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Literatur-Blog

Archiv für Januar, 2009

Nachts – ein guter Klassiker

Erstellt von Detlef Hedderich am 30. Januar 2009

Stephen King
Nachts

Heyne / Allgemeine Taschenbuch (9220)
512 Seiten
ISBN 3453092204
Originaltitel: Four Past Midnight (1990)
Erschienen: 1999
Übersetzer: Joachim Körbe
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Stephen King können anscheinend die banalsten Dinge einfallen, bei ihm sind sie noch immer gut genug, um Stoff für eine Horrorstory abzugeben. Man nehme einige Bücher, die man aus einer Bibliothek entliehen hat, und den sicherlich gar nicht so seltenen Fall, dass man ganz einfach den Rückgabetermin verpasst hat. Eigentlich nicht weiter schlimm. Man setzt seine schönste “Es-tut-mir-Leid-Miene” auf, zahlt eventuell etwas Nachlösegebühren und die Sache ist erledigt.

Doch nicht so bei Sam Pebbles, Held der Geschichte “Der Bibliothekspolizist”. Da er kurzfristig als Redner einspringen muß, entschließt er sich, der örtlichen Bibliothek mal wieder einen Besuch abzustatten. Er erhält zwar auch die gewünschten Bücher, aber ansonsten macht die Bibliothek auf ihn einen eher unheimlichen Eindruck. Vor allem sind es Plakate, die Kinder ermahnen sollen, die ausgeliehenen Bücher auch ja rechtzeitig zurückzubringen, die eher in ein Gruselkabinett gehören, als in eine Kinderbibliothek. Vor allem ein Plakat, das den Bibliothekspolizisten darstellt, weckt unangenehme Assoziationen in ihm, die allerdings noch keine konkreten Erinnerungen werden. Noch nicht
.
Und auch Ardelia Lortz, die Bibliothekarin, scheint nicht eben die angenehmste Zeitgenossin zu sein. Doch die Rede wird ein so überwältigender Erfolg, dass Sam schon bald nicht mehr an diese unangenehme Bibliothek denkt. Und so vergißt er natürlich, die Bücher abzugeben. Bis ihm sein Anrufbeantworter ein Gespräch mit Ardelia Lortz vorspielt…

Anfangs ist Sam die Geschichte nur unangenehm, allerdings wird sie schon sehr unangenehm, als er feststellen muss, dass er die beiden Bücher nicht mehr hat. Zufälligerweise sind sie in einen Stapel alter Zeitungen geraten, und die sind längst, wie in jedem Monat, von Dirty Dave, einem stadtbekannten Alkoholiker, abgeholt worden. Doch vollends entsetzt ist Sam, als er bei einem erneuten Besuch in der Bibliothek feststellen muss, dass sie sich völlig verändert hat. Viel moderner, viel freundlicher (auch die merkwürdigen Plakate sind verschwunden), und von einer Ardelia Lortz als Bibliothekarin hat natürlich niemand etwas gehört. Sam steht vor einem Dilemma. Wie gibt man Bücher, die man nicht mehr hat, an eine Bibliothek zurück, die nicht mehr existiert? Und der Bibliothekspolizist ist schon hinter ihm her…

Das soll an dieser Stelle zum Inhalt der Story reichen, nur noch so viel, was anschließend passiert, ist wirklich ziemlich schlimm, wenn auch nicht ziemlich neu. Mit unheimlichen Wesen, die von menschlichen Körpern Besitz ergreifen können, haben wir es in Horror und Science-Fiction ja wahrlich nicht erst seit gestern zu tun. Und auch Kindheitstraumata, die die Entwicklung der Persönlichkeit auf Jahre hinweg beeinflussen, sind ein beliebtes und immer wieder gern eingesetztes Element, wenn es in Richtung Psycho-Thriller gehen soll. Nur gelingt es eben den wenigsten Autoren, die Elemente dermaßen wirkungsvoll zu verknüpfen, wie es bei Stephen King der Fall ist. Und auch stilistisch schöpft der Meister wieder aus dem Vollen: Rückblenden, Traumsequenzen, eine matschiger Showdown und eine Prise (allerdings reichlich widerwärtigen) Sex und zum Entspannen auch mal eine Portion Gefühlsduselei. Auf letzteres hätte man meiner Meinung nach durchaus verzichten können, doch da die weibliche Heldin genau wie Kings Tochter Naomi heißt, war so etwas schon zu erwarten.

