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Literatur-Blog

Archiv für Juli, 2011

DIE KORREKTUR DER DISHARMONIE – Eine Science-Fiction-Kurzgeschichte von Ariana Lazar

Erstellt von Ariana Lazar am 31. Juli 2011

DIE KORREKTUR DER DISHARMONIE

Eine Science-Fiction-Kurzgeschichte
von
Ariana Lazar

Pokri Kanikro warf einen prüfenden Blick in die Runde. Keinerlei Disharmonie war spürbar. Überall an den Tischen des großen freundlich dunklen Raums saßen die Schüler ruhig vor ihren Galaktoplanoren und arbeiteten konzentriert an ihren Experimenten, die der Prüfungsvorbereitung dienten.

Sie alle würden die Prüfung, die in Kürze auf sie zukam, bestehen, da war sich das Kroxal sicher, schließlich bildeten diese Prüflinge die Elite der Lehranstalt. Ausgewählt aus Tausenden von Bewerbern, vereinte sich hier die Essenz des unerbittlichen Auswahlverfahrens.

Die Ausbildung zum Galaktoplanorator bedeutete gramorphenlangen Verzicht auf Vergnügungen, harte Arbeit und ein Wissenspotential, das weit über das anderer Talente hinausging.

Als Junal, am Anfang seiner Laufbahn, waren die Jungen sein Aufgabengebiet gewesen. Da es im Junal, der ersten Zeit des Alters, in dem es keine Disharmonien mehr gab, jeder Junal sich aber ausgezeichnet an diese unangenehmen Zustände erinnerte, war es ihnen als Pflicht auferlegt, sich um die Jungen zu kümmern.

Etwas Schwierigeres gab es nicht. Bei jeder kleinsten Disharmonie bestand die Gefahr, dass ein Junges zu pulsieren anfing, was, wenn man diese nicht schnell genug beseitigte, innerhalb weniger Grkse zur völligen Existenzvernichtung führte. Gerade die außergewöhnlich begabten tendierten vermehrt zu Disharmonie und Pulsation und nur wenigen von Ihnen gelang die Transformation zu den Mitteljungen. Eine Aufgabe, die viel Energie verschlang, die eigene Existenz in Gefahr brachte und deshalb auch nur in dieser bestimmten Zeit geleistet werden konnte.

Nachdem es die ersten Zeitalter in voller Harmonie mit den Jungen verbracht hatte, war es als Kroxal, so lautete seine jetzige Transformationsstufe, zu den Mitteljungen gewechselt, um diese auszubilden. Bei den nur noch vereinzelt auftretenden Disharmonien verfielen die Mitteljungen nicht mehr in unkontrollierte Pulsationen, was die Arbeit des Kroxal sehr erleichterte.

Dies war natürlich nur die Grundausbildung, die ein Mitteljunges dazu befähigte selbstständig an und mit einem Galaktoplanor zu arbeiten. Erst als Kroxal wären sie, wie Pokri Kanikro, in der Lage, sich genügend auszudehnen, um eine große Anzahl eigener Galaktoplanore problemlos gleichzeitig zu überwachen.

Mitten in Pokris Betrachtung mehrerer Galaktoplanoren erreichte eine Disharmonie erschreckender Größe sein auf Mkratos Pnikmijus gerichtetes  Außen-Teil. Da Mkratos normalerweise über ein sehr ausgeglichenes und harmonisches Wesen verfügte und zudem eines der begabtesten Mitteljungen war, handelte Pokri ohne Zeitverzögerung. Augenblicklich veränderte es seine äußere Gestalt so, dass ein Teil seines Körpers in unmittelbaren Kontakt mit dem Mitteljungen treten konnte, ohne einen der anderen Schüler in seiner Harmonie stören zu müssen.

Beruhigend wirkte es sanft und behutsam auf das Mitteljunge ein, dabei vorsichtig bemüht, den Grund der Disharmonie schnellstmöglich zu ergründen und zu eliminieren.

Ein Blick auf den Galaktoplanor genügte. Bei dem derzeit laufenden Experiment verhielten sich einige der Komponenten unangemessen disharmonisch. Eine der maßgeblichen Komponenten schien außer Kontrolle geraten zu sein und verhielt sich äußerst zerstörerisch anderen Komponenten gegenüber. Das an sich wäre nicht so tragisch, da das in diesem Stadium der Experimente oft der Fall war und die Schüler lernen mussten, mit den Disharmonien niederer Existenzen umzugehen. Nur wer Disharmonie ertrug, war schließlich in der Lage, sie in Harmonie zu verwandeln, aber diese Komponente schoss weit über das erträgliche Ziel heraus.

Sie wütete gegen jede andere Komponente des Experimentes, hatte schon eine beträchtliche Anzahl restlos eliminiert und schien nicht abzuhalten zu sein, weitere Komponenten zu vernichten. Was Mkratos jedoch an den Rand eines disharmonischen Schocks gebracht hatte, war die Tatsache, das jene schreckliche Komponente, „Mensch“ tituliert, keinerlei Rücksicht auf die eigenen Existenz-Einheiten zu kennen schien, sondern auch diese ohne Zögern vernichtete.

Pokri überlegte nicht, hier musste es sofort eingreifen. Eine kleine Korrektur unter Mithilfe der entsprechenden Schaltfläche seines Galaktoplanors genügte und die Komponente „Mensch“ existierte nicht mehr. Nach dem Verschwinden der disharmonischen Existenz verebbte auch die Disharmonie bei Mkratos Pnikmiju. Die Harmonie kehrte zurück und Pokri vermittelte dem Mitteljungen, wie es solche Auswüchse in Zukunft frühzeitig entdecken und vermeiden könne. Noch ein paar Ratschläge gebend, was eine Verbesserung der übrig gebliebenen disharmonisch agierenden Komponenten zur Folge haben würde, und der Kroxal zog sich wieder zusammen.

Als Galaktoplanorator übernahm man eine ungeheure Verantwortung, dementsprechend vielfältig waren die Fallen, die von den Prüfern in die einzelnen Experimental-Programme eingebaut worden waren.

Die Komponente „Mensch“ hatte sich dabei als besonders prüfungswirksam herausgestellt. Zum Einen verfügte sie über einen nicht zu unterschätzenden emotionalen Faktor, der die Schüler veranlasste, sie nicht von Anfang an zu eliminieren und zum Anderen hatte man ihr genügend disharmonisches Potential beigefügt, um die  Harmoniestabilität der Schüler zu prüfen. Ein Nichtbestehen konnte gleichbedeutend mit dem Existenzende sein.

Das erste seiner Prüflinge hatte den Test der Harmoniestabilität bestanden! Sollte es auch die zahlreichen noch ausstehenden Prüfungen bestehen, hatte es eine reelle Chance, einmal Kroxal zu werden.

Pokri Kanikro warf einen prüfenden Blick in die Runde. Keinerlei Disharmonie war spürbar.

- Ende -

Copyright © by Ariana Lazar 2011

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Die 16-jährige Neva hat es satt, keine Antworten auf Fragen zu bekommen, die sie nicht einmal laut stellen darf: Warum wird ihr Heimatland von einer undurchdringbaren Energiekuppel von der Außenwelt abgeschottet? Warum verschwinden immer wieder Menschen spurlos? Und was ist mit ihrer Großmutter geschehen, die eines Tages nicht mehr nach Hause kam? Gemeinsam mit ihrer besten Freundin Sanna beschließt Neva, Antworten zu verlangen und nicht mehr brav alle Gesetze und Regeln zu befolgen. Doch dabei verliebt sie sich nicht nur in den einen Jungen, der für sie tabu sein muss – sondern gerät auch in tödliche Gefahr …

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PLASMAABWEISEND – eine Kurzgeschichte von Simone Wilhelmy

Erstellt von Simone Wilhelmy am 31. Juli 2011

PLASMAABWEISEND

eine Kurzgeschichte
von
Simone Wilhelmy

„Ach jetzt komm schon!“

Genervt richte ich meine geliebte Kanone auf die antike Kommode vor mir.
„Du weißt, es für uns beide einfacher, wenn du freiwillig gehst.“

Wenn es sein muss, bin ich ziemlich gut mit der Waffe. Wobei man ein so großes Möbelstück auf diese Entfernung kaum verfehlen kann. Aber ich hasse es, wenn ich sie erschießen muss.

