.
Laufzeit ca. 65 Minuten.
Universal Family Entertai

Januar 2012 – Audio-CD

In Teufels Küche ist die Hölle los: Lady Asmodiana und ihr Gemahl lassen sich scheiden, was den Gehörnten ziemlich teuer zu stehen kommt… Heim (sprich: Orkus) und die Hälfte aller Einnahmen (Verlorene Seelen) gehen an die unerbittliche Gattin. Doch schnöder Besitz reicht Asmodiana noch lange nicht aus, sie strebt nach Ruhm und Unehre. Drum verspricht sie im Bewusstsein ihrer Unbesiegbarkeit in einem Turnier jedem ihrer Bezwinger, einen Wunsch zu erfüllen. Um seine totgeglaubten Eltern zu retten, stellt sich Jack Slaughter mit Barbiepuppe Ponytail zum Kampf. Aber auch Prof. Doom, der hofft, seine Seele zurück zu gewinnen, meldet sich nebst Coach Basil Creeper und einer großen Kanne Kaffee zum Turnier an.

Titel bei Libri.de

Preisrätsel 3 x 1 Exemplar: Wer eines dieser Exemplare erhalten möchte einfach folgende Frage richtig beantworten und einsenden an sfbgewinne@buchrezicenter.de (im Betreff bitte den Gewinntitel angeben!): Wer genau läßt sich in dieser Folge scheiden? (Antwort auf unserer Homepage zu finden!) Sobald 300 Mails eingetroffen sind, werden daraus  die Gewinner mit der richtigen Lösung gezogen, wie immer ist der Rechtsweg ausgeschlossen! Eine alternative Teilnahme per Kommentar findet sich hier!

.

GEWONNEN HAT: Janet Rüdinger, Nadin Hanauer und Swetlana Hasloop. HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH! WIR DANKEN ALLEN TEILNEHMERN UND UNSEREM SPONSOREN!

Abgelegt unter Hörbücher/Hörspiele, Jugend, beendete Preisrätsel | 1 Kommentar »

EINE GESCHLECHTSIDENTITÄTSSTÖRUNG IST KEIN ZUCKERSCHLECKEN! – eine Kurzgeschichte von Mona Mee (sfb-Preisträger Platz 2 im Storywettbewerb 2/2012)

Erstellt von Mona Mee am 27. Februar 2012

EINE GESCHLECHTSIDENTITÄTSSTÖRUNG IST KEIN ZUCKERSCHLECKEN!

eine

Kurzgeschichte

von

Mona Mee

Wir leben in einem „Sozialen Brennpunkt“, so sagte es mir jedenfalls der Lehrer als ich mich vertrauensvoll an ihn wandte, da ich nicht wußte, wem ich vertrauen konnte. Ich wollte von ihm wissen, was er davon hält, dass ich gerne Kleider trage obwohl ich doch ein Junge bin und kein Mädchen.

Mein Lehrer hat dann nachgefragt, seit wann ich diese Wünsche hege. Da habe ich ihm die ganze Geschichte erzählt, davon, dass wir im 11. Stockwerk eines Hochhauskomplexes wohnen, der aus fünf mit einander verbundenen Gebäuden besteht, in dessen Innenhof sich Kinderspielplätze, Wäscheaufhängeleinen und Sitzbänke befinden. Unsere Mutter, die Alkoholikerin ist und immer pleite, da sie das ganze Geld versäuft, hat uns drei Kinder, meine beiden älteren Schwestern und mich, alleine groß gezogen nach dem unser Vater bei einem Autounfall ums Leben kam, als ich noch ein Baby war.

Die Geschichte fing damit an, dass meine Mutter meine ältere Schwester zu einem Nachbarn schickte, um dort den wöchentlichen Umschlag abzuholen. Was genau es damit auf sich hatte sollte ich erst sehr viel später erfahren. Jedenfalls war unsere ältere Schwester immer tränenverschmiert als sie von Herrn Erwin Schuster zurückkam, der im Gebäude im 14 Stock wohnt, das sich direkt zur linken neben unserem Hochhaus befand und wo man hin und zurück gelangen konnte, ohne auch nur den Fuß nach draußen zu setzen.

Als unsere ältere Schwester dann einen Freund hatte weigerte sie sich diese ominösen Botengänge zu verrichten und so schmiß meine Mutter sie einfach raus. So weit ich dann später erfahren hatte, ist sie zu ihrem Freund gezogen und hat sich nie wieder bei uns blicken lassen. Von diesem Moment an hatte meine andere Schwester den Weg zu Erwin Schuster zu erledigen, die diesen Botendienst ohne zu murren und ohne ersichtliche äußere Veränderung ihres Gemütszustandes erledigte und nach der Rückkehr stumm den Umschlag an unsere Mutter aushändigte, die diesen sofort an sich raffte.

Was der Umschlag beinhaltete darüber konnte ich bis zu diesem Zeitpunkt nur spekulieren. Fakt war, meine andere Schwester, die einzige, die noch bei uns wohnte, war irgendwann nicht wieder von der Schule zurückgekommen. Alle Versuche sie wieder zu finden blieben erfolglos. Zu dieser Zeit betrachtete mich meine Mutter immer häufiger, um mich dann eines Tage dazu zu zwingen, die alten Mädchenkleider meiner beiden Schwestern aus dem Keller zu holen und diese anzuziehen.

Zuerst dachte ich, das ganz wäre ein lustiges Spiel, doch sehr schnell wurde aus diesem Spiel ernst, denn sie schickte mich zu  Erwin Schuster den ominösen Umschlag abzuholen. Vorher bleute sie mir ein, dass ich mich bei diesem Nachbarn unbedingt als Mädchen aus zu geben und immer die Kleider meiner Schwestern zu tragen hätte. Würde ich verraten, das ich kein Mädchen wäre, dann würde es ordentlich Dresche geben und jede Menge Hausarrest und kein Essen.

So ging ich also pflichtbewußt in Mädchensachen angezogen zu meinem ersten Botenjob los. Als ich bei Erwin Schuster vor der Tür stand, war mir aber doch ziemlich mulmig zu mute denn ich wußte ja nicht, was mich hier erwarten würde. Ich hoffte jedenfalls darauf, dass ich mich nicht verplappern würde und mir der Mädchenname, den mir meine Mutter verpaßt hatte nicht entfallen würde.

Als die Tür aufging, öffnete mir ein dicker alter Mann, der im Rollstuhl saß und irgendwie ungepflegt aussah und auch ziemlich nach Schweiß stank. Er winkte mich rein und fragte mich ob ich einen Saft trinken mochte oder vielleicht etwas anderes. Er fragte mich nach meinen Hobbys aus, was mir ziemlich schwer zu beantworten fiel, denn beinahe hätte ich Fußball gesagt, was mich bestimmt verraten hätte. Mädchen und Fußball ging ja wohl  überhaupt nicht, daher sagte ich ihm, dass ich mich sehr für Pferde interessieren würde.

