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Literatur-Blog

Archiv für März 20th, 2010

Birgit Reinel liest aus dem Buch: “One-Way Ticket nach Teheran – deutsche Frauen im Iran erzählen” auf der Leipziger Buchmesse am So. 21. März 2009 / 12.30 – 13.00 Uhr / Leseinsel Religion, Halle 3 A200

Erstellt von Detlef Hedderich am 20. März 2010

Deutsche Frauen im Iran erzählen – 33 Frauen erzählen aus ihrem Leben zwischen Abgrund und Erfüllung. „Wir haben uns entschieden, im Iran zu leben. War es Liebe? Abenteuerlust? Leichtsinn? Keine von uns konnte voraussehen, worauf sie sich eingelassen hat.“ „Eine Frau muss sehr stark sein und innerlich glücklich, um im Iran zurecht zu kommen.“”Im Iran bleiben wir zeitlebens Ausländerinnen. Wir werden so gesehen und sehen uns selbst so – und doch ist uns dieses Land ein Zuhause geworden. Wir leben mit der täglichen Herausforderung eines Identitäts- Spagats zwischen unserer eigenen Kultur und Religion und jener unserer Ehemänner …

So. 21. März 2009 / 12.30 – 13.00 Uhr / Leseinsel Religion, Halle 3 A200

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DER CRISAN-KLAN – eine phantastische Kurzgeschichte von Ann-Kathrin Karschnick

Erstellt von Detlef Hedderich am 20. März 2010

FÜR DIESE KURZGESCHICHTE WIRD EIN TITELBILD GESUCHT, BITTE MAILT UNS EURE ENTWÜRFE, DIE EINGESENDETEN BILDER WERDEN VON AUTORIN UND REDAKTION GESICHTET UND DIE BESTE UND PASSENSTE FÜR DIESE KURZGESCHICHTE AUSGESUCHT UND HIER VERÖFFENTLICHT. NATÜRLICH SOLLTE DIE ZEICHNUNG VON EUCH SELBST STAMMEN UND ALLE RECHTE ZUR VERÖFFENTLICHUNG HIER VORLIEGEN! SENDET EURE BILDER ALS .jpg an info@sfbasar.de BITTE IM BETREFF “DER CRISAN KLAN” ALS TITEL ANGEBEN! WIR SIND GANZ GESPANNT OB IHR UNS WAS ZUSENDET!

Der Crisan-Klan

Eine phantastische Kurzgeschichte
von

Denkwürdig war die richtige Bezeichnung für den Tag, an dem sich das Leben des Crisan-Klans für immer veränderte.

Nilo stand vor seiner Hütte und betrachtet das Lager seines Klans, ohne etwas von dem Unglück zu ahnen, dass ihn in nicht allzu ferner Zukunft ereilen würde. Niemand ahnte es, denn es gab keine Hinweise auf die Katastrophe.

Wie jeden Morgen seit einigen Monaten blickte Nilo unauffällig auf die Nachbarhütte. Dort lebte Luz, die Näherin des Klans. Sie war sehr beliebt bei den Kindern in ihrer Gemeinschaft. Immer war die fröhliche, junge Frau bereit mit den Kindern Ringelreihen oder Verstecken zu spielen. Dabei tanzten ihre blonden, lockigen Haare auf ihren schmalen Schultern auf und ab, während ihre grünen Augen vor Freude strahlten.

Genau auf diese Augen versuchte Nilo jeden Morgen einen kurzen Blick zu erhaschen. Manchmal war ihm das Glück hold und er konnte ihr wunderschönes Antlitz erblicken. Ein besonders guter Tag war es, wenn sie ihn bemerkte und ihm ein zauberhaftes Lächeln mit ihren sanft geschwungenen Lippen zuwarf. Doch an diesem Morgen sah er sie nicht. Enttäuscht stapfte er los, die Hände tief in seinen Manteltaschen vergraben.

Ohne auf seine Umgebung zu achten, lief er zu dem Feld, auf dem er arbeitete. Seit fast einem Jahr war er Erntehelfer bei Hermann, dem Bauern des Klans. Dort war es seine Aufgabe, die Felder zusammen mit anderen Helfern abzuernten und die gewonnenen Erträge auf die Karren zu verladen, um sie abends ins Lagerhaus zu schaffen. Nach einiger Zeit erreichte er das Feld.

Immer noch missgestimmt, begrüßte er seinen Freund Aldon, der ebenfalls Erntehelfer war. Nilo und Aldon waren gemeinsam aufgewachsen und schon immer die besten Freunde gewesen. Nun arbeiteten sie gemeinsam auf dem weiten Feld. Da ihre Arbeitsstätte einige Meilen außerhalb des Lagers lag, war es bis auf die Arbeiter immer sehr ruhig.

In ihrer Mittagspause setzten sie sich zusammen und aßen schweigend ihr Brot. Schweißnass betrachteten sie ihre erledigte Arbeit, als Nilo plötzlich den Kopf hob. Irritiert über die ruckartige Bewegung starrte Aldon seinen Freund an.

„Was ist los? Alles in Ordnung?“

Neugierig beobachtete Aldon seinen Freund und wartete auf eine Reaktion seinerseits. Nilos dunkelbraune Augen betrachteten abwechselnd den Himmel und die Richtung in der ihr Klan lagerte, während seine Nasenflügel sich aufblähten, innehielten und wieder zusammenfielen. Für einen jungen Mann besaß er eine erstaunlich schmale, dünne Nase, was ihm in seiner Jugend so manchen Spott eingebracht hatte.