~

Eigentlich wollte ich es mir heute Abend auf meiner Couch bequem machen, mich in meine unglaublich wuschelige Fleecedecke kuscheln, Schokonüsse knabbern und dabei „Desperate Housewives“ kucken. Wenn die verzweifelten Hausfrauen mit Mord und Intrigen um sich werfen, als wäre alles ein Kaffeekränzchen, scheint mir mein Leben um so viel normaler. Und heute Abend kam eine dieser Katastrophenfolgen, die ich so mag. Ich war neugierig, wer diesmal drauf gehen würde.

Als es dann klingelte, dachte ich für einen Moment darüber nach, den Hörer einfach nicht abzunehmen.
„Gnaaa…“ Murrend strampelte ich mir dann doch die Decke von den Füßen und hetzte zum Telefon. Ich hatte gerade erst neue plasma-abweisende Arbeitskleidung gekauft und konnte es mir nicht leisten einen Auftrag abzulehnen. Was für diese Spezialimprägnierung verlangt wurde, war reiner Wucher.

Der Anrufer stellte sich jedoch als ein alter Schulfreund heraus, der für ein paar Tage in der Stadt war und mich zum Essen einlud. Für Jochen ließ ich gern meine Lieblingsserie sausen, denn ich war damals in der Oberklasse bis über beide Ohren in ihn verknallt und freute mich einen Wolf darüber ihn wieder zu sehen.
Also programmierte ich den Festplattenrekorder, was mir diesmal sogar ohne das Handbuch gelang, duschte schnell und kämpfte meine braune Mähne in eine akzeptable Ausgehfrisur, noch immer ganz stolz von meiner technischen Höchstleistung. Ehrlich gesagt, hatte ich keine Ahnung, wo das blöde Handbuch hingekommen war.

Entsetzt stellt ich fest, dass die Wimperntusche krümmelte anstatt meinen Wimpern den anbetungswürdigen Schlafzimmerblick zu verleihen. Oh Gott, war meine letzte Verabredung tatsächlich so lange her, dass mir das Makeup vergammelt war? Das Zeug ist doch eigentlich Jahre haltbar, oder nicht? Irgendetwas machte ich im Leben verkehrt.

Nachdem mein Bett unter den Unmengen verschiedener Klamotten nicht mehr zu sehen war, fand ich eine Kombination, die mir gefiel. Endlich gab es einen Anlass die vanillefarbene Bluse mit dem auffallenden Ausschnitt zu tragen. Breit grinsend betrachte ich mich im Spiegel und bemerkte gar nicht, dass ich leise vor mich hin summte.
„I got a kiss under the bleachers – Hoping that nobody looks – Lips like liquorish – Tongue like candy …“
Da hatte sich einer dieser albernen Ke$ha Songs in mein Hirn geschlichen. Es wurde wirklich Zeit, dass ich wieder öfter ausging. Ich benahm mich wie ein Schulmädchen.

Das von Jochen vorgeschlagene Restaurant befand sich in einem dieser piekfeinen Hotels. Wenn er hier abgestiegen war, dann mussten sich seine Bücher gut verkaufen. Vielleicht sollte ich sie doch lesen, allerdings hatte ich selten die Zeit dafür. Auf meiner Waschmaschine im Badezimmer liegt griffbereit ein Kurzgeschichtenband mit einem Sense schwingendem Skelett auf dem Klo. Das Buch hatte ich gekauft, weil mir das Cover im Schaufenster der Buchhandlung auffiel. Ich fand, dass es die passende Lektüre für meinen Lieblingsleseplatz war, hatte aber bisher nicht eine Geschichte gelesen. Etwas, was jedes Silvester erneut auf meiner Liste der guten Vorsätze stand. Dafür sieht das Taschenbuch „Der Exorzist“von Blatty, welches daneben liegt, mehr als nur ein bisschen abgegriffen und zerlesen aus, aber das war schließlich auch Fachliteratur.

Ich war viel zu früh für meine Verabredung. Nervös starrte ich immer wieder auf die Uhr und hatte schon den gesamten Vorrat diesen knusprigen Brotstangen aufgefuttert, noch bevor sich der erste Kellner blicken ließ, was nicht am schlechten Service lag. Vielleicht würde mich ein Glas Wein ein wenig auflockern.

„Eine Weißweinschorle, aber bitte nicht lieblich, sondern richtig süß.“ Mir war egal, ob mich die edlen Weinkenner hier lynchten, wenn sie das hörten.

„Gern, … Frau Lovca. Lillie Lovca?“

„Ja?“

Noch bevor er weiter redete, wusste ich, dass etwas nicht stimmte. Der Tisch war unter dem Namen von Jochen reserviert. Also woher kannte er mich?

„Mh, wenn wir sie vielleicht in einer delikaten Angelegenheit sprechen dürften?“

Er durfte und deshalb stehe ich mit gezogener Waffe vor einem altmodischem Sideboard und lasse mich von lackiertem Holz anknurren.

Der Kellner stellte sich als stellvertretender Hoteldirektor heraus und die delikate Angelegenheit war ein Job. Ein mieser, einer von der schlimmsten Sorte, um genau zu sein, denn ein Poltergeist ließ sich nur selten „überreden“ aus freien Stücken sein bezogenes Terrain zu verlassen.

Normalerweise benutze ich allerlei populär- und pseudowissenschaftliches Wissen für die Geisterausstreibung. Erstaunlicherweise hat sich der christliche Aberglaube aus äußerst ergiebig herausgestellt. Die katholische Liturgien wirken zum Beispiel Wunder und manchmal reichte ein einfacher Schamanengesang. Das hat nichts mit Magie oder Religion zu tun. Jedes dieser Mittel bündelt Energien auf einer anderen Frequenz. Es geht nur darum alles auf die Willenskraft des Restbewusstsein abzustimmen und es ihm ein bisschen unbequem zu machen. Ein klein wenig spielt dann auch Psychologie mit rein, je nachdem wie viel Persönlichkeit noch in dem Abbild der Erinnerungen geblieben ist.
Aber Poltergeister sind strunzdumm. Sie sind die Hooligans der Geisterwelt. Stur, bösartig und impulsgesteuert. Meist ist von der Persönlichkeit nur noch blanker Hass übrig und es ist so gut wie unmöglich mit ihnen zu reden.

Ich hatte es mit Weihwasser versucht, aber ich befürchte, dass hat das blöde Mistding einer Holzkiste auf Beinen nur noch wütender gemacht.

Plötzlich beginnt die Kommode zu zittern. Laut polternd fliegen Schubladen und Flügeltüren auf und zu. Die geschnitzten Tierpfoten verzerren sich zu raubtierartigen Pranken mit denen das aufbrausende Möbelstück im flauschigen Teppich scharrt.

„Jetzt spiel dich doch nicht so auf“ motz ich und versuche unbeeindruckt zu wirken, beide Hände noch immer an der Waffe.

Meine Energiewaffe sieht wie ein altmodischer Revolver aus, der Umbau hatte mich einiges gekostet. Wenn schon schießen, dann aber mit Stil. Aber sie hat einen mörderischen Rückstoß, meine Kleine. Und wenn ich mir meine Schuhe ansehe…
Wenn ich in den Dingern schieße, macht mein Kopf Bekanntschaft mit der Wand, die 3 Meter hinter mir ist. Die sündhaft teuren Schuhe passen zwar perfekt zu dem kurzen brombeerfarbenen Rock, aber keines davon ist für einen Einsatz geeignet. Und natürlich sind die Klamotten noch nicht imprägniert. Deshalb spiele ich hier „Supernanny“ anstatt das Ding einfach abzuknallen.

Das Schlimmste am Schießen ist weder der Krach noch die Gewalttätigkeit. Schließlich sind alle auf die ich schieße schon tot. Aber wenn die hochfrequente Energie aus den Batterien in den Trommelkammern auf einen Geist oder ein besessenes Objekt trifft, wird das Ektoplasma in ein zerstörerisches Schwingen versetzt. Durch die Vibration verliert das Geistermateriel die Kontrolle über die besessenen Moleküle. Durch die starke Überhitzung kommt es im Plasma zu einer Reaktion und der Geist zersetzt sich. Es endet immer damit, dass ich mit dem Überbleibsel Ektoplasmischer Energie bespritzt werde. Klebriger, glitschiger, lila Schleim. Und der geht unglaublich schwer aus den Klamotten, von den Haaren ganz zu schweigen und wird innerhalb weniger Stunden beton-hart.

Ich werde mir heute Abend nicht die Frisur versauen.

Kurzentschlossen kicke ich die Schuhe von den Füßen und stoße dabei die kleine Volvicflasche um, in der ich Weihwasser transportiere. Die klare Flüssigkeit versickert langsam im dichten Teppich.
„Mist!“
Heutzutage bekommt man richtig gutes und vor allem echtes Weihwasser nur sehr schwer. Die Herstellung ist aufwendig und damit – natürlich – sauteuer. Nicht, dass es mir etwas genützt hatte.

