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Literatur-Blog

Archiv für Januar 18th, 2012

DER HUND – Science Fiction Story von Ralf Boldt

Erstellt von Detlef Hedderich am 18. Januar 2012

DER HUND

Science Fiction Story

von

Ralf Boldt

“Du  musst jetzt noch die Kerzen auspusten“, meinte die Mutter zu ihm. Heute war endlich der zehnte Geburtstag von Falko und der Tag begann wie in den letzten Jahren, soweit er sich erinnern konnte, mit der morgendlichen Bescherung in der Küche. Zusammen mit seinem Vater war auch schon „Happy Birthday“  gesungen worden und nun kam der große Augenblick: das Auspacken der Geschenke.

Charly, sein Hund – eine gut gelungene Mischung aus Shepherd und Border – war auch schon ganz aufgeregt. Er hechelte noch ein wenig mehr als sonst und stupste den Jungen mit seiner feuchten Nase an. Falko sollte sich doch endlich ans Öffnen der Pakete machen, denn der Hund liebte es, mit dem zerknüllten Geschenkpapier zu spielen, es zu zerreißen und die vielen kleinen Fetzen im ganzen Haus zu verteilen. Also tat Falko ihm den Gefallen, nahm das erste Päckchen, schüttelte es vorsichtig und entfernte das Papier. Das zusammengeknüllte Papier warf er auf den Küchenboden, wo Charly es sofort an sich nahm. Zwischen die Vorderpfoten geklemmt, begann er, es genüsslich zu zerfetzen. Für Falko war natürlich der Inhalt viel interessanter als das bunte Verpackungspapier und so öffnete er den kleinen Karton und zog ein blaues Halsband, an dem eine Hundeleine gleicher Farbe über einen Karabinerhaken befestigt war, heraus.

„Ein neues Halsband!“, freute sich Falko.

„Schau einmal Charly, das passt dir bestimmt und die Farbe ist auch die richtige.“

Falko freute sich immer, wenn er seinem Hund eine Freude machen konnte.

„Komm her, Charly. Lass es uns gleich anprobieren.“

Geduldig ließ sich der Hund das Halsband anlegen, schüttelte ich einmal, um das Fell wieder in die richtige Lage zu bringen und setzte sich brav neben den Stuhl. „Die Leine brauchen wir aber nicht.“ meinte Falko, denn sein Hund lief immer schön neben ihm her und kam sofort, wenn der Junge ihn rief.

„Du weißt doch, dass du ihn immer an die Leine nehmen sollst!“, ermahnte ihn seine Mutter, „Viele Menschen haben Angst vor so großen Hunden und wollen nicht angesprungen werden. Und er hat doch immer so dreckige Pfoten!“

Da war sie wieder, die ewige Diskussion. Charly sprang keine Fremden an. Doch das mit den dreckigen Pfoten war schon richtig, da hatte die Mutter Recht.

Falko hatte heute aber keine Lust auf Streitgespräche und meinte deshalb nur lakonisch:

„Ja. Mama, ich weiß das doch.“

Dann widmete er sich wieder den angenehmen Dingen seines Geburtstages zu und griff sich das nächste Paket. Schnell war auch dieses ziemlich große Geschenk ausgepackt und Charly freute sich über ein weiteres Stück Papier, an dem er seine freudige Zerstörungswut auslassen konnte.

Im Karton selbst befanden sich viele kleine Pakete und durchsichtige Tüten mit kleinen Seilen und vielen anderen Teilen. Doch Falko wusste sofort, was es mit dem Geschenk auf sich hatte. Es war der originalgetreue Bausatz der Burgberg-Seilbahn.

„Und es ist sogar ein richtig funktionierender Dampfgenerator dabei“, meinte sein Vater stolz.

