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Literatur-Blog

Archiv für Februar, 2010

Pünktlich zum Filmstart von »Boxhagener Platz« am 4. März 2010 erscheint im Ullstein Taschenbuchverlag eine Sonderausgabe zum Film.

Erstellt von Detlef Hedderich am 28. Februar 2010

1968 in Ostberlin: Studentenunruhen und sexuelle Revolution im Westen, Panzer in Prag. Und auf dem Ostberliner „Boxhagener Platz“ erleben Oma Otti (Gudrun Ritter) und ihr zwölfjähriger Enkel Holger (Samuel Schneider) ihre ganz eigenen Abenteuer.

Otti hat schon fünf Ehemänner ins Grab gebracht und dem sechsten geht es auch nicht mehr so gut, als sie Avancen von Altnazi Fisch-Winkler (Horst Krause) und dem ehemaligen Spartakuskämpfer Karl Wegner (Michael Gwisdek) erhält.

Otti verliebt sich in Karl und plötzlich ist Fisch-Winkler tot.

Holger avanciert zum Hobbydetektiv und lernt dabei einiges über die Liebe, die 68er Revolte und wie man mit „revolutionären“ Geheimnissen Frauen rumkriegt. Bis Holger einen Fehler begeht, der ausgerechnet Karl in Gefahr bringt…

Der vielfach preisgekrönte und am Boxhagener Platz aufgewachsene Berliner Regisseur Matti Geschonneck drehte vom 19. März bis Anfang Mai 2009 in Sachsen, Sachsen-Anhalt sowie in Berlin-Babelsberg die Romanverfilmung BOXHAGENER PLATZ, nach dem hoch gelobten Debüt von Torsten Schulz, der auch das Drehbuch verfasste.

Vor der Kamera von Martin Langer sind zu sehen: Gudrun Ritter (Antikörper, Coming Out), Michael Gwisdek (Der Baader Meinhof Komplex, Good Bye Lenin!), Jürgen Vogel (Die Welle, Emmas Glück), Meret Becker (Urlaub vom Leben, Kleine Haie), Horst Krause (Schultze gets the blues), Ingeborg Westphal (Der rote Kakadu), Claudia Geisler (Lichter), Milan Peschel (Netto, Free Rainer), Hans-Uwe Bauer (Das Leben der Anderen) sowie der 14 jährige Samuel Schneider in seiner ersten Kinorolle.

Weitere Informationen unter: www.pandorafilm.de

Torsten Schulz
Boxhagener Platz


Verlag :      Ullstein Taschenbuch Verlag
ISBN :      978-3-548-28150-6
Einband :      Paperback
Preisinfo :      7,95 Eur[D] / 8,20 Eur[A] / 14,90 CHF UVP
Alle Preisangaben in CHF (Schweizer Franken) sind unverbindliche Preisempfehlungen.
Legende: UVP = unverbindliche Preisempfehlung, iVb = in Vorbereitung.
Seiten/Umfang :      ca. 208 S.
Erschienen :      03.2010
Aus der Reihe :      Ullstein Taschenbuch
Ullstein Belletristik 28150

Titel bei buch24.de
Titel bei Booklooker.de

Klappentext: Ostberlin 1968, Boxhagener Platz: Fünf Männer hat Oma Otti schon überlebt, dem sechsten geht es auch nicht gut – kein Wunder, dass sie sich schon mal umsieht. Ihr Enkel Holger bemüht sich unterdessen, den Mord an Fisch-Winkler aufzuklären: Eifersucht? Oder ein Komplott aus dem Westen? Verfilmt von Matti Geschonneck mit Jürgen Vogel, Meret Becker, Milan Peschel, Michael Gwisdek u.a.

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500 PFUND KARTOFFELSALAT – Science-Fiction-Story von Werner Karl

Erstellt von Galaxykarl am 27. Februar 2010

SNARP, machte das Monster und zuckte mit seinem weit aufgerissenen Maul nach Jane. Dem bildhübschen Mädchen quollen die Augen fast so weit aus dem Kopf, wie ihre Brustwarzen sich durch den zerfetzten Astronauten-Suit drückten. An den spärlichen Resten des futuristischen Suits klebten der Sabber des Monsters und einige genau platzierte Spritzer, welche die Vorzüge ihres Körpers geschickt betonten. SLURP. Mit diesem ekeligen Geräusch verschlang das Mistvieh das überaus wohl proportionierte Mädchen mit dichten, lockigen Haaren in einem Satz.

Tommy grinste, warf einen kurzen Blick auf seinen Vater und blätterte auf die nächste Seite.

Captain Terra hörte das Schlürfen und entfernte sich hastig von dem zweiten Untier, dass er soeben mit seinem Lasergewehr fein säuberlich in zwei Hälften zerschnitten hatte. Jetzt stürmte er mit beherzten Schritten seiner Partnerin zu Hilfe. „Verdammtes Vieh, lass sie sofort los!“, brüllte er und sah mit entsetzten Augen, dass die junge Frau nur noch mit den Beinen aus dem glitschigen Maul der Bestie ragte. Aber noch zappelten ihre Beine…

„Vergiss dein Frühstück nicht.“ ermahnte Tommys Vater den leise vor sich hin kichernden Jungen und trank einen Schluck Kaffee. Als er die Tasse absetzte, warf er einen missbilligenden Blick auf das knallbunte Heft, das sein Sohn in den Händen hielt.

„OK, Dad.“ sagte Tommy und biss ein kleines Eck von seinem Erdnussbutter-Brot ab.

Das Vieh musste Probleme mit seiner Beute haben, denn es stand still und machte würgende Geräusche. URRGH. UMPFFH. Captain Terra fluchte und warf das Lasergewehr beiseite…

„Richtig, Captain Terra, du würdest vielleicht Jane damit verletzen…“ murmelte Tommy zwischen zwei Kaubewegungen.

„Wie bitte? Ich hab dich nicht verstanden, mein Junge.“

„Ist schon OK, Dad, hab nur so für mich…“

MUMPFH erklang es aus dem scheußlichen Maul, Captain Terra hatte den Eindruck, dass Jane im Innern des riesigen Rachens mit Fäusten heftig um sich schlug. Tapferes Mädchen, dachte er und hatte eine neue Idee.