Sagte ich, dass Poltergeister dumm wären? Nun, dumm wie Brot, ja, aber vielleicht doch nicht dumm wie Stulle. Denn als ich mich bücke, um nach der Flasche zu greifen, stürmt der besessene Holzwurmfraß direkt auf mich zu. Aus Reflex reiße ich die Waffe hoch und drücke ab. Es ist gar nicht so einfach aus der Bewegung heraus mit dem Energiestrahl zu zielen. Es ist ein bisschen, als würde man versuchen einen Wasserschlauch unter Hochdruck zu lenken oder eine Katze an einer steifen Leine zu führen.

Nachdem ich ein hübsches Brandmuster in die Tapete gezaubert habe, gelingt es mir doch, die Waffe wieder auf das ausgerastete Möbelstück zu halten. Es dauert bis sich die Lichtlanze auf die passende Negativ-Frequenz justiert hat, um den Geist einzufrieren. Langsam kommt der kleine Schrank zum stehen, nur wenige Trippelschritte von mir entfernt, perfekt um mich bei der Bannung vollständig zu zuschleimen. Das läuft wieder wie geplant.

Und jetzt brauche ich jede Menge Fingerspitzengefühl. Die Bannung des Poltergeistes ist eigentlich eine Rückkopplung. Mit dem Spannhebel der Waffe wird der Laser so modifiziert, dass ein Energieabbild des Geistes leicht versetzt auf ihn zurückgeworfen wird, immer wieder bis es eine Verpuffung gibt. Das ist so ähnlich, als wenn man ein Mikrofon an eine Box hält, da hat man das Gefühl, dass einem das Trommelfell platzt, nur dass bei einer Bannung der Geist platzt. Wenn ich den Hebel zu schnell ziehe, verursacht die Modifikation allerdings Interferenzen, die mir den Colt um die Ohren fliegen lassen können. Die Unsicherheit lässt mich immer zögern, wenn ich den Daumen an den Spannhebel lege. Denn ich wäre vor Jahren mal fast dabei drauf gegangen. Wenn ich jedoch zu langsam bin, hat der Geist genug Zeit sich aus der Starre zu lösen und wieder auf mich loszugehen.

Ich versuche die Bilder an die Explosion zu verdrängen und die Erinnerung an die Zeit im Krankenhaus, versuche mir einzureden, dass seitdem viel Zeit vergangen ist und ich viel dazu gelernt habe. Aber egal wie lange der Unfall her ist, jetzt sitzt mir die Angst wieder im Nacken.

„Reiß dich doch zusammen.“

Pure Konzentration verhindert das Zittern meiner Hände. Erst als ich die Waffe wieder völlig ruhig halte und mein Atem normal geht, ziehe ich den Hebel herunter. Natürlich ist es nicht ungefährlich, aber ich kenne meine Kleine gut und ich spüre, wann ich zu schnell bin, denn irgendwann geht die Erfahrung in den Körper und wird zur Intuition.

Mit einem Zischen zerreißt die psychokinetische Verbindung des Geistes mit den Holzmolekülen. Das leise „Plopp!“ der Luftdruckänderung ist kaum zu hören, als sich aus der Geisterebene das Ektoplasma ergießt und mit der Luft reagiert. Plötzlich spritzt das purpurfarbenes Glibberzeugs aus den Ritzen und Poren der Kommode und ich versuche mich hinter einem der Fenstervorhänge in Deckung zu bringen.

„Bäh!“

Vorsichtig schiebe ich den Vorhang beiseite. Es ist gar nicht so einfach zur Tür zu kommen ohne in eine Glibberpfütze zu treten. Das gesamte Hotelzimmer ist mit einer Schicht transparentem, lila Schleier überzogen. Noch glitzert die Feuchtigkeit, doch bald wird das Zeug austrocknen und zu einem schwer zerstörbarem Zuckerguss aushärten. Ich werde dem Manager Bescheid geben, dass sie sich beeilen müssen, sonst brauchen sie für die Reinigung des Zimmer einen Meißel.

Erstaunlicherweise habe ich nichts abbekommen. Nichts, nicht mal einen Spritzer. Das grenzt schon fast an ein Wunder und würde ich an Vorsehung glauben, würde ich sagen, dass es das Schicksal war. Und Jochen ist bestimmt meine wahre Liebe, der nichts im Wege stehen darf. Allerdings glaube ich weder an Vorhersehung, noch an das Schicksal und schon gar nicht glaube ich an die wahre Liebe. Andererseits bin ich Geisterjäger. Wenn ich nicht an das Übersinnliche glauben kann, wer dann?

Ein Blick auf die Uhr und ich werde nervös. Wenn ich mich beeile, schafft sie es noch zu meinem Date. Zwar etwas zu spät, aber ist das nicht ein Privileg der Frauen?

Kurz gebe ich dem Manager, der in gebührendem Abstand vor der Tür des Hotelzimmers auf mich wartet, einen abschließenden Bericht, lasse mir den Arbeitsaufwand quittieren und haste zum Restaurant. Schuldbewusst zucke ich zusammen, als ich hinter mir den entsetzten Aufschrei des Hoteliers hören, der wohl gerade einen Blick in die Suite geworfen hat. Da ich die Augen dabei für einen Moment zusammen kneife, sehe ich den Kellner nicht, der mit einer riesigen Schüssel in den Händen aus einer der Türen kommt.

Doch als ich wieder nach vorn sehe, ist es zu spät. Ich versuche zwar noch dem Kellner auszuweichen, der selbst nur panisch die Schüssel hochhält, als würde das etwas helfen, aber ich stolpere über meine eigenen Füße. Fluchend reiße ich den Mann mit und bekomme den Inhalt der Schüssel über den Kopf gegossen. „Ahhhh, das darf doch nicht wahr sein!“

Ich bin von Kopf bis Fuß eingeschleimt von lila Glibberzeugs. Einzig der fruchtig süße Geruch unterscheidet sich zu dem Zeug aus dem Hotelzimmer. Von wegen Schicksal.
„Verflixt…Das Zeug ist überall und bei Götterspeise hilft das plasmaabweisende Imprägnierspray leider nicht. Aber wenigstens passt die Farbe zu den Schuhen.“

Copyright © 2011 by Simone Wilhelmy

Bildrechte: Coverillustration “Fremdwesen01” (TN-20110131041632-4c05fc6e.jpg) © 2011 by Lothar Bauer. Nutzung mit freundlicher Genehmigung des Künstlers unter Nennung seiner Webseite: Chaosriggers kleine Welt Blog – http://www.chaosrigger.org/chaosblog

Bildbearbeitung: Bearbeitete Coverillustration “Fremdwesen01-100-140-100.jpg” (Originaltitel: TN-20110131041632-4c05fc6e.jpg) © 2011 by Detlef Hedderich. Nutzung nur mit Genehmigung des Künstlers Lothar Bauer unter Verwendung des Originals.


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Heute ist es ein Leichtes, mittels Photoshop alle möglichen Effekte bei Bildern zu erzeugen. Auch ältere “Geisterfotos” lassen sich meist durch Doppelbelichtung, Spiegelungen oder andere technische Fehler erklären. Doch trifft dies wirklich auf alle Bilder zu?

80 der bekanntesten Fotos von Geistern und übersinnlichen Phänomenen aus den letzten 100 Jahren werden in diesem Buch von Fotoexperten analysiert. Der Bogen spannt sich von den gefälschten Bildern der Cottingley Fairies, auf die sogar Sir Arthur Conan Doyle hineinfiel, bis zu Aufnahmen aus den letzten Jahren, die Gegenstand heftiger Diskussionen im Internet sind.

Geplante Aufnahmen wie jene von Ektoplasma, das manche Medien bei S‚ancen ausströmen, werden ebenso behandelt wie Schnappschüsse mit seltsamem Ergebnis, wie etwa jenem, den Urlauber nichtsahnend 1988 in einem Tiroler Hotel getätigt haben.

Alle Bilder wurden von der Society for Psychical Research und von der Royal Photografic Society in London im Detail untersucht, doch konnte bei vielen der in diesem Buch veröffentlichten Geisterfotos keine “natürliche” Erklärung gefunden werden. Ob Skeptiker oder kritischer Geister-Gläubiger, das Studium dieser Bilder schlägt den Betrachter nachhaltig in seinen Bann.