In der zweiten Erzählung des Buches geht es um eine Polaroidkamera, die der fünfzehnjährige Kevin zu seinem Geburtstag geschenkt bekommt. Sie macht zwar Bilder, aber leider ist darauf nicht das zu sehen, was eigentlich darauf zu sehen sein sollte. Stattdessen zeigt sie immer wieder das Bild eines Hundes. Doch dieser Hund sieht nicht nur sehr gefährlich aus, er hat auch auf jedem weiteren Foto seine Position geringfügig verändert.

Kevin bringt die Kamera zu Pop Merill, von dem er sich Hilfe verspricht, doch ist er da leider genau an den Falschen geraten. Denn Pop Merill entpuppt sich als ziemlich mieser Typ, der nur darauf scharf ist, die Kamera einigen seiner Kunden, von denen mehrere normalerweise an übernatürlichen Phänomenen interessiert sind, zum Kauf anzubieten. Als Kevin schließlich beschließt, die Kamera zu vernichten (mittlerweile setzt der Hund zum Sprung an, und anstatt eines Halsbandes trägt er eine Krawatte von Kevin), da vertauscht Pop einfach die Kameras, und Kevin zerschlägt ein völlig normales Gerät. Doch auch Pop hat nicht viel Freude an dem Fotoapparat, denn alle seiner potentiellen Käufer wollen mit so einer Kamera nichts zu tun haben. Und als Pop die Gefahr schließlich selbst erkennt, hat das Ding schon die Macht über ihn gewonnen. Der Hund springt…

“Zeitraffer” ist für mich wesentlich schwächer als der “Bibliothekspolizist”, was wohl vor allem an der weniger komplexen Handlung liegt. Natürlich weiß der Leser ziemlich früh, dass der Hund irgendwann aus dem Foto springen wird, doch bis es dann endlich soweit ist, muss er fast zweihundert Seiten lesen, und dann ist die Geschichte auch schon fast vorbei. Stephen King bevölkert die Story mit allerlei skurrilen Typen (die potentiellen Kunden von Pop Merill), die aber alle nur den einen Zweck haben: Seiten zu füllen. Und Kevins Gegenmittel gegen den teuflischen Hund erschien mir viel zu simpel, um eine wirksame Waffe gegen solch ein bestialisches Geschöpf zu sein. War es schließlich auch nicht, wie der Schlussgag dann zeigt, der allerdings auch furchtbar aufpassen muss, um nicht auf den eigenen meterlangen Bart zu treten.

“Zeitraffer” soll gemeinsam mit “Stark” (jetzt auch als Taschenbuch bei Heyne) und “Needfull Things” (als Hardcover bereits in deutsch erhältlich) eine Castle-Rock-Trilogie bilden, in der die letzten Geschichten aus dieser imaginären Stadt erzählt werden, die in so vielen Werken von Stephen King eine Rolle spielt. So werden auch in “Zeitraffer” Personen oder Ereignisse erwähnt, die dem Leser aus anderen Arbeiten bekannt sind (Sheriff Pangborn oder Cujo), das macht die Geschichte zwar nicht besser, aber der Mensch freut sich.

Neben den beiden Geschichten hat es sich der Meister wieder nicht nehmen lassen, reichlich Vorworte zu schreiben, Vorworte, bei denen es wirklich Spaß macht, sie zu lesen. Bleibt noch zu erwähnen, dass “Nachts” ja eigentlich nur die zweite Hälfte des in den USA erschienen Buches FOUR PAST MIDNIGHT ist, die erste Hälfte erschien bei Heyne unter dem Titel “Langoliers”. Aber warum soll man ein simples Taschenbuch mit etwa tausend Seiten für zwanzig Mark drucken, wenn man daraus doch genauso gut zwei Jumbos für fast fünfzig Mark machen kann? Und sein Geld ist Stephen King immer noch wert… (Renald Mienert)

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2. Meinung von Bernd Krosta:

1. Story: Der Bibliothekspolizist

Bibliothekspolizei, was soll denn das sein? Nun, laut den Vorbemerkungen zu diesem Roman scheinen die amerikanischen Kinder doch gewissen Bammel vor diesen Personen zu haben, wenigstens die etwas Kleineren. In der Art von: Bringst Du dein geliehenes Buch nicht pünktlich zurück, kommt der Bibliothekspolizist bei dir vorbei. Ich habe versucht, mich daran zu erinnern, wie das war, als ich noch Bücher ausgeliehen habe; heutzutage kauft man ja alles. Aber als Kind war das doch die beste Art, günstig (günstiger als umsonst geht es wohl nicht) etwas zu lesen zu bekommen. Doch wenn ich mich recht entsinne, gewisse Manschetten hatte ich auch davor, den Rückgabetermin zu verpassen.

