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Literatur-Blog

Archiv für März 4th, 2011

Röntgenfotos zeigen strahlenden Ring aus Schwarzen Löchern * Kauftipp der Redaktion: Greene, Brian – Ikarus.

Erstellt von Detlef Hedderich am 4. März 2011

PRESSEMELDUNG (ZITAT): “yahoo-nachrichten (…) Bei den Aufnahmen von zwei Weltraumteleskopen handelt es sich um den Überrest eines Galaxienpaars. Doch das ist nicht alles: Zudem haben Röntgenaufnahmen mit einem speziellen Röntgenteleskop ans Licht gebracht, dass sich in dem farbenprächtigen Ring insgesamt neun Schwarze Löcher befinden.  (…)”

Gesamte Pressemeldung lesen.

Kauftipp der Redaktion:

Greene, Brian
Ikarus

Am Abgrund der Zeit

Übersetzt von Vogel, Sebastian
Verlag :      Fischer, S
ISBN :      978-3-10-025306-4
Einband :      gebunden
Preisinfo :      26,00 Eur[D] / 26,80 Eur[A] / 38,90 CHF UVP
Alle Preisangaben in CHF (Schweizer Franken) sind unverbindliche Preisempfehlungen.
Legende: UVP = unverbindliche Preisempfehlung, iVb = in Vorbereitung.
Preis ist offizieller VLB Referenzpreis
Letzte Preisänderung am 19.01.2011
Seiten/Umfang :      ca. 34 S. – 30,2 x 22,7 cm
Produktform :      B: Einband – fest (Hardcover)
Erscheinungsdatum :      1. Aufl. 01.10.2010

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Mit einem der bedeutendsten Physiker unserer Zeit unterwegs zu den geheimnisvollen Schwarzen Löchern unserer Milchstraße.

Vor dem Hintergrund der atemberaubenden Bilder des Hubble-Weltraumteleskops erzählt Brian Greene den Mythos von Ikarus völlig neu. Hier reist ein junger Mann durch den Weltraum und fordert die atemberaubende Macht der schwarzen Löcher heraus.
Ein bildgewaltiges Epos für Leser jeglichen Alters, die von den Rätseln unseres Kosmos fasziniert sind, grandios dargestellt auf großformatigen Farbtafeln. Seite für Seite ein prächtiges, wirbelndes Farbspektrum vor der Schwärze der Unendlichkeit.

Brian Greene zählt zu den führenden Physikern auf dem Gebiet der Superstrings. Er studierte in Harvard und promovierte in Oxford. Seit 1990 lehrt er an verschiedenen Universitäten und ist heute Professor für Physik und Mathematik an der Columbia University in New York.

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PREISRÄTSEL / GEWINNSPIEL: 3 x 1 (KOSTENLOSES!) EXEMPLAR: Ralf Isau – Der verbotene Schlüssel.

Erstellt von Detlef Hedderich am 4. März 2011

Ralf Isau
Der verbotene Schlüssel

cbj-Verlag, München
ISBN: 9783570138342
Jugendroman, Fantasy
Deutsche Erstausgabe 2010
Umschlaggestaltung: Geviert – Büro für Kommunikationsdesign, München,
Hardcover mit Schutzumschlag, 509 Seiten

http://www.randomhouse.de/cbjugendbuch
http://www.isau.de

Titel erhältlich bei Booklooker.de
Titel erhältlich bei Buch24.de

Zum Autor:

1988 und für seine Tochter begann der, 1956 in Berlin geborene und heute in Stuttgart lebende, Autor Ralf Isau zu schreiben. Die heute unter dem Namen „Neschan-Triologie“ bekannte Geschichte um „Die Träume des Jonathan Jabbok“ gestalteten sich allerdings schwieriger, als angenommen, weshalb sich „Der Drache Gertrude“ dazugesellte. Beide Bücher erschienen Mitte der 1990er-Jahre und die Lust am Schreiben verging Isau mit der Fertigstellung und Veröffentlichung nicht. Nach etlichen weiteren Ideen für Romane, Essays oder Artikel, gab er 2002 seinen Beruf als Organisationsprogrammierer auf und widmet sich seither ganz seiner schriftstellerischen Tätigkeit. Nach eigener Aussage schreibt er über Dinge, die ihn selbst faszinieren und die er für wichtig hält. Sein Anliegen ist es, mit seinen Fantasybüchern eine Brücke zur realen Welt schlagen.