Nach einer Weile, in der Aldon geduldig gewartet hatte, erwachte Nilo aus seiner Trance. Ein beängstigender Ausdruck kroch auf seine Gesichtszüge. Seine hohe Stirn legte sich in Falten und er riss seine Augen schreckgeweitet auf.

„Hast du den Donner gehört?

Verwundert blickte Aldon auf und betrachtete den strahlend blauen Himmel. Keine noch so kleine Wolke war am Firmament zu sehen. Einzig die Sonne warf ihre sommerliche Wärme auf ihre bereits braun gebrannte Haut.

„Nein. Sicher kommt kein Gewitter. Sieh dir den Himmel an“

Nilo dachte kurz nach, schüttelte den Kopf und nickte schließlich zustimmend.

„Sicher hast du Recht.“

Gerade als sie sich wieder an die Arbeit machen wollten, hielt Nilo erneut inne. Diesmal begann sein ganzer Körper zu zittern. Ruckartig ließ er seinen Korb fallen und starrte entsetzt in Richtung des Lagers. Seine Augen waren weit aufgerissen und sprangen hin und her.

„Nilo, ist alles in Ordnung?“ erkundigte Aldon sich misstrauisch.

Er kannte Nilo schon sein Leben lang, aber so hatte er sich noch nie verhalten. Sorgen stiegen in ihm auf. Wieder dauerte es einige Sekunden, ehe Nilo zurück in die Wirklichkeit fand.

„Hast du wieder Donner gehört?“ fragte Aldon, als er spürte wie sein Freund wieder bei ihm war.

„Ja, aber da waren Bilder vor meinen Augen. Alles ging so schnell. Das Feld war plötzlich nicht mehr zu sehen, sondern alles wurde funkelnd Blau und war verschwommen. Das einzige was ich genau wahrnehmen konnte, war meine Angst vor dieser gewaltigen blauen Fläche.“

Als Nilo merkte, was er da sagte, hielt er inne. Es musste verrückt klingen, von großen blauen Flächen zu reden, die glitzerten und nur vor seinem Auge auftauchten. Und dennoch spürte er tief in seinem Herzen sie Wahrheit. Dieses Blau machte ihm Angst und etwas sagte ihm, dass diese Angst berechtigt war. Nilo starrte zu Aldon und sah seine Vermutung bestätigt. Aldon betrachtete ihn, als ob er den Verstand verloren hätte.

„Ähm, vergiss einfach, was ich gerade gesagt habe. Lass uns arbeiten gehen.“ versuchte er das eben gesagt herunter zu spielen.

Auch wenn Aldon ihn vorerst in Ruhe ließ, bemerkte er im Laufe des Nachmittages noch zwei weitere solcher Anfälle. Nilo versuchte sie zu überspielen, doch als er ein weiteres Mal die Kontrolle verlor, heftiger als die Male zuvor, war nicht mehr zu vertuschen, dass etwas nicht mit ihm stimmte.

Wieder tauchte die gewaltige blaue, funkelnde Fläche auf und lenkte Nilos Sehkraft auf sich. Diesmal trat sie deutlicher hervor und er erkannte, dass es eine senkrecht in den Himmel ragende Wand war. Das beunruhigende an dieser Wand aber war nicht ihre Größe, sondern die Tatsache, dass sie sich bewegte. In einer unfassbar langsamen Geschwindigkeit glitt diese dunkelblaue Wand auf ihr Lager zu. Wie ein Gigant schien das Blau alles zu verschlingen, was ihm in den Weg kam. Es glitt fast schon anmutig über das Dorf und verschwand spurlos aus seinem Sichtfeld. Was er dann sah, ließ ihn erstarren.

Das Lager war verschwunden!

Nichts war mehr davon übrig geblieben. Ein mächtiger Schrei entwich seiner Kehle und brachte ihn auf das Feld zurück. Schweißnass lag er auf dem weichen Erdboden und starrte hinauf in den Himmel. Nilo war durch die Maisstauden abgeschirmt von den Blicken der anderen Arbeiter und der Sonne, so dass er fast freie Sicht auf das Azurblau des Himmels hatte. Nur den Bruchteil einer Sekunde zögerte er, bevor er aufsprang, Aldon fast umwarf und in Richtung des Lagers sprintete. Die Maiskolben schlugen ihm in den Bauch und in das Gesicht, doch das störte ihn nicht.

Aldon setzte ihm nach. Was auch immer seinen Freund so zusetzte, er musste ihm helfen.

„Nilo! Warte!“ brüllte er ihm nach, doch der rannte stur vorwärts.

Doch Aldon war schon immer der bessere Läufer gewesen und knapp einer halben Meile außerhalb des Feldes holte er ihn ein. Nilo fühlte Aldons Arm an seiner Schulter und er spürte die Bitte dahinter anzuhalten und sein Verhalten zu erklären. Mit entschlossenem Blick lief er weiter.

„Unser Lager ist in Gefahr. Wenn wir uns nicht beeilen, ist es zu spät. Wir müssen sie warnen.“ keuchte Nilo.

Ohne seinen Freund anzusehen, wusste Nilo, dass er misstrauisch die dunklen Augenbrauen hob und ihm nicht glaubte. Wenn er es nicht mit eigenen Augen gesehen hätte, würde er es auch nicht glauben. Diese Blau war so unwirklich gewesen und noch nie war ihm so etwas Angsteinflößendes begegnet.