Tommy blätterte hastig um und hätte dabei beinahe sein Milchglas verschüttet. Es wackelte gefährlich, blieb aber dann doch stehen. Sein Vater legte seine Zeitung beiseite und trank seinen Kaffee aus. Ein kurzer Blick auf die Uhr, er hatte noch genügend Zeit für ein Gespräch.

„Hör mal, Tommy…“

Captain Terra grinste böse, als er hinter den Rücken der Bestie sprintete. Sein Körper strotzte vor Kraft und im Laufen schnappte er sich sein Lasergewehr vom Boden, schoss aber nicht damit auf die Bestie. Als er seine Position erreicht hatte, stieg er auf einen großen Felsbrocken, legte das Gewehr ab und wuchtete einen riesigen Stein hoch.

„Mann, hat der Kraft…“ Bewundernd blickte Tommy auf die unter dem ebenfalls zerrissenen Astronauten-Dress hervorquellenden Muskeln.

Captain Terra schleuderte mit aller Kraft den gewaltigen Stein an den Hinterkopf des würgenden Monsters, das sofort sein Maul aufriss und durch die Wucht des Treffers seine Beute freigab.

„Jetzt schnapp es dir!“ sagte Tommy laut und sein Vater sah auf die Szene im Heft.

Noch im Sprung vom Felsen schoss Captain Terra mit seinem Lasergewehr auf die Bestie und kommentierte das aufkochende Fleisch des Untiers mit einem gewaltigen „HAH!“

Befriedigt und mit sichtlich mehr Appetit griff Tommy nach seinem Frühstück. Mit glücklichem Strahlen sah er seinen Vater an.

„Gegen wen hat denn dein Captain Terra heute gekämpft?“ fragte dieser.

„Gegen die Plasma-Bestien von Salturia.“

„Salturia? Was ist das? Eine andere Welt?“

„Ja, Salturia ist die Hauptwelt des Plasma-Imperiums. Captain Terra versucht dort die feindliche Flotte zu vernichten.“

„Was, diese Glibberwesen haben Raumschiffe?“ Ungläubig griff er nach dem Heft und besah sich die Monster.
“Du glaubst doch nicht im Ernst Tommy, das Wesen, die aussehen wie 500 Pfund Kartoffelsalat, dazu fähig sind Raumschiffe zu bauen?“ Tommys Vater schüttelte den Kopf. Seiner Miene war anzusehen, dass er von der momentanen Lektüre seines Sohnes nicht begeistert war.

„Warum denn nicht? Das Salturianische Imperium existiert schon seit der Zeit, als unsere Vorfahren noch auf Mammuts zur Jagd gingen.“

„Tommy, das ist ein Comic, keine Realität. Du scheinst das mitunter zu vergessen. Es gibt keine Schlabber-Raumfahrer.“ Er deutete auf die knochenlosen Tentakel in einem Bild, die sich wie dünne Würmer über den Boden erstreckten. „Schau mal, mit solchen Extremitäten kannst du kein Feinwerkzeug bauen, das du aber brauchst, wenn du Computertechnologie, energetische Geräte oder auch wirksame Waffen bauen willst. Solche Wesen würden nie eine Ingenieurstechnik hervorbringen, welche sie dazu befähigt, ins All vorzustoßen.“

Tommys Vater musste es wissen, er war selbst Ingenieur. Tommy hatte mit einem letzten Schluck Milch hinuntergespült und blätterte einige Seiten zurück.

„Aber sieh doch, Dad. Da stehen die Raumschiffe der Plasma-Bestien…“

„Tommy, mein Gott, das haben sich die Zeichner einfallen lassen. Und schau mal genau hin. Siehst du die Masse der Monster, welche die Rampe hinunter gleiten? Das sind viel zu viele, um einen Raumflug – von wo nach wo auch immer – zu überstehen. Wenn die alle an Bord sind, ist da weder Platz für den Antrieb, noch für Lebensmittel und dergleichen mehr…“ Er schüttelte den Kopf. „Ich will dir ja den Spaß nicht verderben, aber dir sollte immer bewusst sein, dass sich das die Macher des Comics haben einfallen lassen. Logik, Realität, technische Machbarkeit, ja sogar die Gesetze der Physik sind denen völlig egal.“

„Oh, Scheiße – tschuldigung – Dad. Physik! Wir schreiben heute eine Arbeit.“ Sagte es, schnappte sich sein Lunchpaket und stürmte mit einem „Bye, Dad.“ aus dem Haus.

„Lass ihm doch seinen Spaß, Robert. Er weiß, dass das nur ein Comic ist.“ Tommys Mutter erhob sich mit nachsichtigem Lächeln und begann den Tisch abzuräumen.

„Ich hoffe es. Ich hoffe es sehr, Martha.“ Er gab ihr einen Kuss, zog sich sein Jackett an, nahm seinen Aktenkoffer und verlies ebenfalls das Haus.

Das Raumschiff war gigantisch und dennoch schwebte es völlig lautlos in die Atmosphäre des blau-weiß gesprenkelten Planeten hinab. Die energetisch und visuell wirksame Tarnvorrichtung arbeitete perfekt. Kein Impuls konnte geortet werden, kein Auge, kein Fernrohr, selbst mit der höchsten Auflösung, hätte es bemerken können. Trotzdem sank das riesige Fahrzeug auf der Nachtseite des Planeten der Oberfläche entgegen. Langsam, denn auch ein unsichtbares Objekt dieser Größe hätte bei schnelleren Bewegungen schlichtweg unnatürliche Luftbewegungen erzeugt und damit mögliche Beobachter misstrauisch gemacht. Doch nichts rührte sich in der Vorortsiedlung auf die es zuhielt, alle Gebäude waren dunkel. Alles schlief.