Nachdem ich den Saft getrunken hatte, fragte mich Herr Erwin Schuster, ob ich denn wüßte, was meine Aufgabe hier wäre und ob meine Schwestern oder meine Mutter mir erklärt hätten, was zu tun sei von meiner Seite aus. Ich schüttelte den Kopf und machte ein unschuldige Gesicht, so dass Erwin Schuster ein wenig zu lachen begann, verlegen wurde und es ihm offenbar ziemlich schwerfiel mir zu sagen, was er von mir wolle. Er erklärte mir daher erstmal, dass er seit seinem Unfall, bei dem ihm ein Auto über die Beine gefahren war, im Rollstuhl sitzen würde und nicht mehr laufen könne, er aber sehr wohl noch etwas im Unterkörper spüren würde und nicht wie bei einer Lähmung alles taub sei.

Wäre ich nach dem was nun auf mich zukam direkt am nächsten Schultag zu meinem Vertrauenslehrer gegangen, dann wäre es mir in den nächsten Jahren bestimmt anders ergangen. Auf der anderen Seite tat mir aber auch meine Mutter leid, die ohne das Geld – wie ich in der Folge erfuhr, was in dem ominösen Umschlag an sie ging – todunglücklich geworden wäre, wenn Sie ihren Alkoholkonsum nicht mehr hätte finanzieren können.

Mein Vertrauenslehrer war dann doch ziemlich blaß, als ich ihm weiter erzählte, dass Herr Erwin Schuster von mir das selbe verlangte wie bereits vorher von meinen Schwestern… Anschließend gab er mir den Umschlag mit dem Geld und für mich noch einen 5 Euro-Schein. Ich wischte mir den Mund ab und verließ seine Wohnung. Ich dachte darüber nach, was meine beiden Schwestern hatten erdulden müssen in all den Jahren…

Als mich mein Vertrauenslehrer unterbrach bei meinen Schilderungen und mich fragte, warum ich denn damit weiter gemacht habe, erklärte ich ihm, dass ich mich für meine Mutter verantwortlich gefühlt hätte und es nicht übers Herz gebracht habe sie im Stich zu lassen. Außerdem fing ich nach und nach Gefallen an meiner zweiten Existenz zu finden, wenn ich mich als Mädchen verkleidete und etwas total Verwerfliches und Verbotenes tat. Hinzu kam, dass ich mich sehr wohl fühlte in den Kleidern und öfter und öfter heimlich das Haus darin verließ um mich in der Öffentlichkeit zu bewegen.

Es war schon ein Gefühl von Macht, wenn ich mir vorstellte, wie Erwin Schuster reagiert hätte, wenn ich ihm gezeigt hätte, das ich überhaupt kein Mädchen war. Ich hatte ein zweites Leben hinzugewonnen, eines das absolut abartig und widerlich war aber dadurch auch einzigartig und spannend. Ob das irgend jemand verstehen würde? Jedenfalls hatte ich mich endlich auch jemanden anvertraut, denn das ist etwas, was einen fertig macht, wenn man niemanden hat, den man diese Geschichte erzählen kann.

Was draus geworden war? Meine Mutter ist inzwischen in einer Klinik für Alkoholkranke und Herr Erwin Schuster an einem Herzinfarkt verstorben – und er hat es nie erfahren, dass ihm ein Junge jahrelang behilflich war! Jetzt habe ich einen neuen Freund, der mich an die Hand genommen hat und mit mir spazieren geht in der Stadt. Es handelt sich um meinen Vertrauenslehrer, der mein Geheimnis zu unserem Geheimnis gemacht hat, und der meine Vorlieben akzeptiert und sich nicht blöd dabei vorkommt, wenn er einen Jungen an der Hand führt, der in Mädchenkleidern steckt…

-Ende-

Copyright © 2012 by Mona Mee

Bildrechte: “Tabu-Brecher” (tes-tabu2.jpg) © 2012 by Lothar Bauer. Nutzung mit freundlicher Genehmigung des Künstlers unter Nennung seiner Webseite: saargau-arts.de – http://saargau-arts.de/


Kaufempfehlung der Autorin:

Vetter, Brigitte
Transidentität – ein unordentliches Phänomen
Wenn das Geschlecht nicht zum Bewusstsein passt

Im Buch blättern

Verlag :      Verlag Hans Huber
ISBN :      978-3-456-84842-6
Einband :      kartoniert
Preisinfo :      24,95 Eur[D] / 42,00 CHF UVP
Alle Preisangaben in CHF (Schweizer Franken) sind unverbindliche Preisempfehlungen.
Legende: UVP = unverbindliche Preisempfehlung, iVb = in Vorbereitung. Alle Preisangaben inkl. MwSt
Preis ist offizieller VLB Referenzpreis
Seiten/Umfang :      346 S. – 21,8 x 14,0 cm
Produktform :      B: Einband – flex.(Paperback)
Erscheinungsdatum :      1. Aufl. 14.04.2011

Titel bei amazon.de
Titel bei buch24.de
Titel bei Booklooker.de
Titel bei Libri.de

In der uns vertrauten zweipoligen Geschlechter-Ordnung darf es nur Frauen oder Männer geben und dazwischen gar nichts. Da bleibt kein Platz für Menschen, die sich im biologisch falschen Körper fühlen und ihre Identität geschlechtskonträr empfinden. Bisher werden die Betroffenen als gestört betrachtet.

Doch ist es nicht bald an der Zeit, das öffentliche Bewusstsein darauf hinzulenken, dass es eine Vielfalt von Geschlechtsvarianten und Geschlechtsidentitäten gibt, die nicht alle krank sein können? Transidentität /Transsexualität ist ein komplexes Phänomen und wirft nicht nur bei den Betroffenen und Angehörigen viele Fragen auf.

Neben der umfassenden und gut verständlichen Darstellung transsexueller Erscheinungsweisen, Verläufe, Ursachen und geschlechtsangleichender Maßnahmen sowie ihrer Voraussetzungen bietet das Buch ausführliche Informationen über die rechtliche Situation, über geschichtliche Hintergründe, Kontroversen, Debatten und vieles andere mehr.

Es richtet sich an Betroffene und deren Angehörige, an Ärzte, Juristen, Sozialpädagogen, an Menschen anderer Berufe, die mit Transsexuellen in Kontakt sind, sowie an alle Interessierten, die sich aufgrund des neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisstandes eine fundierte Meinung bilden wollen.

Durch ihre fachlich kompetente, neutrale Aufklärung holt die erfahrene Psychotherapeutin und bekannte Fachbuchautorin die Transsexualität aus der «Schmuddelecke» und dem Bereich des «Schrillen».