Der Vater von Falko war nämlich Betriebsingenieur bei der „Harzburger Seilbahn Gesellschaft“ und zuständig für den sicheren Betrieb dieses dampfbetriebenen Beförderungsmittels. Schon oft hatten Falko und Charly ihn auf der Arbeitsstelle besuchen können und mit großen Augen den riesigen Generator bestaunt. Mehrfach waren der Junge und sein Hund auch in eine der kleinen Gondeln gestiegen und auf den Großen Burgberg gefahren. Aber nur, wenn wenige Touristen auf den Berg fahren wollten. Dann sind der Vater, Charly und Falko ganz alleine in eine Gondel gestiegen und waren in wenigen Minuten nach oben gefahren. Die Aussicht von dort war wirklich unbeschreiblich. Charly waren die Gondeln anfangs nicht ganz geheuer gewesen, doch nun schien auch er das leichte Schwanken während der Fahrt zu genießen. Oben hatte Frau Bruns für die beiden im Café immer eine Kleinigkeit zum Naschen bereitstehen. Einen Schokorigel für Falko und eine Hundekeks für Charly.

Falko hatte sich das Modell schon lange gewünscht, doch sein Vater meinte bisher immer, er sei noch zu klein, für den Zusammenbau einer solch komplizierten Maschine. Denn es sei ja eigentlich kein Spielzeug, so der Vater. Doch nun war Falko wohl groß genug.

„Können wir die Bahn zusammenbauen?“ fragte Falko.

„Heute Abend; nach der Arbeit“ versprach der Vater.

„Ich werde pünktlich Feierabend machen und dann können wir ganz in Ruhe unser Projekt Seilbahn starten.“

Falko wusste schon, dass sich für ihn der Tag in die Länge ziehen würde, doch alleine traute er sich den Zusammenbau noch nicht zu. „Gut, wann bist du wieder zuhause?“

„Um vier Uhr und dann können wir gleich starten. Pack doch noch die anderen Geschenke aus.“

Doch die waren nicht ganz so spannend. Es gab noch zwei paar T-Shirts mit Aufdrucken von Figuren aus „Steam Wars“ und eine kurze Hose, die er gut gebrauchen konnte, denn Falko hatte am Vortag bei einer Exkursion im nahe gelegenen Wald schon wieder eine zerrissen.

„Bist du zufrieden mit deinen Geschenken?“, wollte die Mutter wissen und das war er wirklich.

„Kann ich vor der Schule noch einmal mit Charly in den Wald, er möchte unbedingt sein neues Halsband ausprobieren.

“Bitte!“

Das „Bitte“ zog Falko absichtlich in die Länge und setzte seinen liebsten Gesichtsausdruck auf. Dem konnte seine Mutter nicht wiederstehen.

„Aber du bist bis spätestens halb acht wieder hier und mach dich bitte nicht schmutzig.“

Falko klickte die Leine am Halsband fest. Dies tat er nur für die Mutter, denn er wollte heute keinen Streit, und die beiden zogen los. Draußen hielten sie kurz vor dem Werkstattraum des Vaters an, die Tür war wie immer verschlossen. Der Vater ließ niemanden in diesem Raum hinein, warum auch immer. Doch Falko hatte sich daran gewöhnt und brachte auch nicht mehr die Neugierde auf, um heraus zu bekommen, was sich hinter der grau gestrichenen dicken Stahltür verbarg.

Kurze Zeit später waren beide im Wald. Falko ließ Charly von der Leine und der Hund nutzte diese Freiheit, um in den kleinen Bach zu springen und von dem munter plätschernden Wasser zu trinken. Sie machten dann ihre kleine Runde und waren pünktlich um halb acht wieder im Haus. Es blieb für Falko also noch genügend Zeit, ohne Eile den Bus zur Schule zu erreichen.