Für einen kurzen Zeitraum verharrte es still in der Luft und unbekannte Ortungsstrahlen durchpflügten unbemerkt die adretten Häuser, Garagen, Vorgärten und kleinen Parks. Als die Strahlen die kleine Polizeistation erreichten, blieben sie wiederum kurz stehen, zogen dann aber weiter. Das Schiff bewegte sich wieder und flog auf eine große Grünfläche zu, welche mit weißen, geraden Linien in Felder unterteilt war. Ein Gestänge bildete eine Art Tor, doch das Raumschiff zog ohne Reaktion darüber hinweg und landete ebenso lautlos auf der Wiese dahinter.

Die Herrscher sandten einen hypno-suggestiven Impuls aus und die Tech-Primaten reagierten sofort und öffneten ein Schott. Mit leise schmatzenden Geräuschen schob sich eine feucht glitzernde Rampe auf das Gras hinab und setzte fast lautlos auf. Ein Rudel der Tech-Primaten wartete stumpfsinnig am oberen Ende der Rampe, bis sich ein Trupp bewaffneter Kampf-Primaten auf der Wiese verteilte und nach allen Seiten sicherte. Der Anführer der Waffenträger blieb eine Sekunde stehen und sein Blick verlor für den gleichen Zeitraum an Klarheit. Doch sehr schnell verging dieser Augenblick und mit einem befehlenden Grunzen ging er an der Spitze einer Fünfergruppe auf das nächste Haus zu, das am Rande des Spielfeldes stand.

Erst als im weiten Umkreis fast einhundert der Soldaten zum Stillstand kamen, bewegten sich auch die Techniker und verließen vorsichtig das Schiff. Immer wieder blieben sie stehen, erhielten stumme Befehle und begannen dann mit ihrer Arbeit. Alles spielte sich fast lautlos ab. Außer gelegentlichen leisen Grunzlauten sprach niemand ein Wort. Kein Wunder, denn weder die Tech-Primaten, noch ihre bewaffneten Brüder waren der Sprache fähig.

Und dies war genau der Grund, warum Robert, Tommys Vater, keine Chance hatte. Er konnte wieder einmal nicht schlafen und hatte sich auf seine übliche Nachttour begeben. Immer, wenn ihn die Schlaflosigkeit quälte, machte er einen nächtlichen Spaziergang zum Footballfeld. Dort ging er von Position zu Position, spielte alte, berühmte Spiele in Gedanken durch, versetzte sich in die Rolle legendärer Spieler, wie etwa Jerome Bettis oder Daryl Johnston. Nach einiger Zeit machte ihn dies endlich müde und er konnte heimgehen und endlich Schlaf finden.
Heute jedoch…

Robert blieb verdutzt stehen, als er dunkle Gestalten am Rand des Footballfeldes stehen sah. Für einen Augenblick dachte er, noch ein Schlafloser würde einen Spaziergang machen, doch dann viel ihm auf, dass einige der Gestalten überlange Arme hatten, in denen sie Stöcke trugen. Robert machte ein paar Schritte auf sie zu und erkannte als Ingenieur mit einem Blick im fahlen Mondlicht, dass die Stöcke eine verteufelte Ähnlichkeit mit Gewehren hatten. Er versuchte noch sich umzudrehen, da griff ein fremder, überaus mächtiger Geist in seine Gedanken ein und blockierte in derselben Sekunde seinen Körper. Er stand wie vom Donner gerührt und konnte sich weder bewegen, noch einen Ruf ausstoßen.

Mit aufsteigender Angst blickte er auf eine schleimig wirkende Rampe, die hinter den Affenwesen, die er nun erkennen konnte, schräg hinauf auf ein erleuchtetes Rechteck führte, in dem nun Bewegung wahrzunehmen war. Seine Angst steigerte sich in schiere Panik, als sein Gehirn verarbeitete, was ihm seine Augen präsentierten. Ein Wesen, so unglaublich hässlich, das Robert sich geschüttelt hätte, wäre er zu einer Bewegung fähig gewesen. Von Tausenden nässenden, Warzen ähnlichen Auswüchsen übersät, schlabberte eine Ausgeburt der Hölle auf das obere Ende der Rampe zu und blieb mit wabbelnden Körpermassen stehen. Nein, es schob sich einige Zentimeter weiter, bevor der gewaltige Körper zum Stillstand kam. Das Wesen hatte angehalten, aber die Fett- und Weiß-der-Kuckuck-was-Massen bebten aber noch nach, vibrierend und zitternd. Robert war mit schrecklicher Nüchternheit klar, was er da vor sich sah: Ein Glied- und Knochenloses Ungetüm, das niemals von der Erde stammen konnte.

Salturianer, schoss es ihm durch den Kopf. Im gleichen Augenblick verwarf er natürlich diese Assoziation. Es gab kein Salturianisches Imperium! Aber nun begann das Schleimmonster die Rampe hinunter zu gleiten, nein, es schlitterte fast. Robert erkannte aber sofort, dass es seine wellenartigen Bewegung und seitlichen Schlenker bewusst ausführte. Die Ähnlichkeit mit dem eleganten Wedeln eines Skifahrers drängte sich ihm auf.

WAS IST EIN SKIFAHRER! donnerte eine brutale Stimme in seinen Kopf so laut auf, dass es ihm den Schädel auseinanderzusprengen drohte.

Anstelle einer Antwort, stöhnte Robert nur entsetzt auf, doch sein Unterbewusstsein lieferte dem Wesen die Antwort.

AAAHH, eine körperliche Ertüchtigung ohne Nutzen und Wert für eine Gesellschaft. Wir verstehen.

Robert fühlte sich missbraucht, ohnmächtig stemmte sich sein Intellekt gegen die sich in seinem Kopf breit machenden Gedanken. Ihm war völlig klar, dass dieser Angriff auf sein Selbst von dem Schlabberwesen auf der Rampe stammte, dessen Ende es nun erreicht hatte.

Wir gestatten unseren Tech-Primaten ab und zu ähnliche Tätigkeiten. Das erhält ihre körperliche Funktion. Sehr primitiv, sehr unnütz, aber manchmal notwendig.

Robert war zu nichts mehr fähig, als seinen Ekel in deutliche Gedankenbilder zu formen.