„Nilo, beruhige dich. Da ist nichts, was dem Lager Schaden könnte. Die feindlichen Klane sind weitergezogen, als wir sie besiegt haben und sonst gibt es keine andere Gefahr.“

Rein objektiv gesehen, hatte Aldon recht, denn schon seit fast zehn Monden waren sie nicht mehr angegriffen worden. Dennoch spürte er das nahende Unglück wie ein Ziehen in seinen Eingeweiden. Es fraß sich durch ihn und schien ihn vollends zu vertilgen, wenn er sich nicht beeilte.

Sie waren nun nicht mehr weit entfernt vom Lager. Noch eine Düne und er würde es erreicht haben. Als er den Kamm der Düne erklomm, blieb er kurz stehen, um sich ein Bild zu machen. Die einfachen, wenigen Holzhütten standen wie immer im Kreis um die Lagerhalle herum. Männer, die von der Arbeit kamen, Frauen, die auf dem Weg zum Kochen waren und Kinder, die herum tollten, liefen wild durchs Lager. Eine rege Geschäftigkeit, wie jeden Abend, hatte sich ausgebreitet. Das Lager lag in einem fruchtbaren Dünental, um geschützt zu sein, vor den starken Winden die in ihrer Region herrschten. In der Mitte dieses Tales wuchsen einige Pflanzen und Bäume, so dass man dort genügend Schatten fand und auf festem Grund bauen konnte. Aldon stellte sich neben ihn und blickte ebenfalls hinab.

„Siehst du? Unser Lager ist in Sicherh…“

Weiter kam er nicht, denn ein monströses Donnern schnitt ihm das Wort ab. Das Donnern fuhr Nilo unter die Haut und hallte noch lange nach. Aldon hingegen zuckte dermaßen heftig zusammen, dass er rückwärts stolperte. Mit der rechten Hand griff er gerade noch rechtzeitig Nilos Arm, bevor er die Düne herunter gepurzelt wäre.

„Was war das?“ keuchte Aldon atemlos und erfürchtig, als er sich wieder gefasst hatte.

„Es kam von dort drüben.“ erwiderte Nilo abwesend und zeigte mit dem Finger auf die hohe, im Sonnenschein fast goldglänzende Düne auf der anderen Seite des Tales.

„Nilo, kannst du sehen, woher der Lärm kam? Was kann nur solch einen Krach von sich geben?“

„Ich weiß es nicht. Die Düne ist zu hoch, als dass man etwas erkennen konnte.“

Noch während er redete, rannte er hinab auf das Lager zu, um es mit langen Schritten zu durchqueren. Die Bewohner warfen ihm missbilligende Blicke zu, wenn er nur knapp an ihnen vorbeilief. Aldon murmelte Entschuldigungen in alle Richtungen und setzte ihm nach.

Das Lager war schnell durchquert und die beiden jungen Männer begannen den Aufstieg der höchsten Düne rund um das Klanlager. Nur noch langsam kamen Nilo voran, da er im Sand einsackte und sich nach jedem Schritt befreien musste. Die Angst, die ihn auf dem Feld gepackt hatte, wandelte sich nun zu unvorstellbarem Grauen. Etwas hinter dieser Düne würde den Klan auslöschen und bis jetzt wusste er weder, was das war, noch wie er es aufhalten konnte. Schließlich erreichte er den Kamm der Düne und blickte auf die weite Fläche dahinter. Doch der Anblick, den er erwartete hatte, bot sich ihm in keinster Weise.

Eigentlich lag hinter dieser Düne ein feiner Kiesstrand, der an das große Meer grenzte. Der Strand war für die Klanleute im Sommer eine herrliche Abwechslung zum Alltag. Schon früh lernten die Kinder im großen Meer schwimmen. Der Strand war dann immer voller Leben, es wurden Burgen gebaut oder Spiele für den ganzen Klan gespielt. Selbst wenn der Strand unbelebt war, bot er eine entspannende Atmosphäre für alle, die nachdenken mussten.

Das, was Nilo nun aber sah, verwunderte ihn zutiefst. Kraftlos sackte er auf die Knie und betrachtete die völlig veränderte Landschaft. Wo vor kurzem noch das große Meer so selbstverständlich gewesen war, befand sich nun eine dunkelbraune Schlammlandschaft mit nur wenigen dünnen Rinnsalen, die das Braun des Bodens heller erschienen ließen. Was war passiert? Wohin war das Meer verschwunden? Aldon schien genauso perplex wie er zu sein. Ein kurzer Blick auf die fassungslos drein schauenden Augen und dem offen stehenden Mund genügten ihm als Antwort. Erneut donnerte es und diesmal war die Richtung eindeutig. Das Grollen kam vom Horizont und schien näher zu kommen. Aber egal wie scharf er auch versuchte etwas zu erkennen, die Quelle des Lärms erschloss sich Nilo nicht. Unschlüssig stand er auf der Düne und wusste nicht, was er tun sollte. Verzweiflung breitete sich in ihm aus. Es war für ihn gewiss, dass Gefahr für sie drohte, doch konnte er nicht sagen, was es war. Wie sollte er so den Klan warnen?