*

Falkos Vater war inzwischen schon bei der Arbeit und kontrollierte die große Dampfmaschine. Ruhig und regelmäßig arbeitete sie vor sich hin. Diese modernen Maschinen hatten nichts mehr gemein mit den lauten, dampfenden und dreckigen Aggregaten noch vor 20 Jahren. Deutsche Ingenieure hatten viel Arbeit in die Weiterentwicklung dieser Technik investiert, denn es war dem Land nach der Kapitulation 1945 von den Alliierten nicht erlaubt worden, Verbrennungsmotoren zu betreiben, zu produzieren oder auch nur zu importieren.  Also hatte man aus der Not eine Tugend gemacht und die dampfgetriebenen Maschinen immer weiterentwickelt. Aus immer kleineren Geräten war immer mehr Leistung erzielt worden. Der Wirkungsgrad der Maschinen wurde immer besser. Man hatte mit vielen Materialien experimentiert und konnte nun auf eine Schmierung völlig verzichten. Die Emissionen wurden ebenfalls immer geringer und es ging das Gerücht, dass an einer komplett emissionslosen Variante gearbeitet werde, von der es schon erste Prototypen geben soll.

Die Dampfmaschine wurde zwangsweise auch für Fahrzeuge wiederentdeckt und vor allem die schweren LKWs wurden direkt damit angetrieben. Für den Individualverkehr wurden über Batterien oder Brennstoffzellen betriebene Fahrzeuge eingesetzt.

Das Verbot der Alliierten hatte dafür gesorgt, dass in Deutschland die Umwelt deutlich entlastet werden konnte. Viele der benachbarten Staaten wollten nun aus Umweltgründen auch auf diese Antriebsmöglichkeiten zurückgreifen und so durfte Deutschland seit fast zehn Jahren wieder Technologie in das Ausland exportieren, was der inländischen Wirtschaft einen gewaltigen Aufschwung verschafft hatte. Die Inflationsrate war geringer denn je und es gab schon fast wieder eine bundesweite Vollbeschäftigung.

„Liegt heute etwas Besonderes an?“ fragte der Kollege Günther.

Falkos Vater konnte das verneinen, die vorgeschriebene Wartung hatte sie gestern durchgeführt. Alles war in bester Ordnung.

„Ich muss heute pünktlich nach Hause. Falko hat Geburtstag und wir wollen seine Seilbahn zusammenbauen.“

„Hast du die Modifikation beim Dampfantrieb fertigbekommen?“

„Klar, der Prototyp läuft ja schon seit zwei Jahren ohne Probleme!“

*

Falko hatte es schwer in der Schule. Vor lauter Aufregung konnte er dem Unterricht kaum folgen. Er stellte sich die ganze Zeit vor, wie der Vater und er an der Seilbahn bauten und er sie stolz seinen Freunden vorstellen konnte. Die Schulfreunde waren für den nächsten Sonnabendnachmittag zu seiner Geburtstagsparty eingeladen. Er hoffte, dass bis dahin alles so funktionierte, wie er es sich vorstellte.

*

Nach der Schule hatte Falko es eilig, zum Schulbus zu kommen. Nach einer schier endlosen halben Stunde war er an seiner Haltestelle angekommen. Nur noch ein kurzer Fußweg trennte ihn dann von zuhause. Als Falko in seine heimatliche Straße einbog, sah er, dass Charly ihm schon auf der anderen Straßenseite entgegenlief. Der Hund spürte schon Minuten bevor der Bus ankam, dass Falko nach Hause kommen würde und lief ihm meist entgegen.

Heute war Falko unaufmerksam und so schaute er nicht nach links und rechts, als er der Straße überqueren wollte. Das Letzte, was er sah, war ein großer Schatten und ein Fellbündel, das ihm entgegensprang und irgendetwas flog durch die Luft.

*

Falko wachte in einem fremden Bett auf und wusste im ersten Moment nicht, wo er war. Was war passiert?
Neben dem Bett saß seine Mutter. Sie hatte wohl viel geweint, denn die Augen waren nass und gerötet.

„Da bist du ja endlich wieder!“

Erleichtert nahm sie ihn in den Arm. Ein heftiger Stich zuckte durch seinen Kopf. Überall tat es weh!

„Ein Lastwagen hat dich gestreift! Dank Charly hat er dich nicht voll erfasst.“

„Wo ist Charly? Wie geht es ihm?“, fragte Falko bange.

Die Mutter schwieg. Dieses Schweigen sagte aber mehr als alle Worte.