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Küssen – aber richtig! – Wie Frauen und Männer geküsst werden wollen und was beim Knutschen gar nicht geht. * KAUFTIPP DER REDAKTION: Spitzer, Manfred – Nichtstun, Flirten, Küssen und andere Leistungen des Gehirns. Reihe: Wissen & Leben.

Erstellt von Detlef Hedderich am 30. Juli 2011

PRESSEMELDUNG (ZITAT): “de.lifestyle.yahoo.com – (…) Ein bisschen mehr Konzentration bitte, liebe Damen! Wie eine Umfrage von ElitePartner.de jetzt zeigt, denkt jede vierte Frau beim Küssen nämlich an gar nichts. Dafür haben 44 Prozent der Männer beim Knutschen nur Sex im Kopf. Was besser ist? Schwer zu sagen! Beruhigend finden wir allerdings, dass sich immerhin 81 Prozent der Befragten beim Austausch von Lippenbekenntnissen voll und ganz ihrem Partner widmen. (…)”

Quellenangabe zur Veröffentlichung (gesamte Pressemeldung)

BESTELLTIPP DER REDAKTION:

Spitzer, Manfred
Nichtstun, Flirten, Küssen

und andere Leistungen des Gehirns Reihe: Wissen & Leben

Herausgegeben von Bertram, Wulf
Verlag :      Schattauer
ISBN :      978-3-7945-2856-1
Einband :      kartoniert
Preisinfo :      ca. 19,95 Eur[D] / ca. 20,60 Eur[A]
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Seiten/Umfang :      ca. 230 S., ca. 50 Abb., ca. 5 Tab. – 18,5 x 12,0 cm
Produktform :      B: Einband – flex.(Paperback)
Erscheinungsdatum :      1. Aufl. 30.09.2011

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Ein Buch aus der Reihe “Wissen & Leben”!

Das Gehirn schläft nie, … sondern es lernt pausenlos, selbst im Schlaf. Es befähigt uns, knifflige Rätsel und komplizierte Rechenaufgaben zu lösen oder geschliffene Reden zu formulieren. Was aber tut unser Gehirn, wenn wir nichts tun? Und welche Rolle spielt es in unserem Liebesleben?

In 20 neuen Beiträgen widmet sich der Neurowissenschaftler, Psychiater und Philosoph Manfred Spitzer erneut seinem liebsten Forschungsobjekt dem menschlichen Gehirn.

Dabei spannt er den Bogen von der Wissenschaft vom Flirten über das Gehirn einer Mutter bis zur Gehirnforschung in der Fastenzeit. Außerdem geht er Fragen auf den Grund wie: Was ist Leben? Wer gewinnt den Showdown im Kampf Terminator gegen Schwarzenegger? Was hat Indiana Jones mit Anatomie zu tun? und vielen mehr …

20 neue Spitzer-Essays für die Pausen zwischen Flirten, Küssen und Nichtstun!

Inhaltsverzeichnis:
Was ist Leben?
In Gedanken sein… (und beim iPhone)
Die Wissenschaft vom Flirten
Sex, Liebe, Treue
Showdown im Kampf: Terminator gegen Schwarzenegger
Gut ist oben: Moral und Metaphern
Gehirnforschung zur Fastenzeit
Synapsen markieren zum Konsolidieren
Das Gehirn einer Mutter
Ess-Sucht
Indiana Jones vs. Anatomie

Kritik:
Die Hirnforschung ist und bleibt ein spannendes Thema und amüsant dazu, wenn sie von Manfred Spitzer präsentiert wird. Fundiert und unterhaltsam begleitet er uns durch die neuesten Erkenntnisse der Hirnforschung und erklärt so manches Phänomen und viele Zusammenhänge, die man so noch nicht gesehen hat. In: Buchhändler heute

Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer studierte Medizin, Psychologie und Philosophie in Freiburg, war Oberarzt an der Psychiatrischen Universitätsklinik in Heidelberg, Gastprofessor an der Harvard-Universität und am Institute for Cognitive and Decision Sciences in Oregon. Sein Forschungsschwerpunkt liegt im Grenzbereich der kognitiven Neurowissenschaft, der Lernforschung und Psychiatrie. Seit 1997 ist er Ordinarius für Psychiatrie in Ulm. Er ist Herausgeber des psychiatrischen Anteils der Zeitschrift ‘Nervenheilkunde’ und leitet das von ihm gegründete ‘Transferzentrum für Neurowissenschaften und Lernen’ in Ulm. Er moderiert eine wöchentliche Fernsehserie zum Thema Geist und Gehirn.

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Neue Studie: Einmal dick, immer dick? * KAUFTIPP DER REDAKTION: Peters, Achim – Das egoistische Gehirn. Warum unser Kopf Diäten sabotiert und gegen den eigenen Körper kämpft.

Erstellt von Detlef Hedderich am 30. Juli 2011

PRESSEMELDUNG (ZITAT): “de.lifestyle.yahoo.com – (…) Dafür, dass dauerhaftes Abnehmen in den meisten Fällen scheitert, haben die Wissenschaftler folgende Erklärung: Der menschliche Körper wurde evolutionsbedingt darauf programmiert, Fett zu speichern, um sein Überleben zu sichern – nicht dazu, Gewicht zu verlieren. Setzen wir ihn auf Diät und verwehren ihm damit einen Teil der täglichen Kalorienzufuhr, schaltet er auf den Hungermodus um – und fährt damit seinen Energie-Aufwand zurück. (…)”

Quellenangabe zur Veröffentlichung (gesamte Pressemeldung)

BESTELLTIPP DER REDAKTION:

Peters, Achim
Das egoistische Gehirn

Warum unser Kopf Diäten sabotiert und gegen den eigenen Körper kämpft

Verlag :      Ullstein Buchverlage
ISBN :      978-3-550-08854-4
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Unser Gehirn ist ein egoistischer Despot. Kommt es in Versorgungsnot, können wir noch so entschlossen sein, eine Diät einzuhalten – unser egoistisches Gehirn wird etwas dagegen haben und seine eigenen Energieansprüche sogar gegen unseren Willen durchsetzen. Das hat der renommierte Hirnforscher und Internist Professor Dr. Achim Peters in weltweit einzigartigen Studien nachgewiesen. Bei Stress reicht die übliche Energie für unser Gehirn nicht aus – wir essen mehr, um es gut zu versorgen. Wenn wir uns aber an Dauerstress gewöhnen, kann das fatale Folgen haben: Wir werden dick und bekommen die überflüssigen Kilos nicht wieder los. Hier berichtet Peters erstmals, auf welchen Forschungen seine sensationellen Erkenntnisse fußen und wie das Gehirn der Schlüssel für erfolgreiche Therapien sein kann. Dieses Buch ist eine aufregende Entdeckungsreise zu uns selbst.

Presse/Kritik:
“Ein anspruchsvolles und lesenswertes Buch” (Die Zeit, 10.03.11)

“Peters will dem Leser ein Bild vermitteln, wie der Energiefluss im Körper funktioniert. Der große Verteiler ist das Gehirn. Und das, fand er heraus, denkt zuerst an seine eigene Ernährung.” (Märkische Oderzeitung, Ina Matthes, 24.03.11)

“Peters erklärt damit, warum Schlankheitskuren stetig scheitern und entlastet Fettleibige vom Vorwurf, sie müssten einfach disziplinierter essen, seien mithin selbst schuld an ihren Speckrollen.” (Nordsee-Zeitung, Dörte Schubert, 22.03.11)

Professor Dr. med. Achim Peters, geboren 1957, ist Hirnforscher, Internist und Diabetologe. Er leitet die Klinische Forschungsgruppe Selfish Brain an der Universität Lübeck.

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EINE FRAGE DER DIPLOMATIE – eine Science-Fiction-Geschichte von Leon Ferri

Erstellt von Leon Ferri am 30. Juli 2011

Eine Frage der Diplomatie

oder

Der Korrekturbutton

eine

Science-Fiction-Geschichte

von

Leon Ferri

Es war nichts als ein kleines unscheinbares Gerät, das er bequem in die Innentasche seines Galaanzugs schieben konnte, ohne dass es auftrug. Ein Lichtleiter, der unsichtbar in das Futter eingearbeitet war, verband es mit seinem Revers. Dort befand sich das Abzeichen der Vereinigten Staaten von Terra. Das Emblem wies ihn als einen autorisierten Repräsentanten der Erde aus. Tatsächlich handelte es sich aber um einen Knopf, mit dem er das Gerät aktivieren konnte.

Der Geheimdienst nannte ihn den Korrekturbutton.