Du… ekelst dich vor uns? Warum? WIR sind die HERRSCHER! Du bist nicht viel anders als unsere Primaten-Sklaven. Wir setzen diese dummen Tiere für Arbeiten ein, zu deren Ausführung wir nicht geschaffen sind. ABER WIR HERRSCHEN! WIR DENKEN! Andere arbeiten für uns, sterben für uns und wieder andere…

Das Untier stand nun unmittelbar vor dem gelähmten Menschen.

…dienen uns als Nahrung.

Dachte es und verschlang mit einem einzigen lauten SLURP Tommys Vater.

- Ende -

Copyright © 2010 by Werner Karl

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Autorenwerkstatt: “Die Reconquista” – Hintergrundbericht zu Lea Kortes historischem Roman: “Die Maurin”

Erstellt von Detlef Hedderich am 26. Februar 2010

Die Reconquista.
Wir schreiben das Jahr 710 ...

Vor den Spaniern, den Kastiliern und auch vor den Mauren herrschten die Westgoten über die Iberische Halbinsel und würden dies vielleicht auch heute noch tun, wenn sich Graf Julian – so die Sage – nicht darüber erbost hätte, dass König Roderich seine Tochter Florinda zu seiner Mätresse gemacht hatte.

Graf Julian hatte seinen Augenstern an dessen Hof geschickt, weil sie dort ihre Bildung vervollkommnen sollte. Eines Tages entdeckte König Roderich das schöne Kind, als es in aller Unschuld ein Bad im Tajo nahm, verliebte sich in sie und machte sie zu seiner Geliebten.

In seiner grenzenlosen Wut wandte sich Graf Julian an Táriq, den muslimischen Statthalter von Tanger, und bewog ihn, in Kastilien einzufallen.

Schon auf seinem ersten Eroberungsfeldzug in dem ebenso reichen wie verwundbaren Land war Táriq ibn Ziyad mit seinen rund 7000 Mann (überwiegend Berber) mehr als erfolgreich, so dass er auf der iberischen Halbinsel immer ausgedehntere Feldzüge unternahm.

In den nächsten fünf Jahren (711-716) machten sich er und Musa ibn Nusayr mit ihren Heeren die ganze Iberische Halbinsel untertan und gaben ihr den klangvollen Namen „Al-Andalus“.

Der Vorstoß der Mauren in Europa wurde 732 in Frankreich durch Karl Martell in der Schlacht bei Tours und Poitiers beendet.

Schon wenige Jahre später begann eine Gegenbewegung, Reconquista (Rückeroberung) genannt, während der die Kastilier (und die Portugiesen) ihr Land Stück um Stück von den Mauren zurückeroberten.

Die Reconquista lässt sich in drei Phasen unterteilen:

1. Phase 718-1084

Beginnend 718 mit der christlichen Rebellion in Asturien – und endend 1085 mit der Rückeroberung von Toledo.

Die berühmteste Schlacht in dieser Zeit war wohl die „Schlacht von Clavijo“.

Angeblich fand sie im Mai 844 in der Nähe von Clavijo zwischen dem Heer von Ramiro I. von Asturien und dem des Emirs Abd ar-Rahman II statt. Der Sage nach hat Ramiro in dieser Schlacht gesiegt; neuere Forschungen bezweifeln dies. Einer Legende aus dem 12. Jahrhundert nach erschien der Heilige Jakobus (Santiago) bei dieser Schlacht auf einem weißen Schimmel und verhalf den Christen zum Sieg. Jakobus erhielt später den Beinamen „Matamoros“ (Maurentöter) und verdankt seinen Status als spanischem Nationalheiligen auch dieser Schlacht. Er wurde zur Integrationsfigur des christlichen Spaniens. Zentrum des Kults um seine Figur wurde sein Grab in Santiago de Compostela.

2. Phase 1086-1212

Nach der Eroberung Toledos sahen die Mauren sich in ihrer Existenz bedroht und riefen die nordafrikanische Berberdynastie der „Almoraviden“ ins Land, welche in der Tat weitere Rückeroberungen verhindern konnten – und sich dafür an die Machtspitze von Al-Andalus setzten. In dieser Phase wurden die Auseinandersetzungen mehr und mehr zu einem Religionskrieg – auch für die Christen. Ritterorden nach dem Vorbild der Tempelritter wie der Santiagoorden wurden gegründet; die Päpste riefen zum „Kreuzzug“ gegen die Mauren auf. Auch der spanische Volksheld „El Cid“ (1043-1099) gehört in diese Zeit.
Bemerkenswert ist, dass in dieser Zeit viele wirtschaftliche und persönliche Verbindungen zwischen den Mauren und Christen bestanden. So entstammten zum Beispiel die früheren Könige von Navarra den Familien Banu Qasi und Tudela.

Der Wendepunkt trat im Jahre 1212 ein, als es bei Navas de Toloso (Provinz Jaén) zu einer entscheidenden Schlacht zwischen Christen und Muslimen kam, einer Schlacht, die man als die größte des Mittelalters bezeichnet. Ein Bündnis aus Kastilien, Aragón und Leon unter Alfonso VIII konnte die maurischen Almohaden (Nachfolger der Almoraviden) unter dem Kalifen Muhammad an-Nasir besiegen und strafte damit den Ruf der Unbesiegbarkeit der Almohaden Lügen.

3. Phase 1213-1492

In den nächsten Jahren fielen 1236 Córdoba, 1248 Sevilla und 1261 Cádiz an die Christen zurück. Nach der Eroberung Murcias (1265) blieb den Mauren nur noch das Emirat von Granada als kastillischer Vasallenstaat, ein Emirat, das sich immerhin noch bis Malaga hinunterzog.

In meinem historischen Roman „Die Maurin“ beschreibe ich – verwoben in die Geschichte (der fiktiven) Zahra as-Sulamis und ihrer Familie – die letzten, besonders harten Jahre der Reconquista von 1478 bis 1492. Um den Lesern meines Romans nicht die Spannung zu nehmen, muss ich an dieser Stelle leider mit dem Erzählen aufhören.

