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Archiv für September, 2010

PRESSEMELDUNG: Irans Garden töten 30 “Terroristen” nach Anschlag auf Militärparade! * sfbasar-Redaktion kontert mit: Mandanipur, Shahriar – Eine iranische Liebesgeschichte zensieren.

Erstellt von Detlef Hedderich am 27. September 2010

PRESSEMELDUNG (ZITAT): “AFP – Wenige Tage nach dem tödlichen Anschlag auf eine Militärparade im Iran haben die iranischen Revolutionsgarden nach eigenen Angaben mehrere Drahtzieher des Attentats getötet. (…)”

Gesamte Pressemeldung lesen.

Buchtip der Redaktion:

Mandanipur, Shahriar
Eine iranische Liebesgeschichte zensieren

Übersetzt von Ballin, Ursula
Verlag :      Unionsverlag
ISBN :      978-3-293-00415-3
Einband :      gebunden
Preisinfo :      19,90 Eur[D] / 20,50 Eur[A] / 30,90 CHF UVP
Alle Preisangaben in CHF (Schweizer Franken) sind unverbindliche Preisempfehlungen.
Legende: UVP = unverbindliche Preisempfehlung, iVb = in Vorbereitung.
Seiten/Umfang :      ca. 320 S.
Produktform :      B: Einband – fest (Hardcover)
Erscheinungsdatum :      1. Aufl. 02.2010

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Ein iranischer Schriftsteller ist es leid, immer nur düstere Romane mit tragischem Ausgang zu schreiben. Also beginnt er eine Liebesgeschichte – ein Projekt mit Tücken. Wie erzählen, wenn es den Liebenden verboten ist, sich allein zu begegnen, sich in die Augen zu schauen Wie ein mächtiger Schatten wacht Herr Petrowitsch, der Zensor, über jedes Wort und liest sogar die Gedanken des Schriftstellers zwischen den Zeilen. Also müssen Sara und Dara, das junge Paar aus Teheran, tausend Listen und Tricks ersinnen, um sich zu finden. Ihre Liebe muss sich bewähren gegen Anfeindungen und Gefahren, nicht zuletzt gegen die Verdikte des Zensors, der dem Schriftsteller genau dann in die Tasten fällt, wenn die Zauberkraft der Liebe ihre Wirkung zeigt. Wird es dem Schriftsteller gelingen, die Geschichte von Sara und Dara zu einem glücklichen Ende zu bringen?

Shahriar Mandanipur, 1957 in Shiraz geboren, ist einer der bekanntesten iranischen Autoren. Er studierte Politikwissenschaften und war Soldat im iranisch-irakischen Krieg. Für seine Werke hat er zahlreiche Preise gewonnen, darunter den Mehregan Award und den Golden Tablet Award. Zurzeit ist er Gastdozent in Harvard und lebt in Cambridge, Massachusetts. Über zehn Jahre lang war er Chefredakteur der Literaturzeitschrift Asr-e Pandjshanbeh (Donnerstagabend), die 2009 aus politischen Gründen eingestellt wurde. Eine iranische Liebesgeschichte zensieren konnte im Iran nicht veröffentlicht werden.

PRESSE-ZITAT:

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“Was man sieht, ist nicht das, was es ist
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Karin Afshar: Online-KulturJournal “Glarean Magazin”

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Sie wollen endlich einmal eine Liebesgeschichte von einem Iraner lesen, die gut ausgeht? Shariar Mandanipur verspricht Ihnen dies – in seinem neuesten Roman «Eine iranische Liebesgeschichte zensieren» – zumindest, und kündigt dann noch gleich in der Einleitung an, dass seine Heldin in wenigen Minuten sterben wird. Wie kann das eine glückliche Liebesgeschichte sein?

.

Aber wenn Sie an dieser Stelle angelangt sind, haben Sie nun schon einmal angefangen zu lesen und befinden sich bereits mitten in einem ausgelegten Netz, aus dem Sie nur herauskommen, wenn Sie weiterlesen – wenn überhaupt je wieder. (…)”

Gesamten Artikel lesen.

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SCHICKSAL – Fantasy-Story von Barbara Wegener

Erstellt von Detlef Hedderich am 26. September 2010

Schicksal

Fantasy-Story

von

Barbara Wegener

Allein

Sie war wie immer allein.

Niemand war da, mit dem sie sich beraten konnte.

Niemand war da, der sie trösten konnte.

Allein.

Seit diesem verhängnisvollen Sonntagabend war sie vollkommen auf sich gestellt.

Sie konnte sich weder bei ihrer Familie, noch bei Freunden blicken lassen.

Alle hassten sie.

Alle fürchteten sie.

Allein.

Wie sehr sehnte sie sich danach in ihr Haus zurückzukehren und den normalen Familienalltag wieder aufnehmen zu können. Ein normales, gutbürgerliches Leben, wie alle anderen Menschen es auch führten.

Es war ihr nicht vergönnt.

Vorbei.

Sie kannte ihr Schicksal. Man hatte sie darauf vorbereitet, als sie sie anflehte. Trotzdem hatte Eileen dieses Schicksal angenommen. Natürlich hatte sie die Wahl. Man hat immer eine Wahl. Aber sie hatte diese Variante der Zukunft gewählt.

Wäre sie an diesem Sonntag doch nicht allein zuhause gewesen. Alles wäre anders gekommen.

Aber so war ihr Schicksal besiegelt.

Eileen ging in Gedanken versunken zurück zu ihrer Unterkunft in einem anonymen Mietshaus in Berlin Kreuzberg. Hier fiel sie mit ihrem langen, schwarzen Umhang nicht auf. Nur ein weiterer Freak, der durch die Nacht stromerte.

Sie öffnete die Tür der Wohnung, die sie seit zwei Monaten als ihre Zuflucht betrachtete.

Zwei Monate.

Zwei volle Monate war es her, seit sich alles veränderte. Sie hatte alles verloren. Ihren Mann, ihre Tochter, ihre Freunde.

Eileen ging in die kleine, fensterlose Küche und kochte Wasser für eine Tasse Tee.

Fünfzehn hatte sie heute erledigt. Und drei gerettet.

Bald war es vorbei.

Wehmütig setzte sie sich vor den Fernseher und schaltete ihn ein. Es lief eine dieser unvermeidlichen Soaps. Sie achtete nicht darauf.

Eine Träne rann über ihre Wange, als sie an jenen 27. Juli zurückdachte, als alles begann.


Rückblende

Es war später Nachmittag, als sie von ihrer Gartenarbeit ins Haus kam. Das Unkraut wuchs aber auch in einer wahnsinnigen Geschwindigkeit, dass man gar nicht mit dem Jäten nachkam. Sie blickte sich noch einmal um und begutachtete ihr Werk.

Schmuck sah der kleine Garten wieder aus. Der Rasen war gemäht, die vertrockneten Blüten abgeschnitten und kein Unkraut verschandelte mehr das Gesamtbild eines sauberen, gepflegten Kleinstadtgartens.

Sie stellte ihre Gartenschuhe in den Flur und tapste auf nackten Sohlen durch den Flur in Richtung Badezimmer.

Bevor ihr Mann und ihre Tochter aus dem Kino heimkamen, wollte sie noch ausgiebig baden. Das Wasser rauschte in die Badewanne und der heiße Dampf begann die Scheiben des Fensters zu beschlagen.

Sie wusch sich die Gartenerde von ihren Händen und holte sich frische Wäsche aus dem Schrank.

Gerade wollte sie ihre grüne Bluse aufknöpfen, als das Geräusch zersplitternder Scheiben sie aufschrecken lies.

Zunächst dachte sie, eine ihrer Katzen hätte mal wieder eine Vase aus dem Regal gestoßen. Sie seufzte. Das war dann schon die Dritte in dieser Woche.

Doch dann hörte sie dieses laute Knurren. Das konnte keine Katze gewesen sein.

Vorsichtig öffnete sie die Badezimmertür. Auf der gegenüberliegenden Seite befand sich die Küche. Da die Küchentür offen stand, konnte sie mühelos hineinsehen.

Nichts.

Hier befand sich niemand.

Leise, um ja kein Geräusch zu verursachen, trat sie auf den Flur. Auch hier war niemand zu sehen. Eileen näherte sich vorsichtig der Wohnzimmertür.

Wieder hörte sie dieses grauenhafte Knurren, dass sie keiner Kreatur zuordnen konnte.

Warum war sie nicht einfach weggelaufen? Warum hatte sie unbedingt nachsehen müssen?

Noch heute war es ihr ein Rätsel.

Ihre Hand näherte sich dem Türgriff. Ein scharrendes Geräusch direkt hinter der Tür ließ sie innehalten.

Angst überfiel sie. Panische Angst.

Sie war nicht in der Lage auch nur einen Körperteil zu bewegen. Ihr Unbewusstes schrie förmlich, sie solle umdrehen und durch die Haustür am anderen Ende des Flures fliehen.

Warum hörte sie nicht auf ihre innere Stimme?

Alles wäre anders verlaufen. Sie würde jetzt nicht einsam und verlassen in dieser heruntergekommenen Wohnung sitzen, einen Teebeutel in ein Glas heißes Wasser halten und über die Vergangenheit nachdenken. Stattdessen säße sie vermutlich, chipsknabbernd und glücklich, mit ihrem Mann und ihrer Tochter vor dem Fernseher in ihrem gemütlichen Heim.

Aber sie öffnete die Wohnzimmertür.

Der Anblick, der sich ihr bot, war erschreckend und faszinierend zugleich.

Die große Glasscheibe des Wohnzimmerfensters lag in tausenden Stücken im ganzen Wohnzimmer verteilt. Das Sofa stand nun an einem völlig anderen Platz, ebenso der schwere Eichentisch. Die Fensterbank war vollkommen leergefegt und die Blumentöpfe waren im ganzen Zimmer verteilt.

Und plötzlich stand es vor ihr.

Ein Monster, das den schlimmsten Albträumen entsprungen schien.

Es überragte sie um Kopfeslänge. Sein heißer, stinkender Atem ließ sie erschaudern. Seine glühenden, gelben Augen blickten gierig auf sie herab.

Eileen gelang es endlich, sich wieder zu bewegen. Sie drehte sich um und versuchte, um Hilfe schreiend, die Haustür zu erreichen.

Aber sie hatte nicht den Hauch einer Chance.

Nach wenigen Schritten spürte sie, wie sich scharfe Krallen in ihren Rücken bohrten. Sie verlor das Gleichgewicht und stürzte.

Das letzte, an das sie sich erinnern konnte, war der Geifer, der dem Monster aus dem weit geöffneten Fang tropfte. Dann schwanden ihr die Sinne.

Rebecca stieg glücklich aus dem Auto. In letzter Minute hatte sie ihren Vater doch überreden können den Film “Mama Mia” anzusehen. Ausgerüstet mit Popcorn und Cola hatte sie einen wunderbaren Nachmittag verbracht. Schade nur, dass ihre Mutter nicht mit dabei war. Aber die wollte ja unbedingt den Garten in Ordnung bringen.

In diesem Augenblick sah sie ihre Freundin Mira aus dem Haus auf der anderen Straßenseite kommen. Aufgeregt winkte sie ihr zu.

“Papi, ich lauf schnell mal rüber zu Mira. Ich muss ihr unbedingt den neuen Manga zeigen, den du mir vorhin gekauft hast.”

“Bleib aber nicht so lange. Es gibt gleich Abendessen.”

“Bin gleich wieder da. Mira muss ja noch zu Max. Heute ist Sonntag. Da gibt sie ihm immer Mathe-Nachhilfe.”

Rebecca lief zu ihrer Freundin und die beiden verschwanden im Haus.

Langsam schlenderte Dennis auf die Eingangstür zu und suchte den Hautürschlüssel in seiner Jackentasche. Er öffnete die Tür und erstarrte.

Am Ende des Flures, direkt hinter der geöffneten Wohnzimmertür, senkten sich die spitzen Zähne eines Windudämons gerade in den Hals seiner am Boden liegenden Frau.

Was er, Zaubermeister Dennis Issen, Vorsitzender des Hohen Rates, in seinen schlimmsten Albträumen nicht für möglich gehalten hatte, geschah in diesem Augenblick.