Boris Marrowitsch, Major im Geheimdienst und Verantwortlicher für die Sicherheit während der Verhandlungen, saß mit der kleinen Delegation im Salon des außerirdischen Raumschiffes. Ihm gegenüber hockten gekrümmt die grotesken Gestalten der Außerirdischen in ihren unförmigen und unansehnlichen Stofffetzen, aus denen überall verkümmerte, zuckende Gliedmaßen herausragten. Ein Tisch, blütenweiß und leer, trennte die Parteien. Keine Getränke, kein Essen. Die Außerirdischen hatten versichert, dass ihre Essgewohnheiten für menschliche Begriffe sicher nicht sehr appetitlich wären, und dass umgekehrt keiner der Außerirdischen erpicht darauf wäre, dem Ritual der Nahrungsaufnahme bei den Menschen beizuwohnen.

Darum geiferte und speichelte Kondrromo Abrrakozz, der Sprecher der Außerirdischen, gesättigt und zufrieden vor sich hin, während dem Major unbehaglich war und in der ungewohnt feuchten Luft bereits die Schweißperlen auf der Stirn glänzten.

„Eine schöne Welt habt ihrrr da“, schnarrte der Übersetzer. „Was habt ihrrr zu bieten?“

Was wir zu bieten haben, dachte Marrowitsch und sagte: „Wir haben Rohstoffe, Nahrungsmittel, Technik …“

Die Außerirdischen produzierten ein hässliches knarzendes Geräusch und schienen sich gar nicht zu beruhigen. Nach einer Verzögerung von wenigen Sekunden tönte es aus dem Übersetzer: „Ha-ha-ha.“

Marrowitsch wusste nicht, was diese garstige Rotte so belustigte, aber als er sich ein, wie er annahm, diplomatisches Lächeln gönnte, hörte das Lachen schlagartig auf. Sämtliche Augen der Außerirdischen (sie hatten eine ganze Menge) waren auf ihn gerichtet. Im nächsten Moment zuckten unzählige peitschenartige Tentakeln aus ihren zerfetzten Überwürfen. Sie schnitten tiefe Kerben in die gepanzerte Kleidung der Menschen und senkten sich mühelos in Fleisch und Knochen, dort, wo sie auf ungeschützte Stellen trafen.

Korrektur, schoss es dem Major durch den Kopf, und er schlug schnell auf den Button. Alle erstarrten augenblicklich in ihren Bewegungen, dann setzte träge aber unaufhaltsam die Zeitumkehr ein.

Und wieder schnarrte der Übersetzer: „Eine schöne Welt habt ihrrr da.“

Marrowitsch unterließ es dieses Mal, die Zähne zu zeigen und bedeutete den anderen Repräsentanten, sich zurück zu halten. Doch einer der Außerirdischen benutzte einen seiner Tentakeln, um … wer weiß, vielleicht, um sich zu kratzen. Sein Kopf zerplatzte im Maserfeuer eines nervösen irdischen Gardisten, und der Tentakel griff ins Leere.

Korrektur.

Das Licht fiel aus und die irdische Delegation wurde unruhig, während der Sprecher der Außerirdischen unbeeindruckt weiter plapperte. Offenbar konnten ihre Augen ein größeres Lichtspektrum wahrnehmen, sodass sie das Fehlen des weißen Lichts nicht störte. Zuerst war er irritiert, dass ihn niemand mehr beachtete, dann aufgebracht. So kam eins zum anderen, die Worte wurden immer ruppiger, doch kurz bevor es zum Gemetzel kam …

Korrektur.

So zogen sich die Verhandlungen endlos in die Länge, jedenfalls für den Major. Er durchlebte jede Variation, die durch die Zeitumkehr entstand, im Gegensatz zu den anderen, und versuchte, die Zusammenkunft so zu lenken, dass es nicht zum Konflikt kam. Ständig entstanden aus unscheinbaren Gesten oder unbedachten Worten die hässlichsten Missverständnisse.

Das ist wohl der Preis, der bei der Begegnung zweier so komplexer und zutiefst verschiedener Kulturen bezahlt werden muss, dachte Marrowitsch.

Schließlich, er konnte nur noch mit Mühe die Augen offen halten, waren sie zu einem Ende gekommen. Sie hatten sich darauf geeinigt, dass die Außerirdischen den Menschen Maschinen und Technologie zur Verfügung stellten, während sie von der Erde mit Rohstoffen und vor allem Lebensmitteln versorgt würden. Als ganz besondere Ehrung sollte der Delegation der Erde eine Audienz bei der Königin gewährt werden.

Ein Haufen griesgrämiger Außerirdischer, der, wenn man dem Übersetzer glauben durfte, die königliche Leibgarde darstellte, geleitete sie zum Thronsaal. Aber es war eher ein Schubsen, Stoßen und Pieken, das der Major und die anderen Repräsentanten jedoch geduldig ertrugen.

Im Halbdunkel des Thronsaals wurden sie einer weißen bauchigen Gestalt gewahr, die träge auf die Delegation zu kroch. Irgendwie hatte Marrowitsch das Gefühl, dass sich dabei die Schatten im ganzen Saal bewegten. Sein Gefühl hatte ihn nicht getäuscht, die mannshohe Gestalt war das vordere Ende eines riesigen pulsierenden Ungetüms, das den ganzen Raum ausfüllte.

Die piepsenden Laute, die die Königin beim Sprechen von sich gab, klangen im Gegensatz dazu fast lächerlich. Der Übersetzer begann wieder zu arbeiten: „Ihrrr seid die errrsten Wesen seit langerrr Zeit, die sich nicht mit uns bekrrriegen wollen. Äußerrrst ungewöhnlich.“

Marrowitsch spürte plötzlich ein Ziehen um seinen Leib. Als er an sich herabblickte, sah er, dass seine Arme von einem durchsichtigen Gespinst gefesselt waren. Er blickte sich um. Die anderen Menschen waren bereits bis zum Oberkörper in dicke weiße Kokons gehüllt und starrten mit großen Augen in weite Fernen, als ob sie in Trance wären.

Füttert mich, befahl die Königin mit schriller Stimme. Dann könnt ihr euch auch bedienen.

Kondrromo Abrrakozz fraß genüsslich das Major-Männchen vom Kopf an abwärts und raunte knurpsend: Keine Kämpfernaturen, kein Rückgrat. Friedlich wie schwachsinnige Schnork-Lämmer, diese Terraner. Widerlich! Man kann sich nicht mit ihnen streiten, man kann sie nicht bekriegen, man kann sie nur fressen.

Er fädelte ein flaches angeschleimtes Gerät zwischen seinen Mandibeln hervor und warf es auf den Boden, würgte und spuckte noch den Korrekturbutton hinterher.

- Ende -

Copyright © 2011 by Leon Ferri

Bildrechte: Erstkontakt” (http://sfbasar.filmbesprechungen.de/wp-content/uploads/Erstkontakt2.jpg) © 2012 by Lothar Bauer. Nutzung mit freundlicher Genehmigung des Künstlers unter Nennung seiner Webseite: saargau-arts.de – http://saargau-arts.de/

Buchempfehlung des Autors:

Wittig, Tobias
Angriff der Kahla


Verlag :      Reichardt Verlag
ISBN :      978-3-939359-97-5
Einband :      Paperback
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Preis ist offizieller VLB Referenzpreis
Letzte Preisänderung am 22.06.2011
Seiten/Umfang :      ca. 445 S. – 21,0 x 15,0 cm
Produktform :      B: Buch
Erscheinungsdatum :      1. Aufl. 22.06.2011

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Ein explosiver hochspannender Science-Fiction Roman!

Als Martin und seine Hündin Luna zu einem Waldspaziergang aufbrechen, wird ihr bisheriges Leben radikal auf den Kopf gestellt. Sie treffen auf einen befreundeten Förster, der offensichtlich den Verstand verloren hat und Selbstmord begeht. Im Kofferraum des Geländewagens entdeckt Martin eine jeder Beschreibung trotzende Kreatur, von der er verletzt wird. Auf der Suche nach Hilfe eilen die beiden zurück nach Hause. Doch das Dorf ist verlassen, seine Eltern verschwunden. Martin macht sich auf die gefährliche Suche nach seiner Familie. Auf seiner fantastischen Reise muss er sich durch das Chaos einer grauenerregenden Invasion kämpfen und sich gegen menschliche und unmenschliche Feinde zur Wehr setzen, bis sich schließlich auf dramatische Weise sein Schicksal entscheidet……

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LEIDENSCHAFTLICHE LIEBE – Eine Kurzgeschichte von Maria Nazira

Erstellt von Maria Nazira am 30. Juli 2011

LEIDENSCHAFTLICHE LIEBE

Eine Kurzgeschichte

von

Maria Nazira


Die Herrliche!