Titel bei amazon.de
Titel bei buch24.de
Titel bei Booklooker.de
Titel bei Libri.de

ACHTUNG! So verdoppeln Sie Ihre Chancen bei Titeln unter Storys unserer Community-Autoren, bei denen es zu einer Verlosung kommt: Geben Sie mindestens einen Kommentar zu diesem Beitrag ab. Das ist ganz einfach: Nur auf den Button “(keine) Kommentare” klicken und Ihre Meinung zum Thema abgeben. Dafür werfen wir ein 2. Los in die Lostrommel. Sobald Sie dann in der nächsten Meldung mit dem Preisrätsel zu diesem Buch PER E-MAIL (!) an der Verlosung teilgenommen haben, verdoppeln Sie Ihre Gewinnchance. Natürlich sollte Ihre Antwort PER E-MAIL (!) beim Preisrätsel richtig sein. Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen!

Abgelegt unter Autorenwerkstatt, Bücher, Diskussionen, Jugend, Storys, Wissenschaftliche Spekulationen, sfb-Preisträger | 27 Kommentare »

Erotische Geschichten mit Stil – präsentiert von Blue Panther Books. Bei uns sechs verschiedene aktuelle Titel als Gewinnpaket im Preisrätsel!

Erstellt von Detlef Hedderich am 27. Februar 2012

Rome, Lisa
Der NachBar
Erotischer Roman

Verlag :      blue panther books
ISBN :      978-3-86277-190-5
Einband :      Paperback
Preisinfo :      9,90 Eur[D] / 10,20 Eur[A] / 14,90 CHF UVP
Alle Preisangaben in CHF (Schweizer Franken) sind unverbindliche Preisempfehlungen.
Legende: UVP = unverbindliche Preisempfehlung, iVb = in Vorbereitung. Alle Preisangaben inkl. MwSt
Preis ist offizieller VLB Referenzpreis
Letzte Preisänderung am 15.08.2011
Seiten/Umfang :      ca. 192 S. – 19,0 x 13,5 cm
Produktform :      B: Einband – flex.(Paperback)
Erscheinungsdatum :      1. Auflage 15.08.2011
Gewicht :      199 g

Medien :
Umschlag Rueckseite(JPG)
Leseprobe(PDF)

Titel bei amazon.de
Titel bei buch24.de
Titel bei Booklooker.de
Titel bei ibri.de

York, Sharon
HexenLust 1
Erotischer Roman

Verlag :      blue panther books
ISBN :      978-3-86277-208-7
Einband :      Paperback
Preisinfo :      9,90 Eur[D] / 10,20 Eur[A] / 14,90 CHF UVP
Alle Preisangaben in CHF (Schweizer Franken) sind unverbindliche Preisempfehlungen.
Legende: UVP = unverbindliche Preisempfehlung, iVb = in Vorbereitung. Alle Preisangaben inkl. MwSt
Preis ist offizieller VLB Referenzpreis
Letzte Preisänderung am 08.11.2011
Seiten/Umfang :      ca. 192 S. – 19,0 x 14,5 cm
Produktform :      B: Einband – flex.(Paperback)
Erscheinungsdatum :      1. Auflage 07.11.2011
Gewicht :      199 g

Medien :
Umschlag Rueckseite(JPG)
Leseprobe(PDF)

Titel bei amazon.de
Titel bei buch24.de
Titel bei Booklooker.de
Titel bei ibri.de


Harris, Denise
SexLust Band 1

Erotischer Roman

Verlag :      blue panther books
ISBN :      978-3-86277-101-1
Einband :      Paperback
Preisinfo :      9,90 Eur[D] / 10,20 Eur[A] / 14,90 CHF UVP
Alle Preisangaben in CHF (Schweizer Franken) sind unverbindliche Preisempfehlungen.
Legende: UVP = unverbindliche Preisempfehlung, iVb = in Vorbereitung. Alle Preisangaben inkl. MwSt
Preis ist offizieller VLB Referenzpreis
Letzte Preisänderung am 07.06.2011
Seiten/Umfang :      ca. 224 S. – 19,0 x 14,5 cm
Produktform :      B: Einband – flex.(Paperback)
Erscheinungsdatum :      1. Auflage 07.06.2011
Gewicht :      199 g

Medien :
Umschlag Rueckseite(JPG)
Leseprobe(PDF)

Titel bei amazon.de
Titel bei buch24.de
Titel bei Booklooker.de
Titel bei ibri.de

Jones, Susan
Der Assistent 2

Erotischer Roman

Verlag :      blue panther books
ISBN :      978-3-86277-197-4
Einband :      Paperback
Preisinfo :      9,90 Eur[D] / 10,20 Eur[A] / 14,90 CHF UVP
Alle Preisangaben in CHF (Schweizer Franken) sind unverbindliche Preisempfehlungen.
Legende: UVP = unverbindliche Preisempfehlung, iVb = in Vorbereitung. Alle Preisangaben inkl. MwSt
Preis ist offizieller VLB Referenzpreis
Letzte Preisänderung am 18.09.2011
Seiten/Umfang :      ca. 224 S. – 19,0 x 11,5 cm
Produktform :      B: Einband – flex.(Paperback)
Erscheinungsdatum :      1., verb. Aufl. 15.09.2011
Gewicht :      199 g

Medien :
Umschlag Rueckseite(JPG)
Leseprobe(PDF)

Titel bei amazon.de
Titel bei buch24.de
Titel bei Booklooker.de
Titel bei ibri.de


Shatner, Kim
VögelBar 2

Erotischer Roman

Verlag :      blue panther books
ISBN :      978-3-86277-196-7
Einband :      Paperback
Preisinfo :      9,90 Eur[D] / 10,20 Eur[A] / 14,90 CHF UVP
Alle Preisangaben in CHF (Schweizer Franken) sind unverbindliche Preisempfehlungen.
Legende: UVP = unverbindliche Preisempfehlung, iVb = in Vorbereitung. Alle Preisangaben inkl. MwSt
Preis ist offizieller VLB Referenzpreis
Letzte Preisänderung am 08.01.2012
Seiten/Umfang :      ca. 192 S. – 19,0 x 14,5 cm
Produktform :      B: Einband – flex.(Paperback)
Erscheinungsdatum :      verb. Auflage 30.12.2011
Gewicht :      199 g
Aus der Reihe :      VögelBar

Medien :
Umschlag Rueckseite(JPG)
Leseprobe(PDF)
Sonstige Informationen(JPG)

Titel bei amazon.de
Titel bei buch24.de
Titel bei Booklooker.de
Titel bei ibri.de