Egal wie lange er nachdachte, es blieb ihm keine nur eine Möglichkeit. Er musste es versuchen. Ohne ein Wort zu Aldon zu sagen, drehte er sich um und rannte und rutschte die Düne hinab. Als erstes traf er auf eine Gruppe Männer, vor denen er schlitternd zum stehen kam.

„Wir sind alle in Gefahr! Eine große blaue Wand wird über das Lager hinwegfegen und alles vernichten. Wir müssen hier fort!“ erklärte er ihnen und versuchte sie zu überzeugen.

„Hast wohl zu tief in deinen Humpen geguckt, was Nilo?“ höhnte einer der Männer.

„Nein! Ich meine es ernst. Dieses Blau ist so zerstörerisch, dass nichts von unserem Lager bleiben wird. Alles wird vernichtet werden!“

Verzweifelt versuchte er die Gruppe zu überzeugen, doch es war Zeitverschwendung. Niemand wollte ihm glauben. Gehetzt rannte er zu der nächsten Gruppe, doch dort wurde er ähnlich abwertend behandelt. So lief er einige Minuten kreuz und quer durch das Lager, ehe er vom Heiler angehalten wurde.

„Nilo, warum sagst du das? Es ist offensichtlich, dass uns keine Gefahr droht.“

Wütend über all die Ablehnung packte er den Heiler am Kragen.

„Nein! Ihr seid alle im Unrecht. Ich habe gesehen, was dieses funkelnde Blau mit unserem Lager machen wird. Wir werden alle sterben, wenn wir nicht sofort verschwinden.“

„Du hast es gesehen?“ fragte der Heiler nach.

„Ja, als ich auf dem Feld bei der Arbeit war.“

„Was es erst verschwommen und wurde dann immer deutlicher?“ erkundigte der Heiler sich vorsichtig und äußerst darauf bedacht leise zu sein.

Verdutzt über diese Bemerkung vergaß Nilo seine Wut. Er konnte nur nicken. Erleichtert atmete der Heiler auf.

„Berichte mir was du gesehen hast und beeile dich. Uns bleibt nicht viel Zeit.“

Erst wollte Nilo nachfragen, was der Heiler damit meinte, aber sein Gefühl riet ihm sich wirklich zu beeilen. So erzählte er mit knappen Worten von den Bildern. Stumm lauschte der Heiler dem Bericht. Als Nilo endete, verweilte der blonde Heiler einen kurzen Moment mit gesenktem Kopf, ehe er ruckartig aufsah. Für einen Augenblick glaubte Nilo einen weißen Schleier über den hellen Augen zu sehen, doch beim nächsten Zwinkern war es verschwunden.

„Uns bleiben nur noch wenige Minuten. Schnell, hol deine Familie und führe sie auf die Düne dort hinten. Dort seid ihr sicher. Ich kümmere mich um den Rest.“

Ohne eine weitere Erklärung verschwand der Heiler eilends in Richtung der Lagerhalle. Kurz blickte Nilo den fliegenden türkisfarbenen Gewändern des Heilers hinterher. Dann drehte er sich um und rannte zu seiner Hütte. Seine Mutter saß am Küchentisch und schnitt Gemüse, während seine Schwester es putzte,

„Wo ist Vater?“ rief er härter als beabsichtigt.

Missbilligend blickte seine Mutter ihn an.

„Junger Mann, nicht so ein Ton. Dein Vater schlägt Holz für den Ofen.“

Damit sie nicht schon von vornherein gegen seinen Vorschlag war, sah er sie entschuldigend an und zwang sich trotz allem zu einem Lächeln.

„Ich möchte euch etwas zeigen. Würdet ihr mich begleiten?“

Innerlich errötete er vor Scham, da er zu dieser Lüge greifen musste, aber ihm war klar geworden, dass er mit der Wahrheit nicht weit kommen würde.

„Was ist es denn? Hat das nicht bis nach dem Essen Zeit?“

„NEIN!“ rief er hart aus und ging einen Schritt auf sie zu. Er räusperte sich.

„Nein, hat es nicht. Bitte geht schon mal auf die große Düne im Osten des Lagers. Bitte!“

Der flehentliche Ton in seiner Stimme schien seine Mutter milde zu stimmen.

„In Ordnung, aber nur kurz.“

Nervös schlug Nilos Herz in seiner Brust und schien nicht genug Platz darin zu finden. Unauffällig scheuchte er die beiden Frauen aus der Hütte und trieb sie zur Eile an. Als er sah, wie sie schnellen Schrittes auf die Düne zugingen, wandte er sich hinter die Hütte zu seinem Vater. Auch er ließ sich nicht leicht überreden. Nilo brauchte fast eineinhalb Minuten, bis sein Vater widerwillig die Axt beiseite legte und den Frauen folgte. Nilo war schon auf halbem Weg aus dem Lager, als ihm Luz einfiel.

Sie schwebte nach wie vor in Gefahr!

Das Donnern wurde zu einem andauernden leise ansteigenden Geräusch. Er brauchte nicht zu überlegen, was er als nächstes tat. Seine Beine drehte von alleine um und rannten auf die Nachbarhütte zu. Ohne anzuhalten, riss er die Tür auf, blickte sich in der Hütte um und erfasst Luz. Diese starrte ihn erschrocken an und griff sich mit einer Hand an die Brust. Mit zwei großen Schritten war er bei ihr und griff ihre Hände. Unterbewusst nahm er wahr, wie weich ihre Haut war und stellte sich vor, wie es wäre, wenn diese Hände immer in seinen lagen.