Wer mehr darüber erfahren möchte, kann sich hier einfach den Roman bestellen, entweder verlagsneu bei buch24 oder gebraucht bei booklooker:

Lea Korte
Die Maurin

Roman
Verlag :      Droemer Knaur
ISBN :      978-3-426-50230-3
Einband :      Paperback
Preisinfo :      9,95 Eur[D] / 10,30 Eur[A]
Alle Preisangaben in CHF (Schweizer Franken) sind unverbindliche Preisempfehlungen.
Legende: UVP = unverbindliche Preisempfehlung, iVb = in Vorbereitung.
Seiten/Umfang :      672 S. – 19,0 x 12,5 cm
Erschienen :      01.02.2010

Titel bei buch24.de
Titel bei Booklooker.de

Klappentext: Andalusien im 15. Jahrhundert: Zwischen Mauren und Christen toben erbitterte Kämpfe Kämpfe, die auch das Leben der jungen Zahra nicht unberührt lassen. Als Hofdame und enge Vertraute Aischas, der Hauptfrau des Emirs, gerät sie in ein grausames Spiel aus Intrigen und rücksichtslosen Machtkämpfen. Dann verliebt sie sich ausgerechnet in den Kastilier Gonzalo eine Liebe, die sie in tödliche Gefahr bringt Eine spannende historische Epoche und eine verbotene Liebe…

Zur Leseprobe bei droemer-knaur

Zur Buchbesprechung bei buchrezicenter.de

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“Fußballspannung” – mit Beiträgen von Alfred Bekker, Joachim Masannek, Christian Bieniek, KNISTER, Thomas Fuchs, und vielen mehr.

Erstellt von Detlef Hedderich am 26. Februar 2010

Neu im Januar 2010: Fußballspannung

Cover FußballspannungAntonia Wehrhahn (Hrsg.)
Fußballspannung

Broschiert: 168 Seiten
Verlag: Arena (Januar 2010)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 340150178X
ISBN-13: 978-3401501789

Titel bei buch24.de
Titel bei Booklooker.de

Foul! Pfiff! Rote Karte! – Flanke! Fallrückzieher! TOOOR!!! – Auf dem Fußballfeld geht es immer heiß her. Für alle, die vom Fußballspielen nicht genug bekommen, gibt es jetzt den ultimativen Titel zum Schmökern nach dem Abpfiff. Mit Beiträgen von Alfred Bekker, Joachim Masannek, Christian Bieniek, KNISTER, Thomas Fuchs, und vielen mehr.

Der Band enthält unter anderem die Erzählung “Der Zauberfußball” von Alfred Bekker, die so beginnt:

“Dieser Ball ist etwas ganz Besonderes und ich würde ihn am liebsten gar nicht verkaufen, mein Junge.”

Paul sah zu dem eigenartigen Mann auf. Er war sehr groß und dürr. Sein Gesicht war sehr faltig und er hatte kein einziges Haar auf dem Kopf. Er trug einen Ledermantel, der bis zum Boden reichte und war Paul von
Anfang an unheimlich vorgekommen, dass er sich erst gar nicht zu ihm an den Stand getraut hatte …

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Rezensionsanfragen für Freiexemplare zur Besprechung auf buchrezicenter.de werden gerne entgegengenommen, bitte per e-mail an: postmaster@alfredbekker.de

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Autorenwerkstatt: “Catalina de Erauso” – Hintergrundbericht zu Lea Kortes historischem Roman: “Die Nonne mit dem Schwert”

Erstellt von Detlef Hedderich am 25. Februar 2010

Eine Frau geht ihren Weg – von Lea Korte:

Catalina de Erauso
(*1592 in San Sebastian – 1650 in Cuetlatxa, Mexiko)

Catalina de Erauso wurde 1592 als die Tochter des Hauptmanns Don Miguel de Erauso und seiner Frau Donna Maria Perez de Galarrage y Arre in San Sebastian geboren. Schon als Vierjährige brachten die Eltern das rebellische Mädchen in das Dominikanerinnenkloster San Sebastian el Antiuguo, wo auch schon ihre älteren Schwestern untergebracht waren. Von Anfang an wehrte sich Catalina gegen das Klosterleben. Kurz vor ihrer Weihe gelangte sie in den Besitz der Klosterschlüssel und konnte so den verhassten Mauren entfliehen.

Schnell wurde Catalina klar, dass sie „draußen“ nicht als Frau überleben konnte, wenn sie nicht als Hure enden wollte. Sie beschaffte sich Jungenkleider und verdingte sich als Page und Kaufmannsgehilfe. Immer wieder musste sie aus ihren Anstellung fliehen, weil ihre Tarnung aufzufliegen drohte: ihre Männerverkleidung war zu ihrer Zeit ein schweres Vergehen gegen die Kirchengesetze und konnte mit dem Tod auf dem Scheiterhaufen bestraft werden.

Nach einigen Jahren heuerte sie in Sevilla auf einer Galeone an. Als das Schiff vor Panama ankerte, flüchtete sie von Bord und schlug sich ins spanische Vizekönigreich Peru durch. In der ersten Zeit arbeitete sie in Trujillo als Kaufmannsgehilfe, wurde dann aber von der Geliebten ihres Herrn so sehr mit amourösen Absichten bedrängt, dass sie erneut fliehen musste und schließlich in den Fängen der spanischen Armee landete. Nach dem ersten Schrecken fand sie Gefallen am Soldatenleben und arbeitete sich bis zum Fähnrich hoch.

In der Armee begegnete sie ihrem Lieblingsbruder Miguel, der es inzwischen zum Hauptmann gebracht hatte. Erst als Miguel bei einem Schusswechsel im Sterben lag, wurde ihm klar, dass sein Fähnrich in Wahrheit seine kleine Schwester war. Wieder musste Catalina fliehen, verdingte sich in der Silberstadt Potosí, nahm dann aber wieder ihre Soldatenlaufbahn auf: bei der legendären Schlacht von Callao kämpfte sie auf der spanischen Seite gegen den berüchtigten Piraten Spielbergen und erlitt schwere Verletzungen.