Lynn, Anna
Feuchtoasen 3

Erotische Bekenntnisse

Verlag :      blue panther books
ISBN :      978-3-86277-005-2
Einband :      Paperback
Preisinfo :      9,90 Eur[D] / 10,20 Eur[A] / 14,90 CHF UVP
Alle Preisangaben in CHF (Schweizer Franken) sind unverbindliche Preisempfehlungen.
Legende: UVP = unverbindliche Preisempfehlung, iVb = in Vorbereitung. Alle Preisangaben inkl. MwSt
Preis ist offizieller VLB Referenzpreis
Letzte Preisänderung am 07.01.2012
Seiten/Umfang :      ca. 192 S. – 19,0 x 11,5 cm
Produktform :      B: Einband – flex.(Paperback)
Erscheinungsdatum :      verb. Auflage 03.01.2012
Gewicht :      199 g
Aus der Reihe :      FeuchtOasen 3

Medien :

Umschlag Rueckseite(JPG)
Leseprobe(PDF)
Sonstige Informationen(JPG)

Titel bei amazon.de
Titel bei buch24.de
Titel bei Booklooker.de
Titel bei Libri.de

Preisrätsel 1 x 6 Exemplare: Wer dieses Gewinnpaket erhalten möchte einfach folgende Frage richtig beantworten und einsenden an sfbgewinne@buchrezicenter.de (im Betreff bitte den Gewinntitel angeben!): Welcher der Gewinntitel stammt aus dem Jahre 2012? (Antwort auf unserer Homepage zu finden!) Sobald 100 Mails eingetroffen sind, wird daraus  der Gewinner mit der richtigen Lösung gezogen, wie immer ist der Rechtsweg ausgeschlossen! Eine alternative Teilnahme per Kommentar findet sich hier!

.

GEWONNEN HAT: Niels Österwind. HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH! WIR DANKEN ALLEN TEILNEHMERN UND UNSEREM SPONSOREN!

Abgelegt unter Bücher, Leseprobe, beendete Preisrätsel | 1 Kommentar »

DIE KINDER AUS DER INQUISITIONSTREET – Eine Kriminalkurzgeschichte von Miriam Kleve

Erstellt von Miriam Kleve am 27. Februar 2012

Die Kinder aus der Inqusitionstreet

Kriminalkurzgeschichte

von

Miriam Kleve

Ach Herrjemine, war das ein Rums! Timmi, Kelly, Anna-Marie und Andy kullerten ein Stück über die Wiese. Mitten im hohen Gras blieben sie regungslos liegen. Bienen summten, Vögel zwitscherten und ein angenehmer Windhauch streichelte über ihre Gesichter.

Kelly war zwar die Jüngste des Quartetts, aber sie war auch die Klügste von ihnen. “Wir sollten im Sommer eine Schneise in die Wiese mähen. Sonst kommen wir nie problemlos zum Baumhaus.”

“Ich kann meinen Dad fragen, ob wir seinen alten Spindelmäher bekommen. Der wird von Hand geschoben und rasiert alles weg”, erklärte Ann-Marie und stand auf. Sie sah sich um. “Timmi? Andy? Alles in Ordnung?” Ann-Marie klopfte sich Dreck und Gras vom Kleid.

Die beiden Jungs lagen etwas Abseits auf dem Rücken und sahen zum blauen Himmel hinauf. Andy kramte in seiner Tasche. Er zog einen Schokoriegel hervor und gab ihn Timmi. Der griff gerne zu, entpackte den Riegel und begann ihn aufzuessen. “Danke. Das ist pure Nervennahrung. Die habe ich jetzt gebraucht.”

Die Mädchen kamen herüber und legten sich neben die Jungs. “Was gibt es zu sehen?” fragte Ann-Marie. “Kleine Wölkchen?”

“Ich sehe ein großes Piratenschiff, dass über den Atlantik segelt und erbeutetes spanisches Gold nach Tortuga bringt”, meinte Kelly.

“Für mich sehen die Wolken wie saftige Burger aus. Sie kommen gerade vom Grill. So wie Mister Eree sie macht”, sagte Timmi. Der Rest des Schokoriegels verschwand in seinem Mund.

Ann-Marie nickte. “Ja, mein Dad grillt tolle Burger.”

“Ich sehe Bill Cosby in den Wolken.” Andy kniff die Augen zusammen. “Und Theo. Und Denise …”

Timmi schlug harmlos mit der flachen Hand nach seinem Freund. “Ach, Quatsch. Du siehst überall Billy Cosby. Selbst an der Bushaltestelle.”

“Ich schwöre euch, der Mann sah aus wie Bill Cosby”, ereiferte sich Andy. “Ich schwöre.”

“Vielleicht hast du jemanden gesehen, der Bill Cosby ähnlich sieht. Das gibt es durchaus. Öfter als ihr denkt. Ich habe letzte Woche einen Artikel dazu gelesen”, steuerte Kelly ihr Wissen bei. “Wenn ihr wollt, kann ich ihn euch ausleihen.” Sie lächelte.

Anna-Marie schüttelte den Kopf. “Nö, lass mal. Ich will lieber zum Baumhaus.”

“Gehen wir vorher den Spindelmäher von deinem Dad holen?” Timmi wälzte sich zur Seite und stemmte sich dann hoch. Zusammen mit Kelly stellte er den Rollstuhl auf, während Ann-Marie Andy erst einmal in eine aufrechte Sitzposition zog.

“Das wird heute auch so gehen”, meinte sie und lächelte zuckersüß. Wenn Ann-Marie lächelte, oder schmollte oder gar weinte, dann drehte sich das Universum nur noch um sie. Das galt vor allem für Jungs. Ann-Marie war bildhübsch und süß. Kaum einer konnte ihr etwas abschlagen. Jeder sah in ihr das niedliche, puppenhafte Mädchen. Vor allem ihr Vater. Ann-Marie hasste das. Sie war am liebsten mit ihren Freunden unterwegs und ruinierte dabei ständig ihre Kleider und Blusen.

Timmi, Kelly und Ann-Marie kümmerten sich nun um Andy. Im Laufe der letzten Jahre war es zur Routine geworden, Andy wieder in seinen Rollstuhl zu setzen. Seine Mutter schüttelte regelmäßig den Kopf, wenn sie die Kratzer und Beulen begutachtete, die das Gefährt abbekommen hatte. Andy bekam dann immer ordentlich Schelte. Aber keiner verbot ihm seine Ausflüge. Die Kinder hatten manchmal sogar den Eindruck, dass Andys ganze Familie froh war, wenn er mit seinen Freunden um die Häuser zog und Abenteuer erlebte.