„Komm mit mir!“

Kräftig zog er sie aus der Hütte und nutzte den Moment ihrer Überraschung, um Luz möglichst weit mit sich zu reißen. Das Donnern wurde lauter und mit jedem Schritt, den Nilo machte, spürte er mehr die Vibrationen. Sie waren in der Luft, im Boden, in ihren Körpern. Etwas geschah und wurde immer heftiger.

„Nilo! Warum ziehst du so an mir? Und wo bringst du mich hin?“ kam Luz zu sich.

Vergeblich versuchte sie sich gegen den festen Griff zu wehren, der ihr Handgelenk umklammerte. Sie blieb einfach stehen, wurde aber gleich darauf wieder mitgerissen. Mit ihrer freien Faust schlug sie gegen seine Hand und wollte sich befreien. Ruckartig blieb er stehen.

„Vertrau mir!“ flüsterte er fast und blickte ihr dabei in die Augen.

Seine dunklen Augen verschmolzen dabei für eine Sekunde mit ihren grünen, ehe er sich zwang wegzusehen und weiterzulaufen. Wie gerne wollte er länger in diese Augen blicken, doch wenn er sich jetzt nicht beeilte, würde er sie nie wieder sehen. Das Donnern war inzwischen zu einem Tosen angeschwollen und als Nilo einen kurzen Blick auf die Düne warf, auf der noch immer Aldon stand, wurde ihm schlecht. Ein blauer Schimmer erhob sich über dem gelb des Dünensandes. Noch einmal beschleunigte er seine Schritte.

Egal wie schnell er lief, die Düne schien nicht näher zu kommen. Luz wehrte sich nun nicht mehr gegen seine Eile. Das Donnern wurde lauter. Er spürte feine Tropfen auf sein Gesicht niederschlagen. Nilo blickte sich um. Die gigantische blaue Wand war am Strand angelangt. Er keuchte auf. Das würden sie nicht schaffen.

Seine Eltern standen bereits auf der Düne. Erleichterung umspülte sein Herz. Wenigstens sie würden überleben. Seine Füße versanken in dem Sand, als er sich den Berg hinauf kämpfte. Luz hatte Schwierigkeiten mit ihm mitzuhalten. Er zog sie mehr, als dass sie selber lief. Auf einmal bebte die Erde. Der Sand vibrierte unter seiner nackten Haut und zog ihn immer wieder hinab. Erdstöße ließen den Sand rieseln.

„Luz, schneller.“ schrie er sie an, um das Tosen zu übertönen.

Doch es war vergeblich. Das Wasser war so nah, er glaubte, es berühren zu können. Nur noch wenige Schritte. Er spürte sein Herz in seiner Stirn pochen. Er musste Luz retten.

„Lauf, mein Sohn.“, brüllte sein Vater. Es war ein Flüstern.
Das schäumende Wasser umspülte seine Füße, drohte ihn fort zu reißen. Seine Hände rissen an Luz, drückten sie weiter hinauf.

„Nimm ihre Hand, Vater.“

Nilo schob ihren Körper weiter hoch, während die Kraftanstrengung seine Gesichtsmuskeln  zucken ließ.

In der letzten Sekunde gelang es Nilo seine Freundin auf den Kamm der Düne zu schieben. Dann riss das Wasser ihn fort.

-ENDE-


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Empfehlung der Redaktion:

Joachim Größer
Nurgji vom Clan der Raben

Illustriert von Stegemann, Michael
Verlag :      Rosamontis Verlag
ISBN :      978-3-940212-39-9
Einband :      Paperback
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„Nurgji vom Clan der Raben“ ist der erste Band einer historischen Jugendbuch-Reihe des Autors Joachim Größer.

Er lässt Nurgji, den jungen Romanhelden, der in der Jungsteinzeit lebt, spannende Abenteuer im Land des Clans der Raben bestehen. Ein Dolch, aus rotbraunem Kupfer gefertigt und von den Jägern respektvoll “Bärentöter” genannt, erinnert den Jungen oft an seinen Vater. Dabei ahnt er noch nicht, wie sehr dieses wertvolle Metall sein Leben und das seines Dorfes bald völlig verändern wird.

Hier hat der Autor das historische Geschichtsthema “Jungsteinzeit/Kupferzeit” in spannende Unterhaltung gepackt! Für alle jungen Leser ab 10 Jahre.

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Peter Lieving liest aus seinem Buch: “Auch Kammerjäger haben eine Seele” So. 21. März 2009 / 11.00 – 11.30 Uhr / Leseforum Leipzig liest, Halle 4 D113 auf der Leipziger Buchmesse.

Erstellt von Detlef Hedderich am 20. März 2010

Peter Lieving plaudert hier nicht aus dem Nähkästchen, sondern, wenn man so will, aus dem Schädlingsbekämpfungskoffer. Denn der Autor ist Kammerjäger von Beruf. Jeder möchte ihn lieber nicht brauchen, aber wer ihn braucht, für den kommt er als rettender Engel daher. Dass es manchmal eine Weile dauert, bis die Kunden das so empfinden, erklärt den Titel “Auch Kammerjäger haben eine Seele”. In diesem Spannungsfeld ist der Schädlingsbekämpfer mit der scharfen Beobachtungsgabe im Großraum Wuppertal beruflich unterwegs und lässt die Leser an seinen skurrilen, teils unglaublichen und unglaublich komischen Erlebnissen teilhaben.