Bei der Versorgung ihrer Wunden flog ihre Tarnung endgültig auf. Man überführte sie in ein Nonnenkloster. Da ihre Geschichte großes Aufsehen erregte, brachte man sie vor das Inquisitionsgericht von Madrid. Tausende von Schaulustigen empfingen die „Nonne Fähnrich“. Wegen ihrer großen Verdienste als Soldat sprachen die hohen Inquisitoren sie frei und der König setzte ihr eine Leibrente aus.

Aber auch jetzt wollte Catalina nicht wieder als Frau leben. Sie pilgerte nach Rom und bat den Papst um eine Privataudienz. Er unterzog sie einer Jungfernprüfung, um festzustellen, ob sich hinter ihrem Wunsch ein schändliches Bestreben verbarg. Da sie trotz ihres bewegten Lebens noch immer „unversehrt“ war, erteilte er ihr die spektakuläre Erlaubnis, bis zu ihrem Tod weiter Männerkleider zu tragen – was ihre Berühmtheit noch erhöhte. Sie kehrte zurück nach Peru und lebte dort als Händler.

In ihrer Autobiografie, die noch zu ihren Lebzeiten unter dem Titel „Die Nonne Fähnrich“ erschienen ist – dichtet sich Catalina amouröse Abenteuer mit Frauen an. Nie werden wir mit Sicherheit wissen, ob sie wahr sind.

Lea Korte hat Catalinas Leben in dem historischen Roman „Die Nonne mit dem Schwert“ verarbeitet:

Lea Korte
Die Nonne mit dem Schwert

Verlag :      Droemer Knaur
ISBN :      978-3-426-63386-1
Einband :      Paperback
Preisinfo :      8,95 Eur[D] / 9,20 Eur[A]
Alle Preisangaben in CHF (Schweizer Franken) sind unverbindliche Preisempfehlungen.
Legende: UVP = unverbindliche Preisempfehlung, iVb = in Vorbereitung.
Seiten/Umfang :      480 S. – 18,0 x 11,5 cm
Erschienen :      01.04.2007

Titel bei buch24.de
Titel bei Booklooker.de

Klappentext: Spanien im 17.Jahrhundert: Die 15jährige baskische Adlige Catalina de Erauso wird von ihren Eltern ins Kloster gesteckt, doch kurz vor der Weihe gelingt ihr die Flucht in die Freiheit. Schnell merkt Catalina, dass sie in der Welt als Frau nicht überleben kann. Sie verkleidet sich als Mann – ein unverzeihlicher Frevel im Zeitalter der Inquisition – und lässt sich ein auf ein Leben voller Gefahren, das sie bis nach Südamerika führt. Sie sucht dort ihren Geliebten, der von ihrer wahren Identität selbst dann noch nichts ahnt, als sie Seite an Seite mit ihm in der königlichen Armee kämpft Der Roman einer mutigen Frau, die das Unmögliche wagte und deren Leben ein einziges Abenteuer war.

Leserprobe zu “Die Nonne mit dem Schwert”

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Pressemeldung: «Ich fahre schwarz»-Shirt schützt nicht vor Strafe – In Studien zur Rechtswissenschaft Band 220 erklärt Katrin Hagemann: Rechtliche Probleme des Schwarzfahrens in öffentlichen Verkehrsmitteln.

Erstellt von Detlef Hedderich am 24. Februar 2010

Pressemeldung (ZITAT): Hannover (dpa) – “Ein T-Shirt mit dem Schriftzug «Ich fahre schwarz» schützt einen Fahrgast ohne Ticket nicht vor Strafe. Das Amtsgericht Hannover verurteilte am Mittwoch einen 38-Jährigen, der dreimal ohne gültiges Ticket in der Straßenbahn erwischt worden war.

Der Mann hatte angegeben, er habe das T-Shirt deutlich sichtbar getragen und deswegen keine Leistungen erschlichen. Der Richter betonte dagegen, dies sei unerheblich, da der Mann weder den Fahrer noch die Kontrolleure vor der Abfahrt auf den Aufdruck aufmerksam gemacht hatte. Er verurteilte den Hartz-IV-Empfänger zu einer Geldstrafe von 500 Euro. Zudem muss er die Gerichtskosten und das erhöhte Fahrgeld zahlen…

Kompletten Pressetext lesen.

Empfehlung der Redaktion:

Katrin Hagemann
Rechtliche Probleme des Schwarzfahrens in öffentlichen Verkehrsmitteln

Verlag :      Kovac, J
Website: http://www.verlagdrkovac.de
ISBN :      978-3-8300-3717-0
Preisinfo :      85,00 Eur[D] / 87,40 Eur[A]
Alle Preisangaben in CHF (Schweizer Franken) sind unverbindliche Preisempfehlungen.
Legende: UVP = unverbindliche Preisempfehlung, iVb = in Vorbereitung.
Seiten/Umfang :      262 S. – 21 x 14,8 cm
Gewicht :      331 g
Aus der Reihe :      Studien zur Rechtswissenschaft 220
85,00 Eur[D]

Titel bei amazon.de

Klappentext: “Guten Tag. Die Fahrscheine bitte!”
Schwarzfahren ist ein Massenphänomen. Auf rund 250 Millionen Euro schätzt der Verband deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) den jährlich durch Schwarzfahren verursachten Schaden. Trotz der hohen praktischen Relevanz fehlte bislang eine umfassende Monographie sowohl zu den zivil- als auch zu den strafrechtlichen Problemstellungen des Schwarzfahrens. Diese Lücke schließt das Werk.

Eingehend stellt die Autorin dar, wie in Praxis, Literatur, Rechtsprechung und Gesetzgebung dem Problem des Schwarzfahrens begegnet wird. Anschließend werden die Querschnittprobleme Rechtsnatur und Inhalt des Beförderungsvertrags, Vertragsschluss und Rechtsnatur des Fahrscheins einer Lösung zugeführt. Im Hauptteil erläutert die Autorin an Hand von Fallbeispielen die zivil- und strafrechtlichen Probleme des Schwarzfahrens unter besonderer Berücksichtigung verschiedener Beförderungsbedingungen. Dabei geht die Autorin ausführlich auf die Auslegung des Begriffs “Erschleichen” im Rahmen des § 265a StGB und auf das Problem des minderjährigen Schwarzfahrers ein und entwickelt eigene Lösungsansätze. Nach der Schilderung und Lösung verschiedener Spezialprobleme wie des gefälschten Fahrscheins unterbreitet die Autorin Vorschläge zur Verbesserung einschlägiger Normen.