Andy kontrollierte seinen Rollstuhl und rückte den roten Wimpel zurecht, den Timmi aus dem Sommercamp mitgebracht hatte. So wie einen dicken Sonnenbrand, eine laufende Nase, eine tote Maus und ein paar Zentimeter mehr um die Hüften. Ann-Marie war der festen Überzeugung Timmi würde in diesem Jahr vier neue Pfandfinderuniformen brauchen. Vor allem weil der große Keksverkauf erst noch anstand. Und Timmi verkaufte die Kekse immer nur in der Nachbarschaft und ließ sich dann auch sofort zu einem Keks einladen. Die Leute konnten einfach nicht anders. Das lag sicher an Timmis Hundeblick. Kelly nannte es den Fütter-mich-Blick. Und er funktionierte fast immer.

“Wir können weiter”, sagte Andy. “Und los!”

Die Kinder arbeiteten sich gemeinsam durch die Wiese. Und mehr als einmal kippte der Rollstuhl zur Seite oder fuhr sich fest. Aber gemeinsam bekamen sie ihn immer wieder frei. Lachend erreichten sie das Baumhaus. Ann-Marie und Kelly kletterten die Strickleiter rauf, während Timmi seinen Freund auf den Schaukelsitz packte. “Fertig!” rief er hoch und klopfte Andy auf die Schulter. “Bis gleich.”

Die beiden Mädchen begannen zu ziehen. Zum Glück hatte Kelly in einem Buch nachgelesen, wie ein Flaschenzug funktionierte. Und so war es ein Leichtes Andy nach oben zu befördern, ins Geheimversteck der Bande. “Geheim” war vielleicht zu viel gesagt, denn ihre Eltern und Geschwister hatten beim Aufbau geholfen. Und manchmal kam ein Nachbar vorbei, um nach dem Rechten zu sehen oder Cupcakes vorbeizubringen.

Andy suchte sich seinen Platz und packte dann eine Stadtkarte aus. Ganz Rome war darauf zu sehen. Die anderen Kinder drückten sich nun um ihn herum. Auf der Karte waren einige Punkte rot angekreuzt. Kelly nahm einen dicken Filzstift und machte noch einige weitere Kreuze auf der Karte. “Mein Onkel hat gestern meinem Daddy erzählt, dass es weitere Vorfälle gegeben hat. Genau hier überall.”

“Und dein Onkel hat noch keine Spur?” Timmi suchte in seiner Hosentasche nach einem Streifen Kaugummi und schob ihn sich in den Mund.

Kelly schüttelte den Kopf. “Nein. Das ganze Revier ist Abends auf den Beinen, aber keine der Streifen hat den Täter zu Gesicht bekommen. Er ist regelrecht unsichtbar.”

Andy sah sich die Karte genauer an. “Ich glaube Jimmy Glass ist der Täter.”

Ann-Marie stöhnte auf. “Du glaubst immer Jimmy Glass ist der Täter. Nur weil er mal deine Familie und dich beschimpft hat.”

“Hey, das waren richtig fiese Beleidigungen”, setzte sich Timmi augenblicklich für seinen Freund ein. “Jimmy ist deswegen auch für eine Woche von der Schule suspendiert worden. Du kannst doch niemanden wegen seiner Hautfarbe so fertigmachen.”

Die Kinder sahen bedrückt zu Boden. Ann-Marie entschuldigte sich kleinlaut bei Andy. “Ich wollte ihn nicht in Schutz nehmen, Andy. Aber du hast einfach keine Beweise.”

Die Kinder sahen wieder auf die Stadtkarte. Die meisten Kreuze befanden sich in ihrem Viertel. Und das war ihr Problem. Jemand zog seit zwei Wochen Abends um die Häuser, warf Autoscheiben ein und stahl Kleinigkeiten aus dem Wageninneren. Es waren niemals wirklich teure Sachen dabei. Deswegen hegte die Polizei den Verdacht, dass es sich um eine Bande Jugendlicher handelte, die einfach randalierte.

Eines der Autos hatte Andys Bruder Lamar gehört. Und dadurch wurde die Sache persönlich. Die Bakers waren stets knapp bei Kasse und steckten das ganze Geld in die Ausbildung ihrer Kinder. Alle halfen dabei mit, auch die Großeltern. Sobald eines der Bakerkinder alt genug war, leistete es ebenfalls seinen Beitrag. Das galt auch für Lamar. Für die Reparatur eines Autofensters war derzeit einfach kein Geld vorhanden.

“Schaut mal”, sagte Kelly und zeigte auf die Kreuze. “Als der Ärger angefangen hat, da waren es nur wenige Kreuze. Dann nimmt die Anzahl der Kreuze sprunghaft zu und ebbt nach einigen Tagen wieder ab.”

“Und das bedeutet?” fragte Timmi neugierig.

“Keine Ahnung. Mir ist das nur aufgefallen. Ich wette, dass hat etwas zu bedeuten.”

Die anderen Kinder nickten zustimmend. Wenn Kelly etwas auffiel, dann hatte es immer etwas zu bedeuten. Still saßen sie nun um den Stadtplan herum und grübelten.

“Vielleicht sollten wir uns auf die Lauer legen?” schlug Andy vor. “Wir könnten Streife fahren. Wie die Polizei.”

Ann-Marie schüttelte energisch den Kopf. “Das wird mir mein Daddy niemals erlauben. Ich habe doch total strenge Zeiten.”

“Wegen dem vielen Nachdenken habe ich Hunger bekommen”, jammerte Timmi und zog die Schublade der Kommode auf. “Sind alle Schokoriegel leer?”

“Nein”, sagte Andy. Er lächelte. “Ich habe einen extra für Notfälle versteckt. Drüben, zwischen dem ganzen Schokoriegelpapier.”

Timmi lächelte zurück. “Mensch, Danke.” Glücklich suchte er im zerknüllten Papierhaufen nach dem Riegel. “Habe ihn. Wow, das ist ja ein extra dicker. Super.”

Kelly starrte Andy und Timmi abwechselnd an. “Freunde, ich glaube, ich weiß was die ganzen Kreuze bedeuten.”

***

Lamar hatte die Kinder auf dem Weg zur Arbeit mitgenommen und in der Pinnaclestreet abgesetzt. Auf dem Plan waren dort die meisten Kreuze eingezeichnet.

Andys Bruder hatte ihnen eingeschärft, keine Dummheiten zu machen. Außerdem drückte er jedem einen Zettel mit der Telefonnummer seiner Halbtagsstelle in die Hand. Lamar vergewisserte sich noch, dass der Rollstuhl seines kleines Bruders in Ordnung war. Dann erinnerte er Andy noch daran, rechtzeitig zum Essen Zuhause zu sein. Timmi versprach dafür zu sorgen.

Als die Kinder aus der Inqusitionstreet alleine waren, machten sie sich an die Arbeit. Kelly hatte eine Idee. Und die wurde nun umgesetzt. Genau dort wo die meisten Kreuze waren wollten sie ihre Suche starten. “Wie sollen wir denn hier was finden?” fragte Ann-Marie und guckte sich um. “Hier wohnen ganz viele Leute.”