Ein Windu in seiner kleinen Stadt. Ein Windu in seinem eigenen Haus. Ein Windu, der dabei war, das Leben seiner geliebten Frau auszulöschen.

Dennis erwachte aus seiner Erstarrung und schleuderte dem Dämon all seine Magie entgegen, die er in seiner Wut und Verzweiflung aufbringen konnte.

Der Dämon wurde durch die Kraft, die ihn traf, quer durch das Wohnzimmer geschleudert und blieb leblos unter dem zerstörten Fenster liegen.

Dennis eilte zu Eileen. Blut quoll aus der tiefen Bisswunde am Hals. Er konnte die Blutung mit Hilfe seiner Magie schnell stoppen, war sich aber bewusst, dass dies nicht das einzige Problem war.

Der Windudämon hatte seine Frau nicht nur schwer verletzt, durch den Biss war sie höchst wahrscheinlich bereits von dem Virus befallen worden, der sie binnen kürzester Zeit selbst zu einem Dämon transformieren lassen würde.

Er wusste, dass es keine Hoffnung gab. Trotzdem hob er Eileen vorsichtig vom Boden, öffnete eine Passage durch die Campi, die alle Orte der Welt miteinander verbanden, zum geheimen Anwesen der Lichtwächter.


Lichtwächter

Er begab sich mit seiner Frau sofort zum Labor und legte Eileen auf eine der Untersuchungsliegen.

Dendrake, der gerade einige Versuche mit Dämonenblut durchführte, sah ihn erstaunt an.

“Dennis, was ist denn passiert? Warum bringst du deine Frau hierher? Sie ist keine von uns. Sie darf von unserer wahren Identität nichts wissen.”

Dann fiel sein Blick auf den blutverschmierten Hals Eileens. Dendrake wurde kreidebleich.

“Windu?”

Dennis nickte nur. “Was passiert ist, erzähl ich dir später. Wir müssen schnellstens ihr Blut untersuchen. Vielleicht…”

Skeptisch sah Dendrake ihn an. Er wusste, dass die kleinste Schramme, die durch die spitzen Zähne eines Windudämonen verursacht wurde, unweigerlich zu einer Infizierung und damit zu einer Transformation führt.

Trotzdem staute er das Blut in Eileens linken Arm mit einem Gummiband, desinfizierte die Armbeuge, stach die dünne Kanüle der Spritze vorsichtig hinein und nahm ihr Blut ab.

Dendrake löste die Manschette und lief mit der Probe in das angrenzende Labor, gab einige Tropfen einer Indikatorflüssigkeit dazu, stellte die Probe in die Zentrifuge und schaltete sie ein.

Ein leises Surren erfüllte den Raum.

Nach wenigen Augenblicken färbte sich die Blutprobe pechschwarz.

Dennis, der Dendrake ins Labor gefolgt war, schloss verzweifelt die Augen.

Nun hatte er Gewissheit. Seine Frau war mit dem Winduvirus infiziert.

Sie war verloren.

Innerhalb weniger Stunden würde sie sich in einen Dämon verwandeln, der keinerlei Erinnerungen an seine menschliche Existenz mehr besaß.

Sie würde Jagd auf Menschen machen und selbst die eigene Familie nicht verschonen.

“Sie muss getötet werden, bevor sie zu einer Gefahr wird. Nur die Mächtigen könnten sie retten, aber Ihr wisst selbst, dass sie sich weigern in die Geschicke der Menschen einzugreifen.” Dennis und Dendrake drehten sich zu Phil um, der zusammen mit Eva und Stephanie unbemerkt das Labor betreten hatte. “Dennis, du weißt, dass sie getötet werden muss.”

Phil legte eine Hand tröstend auf Dennis Schulter. „Es tut mir so leid.“

Langsam, wie in Trance, nickte Dennis. Er konnte die Tränen nicht mehr zurückhalten.

“Dann macht schnell, ich möchte nicht, dass sie leiden muss.” Er ging langsam auf die Tür zum Nebenraum zu, die immer noch halb geöffnet war, um seiner Frau in ihren letzten Minuten beizustehen.

Seine Hand berührte den Türgriff und er öffnete die Tür vollends.

Zum zweiten Mal an diesem Tag blieb er wie versteinert stehen.

Die Liege, auf der sich vor wenigen Minuten noch der ohnmächtige Körper seiner Frau befunden hatte, war leer. Nur einige wenige Blutflecken zeugten davon, dass sie tatsächlich darauf gelegen hatte.

Die Glastür, durch die man in den weitläufigen Garten gelangen konnte, stand offen.

Phil drängte sich an Dennis vorbei in den Raum und stürmte in den Garten.

Von Eileen war weit und breit nichts zu sehen. Sie musste schon den nahen Wald erreicht haben, der das Grundstück umschloss. Eine Suche war sinnlos. Der Wald dehnte sich kilometerweit aus und sollten sie tatsächlich Glück haben und Eileen finden, hätte sie sich zwischenzeitlich in einen gefährlichen Dämon verwandelt.

Dendrake legte tröstend eine Hand auf Dennis Schulter.

Eileen trank einen Schluck Tee. Mit Schaudern dachte sie an die Angst die sie ausgestanden hatte, als sie damals die Gespräche im Nebenzimmer gehört hatte, nachdem sie aus ihrer Ohnmacht erwacht war.

Sie würde sich also in eine dieser grässlichen Kreaturen verwandeln und nichts konnte den Prozess aufhalten. Dann erwähnte einer der Männer im Nebenraum irgendwelche Mächtigen, die helfen könnten, sich aber nie in die Belange der Menschen einmischten.

In Gedanken flehte sie diese Mächtigen an. Ihr gesamtes Bewusstsein schrie ihre Ängste heraus. Sie wollte kein Dämon werden, wollte sich nicht verwandeln. Unter keinen Umständen.

Als sie schon alle Hoffnung aufgegeben und aus dem Nebenraum vernommen hatte, dass man sie töten wollte, umfing ihr Bewusstsein plötzlich eine gleißend helle Aura.

Erst hörte sie ein Wispern. Dann konnte sie einzelne Stimmen unterscheiden.

“Du flehst uns an Dir zu helfen? Nun, wir werden es tun. Wir werden dafür sorgen, dass du kein Dämon wirst. Eine andere Verwandlung wird vorgenommen werden. Du wirst von uns mit großer Macht ausgestattet. Wie du diese Macht nutzt, liegt bei Dir. Wir werden Dir die möglichen Zukunftslinien zeigen. Du wählst, welche dann eintreffen wird.”

Sie spürte eine unglaubliche Hitze in sich aufsteigen. Sie glaubte, verbrennen zu müssen. Jede Faser, jede Zelle ihres Körpers schien in Flammen aufgegangen zu sein. Und dann kamen die Bilder…

Es war grauenhaft.

Eileen nahm noch einen Schluck Tee, der mittlerweile abgekühlt war.

Sie hatte sich entschieden.

Im Nebenraum machte man sich bereit, sie zu töten.

Eileen wälzte sich von der Liege. An der gegenüberliegenden Seite des Zimmers befand sich eine Glastür, die in einen großen Garten führte.

Eileen öffnete sie und rannte, so schnell sie nur konnte, auf den Wald zu.

Sie hatte die ersten Bäume des dicht stehenden Gehölzes erreicht. Schnell versteckte sie sich hinter einem der Bäume und blickte zurück zum Anwesen.

Eine Gruppe Männer rannte in diesem Augenblick aus der offen stehenden Terrassentür.

Ihr Herz schlug wie wild.

Sie durfte nicht aufgehalten werden. Zu viel stand auf dem Spiel.

Erleichtert erkannte sie, dass die Männer sie nicht verfolgten, sondern mit ernsten Minen zurück ins Haus gingen.

Eileen ging mit ihrer Tasse in die kleine Küche, spülte die Tasse und stellte sie in den winzigen Hängeschrank über der Spüle.

Sie würde morgen neuen Tee kaufen müssen, stellte sie nach einem Blick in den Schrank fest.

Eileen beschloss sich schlafen zu legen. Der morgige Tag würde wieder anstrengend werden. Sie hatte noch viel zu erledigen, bevor ihr Schicksal sich erfüllen sollte.


Jagd

Regen peitschte gegen die Scheiben des Schlafzimmerfensters, als Eileen am späten Nachmittag aufwachte. Gute Voraussetzungen für die Dämonenjagd. Sie würde wegen des Regens nicht so schnell von ihnen gewittert werden.

Nach einer ausgiebigen Dusche, zog Eileen ihre tiefschwarze Kleidung über, legte die Gesichtsmaske an und verließ das Haus.

Ihr Ziel war ein verlassener Schrottplatz.

Kein Laut war zu hören, als sie den Metallzaun überwand, der den Patz umgab.

Sie roch sie bereits jetzt. Es mussten mindestens fünf Windudämonen auf dem Gelände sein.

Die aufgestapelten Autowracks boten ihr gute Deckung. Langsam schlich sie auf das Zentrum des Schrottplatz mit der niedrigen Verwaltungsbaracke zu, immer bemüht, keine Geräusche zu verursachen.

Ein Zischen und Sirren erfüllte plötzlich die Luft. Ein Aufschrei, ein Stöhnen und dann das wohlbekannte Knurren der Windudämonen folgten.

Menschen waren offensichtlich von diesen Biestern in einen Hinterhalt gelockt worden.

Sie sah Energieblitze aus Richtung der Verwaltungsbaracke auf einen Stapel Schrottautos zuschießen. Für einen kurzen Augenblick wurde eine menschliche Silhouette hinter dem geöffneten Barackenfenster sichtbar.

Es waren also Magier, die hier gegen die Windus um ihr Leben kämpften.

Eileen überprüfte mit ihren Sinnen die Umgebung. Die Windus hatten einen Bannkreis um die Baracke gezogen. Mit menschlicher Magie war es nicht möglich einen Weg durch die Campi zu öffnen. Die Magier saßen in der Falle.

Hinter einem Stapel Altmetall entdeckte sie eine der Kreaturen. Sie war sich der leichten Beute in der Baracke offenbar so sicher, dass sie alle Vorsichtsmaßnahmen außer Acht gelassen hatte.

Eileen hatte ein leichtes Spiel.

Sie stahl sich vorsichtig hinter das Monster, ließ einen Magieball in ihrer rechten Hand entstehen und schleuderte ihn dem Monster entgegen.

Der Windu hatte keine Zeit zu reagieren, ja, er merkte nicht einmal, dass er getroffen wurde. Tot sank er zu Boden.

Eileen huschte weiter. Den zweiten, dritten und vierten Dämon konnte sie auf die gleiche Weise vernichten.

Nun war nur noch ein Untier übrig.

Das Wimmern im Innern der Baracke wurde lauter.

Eileen musste sich beeilen.

Da. Eine Bewegung neben einem der vordersten Schrottautos.

Ein Magieblitz wurde aus der Deckung des Autos auf die Baracke geschossen und riss ein großes klaffendes Loch in das Wellblech. Ein Angstschrei drang an ihre Ohren.

Eileen schlich näher an das Auto heran.

Der Windu hatte sie nicht bemerkt. Seines Sieges und der menschlichen Beute sicher, setzte er an, noch einen Magieblitz auf die Baracke zu schicken. Eileen kam ihm zuvor. Noch solch einen Treffer würde die Baracke wohl nicht aushalten und die Magier darin wären verloren.

Die Kugel an magischer Energie traf den Dämon, kurz bevor er sein Ziel anvisieren konnte und tötete ihn auf der Stelle.

“Es ist vorbei. Die Windus sind tot. Ist jemand von Euch verletzt?” Eileen trat hinter ihrer Deckung hervor.

“Wer sind Sie? Sind die Biester tatsächlich tot? Ja, Andrea hat´s böse erwischt.” Kam es aus der Hütte.

Eileen beeilte sich in das halb zerstörte Innere zu kommen. Sie sah eine junge Frau, die ihre Hände auf eine große, blutende Bauchwunde gepresst hatte. Die Gewissheit, gleich sterben zu müssen, stand ihr ins Gesicht geschrieben.