Was meinen denn unsere Besucher/Leser? Soll man das Schwarzfahren tolerieren oder schneidet man sich damit ins eigene Fleisch, weil man dadurch letztlich noch höhere Fahrkartenpreise produziert und anschliessend hinnehmen muss? Schreibt uns doch mal Eure Meinung dazu unter “Kommentare”!

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Autorenporträt Lea Korte

Erstellt von Detlef Hedderich am 24. Februar 2010

Vielleicht sollte ich zunächst etwas darüber erzählen, wie ich lebe: Ich bin Jahrgang 63, verheiratet, habe zwei Kinder (9 und 13), einen (reichlich!) verrückten Hund und eine schwarze Katze, die auch nicht viel normaler als der Hund ist und damit kann sich sicher schon jeder denken: Langeweile kommt bei uns höchst selten auf!

Seit etwa 18 Jahren lebe ich überwiegend in Spanien. Wie ich dahingekommen bin? Nun, mit 12 war ich mit meinen Eltern zum ersten Mal am spanischen Mittelmeer und habe damals sofort „beschlossen“, dass ich dort später leben will. Bis ich es dann wirklich tun konnte, hat allerdings noch ein paar Jährchen gedauert. Mit dem Schreiben war es ähnlich: Das war auch so ein früher “Beschluss”, nur wenige Monate danach. Da hatte ich gerade die Buddenbrooks für mich entdeckt und war dermaßen begeistert, dass ich danach nicht nur noch mehr las, sondern auch anfing, meine ersten eigenen Schreibversuche zu machen. Dass ich heute tatsächlich in Spanien lebe und inzwischen mein siebtes Buch veröffentlicht habe, zeigt, dass Kinderträume keine Träume bleiben müssen.

Die Maurin” ist mein zweiter historischer Roman. Zuvor habe ich “Die Nonne mit dem Schwert“ geschrieben. Beide sind Mischungen von facts und fiction: „Die Nonne mit dem Schwert“ beruht auf der Autobiografie von Catalina de Erauso:  „Die Nonne Fähnrich“; „Die Maurin“ erzählt die Geschichte von Zahra as-Sulami und ihrer Familie und zugleich die letzten fünfzehn Jahre der Reconquista.

Ein großer Teil meiner Arbeit besteht bei den Historischen Romanen natürlich in der Recherche – und ich finde diesen Teil sehr, sehr spannend. Da ich gesehen habe, dass es vielen meiner Leser ähnlich geht, poste ich bei facebook unter „Lea Korte – Historische Romane“ regelmäßig neue historische Hintergrundinformationen (oder auch einfach einmal nur lustige Anekdoten) zu meinen Büchern, die man natürlich – neben vielen anderen Dingen – auch auf meinem Blog www.leakorte.wordpress.com und meiner Webseite www.leakorte.com nachlesen kann.

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Link zur Leseprobe für die Maurin
Link zur Leserprobe “Die Nonne mit dem Schwert”

Lea Korte bei Booklooker.de

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Im Verlag Schöningh Paderborn erscheint am 17. März 2010: Ulrike Freitag: Saudi-Arabien – Ein Königreich im Wandel?

Erstellt von Detlef Hedderich am 23. Februar 2010

Pressemeldung: Saudi Arabien – Dienstmädchen rächt sich mit Urin im Essen – Gericht verurteil sie zu 200 Peitschenhieben…

Dschidda (dpa) – “Ein Gericht in Saudi-Arabien hat ein Dienstmädchen zu 200 Peitschenhieben und einem Jahr Haft verurteilt, weil sie ihren Dienstherren Urin ins Essen gemischt hatte. Laut einem Bericht der Zeitung «Arab News« vom Dienstag, behaupteten Angehörige der Familie, in deren Haus die Frau aus Südostasien gearbeitet hatte, sie habe zudem «schwarze Magie» gegen sie praktiziert. Die Angestellte, die zu dem Termin im Gericht der Hafenstadt Dschidda nicht erschien, soll ausgesagt haben, sie habe ihren eigenen Urin aus Rache ins Essen gemischt. Die Familie habe sie schlecht behandelt.

Internationale Menschenrechtsorganisationen kämpfen seit Jahren vergeblich gegen die Ausbeutung und Misshandlung ausländischer Hausangestellter in den arabischen Golfstaaten. Die Arbeitgeber haben ihr Personal meist völlig in der Hand, weil die Gastarbeiter nicht ohne ihre Einwilligung den Job wechseln dürfen. Außerdem nimmt ihnen der Arbeitgeber in der Regel den Pass ab, so dass sie auch nur mit seiner Zustimmung das Land verlassen können. Laut Medienberichten liefen in der saudischen Stadt Taif in der vergangenen Woche fünf Hausmädchen aus Südostasien gemeinsam fort, während ihre Arbeitgeber beim Abendessen saßen. Diese verständigten daraufhin die Polizei…”

Im März 2010 fragt:

Ulrike Freitag (Hrsg.)
Saudi-Arabien

Ein Königreich im Wandel?
Verlag :      Schöningh Paderborn
ISBN :      978-3-506-76932-9
Einband :      kartoniert
Preisinfo :      ca. 24,90 Eur[D] / ca. 25,60 Eur[A] / ca. 44,00 CHF UVP
Alle Preisangaben in CHF (Schweizer Franken) sind unverbindliche Preisempfehlungen.
Legende: UVP = unverbindliche Preisempfehlung, iVb = in Vorbereitung.
Seiten/Umfang :      ca. 256 S.
Erscheiungstermin :      1. Aufl. 17.03.2010

Titel bei buch24.de
Titel bei Booklooker.de

Wir würden uns freuen, wenn auch die Besucher/Leser unserer Homepage sfbasar.de ihre Meinung zu diesem Thema unter Kommentare abgeben würden! Wenn genügend zusammenkommen, werden wir versuchen, einige Preisrätseltitel vom Verlag zu erhalten um sie an unsere Besucher/Leser zu verlosen!

