sfbasar.de

Literatur-Blog

Archiv für Februar 2nd, 2009

Nautilus 52

Erstellt von Detlef Hedderich am 2. Februar 2009

Nautilus 52

Abenteuer Medien Verlag, Hamburg, 7/2008
A 4, Magazin für Abenteuer & Phantastik, SF, Fantasy, Horror, Action, ISSN 0946-3534, 60/450
Titelgestaltung von N. N.

www.abenteuermedien.de

Peer Kröger startet die Ausgabe 52 der „Nautilus“ mit dem Überblick über die wichtigsten Filme im Juni und Juli – wie z. B. „Die Insel der Abenteuer“, „Kung Fu Panda“ (einem Animations-Abenteuer), „Der Unglaubliche Hulk“ und „Unter Kontrolle“ – um nur einige Wenige zu nennen.

Dem gliedert sich der Film & DVD-Newsticker an.

Die folgenden Seiten durchleuchten die aktuellen DVD-Neuerscheinungen, die da wären: „Hitman – jeder stirbt alleine“, „Die letzte Legion“, „Rush Hour 3“, „Wächter des Tages“, „Memories of Matsuko“, „Marmorera – Der Fluch der Nixe“, „Dragon Wars“.

Lars Schiele führte ein Interview mit  Nic Balthazar und Greg Timmermans. Erster ist Regisseur des in Belgien ausgesprochen erfolgreichen Filmes „Ben X“, der von einem am Asperger-Syndrom, einer Form des Autismus, leidenden Schüler handelt, den wiederum Greg Timmermans verkörpert.

In „Get Smart“ – Wir lieben es, die Welt zu retten“ geht es um die Rückkehr von Agent 86 und Agentin 99. Jens Altmann berichtet nicht nur über den Film sondern auch über den Werdegang und die Hintergründe – und stellt darüber hinaus in „Spione in Serie“ die Hauptfiguren von „Get Smart“ vor.

Jens Altman verfasste ebenfalls den folgenden Artikel „Es gibt wahre Helden – es gibt ihn: Hancock“, einen ganz und gar anderen Superhelden. John Hancock wird in dem Film von Will Smith dargestellt, der über übermenschliche Kräfte verfügt, aber keinen Bock hat, sie sinnvoll zu nutzen. Die Bevölkerung von Los Angeles verachtet ihn. Somit wird er zum Außenseiter. Das ändert sich, als er eines Tages das Leben des PR-Fachmannes Ray Embrey rettet…

Mit dem neuen Mystery-Thriller von M. Night Shyamalan „The Happening“ löst sich Shyamalan von Klischees und bietet einen Psychothriller, der unter die Haut geht. Sebastian Geiger stellt ihn den „Nautilus“-Lesern ausführlich vor. Chris Peller führte ein Interview mit M. Night Shyamalan, was den vorangegangenen Bericht perfekt abrundet.

“I want to believe“ berichtet über den zweiten Kinofilm zur Kultserie „X-Files“, der mehr als  sechs Jahre nach dem eher unrühmlichen Ende der TV-Serie „Akte X“ in die Kinos gekommen ist. Robert Vogel führte in dem Zusammenhang in London ein Interview mit Gillian Anderson, die die Rolle der Dana Scully verkörpert hat. Thomas Plischke und Ole Christiansen durchleuchten im Anschluss in einem dreiseitigen Artikel das „Phänomen Akte X“ und was Mulders und Scullys Abenteuer unvergesslich macht und stellen die zehn besten „Akte X“-Folgen vor. Abgerundet wird die „Akte X“-Thematik durch ein Interview mit Chris Carter, dem Serienschöpfer, der Ole Christiansen Rede und Antwort stand.

Chris Peller befasst sich mit einem interessanten Thema, dem Mystery-Kult vor „Akte X“ – nämlich David Lynchs surrealem Werk „Twin Peaks“, das Ende der achtziger Jahre die konforme, innovationsarme Serienlandschaft im US-Fernsehen revolutionierte.

Hochinteressant und informativ liest sich auch das Essay über den „Mythos Werwolf“ – Lykanthropen, Wolfsmenschen und andere Bestien im Wandel der Jahrhunderte, u. a. über „Der Werwolf im Film“, aber es geht auch um die Wurzeln des Mythos’, im Mittelalter, in der Neuzeit, die Wolfskrankheit, Tollwut, Autismus, Kannibalismus und mehr. Dann werden in „Dem Werwolf auf der Spur“ die Frage gestellt ‚Was macht den Menschen zum Wolf?’ und wissenschaftliche Erklärungsansätze für einen alten Mythos geboten.

Julia Erdmann bietet den „Werkstattbericht Terra Cthulhiana“, einen wertvollen und spannenden Beitrag zum Cthulhuversum, einem Quellenband, der Stätten unter dem Blickwinkel des Cthulhu-Mythos’ betrachtet und interpretiert
Mit „Hommage mit Biss“ liefert Christian Endres ein Making of zwischen „Hellboy“ und „Dracula“. Anhand „Baltimore, oder: Der standhafte Zinnsoldat und der Vampir“, das Hardcover, das passend zum Comic Salon in Erlangen erschien. Auf knapp 300 Seiten verarbeitet Christopher Golden die Geschichte des tragischen Helden Henry Baltimore. Christian Endres bringt den „Nautilus“-Lesern alles Wissenswerte darüber näher.