Na okay, zurück zum Roman: Unser Hauptdarsteller, Sam Peebles, der ein Makler- und Versicherungsbüro betreibt, sieht sich plötzlich in der Situation, eine Rede vor dem Rotarier-Verein halten zu müssen. (Wie soll man dazu sagen – Wirtschaftsclub? Oder Selbständigenvereinigung?) (…)

Jedenfalls ist es der Verein der wichtigen Firmenbesitzer – zumindest derjenigen, die sich dafür halten – in dem kleinen Städtchen Junction City – nein, nicht Castle Rock. (Diesmal jedenfalls!) Die für diesen Abend vorgesehene Hauptperson, der Clown Amazing Joe (was für ein Name!) hat sich im Vollsuff den Hals gebrochen – zwar überlebt (passend zu King), aber wie man sich denken kann, fällt er halt für diesen Abend aus. Wieso als Ersatz für einen Clown ein Redner kommen soll, habe ich auch nicht ganz verstanden. (…) Naja, Sam wird halt etwas bedrängt, diese Rede zu halten. Und weil seine Teilzeitsekretärin (übrigens die Teilzeitsekretärin der meisten Geschäftsleute von Junction City, oder besser noch, die einzige überhaupt) seine Rede nicht schlecht, aber ziemlich trocken findet, macht Sam sich auf den Weg zur Bibliothek, um sich dort etwas Auflockerungslektüre mit ein paar passenden Witzen oder Anekdoten zu besorgen, die man eben so geschickt in Reden einbauen kann.

Die Bibliothek ist ein grässlicher, älterer Bau mit einer typischerweise altjungferlichen Bibliothekarin, die einen nicht ganz sympathischen Eindruck auf Sam macht. Sie ist zwar äußerst höflich und kann das Gewünschte auch schnell besorgen, aber ihre Augen, so jedenfalls Sams Eindruck, sagen etwas ganz anderes als das Lächeln auf ihren Lippen. Sehr negativ ist Sam auch die Kinderabteilung aufgefallen. So gibt es dort einige nicht ganz freundliche Poster, eben vom Bibliothekspolizisten – oder auch von der Art, dass ein Kind nicht mit Fremden mitfahren soll. Für kleine Kinder allemal recht erschreckend. Dies versucht Sam natürlich der Bibliothekarin klarzumachen, aber die kann (naturgemäß) mit Sams Ausführungen nichts anfangen, sondern fühlt sich nur davon belästigt. Auf alle Fälle warnt sie ihn, die geliehenen Bücher unbedingt pünktlich zurückzubringen, sonst würde der Bibliothekspolizist vorbeikommen. Wie wir uns denken können, haben solche Warnungen bei King einen gewissen zu beachtenden Hintergrund – sehr zu beachten! Aber Sams Rede wird ein Riesenerfolg. Die Tipps aus den geliehenen Büchern sind großartig, und prompt wird Sam mit Aufträgen für seine Firma überschüttet. Es könnte also gar nicht besser laufen, wenn da nicht die Bücher wären, die man doch recht leicht verlegen oder gar verlieren kann, oder was weiß ich, was noch so alles mit geliehenen Büchern passiert, die unbedingt wieder pünktlich in der Bücherei zurück sein müssen, wenn eine nicht ganz durchsichtige Bibliothekarin mit dem Bibliothekspolizisten droht. Wie ihr Euch denken könnt, passiert natürlich etwas, im King schen Stil.

Alles in allem eine ganz nette Geschichte, irgendwo typisch King, nichts Besonderes, ganz nett halt. Der Nachteil bei einer solchen Short-Story (immerhin knapp 300 Seiten) ist für mich, dass King sich nicht richtig ausleben kann. Für seine Verhältnisse ist die Handlung ziemlich zusammengepresst, und natürlich bleiben auch die vielen Be- und Umschreibungen der Personen, der Umgebung usw., der Länge der Geschichte angepasst, auf der Strecke. Ich lese lieber dickere Schinken von ihm.