Eileen kniete sich neben sie und legte eine Hand auf die bleiche Stirn der Verletzten, die andere Hand auf die blutverschmierten Hände der Frau. Dann konzentrierte sie sich. Alles um sie herum wurde unwichtig. Der einzige Gedanke war Heilung.

Die junge Frau spürte keinen Schmerz mehr. Erstaunt sah sie von Eileen zu ihrem Begleiter. Dann schloss sich langsam die Bauchwunde. Neue Haut bildete sich und nur die blutverschmierte, zerfetzte Kleidung zeugte von der schrecklichen Verwundung.

“Du musst Deine Begleiterin von hier wegbringen. Sie hat viel Blut verloren und ist noch sehr schwach. Der Bann um die Baracke existiert nicht mehr. Ich öffne einen Weg durch die Campi. Schnell. Einer Eurer Ärzte muss sie weiter versorgen.”

“Danke.” Verwirrt und dankbar hielt der Mann Eileen seine Hand entgegen. “Wer bist du?”

Eileen zögerte. Sie durfte Identität nicht preisgeben.

“Das ist egal. Du musst dich beeilen. Deine Begleiterin muss ärztlich versorgt werden.”

Sie öffnete ein Portal für die Magier, drehte sich um und verschwand hinter einem Stapel Schrottautos.

Das war ja heute schnell erledigt. Sie beschloss bei Luigi einzukehren und ihre geliebte Spaghetti Bolognese al Forno zu bestellen. Luigi war ein wahrer Künstler, was die Zubereitung von Pasta betraf. Außerdem hatte sein Lokal kleine Nischen, in denen man unbeobachtet war.

Eileen öffnete die Lokaltür und schob den dunkelroten Samtvorhang zur Seite, der Gäste vor Zugluft schützen sollte.

Sofort bemerkte sie, dass etwas anders war als sonst.

Das Lokal war vollkommen menschenleer. Kein Gast, kein Kellner war zu sehen und auch Luigi stand nicht hinter seinem Tresen.

Eileens Sinne waren sofort allarmiert.

Langsam näherte sie sich der ersten Nische.

Vorsichtig blickte sie hinein.

Leer.

Auf dem kleinen Tisch sah sie einen Teller mit Salat und eine halb aufgegessene Pizza.

Eileen berührte den Pizzateller. Er war noch warm.

Was immer mit dem Gast geschehen war, es konnte noch nicht allzu lange her sein.

Sie ging zur nächsten Nische.

Auch hier war niemand. Nur halb aufgegessene Speisen befanden sich auf den Tellern.

In jeder Nische bot sich ihr das gleiche Bild. Was war hier nur geschehen?

Sie ging weiter in Richtung Küche und blieb plötzlich stehen.

Der Geruch, der aus der Küche drang, war nicht der von gebackener Pizza oder gebratenem Fleisch. Es war ein Geruch, den sie seit zwei Monaten nur zu gut kannte. Windudämonen. Hier hatten Windudämonen ihr Unwesen getrieben.

Vorsichtig öffnete Eileen die Pendeltür zur Küche. Das, was sie dann sah, ließ ihr das Blut in den Adern gefrieren.

An der Längsseite der Küche, dort auf der langen Arbeitsfläche, wo Luigi sonst seine Pizza belegte, türmten sich Leichenteile, tropfte Blut auf den gekachelten Boden und lief in unzähligen Rinnsalen zum Abfluss in der Mitte des Raumes.

Sie musste würgen. Sie musste hier weg.

Eileen lief durch die Küche, immer bedacht, nicht in eine der Blutlachen zu treten, die in großer Zahl den Boden bedeckten und verließ den Ort des Grauens durch den Hinterausgang.

Der Appetit war ihr vergangen.

In ihrem Unterschlupf angekommen, stand sie noch lange Zeit am Fenster ihres Wohnzimmers und blickte nachdenklich in die Dunkelheit.

Sie hatte die richtige Entscheidung getroffen. Nie war sie so sicher, wie in diesem Augenblick. Und die Zeit war nah, dem allen ein Ende zu bereiten.

Eileen zuckte erschrocken zusammen, als es an der Tür klopfte. Sie erwartete niemanden. Sie hatte mit niemandem Freundschaft geschlossen und dieses anonyme Mietshaus als Unterschlupf gewählt, weil sie hier sicher sein konnte von keinem der Nachbarn angesprochen zu werden.

Das Klopfen wurde immer lauter und fordernder.

Seufzend ging Eileen zur Tür.

„Was wollen Sie? Ich lasse um diese Zeit niemanden mehr herein.“ Sie wollte schon umdrehen und in ihr Wohnzimmer zurückkehren, als sie eine ihr bekannte Stimme hörte.

„Mach auf. Wir müssen mit Dir reden.“

Dennis. Es war Dennis. Eileens Herz klopfte wie wild vor Freude und Überraschung. Ihr Mann stand vor der Tür. Und er wollte mit ihr reden.

Doch dann verdunkelten sich ihre Gedanken. Dennis und die anderen Mitglieder seiner Gemeinschaft hielten sie für einen Dämon. Der Besuch konnte also nichts Erfreuliches bedeuten.

Eileen zog ihren Umhang, die Handschuhe und die Gesichtsmaske über und öffnete die Wohnungstür. Vor ihr standen ihr Ehemann und noch zwei andere Männer, die sie noch nie zuvor gesehen hatte. Die drei drängten sich an ihr vorbei in die Wohnung.

„Was wollt ihr?“ Eileen blickte Dennis direkt in die Augen. Wie gerne würde sie ihn in die Arme schließen, aber der feindselige Gesichtsausdruck der drei Männer hielt sie davon ab.

„Wir sind auf dem Schrottplatz angekommen, als Du gerade gehen wolltest. Wir sind Dir gefolgt. Der Hohe Rat fordert Dich auf vor ihm zu erscheinen. Wir werden Dich jetzt magisch fesseln und dann dort hinbringen. Wir sind zu dritt. Es hat also keinen Zweck, Widerstand zu leisten.“

Hinter ihrer Gesichtsmaske musste Eileen, trotz ihrer Trauer, dass sie von ihrem Mann offensichtlich gehasst wurde, schmunzeln. Ihre Gegenüber waren zu dritt. Trotzdem hätte sie sie ohne Probleme besiegen können.

Doch sie wollte diese Menschen nicht verletzen. Zudem war die Zeit gekommen, ihren Auftrag zu erfüllen. Sie spürte es deutlich.

Eileen lies sich also Fesseln anlegen und folgte den Männern durch die Campi in eine große holzgetäfelte Halle.

Sie sah sich um. Außer ihnen befanden sich noch andere Personen hier, die sie alle feindselig anstarrten. Niemand sprach ein Wort.

Nach wenigen Augenblicken öffnete sich eine Tür an der Stirnseite der Halle und sie wurde in einen Saal geführt, der an einen großen alten Gerichtssaal erinnerte.

Ihr gegenüber saßen, hinter langen Eichentischen, zwölf in schwarze Gewänder gehüllte Personen. Sie schienen alle sehr alt zu sein.

Man führte Sie in die Mitte des Raumes. Sie spürte, dass sich der Raum hinter ihr mit Leuten füllte.

„Nehmt ihr die Fesseln ab. Es sind genügend Magier hier, die sie bewachen können.“ Einer der schwarz gekleideten Männer erhob sich von seinem Platz und sah sie an, während Dennis ihr die magischen Fesseln abnahm.

„Schlag bitte die Kapuze zurück und entferne die Maske, damit wir Dein Gesicht sehen können.“

„Das werde ich nicht tun. Es ist noch nicht an der Zeit“, erwiderte Eileen.

Ein ungläubiges Murmeln ging durch den Raum. Man hatte offensichtlich nicht erwartet, dass sie sich den Anweisungen widersetzen würde. Sie bemerkte, dass einer ihrer Bewacher an sie herantrat. Offensichtlich wollte er ihr das Gesicht mit Gewalt entblößen.

„Halt! Lasst sie.“ Eine alte Frau am Ende der Tischreihe hatte ihre Hand erhoben. Und zu Eileen gewandt: „Zunächst einmal will ich hier die bekannten Tatsachen aufzählen. Du bist Eileen. Die Frau von Dennis. Vor zwei Monaten wurdest Du von einem Windudämon gebissen, hast Dich dann selbst in einen Windudämon verwandelt und bist seither auf der Flucht.“


Schicksal

Offenbar erwartete sie nur eine einfache Zustimmung zu ihren Ausführungen. Mit Erstaunen vernahm sie und die übrigen Anwesenden dann, dass ein „Nein, nicht so ganz.“ in einem festen Tonfall von Eileen kam.

„Was meinst Du mit: Nicht so ganz? Du bist gebissen worden. Du hast dich verwandelt und du warst auf der Flucht. Was stimmt daran nicht?“ Fragend blickte sie Eileen an.

„Nun, ich bin in der Tat gebissen worden. Ich war auf der Flucht. Ich habe mich verwandelt. Das ist alles richtig. Aber ich habe mich nicht in einen Windudämon verwandelt.“

„Das ist unmöglich.“ Eine männliche Stimme vom anderen Ende des Raumes schrie zu ihr herüber. „Jeder, der von einem Windu gebissen wurde, wird auch eins von den Biestern. Meine Frau und meine Kinder wurden auch…“ Die Stimme des Mannes versagte.

„Es ist möglich. Aber sie haben noch niemals…“ Die alte Frau sah Eileen entgeistert an. Dann wandte sie sich zu ihrem Nebenmann. „Erinnerst Du Dich? Erinnerst Du Dich an die Prophezeiung, die wir damals so beeindruckend fanden?“

„Wie kann ich sie jemals vergessen. Wir mussten damals zur Strafe 100 Prophezeiungen abschreiben. An die Eine werde ich mich immer erinnern.“ Er konnte ein Lachen nicht unterdrücken, als er an den Schabernack dachte, für den sie beide vor mehr als 70 Jahren diese sehr umfangreiche Strafe bekommen hatten. „Ich erinnere mich noch an jedes Wort:

In fernen Zeiten wird eine kommen,
erheben wird sie sich aus dem eigenen Dunkel
aufsteigen wird sie in die lichtesten Höhen des Seins.
Geschmäht, gejagt und gehasst von den Ihren,
wird sie sich opfern für sie,
denn sie liebt sie mehr als ihr eigenes Leben.“

Stille. Niemand wagte zu sprechen. Immer wieder sahen die im Raum Anwesenden abwechselnd zu den beiden alten Magiern und zu Eileen.

„Willst Du uns jetzt dein Gesicht zeigen? Bitte.“ Die alte Frau sprach in einem sanften Ton zu ihr. Sie schien zu verstehen. Also streifte Eileen zunächst ihre schwarzen Handschuhe ab, löste die Halterung der Gesichtsmaske und streifte sie zusammen mit der Kapuze herunter.

Ein Aufschrei ging durch den Raum.

Vor ihnen stand eine Frau mit leuchtendem, fast durchsichtigem Körper. Das lange, strahlendweiße Haar berührte fast den Boden.

„Was ist mit Dir geschehen? Mein Gott, was ist aus Dir geworden?“ Dennis konnte sich nicht mehr zurückhalten, lief zu seiner Frau und schloss sie fest in seine Arme.

„Der Dämon hatte mich infiziert. Als Du mich zur Untersuchung gebracht hast, wurde im Nebenraum davon gesprochen, dass nur die Mächtigen mir helfen können. Nun, ich wusste nichts von diesen Mächtigen. Trotzdem habe ich sie angerufen sie angefleht mir zu helfen. Und sie haben mir tatsächlich geantwortet. Sie haben mir angeboten dafür zu sorgen, dass ich mich nicht in einen Dämon verwandele. Stattdessen würden sie mich mit großer Macht ausstatten. Danach zeigten sie mir drei alternative Zeitlinien. Sie ließen mir die Wahl zu entscheiden, welche Zukunft Wirklichkeit wird.

Es existiert ein Riss zwischen den Dimensionen, durch den die Dämonen zu uns kommen. Heute Nacht wird er zu einem permanenten, weiten Durchgang.

Ich habe nun folgende Alternativen vorgestellt bekommen, zwischen denen ich wählen durfte.

