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Literatur-Blog

Archiv für März 23rd, 2010

PRESSEMELDUNG: Ewiges Leben entdeckt – Glibberiger Jungbrunnen: Dieses Tier ist unsterblich… / Buchempfehlung: Hans Küng – “Ewiges Leben?”

Erstellt von Detlef Hedderich am 23. März 2010

PRESSEMELDUNG (ZITAT): “Wissenschaftler glauben, mit der Quallenart „Turritopsis Nutricula“ das einzige Lebewesen entdeckt zu haben, das potentiell biologisch unsterblich ist.


Das vor allem in tropischen Gewässern, aber auch im Mittelmeer beheimatete Tier transformiert sich in regelmäßigen Abständen von der ausgewachsenen geschlechtsreifen Hydra zum unausgereiften Polypen. Dabei bildet die Qualle an ihrem Außenschirm neue Zellen, die mit denen des „Muttertieres“ genetisch identisch sind. Wissenschaftler behaupten, das Nesseltier sei das einzige Lebewesen, das das Rad der Zeit umdrehen und sich wieder in die früheste Entwicklungsstufe zurückversetzen kann – um von dort erneut heranzuwachsen…

Kompletten Pressetext lesen.

Leseempfehlung der Redaktion:


Hans Küng
Ewiges Leben?

Verlag :      Piper
ISBN :      978-3-492-20364-7
Einband :      kartoniert
Preisinfo :      10,95 Eur[D] / 11,30 Eur[A] / 19,90 CHF UVP
Alle Preisangaben in CHF (Schweizer Franken) sind unverbindliche Preisempfehlungen.
Legende: UVP = unverbindliche Preisempfehlung, iVb = in Vorbereitung.
Seiten/Umfang :      332 S.
Erscheinungsdatum :      10. Aufl. 07.2007
Gewicht :      271 g
Aus der Reihe :      Serie Piper 364

Titel bei amazon.de
Titel bei buch24.de
Titel bei Booklooker.de

KLAPPENTEXT: Im Spannungsbogen zwischen Aufklärung und Glauben bietet grundlegende wissenschaftliche Einsichten und bezieht Position zu existentiellen Themen, darunter zur Frage nach einem menschenwürdigen Sterben.”Küng stellt dar, wie auch ein Kind unserer Zeit sich durchaus vernünftig für den Glauben an das ewige Leben entscheiden kann; er führt zur Einsicht, daß es dabei um etwas geht, was einen, hat man erst die Schalen seiner Vorurteile durchbrochen, in jedem Fall nicht mehr gleichgültig läßt.” (Frankfurter Allgemeine
Zeitung)

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DAS AMT – ein Gedicht von Felis Breitendorf

Erstellt von Detlef Hedderich am 23. März 2010

…………………………….
Das Amt
…………………………….

Ein Gedicht

von


Du gehtst zum Amt und die sagen dir, dass du nichts wert bist.
Du gehst zum Amt und die sagen dir, dass du versagt hast.
Du gehst zum Amt und die sagen dir, dass du verbraucht bist.
Du gehst zum Amt und die sagen dir, dass du zu alt bist.
Du gehst zum Amt und die sagen dir, dass du keine Chance mehr hast.
Du gehst zum Amt und sie sagen, du solltest nicht mehr hoffen.

Sie verlangen von dir, dass du einsichtig bist.
Sie verlangen von dir, dass du ihrer Autorität folgst.
Sie verlangen von dir, Bereitschaft zu zeigen.
Sie verlangen von dir, dass du dich kümmerst und bemühst.
Sie verlangen von dir, dass du dich nicht aufgibst, obwohl sie es längst getan haben.
Sie verlangen von dir Unmögliches.

Deine Bemühungen werden nicht honoriert oder geachtet.
Dein Einsatz und deine Qualen bleiben unbeachtet.
Deine Fähigkeiten werden in den Dreck gezogen.
Deine Vorlieben werden lächerlich gemacht.
Deine Wünsche werden mit Füssen getreten.
Deine Träume werden zu Schäumen pürriert.

Du wirst beschimpft als arbeitsfaul.
Du wirst beschimpft als Sozialschmarotzer.
Du wirst verdächtigt, zu betrügen und zu lügen.
Du wirst verdächtigt, Schwarzarbeiter zu sein.
Du wirst verdächtigt, am Untergang des Sozalstaates eine Mitschuld zu tragen.
Du wirst verantwortlich gemacht für alle Konsequenzen, die du zu tragen hast.

Copyright (C) 2010 by



REDAKTIONSTIP ZUM THEMA:

Katrin Lehnert
»Arbeit, nein danke«!?
Das Bild des Sozialschmarotzers im aktivierenden Sozialstaat

Verlag :      Utz, Herbert
ISBN :      978-3-8316-0866-9
Einband :      Paperback
Preisinfo :      29,00 Eur[D] / 29,90 Eur[A]
Alle Preisangaben in CHF (Schweizer Franken) sind unverbindliche Preisempfehlungen.
Legende: UVP = unverbindliche Preisempfehlung, iVb = in Vorbereitung.
Seiten/Umfang :      ca. 121 S. – 20,5 x 14,5 cm
Erscheinungsdatum :      05.08.2009
Gewicht :      180 g
Aus der Reihe :      Münchner ethnographische Schriften 3
Medien :
Inhaltsverzeichnis(PDF)
Leseprobe(PDF)

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Titel bei buch24.de
Titel bei Booklooker.de

