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Literatur-Blog

Archiv für Februar 21st, 2009

Aufstand der Lykaner

Erstellt von Galaxykarl am 21. Februar 2009

Greg Cox
Aufstand der Lykaner

Underworld Band: 4
Verlag: Panini Books
Reihe: Horror
ISBN: 383321798
Umfang: 313 Seiten
Originaltitel: Underworld: Rise of the Lycans (2008)
Erschienen: 2009
Übersetzer: Timothy Stahl
Titelbild: tab visuelle kommunikation
Rezensiert von: Werner Karl

Für die Horror-Freunde sind nun Vampire und Werwölfe sicherlich die Lieblingskreaturen. Um so schaurig-schöner, wenn beide Spezies gemeinsam in einer Geschichte auftreten. Oder besser gesagt gegeneinander, denn in den Underworld-Filmen (Underworld, Underworld: Evolution und nun eben Underworld: Aufstand der Lykaner) und den parallel dazu erscheinenden Romanen sind Vampire und Werwölfe erbitterte Feinde. Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass es einen vierten – bisher unverfilmten – Roman mit dem Titel Underworld: Blutfeind gibt, der die unmittelbare Vorgeschichte zu den Filmen erzählt.

Der aktuellste Band Aufstand der Lykaner kehrt noch weiter in die Vergangenheit zurück. Seit fast tausend Jahren tobt ein Krieg zwischen beiden Gattungen, welche beide ihre Abstammung auf ein Brüderpaar zurückführen können. Williams Verwandlung zum ersten Werwolf geschah auf die klassische Weise, nämlich durch den Biss und die daraus verursachte Infektion durch einen Wolf. Natürlich fragt sich ein moderner Mensch, warum nicht alle von Wölfen gebissenen Menschen sich in Werwölfe verwandeln, aber nehmen wir es einfach als phantastisches Element als gegeben an. Sein Bruder Marcus mutiert mit der Zeit zum ersten Vampir, wobei hier nicht erwähnt wird, wie und vor allem warum dies geschieht. Sei´s drum.

Es vergehen wie gesagt fast tausend Jahre, in denen sich die Infizierten und Nachkommen beider Rassen mit aller Kunst massakrieren. Nun, zu Beginn der vorliegenden Geschichte, wird ein neuer Werwolf geboren, der vor dem aktuellen Vampirherrscher Viktor Gefallen findet. Eher jedoch ist zu vermuten, dass Viktor mit Lucian ein Experiment vorhat. Er verpasst ihm, wie vielen anderen gefangenen Werwölfen, ein Halsband mit nach innen gerichteten silbernen Dornen, welche die Wandlung zu einem Werwolf effektiv verhindern. So nun ihrer animalischen Kräfte beraubt, dienen sie den Vampiren als Sklaven für vielerlei Aufgaben und vor allem als Wächtertruppen bei Tageslicht.

Lucian wächst innerhalb der Vampirburg heran und steigt in den Rang eines Schmieds auf, was eine seltene „Karriere“ für einen versklavten Werwolf darstellt. Nun ist Lucian eben auch ein Mann und so kommt, was nie jemand für möglich gehalten hätte: Er verliebt sich in die Vampirprinzessin Sonja und sie sich ebenfalls – und vor allem verbotenerweise – in ihn. Als ihre Liebe belauscht und verraten wird, sind die Folgen klar. Viktor, Sonjas Vater, lässt Lucian festnehmen und grausam foltern. Dass er Lucian nicht sofort hinrichten lässt, sieht er als großzügigen Gnadenakt an. Lucian und Sonja sehen dies natürlich anders und planen ihre Flucht.

Natürlich wird die Flucht von den vampirischen Todeshändlern entdeckt und vereitelt. Wiederum wird Lucian gefangen genommen und fast zu Tode gequält. Die Situation spitzt sich zu und die versklavten Werwölfe – die Lykaner – erheben sich. Und unerwartet erhalten sie Unterstützung aus den Wäldern rings um die Vampirburg: Wilde, zur Rückwandlung in Menschen unfähige, Werwölfe und von den Menschen, welche seit Jahrhunderten als Nahrung für die Vampire dienen…

Es liegt in der Natur der Sache, dass eine Horror-Geschichte schon fast zwangsläufig blutrünstig sein muss. Noch mehr gilt dies, wenn Vampire und Werwölfe die Hauptakteure sind. Ich gebe an dieser Stelle zu, dass ich selten zu Horror-Produkten greife, da mir die Anzahl an möglichen Geschichten doch recht eingeschränkt scheint. Von den Klassikern Tanz der Vampire und Dracula, bis hin zu modernen Adaptionen wie Blade und ff. oder Interview mit einem Vampir läuft es doch immer wieder auf die gleiche Story hinaus. Einzig die verbesserten Computer-Effekte der Filmindustrie lassen hier noch einen Reiz aufkommen, was hier in der Buchform leider nicht wenigstens an einigen Filmfotos geboten wird. Trotz allem: Wer auf dieses Genre steht, kommt hier voll auf seine Kosten.

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