Zum Buch/Meine Meinung

Ich könnte stundenlang in Büchern stöbern – schon allein wegen der Cover- oder Umschlaggestaltung. Im Fall von „Der verbotene Schlüssel“ wird die mir vorliegende Harcoverausgabe von einem Schutzumschlag in Rot umhüllt, auf dem vor der schwach ausgeprägten Skizze eines Uhrwerks Zahnräder, ein Schloss und ein Schlüssel in Gold abgebildet sind und sich etwas hervorheben, wenn man darüber streicht. Ich liebe so etwas. Doch worum geht es in dem Buch? Um Zeit – etwas unendlich Kostbares. Mit jeder Sekunde, die verstreicht, gewinnen wir eine Erinnerung dazu und haben genau genommen doch immer weniger davon. Doch was passiert, wenn die Zeit beliebig angehalten werden kann?

Dieser Frage geht Ralf Isau in „Der verbotene Schlüssel“ nach. Einem Jugendbuch, mit etwas geschichtlichem Hintergrundwissen und der mehr oder weniger latenten Erkenntnis, was für eine Entmenschlichung und Gefahr die zunehmende Technisierung mit sich bringen kann.

Dazu bedient sich Isau der 14jährigen Sophia. Ihre Eltern sind vor einiger Zeit bei einem Unfall ums Leben gekommen, der – wie sich bald herausstellt – in gewisser Weise mit dem, was sie bald erlebt, zu tun hat.  Sie steht also relativ allein auf der Welt. Jetzt ist ihr Großvater gestorben, den sie zwar genau genommen nicht kannte, der ihr aber alles vererbt. Sie reist zu seiner Testamentseröffnung an und sucht anschließend seine Wohnung auf. Dort finden sich unzählige Uhren, die alle um dieselbe Zeit (dem Zeitpunkt seines Todes) stehen geblieben sind, was ihr auf Anhieb etwas unheimlich ist. Unter anderem erbt Sophia auch ein kleines Buch und dazu gehörend eine Art Fabergé-Ei. Die haben bekanntlich alle etwas Besonderes in sich und so verbirgt sich in Sophias Ei ein Uhrwerk, das mit dem ebenfalls beigefügten Schlüssel in Gang gesetzt werden kann und nicht ganz ungefährlich ist.

Die das Ei und den Schlüssel betreffenden, eindringlichen Warnungen wirken auf Sophia in etwa so wie die Anweisung, auf überhaupt gar keinen Fall an rosarote Elefanten zu denken. Um die kreisen nach so einem Verbot für gewöhnlich die Gedanken pausenlos, obwohl man sie sich sonst nicht vorstellen kann. Sophia jedenfalls kann nicht widerstehen und so kommt es, wie es kommen muss.

Bevor sie sich versieht, setzt sie unbedacht etwas in Gang und landet in einer Parallelwelt – genauer gesagt in Mekanis. Dort ist alles mechanisch, farblos, entmenschlicht. Fast alles. Theo ist nämlich auch dort. Nicht ganz freiwillig, doch so ungewöhnlich er auch ist, er ist  menschlich. Mit seinen etwa 2.000 Jahren wirkt er wie ein Teenager und dank seines Blickes auf die „reale“ Welt benimmt er sich größtenteils auch so. Und obwohl Sophia anfangs nicht so recht weiß, was sie von ihm halten soll, ist sie froh, dass es ihn gibt. Denn in Mekanis, wo mechanische Wesen gnadenlos Jagd auf sie machen, wäre sie ohne ihn hoffnungslos verloren. Gerade noch rechtzeitig gelingt es den Beiden, mithilfe des Uhrwerks im Ei zurück in die reale Welt zu fliehen. In Sicherheit sind sie damit noch lange nicht, denn mit ihrem unbedachten Tun hat Sophia den uralten Stundenwächter Oros auf den Plan gerufen. Oros will das Ei und damit das zeitbeherrschende Uhrwerk an sich bringen, um sich die Welt untertan zu machen.  Er jagt sie gnadenlos und setzt seine Fähigkeit, über Menschen und Maschinen zu herrschen, rücksichtslos ein. Alle, die mit ihm in Berührung kommen, sind hinterher nicht mehr dieselben. Sophia und Theo können immer wieder entkommen, doch schaffen sie es wirklich, sich und die Welt zu retten?