Am Anfang faszinierte mich Ihr Klang, fesselten mich Ihre Musik und Ihr Timbre. War Sirenengesang je verführerischer, der Duft des Sommers je verlockender als Sie? Alle Wohlgerüche vereint Sie, alle Töne, die je ein Künstler einem Instrument entlocken konnte, beherrscht Sie, alle Farben der Malerei bringt Sie zu Papier. Mit Tönen erschafft Sie ganze Universen und besprenkelt Sie mit bunten Tupfern in der Größe von Quarks. Während Sie mit Planeten Murmeln spielt, ertönen aus Ihrem Munde Symphonien und in Ihren Haaren tanzen die Sterne.

Die Wandelbare!

Sanfter als der Hauch einer Feder, härter als Stahl, heißer als die Sonne und kälter als das Nichts. Schneller als das Licht, langsamer als eine Schnecke, schöner als eine Göttin und doch – ein entsetzlicher Dämon grauenerregender Gestalt. Wer mit Ihr malt, benötigt weder Pinsel noch Farbe, wer mit Ihr musiziert, muss kein Instrument erlernen, und Ihre Skulpturen gelingen ohne Meißel und Stein. Gnädig und unbarmherzig, verständnisvoll und gleichgültig, liebevoll und hasserfüllt, groß und klein, verzeihend und rachsüchtig. All dies ist Sie und noch viel mehr! Traum und Albtraum, Realität und Phantasie, Historie und Zukunft, Mutter und Vater, ein Universum in der Nussschale, ein Ritter auf dem Schaukelpferd, ein Clown mit Laserschwert, Feuer, das im Wasser brennt, Wasser das Feuer fängt, Kain und Abel, Himmel und Hölle. Sie kann verletzen und Trost spenden, Mut machen und desillusionieren, sachlich sein und zum Träumen verleiten.
Wer Sie beherrscht, ist Ihr untertan, und wer Sie liebt, Sklave und Herrscher zugleich.

Die Unvergleichliche!

Bei jeder Misshandlung, die Ihr widerfährt, quält mich körperlicher Schmerz, als gelte die schreckliche Tat mir selbst. Und es gibt derer viele! Jede Missachtung, die Ihr entgegen gebracht wird, erzeugt ein Stechen in meiner Brust und jede Verstümmelung Ihres einzigartigen Wesens quält meine Seele.
Und doch hat Sie mich noch nie verletzt, nie enttäuscht, sondern immer nur diejenigen, die Sie benutzen.

Die Anbetungswürdige!

Sie ist mein Kopf, mein Herz und meine Seele! Mein Alpha und mein Omega, mein Atem, mein Herzschlag, das Blut in meinen Adern! Meine ständige Begleitung zu allen Zeiten und an allen Orten. Die Einzige, die stets treu, immer an meiner Seite. Mich nie verratend. Nie verletzend. Nie wertend.

Die Geliebte!

Liebe es, auf Ihrer Klaviatur zu spielen, um Welten zu erschaffen, Imperien zu stürzen. Liebe es, Ihr meine Stimme zu leihen, um Andere zu verführen, entführen aus dem Hier und Jetzt, Tore zu öffnen, die es vorher nicht gab und die ohne Sie nicht vorhanden wären.
Meine ewig währende Liebe, die mir Galaxien eröffnet und mir Träume schenkt.
Demütig liege ich Ihr zu Füßen. Dankbar für Ihre Begleitung. Überfließend.

Meine größte Liebe! Meine Sprache!

- Ende -

Copyright © Text und Eingangsbild unter Titel by Maria Nazira 2011

Bildrechte: “Liebesgeschichten” (Liebesgeschichten.jpg) © 2012 by Lothar Bauer. Nutzung mit freundlicher Genehmigung des Künstlers unter Nennung seiner Webseite: Chaosriggers kleine Welt Blog – http://www.chaosrigger.org/chaosblog

Bildbearbeitung: Bearbeitete Coverillustration “Subcover-Liebesgeschichten-minus-100-minus-120-100.jpg” (Originaltitel: Liebesgeschichten.jpg) © 2012 by Detlef Hedderich. Nutzung nur mit Genehmigung des Künstlers Lothar Bauer unter Verwendung des Originals.

Buchempfehlung der Autorin:


Deutscher, Guy
Du Jane, ich Goethe

Eine Geschichte der Sprache

Übersetzt von Pfeiffer, Martin
Verlag:  Deutscher Taschenbuch Verlag
ISBN:  978-3423346559
Originaltitel:  The Unfolding of Language (Verlag Wilhelm Heinemann 2005)
Einband:  Paperback
Preisinfo:  12,90 Eur[D] / 13,30 Eur[A] / 18,90 CHF UVP
Letzte Preisänderung am 05.07.2011
Alle Preisangaben in CHF (Schweizer Franken) sind unverbindliche Preisempfehlungen.
Legende:  UVP = unverbindliche Preisempfehlung, iVb = in Vorbereitung. Alle Preisangaben inkl. MwSt
Preis ist offizieller VLB Referenzpreis
Seiten/Umfang:  20,8 x 13,5 x 3 cm
Produktform:  B: Einband – flex.(Paperback)
Erscheinungsdatum:  01.02.2011

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Keine Sprachkommission hat die vielschichtigen Grammatiksysteme geschaffen oder ellenlange Wörterlisten angelegt, und auch von der Möglichkeit göttlicher Eingebung wollen wir einmal absehen. Aber wie kamen die Menschen dann von steinzeitlichen Äußerungen wie “Ich Tarzan, du Jane” zu den komplexen Sprachen der Gegenwart? Lebendig, geistreich und mit viel Witz vermittelt Guy Deutscher die neuesten Erkenntnisse der Sprachforschung.

Dr. Guy Deutscher ist in Tel Aviv aufgewachsen und hat Mathematik und Linguistik in Cambridge studiert. Er forscht an der Fakultät für Linguistik der Universität Manchester.

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Socken, Götter, Katzen und Dämonen (eBook) von Barbara Wegener im Verlag: Satzweiss.com – Chichili Agency erschienen!

Erstellt von Barbara Wegener am 30. Juli 2011

Gerade ist mein erstes ebook bei buecher.de erschienen:

Produktinformation:
* Verlag: Satzweiss.com – Chichili Agency
* 2011
* ISBN-13: 9783845001838
* Best.Nr.: 33800300

Beschreibung:
Geschichten die unerwartet real werden, eine melancholische Dämonenjägerin, Katzen die eine Entführung aufklären, degenerierte Götter und ein geheimnisvolles Artefakt das schier unglaubliches zutage fördert. Das ist die spannend mystische Welt der Barbara Wegener!

Persönliche Informationen der Autorin:
(in Vorbereitung!)

Bei buecher.de bestellen

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PREISRÄTSEL/GEWINNSPIEL: 3 x 1 (KOSTENLOSES!) EXEMPLAR: Jussi Adler Olsen – Erlösung. 3. Fall für Carl Morck.

Erstellt von Detlef Hedderich am 29. Juli 2011

Jussi Adler Olsen
Erlösung
3. Fall für Carl Morck

Titel des dänischen Originals: Flaskepost fra P (2009)
dtv Premium
ISBN 978-3-423-24852-5
Krimi & Thriller
Erscheinungsjahr der deutschen Erstausgabe: 2011
Übersetzer: Hannes Thiess
Umfang 592 Seiten

www.dtv.de
www.adler-olsen.de

Titel erhältlich bei buch24.de
Titel erhältlich bei booklooker.de

Zum Buch:

Das Sonderdezernat Q friste weiterhin in den Kellerräumen der Kriminalstation sein trostloses Leben. Scheinbar. Denn unter der Oberfläche brodelt es. Es geht weiter mit den kleinen Gemeinheiten, um Carl Morck und seine Assistenten in Miskredit zu bringen. Sie bekommen nach wie vor “kalte” Fälle zugeschanzt, die wenig Erfolg auf Aufklärung bergen. Zudem wird in den alten Kellerräumen Asbest entdeckt, Morck, Assad und Rose sollen umziehen in die oberen Etagen, was Morck selbstverständlich überhaupt nicht gefällt und so lassen die drei sich einiges einfallen oder ignorieren schlichtweg Anordnungen, um in ihren angestammten Räumen zu bleiben.