2. Story “Zeitraffer”

Die zweite Geschichte dieses Buches hat schon am Beginn einen großen Vorteil: Sie spielt in Castle Rock. Castle Rock, der Schauplatz so netter Storys wie Dead Zone, Cujo, Die Leiche (Kurzgeschichte – verfilmt “Stand by me”), Stark-The Dark Half (Castle Rock wird immerhin erwähnt, ebenso wie sein neuer Sheriff Alan Pangborn – nach Sheriff Bannerman, der in Cujo ins Gras beißt) und Needful Things (mit dem guten Alan Pangborn als Hauptdarsteller…). Ja, Castle Rock ist schon ein beliebter Ort.

Kevin Delevan erhält nun in dieser Geschichte eine Fotokamera zum Geburtstag – eine Sun 660. (Sun 666 wäre doch bestimmt eine nettere Typenbezeichnung gewesen) Die Sun 660 ist ein Polaroidapparat, also eine von den Dingern, die diese Sofortbilder machen. Bis auf einen kleinen Unfall am Geburtstag, bei dem die Kamera auf den Boden fällt und einen unbedeutenden Schaden erleidet, könnte alles in bester Ordnung sein, bis auf die Tatsache eben, dass sie immer das gleiche Bild macht. Egal was Kevin auch fotografiert, auf dem Bild erscheint irgendein Mischlingsköter, der vor einem Zaun steht. Ganz schön lästig, was soll man schon mit so einer Kamera anfangen?! Aber dann fällt Kevin, oder besser gesagt, zuerst seiner Schwester, etwas auf. Das Bild verändert sich nämlich leicht, ganz leicht, als ob der Hund sich in Zeitlupe bewegt. Und wenn man die Bilder in der richtigen Reihenfolge zusammenhält, bekommt man sogar eine Art Daumenkino. (Kennt Ihr doch noch?!) Trotz allem scheint das natürlich noch immer nicht weiter tragisch zu sein, wenn man nicht wüsste, dass die Geschichte von Stephen King ist. Die Handlung nimmt also ihren Lauf (der Schrecken auch).

Insgesamt (ich kann ja schon mal mit dem Resümee anfangen) hat mir die zweite Story besser gefallen (trotz des kürzeren Textes). Vielleicht auch bloß durch das Erscheinen von alten Bekannten, wie Castle Rock und so. Für mich war es der typischere King Roman, Kleinstadt, Kinder und Schrecken – möglicherweise ist es aber auch nur der Unterschied zwischen den King-Äras. Bei “Zeitraffer” spielt King wieder mit dem jugendlichen Darsteller und deren Ängsten, wie z. B. bei “ES” oder bei “Christine”, während bei “Der Bibliothekspolizist” der Schrecken der Kindheit in die erwachsene Gegenwart führt (halt, ist ja auch wieder wie bei “ES”). Na gut, bevor ich mich weiter verstricke, die zweite Story gefiel mir eben etwas besser, aber insgesamt war es ein gut zu lesendes Buch, wie bei King halt immer. Die Storys sind zwar nicht mehr jüngsten Ursprungs, sondern inzwischen gut zehn Jahre alt, aber das schmälert nicht ihre Qualität.

Wer also gerne King liest und gerade kein ausgewachsener Roman von ihm zur Hand ist, ist ganz gut bedient. (Bernd Krosta)

Titel bei Amazon.de
Nachts

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Elfenschrift 15: Vampire

Erstellt von Detlef Hedderich am 30. Januar 2009

Ulrike Stegemann (Hrsg.)
Elfenschrift 15: Vampire

Elfenschrift 15: Vampire, Gronau, 9/2007
Phantastische Literaturzeitschrift, A5, Fantasy, Horror, ISSN 1613-3293, 40/250 (im Abo über 4 Ausgaben pro Jahr: EUR 12.-)
Titelillustration von Rosi Dombach
Innenillustrationen und Fotos von Shaggy Buttler, Tina Müllner, Manfred Lafrentz, Michael Stegemann, Manuela P. Forst, Pat Hachfeld, Petra Hartmann, Uwe Vöhl
Bezug: Ulrike Stegemann, Stichstr. 6, 31028 Gronau, info@elfenschrift.de
www.elfenschrift.de