In der ersten Alternative tue ich nichts. Die Dämonen werden wie die Heuschrecken über die Erde herfallen und alles Leben, auch mich, vernichten.

In der zweiten Alternative nutze ich meine Macht und begebe mich in eine andere, friedliche Dimension und überlasse Euch Eurem Schicksal.

In der dritten Alternative begebe ich mich in den Riss, verschließe und versiegele ihn von innen und lasse ihn, mit Hilfe meiner Magie, implodieren. Ihr wärt vor der Vernichtung gerettet.“

Dennis sah sie mit Tränen in den Augen an, als sie fortfuhr: „Ich habe nicht einen Augenblick gezögert, die dritte Alternative zu wählen. Nun ist es Zeit für mich zu gehen.“

Sie küsste ihren Mann zärtlich, öffnete einen Weg durch die Campi und ging hindurch, ohne sich noch einmal umzusehen.

Eine Woche war vergangen. Eine Woche, in der kein Dämonenangriff mehr vorgekommen war. Eine Woche, in der Dennis und Rebecca sich gegenseitig ob des großen Verlustes trösteten.

Heute sollte im großen Saal der Gemeinschaft eine Gedenkveranstaltung für Eileen stattfinden.

Magier aus allen Ländern waren erschienen, um ihr die Ehre zu erweisen.

Der Saal war mit Menschen gefüllt, wie schon seit langer Zeit nicht mehr.

Rebecca stand mit ihrem Vater neben einer Statue ihrer Mutter, die noch mit einem großen Laken bedeckt war. Die ersten Reden waren bereits vorgetragen worden und man war soweit, die Statue feierlich zu enthüllen.

Ein kleiner Magier betrat gerade das Rednerpodest, als es geschah.

Ein gleißender Blitz erhellte die Halle. Eine Gestalt in fließende Gewänder gehüllt, trat aus dem Leuchten, das dem Blitz folgte.

Mit einem Schlag war das Leuchten verschwunden und die anwesenden Magier versuchten krampfhaft ihre Augen wieder an das normale Licht zu gewöhnen.

Die Gestalt schritt bedächtig auf die Statue zu, hob langsam das Laken, blickte darunter und eine freundliche, weibliche Stimme fragte: „Dennis, sei ehrlich. Hab ich wirklich so starke Hüften?“

„Mutti!“ Rebecca lief auf die Gestalt zu, die sie liebevoll in ihre Arme schloss.

„Eileen? Du lebst?“ Auch Dennis war auf sie zugelaufen und umarmte seine verloren geglaubte Frau stürmisch.

„Was ist geschehen. Wir haben alle gedacht….“

Eileen legte einen ihrer Finger auf seinen Mund um seinen Redeschwall zu stoppen.

„Und ihr hattet Recht. Diese Implosion kann kein Mensch überleben. Ich bin gestorben. Aber die Mächtigen haben mir eine besondere Aufgabe gegeben. Ich bin eine Seelenbegleiterin. Ich führe die Seelen zu ihrem letzten Bestimmungsort.“

„Dann… Dann wirst Du uns wieder verlassen?“ Dennis konnte seine Tränen nicht mehr zurückhalten.

„Du brauchst Dir keine Sorgen machen. Mir ist gestattet worden so lange bei Dir zu bleiben, bis ich auch Deine Seele auf ihrer letzten Reise begleite. So lange darf ich mit Euch zusammenleben. Kommt lasst uns heimgehen.“

Eileen öffnete für sich, Dennis und Rebecca ein Portal und führte sie heim.

Als Dennis Zeit gekommen war, ging er ohne Furcht seinen letzten Weg, begleitet von seiner Eileen.

Ende.

Copyright (C) 2010 by Barbara Wegener.

Bildrechte: Coverillustration “Fremdwesen01” (TN-20110131041632-4c05fc6e.jpg) © 2011 by Lothar Bauer. Nutzung mit freundlicher Genehmigung des Künstlers unter Nennung seiner Webseite: Chaosriggers kleine Welt Blog – http://www.chaosrigger.org/chaosblog

Bildbearbeitung: Bearbeitete Coverillustration “Fremdwesen01-100-65-100.jpg” (Originaltitel: TN-20110131041632-4c05fc6e.jpg) © 2011 by Detlef Hedderich. Nutzung nur mit Genehmigung des Künstlers Lothar Bauer unter Verwendung des Originals.

Lesetip der Autorin:

Hallaway, Tate
Nicht schon wieder ein Vampir!

Übersetzt von Görnig, Antje
Verlag :      LYX
ISBN :      978-3-8025-8284-4
Einband :      kartoniert
Preisinfo :      9,95 Eur[D] / 10,30 Eur[A] / 15,90 CHF UVP
Alle Preisangaben in CHF (Schweizer Franken) sind unverbindliche Preisempfehlungen.
Legende: UVP = unverbindliche Preisempfehlung, iVb = in Vorbereitung.
Seiten/Umfang :      352 S. – 18,0 x 12,4 cm
Produktform :      B: Einband – flex.(Paperback)
Erscheinungsdatum :      15.01.2010


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Garnet Lacey ist wegen ihrer magischen Talente auf der Flucht vor den Agenten des Vatikan. Zur Tarnung arbeitet sie in einem okkulten Buchladen, denn wer würde ausgerechnet dort eine waschechte Hexe vermuten? Da spaziert eines Tages der sensationell gut aussehende Sebastian in ihren Laden. Mit ihrem hellseherisch geschulten Auge erkennt Garnet sofort, dass Sebastian nicht die Aura eines Sterblichen besitzt. Der charmante Fremde ist ein Vampir – und er besitzt ein Buch mit mächtigen Zauberformeln. Doch auch Sebastian wird von den Agenten aus Rom verfolgt … Erster Roman einer neuen Vampirserie voller Witz und Erotik. „Tate Hallaway ist eine begnadete Erzählerin. Nicht schon wieder ein Vampir! hat mich bis zur letzten Seite gefesselt.“ Mary Janice Davidson

Tate Hallaway ist Amateur-Astrologin, praktizierende Hexe und Vampir-Fan, seit sie in der Highschool die Horror-Romane von Poppy Z. Brite gelesen hat. Sie lebt heute in Minnesota.

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PRESSE-TIP: Die zehn größten Gesundheitsrisiken für Frauen! * Kauftip der Redaktion: Müller, Sven-David: Gesundheitsrisiko Heilfasten – Wie Heilfasten die Gesundheit schädigen kann und wie man besser dauerhaft abnimmt.

Erstellt von Detlef Hedderich am 26. September 2010

PRESSEMELDUNG (ZITAT): “Yahoo! Magazin – 26. September 2010 – Frauen sterben an den Folgen eines Schlaganfalls häufiger als Männer. Wie kann man sich schützen? (…)”

Gesamte Pressemeldung lesen.

Kauftip der Redaktion:

Müller, Sven-David
Gesundheitsrisiko Heilfasten

Wie Heilfasten die Gesundheit schädigen kann und wie man besser dauerhaft abnimmt

Verlag :      Schlütersche
ISBN :      978-3-89993-563-9
Einband :      Paperback
Preisinfo :      12,90 Eur[D] / 13,30 Eur[A] / 20,50 CHF UVP
Alle Preisangaben in CHF (Schweizer Franken) sind unverbindliche Preisempfehlungen.
Legende: UVP = unverbindliche Preisempfehlung, iVb = in Vorbereitung.
Seiten/Umfang :      ca. 96 S., 49 Farbfotos – 21,0 x 15,5 cm
Produktform :      B: Einband – flex.(Paperback)
Erscheinungsdatum :      25.03.2009

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Nach Ansicht führender Ernährungswissenschaftler und Ärzte bringt (Heil-)Fasten so gut wie nichts. Zum Abnehmen ist es ungeeignet. Es birgt sogar große Gefahren für die Gesundheit, vor allem für Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Trotzdem hat sich Fasten zu einer alternativen „Heilmethode“ entwickelt. Dieses Buch belegt, dass Fasten ein bedeutender wirtschaftlicher Faktor in der Naturheilkunde auf dem Rücken der Fastenden ist. Es klärt über die Risiken und Gefahren des Fastens auf und macht Schluss mit der Verharmlosung.

Sven-David Müller ist Autor zahlreicher Ernährungsratgeber und Fit for Fun-Ernährungsexperte. Er ist regelmäßiger Gast in Hörfunk und Fernsehen. Sven-David Müller ist Vorstandsmitglied des Bonner Fördervereins für Diätetik (BFD) e. V. und Schriftleiter der führenden ernährungsmedizinischen Zeitschrift Ernährung und Medizin. Der Diätassistent und Diabetesberater ist außerdem Geschäftsführer bei der Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik e. V.

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PRESSE: Ein Mini-Plus für Hartz-IV-Empfänger! * Kauftip der Redaktion: Simbeck, Kathrin: Soziale Arbeit mit Arbeitssuchenden – Aspekte handlungswissenschaftlich-orientierter Sozialer Arbeit im Kontext der Hartz-IV-Problematik.

Erstellt von Detlef Hedderich am 26. September 2010

PRESSEMELDUNG (ZITAT): “Yahoo! Magazin – 26. September 2010 – Um grade mal fünf Euro sollen die Regelsätze für Langzeitarbeitslose erhöht werden. (…) Wie es aus Koalitionskreisen hieß, haben Berechnungen des Statistischen Bundesamtes ergeben, dass die bisher gezahlten Beträge für Kinder zwischen 1 und 12 Euro zu hoch angesetzt sind. (…) «Hartz IV soll das Existenzminimum sichern. Der Grundbedarf ist unantastbar, aber Genussmittel wie Alkohol und Tabak gehören nicht dazu.» (…) Eine Mehrheit der Bundesbürger ist gegen eine Erhöhung der Regelsätze. Nach einer Emnid-Umfrage für die «Bild am Sonntag» sprechen sich 56 Prozent gegen eine Anhebung aus. 14 Prozent davon sind der Meinung, die Sätze für Hartz-IV-Empfänger sollten gekürzt werden.”

Gesamte Pressemeldung lesen.

Kauftip der Redaktion:

Simbeck, Kathrin
Soziale Arbeit mit Arbeitssuchenden

Aspekte handlungswissenschaftlich-orientierter Sozialer Arbeit im Kontext der Hartz-IV-Problematik

Verlag :      Tectum
Website: http://www.tectum-verlag.de
ISBN :      978-3-8288-2439-3
Einband :      Paperback
Preisinfo :      24,90 Eur[D] / 24,90 Eur[A] / 38,10 CHF UVP
Alle Preisangaben in CHF (Schweizer Franken) sind unverbindliche Preisempfehlungen.
Legende: UVP = unverbindliche Preisempfehlung, iVb = in Vorbereitung.
Seiten/Umfang :      ca. 110 S. – 21,0 x 14,8 cm
Produktform :      B: Einband – flex.(Paperback)
Erscheinungsdatum :      1. Aufl. 09.2010

Medien :
Inhaltsverzeichnis(PDF)

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„Die“ wollen ja nicht arbeiten, oder?! Arbeitslosigkeit ist seit geraumer Zeit ein enormes gesellschaftliches Problem, das ganze Bevölkerungsteile nachhaltig ausgrenzt. Soziale Arbeit besitzt das Potenzial, gesellschaftliche Notlagen zu erkennen und – unter Berücksichtigung der veränderten Lebenswirklichkeit Arbeitssuchender nach der Hartz-IV-Reform – effektive Hilfe anzubieten. Wie also kann Soziale Arbeit in Zeiten von Hartz IV für und mit Arbeitssuchende(n) gestaltet werden?

Soziale Arbeit kann mehr sein als nur „Staatsgehilfe“: Anhand des handlungswissenschaftlich-orientierten Ansatzes nach Silvia Staub-Bernasconi, Werner Obrecht und Kaspar Geiser zeigt Kathrin Simbeck beispielhaft auf, was Soziale Arbeit leisten kann, wenn sie über das hinausgeht, was an Vorgaben von Politik, Gesetzgeber, Trägern und anderen an sie herangetragen wird.