“Wir gehen systematisch vor”, erklärte Kelly. “Immer zwei von uns nehmen sich eine Straßenseite  und dann klappern wir ganz einfach die Leute ab. Bis wir eine heiße Spur haben.”

“Glaubst du wirklich die Erwachsenen reden mit uns?” fragte Andy skeptisch. “Wir sind doch nur Kinder.”

Kelly strahlte über das ganze Gesicht. “Deswegen sollte Timmi doch die Vorbestellzettel für die Kekse mitbringen. Wir helfen ihm einfach dabei, die Kekse zu verkaufen und fragen nebenbei die Leute aus.”

“Vielleicht sollten wir mit Mister Church anfangen”, schlug Ann-Marie vor und zupfte sich ihr Kleid zurecht. “Der ist immer so schnell wütend. Deswegen habe ich Angst vor ihm. Lasst uns da anfangen. Dann haben wir ihn schnell hinter uns.”

Timmi hatte sich zwei Streifen Kaugummi auf einmal in den Mund geschoben und sprach nur noch undeutlich. “Woher kennst du denn diesen Mister Church?”

“Mein Dad macht für ihn die Versicherung. Und vor zwei Wochen kam er dann wütend bei uns daheim vorbei, um einen Diebstahl zu melden. Mein Dad hat gemeint, Mister Church sei selber schuld. Man dürfe keinen wertvollen Gegenstand einfach so im Auto liegen lassen.”

Kelly stand mit offenem Mund vor ihrer Freundin. Es dauerte etwas, bis sich die jüngste der Gruppe wieder gefasst hatte. “AM, warum hast du das nicht vorher gesagt?”

“Warum? Es kommen oft Kunden bei meinem Dad vorbei. Das ist in seinem Job so”, erklärte Ann-Marie. “Können wir jetzt los? Ich muss pünktlich Zuhause sein.”

Kelly kniff energisch die Lippen zusammen. “In Ordnung. Wir gehen alle zu Mister Church. Er steht jetzt auf meiner Liste ganz oben.” Gemeinsam machten sie sich auf den Weg.

Mister Malcolm Church war überrascht als eine kleine Bande Kinder an seiner Türe klingelte. Zuerst wollte er sie wegjagen. Aber Ann-Marie hatte ihr süßestes Lächeln aufgesetzt. Und einen schwarzen Jungen im Rollstuhl fortzujagen, das brachte nicht einmal Malcolm Church übers Herz. Was würden nur die Nachbarn sagen.

“Kann ich euch helfen?” fragte Mister Church also unfreundlich.

Timmi hielt dem alten Mann einen Zettel mit Schokoladenfingerabdrücken unter die Nase. “Kekse”, meinte er nur und wartete. Mister Church sah auf den Zettel.

Kelly gab Ann-Marie einen Knuff in die Seite. “Schon gut”, flüsterte Ann-Marie. Dann trat sie vor Timmi. “Guten Tag, Mister Church. Ich helfe Timmi beim Verkaufen. Was für ein Zufall. Sie wohnen ja hier.”

Mister Church sah Ann-Marie nachdenklich an. Dann erinnerte er sich an sie. “Du bist doch die kleine Eree, oder? Ich kenne deinen Dad. Bist du nicht etwas ab vom Schuss?”

Ann-Marie dachte darüber nach was Mister Church meinte, dann schüttelte sie den Kopf. “Ich hoffe es geht ihnen wieder besser.”

“Besser?” hakte Mister Church nach. “Ich war doch gar nicht krank.”

Nun knuffte Kelly Timmi in die Seite. Der schluckte die Kaugummis runter und zog Ann-Marie energisch hinter sich. “Sie waren doch so wütend. Weil ihnen was gestohlen wurde.”

“Woher weißt du das denn?” Mister Church war verwirrt. “Ich nehme drei Packungen Schokolade mit Kokosflocken.”

“Die Kekse mit Schokostückchen sind auch lecker.” empfahl Timmi und hielt den Zettel nochmals hoch. “Einfach die Anzahl eintragen. Am besten eins mehr. Zum Verschenken.”

“Ach so, ja. Wenn du meinst.” Mister Church bestellte ganze fünf Packungen. Kelly nutzte die Ablenkung und trat gegen Andys Rollstuhl.

“Mister Church, was wurde ihnen denn gestohlen?” fragte Andy und setzte sein bestes Lächeln auf. So wie Theo aus der Cosby-Show. Das hatte Andy vor dem Spiegel lange geübt.

“Ach, mein Schachspiel. Ich fahre bei schönem Wetter immer in den Park und treffe mich dort mit Freunden. Wir spielen Schach. Deswegen liegt mein Spiel immer hinten im Auto. Eingewickelt in eine alte Decke.”

“Dann kaufen sie sich doch ein neues Schachspiel”, meinte Andy.

Mister Church guckte zornig. “Das war ein besonderes Spiel. Aus Jade, Elfenbein, Krokodilleder und teuren Edelhölzern. Das Spiel stammte aus China und ist sehr alt. Es gehörte bereits meinem Vater und dessen Vater. Ein Familienerbstück. So ein Schachspiel ist sehr wertvoll, Kinder. Der emotionale Wert ist sogar unermesslich.” Der alte Mann sah betrübt zu Boden. Tränen sammelten sich in seinen Augen. “Ich habe so viele schöne Erinnerungen an das Schachspiel.”

Schritte wurden hinter Mister Church laut. Ein schlaksiger Kerl schob sich an seine Seite. “Was ist denn los, Onkel?” fragte er flapsig. Dann sah er Andy. “Was machst du denn hier? Onkel, dass ist der Idiot, von dem ich dir erzählt habe. Wegen dem sind wir alle eine Woche von der Schule geflogen.”

“Caleb Vilmer”, keuchte Andy und griff nach seinem Asthmaspray. “Ein Kumpel von Jimmy.”

Kelly dachte blitzschnell nach. Während Mister Church verwundert die Kinder anstarrte und dann seinen Neffen ansah, flüsterte sie Timmi etwas ins Ohr. Timmi hörte gut zu. Dann streckte er die Hand in Andys Richtung. “Nervennahrung”, bat er. Schon hatte er einen Schokoriegel in der Hand und wickelte ihn genüsslich aus.

Mister Church stand kurz davor die Kinder doch wegzujagen. Da setzte Timmi kauend zu einer Erklärung an: “Mister Church. Sie haben Glück. Wir sind …” Timmi kam ins Stocken, dann fuhr er fort: “Wir sind die Kinder aus der Inqusitionstreet. Und das ist unser Fall. Hören sie gut zu. Denn wir wissen wer ihr Schachspiel gestohlen hat.”