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DAS TRAUMMÄDCHEN – eine phantastische Kurzgeschichte von Felis Breitendorf

Erstellt von Detlef Hedderich am 20. März 2010

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Das Traummädchen
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Eine phantastische Kurzgeschichte

von


Sie sass an dem langen Tisch aus Holz auf der langen Bank ziemlich am Ende. Ich war von Freunden eingeladen worden, die irgendwas zu feiern hatten, was genau es war, weiss ich heute nicht mehr. Ich war ein junger Mann, genaues Alter weiss ich auch nicht mehr. Und wir befanden uns, denke ich, in irgend einem Lokal mit Bewirtung im Freien.

Meine Begleiter, eine Gruppe von 4 bis 5 Leuten, die meisten waren wohl in meinem Alter, begrüssten die Unbekannte, die da am Tisch sass. Auch mir gab sie artig die Hand. Wir setzten uns dazu. Die Fremde sass mir nun praktisch gegenüber. Wir machten Witze, sie lachte.

Sie trank an ihrem riesigen Humpen, ich glaube es war Weizenbier oder sowas. Sie hatte eine ganz merkwürdige Frisur, die aus mehreren Partien bestand: Da waren hochgesteckte Bereiche, offenbar künstliche Haarteile, die an den Seiten und vorne daran angebracht waren. Es waren auch irgendwelche Gegenstände in die Frisur eingearbeitet, ziemlich undefinierbare Dinge in den verschiedensten Farben. Das Ganze wirkte auf mich doch ziemlich exotisch, wenn nicht gar außerirdisch.

Die junge Frau lachte ständig herzhaft, wenn jemand von uns einen Witz machte, fragte dann auch schon mal näher nach um noch weitere Hintergründe zu dem Witz zu erhalten, erzählte aber selbst keinen einzigen Witz.

Als ich mal wieder mein Glas – es war wohl nur Mineralwasser drin – zum Mund führen wollte, ergriff sie plötzlich ihren Humpen und knallte ihn an mein Glas, dass ich im Geiste schon die Scherben durch die Luft fliegen sah. Eigentlich hätte mein Glas zerbersten müssen, das hätte diese Attacke niemals ausgehalten, warum es dennoch nicht zerschellte, würde sich noch klären – dazu später. Jedenfalls prostete sie mir dabei zu und hatte ein Grinsen auf dem Gesicht, weil ich wohl ziemlich erschrocken aus der Wäsche geschaut haben musste.

Nach kurzem Zögern erwiderte ich ihrem Zuprosten und schlug nun meinerseits mit meinem Glas an ihren Humpen. Das wirkte, als wolle sich eine Maus durch Kopfnüsse an einem Elefantenbein beim grösseren Tier bemerkbar machen. Sie grinste nun noch breiter, beugte sich zu mir vor und schlang ihren linken Arm um meinen Kopf, zog mich etwas an sie heran und gab mir einen dicken Kuss auf meinen Mund und sagte anschliessend: “Ich heisse Ina! Und wer bist du?”

Ich war so perplex, dass ich nur stammelte: “ich heisse… äh.” Ich hatte doch tatsächlich für einen kurzen Moment meinen eigenen Namen vergessen.

Sie lachte kurz auf und sagte: “Hallo ÄH!” Schön dich kennenzulernen!”

Als ich Ihr schliesslich meinen Namen sagte und ihre Frisur lobte, das sie mir sehr gut gefallen würde, da mir einfach nichts anderes einfallen wollte in dem Moment, gab sie mir nochmal einen dicken Schmatzer auf die Backe.

Wow, dachte ich, zwei Küsse in solch einem kurzen Abstand hintereinander von einer völlig fremden jungen Frau, dass konnte doch wohl nur ein Traum sein und so kniff ich mir in den Arm, doch das schmerzte wirklich.

Als wir später zusammen das Gartenlokal verliessen, bemerkte ich erstmal was für eine gertenschlanke Frau meine neue Bekanntschaft war, die sich meinen Arm geschnappt und daran eingehängt hatte und irgendwelche Belanglosigkeiten von sich gab, die mich aber überhaupt nicht störten, ganz gegen meinem sonstigen Befinden, wenn jemand wirres Zeug redete oder etwas erzählte ohne wirklich etwas zu sagen zu haben. War schon erschreckend in welch kurzer Zeit die Unbekannte, nein, INA, mich ihr zurechtgebogen hatte, ganz nach ihren Wünschen.

Als wir mit den anderen unserer Gruppe eine viel befahrene Straße überquerten, spürte ich plötzlich, wie sich ihre Hand in meine fand und unsere Finger sich ineinander verschränkten. Wir liefen über die Strasse und dabei fiel mir auf, dass Ina sehr merkwürdige Schuhe trug, die mich an Plüschtiere erinnerten, die den Eindruck erweckten, dass, wenn sie damit etwas schneller lief, als würde sie über den Boden schweben und die Strasse gar nicht wirklich berühren. Sehr merkwürdig, hatte sie nicht in dem Gartenlokal hohe Lederstiefel getragen? Meine Erinnerung musste mich getrügt haben!