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FELIX, DER KLEINE HELD – Katzen-Kurzkrimi von Susan Ott

Erstellt von Detlef Hedderich am 26. September 2010

Felix, der kleine Held


Katzen-Kurzkrimi

von

Susan Ott

Felix sehnte sich nach seinem Zuhause. Seit vier Tagen schon saß er vor der Gittertür, verweigerte das Essen, lediglich etwas Wasser hatte er zu sich genommen.

Er wollte heim. Endlich heim.

Auf der anderen Seite des weitläufigen Geländes jaulte verloren ein Hund. Felix hatte noch nie etwas für Hunde übrig gehabt. Aber mittlerweile hatte er Mitleid mit dem Tier.

Es war genauso ein Gefangener, wie er selbst.

Eine langhaarige, weiße Katzendame schlich auf leisen Sohlen auf ihn zu. Felix beachtete sie nicht. Er wollte keine Freundschaft. Er wollte zu seiner Familie. Außerdem hatte er schon einen Freund. Tobias.

Tobias brauchte ihn. Felix wusste, dass Tobias in großer Gefahr schwebte.

Aus dem Nebenzimmer, in dem der dicke Kerl mit der Brille saß, der offenbar auf alle Gefangenen aufpassen sollte, drangen leise Stimmen zu ihm. Radio. Der Mann hörte Radio.

Felix spitzte die Ohren, als der Name von Tobias Eltern genannt wurde.

Der Nachrichtensprecher berichtete, dass die Polizei noch immer keinen Hinweis auf den Entführer hatte. Eine Lösegeldforderung sei, obwohl der Junge schon vier Tage vermisst würde, noch nicht eingegangen und man rechnete mit dem Schlimmsten.

Dann war da diese vertraute Stimme. Tobias Mutter flehte den Entführer an, ihrem einzigen Sohn kein Leid zuzufügen. Ihre Stimme stockte immer wieder.

Felix glaubte, sein Herz würde zugeschnürt.

Er mochte diese Frau. Nicht so sehr wie Tobias, denn der erlaubte ihm, in seinem Bett zu schlafen und spendierte ihm immer Leckerbissen von seinem Abendbrotteller, aber die Zweibeinerin war immer freundlich zu ihm. Sie reinigte das Katzenklo, sorgte stets für sauberes Wasser in seinem Napf und wies Tobias zurecht, wenn der wieder einmal vergessen hatte, den Futternapf zu füllen.

Er musste aus seinem Gefängnis heraus. Unbedingt.

Felix wusste, dass er seinem Zweibeinern helfen konnte. Seine Nase war um so viel feiner als die der felllosen Lebewesen. Er würde seinen Tobias schon finden.

Felix erstarrte.

Schritte näherten sich seiner Zelle.

Der dicke Wächter machte sich bereit, die Futterschalen zu füllen.

Langsam drehte sich Felix herum und schlich zur hinteren Tür, durch die der dicke Zweibeiner in den letzen Tagen immer zu ihnen herein gekommen war.

Die Tür öffnete sich.

Der dicke Zweibeiner kam mit mehreren Schachteln Trockenfutter in den gekachelten Raum. Felix hob seine linke Pfote. Ganz vorsichtig, um den Wächter nicht auf sich aufmerksam zu machen, setzte er eine Pfote vor die andere und umrundete die Tür gerade in dem Augenblick, als der Mann die Tür hinter seinem Rücken schließen wollte.

Die erste Hürde war geschafft.

Nun musste er sich verstecken. Sobald der dicke Mann das Haus verlassen würde, wollte Felix mit ihm aus dem Gefängnisbau verschwinden.

Vor sich sah er eine Sitzreihe. Felix schnupperte daran.

Hier saßen offensichtlich immer Zweibeiner, die eines der Tiere aus den Gefängniszellen mit nach Hause nehmen wollten.

Hinter der Sitzreihe war genug Platz um sich zu verstecken. Felix setzte sich hinter eines der Sesselbeine.

Er zuckte zusammen. Ein leises Schnurren hatte ihn aus seiner Konzentration gerissen. Er blickte sich um.

Das durfte doch wohl nicht wahr sein. Diese weiße Schönheit war mit ihm aus der Zelle entwischt und setze sich neben ihn.

Felix bleckte kurz die Zähne, um sie darauf aufmerksam zu machen, dass sie nicht erwünscht war.

Das Mädel ignorierte seine feindselige Haltung und putze sich seelenruhig das rechte Bein.

„Was willst du hier?“, fragte er schließlich.

„Ich will hier raus“, antwortete sie „du glaubst doch nicht, dass ich mir die Gelegenheit entgehen lasse zu verschwinden.“

„Mach, was du willst“, entgegnete er resigniert und beobachtete die Tür zu seiner ehemaligen Zelle.

Der dicke Zweibeiner hatte ihre Flucht offensichtlich nicht bemerkt, denn er kam, lustig pfeifend, zurück und setzte sich an seinen Schreibtisch.

Felix beobachtete, wie er einen Leinenbeutel aus dem Schreibtisch nahm und eine blaue Thermoskanne sowie eine rote Butterbrotdose hineinstellte.

Bald war es soweit. Der dicke Mann bereitete sich auf seinen Feierabend vor.

Immer wieder sah er zur großen Uhr über der Tür.

Bald war es zehn und er konnte heimgehen.

Heimgehen… Felix schluckte. Er würde auch heimgehen. Er würde Tobias finden.

Der dicke Mann erhob sich endlich, zog eine schwarze Lederjacke an, nahm den Leinenbeutel und ging zur Tür.

Felix wartete, bis er den Schlüssel im Schloss drehte, die Tür öffnete und das Licht im Zimmer löschte.

Da spurtete er los, streifte kurz die stämmigen Beine des Mannes und schon atmete er die Luft der Freiheit.

Felix hielt nicht an.

Mit großen Sätzen spurtete er zum großen Baum neben dem hohen Gitter, der das Gelände einzäunte.

Mit zwei Sprüngen hatte er die ersten dicken Äste des Baumes erreicht, berechnete die Entfernung zum Boden auf der anderen Seite des Zaunes und sprang todesmutig.

Trotz des tiefen Falles, kam er sanft auf seinen vier Pfoten auf. Lediglich das merkwürdige Echo seines Aufsprungs irritierte ihn.

Schnell lief er weiter. Er wollte möglichst viel Entfernung zwischen sich und dem Gefängnis bringen. Er lief und lief und lief.

Erst, als er eine große Baumgruppe erreicht hatte, blieb er stehen, um sich zu orientieren.

Sein Zuhause lag schräg links vor ihm. Er würde nur wenige Kilometer laufen müssen.

Vor ihm lag die Baumgruppe, dahinter war eine große Straße, auf der um diese Uhrzeit aber kaum Autos fuhren, hinter ihm lag das Gefängnis und rechts neben ihm…. saß die weiße Katze und beobachtete ihn neugierig.

„Was willst du?“, fragte er genervt. „Du bist entkommen, also verschwinde endlich.“

„Ich weiß aber nicht, wohin ich gehen soll“, antwortete sie traurig. „Meine Zweibeinerin ist gestorben und da hat man mich hierher gebracht. Ich habe kein Zuhause mehr.“

Felix sah, dass Tränen in ihren Augen standen. Er seufzte.

„Ich kann dich aber nicht mitnehmen. Ich muss meinen Zweibeiner retten. Das wird gefährlich. Zu gefährlich für dich.“

Die weiße Katze blickte traurig zu Boden.

„Ich versteh schon. Du kannst mich auch nicht gebrauchen. Niemand braucht mich.“ Ihre Stimme wurde immer leiser und trauriger.

Felix wehrte sich, aber langsam bröckelte sein Widerstand.

„Gut. Du kannst mich begleiten. Aber du tust genau dass, was ich dir sage. Und ich werde dir nicht helfen, wenn du in Schwierigkeiten kommst.“

Die Augen der weißen Katze blitzten glücklich auf.

„Danke. Ich heiße übrigens Bella.“

Felix sah sie sich genauer an. Schnuckelig sah sie ja aus. Doch genug. Tobias war in Gefahr. Tobias brauchte seine Hilfe.

Er sprintete los und durchquerte die Baumgruppe. Ein weißer Wollknäuel rannte an seiner Seite.

Hinter zwei Autos rasten sie über die Straße. Weiter und weiter liefen sie. Felix hätte sich normalerweise an der schnellen Hatz erfreut, wenn sein Herz nicht voll Sorge um seinen Freund Tobias gewesen wäre.

Sie rannten Stunde um Stunde.

Der volle Mond erhellte den Himmel.

Bald kamen Felix die Gerüche der Umgebung bekannt vor. Er näherte sich seinem Zuhause.

Ein letzter Sprung über die breite Buchsbaumhecke und das Haus, in dem er geboren war, lag vor ihnen.

Trotz der späten Nachtstunde, waren die Fenster im Erdgeschoss hell erleuchtet. Felix rannte in Richtung der geöffneten Terrassentür und wollte schon laut maunzend ins Zimmer stürmen, als ihn eine innere Stimme davon abhielt. Stattdessen blieb er im Schatten des großen Pflanzkübels, der direkt neben der Tür schon seit Jahren seinen Platz hatte, stehen und lauschte. Bella hatte sich neben ihn gesellt und blickte ihn fragend an.

Sein Fell sträubte sich, als er den Zweibeiner sah, der das Zimmer hinter der Terrassentür betrat und seiner Zweibeinerin eine Tasse mit einer dampfenden Flüssigkeit reichte.

Er kannte diesen Mann. Sein Grundstück grenzte direkt an das seiner Zweibeiner. Felix verstand nicht, warum seine Menschen den verschlagenen Blick des Mannes nicht erkennen konnten.

Er selbst hatte von Anfang an gewusst, dass man dem Kerl nicht trauen konnte.

„Trink das, meine Liebe. Der Tee wird Dir gut tun.“ Der Mann hatte ein Lächeln aufgesetzt.

„Die Polizei wird Tobias schon finden. Ich werde jetzt gehen. Wenn Ihr etwas hören solltet, könnt ihr mich jederzeit anrufen.“ Tröstend legte er eine Hand auf die Schulter der Zweibeinerin.

„Danke für Deine Hilfe“, kam aus der anderen Ecke des Zimmers, die Felix nicht einsehen konnte. Offensichtlich stand Tobias Vater neben dem großen Esstisch auf der rechten Seite des Raumes. „Ich bringe Dich zur Tür.“

Nun kam auch Tobias Vater in Felix Blickfeld. Sein Gesicht war genau so blass, wie das seiner Frau. Gemeinsam mit dem unheimlichen Kerl verließ er das Zimmer.

Felix überlegte.

Er hatte dem fremden Kerl noch nie getraut. Sollte…. Nun, das ließ sich herausfinden.

Felix lief durch den Garten in Richtung der Haustür. Bella folgte ihm.

Sie kamen gerade rechtzeitig, um zu sehen, wie die beiden Männer sich verabschiedeten.

„Und jetzt?“, fragte Bella.

„Wir folgen dem Mann. Mit dem stimmt etwas nicht. Ich hab das im Gefühl“, antwortete Felix leise.

Der Mann ging langsam zu seinem eigenen Haus und bemerkte seine Verfolger nicht, die sich vorsichtshalber im Schatten der alten Eichenbäume hielten, die die Straße säumten.

Als Felix am Haus des Mannes angekommen war, stutze er. Der Nachrichtensprecher hatte gesagt, dass die Entführung vor vier Tagen stattgefunden hat.

Aber der Geruch, der ihm in die Nase stieg, war frisch. Tobias Geruch.

Felix umrundete zusammen mit seiner Begleiterin das Haus des Mannes.

Auf der Rückseite befanden sich die Kellerfenster. Hier war der Geruch besonders stark.

Felix war sich sicher. Tobias befand sich in diesem Haus und der unheimliche Zweibeiner war der Entführer.

Was sollte er aber jetzt tun? Felix überlegte.

Er selbst konnte nicht ins Haus. Alle Fenster und Türen, auch in der oberen Etage, waren fest verschlossen. Felix brauchte Hilfe.

„Wir müssen zurück und die beiden Zweibeiner holen. Sie sind nicht besonders helle. Es sind ja nur Menschen. Aber irgendwie müssen wir sie dazu bringen, uns hierher zu folgen“, raunte er Bella zu.