“Was?” rief Mister Church wütend aus. “Einer von euch etwa?”

Während Ann-Marie hinter Andy in Deckung ging, fuhr Timmi unbeirrt fort. “Die ganzen kaputten Autoscheiben in der Gegend haben uns auf die Spur des Diebes gebracht. Das waren keine Randalierer. Nur ein einziger Täter. Er hat diese kleinen Diebstähle inszeniert, um einen großen Diebstahl zu verbergen. Sozusagen eine Ablenkung.”

Caleb zupfte seinen Onkel am Hemd. “Komm, lass uns reingehen. Dad kommt gleich vom Revier zurück. Der hat doch mehr Ahnung, als so ein paar Kinder.”

Mister Church sah seinen Neffen wütend an. “Caleb, sei für einen Augenblick einfach mal ruhig. Oder geh an deinen neuen Computer, diesen C irgendwas. Ich will hören, was die Kinder aus der Inqusitionstreet zu sagen haben.”

Timmi lächelte, während er den Rest des Schokoladenriegels hinunterschluckte. Er ließ sich von Kelly noch etwas ins Ohr flüstern. Und dann erzählte er weiter: “Der Dieb hat es nur auf ihr Schachspiel abgesehen. Aber sie hätten den Dieb ja sofort erkannt, wäre nur das Spiel gestohlen worden. Also hat der Dieb noch weitere Autoscheiben zerschlagen und Sachen gestohlen. Er hat also für einen Haufen Müll gesorgt und darin das eigentliche Verbrechen versteckt.”

“Ja, aber wer ist denn der Dieb?” fragte Mister Church ungeduldig. Dann sah er begreifen Caleb an. Der sprang plötzlich an seinem Onkel vorbei und stieß Andy mitsamt des Rollstuhls um. “Verdammter Bengel!” schimpfte Mister Church los und hob drohend die Faust. “Wenn ich dich erwische!”

Weit kam Caleb jedoch nicht. Nach ein paar Schritten lief er einem Polizisten in die Arme, der ihn überrascht festhielt. “Was ist hier los?” fragte der Mann und zog Caleb hinter sich her. “Malcolm, was soll der Lärm?”

Caleb zitterte am ganzen Leib. Er war vollkommen bleich. “Dad, lass mich dir die Sache erklären.”

***

Kelly, Marie-Ann, Timmi und Andy saßen in ihrem Baumhaus. Die Kinder waren überglücklich. Mister Church war wider allen Erwartungen doch ein netter Mann, denn er hatte jedem als Belohnung einen Walkman zukommen lassen.

Für Caleb sah es finsterer aus. Er hatte gestanden das Schachspiel gestohlen zu haben. Da Calebs Vater bei der Polizei arbeitete, hatte er auch gewusst wann Streife gefahren wurde. Dadurch war es Caleb ein Leichtes gewesen unentdeckt die Autoscheiben einzuschlagen, um vom eigentlichen Diebstahl abzulenken. Um seine Strafe würden sich jetzt die Erwachsenen kümmern. Die Kinder aus der Inqusitionstreet kümmerten sich lieber um ihre Belohnung.

ENDE

Copyright © 2012 by Miriam Kleve

Buchtipp:

Morton Rhue
Boot Camp

Ravensburger Buchverlag (Paperback)
Übersetzt von Schmitz, Werner
Website: http://ravensburger.de
ISBN: 978-3-473-58255-6
Seiten/Umfang: 288 S. – 18,0 x 12,3 cm
Erscheinungsdatum: 6. Aufl. 01.02.2012

Titel bei amazon.de
Titel bei buch24.de
Titel bei Booklooker.de
Titel bei Libri.de

Connor ist nicht der Sohn, den sich seine Eltern wünschen. Gegen seinen Willen lassen sie ihn in ein Boot Camp bringen. Dort erwartet Connor ein brutales Umerziehungssystem, aus dem es schier keinen Ausweg gibt.

Titel bei amazon.de
Titel bei buch24.de
Titel bei Booklooker.de
Titel bei Libri.de

ACHTUNG! So verdoppeln Sie Ihre Chancen bei Titeln unter Storys unserer Community-Autoren, bei denen es zu einer Verlosung kommt: Geben Sie mindestens einen Kommentar zu diesem Beitrag ab. Das ist ganz einfach: Nur auf den Button “(keine) Kommentare” klicken und Ihre Meinung zum Thema abgeben. Dafür werfen wir ein 2. Los in die Lostrommel. Sobald Sie dann in der nächsten Meldung mit dem Preisrätsel zu diesem Buch PER E-MAIL (!) an der Verlosung teilgenommen haben, verdoppeln Sie Ihre Gewinnchance. Natürlich sollte Ihre Antwort PER E-MAIL (!) beim Preisrätsel richtig sein. Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen!

Abgelegt unter Allgemein, Autorenwerkstatt, Jugend, Krimi | 3 Kommentare »

Max geht nicht mit Fremden mit – Max übernachtet bei Pauline. Mein Freund Max. Folge 2. Fünf Exemplare im Preisrätsel.

Erstellt von Detlef Hedderich am 25. Februar 2012

Max geht nicht mit Fremden mit – Max übernachtet bei Pauline
Mein Freund Max
Folge 2

Universal Music Group
Karussell
CD EAN 0602527 849973
Hörspiel für Kinder
Gesamt-Spieldauer ca. 31 Minuten
Empfohlen ab 3 Jahren

www.karussell.de

Titel erhältlich bei amazon.de
Titel erhältlich bei libri.de

Wer leuchtet mit der Taschenlampe
in die letzte Ecke?
Wer lauert da als Indianer
in der Gartenhecke?
Wer denn? Ja, wer denn?

Das ist Max unser Freund
Ja, das ist unser Max.
Das ist Max unser Freund
Ja, das ist unser Max…

Mein Freund Max, das ist eine neue Hörspielreihe von Universal Music Family Entertainment/Karussell speziell für Jungs. In dieser 2. Folge hat Max zwei Abenteuer zu bestehen.

In der ersten Geschichte geht Max mit seiner Mutter einkaufen, aber da ihm langweilig ist und seine Mutter noch Dinge erledigen muss, beschließen die Beiden, dass Max auf dem Spielplatz warten soll und seine Mutter ihn nach dem Einkauf dort abholt. Nur leider dauert es so lange bis Mama wiederkommt. Dann beginnt es langsam zu regnen und alle Kinder werden abgeholt. Der Regen wird immer stärker. Soll Max nun mit dem fremden Mann gehen, der ihm anbietet ihn nach Hause zu bringen?

Auch eine Übernachtung ist ein richtiges Abenteuer und genau dieses steht Max in der zweiten Geschichte bevor. Er wird bei seiner Freundin Pauline übernachten. Da gibt es ganz schön viel im Vorfeld zu planen und auch wenn man vielleicht ein wenig ängstlich ist, so wird diese Übernachtung ganz sicher ein tolles Erlebnis werden.