Auch die 15. „Elfenschrift“ steht wieder ganz im Zeichen eines Themas. Dieses Mal geht es wohl um die düsteren Seiten der Phantastik, wobei ein deutlicher Schwerpunkt auf ‚Vampiren’ liegt. Wem es gefällt… Aber man beginne vorn:

Der Marburg-Con ist eine der eher düsteren Conventions, zumindest nach allem, was man so hört. Umso erstaunlicher, wenn man, wie Herausgeberin Ulrike Stegemann, munter drauflos plaudert und einen lockerflockigen Con-Bericht abliefert über das Event. Und dass man sich dort natürlich wieder selbst als Crème de la Crème feiert, ist ebenso bekannt, wie berüchtigt. Man ist ja eine große, glückliche Phantastik-Familie – die Leichen lassen wir aber besser im Keller, die stinken immer so.

Auf dem Marburg-Con traf Ulrike Stegemann Uwe Vöhl, der sich selbstverständlich sofort zu einem Interview bereit erklärte und dort auch kräftig auf die Pauke schlug, für seinen „Coco-Zamis“-Band und für sein neues Portal – kurioserweise aber werden die anderen Macher von „literra.info“ nicht erwähnt. Woran das wohl liegen mag?

Damit ist dann der Kurzgeschichtenreigen eröffnet. Den Anfang macht Maike Schneider mit „Dieser Sonnenaufgang“. Eine melancholische Vampir-Geschichte, die man beinahe auch anderen Autoren zugetraut hätte.

„Der zornige Phlegmat“ stammt aus Christiane Grefs Feder und ist – natürlich – wieder ein Vampir. Aber zumindest sind Stanis Kapriolen irgendwie witzig, wenn sich auch nicht so ganz erschließt warum. Trotzdem zaubert diese Story ein Grinsen aufs Gesicht.

Über „Die erste Nacht“ weiß Philipp Bobrowski zu berichten – besser gesagt, der Protagonist darf diese durchleiden. Dabei kann er sich gar nicht so wirklich erinnern, was eigentlich passiert ist.

Ein „Date mit Wolfgang“ hätte Manuela P. Forst sicher nicht, zumindest nicht, wenn das gleiche dabei herauskommt wie bei ihrer Protagonistin Nicole. Zumindest der Dreh mit dem Hund wusste zu gefallen, ansonsten allerdings war das ganze eher mau – vor allem der Polizist, der da in der Tür auftaucht, sollte dringend einen Augenarzt aufsuchen…

„Cayla und der fremde Gast“ von Oliver Hohlstein fällt ein wenig aus dem Rahmen, immerhin spielt diese Geschichte in einer Fantasy-Welt und bescheinigt sich damit zumindest auch die Zugehörigkeit zu diesem Genre. Allerdings scheint diese Story aus einem größeren Ganzen gelöst zu sein; so bleibt der Leser denn am Ende doch etwas verwirrt zurück und fragt sich, warum er ganze Teile der Story nicht wirklich versteht.

Tanja Thomsen berichtet über die „Andreasnacht“ und hat sich von dem gleich betitelten Gedicht dazu inspirieren lassen – oder doch etwas mehr? Was in der Lyrik gut wirkt, muss es in der Prosa nicht tun, und damit ist dann auch schon die Schwäche dieser Geschichte mehr als deutlich erklärt. Besser eigene Ideen aus Gedichten ziehen als diese in ‚Erzählform’ umzuwandeln – oder sich Leser suchen, die das Gedicht nicht kennen.

In der „Bücher-Ecke“ wird, drei Jahre nach deren erstmaligem Erscheinen, von Nancy Leyda „Wolfgang Hohlbeins Schattenchronik“ vorgestellt, die im BLITZ-Verlag erscheint oder erschienen ist. Nun, die gute Neuigkeit ist, dass es sich damit bald haben dürfte, da der Verlag diese Reihe nach Bd. 11 einstellen wird. Merke: Wo Hohlbein draufsteht, ist nicht unbedingt Hohlbein drin – manchmal leider, manchmal leider nicht…

Auch andere Bücher werden, wie immer, in der „Bücher-Ecke“ vorgestellt, wobei der Schwerpunkt eindeutig nicht nur mehr auf den Kleinverlagen liegt, sondern sich offensichtlich auch die Lesegewohnheiten der Herausgeberin dergestalt ändern, dass man sich sucht, wer ‚in’ ist. Ob man solche Bücher nun wirklich bewerben muss, sei dahingestellt, über manches allerdings sei besser der Mantel des Schweigens gebreitet – gleiches gilt für die Ausschreibungen.