Gemeinsam liefen sie zurück.

Die Terrassentür stand immer noch weit offen und die Zweibeinerin saß immer noch schluchzend im Sessel. Felix sprang auf ihren Schoß und leckte ihr Gesicht. Sie schrie erschrocken auf.

Felix sprang herunter und lief zur Tür, dann wieder zu ihr zurück. Das wiederholte er mehrere Male.

„Felix, da bist Du ja wieder“, rief sie erfreut. „Wo warst Du denn so lange?“

Felix lief wieder zu ihr, so dass sie ihn kurz streicheln konnte und rannte dann wieder zur offenen Terrassentür. Dabei maunzte er aufgeregt.

„Der Kater will uns offenbar etwas zeigen.“

Gott sei dank, hatte der Mann es verstanden, dachte Felix. Hoffentlich folgt er mir.

Er rannte eine kurze Strecke in den Garten und blickte sich um. Die beiden Zweibeiner folgten ihm.

Am Haus des unheimlichen Mannes angekommen, sahen sich die beiden irritiert an.

„Warum hat Felix uns hierher geführt?“, fragte die Zweibeinerin.

„Ich habe keine Ahnung. Horst wird aber noch nicht im Bett sein. Ich werde mal bei ihm Klingeln. Irgendwie hab ich ein merkwürdiges Gefühl“, antwortete ihr Mann.

Das laute Schrillen der Türklingel durchbrach die Stille der Nacht. Nach wenigen Augenblicken wurde die Tür geöffnet und der unheimliche Mann stand ihnen gegenüber.

„Elke, Jörg. Ist etwas passiert?“ Er sah sie fragend an. Dann fiel sein Blick auf Felix und seine Augen wurden schmal. „Das… das ist nicht möglich. Der Kater ist im Fluss….“

Felix fauchte den Mann an, als die Erinnerung zurück kam.

Der Kerl hatte Tobias betäubt und als Felix seinen kleinen Freund verteidigen wollte, hatte er ihn gepackt, in ein Kopfkissen gesteckt und in den nahen Fluss geworfen. Er erinnerte sich, dass der Stoffbeutel mit ihm in seinem Innern schnell untergegangen war. Er hatte geschrieen. Er hatte getobt. Er hatte um sich getreten und gekratzt. Irgendwann, als er schon dachte, dass er seine sieben Leben verbraucht hätte und nun die letzte Reise antreten würde, gab der Stoff nach und er konnte sich aus dem Stoffbündel befreien. Mit letzter Kraft erreichte er das Ufer, an dem er vollkommen erschöpft zusammenbrach. Als er erwachte, lag er in der Gefängniszelle, zusammen mit anderen herrenlosen Katzen.

Wut stieg in ihm auf. Sein Schwanzfell und seine Rückenhaare sichteten sich auf. Ein Fauchen bahnte sich seinen Weg aus den Tiefen seiner Kehle.

Dann sprang er dem bösen Kerl ins Gesicht und krallte sich in ihm fest. Rache. Das war, was seine Gedanken beherrschte. Seine scharfen Krallen bohrten sich in die weiche Gesichtshaut des Übeltäters.

„Felix! Nicht!“ Die Zweibeinerin versuchte ihn zurück zu halten. “Felix!“, schrie sie und zerrte an dem Kater. Mittlerweile hatte sich auch Bella in den Oberschenkel des Mannes verkrallt und hieb ihre scharfen, langen Zähne in die Hand, mit der er versuchte, sie herunter zu reißen.

„Mutti!“

Plötzlich war es still. Felix hatte von dem Mann abgelassen und lauschte in die Dunkelheit des Hauses. Auch Bella hatte sich von ihrem Opfer gelöst und saß mit gespitzten Ohren neben Felix. Niemand rührte sich.

„Mutti!“

Der Mann, von dessen Gesicht Blut in dicken Tropfen auf den hellen Teppich zu seinen Füßen fiel, versuchte in aller Eile die Haustür zu schließen. Doch er hatte seine Rechnung ohne die beiden Zweibeiner und ihre vierbeinige Unterstützung gemacht.

Er wurde zurück gedrängt und stolperte rückwärts den dunklen Flur entlang.

„Mutti? Mutti, ich hab Angst.“

Felix stürmte, zusammen mit seiner weißen Partnerin, auf die Kellertür zu. Tobias musste sich dahinter befinden. Sie hörten es genau. Sie rochen ihn.

Die Zweibeinerin schloss schluchzend die Tür auf und öffnete sie.

Tobias stolperte heraus und fiel seiner Mutter in die Arme.

„Tobi!“ Sein Vater stürmte auf ihn zu und umarmte ihn glücklich.

Der böse Zweibeiner versuchte die Unaufmerksamkeit der anderen Menschen zur Flucht zu nutzen. Doch Felix und Bella hatten sich nicht ablenken lassen. Voller Wut stürzten sie sich erneut auf den Verbrecher und ließen erst von ihm ab, als Polizeibeamte, die von Tobias Eltern gerufen worden waren, dem Mann Handschellen anlegten.

Bella und Felix waren die Helden des Tages. Die Familie beschloss, auch die kleine Bella zu behalten.

Später teilte man der Familie mit, dass Tobias seinen Nachbarn dabei beobachtete, wie er gestohlenes Diebesgut in seinem Garten vergraben hatte. Daraufhin entführte er den Jungen.

Er konnte nicht sagen, was er weiter mit ihm vorhatte. Er gab an, sich darüber noch keine Gedanken gemacht zu haben.

Die Diebesbeute wurde geborgen und an die Eigentümer zurückgegeben.


- Ende -

Copyright der Kurzgeschichte (C) 2010 by Susan Ott
Copyright der Eingangszeichnung (C) 2010 by Susan Ott

Bildrechte: Coverillustration “Schwarze Katzen” (20110205113353-e67c2f3d.jpg) © 2011 by Lothar Bauer. Nutzung mit freundlicher Genehmigung des Künstlers unter Nennung seiner Webseite: Chaosriggers kleine Welt Blog – http://www.chaosrigger.org/chaosblog

Bildbearbeitung: Bearbeitete Coverillustration “Schwarze-Katzen-400×600-41-minus-100-41.jpg” (Originaltitel: 20110205113353-e67c2f3d-400×600.jpg) © 2011 by Detlef Hedderich. Nutzung nur mit Genehmigung des Künstlers Lothar Bauer unter Verwendung des Originals.

Lesetip der Autorin:


Schwartz, Gesa
Grim 01

Das Siegel des Feuers

Verlag :      LYX
ISBN :      978-3-8025-8303-2
Einband :      gebunden
Preisinfo :      19,95 Eur[D] / 20,60 Eur[A] / 30,50 CHF UVP
Alle Preisangaben in CHF (Schweizer Franken) sind unverbindliche Preisempfehlungen.
Legende: UVP = unverbindliche Preisempfehlung, iVb = in Vorbereitung.
Seiten/Umfang :      688 S. – 22,0 x 14,8 cm
Produktform :      B: Einband – fest (Hardcover)
Erscheinungsdatum :      15.03.2010


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Der Pariser Gargoyle Grim ist ein Schattenflügler, seine Aufgabe ist es, das steinerne Gesetz zu wahren, dass niemals ein Mensch von der Existenz seines Volkes erfahren darf. Doch eines Tages wird dieses Gesetz gebrochen und Grim begegnet der jungen Sterblichen Mia, die über eine besondere Gabe verfügt: Sie ist eine Seherin des Möglichen. Mia gerät in den Besitz eines rätselhaften Pergaments, das mit merkwürdigen Schriftzeichen bedeckt ist, die sie nicht entziffern kann. Kurz darauf wird sie von gefährlichen Anderwesen verfolgt. Gemeinsam beschließen Grim und Mia, das Geheimnis des Pergaments zu ergründen. Sie ahnen nicht, dass sie sich damit auf eine gefährliche Reise begeben. Denn sie sind einem Rätsel auf der Spur, das nicht nur ihr eigenes Leben bedroht, sondern das Schicksal der ganzen Welt …

Gesa Schwartz wurde 1980 in Stade geboren. Sie hat Deutsche Philologie, Philosophie und Deutsch als Fremdsprache studiert. Ihr besonderes Interesse galt seit jeher dem Genre der Phantastik. Nach ihrem Abschluss begab sie sich auf eine einjährige Reise durch Europa auf den Spuren der alten Geschichtenerzähler. Zurzeit lebt sie in der Nähe von Hamburg.

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PREISRÄTSEL / GEWINNSPIEL: 3 x 1 (KOSTENLOSES!) EXEMPLAR: Besser wird´s nicht! – Ein charmanter Angriff auf den weiblichen Optimierungswahn.

Erstellt von Detlef Hedderich am 25. September 2010

Besser wird´s nicht!
Ein charmanter Angriff auf den weiblichen Optimierungswahn

Herausgegeben von Lerz, Anja / Hübscher, Susanne
Verlag :      Brendow, J
ISBN :      978-3-86506-300-7
Einband :      Paperback
Preisinfo :      10,95 Eur[D] / 11,30 Eur[A] / 20,10 CHF UVP
Alle Preisangaben in CHF (Schweizer Franken) sind unverbindliche Preisempfehlungen.
Legende: UVP = unverbindliche Preisempfehlung, iVb = in Vorbereitung.
Seiten/Umfang :      ca. 112 S. – 18,8 x 12,0 cm
Produktform :      B: Buch
Erscheinungsdatum :      02.2010

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Wer in die Buchhandlungen geht, stellt fest: Es gibt eine schier unübersehbare Fülle von Büchern, die “uns Frauen” erklären, wollen, wie wir schöner, klüger, gelassener, erfolgreicher (um nicht zu sagen: pflegeleichter und wirtschaftlicher!) werden können. Egal, welchen Bereich des eigenen Lebens frau betrachtet, überall scheint es Verbesserungsbedarf zu geben. Wir brauchen nicht nur die perfekte Ehe, die perfekte Familie und die perfekte Karriere, sondern auch die perfekte Ernährung, das perfekte Sportprogramm … Höchste Zeit, sich charmant gegen den Optimierungswahn zur Wehr zu setzen.

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Preisrätsel 3 x 1 Exemplar: Wer ein Exemplar erhalten möchte einfach folgende Frage richtig beantworten und einsenden an sfbgewinne@buchrezicenter.de (im Betreff bitte den Gewinntitel angeben!):  Von wem wurde das vorliegende Buch herausgegeben? (Antwort auf unserer Homepage zu finden!) Sobald 30 richtige Mails eingetroffen sind, werden die Gewinner daraus gezogen, wie immer ist der Rechtsweg ausgeschlossen! Die Gewinner lauten: Peter Fischer, Maria Wolf und Angelika Reichel. HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH! WIR DANKEN AUCH UNSEREM SPONSOREN UND ALLEN TEILNEHMERN!

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PRESSE: Schlimme Panne – Krankenkasse bezeichnet Giftpilz versehentlich als essbar! * Buchtip der Redaktion: Gliem, Maurice / Schneider, Christine: Pilze finden! – Das 1×1 des Pilzefindens.

Erstellt von Detlef Hedderich am 25. September 2010

PRESSEMELDUNG (ZITAT): “Düsseldorf/Bielefeld (dapd). – Der Krankenkasse Vereinigte IKK ist in ihrer Mitgliederzeitschrift offenbar ein gefährlicher Fehler unterlaufen. In der aktuellen Ausgabe von “Aktiv und gesund” werde ein giftiger Waldpilz als essbar bezeichnet, schreibt die in Düsseldorf ansässige Krankenkasse auf ihrer Internetseite. Auch an die rund 1,6 Millionen Versicherten sei ein entsprechender Brief herausgegangen, berichtet das in Bielefeld erscheinende “Westfalen-Blatt” (Wochenendausgabe). (…)”

Gesamte Pressemeldung lesen.

Buchtip der Redaktion:

Gliem, Maurice / Schneider, Christine
Pilze finden!