KLAPPENTEXT: Acht Monate nach der Einführung von „Hartz IV“ im Januar 2005 veröffentlichte das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit der rot-grünen Bundesregierung einen Bericht „gegen Missbrauch, ‚Abzocke’ und Selbstbedienung im Sozialstaat“ und trat damit eine Lawine von Medienberichten über „Sozialmissbrauch“ los. Diese in periodischen Abständen wiederkehrende Diskussion erreichte einen neuen Höhepunkt, woraufhin die Große Koalition im Jahr 2006 den Bezug von „Hartz IV“-Leistungen gesetzlich erschwerte. Der Vorwurf des Sozialmissbrauchs“ war von Politikern und Wissenschaftlern, in den Medien und in alltäglichen Unterhaltungen gleichermaßen vernehmbar. Wo aber ist der „Sozialschmarotzer“ laut diesen Aussagen konkret zu finden? Welche Argumentationsstrategien werden benutzt, um seine Existenz fortzuschreiben? Auf welche Alltagserfahrungen und Deutungsmuster wird dabei zurückgegriffen und mit welchen neuen Attributen zeigt er sich? Die vorliegende Studie analysiert den Diskurs um „Sozialmissbrauch“ und setzt ihn ins Verhältnis zu zeitgleich umgesetzten Politiken wie denen des „aktivierenden Sozialstaates“, des Ausbaus des Niedriglohnsektors oder der Vermittlung eines neuen Gerechtigkeitsideals. Je prekärer die Arbeits- und Lebensverhältnisse in Deutschland werden, desto geringer scheint die Akzeptanz der sozialen Sicherungssysteme zu sein. Das vereinfachende Bild des arbeitsunwilligen „Sozialschmarotzers“ spiegelt und fördert diese Entwicklung. Der positive Gegenentwurf ist der „aktivierte“ Unternehmer seiner selbst, der immer wieder neu an den Start geht.

Die Autorin: Studium der Europäischen Ethnologie und Spanisch in Berlin und Barcelona. Projekt Absageagentur. Derzeit Promotionsstudentin der LMU München.

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PRESSEMELDUNG: Quizshow-Kandidat als Folterknecht – Buchtip zum berühmten Experiment des Sozialpsychologen Stanley Milgram!

Erstellt von Detlef Hedderich am 23. März 2010

PRESSEMELDUNG: “Paris (afp) – Scheinwerferlicht und Kameras, eine junge Moderatorin mit einem hinreißenden Lächeln, ein tobendes Publikum – “La Zône Extreme” (“Gefahrenzone”) kommt zunächst daher wie viele andere Quizshows. Ganz gewöhnlich ist die Sendung dennoch nicht. Denn wenn der in einer Kabine eingesperrte Kandidat Jean-Paul eine Frage nicht richtig beantwortet, bekommt er zur Strafe von einem anderen Kandidaten Stromschläge versetzt. Bei 20 Volt geht es los, dann steigt die Ladung unerbittlich, bis auf 460 Volt. Jean-Paul stöhnt vor Schmerz bei jedem Stoß lauter auf, beginnt zu schreien, bittet, das Spiel zu beenden, und gibt dann plötzlich keinen Laut mehr von sich.

Eine neue Ära der Fernsehunterhaltung? “La Zône Extreme” hat es als Quizshow nie gegeben, sondern nur als Experiment französischer Forscher. Stromschläge wurden in Wirklichkeit keine ausgeteilt, Jean-Paul war ein Schauspieler, der den Schmerz nur vorspielte. Die bekannte Moderatorin Tania Young, die zweifelnde Kandidaten ungerührt zur Fortsetzung des Spiels drängte, war eingeweiht. Die Kandidaten aber, die die Fragen stellen durften und bei falschen Antworten die Hebel mit den Volt-Zahlen umlegten, wähnten sich tatsächlich in der Testsendung für eine neue Quizshow. 81 Prozent von ihnen gingen bis zum bitteren Ende und zur höchsten Voltzahl in einem Spiel, das längst einer Folterszene glich… (Auszug)

ZUM VIDEO: http://de.news.yahoo.com/34/20100317/tod-quizshow-kandidat-als-folterknecht-045b8e8.html

Zu dem berühmten Experiment des Sozialpsychologen Stanley Milgram gibt es folgenden Titel als Redaktionstip:

Milgram, Stanley
Das Milgram-Experiment
Zur Gehorsamsbereitschaft gegenüber Autorität


Übersetzt von Fleissner, Roland
Verlag :      Rowohlt Taschenbuch
ISBN :      978-3-499-17479-7
Einband :      Paperback
Preisinfo :      8,95 Eur[D] / 9,20 Eur[A] / 16,80 CHF UVP
Alle Preisangaben in CHF (Schweizer Franken) sind unverbindliche Preisempfehlungen.
Legende: UVP = unverbindliche Preisempfehlung, iVb = in Vorbereitung.
Seiten/Umfang :      256 S. – 19,0 x 12,5 cm
Erscheinungsdatum :      16. Aufl. 04.03.1982
Aus der Reihe :      rororo sachbuch 17479
8,95 Eur[D]

Titel bei buch24.de
Titel bei booklooker.de

Das Milgram-Experiment gilt als eine der berühmtesten sozialpsychologischen Untersuchungen. Es zeigt uns deutlich, wie schonungslos grausam die meisten Menschen sein können, wenn sie sich in einem strikten Schema von Befehl und Gehorsam befinden. Eindrücklich schildert uns Stanley Milgram, wie Durchschnittskandidate ihnen unbekannte Menschen quälen und foltern. Wer an das Gute im Menschen glaubt und auf humanitäre gesellschaftliche Fortschritte hofft, wird schockiert sein, wissenschaftlich untermauert zu bekommen, worüber wir uns zum Beispiel bei Nachrichten aus modernen Kriegen doch immer wieder wundern: Menschen sind bereit, sich diametral entgegen ihren eigenen Wertvorstellungen zu verhalten, wenn dieses belohnt beziehungsweise klar autoritär gefordert wird.

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