Dann taucht ein Fall um eine alte Flaschenpost auf, die durch Umwege im Dezernat Q landet und dort für einige Aufregung sorgt. Immer mehr kristallisiert sich heraus, dass offenbar über Jahrzehnte hinweg ein auf Glaubensgemeinschaften spezialisierter Erpresser und Mörder immer wieder Kinder entführt, Geld von den Familien erpresst und Kinder gar getötet hat. Ein schwieriges Unterfangen für Carl und seine Assistenten, an diese Familien heranzukommen, da sie mit der “Außenwelt” keine bis nur unzureichende Kontakte pflegen und eher ein Zufall führt dazu, dass alle Stränge zusammenlaufen.

Bei all den Ermittlungen gibt es aber auch wieder viel Zwischenmenschliches, was die Protagonisten so sympathisch macht. So lässt Carl Morck sich darauf ein, von einem Psychologen bezüglich des Todes seines Partners und der doch sehr einschneidenden Verletzung  von Harry, der nun in seinem Hause lebt, befragen zu lassen, um sich seinen Dämonen zu stellen. Initialisiert wird dies von Mona, der Morck einfach nicht widerstehen kann. Dann entdecken Assad und Morck, dass Rose eine gespaltene Persönlichkeit ist, als ihre vermeintliche Schwester Yrsa auftaucht und bei ihnen arbeitet. Und schließlich ist da auch noch Assad, der ein riesengroßes Geheimnis um sich selbst macht. Seine Familie, sein Hintergrund, alles wird immer diffuser und treibt zusätzlich Carl noch fast in den Wahnsinn.

Nebenher kommen die Helden des Dezernats Q aber dem Kindesentführer und -mörder gefährlich nahe …

Fazit:

Mit viel Spannung wurde der 3. Band um Carl Morck, seine beiden Assistenten und das Dezernat Q erwartet, viel wurde vorweg spekuliert. In den Händen hielt ich dann ein sehr schön dickes Buch, mit vielen einzelnen Erzählsträngen. Der Fall als solches wurde für meine Begriffe zu oft unterbrochen, die Spannung gekippt, durch die persönlichen Geschichten und Geschichtchen der Fluss zu sehr gestört, als dass “Erlösung” die herrlichen Vorgänger weitergeführt hätte, leider. Rausgerissen, um für mich nicht als kompletter Einbruch zu gelten, hat es wieder mal die Art und Weise, der Humor von Carl Morck. Diesen Typen muss man einfach gern haben, bringt er einen im Zusammenspiel mit Assad und seine Schrulligkeit doch immer wieder herzhaft zum Lachen. Doch reicht das nicht aus, um von einem herausragenden Thriller zu sprechen, dafür fehlte das bekannte Knistern, die Gänsehaut, der andauernde Spannungsbogen der ersten beiden Teile. Auch wenn es nicht an ausgereiften, blutigen Elementen und einem teuflischen Täter gefehlt hat, der Absturz in die Seichtigkeit durch etliche Unterbrechungen zwischendurch hat meiner Meinung nach wirklich gestört.

Auch wenn ich jetzt nicht die überschwengliche Begeisterung vieler Leser teile, freue ich mich auf ein erneutes Wiedersehen mit Carl, Assad und Rose/Yrsa in weiteren Bänden, einfach weil der Stil Adler Olsens mir unglaublich gut gefällt und selbstverständlich die Charaktere der Reihe!

Copyright © 2011 by Sabine Kettschau

Titel erhältlich bei buch24.de
Titel erhältlich bei booklooker.de

Weitere Bücher des Autors:

1. Fall für Carl Morck: Erbarmen
2. Fall für Carl Morck: Schändung

Preisrätsel 3 x 1 Exemplar: Wer ein Exemplar erhalten möchte einfach folgende Frage richtig beantworten und einsenden an sfbgewinne@buchrezicenter.de (im Betreff bitte den Gewinntitel angeben!): Wie heißt die Schwester von Rose? (Antwort auf unserer Homepage zu finden!) Sobald 30 richtige Mails eingetroffen sind, werden die Gewinner daraus gezogen, wie immer ist der Rechtsweg ausgeschlossen!

NEUER ZUSATZ ZUR CHANCENSTEIGERUNG: Für jeden qualifizierten Kommentar in diesem Blogbeitrag werfen wir je nach Qualität und Gehalt des Kommentares 1 – 3 weitere Lose des jeweiligen Kommentators in die Ziehungstrommel der Preisrätseltitel. Achtung: die dabei eingetragene e-mailadresse im Kommentar (diese bleibt unsichtbar für Besucher!) muß aber mit der übereinstimmen, unter der die Lösung an uns per e-mail gesendet werden muß (wie oben beschrieben). Und natürlich muß in der an uns gesendeten e-mail die Lösung stimmen. Je nach Gehalt des Kommentares steigert sich also die Gewinnchance des Teilnehmers bis zu 300% gegenüber allen Teilnehmern, die nur die Lösung per e-mail an uns senden. Wer die Lösung in die Kommentare schreibt wird disqualifiziert und nimmt nicht teil an der Ziehung. Gebt Euch also Mühe und schreibt etwas Sinnvolles zum Gewinntitel! Diese zusätzliche Chancensteigerung beruht auf Vorschlägen von Teilnehmern/Mitspielern bei unseren Preisrätseln, wir hoffen daher auf reichliche Teilnahme am Kommentare schreiben! DIE GEWINNER LAUTEN: Nicole Waldi, Niels Schlingmann und Torsten Zaubitzer. HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH! WIR DANKEN UNSEREM SPONSOREN UND ALLEN TEILNEHMERN!

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PREISRÄTSEL/GEWINNSPIEL: 3 x 1 (KOSTENLOSES!) EXEMPLAR: Lili St. Crow: Strange Angels – Verflucht Band 1.

Erstellt von Detlef Hedderich am 29. Juli 2011

Lili St. Crow
Strange Angels – Verflucht
Band 1

Originaltitel: Strange Angels
PAN
ISBN 978-3-426-28345-5
Fantasy / Jugend
Erschienen April 2011
Aus dem Englischen von Sabine Schilasky
Umschlaggestaltung: ZERO Werbeagentur München
Umschlagabbildung: © Sywia Makris Photography
Hardcover mit Schutzumschlag, 384 Seiten

www.pan-verlag.de
www.droemer-knaur.de
www.lilithsaintcrow.com

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Zur Autorin:

Lili St. Crow ist das Pseudonym der amerikanischen Autorin Lilith Saintcrow, das sie für ihre actiongeladenen, spannenden Jugendromane verwendet. Sie wurde in New Mexico geboren und lebt heute mit ihrer Familie in Vancouver.

Zum Buch:

Dru Anderson ist 16 Jahre alt und lebt in den Dakotas, zumindest momentan, denn eigentlich hat sie kein wirkliches zu Hause. Seit Jahren zieht sie mit ihrem Vater von Stadt zu Stadt, wechselt regelmäßig Heim, Schule, Freunde und kommt eigentlich nicht zur Ruhe. Der Grund liegt auf der Hand: Ihr Vater ist ein Jäger, aber keiner im gewöhnlichen Sinne. Er jagt Dinge, die andere Menschen nur aus Gespenstergeschichten oder ähnlichen Erzählungen kennen: Werwölfe, Zombies und viele andere sonderliche Gestalten. Und eines Tages kehrt er nicht nach Hause zurück. Eigentlich hätte Dru das wissen müssen, schließlich taucht die Eule immer nur dann auf, wenn Gefahr droht, aber diesmal hat Dru über deren Erscheinen hinweg gesehen und nun ist es zu spät. Ihr Vater scheint tot, doch es soll noch schlimmer kommen. Irgendjemand oder irgendetwas hat ihn in einen Zombie verwandelt und nun muss Dru ihn töten.

Im Umgang mit Silberkugeln, Weihwasser und sonstigen Jagdwaffen ist Dru sicher, aber wie soll sich in Zukunft ihr Alltag gestalten? Wann wird die Polizei feststellen, dass ihr Vater tot ist, dass sie alleine in diesem Haus lebt und wie überhaupt soll sie dauerhaft ihren Lebensunterhalt sicherstellen? Dru weiß keinen Rat und flüchtet zunächst ins nahe gelegene Einkaufszentrum wo sie ihrem Klassenkameraden Graves über den Weg läuft. Der junge Mann ist hilfsbereit und verschafft Dru vorübergehend eine Unterkunft. Leider ist Dru dort nicht lange geborgen, denn Werwölfe haben die Jagd auf sie eröffnet und auch Graves gerät in deren Fänge.