Womit der Literaturteil beginnt, dem ein Interview mit Jason Dark folgt, der sich zu seiner neuen Horror-Reihe „Die Hexerin“ befragen ließ.

Lene Falkenhagen gibt in „Das Mädchen und der Schwarze Tod“ Einblick darüber wie ein historischer Roman entsteht – an eben jenem Beispiel dieses Romans.

Es folgen einige „Phantastische Buch-Neuheiten im Juni“ und der „Buch-Tipp“ – in dem Fall u. a. der Fantasy-Roman von Katja Brandis „Der Sucher“ und „Das Grab des Salomon“ von  Daniel G. Keohane, die beide im Otherworld-Verlag erschienen sind. Was erfreulich ist, da auch Produkte eines Kleinverlages gewürdigt werden! Verdient haben sie (und etliche andere) es nämlich allemal.

Der Autor Tobias O. Meißner gibt in seiner Kolumne „Die Dämonen“ (in Bezug auf seinen gleichnamigen Poper-Roman) eine kleine Dämonenkunde zum Besten und erklärt, wie man sich einem Dämon nähert.

Natürlich gibt es noch erheblich mehr in dieser Ausgabe, die wieder einmal erfreulich abwechslungsreich, rund und stimmig ist.

Es ist die Komplexität der Themenabhandlung, die das Niveau dieses Magazins ausmacht – neben dem gelungenen Layout. (AB)

Abgelegt unter Allgemein, Bücher, Fantasy, Horror, Science Fiction | Keine Kommentare »

Das Weltall: Du lebst darin – entdecke es!

Erstellt von Günther Lietz am 2. Februar 2009

“Das Weltall: Du lebst darin – entdecke es!”, so das Motto des Internationalen Astronomiejahres 2009. Lisa Nerz hat es vorgemacht!

NACHTKRATER, der Krimi zum 40. Jubiläum der Mondlandung: Die KrimiWelt-Jury wählt Christine Lehmanns neuen Kriminalroman im Februar 2009 auf die Bestenliste.

“Hinter der flotten und höchst spannenden Erzählung hat Lehmann ein intelligentes Gedankenspiel über Zufall und Notwendigkeit, Demokratie und Herrschaft versteckt”, findet Tobias Gohlis (KrimiWelt-Juror) in der Welt online und bescheinigt dem  “Nachtkrater”, dass er Schätzings “Schwarm” “allemal das Wasser reichen kann”.

Lisa Nerz, die schrägste und schillerndste Serienfigur der deutschen Krimiszene, hat in ihrem siebten Fall “Nachtkrater” einen Mord auf dem Mond aufzuklären. Auf mysteriöse Weise gelangt die abgebrühte Journalistin zur Mondstation Artemis. Doch dort geht der Ärger erst richtig los, denn auch hier gibt es Spekulantentum, Gruppendynamik, Hass, Neid und … Ameisen!

Der Mondkenner zum Nachtkrater: “Das Besondere ist die Verknüpfung von gut recherchierten Wissensschnipseln über Mond und Raumfahrt mit dem typischen Kriminalroman. Wie kommt man auf den Mond und wie lebt man dort? Wer hat ein Motiv für den mysteriösen Todesfall? Geht es um Geld, Eifersucht, Eitelkeit oder nationale Interessen? Raumfahrtkenner kommen voll auf ihre Kosten, und Krimi-Experten erfahren, wie schwierig es ist, sich einen Raumanzug anzuziehen.” Wilfried Tost von den Mondbeobachtern des Zeiss-Planetariums Berlin

Der Krimikenner zum Nachtkrater: “Am Ende haben wir uns derart gut amüsiert, dass wir ein schweres Problem aus den Augen verloren haben: Gibt es überhaupt eine Forschungsstation auf dem Mond? Es spricht für die Präzision im Imaginären, dass man Christine Lehmann ihre Station abnimmt. Nachtkrater ist ein klassischer Kriminalroman mit viel, viel Spielwitz.” Thomas Wörtche in Deutschlandradio Kultur

Die Empfehlung der KrimiWelt-Jury hingegen (jetzt im Netz) lautet: “Christine Lehmann gelingt in NACHTKRATER etwas in der deutschen Krimiliteratur äußerst Seltenes: mit Sprachwitz und Humor als existenzieller Voraussetzung entfaltet sie ein großes Science-Fantasy-Spiel mit realen Materialien: schwäbische Rüstungsinteressen, Gruppendynamik in geschlossenen Räumen, speziell unter Mondatmosphäre, Geschlechterdiskurse und Verwechselspielchen, Schwarmintelligenz und Ego-Diktatur, das alles technisch perfekt bis zur letzten Mondassel recherchiert. Bravo!”

Abgelegt unter News | Keine Kommentare »