„Ist Charly was passiert?“

Die Mutter schwieg immer noch. Mit stockender Stimme und Tränen in den Augen sagte sie dann doch:

„Der Lastwagen hat ihn voll erwischt.“

Ein Schrecken durchführ Falko. Er konnte sich nicht vorstellen, dass der geliebte Hund, sein Hund! nicht mehr mit ihm herumtollen könnte!

„Vater ist zuhause geblieben und kümmert sich um Charly.“

Charly war noch nie krank gewesen und auch noch nie beim Tierarzt. Falkos Freunde beschrieben manchmal, dass sie mit einer Katze oder auch einem Hund zum Impfen mussten. Falko hatte den Vater gefragt, ob Charly nicht auch mal zum Impfen müsste, doch der hatte immer abgewiegelt, dass das nicht notwendig sei. Schließlich hatte er auch nicht weiter nachgebohrt.

*

Einen Tag später konnte Falko das Krankenhaus schon wieder verlassen. Er habe Glück gehabt, meinte der Arzt mit dem weißen Kittel. Er habe keine Gehirnerschütterung und nur ein paar Schürfwunden, die ein wenig wehtun würden.

Womit er wahrlich Recht hatte!

Zuhause angekommen, stürmte Charly auf ihn zu und warf Falko fast um.

„Hallo Charly! Dir ist ja nichts passiert! Gottseidank!”

Der Arzt hatte gemeint, dass er noch etwas Ruhe bräuchte und so machte er es sich auf dem Sofa bequem. Charly fläzte sich brav davor. Und so begannen ein paar Tage ohne Spaziergänge im Wald, aber mit viel Fernsehen, Milch und Schokokeksen.

*

„Geht’s deinem Jungen wieder gut?“, fragte Günther.

„Ja, er hat alles gut überstanden.“

„Hast du den Hund wieder hinbekommen?“

„War eine Menge Arbeit, aber so ein Prototyp hält schon eine Menge aus“, meinte der Vater zufrieden.

-Ende-

Copyright © 2011 by Ralf Boldt

Bildrechte: “Vintage (Steampunk5.jpg) © 2012 by Lothar Bauer. Nutzung mit freundlicher Genehmigung des Künstlers unter Nennung seiner Webseite: Chaosriggers kleine Welt Blog – http://www.chaosrigger.org/chaosblog

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ZEIT ZU GEHEN – Shortstory von Susan Ott

Erstellt von Susan Ott am 18. Januar 2012

ZEIT ZU GEHEN

Shortstory

von

Susan Ott

Schon wieder dieser fürchterliche Lärm. Können die nicht einmal Rücksicht nehmen? Klar. Ich bin nur ein Untermieter. Noch dazu mit einem befristeten Mietverhältnis.
Aber, muss das sein?

Warm ist die Wohnung ja. Aber ich habe das Gefühl, dass der Raum immer enger wird.
Naja, ich habe hier freie Kost und Logis. Sogar eine Art Pool ist vorhanden, in dem ich mich die ganze Zeit aufhalte.

Aber ich habe keinen Einfluss auf das servierte Essen. Was ich gestern Abend vorgesetzt bekommen habe… Ich sollte wirklich bald ausziehen.
Und jetzt hat jemand draußen auch noch eine fürchterlich helle Lampe angemacht.

Das ist Folter.
Mir reicht es nun endgültig.
Ich will hier raus!

Bisher habe ich noch keine Tür in meiner Behausung entdeckt. Und drehen kann ich mich nicht mehr. Der Raum ist viel zu eng. Seit heute morgen kommen die Wände ständig näher und dehnen sich dann wieder aus. Das ist eine Zumutung!

Da!
Eine Öffnung!

Sie ist zwar nur sehr klein, fast winzig, aber ich werde versuchen mich hindurchzuquetschen.
Wieder stoßen diese dummen Wände mich an.

Vorsicht, die Ohren. Ha! Mit dem Kopf bin ich durch.
Was ist das?