Die Grafiken, Bilder und Fotos stammen dieses Mal von Rosi Dombach, die das Cover gestaltete, Shaggy Buttler, Tina Müllner, Manfred Lafrentz, Michael Stegemann, Manuela P. Forst, Pat Hachfeld, Petra Hartmann und Uwe Vöhl.

Alles in allem ist die 15. Ausgabe der „Elfenschrift“ wohl auch bisher die schwächste, zumindest die mir bekannte. Mag am persönlichen Geschmack liegen, da Vampire nun wirklich zu den Gestalten gehören, die allmählich unter einem ganzen Feld von Knoblauch, umkränzt von Kruzifixen gehören. Doch auch ein Teil der Euphorie, die den vorherigen Ausgaben innewohnte, ist weg. Man hat sein Ziel gefunden, man hat einen festen Leser- und Autorenkreis, mehr braucht es nicht. Schade um eine gute Idee. (RSch)

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Cthuloide Welten #15 erhältlich

Erstellt von Günther Lietz am 30. Januar 2009

Das offizielle Cthulhu-Magazin bietet in Ausgabe 15 auf 148 Seiten:

- Abwärts (Abenteuer für Cthulhu Now)
- Girnwood Manor (Abenteuer in Großbritannien)
- Die Lüneburger Heide (Geheimnisse und Mythen in den 1920ern)
- Die Esoterische Bruderschaft der Schwarzen Mutter
- Spuk im Gemäuer, Teil 2
- Die Reichswehr
- Berühmte Forscher
- Wie man das Unaussprechliche beschreibt
- Im Interview: Scott David Aniolowski

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Phase X – Ausgabe 5 erhältlich

Erstellt von Günther Lietz am 30. Januar 2009

Phase X – Das Crossover Magazin aus dem Hause Atlantis ist mit der Ausgabe Phase X – Ausgabe 5 bereits seit Sommer 2008 auf dem Markt.

Themenschwerpunkt: Technik und Magie
Hrsg: Christoph Weidler und Holger M. Pohl
Titelbild: Susanne Jaja
A5 Paperback,
ca. 110 Seiten Umfang

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Phase X – Magazin für Phantastik 5: Technik und Magie

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Nautilus 58 erhältlich

Erstellt von Günther Lietz am 30. Januar 2009

Ebenfalls für Januar 2009 kündigt sich die Nautilus 58 an:

Filme im Kino und auf DVD: The Spirit – Zwischen Comic und Film: Die Verfilmung von Will Eisners legendärem Comic-Strip um einen Pulp-Detektiv durch den Sin City-Schöpfer Frank Miller.

Film-Noir und Comic – Interview mit dem Comic-Schöpfer und Filmemacher Frank Miller über seine streitsame Freundschaft mit Will Eisner und seine Verfilmung von “The Spirit”.

Die Filmwelt des Frank Miller – Vom Batman bis zum Spirit: Comic-Star Frank Miller erobert die Filmleinwand.

Comic-Gott und Comic-Geist – Der unangefochtene Meister des Comic-Genres, nach dem der Oscar des Comic-Genres benannt wurde: Ein Einblick in Will Eisners Comic-Welten und seine Figur des Spirit.

Vorhang auf – Die Freundschaft eines Jungen zu einem Vampir-Mädchen in “So finster die Nacht”, Film-Drama vor dem Hintergrund historischer Ereignisse in “Australia”, real werdende Gutenacht-Geschichten in “Bedtime Stories”, zwei Cops auf der Spur eines Serienkillers in “Kurzer Prozess – Righteous Kill”, ein neuer Auftrag für Jason Statham aka Frank Martin in “Transporter 3″, Will Smith als Steuerbeamter hilft sieben Fremden in “Seven Pounds”, der Nachfolger des Psychokillers metzelt weiter in “Saw 5″, verliebt in einen Vampir in “Twilight – Biss zum Morgengrauen” und Jim Carrey als Ja-Sager in “Yes Man”: die kommenden Phantastik-Filmstarts im Dezember und Januar.