Eine spannende Grundidee – in der es wieder einmal darum geht die Welt zu retten und die wieder einmal etwas anders verpackt ist. Ein Jugendbuch – in dem Jugendliche nach etwas Unbedachtem einiges tun müssen, um wieder so etwas wie ein normales Leben leben und erleben zu können. Mit „Der verbotene Schlüssel“ können Leser auch einen Blick auf die Mythenwelt und die Geschichte werfen, der jedoch – für mein Dafürhalten – bedauerlicherweise an bestimmten Stellen etwas zu trocken abgefasst ist und etwa beim Sohn einer Freundin dafür gesorgt hat, dass er (obwohl begeisterter Leser) schnell die betreffenden Seiten überblättert hat. Dies gilt eventuell auch bei detaillierten Beschreibungen bestimmter mechanischer und technischer Begriffe und Funktionsabläufe, wie etwa den Uhrwerken. Beides kann von manchem als zu trocken oder dadurch bedingt als zu ausführlich angesehen werden. Was schade wäre, da die eigentliche Thematik eindeutig zum besseren Verständnis der gesamten Geschichte führt. Und wirklich überflüssig ist nichts davon. Was dagegen in meinen Augen sehr gut gelungen ist, ist die Sicht Theos auf die hoch technisierte und relativ automatisierte Welt, in der Sophia lebt und in der er plötzlich mit ihr landet. Dass das eine oder andere für uns gefährlich werden könnte, wurde uns schon in diversen Filmen und Büchern gezeigt – doch oftmals so abstrakt, dass man es nicht auf das normale Leben beziehen kann. Nicht so bei Isau und „Der verbotene Schlüssel“.  Darin wird vermeintlich Fantastisches zu etwas überraschend Realem.

Der Autor lässt die Leser mit seinen Figuren durch die Welten springen, die verschiedener nicht sein könnten. Wenn man von dem kleinen, eben erwähnten Manko absieht, stellt Isau seine Figuren lebensnah und detailliert dar, was ein leichtes Eintauchen in die Geschichte ermöglicht. Vom Mitfiebern ganz zu schweigen.

Fazit:

Zeit ist etwas Kostbares, wie eingangs schon erwähnt. Dennoch habe ich sie fast vergessen, während ich Sophia und Theo auf ihrer abenteuerlichen Reise begleitet habe. Und das, obwohl ich eindeutig weit oberhalb der eigentlich anvisierten Zielgruppe der Leser liege. Deshalb gibt es vier von fünf Punkten für „Der verbotene Schlüssel“.

Copyright © 2011 by Antje Jürgens (AJ)

Titel erhältlich bei Booklooker.de
Titel erhältlich bei Buch24.de

Preisrätsel 3x 1 Exemplar: Wer ein Exemplar erhalten möchte einfach folgende Frage richtig beantworten und einsenden an sfbgewinne@buchrezicenter.de (im Betreff bitte den Gewinntitel angeben!): Wie heißt das 14jährige Mädchen, dessen Eltern vor einiger Zeit bei einem Unfall ums Leben gekommen sind?  (Antwort auf unserer Homepage zu finden!) Sobald 30 richtige Mails eingetroffen sind, werden die Gewinner daraus gezogen, wie immer ist der Rechtsweg ausgeschlossen! DIE GEWINNER LAUTEN: Gabriela Rüdingloh, Felix Malte und Andrej Trotzky. HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH! WIR DANKEN AUCH UNSEREM SPONSOR UND ALLEN TEILNEHMERN!

Abgelegt unter Buchrezension, Bücher, Fantasy, Jugend, beendete Preisrätsel, cbj Verlag | 1 Kommentar »