Irritiert wendete ich meinen Blick wieder von ihrer Fußbekleidung ab und für einen kurzen Moment fiel mein Blick auf ihre Stirn und für einen winzigen Augenblick hatte ich den Eindruck, dass der Leberfleck auf ihrer Stirn, der sich oberhalb zwischen ihren Augen fast in der Mitte befand, ein drittes Auge war, das mir kurz zugeblinzelt hatte. Vielleicht hatte mir jemand was in mein Mineralwasser getan oder ich hatte irgendwelche Halluzinationen.

Als wir die Diskothek endlich erreicht hatten, hielt Ina inne und stoppte uns beide, drehte sich zu mir uns sagte: “Ich mag deine blauen Augen!”

Sowas, ich war mir ziemlich sicher, dass meine Augen braun waren! Egal, wir betraten zusammen mit unseren Freunden den Tanzschuppen und amüsierten uns aufs Prächtigste. Ob es nun daran gelegen haben musste, dass Ina die Getränke bestellte oder ob es der Canabisgeruch, der in der Dunkelheit der Tanzfläche in der Luft hing, die stroboskopischen Lichtblitze, oder einfach nur die Alkoholmenge, die ich inzwischen intus hatte, weiss ich nicht mehr. Jedenfalls hatte meine neue Bekanntschaft es geschafft, mich innerhalb eines Abends vom strengen Antialkoholiker und Nichtraucher in genau das Gegenteil mutieren zu lassen. Das schlimmste daran war aber, dass ich es genoss.

Als wir später an einer Imbissbude zusammen eine Schale Currywürstchen verdrückten, wurde mir so beiläufig klar, was ich da machte: Ich ass voller Genuss FLEISCH! – und das obwohl ich ein strenger Vegetarier war!! Wie hatte diese Frau das nur geschafft?

Anschliessend setzen sich Ina und ich von der Gruppe unserer Freunde ab und flanierten in der hell erleuchteten Fussgängerzone von Schaufenster zu Schaufenster und zu fast jedem Ausstellungsstück hatte Ina etwas zu sagen, das heisst, eigentlich waren es bedeutungslose Worte, aber ich mochte es, wenn sie nur zu mir sprach und dabei sich in meinen schweren Mantel kuschelte, denn mittlerweile wurde es schon merklich kühler, das lag wohl daran, dass der Morgentau so langsam in unsere Körper kriechen wollte.

Nachdem wir weitergingen erhielt Ina einen Anruf auf ihrem Handy. Ich verstand von dem Gespräch nicht viel, da ich mich von der jungen Frau gelöst hatte und nun in einigen Metern Entfernung in ein Schaufester mit Bohrmaschinen schaute. Ich verstand nur soviel, dass sie offenbar einer Freundin erklärte, sie habe nun einen neuen Freund, womit möglicherweise ich gemeint war.

Als wir schliesslich an einem Friseur ankamen, der tatsächlich schon geöffnet hatte, platzte Ina auf einmal mit einer neuen Idee heraus: “Was hältst du davon, wenn ich mich ein wenig verändere und mir eine neue Frisur machen lasse?”

Ich willigte natürlich ein, was sonst hätte ich auch sagen sollen und so setzte ich mich in den Wartebereich am Eingang des Friseurs auf einen Stuhl und lass wahllos in den herumliegenden Frauenzeitschriften bis plötzlich eine recht kleine etwas füllige Schwarzhaarige vor mir stand und mich anlächelte mit den Worten: “Na, wie findest du es” und sich bei diesen Worten vor mir drehte und mich von allen Seiten ihr neues Antlitz anschauen ließ.

Ich war schockiert! War das wirklich meine Ina mit der irren Frisur, die nun lediglich einen schlichten langweiligen kurzhaarigen Bubikopf vorweisen konnte? Wo war die gertenschlanke junge Frau geblieben, die ich den ganzen Abend im Arm gehalten hatte? Wieso hatte diese junge Frau, die auch noch um 10 Jahre gealtert schien und offenbar auch 20 Zentimeter an Grösse verloren hatte, die Unverfrorenheit sich als meine liebliche Ina auszugeben?

Ich war jedoch so durcheinander, dass ich nur einige unsichere Worte stammelte, in denen ich ihr neues Äusseres lobte. Und so stand ich auf einmal auf der Strasse mit einer dicklichen, kleinen älteren Frau, die mir ihre Zunge in den Mund schob und anschliessend fast schon gackernd lachte und dabei wohl auch nach Luft schnappend unbemerkt einen Asthmasprayer aus der Hand zauberte und sich daraus in den Hals sprühte…

Als ich mich zur Seite drehte bemerkte ich, dass die Sonne aufgegangen war und durch mein Fenster schien und mich offenbar geweckt hatte. Plötzlich rüttelte die mutierte Ina an meiner Jacke und verlangte Aufmerksamkeit: “Was ist los? Wo bist du denn?”

Ich antwortete ihr: “Ich bin aufgewacht und merke nun, dass ich nur geträumt habe…”

Worauf sie erwiderte. “Aber ich bin noch immer hier und du redest doch mit mir!”

Ich schaute aus dem Fenster und blickte in die wogenden Äste des Baumes, der sich vor meinem Fester befand, die sich durch den starken Wind bewegten als wollten sie mir versichern, dass ich tatsächlich wieder daheim war. Und so erwiderte ich der verblassenden Frau, die, wenn ich meinen Blick von meinem Schlafzimmerfenster abwandte, vor meinen Augen immer undeutlicher wurde und kaum noch zu erkennen war: “Natürlich, aber du bist nur eine  Simulationen meiner Sinne und meines Unbewussten…!”