Phantastische Filme auf DVD – Indy und Aliens in Südamerika in “Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels”, auf der Jagd nach dem Übernatürlichen in “Supernatural – erste Staffel”, ein durchgeknalltes Schottland nach der tödlichen Viren-Verseuchung in “Doomsday”, Jagd auf grausige Dämonen in “Tokko – Staffel 1″, eine dystopische Zukunftsversion in “Eden Log”, Ausbruch aus der heilen Welt in “Anderland”: neue Filme für den DVD-Player.

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Mephisto 43 ist auf dem Markt

Erstellt von Günther Lietz am 30. Januar 2009

Die Mephisto-Ausgabe für Dezember/Januar/Februar 2008/2009 (Mephisto 43) enthält ein großes Paket an Zusatzmaterial und ein breites Angebot an Rollenspielabenteuern.

So gibt es Beilagen zu “Das Schwarze Auge”, dem “Warhammer 40.000″-Rollenspiel “Schattenjäger” und den “Tabletop Insider 0″. Die Titelthemen der Ausgabe sind Shadowrun: Schwarzmärkte in der ADL, Degenesis: Frost, Hordes: Legion of Everblight, Warmachine: Jacks and the City, Infinity: Testlauf, RSP universal: Kurs ins Ungewisse, Elyrion: Heilendes Blut, Heredium: Die Bücher Gottes, Arkham Horror: Szenarien-Massaker, Hordes: Drachenherz, Warhammer 40.000: Eldar Falcon sowie wie ein Interview mit Frank Borsch, einem Rückblick auf die SPIEL 2008, einem Essay über die Spielarten der Phantastik, Berichten zu bevorstehenden Veranstaltungen sowie jeder Menge Neuheiten und Tests aus der Welt der Phantastik.

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phantastisch! 33 erschienen

Erstellt von Günther Lietz am 30. Januar 2009

Ab Januar 2009 ist phantastisch! 33 erhältlich. Unter anderem mit Themen zu Büchern …

Johannes Rüster: phantastisch! leben: Kuck mal, ein Lichtschwert
Jochen Adam: Geister, Vampire und Nekromanten – Gail Martins
Zyklus »Die Chroniken des Beschwörers«

… Filmen …

Carsten Polzin: Meilensteine des phantastischen Films

… und Storys.

Uwe Hermann: »Die Arbeitsplatz-Lotterie«
Frank Weinreich: »Ein Zwischenfall in der Eulenburg«

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Space View 01/2009 am Kiosk

Erstellt von Günther Lietz am 30. Januar 2009

Titelthemen der Space View 01/2009 (ab dem 28. Januar am Kiosk) sind der neue “Star Trek”-Film und der Vampirstreifen “Twilight”. Außerdem gibt es Artikel zu den Serien “Battlestar Galactica” und “Stargate Atlantis”, ein Interview mit Michael Schönenbröcher und noch vieles mehr.

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Buchvorstellung “Die Wellenläufer”

Erstellt von AntoniaHinz am 20. Januar 2009

Biographie des Autors Kai Meyer

Kai Meyer wurde am 23.Juli 1969 in Lübeck geboren. Im Rheinland ist er
aufgewachsen. Er studierte in Bochum Theater -, Film- und Fernsehwissenschaften. Anschließend hat er als Journalist für eine Tageszeitung gearbeitet.

Sein erstes Buch veröffentlichte er 1993 im Alter von 24 Jahren. 1995 wurde er freier Schriftsteller und arbeitete gelegentlich arbeitet als Drehbuchautor.

Seine Bücher werden inzwischen in 15 Sprachen übersetzen .Er lebt mit seiner Frau Steffi, Sohn Alexander und dem Hund Motte am Nordrand der Eifel.

Er schrieb bis jetzt rund 40 Jugend- aber auch Erwachsenenbücher. Sein neuestes Jugendbuch ist diesen Herbst erschienen und ist der erste Teil von drei weiteren Bänden.

Hauptfiguren von Wellenläufer

Jolly: 14järiges Mädchen kann übers Wasser gehen. Bei Piraten aufgewachsen. Sie denkt sie ist die einzige ihrer Art: Quappen, die übers Wassergehen können.