Eine schöne Mischung an kindgerechten Geschichten bietet dieses Hörspiel, das auf den gleichnamigen Büchern aus dem Carlsen Verlag basiert. Bereits der Titelsong stimmt den Zuhörer fröhlich ein auf die kommenden Geschichten. Kinder sind schließlich voller Energie und Tatendrang und das wird hier sehr deutlich. Greift die erste Geschichte ein sehr ernstes Thema auf, mit dem sich Eltern und ihre Kinder auch immer wieder beschäftigen sollten, so ist die zweite Geschichte eher heiter und fröhlich auch wenn eine solche erste Übernachtung weg von zu Hause und in einer fremden Umgebung einem Kind schon so einiges an Überwindung abfordern mag.

Die Sprecher stellen sich hier wunderbar auf die jungen Zuhörer ein. Volker Hanisch als Erzähler, Philipp Draeger als Max, Jenny Böttcher als Mama, Feline Günther als Pauline, Tina Eschmann als Paulines Mama und viele weitere Sprecher erzeugen durch ihre offene, lockere und fröhliche Sprechleistung eine wirklich schöne und realistische Atmosphäre.

Man darf gespannt sein auf weitere Folgen aus der Reihe „Mein Freund Max“.

Copyright © 2012 by Iris Gasper

Titel erhältlich bei amazon.de
Titel erhältlich bei libri.de

Preisrätsel 5 x 1 Exemplar: Wer eines dieser Exemplare erhalten möchte einfach folgende Frage richtig beantworten und einsenden an sfbgewinne@buchrezicenter.de (im Betreff bitte den Gewinntitel angeben!): Welche Rolle spricht Tina Eschmann? (Antwort auf unserer Homepage zu finden!) Sobald 500 Mails eingetroffen sind, werden daraus  die Gewinner mit der richtigen Lösung gezogen, wie immer ist der Rechtsweg ausgeschlossen! Eine alternative Teilnahme per Kommentar findet sich hier!

.

GEWONNEN HAT: Sebastian Beckwith, Sabine Cavorgna, Lutz Engelland, Aleksandra Grafen und Patrycja Frydrychowski. HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH! WIR DANKEN ALLEN TEILNEHMERN UND UNSEREM SPONSOREN!

Abgelegt unter Hörbuchrezension, Hörbücher/Hörspiele, Jugend, beendete Preisrätsel | 1 Kommentar »

Lego City – Hörspiel Raumfahrt: LUNA 1 antwortet nicht – Folge 5. Drei Exemplare im Preisrätsel.

Erstellt von Detlef Hedderich am 25. Februar 2012

Lego City
Hörspiel Raumfahrt
LUNA 1 antwortet nicht
Folge 5

Universum Film
The Lego Group
CD EAN 0886979555327
Veröffentlicht: 28.10.2011
Hörspiel für Kinder
Gesamt-Spieldauer ca. 50 Minuten

www.universum-film.de

Titel erhältlich bei amazon.de
Titel erhältlich bei libri.de

Komm mit nach Lego City
hinein in unsere Abenteuerwelt,
bunt und groß.
Lego City, bau’ dir eine Welt, die dir gefällt.
In Lego City ist was los.

Das fünfte Lego City Hörspiel entführt den Hörer mit „Raumfahrt – Luna 1 antwortet nicht“ hinaus aus Lego City und hinein ins Weltall. Eddie Dix und Nachwuchsreporter Max absolvieren zunächst gemeinsam mit einem echten Raumfahrer ein Vorbereitungstraining. Dann geht es los Richtung Mond. Schon bald stellt sich heraus, dass nicht nur die drei ausgebildeten Personen an Bord der Rakete sind, sondern auch noch ein blinder Passagier, einer, den Eddie und Max sogar sehr gut kennen. Das birgt Probleme, denn die Reise wurde nur für drei Personen geplant. Ob das wohl gut geht?

Da sich fast das gesamte Hörspiel auf die Reise in der Rakete zum Mond und zurück beschränkt, ist die Handlungsmöglichkeit sehr eingeschränkt. Auf dem Mond selbst geschieht nicht viel und Spannung baut sich eigentlich erst richtig gegen Ende des Hörspiels auf. Daher ist dies im Gegensatz zu den vorangegangen Folgen der Reihe ein eher langweiliges Hörerlebnis ohne viel Abwechslung. Hier kommt es also besonders auf die Dialoge der wenigen handelnden Personen an. Bis auf einige kleine Streitigkeiten zwischen dem blinden Passagier und dem wichtigsten Astronauten an Bord kommt es hier aber nicht zu besonderen Wortwechseln.

Insgesamt ist die Idee von Lego City aus das Weltall zu erkunden aber klasse und sicherlich auch ein faszinierendes Thema für die junge Zuhörerschaft. Die gesamte Atmosphäre und die Hintergrundgeräusche passen wie immer perfekt zur Geschichte und auch die Sprecher glänzen hier erneut mit einer guten Leistung. Nur aus der Idee hätte man vielleicht etwas mehr machen können. Fremde Planeten und gerade auch der Mond laden ja förmlich zu einem Abenteuer ein.

Ein Hörspiel, das langsam startet und erst gegen Ende mit der erwarteten Spannung aufwartet, dennoch aber dem altbewährten Konzept folgt. Max jedenfalls beweist wieder einmal, dass man mit Legosteinen einfach alles bauen und reparieren kann. Also ran an die Steine ihr jungen Lego Baumeister.

Copyright © 2012 by Iris Gasper

Titel erhältlich bei amazon.de
Titel erhältlich bei libri.de

Preisrätsel 3 x 1 Exemplar: Wer eines dieser Exemplare erhalten möchte einfach folgende Frage richtig beantworten und einsenden an sfbgewinne@buchrezicenter.de (im Betreff bitte den Gewinntitel angeben!): Nachwuchsreporter Max absolvieren gemeinsam mit wem und einem echten Raumfahrer ein Vorbereitungstraining? (Antwort auf unserer Homepage zu finden!) Sobald 300 Mails eingetroffen sind, werden daraus  die Gewinner mit der richtigen Lösung gezogen, wie immer ist der Rechtsweg ausgeschlossen! Eine alternative Teilnahme per Kommentar findet sich hier!.

GEWONNEN HAT: Karin Arnowski, Ute Sönnichsen und Mandy Beglaryan. HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH! WIR DANKEN ALLEN TEILNEHMERN UND UNSEREM SPONSOREN!

Abgelegt unter Hörbuchrezension, Hörbücher/Hörspiele, Jugend, beendete Preisrätsel | 1 Kommentar »