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PREISRÄTSEL / GEWINNSPIEL: 5 x 1 (KOSTENLOSES!) EXEMPLAR: Denis Lehane – Shutter Island (TB)

Erstellt von Detlef Hedderich am 23. Februar 2010

Denis Lehane – Shutter Island
Verfilmt von Martin Scorsese –
mit Leonardo DiCaprio und Ben Kingsley
Filmstart 25. Februar 2010

Sonderausgabe zum Film
Dennis Lehane
Shutter Island
Thriller
368 Seiten
mit vierfarbigem Bildteil
€ [D] 7,95 / € [A] 8,20 / sFr 14,90
ISBN 978-3-548-28124-7
Erscheint im März 2010
www.ullstein-taschenbuch.de

US-Marshal Teddy Daniels setzt von Boston über nach Shutter Island. Aus dem dortigen Ashecliffe Hospital für psychisch kranke Straftäter ist eine Patientin verschwunden. Gerade als Daniels und sein Partner mit den Ermittlungen beginnen, bricht ein verheerender Hurrikan los. Die Verbindung zum Festland reißt ab, die Insel versinkt im Chaos.

»Für jeden anspruchsvollen Thriller-Fan ist dieses Buch ein Muss. Genial!« Stern

»Eines von diesen wahnsinnig spannenden Büchern, die man unmöglich aus der Hand legen kann.« Die Zeit

Dennis Lehanes Thriller stehen regelmäßig auf der Krimi-Bestsellerliste und wurden bereits mehrfach mit Preisen ausgezeichnet und verfilmt. Clint Eastwoods Verfilmung von Mystic River erhielt mehrere Oscars.

ZUR BUCHREZENSION BEI BUCHREZICENTER.DE

Titel bei buch24.de
Titel bei Booklooker.de

Preisrätsel 5 x 1 Exemplar: Wer ein Exemplar erhalten möchte einfach folgende Frage richtig beantworten und einsenden an sfbgewinne@buchrezicenter.de (im Betreff bitte den Gewinntitel angeben!): Welche Art von Patienten befinden sich im Ashecliffe Hospital? Sobald 20 richtige Mails eingetroffen sind, werden die Gewinner daraus gezogen, wie immer ist der Rechtsweg ausgeschlossen! Die Gewinner des Preisrätsels heißen: Anja Hübner, Jan Kallscyk, Eric Schauzer, Ute Decker und Daniela Joachim, Herzlichen Glückwunsch, die Titel wurden an die angegebenen Adressen versendet! Vielen Dank an alle Mitspieler! Besten Dank auch beim Verlag für die Preisrätseltitel!

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Pressemeldung: Fast 200 Kinder seit August im Norden des Jemen getötet! – Hardcoverausgabe: Kindersoldaten und bewaffneter Konflikt von Sabine Schorlemer im Peter Lang Verlag erschienen.

Erstellt von Detlef Hedderich am 22. Februar 2010

Bei den Kämpfen zwischen Armee und Aufständischen im Norden des Jemen sind einer Menschenrechtsorganisation zufolge seit August 187 Kinder getötet worden. Sowohl die schiitischen Rebellen als auch eine Pro-Regierungs-Miliz hätten Kindersoldaten eingesetzt, beklagte die Kinderschutzorganisation SEYAJ am Montag. 71 Prozent der getöteten Kinder seien bei den Kämpfen getötet worden, die restlichen seien aus Mangel an Nahrung oder Medikamenten gestorben. Die Organisation hatte die Studie in Zusammenarbeit mit dem UN-Kinderhilfswerk UNICEF erstellt.

Sabine Schorlemer
Kindersoldaten und bewaffneter Konflikt
Nukleus eines umfassenden Schutzregimes der Vereinten Nationen
Verlag :      Lang, Peter Frankfurt
ISBN :      978-3-631-58798-0
Einband :      gebunden
Preisinfo :      59,80 Eur[D] / 61,50 Eur[A] / 87,00 CHF UVP
Alle Preisangaben in CHF (Schweizer Franken) sind unverbindliche Preisempfehlungen.
Legende: UVP = unverbindliche Preisempfehlung, iVb = in Vorbereitung.
Seiten/Umfang :      XVIII, 408 S. – 21,0 x 14,8 cm
Erschienen :      1. Aufl. 11.2009
Aus der Reihe :      Dresdner Schriften zu Recht und Politik der Vereinten Nationen /Dresden Papers on Law and Policy of the United Nations 9
59,80 Eur[D]

Titel bei Amazon.de

Die missbräuchliche Rekrutierung und Verwendung von Kindern im bewaffneten Konflikt ist ein weltweites, sich verschärfendes Problem. Damit einher gehen schwerste Menschenrechtsverletzungen, z. B. systematische Entführungen. Dieser Band analysiert ausgehend vom humanitären Völkerrecht den Status von Kindersoldaten in den geltenden Menschenrechtsabkommen und macht deutlich, dass aufgrund der unter dem Dach der Vereinten Nationen seit den 1990er Jahren eingeleiteten Reformen (u. a. Fakultativprotokoll zur UN-Kinderrechtskonvention, Sicherheitsratsresolutionen, Völkerstrafgerichtsbarkeit) eine Erweiterung des Schutzregimes für Kindersoldaten erfolgte. Dieses umfasst verstärkt auch Postkonfliktsituationen und sanktioniert neben der rechtswidrigen Rekrutierung und Verwendung von Kindersoldaten auch neue Tatbestände, wie etwa sexuelle Gewalt.

Aus dem Inhalt: Rekrutierung und Verwendung von Kindersoldaten – Sexuelle Gewalt an Kindern – Zwangsarbeit – Genfer Konventionen – UN-Sicherheitsrat – UN-Menschenrechtsrat – UNICEF – KRK – Europäische Union – UN-Kinderrechtskonvention und Fakultativprotokoll – Postkonfliktsituationen – UN-Kinderrechtsausschuss – Individualbeschwerdeverfahren.

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