Munk: 14Jähriger Junge lebt bei seinen Eltern auf einer Insel wo Geister Plantagen bearbeiten.

Geisterhändler: Ist ein Gott der Schiffsbrüchige zu Geistern verwandelt und an die Quappen glaubt. Er lehrt Munk in Muschelmagie und bereitet in auf höhere Aufgaben vor.

Mahlstrom: Will die Welt beherrschen und die Quappen töten, schickt Monster aus z.b. Acherus. Nur Quappen können den Mahlstrom schließen und dann die Welt retten.

Worum geht es?

Die Geschichte spielt im 17./18. Jahrhundert. Jolly ist ein Mädchen, das bei Piraten aufgewachsen ist, weil ihre Eltern gestorben sind. Seit ihrer Geburt kann sie übers Wasser gehen. Sie ist fest davon überzeugt, dass sie die einzige auf der Welt ist, die das kann. Als das Piratenschiff bei einer Schlacht untergeht, wird sie von einem netten Jungen, Munk, gerettet. Sie erfährt, dass er auch ein Wellenläufer ist. Die sogenannten Quappen werden wegen dieser Fähigkeit von gierigen Menschen und von einem Strudel, dem Mahlstrom, verfolgt. Der Mahlstrom will mit seinen Monstern die Welt regieren und nur Quappen können das verhindern, indem sie ihn in eine Muschel schließen. Deshalb machen sich Jolly und Munk auf eine gefährliche und spannende Reise, auf der sie mit verschiedenen Phantasiefiguren , zum Beispiel den Pitbullmann , Buenaventure , halb Hund halb Mensch den Wasserungeheuern Klabauter genannt oder Piratenprinzessin Soledad spannende Abenteuer erleben. Auf dieser Reise werden ihre Wege durch einen Kampf mit einem Piratenschiff zum Ende des Buches getrennt. Munk kommt mit seinem Schiff zur Insel Aelenium aber Jolly strandet auf einer unbekannten Insel.

Das Ende, nämlich die Frage ob die Kinder ihr Ziel erreichen und den Mahlstrom einsperren können, wird nicht beschrieben, da es ja noch zwei weitere spannende Teile gibt.

Meine Meinung

Nach 2000 Jahren schreibt jemand wieder eine Geschichte über jemanden auf, der auf dem Wasser gehen kann… das ist sehr faszinierend weil diese Gabe übermenschlich ist. Kay Meyer hat das Buch vielleicht auch nach einer Vogelart benannt, die knapp über dem Wasser fliegen und ihr Beine dabei nach unten baumeln lassen.

Das Buch ist sehr lebendig geschrieben und in kurze Kapitel unterteilt, die meistens in der Mitte eine Wendung haben. Deshalb kann man es gut lesen , und durch die jugendlichen Hauptfiguren kann man sich gut in die Geschichte hineinversetzen. Aufregende und lustige Geschichtsteile wechseln sich ab, deshalb ist es sehr unterhaltsam. Ich würde es mutigen Abenteurern und Abenteuerinnen empfehlen, weil es sehr spannend ist.

Weil es in der Karibik spielt und es dort tatsächlich Piraten gegeben hat, meint man immer wieder , manche Teile der Geschichte könnten wahr sein.

Wenn man das Buch einmal angefangen hat zu lesen, möchte man es nicht mehr weglegen weil die Spannung sich im Laufe der Geschichte immer mehr steigert.

Die Wellenläufer: Wellenläufer-Trilogie 1

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3 … 2 … 1 … Start!

Erstellt von Günther Lietz am 17. Januar 2009

Hallo!

Willkommen zum Start des Blogs des sfbasars.de. Unsere kleine Raumfahrerin hat sich erneut auf die Reise begeben. Einst vom Planeten sfbasar.de-mailing aus gestartet, verweilte sie ein wenig auf dem Planeten sfbasar.de-Magazin und kolonisiert nun den Planeten sfbasar.de-blog. Alles mit dem Ziel, Euch – unseren Lesern und Besuchern – mit Spannung, Unterhaltung und Wissen zu versorgen.

Wir hoffen Euch auf diese phantastisch utopische Reise mitnehmen zu können. Jeder weitere Raumfahrer ist herzlich willkommen. Also zückt den Phaser, schärft die Axt und spitzt die Zähne – es geht los …!

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