Schliesslich war ihr Abbild verschwunden und ich beeilte mich schnell an den Computer zu kommen um dieses unglaubliche Traumerlebnis nachzuerzählen und in Worte zu fassen…

ERWEITERTES, ALTERNATIVES ENDE:

Als ich fast fertig war mit meiner Geschichte klingelte es plötzlich an der Tür und als ich aufmachte, knickten mir fast die Beine weg, denn vor mir stand Ina und sie lächelte mich an! Sie hatte wieder ihre verrückte Frisur und ein makelloses Äussere. Sie schob mich zur Seite fragte: “Wo ist dein Bad?”

Ich zeigte es ihr und kehrte an meinen Rechner zurück, speicherte die Geschichte ab und fuhr den Rechner runter.

Als sie auch schon völlig nackt in der Tür stand, teilte Sie mir mit: “Ich bin vom Planeten WRRRLLOBBS und wir haben ein Verfahren entwickelt, Wesen, die sich in einem Traum befinden, dort festzuhalten und mit ihnen eine schöne Zeit zu verbringen. Und das über sehr weite Enfernungen hinweg, Entfernungen, für die Raumschiffe, ja sogar Radiowellen und Licht, Jahrtausende brauchen würden. Und natürlich sehen wir nicht so aus, wie du mich jetzt siehst, das ist nur das Abbild für Euch Menschen, wir gleichen eher Euren Tintenfischen in Euren Meeren, denn auch wir sind Kopffüssler!”

Dabei schob Sie mich imer weiter auf mein Bett zu und erklärte mir: “Du träumst noch immer, und du wirst dies auch so lange tun, wie ich das möchte, und jetzt mach´ dich in die Kiste, ich will endlich Spass mit einem Erdling!”

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Bildrechte: Coverillustration “TräumeundVisionen” (20110122082624-7f63d0a3.jpg) © 2011 by Lothar Bauer. Nutzung mit freundlicher Genehmigung des Künstlers unter Nennung seiner Webseite: Chaosriggers kleine Welt Blog – http://www.chaosrigger.org/chaosblog

Bildbearbeitung: Bearbeitete Coverillustration “TräumeundVisionen-86-minus72-minus16.jpg” (Originaltitel: 20110122082624-7f63d0a3.jpg) © 2011 by Detlef Hedderich. Nutzung nur mit Genehmigung des Künstlers Lothar Bauer unter Verwendung des Originals.


Leseempfehlung der Redaktion:

Jasmin Novy
Warum Männer Helden und Frauen Schlampen sind
50 Männer & 50 Frauen berichten über ihre skurrilen Erfahrungen

Im Buch blättern

Verlag :      Books on Demand
ISBN :      978-3-8370-0559-2
Preisinfo :      14,90 Eur[D] / 15,40 Eur[A]
Alle Preisangaben in CHF (Schweizer Franken) sind unverbindliche Preisempfehlungen.
Legende: UVP = unverbindliche Preisempfehlung, iVb = in Vorbereitung.
Seiten/Umfang :      116 S. – 12 x 19 cm
Erscheinungsdatum :      1. Aufl. 08.2007

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“Das Buch “Warum Männer Helden und Frauen Schlampen sind” berichtet über peinliche und intime Erfahrungen aus dem Leben von 50 Männern und 50 Frauen. Diese Menschen beschreiben ihr Sexualleben und ihre Erfahrungen über das Zusammenleben mit dem gleichen und dem anderen Geschlecht auf die unterschiedlichsten Art und Weisen. So sind diverse Erlebnisse extrem witzig und skurril, während andere die ernstere Seite des Lebens betrachten.

Das Buch beginnt mit einem Beitrag eines Mannes, der feststellt, dass wir unsere Partnersuche nach dem gleichen Schema wie die Affen praktizieren.

Der letzte Beitrag des Buches stammt von einer Frau, die verdeutlicht, dass Männer und Frauen gar nicht so unterschiedlich sind, die Männer aber als Helden gefeiert und die Frauen als Schlampen abgestempelt werden.

Das Buch ist äußerst interessant für Männer und Frauen. Beide Geschlechter können über das jeweils andere viel lernen. Diese 100 Stories haben es wirklich in sich und man kommt oft aus dem Staunen, Geschockt sein und aber zumeist aus dem Lachen gar nicht mehr raus” Amazon.de

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Paul Boos liest aus seinem Buch: “Paule ist nicht mehr ganz dicht” – Sa. 20. März 2010 / 10.30 – 11.00 Uhr / Sach- und Fachbuchforum, Halle 3 H300 auf der Leipziger Buchmesse.

Erstellt von Detlef Hedderich am 20. März 2010

Erlebnisse und Erfahrungen mit Inkontinenz nach einer Prostataoperation

Der Autor schreibt als Betroffener über das Thema Inkontinenz und möchte es damit aus der gegenwärtigen Tabuzone herausholen. Er berichtet über persönliche Erfahrungen mit seiner Inkontinenz, die nach einer „radikalen Prostatektomie“ entstanden ist – nicht als verbitterter alter Mann, sondern lebensbejahend und fröhlich trotz der Diagnose Karzinom und der voreilig durchgeführten Operation …

Sa. 20. März 2010 / 10.30 – 11.00 Uhr / Sach- und Fachbuchforum, Halle 3 H300
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