Oh, Mann. Hier ist es ja noch enger. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das Ordnungsamt solch einen Notausgang genehmigt.

Also weiter.  Und dunkel ist das hier. Irgendwo muss es doch hier raus gehen.

Ah. Da vorne ist Licht. Also weiter.

Autsch! Meine Schultern. Ich glaub, ich muss mich etwas drehen.

Ja. So geht’s.
Jetzt geht’s leichter. Da drückt einer von hinten.
Oh! Mit dem Kopf bin ich durch. Der Rest kommt nach.

Geschafft. Hab meine Unterkunft verlassen.

„Wääääääh!“

Toll. Ich kann Töne von mir geben.

„Wäääääh!“

Kalt. Es ist kalt hier. Ich will wieder zurück! Wo geht’s wieder rein?

Mist. Da trägt mich einer von meiner Wohnung weg.

„Wääääh!“

Jetzt lieg ich auf etwas weichem. Wo bin ich? Was ist das?
Den Herzschlag kenn ich doch. Den hab ich in den letzten Monaten ständig gehört.

Ist ja doch nicht so schlecht hier.

Da schaut mich jemand an.

Diese Augen! Ich hab mich verliebt.

Mutti!

Hier bleib ich. Hier fühl ich mich wohl.

Welt, ich bin da! Ich werde dich erobern!
Aber nicht jetzt.

Morgen.

Jetzt bin ich müde…

Copyright © 2012 by Susan Ott

Bildrechte: “Skurrile Geschichte” (SKURILE GESCHICHTEN-SPIRALE-20110114083935-8edac2f8.jpg) © 2012 by Lothar Bauer. Nutzung mit freundlicher Genehmigung des Künstlers unter Nennung seiner Webseite: Chaosriggers kleine Welt Blog – http://www.chaosrigger.org/chaosblog

Bildbearbeitung: Bearbeitete Coverillustration “Skurrile Geschichte” (Originaltitel: 20110114083935-8edac2f8.jpg) © 2012 by Detlef Hedderich. Nutzung nur mit Genehmigung des Künstlers Lothar Bauer unter Verwendung des Originals.

Buchtip der Autorin:



Janus, Ludwig
Der Seelenraum des Ungeborenen

Pränatale Psychologie und Therapie

Verlag :      Patmos-Verlag der Schwabenverlag AG
ISBN :      978-3-8436-0057-6
Einband :      kartoniert
Preisinfo :      14,90 Eur[D] / 15,40 Eur[A] / 21,90 CHF UVP
Alle Preisangaben in CHF (Schweizer Franken) sind unverbindliche Preisempfehlungen.
Legende: UVP = unverbindliche Preisempfehlung, iVb = in Vorbereitung. Alle Preisangaben inkl. MwSt
Seiten/Umfang :      ca. 240 S. – 2,0 x 1,3 cm
Produktform :      B: Einband – fest (Hardcover)
Erscheinungsdatum :      2. Aufl. 31.05.2011

Erkenntniss der Pränatalen Psychologie zeigen, dass Ungeborene über ein eigenständiges elemantares Gefühlsleben verfügen und die Zeit der Schwangerschaft sowie der Geburt affektiv miterleben. Ludwig Janus präsentiert die neuesten Forschungsergebnisse der Pränatalen Psychologie, die immer mehr bestätigen, dass vorgeburtliche Erlebnisse einen entscheidenden Einfluss auf die Entwicklung und das spätere Leben eines Menschen haben können. Der Autor zeigt dabei anschaulich, wie die Kenntnisse der Prä- und Perinatalen Psychologie für die psychotherapeutische Behandlung nutzbar gemacht werden können.

Dr. med. Ludwig Janus ist Psychoanalytiker und ärztlicher Psychotherapeut in eigener Praxis in Heidelberg seit 1975, außerdem Lehranalytiker am Institut für Psychoanalyse Frankfurt. Zahlreiche Veröffentlichungen von ihm widmen sich vor allem der pränatalen Psychologie und der Psychohistorie.

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