Das 1×1 des Pilzefindens

Verlag :      Ulmer, E
ISBN :      978-3-8001-6920-7
Einband :      Paperback
Preisinfo :      9,90 Eur[D] / 10,20 Eur[A] / 17,50 CHF UVP
Alle Preisangaben in CHF (Schweizer Franken) sind unverbindliche Preisempfehlungen.
Legende: UVP = unverbindliche Preisempfehlung, iVb = in Vorbereitung.
Seiten/Umfang :      128 S., kartoniert mit Plastikhülle – 19,0 x 13,0 cm
Produktform :      B: Einband – flex.(Paperback)
Erscheinungsdatum :      28.06.2010

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Der Pilzwegweiser für Einsteiger:

- Pilze finden und sicher bestimmen
- Der richtige Zeitpunkt zum Pilze sammeln
- Die besten Rezepte: Einlegen, dörren oder gleich genießen
Pilze sammeln und dann genüsslich verspeisen das macht Spaß!
- Aber wo genau findet man die Leckereien? Bei welcher Witterung lohnt es sich, sich auf den Weg zu machen?
- Wie kann man Pilze sicher bestimmen und Verwechslungen vermeiden?
- Und wie verwertet man die gefundenen Schätze richtig?

In diesem Pilzführer steht alles, was Anfänger wissen müssen. So kann wirklich jeder Pilze sammeln!

Maurice Gliem, Nürnberg (Bayern), beschäftigt sich seit seiner Kindheit mit dem Sammeln und Verwerten von Pilzen und ist Mitglied der Mykologischen Gesellschaft.

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PRESSEMELDUNG: Die größten Gesundheitsrisiken bei Männern. * Buchtip der Redaktion: Treben, Maria: Männerkrankheiten – Vorbeugen – erkennen – heilen.

Erstellt von Detlef Hedderich am 25. September 2010

PRESSEMELDUNG (ZITAT): “Yahoo! Lifestyle – Geschrieben von Leadsatz, Fr, 24. Sep. 2010 16:14 - Welche Krankheiten stellen die größte Bedrohung für Gesundheit und Leben von Männern dar? Und vor allem: Was können wir tun, um vorzubeugen und das Risiko zu minimieren… (…)”

Gesamte Pressemeldung lesen.

Buchtip der Redaktion:

Treben, Maria
Männerkrankheiten

Vorbeugen – erkennen – heilen

Im Buch blättern

Verlag :      Ennsthaler
ISBN :      978-3-85068-803-1
Einband :      Paperback
Preisinfo :      12,60 Eur[D] / 12,90 Eur[A] / 19,90 CHF UVP
Alle Preisangaben in CHF (Schweizer Franken) sind unverbindliche Preisempfehlungen.
Legende: UVP = unverbindliche Preisempfehlung, iVb = in Vorbereitung.
Zukünftige Preise :      Eur[D] gültig ab 01.01.2011: 14,50 / Eur[A] gültig ab 01.01.2011: 14,90 / CHF gültig ab 01.01.2011: 22,90
Seiten/Umfang :      184 S., zahlr. farb. Ill. – 21,0 x 13,5 cm
Produktform :      B: Einband – flex.(Paperback)
Aus der Reihe :      Gesund mit Maria Treben

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Maria Treben hält auch für viele Krankheiten, die vor allem Männer betreffen, ihr Kräuterwissen parat. Dass bei Haarausfall Brennnesselwaschungen helfen und wie heilend das Kleinblütige Weidenröschen bei Prostata-Problemen wirkt, führt die Kräuterexpertin neben vielen anderen Ratschlägen im vorliegenden Band aus. Die Krankheiten sind alphabetisch angeordnet, bereits erzielte Heilerfolge unterstreichen die Wirksamkeit der empfohlenen Heilkräuter.

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Afternoon Tea mit Aileen P. Roberts

Erstellt von Galaxykarl am 25. September 2010

Autorenlesung im Herzen Fürths

Nein, nein, nicht was Sie denken. Ich spreize meinen kleinen Zeigefinger nicht ab! Der „Afternoon Tea and Reedings“ ist ein fester Termin im Café „Lebenslust“ im Herzen Fürths i. Bay. Zumindest für die Freunde schottischer Kultur. Jeweils am letzten Freitag im Monat zwischen 16.00 und 18.00 Uhr kann man Lesungen abwechselnd in Deutsch und Englisch erleben. Das fränkische Fürth und das schottische Renfrewshire sind seit vielen Jahren Partnerstädte. Und da passt es wie die Faust eines Highlanders auf das Auge eines englischen Besatzers, dass zu schottischem Tea und typischen Snacks – Scones (saulecker) – auch noch Literarisches mit schottischem Hintergrund das Ohr erfreut.

Aileen „P.“ Roberts las aus ihrem Roman „Rhiann – Nebel über den Highlands“. Nun ist das Café „Lebenslust“ ein Kleinod im wahrsten Sinne des Wortes. Laut Auskunft der beiden Betreiberinnen Birte Baumgärtner und Monika Ginser das kleinste freistehende Gebäude in Fürth, mit malerischem Eingang, verwinkeltem Verkaufsraum und sau-gemütlichem oberen Stockwerk, in dem gerade mal 25 Leute Platz finden. Das ist Vor- und Nachteil gleichermaßen, die Stimmung ist eher familiär, der Funke zwischen Autorin und Publikum sprang sofort über. Schottische Fans meets Schottland-Roman, schöner geht es nicht.

Warum ich das P im Namen der Autorin in Anführungsstriche setze? Na, weil sie mir verraten hat, dass das P für Pictsie steht. Die mythischen Pikten, also die sagenumwobenen Vorfahren der schottischen Kelten, sollen nach Lesart der Freunde der Autorin wie diese recht quirlig gewesen sein. In der Realität waren sie knallharte Krieger, die den Römer das Leben mehr als schwer machten.

Aileen P. Roberts fühlt sich sichtlich wohl, startet mit einer kleinen Einführung in die Romanhandlung, in der es nicht nur um Schottland-Ponys und die 16-jährige Mara als Au-pair-Mädchen geht. Kein Kinderroman, eher ein Zwischending, aus Jugend- und Liebesroman. Wobei sich Letzteres definitiv auch auf das Land bezieht. Zitate mit skurrilen Schottendialekten bringen beide – Publikum und Autorin zum Lachen, mancher erkennt gurrend-rollende R´s aus seinem letzten Urlaub. Leseproben mit Zwischenerklärungen lockern das Ganze auf. Ein leichter Termin: Die perfekte Zielgruppe trifft auf eine Autorin, welche die Begeisterung für Land und Leute mit den Zuhörern teilt.

Als nach viel zu rasch verstrichener Zeit die Gäste das Café verlassen, regnet es. „Bestes Schottland-Wetter“ kommentiert ein netter Herr lächelnd und streicht sich den grauen Bart. Unwillkürlich stellt man ihn sich in einem Kilt und Dudelsack vor. Und natürlich mit einer heißen Tasse Earl Grey in der Hand.

Copyright © 2010 by Werner Karl

Bisher erschienen:
Rhiann – Nebel über den Highlands (2006)
Rhiann – Sturm über den Highlands (2006)
Die Tochter des Mondes (2007)
Dìonàrah – Das Geheimnis der Kelten Band I (2007)
Rhiann – Verschlungene Pfade (2007)
Kurzgeschichte “Das Licht der Sterne” veröffentlicht in “Sternenstaub” (2007)
Dìonàrah – Das Geheimnis der Kelten Band II (2008)
Jenseits des Nebelmeers (2008)
Deana und der Feenprinz – Ciarans Geheimnis (2008)
Deana und der Feenprinz – Highlandsommer (2009)
Thondras Kinder – Die Zeit der Sieben (2009)
Thondras Kinder – Am Ende der Zeit (2009)
Im Schatten der Xashatâr (2010)

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DIE INSEL DER NYRMENGEISTER – Fantasy-Story von Aileen P. Roberts

Erstellt von Aileen P. Roberts am 25. September 2010

DIE INSEL DER NYRMENGEISTER

Fantasy-Story

von

Aileen P. Roberts

(Diese Story ist ein Auszug aus dem Fantasyroman “Dìonàrah – Das Geheimnis der Kelten”)

Kurzbeschreibung:
Ceara O´Reilley, eine junge Archäologiestudentin, hatte eigentlich nie wieder nach Irland zurückkehren wollen. Doch dann geschieht bei Ausgrabungen etwas, das ihr Leben verändert.
Im Grab eines keltischen Clanführers entdeckt Ceara ein geheimnisvolles Tor, welches sie magisch anzuziehen scheint. Ausgerechnet mit Eric, den sie überhaupt nicht ausstehen kann, landet sie am Tag der Sommersonnenwende plötzlich in einer fremden und mystisch anmutenden Welt.
Ehe die beiden begreifen können, was gesehen ist, werden sie auch schon angegriffen.
Was hat es mit den mysteriösen Dämonenreitern und den todbringenden Schattenwölfen auf sich? Wer sind die schöne Fiilja Fio´rah und der geheimnisvolle Krieger Daron, der sie in letzter Sekunde rettet? Und warum soll ausgerechnet Ceara der Schlüssel zur Befreiung Dìonàrahs sein?
Für die junge Irin ist dies alles unbegreiflich, aber Krethmor, der Schattenmagier, fürchtet sie, während sein Erzfeind Myrthan all seine Hoffnung in sie legt.
Die Jagd auf die sieben magischen Runen beginnt …

Die Insel der Nyrmengeister

Der nächste Morgen brach neblig an, doch es war nicht mehr ganz so bitterkalt wie in den letzten Tagen. Nach einem Früh­stück aus halb gefrorenen Beeren brachen sie auf. Es ging weiter durch das felsendurchsetzte Land. Nur hier und da ragten Büsche oder verkrüppelte Bäume aus dem Boden und auch Gras wuchs nur vereinzelt. Trotzdem hatte diese felsige Landschaft einen gewissen, eigenwilligen Reiz. Die vielen bizarren Felsformationen sahen sehr ungewöhnlich und geheimnisvoll aus und aus manchen Felsspalten ragten schon die ersten Frühlingsblumen.

Einmal hörte die kleine Gruppe das Geklapper von beschlagenen Hufen und Fio´rah verschwand, um die Dämonenkrieger abzulenken. So erreich­ten die vier ungleichen Gefährten den Rand des Nyrmensees, als die Sonne ihren höchsten Punkt bereits überschritten hatte.

»Wow, der See ist groß«, staunte Eric und kniff die Augen zusammen.

»Der Nyrmensee ist beinahe so groß wie ganz Huellyn«, erklärte Fio´rah.

Ceara blickte nachdenklich auf die endlos scheinende, glitzernde Oberflä­che des Sees. In der Ferne konnte sie wabernde Nebelschwaden ausmach­en.

»Wie kommen wir hinüber?«

»Der See ist im Winter dick gefroren, das ist ein Vorteil. Die Seeunge­heuer bleiben unter dem Eis.«

»Sehr beruhigend«, knurrte Eric und setzte vorsichtig einen Fuß auf die eisige, glitzernde Oberfläche des Sees.

»Gut«, meinte Fio´rah, »ihr könnt morgen gehen. Ich werde versuchen, die Reiter abzulenken.«

»Wieso sind diese Furchenfratzen eigentlich hinter uns her?«, fragte Eric skeptisch und sprang wieder auf festen Boden, als unter dem Eis eine merk­würdige, schlangenförmige Kreatur herum schwamm.

»Ich befürchte, Krethmor und seine Schergen haben ebenso wie ich bemerkt, dass sich das Weltentor geöffnet hat«, erwiderte die Fiilja.

»Weltentor!«, rief Ceara aus. So wurde es also genannt. »Wie hast du es bemerkt, Fio´rah?«

»Oh, es war wie eine ganz feine Erschütterung, eigentlich kaum wahr­nehmbar. Nur magische Geschöpfe können es spüren, oder vielleicht auch sehr feinfühlige Menschen, die ein Weltentor in ihrer Nähe haben. Kreth­mor hat eines in Kes´kadon. Eines steht in Myth´allan und ein weiteres soll auf der Feeninsel sein. Das in Thindas wurde zerstört. Ich wusste gar nicht, dass es ein fünftes gibt.« Fio´rah seufzte. »Ich spürte, dass die Magie aus dem Waldreich von Fearánn kam und brach so schnell ich konnte dorthin auf. Doch zum Glück war Daron bereits in der Nähe und hat euch geholfen.«

»Na, zum Glück sind wir nicht bei diesem Krethmor rausgekommen«, stellte Ceara schaudernd fest.