„Strange Angels – Verflucht“ ist der Beginn einer Reihe. Dies macht sich hier ganz deutlich bemerkbar, denn die Geschichte ist keinesfalls in sich abgeschlossen. Zu viele Fragen lassen den Leser am Ende des Buches erstaunt zurück. Dru soll ein besonderes Wesen sein, aber ich vermag bis jetzt nicht zu sagen, wieso das so ist und wem sie vertrauen kann und wem nicht. Wer ist hier Feind und wer Freund? Dru scheint eine besonders gute Intuition zu haben, aber immer funktioniert diese wohl auch nicht und Dru reagiert dann eben wie ein typischer Teenie, einfach nur emotional und manchmal auch arg überdreht. Man muss wohl sagen , dass zum Glück Graves ihr zur Seite steht, der Junge mit der dunklen Kleidung, optisch ein Gothic, aber innerlich ein sehr gefestigter, fast schon erwachsener und sehr sympathischer Typ, der weiß was er vom Leben will und feste Ziele hat.

Von Sprache und Stil ist dieses Buch auf junge Leute angelegt, wobei man einräumen muss, dass es hier schon ziemlich heftig zur Sache geht. Wer ängstlich ist und mit Zombies, Werwölfen und Co. nicht wirklich warm wird, der sollte seine Finger von dieser Reihe lassen. Vor allem die Altersempfehlung ab 12 Jahren erscheint mir etwas niedrig angesetzt.

Die Charaktere an sich zeichnen sich vor allem dadurch aus, dass ihr Leben zwar durch die Verbindung zu den sonderbarsten Wesen eine entscheidende Wendung nimmt, sie selbst aber Menschen bleiben mit ihren Stärken und schwächen. Dru und Graves entwickeln sich miteinander, zueinander und durcheinander und besonders das hat mir hier gefallen.

Was soll ich noch mehr sagen als: „Auf zur Monsterjagd!“

Copyright © 2011 by Iris Gasper

Titel erhältlich bei Buch24.de
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Titel bei Libri.de

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PREISRÄTSEL/GEWINNSPIEL: 3 x 1 (KOSTENLOSES!) EXEMPLAR: Ghillie Basan, Fiona Beckett u. a. (Texte): Ein Sonnentag im Freien – Die besten Rezepte für Frühling und Sommer.

Erstellt von Detlef Hedderich am 29. Juli 2011

Ghillie Basan, Fiona Beckett u. a. (Texte)
Ein Sonnentag im Freien – Die besten Rezepte für Frühling und Sommer

Lazy Days and Beach Blankets, GB, 2009
Jan Thorbecke Verlag, Ostfildern, 03/2011
HC mit Schutzumschlag, Sachbuch, Essen & Trinken
ISBN 978-3-7995-3565-6
Aus dem Englischen von Annerose Sieck
Titelfoto und Fotos im Innenteil von Ryland Peters & Small

www.thorbecke.de

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Die Tage werden wieder länger und die Temperaturen milder. Überall zeigen sich das junge Grün und die ersten Blüten. Das weckt die Lust, „einen Sonnentag im Freien“ zu genießen – und genau zur rechten Zeit bietet der Thorbecke Verlag ein Buch mit den „besten Rezepten für Frühling und Sommer“ an, denn leckere Gerichte verschönern das gemütliche Zusammensein auf dem Balkon, auf der Terrasse, im Garten oder unterwegs. In der Einleitung erinnert das Autoren-Team an all die Dinge, die für ein gelungenes Picknick wichtig sind: eine ausreichende Zahl an Sitzplätzen und Geschirr, genug zu essen und zu trinken (auch alkoholfreie Getränke für Kinder und Autofahrer), rechtzeitiges Planen und Vorbereiten, die hygienische Aufbewahrung und Kühlung der Speisen (Bakterien!), Mittel gegen lästige Insekten etc.

Dann beginnt auch schon der umfangreiche Rezept-Teil, der in „Snacks & Beilagen“, „Salate“, „Vom Grill“, „Hauptgerichte“, „Gebäck & Desserts“ und „Getränke“ gegliedert ist. Man findet leichte und deftige Gerichte, Süßes und Pikantes, Vertrautes und exotisch Anmutendes aus der Frühlings- und Urlaubsküche, so dass für jeden Geschmack etwas dabei ist: „Tapenade“, „Sommergemüse mit Bagna Cauda“, „Gekühlte Spinat-Rucola-Kresse-Suppe“, „Bohnen-Minze-Salat“, „Provence-Tomaten“, „Thai-Salat mit Rinderfilet“, „Pilzburger mit Zwiebelkonfitüre“, „Roter Schnapper mit Petersiliensalat“, „Pfefferhähnchen mit Pfiff“, „Terrine mit Röstgemüse und Ricotta“, „Mini-Schweinefleisch-Apfel-Pies“, „Steak mit Blauschimmelkäse-Butter“, „Erdbeertarte“, „Kokos-Passionsfrucht-Sandkuchen“, „Duftendes Fruchtgelee“, „Ingwerlimonade“, „Marokkanischer Minztee“, „Weißweinschorle“ – um nur ein paar Beispiele zu nennen, die zum Ausprobieren einladen.

Für Vegetarier – aber nicht nur – bietet sich „Tofu in heißer, süß-scharfer Marinade“ an: Für 4 Portionen benötigt man 250 g Tofu. Den Block waagerecht durchschneiden, jede Scheibe vierteln. 2 EL Hoisinsauce, 5 EL Sojasauce, 1 rote fein geh. Chili, 2 cm gerieb. Ingwerwurzel, 1 TL Sesamöl und 1 EL Reisessig in einer kleinen Schüssel verrühren und den Tofu darin marinieren (wenigstens zwei Stunden, am besten über Nacht). Tofuscheiben auf den heißen Grill legen und auf beiden Seiten ca. 4 – 5 min leicht bräunen. Sofort mit 1 Handvoll grob geh. Korianderblätter bestreuen und mit etwas Marinade servieren. Zu jedem Rezept gibt es einleitende Worte, eine Portionsangabe, eine übersichtliche Einkaufsliste und eine nachvollziehbare Anleitung. Der Schwierigkeitsgrad ist verschieden, darum empfiehlt es sich, jedes Rezept genau durchzulesen und die entsprechenden Zubereitungszeiten zu berücksichtigen. Hält man sich an die Erklärungen, sind plötzlich auch die zuerst kompliziert erscheinenden Vorschläge gar nicht mehr so schwierig.

„Ein Sonnentag im Freien“ ist eine sehr schöne und abwechslungsreiche Rezeptsammlung, die auch für erfahrene Köche noch so manche reizvolle Idee bereit hält und mit der man jedem, der gerne Picknicks veranstaltet oder zu Grill-Partys einlädt, eine große Freude bereiten kann.

Copyright © 2011 by Irene Salzmann (IS)

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

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Preisrätsel 3 x 1 Exemplar: Wer ein Exemplar erhalten möchte einfach folgende Frage richtig beantworten und einsenden an sfbgewinne@buchrezicenter.de (im Betreff bitte den Gewinntitel angeben!): Für Vegetarier – aber nicht nur – bietet sich „Tofu in heißer, süß-scharfer Marinade“ an: Für viele Personen ist das Rezept? (Antwort auf unserer Homepage zu finden!) Sobald 30 richtige Mails eingetroffen sind, werden die Gewinner daraus gezogen, wie immer ist der Rechtsweg ausgeschlossen!

NEUER ZUSATZ ZUR CHANCENSTEIGERUNG: Für jeden qualifizierten Kommentar in diesem Blogbeitrag werfen wir je nach Qualität und Gehalt des Kommentares 1 – 3 weitere Lose des jeweiligen Kommentators in die Ziehungstrommel der Preisrätseltitel. Achtung: die dabei eingetragene e-mailadresse im Kommentar (diese bleibt unsichtbar für Besucher!) muß aber mit der übereinstimmen, unter der die Lösung an uns per e-mail gesendet werden muß (wie oben beschrieben). Und natürlich muß in der an uns gesendeten e-mail die Lösung stimmen. Je nach Gehalt des Kommentares steigert sich also die Gewinnchance des Teilnehmers bis zu 300% gegenüber allen Teilnehmern, die nur die Lösung per e-mail an uns senden. Wer die Lösung in die Kommentare schreibt wird disqualifiziert und nimmt nicht teil an der Ziehung. Gebt Euch also Mühe und schreibt etwas Sinnvolles zum Gewinntitel! Diese zusätzliche Chancensteigerung beruht auf Vorschlägen von Teilnehmern/Mitspielern bei unseren Preisrätseln, wir hoffen daher auf reichliche Teilnahme am Kommentare schreiben! DIE GEWINNER LAUTEN: Saskia Pasto, Judith Rillmann und Jeannette Kolb. HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH! WIR DANKEN UNSEREM SPONSOREN UND ALLEN TEILNEHMERN!

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