»Ja, das war wirklich Glück. Aber man weiß ohnehin nicht, wie diese Tore funktionieren und ob alle in verschiedene Welten führen. Angeblich sind in früherer Zeit die Elfen und Feen auch innerhalb Dìonàrahs durch die Tore gereist, aber das muss alles schon sehr lang her sein«, sagte Fio´rah nachdenklich. »Wir werden noch eine Nacht hier verbringen, dann könnt ihr über den See gehen.«

»Sag mal, Fio´rah«¸ fragte Ceara plötzlich, »habt ihr schon mal irgend­etwas von einem Volk gehört, das sich Kelten nannte?«

Die Fiilja schüttelte den Kopf und auch Daron wusste nichts davon. Ceara seufzte, es wäre doch zu schön gewesen, wenn sie das Geheimnis des Tores vollständig gelüftet hätte.

Die vier Gefährten verbrachten den restlichen Tag und eine weitere un­ruhige Nacht am Rande des Nyrmensees. Am Morgen standen alle schon bald auf und machten sich bereit, an diesem Tag den See zu überqueren.

Obwohl es noch sehr früh war, blickte Daron nervös zur Sonne hinauf und drängte: »Wir sollten aufbrechen, damit wir bei Tageslicht zurück sind.«

Fio´rah verschwand in den Felsen. Eine Sekunde später konnte man sie nicht mehr erkennen, sie schien mit den Steinen verschmolzen zu sein.

»Scharfe Braut«, murmelte Eric erneut und Ceara schüttelte genervt den Kopf.

Zu dritt liefen sie vorsichtig über die spiegelblanke Oberfläche des Sees. Immer wieder knirschte und ächzte das Eis unter ihnen. Ceara und Eric blieben stehen und hielten die Luft an, doch Daron meinte, das Eis wäre dick und würde halten, und so gingen sie angespannt weiter. Immer wieder glitten merkwürdige Schatten unter ihnen durchs Wasser.

»Seeschlangen, Kraken, Ungeheuer, was weiß ich«, antwortete Daron auf Erics Frage, was das für Tiere seien.

Der fing an, ununterbrochen vor sich hin zu schimpfen und zu jammern.

»Sie können dich hören«, meinte Daron mit gerunzelter Stirn. Daraufhin verstummte Eric.

Vorsichtig ging es weiter über das glatte, spiegelnde Eis, während der Tag langsam voran schritt. Der Nebel wurde zunehmend dichter und Darons Gesicht immer angespannter. Irgendwann blieb er stehen und hielt sich stöhnend die Ohren zu.

»Was ist denn?«, fragte Ceara mit gerunzelter Stirn.

»Die Geister«, stöhnte er. »Hört ihr sie nicht?«

Ceara und Eric blickten sich an, dann schüttelten sie einstimmig die Köpfe. Zwar hatte Ceara schon seit einiger Zeit ein unangenehmes Gefühl, das sich in ihrer Magengrube breitgemacht hatte, doch hören konnte sie nichts.

»Das ist gut.« Mit angespanntem Gesicht ging Daron weiter in den dichten Nebel hinein.

»Willst du lieber zurückgehen?«, fragte Ceara, doch Daron schüttelte den Kopf.

»Nein, es geht schon. Nur die Insel kann ich nicht betreten.«

»Und wo finden wir den Schlüssel?«

»Ich weiß nicht«, stöhnte Daron. »Die Geister bewachen ihn.«

Ceara warf ihm einen mitleidigen Blick zu und lief weiter. Bald wurde der Nebel noch dichter und wirkte undurchdringlich. Hin und wieder lichtete sich die weißgraue Nebelsuppe und man konnte Festland erkennen, aller­dings sah man nie, wie groß die Insel war oder was sich darauf befand.

Irgendwann blieb Daron stehen und fiel auf die Knie, wobei er seinen Kopf umklammerte.

Ceara kniete sich neben ihn und fragte ängstlich: »Was ist denn los?«

»Diese Schreie«, sagte er mit zusammengebissenen Zähnen. »Ich kann nicht weiter.«

»Na gut«, meinte sie. »Dann warte doch lieber außerhalb des Nebels.«

Er schüttelte gequält den Kopf. »Nein, ich warte hier, aber macht schnell.«

Eilig zerrte Ceara Eric am Ärmel hinter sich her in den dichten Nebel, von dem man beinahe denken konnte, er hätte feste Formen. Als sie die Insel endlich betraten, war es so, als ob sich eine eisige Hand um ihr Herz legen würde.

Eric machte ein entsetztes Gesicht und keuchte: »Ich verschwinde.«

Doch Ceara schüttelte den Kopf. »Nein, wir finden diesen Schlüssel, sonst kommen wir am Ende nie mehr nach Hause.«

Leise vor sich hin fluchend folgte Eric ihr. Durch die Nebelschwaden konnten sie kaum etwas erkennen. Der Boden war eben und mit gefroren­em Gras bedeckt.

Urplötzlich tauchte eine etwa drei Meter große Gestalt auf, die aus Nebel zu bestehen schien und ständig ihre Form wechselte. Einmal war es eine wunderschöne junge Frau, dann ein uralter, gebeugter Mann und anschließ­end wieder ein unbeschreibbar hässliches Monster.

»Oh Shit!« Eric würgte.

Ceara hingegen war sprachlos und tastete mit zitternden Händen nach ihrem Schwert.

»Das Schwert wird dir nichts nützen, Kind der grünen Insel«, ertönte eine mächtige Stimme, die in ihrem Inneren widerzuhallen schien.

Sie schluckte und ließ die Hand sinken.

»Komm mit. Der Fremde muss zurück bleiben. Er ist nicht der Richtige. Er wurde nicht in der Prophezeiung genannt«, fuhr die Stimme fort.

»Hey, Mann, kein Problem«, sagte Eric zittrig. »Ich ww… warte hier.«

Unentschlossen blickte sich Ceara um und folgte schließlich diesem merkwürdigen Wesen. Der Nebel lichtete sich ein wenig und Ceara fand sich in einem riesigen Steinkreis wieder, der sie irgendwie an Stonehenge erinnerte. Das Wesen, das wohl ein Nyrmengeist sein musste, nahm die Gestalt einer alten Frau an. Ceara schluckte. Jetzt sah das Nebelwesen aus wie die alte Moira, die bei den Gipsys immer Geschichten am Lagerfeuer erzählt hatte, als Ceara noch ein Kind gewesen war.

»Willst du die Mächte in Gleichklang bringen?«, fragte der Nyrmengeist.

Ceara nickte unsicher.

»Bist du bereit, das Erbe deiner Vorfahren anzutreten und eine Kriegerin zu werden?«

Sie nickte erneut und sagte mit einer Stimme, die gar nicht ihr zu gehören schien: »Ich will es versuchen.«

Der Geist änderte kurz die Gestalt und wurde anschließend wieder zu der alten Moira. »Dann blicke in den Kristall und sehe!« Der Nyrmengeist deutete auf einen Sockel in der Mitte des Steinkreises, auf dem ein leuchtend weißer Kristall stand.

Langsam, mit zitternden Beinen, kam Ceara näher.

»Lege deine Hand darauf«, verlangte der Geist.

Ceara schloss ihre eiskalten, zittrigen Hände um den Kristall. Zunächst geschah gar nichts, doch dann erwärmte sich der Kristall und begann zu leuchten. Bilder flackerten auf und verschwanden. Ceara starrte angestrengt hinein. Sie sah einen Turm, umgeben von zackigen Bergen. Ein alter Mann mit stahlgrauen Haaren und einem langen Bart war offensichtlich darin gefangen. Plötzlich schien er sie mit stechenden, eis­blauen Augen anzublicken.

»Ich bin Myrthan. Befreit mich!«

Es durchfuhr Ceara wie ein Blitz und sie taumelte zurück. Der Kristall erlosch. Ceara blieb verwirrt stehen. Was sollte das?

Der Nyrmengeist erschien nun in der Gestalt des Mannes, den sie gesehen hatte.

»Und jetzt?«, fragte Ceara unsicher.

»Nun weißt du, was zu tun ist.«

»Nein, ich sollte einen Schlüssel finden«, rief sie.

Der Wind frischte auf und der Nebel verzog sich ein wenig. Ceara konnte Eric nicht weit von sich entfernt sehen, der sich gehetzt umblickte und in der Ferne entdeckte sie Daron, der immer noch am Boden kniete. Der Nyrmengeist begann sich aufzulösen.

»Warte! Wo ist der Schlüssel?«, schrie sie gegen den stärker werdenden Wind.

Noch einmal nahm der Nyrmengeist die Gestalt Moiras an, bevor er verschwand.

»Du hast ihn immer gehabt«, donnerte die Stimme in ihrem Kopf.

(UNVERKÄUFLICHE LESEPROBE)

Copyright 2007  by Aileen P. Roberts

Youtube-Trailer zum Buch

Für alle die wissen wollen, wie es weitergeht:

Aileen P. Roberts
Dìonàrah – Das Geheimnis der Kelten
Band 1

Verlag :      Cuillin Verlag
ISBN :      978-3-941963-00-9
Preisinfo :      13,50 Eur[D]
Alle Preisangaben in CHF (Schweizer Franken) sind unverbindliche Preisempfehlungen.
Legende: UVP = unverbindliche Preisempfehlung, iVb = in Vorbereitung.
Seiten/Umfang :      ca. 360 S.
Erscheinungsdatum :      01.10.2009

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Ceara O´Reilley, eine junge Archäologiestudentin, hatte eigentlich nie wieder nach Irland zurückkehren wollen. Doch dann geschieht bei Ausgrabungen etwas, das ihr Leben verändert.

Im Grab eines keltischen Clanführers entdeckt Ceara ein geheimnisvolles Tor, welches sie magisch anzuziehen scheint. Ausgerechnet mit Eric, den sie überhaupt nicht ausstehen kann, landet sie am Tag der Sommersonnenwende plötzlich in einer fremden und mystisch anmutenden Welt.

Ehe die beiden begreifen können, was gesehen ist, werden sie auch schon angegriffen.

Was hat es mit den mysteriösen Dämonenreitern und den todbringenden Schattenwölfen auf sich? Wer sind die schöne Fiilja Fio´rah und der geheimnisvolle Krieger Daron, der sie in letzter Sekunde rettet? Und warum soll ausgerechnet Ceara der Schlüssel zur Befreiung Dìonàrahs sein?

Für die junge Irin ist dies alles unbegreiflich, aber Krethmor, der Schattenmagier, fürchtet sie, während sein Erzfeind Myrthan all seine Hoffnung in sie legt.

Die Jagd auf die sieben magischen Runen beginnt …

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Aileen P. Roberts
Dìonàrah – Das Geheimnis der Kelten
Band 2

Verlag :      Cuillin Verlag
ISBN :      978-3-941963-01-6
Preisinfo :      13,50 Eur[D]
Alle Preisangaben in CHF (Schweizer Franken) sind unverbindliche Preisempfehlungen.
Legende: UVP = unverbindliche Preisempfehlung, iVb = in Vorbereitung.
Seiten/Umfang :      ca. 402 S.
Erscheinungsdatum :      01.10.2009

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Nach wie vor befindet sich Ceara in Adamaths Gewalt, während Daron in den Katakomben des Schlosses von Huellyn um sein Leben kämpft. Krethmor schart weitere Dämonenreiter und Schattenwölfe um sich und selbst über der mächtigen Festung Druidor, die als uneinnehmbar gilt, brauen sich dunkle Wolken zusammen. Immer noch fehlen einige der geheimnisvollen Runen und Norn, der uralte Hüter des Waldes, wartet im Waldreich von Fearánn auf die Gefährten. Wird er nun endgültig Darons Leben fordern?

Haben Myrthan und seine Freunde überhaupt noch eine Chance, gegen Krethmors endgültigen Schlag zu bestehen? Und welche Rolle spielen die geheimnisvollen Feen auf der wandernden Insel?

Düster sind die Aussichten für Dìonàrah und die Weltenwanderer.

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